Heute in Lübeck: Tourismustag 2019 – mit Eckpunkten zur weiteren Strategie des Landes

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sh:z-Ausgabe vom Wochenende mit einem Ausblick auf die Nachjustrierung der Tourismusstrategie des Landes

Zum diesjährigen Tourismustag Schleswig-Holstein werden heute ab 9.30 Uhr in den Lübecker media-docks rund 340 Branchenvertreter erwartet. Auf Einladung der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein (IHK), des Landes, der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein und des Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA widmen sich die Fachleute neuen Ideen und Projekten rund um das Urlaubsland Schleswig-Holstein.

Nach den Worten von Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) prägt der Tourismus das Wirtschaftsleben an Nord- und Ostsee sowie im Binnenland maßgeblich, sorgt für Investitionen und sichert Arbeitsplätze und Einkommen: „Rund 9,5 Milliarden Euro Bruttoumsatz und 168.000 direkt im Tourismus Beschäftigte sprechen für sich. Zudem konnte in 2018 ein Zuwachs der Übernachtungszahlen auf rund 34,5 Millionen Übernachtungen erzielt werden“, so der Minister.

Auf dem Programm des ganztägigen Tourismustags 2019 stehen Fachvorträge und Workshops sowie zum Ausklang ein gemeinsamer Schleswig-Holstein-Abend.

Die Rede des Ministers ist ab ca. 10.10 Uhr bei WiMi.SH@Wirtschaftsland zu sehen und zu hören

Über einige Eckpunkte der nachjustierten Tourismusstrategie des Landes informiert Minister Buchholz ab 11 Uhr in einem Pressegespräch in den media-docks (Willy-Brand-Allee 4, Lübeck)

Buchholz erfreut über erfolgreichen „kleinen Grenzverkehr“ in Infrastruktur-Fragen

Unter dem Titel „deutsch-dänische Verkehrskommission“ hat das Treffen inzwischen fast Tradition: Seit 2011 kommen  – zumeist zweimal jährlich – Politiker, Wirtschaftsvertreter und Verwaltungsfachleute aus Dänemark und Schleswig-Holstein zusammen, um insbesondere die Verkehrsverbindungen und -projekte auf der Jütlandroute abzustimmen und voranzubringen. Das führte in dieser Woche zur zweiten Begegnung des neuen dänischen Verkehrsministers Benny Engelbrecht mit seinem SH-Amtskollegen Bernd Buchholz. Mit interessanten Erkenntnissen, wie Buchholz in seiner „Meldung der Woche“ erläutert – Video starten…

Buchholz zum Startschuss für die S 4: Wir sind fast am Ziel – aber noch ist nichts unterschrieben

Von Hamburg-Altona mit der S-Bahn nach Bad Oldesloe: Die Finanzierungslösung für die mehr als 1,8 Milliarden teure neue S-Bahn-Linie S4 scheint nach langem Ringen zwischen Bund, Hamburg und Schleswig-Holstein so gut wie gefunden. Doch noch sind Fragen offen.

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) hat die abzeichnende Finanzierungslösung für die S-Bahnstrecke S4 von Hamburg-Altona nach Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) als fairen Kompromiss gelobt. Es sei gelungen, im Vergleich zu früheren Finanzierungsschlüsseln die Kosten für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein auf ein vertretbares Maß zu deckeln, sagte Buchholz der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich betonte der Minister: «Auch wenn sich die Länder über ihre Anteile einig sind, es gehören drei Unterschriften unter den entsprechenden Vertrag. Und der Bund will noch die Haushaltsberatungen abwarten.»

Buchholz sagte dazu weiter – Audio starten („Im Browser anhören“)

Auch in Kreisen der Bundesregierung hieß es am Freitag, die Verhandlungen zur Finanzierung der S4 seien noch nicht abgeschlossen. Nach einer Mitteilung des Hamburger Senats soll die S4 insgesamt etwa 1,85 Milliarden Euro kosten. Der Bund will davon 1,473 Milliarden und damit etwa 80 Prozent übernehmen. Hamburg steuert 236 Millionen Euro bei und Schleswig-Holstein 118 Millionen Euro. Hamburg übernimmt also zwei Drittel der verbliebenen Kosten und Schleswig-Holstein ein Drittel. Die S4 war vor einem Jahr im Bundesverkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf hochgestuft worden. Mit der neuen S-Bahn-Linie würden rund 250 000 Menschen an das Hamburger S-Bahn-Netz angeschlossen, betonten SPD und Grüne in Hamburg in einer gemeinsamen Pressemitteilung die Bedeutung des Projekts.

Die S4 soll voraussichtlich Ende 2028 fertig sei und durchgehend von Hamburg-Altona bis Bad Oldesloe fahren. Vorgesehen ist ein Zehn-Minuten-Takt von Altona bis Ahrensburg und ein 20-Minuten-Takt von Ahrensburg nach Bargteheide. Zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe soll die S-Bahn im Stundentakt fahren. Prognosen zufolge soll die S4 an Werktagen 97 100 Menschen befördern. Die Strecke zwischen Hamburg und Bad Oldesloe ist bereits heute eine der am meisten befahrenen Pendlerstrecken rund um Hamburg.

Während der Hamburger Senat am Dienstag grundsätzlich zugestimmt hat, steht ein Kabinettsbeschluss der Landesregierung in Kiel noch aus – ebenso die Zustimmung der Hamburger Bürgerschaft und des schleswig-holsteinischen Landtags. Buchholz verwies darauf, dass letzte Einzelfragen – zum Beispiel der Anteil der Bahn – noch nicht entschieden seien.

In Hamburg wird sich der Verkehrsausschuss am kommenden Dienstag (5. November)  mit dem jüngsten Senatsbeschluss befassen. In seinem Antrag bittet der Senat die Bürgerschaft, den Bau der S4 zu beschließen und den finanziellen Auswirkungen zuzustimmen. Die Bürgerschaft will nach den Beratungen im Verkehrs- und im Haushaltsausschuss im Dezember darüber abstimmen.

Die S4 soll auf teils bestehenden und teils neu zu bauenden Strecken fahren. Zwischen Hamburg-Altona und -Hasselbrook sowie Ahrensburg-Gartenholz und Bad Oldesloe wird die bestehende Infrastruktur genutzt. Dagegen sind zwischen Hamburg-Hasselbrook und Ahrensburg zwei neue S-Bahngleise vorgesehen. Von Ahrensburg bis Ahrensburg-Gartenholz ist ein neues S-Bahngleis geplant. Die Bahnhöfe Bargteheide, Kupfermühle, Bad Oldesloe werden umgebaut. Zudem entstehen in Hamburg vier neue Stationen.

In Schleswig-Holstein wird die Station Ahrensburg-West als zusätzlicher Haltepunkt gebaut. Dort können dann Fahrgäste umsteigen in die U1. Sieben Stationen in Hamburg und im Kreis Stormarn werden S-Bahn-tauglich ausgebaut. Sollten alle Partner zustimmen, könnten die Bauarbeiten laut Hamburger Senat im nächsten Jahr beginnen.

«Viele Tausend Pendler aus Wandsbek, Jenfeld, Rahlstedt und anderen östlichen Stadtteilen warten seit Jahren auf eine S-Bahn-Anbindung – nun ist endlich Licht am Ende des Tunnels zu sehen», sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion Ewald Aukes. Mit der S4 werde Hamburgs Osten besser angebunden und der Hauptbahnhof entlastet. Jetzt müssten Hamburg, Schleswig-Holstein und der Bund darauf achten, dass das wichtige Verkehrsprojekt schnell umgesetzt werde und Anwohner-Interessen dabei gewahrt blieben. Und weitere Entscheidungen müssten folgen, etwa der Ausbau der A26 Ost und die bessere ÖPNV-Anbindung von Stadtteilen südlich der Elbe.

Buchholz kürt im Namen des ADAC drei Vorzeige-Konzepte für einen nachhaltigen Tourismus

Beitrag

In Anwesenheit von Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz ehrten die touristischen Spitzenverbände im echten Norden drei Bewerber um den diesjährigen ADAC-Tourismuspreis. Den ersten Platz belegt das Arborea-Hotel in Neustadt (LN berichtenm dazu in ihrer heutigen Feiertagsausgabe), der zweite Preis geht an Büsums „Watt’n Hus“, der dritte Preis an die Föhr-Tourismus GmbH.

Wie ADAC-Landeschef Gerhard Hillebrand erläuterte, wurden im Gegensatz zur Auslobung von vor zwei Jahren kleinere Änderungen vorgenommen. Alle Bewerber mussten sich nun mit einem kurzen Film präsentieren, damit das Besondere für die Jury auch visuell erlebbar wurde. Diese Fachjury aus zwölf Mitgliedern hatte laut Hillebrand keine leichte Entscheidung zu fällen. Leitgedanke ist die Förderung innovativer und zukunftsfähiger Projekte in Schleswig- Holstein. Bei der Beurteilung wurde darüber hinaus Wert darauf gelegt, dass der Wettbewerbsbeitrag innovativ, wirtschaftlich und nachhaltig ist, einen hohen Qualitätsanspruch hat und sich an den Zielen der Tourismusstrategie Schleswig- Holstein 2025 orientiert.

Aus der Fülle der Bewerbungen hatte die Jury im Vorfeld zehn Bewerber nominiert – und sich am Ende für das Arborea Resort in Neustadt als Sieger entschieden. Ein ausführlicher Bericht der „Lübecker Nachrichten“ dazu hier.

Das Thema Nachhaltigkeit zieht sich konsequent durch das Resort-Konzept: So wurde etwa die Inneneinrichtung überwiegend aus recyceltem Material hergestellt, das angeschlossene E-Mobilitätscenter regt die Gäste zur CO2-neutralen Mobilität vor Ort an. 80 Prozent der im Gastro-Bereich angebotenen Lebensmittel stammen aus der Region. Und auch die vielfältigen sportlichen Angebote inmitten und vor allem im Einklang mit der Natur – Segeln, Kiten, Mountainbiking – gefielen der Jury.

„Wir haben mit dem ADAC-Tourismuspreissieger 2019 ein Beispiel, wie man sich mit neuen Ideen, einem breit gefächerten Angebot und einer Wertschöpfung in der Umgebung neue Trends setzen und mit diesen wirtschaftlichen Erfolg haben kann“, so Hillebrand. Minister Bernd Buchholz lenkte den Blick auf die Tourismusstrategie 2025: „30 Prozent Zuwachs beim touristischen Bruttoumsatz, 30 Millionen gewerbliche Übernachtungen und ein Platz unter den Top-Drei-Bundesländern bei der Gästezufriedenheit von Deutschlandurlaubern wollen wir bis dahin erreichen. Angebote wie das Arborea Resort sorgen dafür, dass uns das auch gelingen wird.“ A

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Die „Macher“ des Büsumer „Watt’n Hus“ bekamen den 2. Preis

Auch auf dem zweiten und dritten Platz landeten Projekte, bei denen Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt. Das Büsumer Watt‘n Hus ist modern, barrierefrei und multifunktional. Der Jury hat ebenfalls gefallen, dass beim Bau auf Barrierefreiheit geachtet und recycelte Materialien verwendet wurden.

Beim Drittplatzierten, der Föhr Tourismus GmbH, hoben die Juroren das aus den vielen einzelnen Aktivitäten entstandene umfassende Konzept für die Urlaubsinsel und die damit verbundene Einstellung einer Nachhaltigkeitsbeauftragten hervor.

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Buchholz mit den Verantwortlichen der Föhr-Touristik GmbH

Seit 2012 ist der ADAC Schleswig-Holstein bei der Auslobung und Verleihung des Tourismuspreises dabei, gemeinsam mit der Tourismusagentur Schleswig-Holstein GmbH (TA.SH) und dem Tourismusverband Schleswig-Holstein e.V. (TVSH). Alle gemeinsam sehen die Kampagne als Erfolg: „Qualität und Innovation sind Grundvoraussetzungen, um den Schleswig- Holstein-Tourismus weiter auf Erfolgskurs zu halten. Die Projekte der Preisträger zeigen, dass der Schleswig-Holstein-Tourismus in Verbindung mit dem Thema Nachhaltigkeit besondere Akzente setzen kann“, sagte die Tourismusverbandsvorsitzende Stephanie Ladwig.

Mit dem Werbevermarkter Ströer Deutsche Städte Medien GmbH, der IHK Schleswig-Holstein, der Fachhochschule Westküste in Heide und der DEHOGA Schleswig-Holstein e.V. sind zudem weitere kompetente Partner mit im Boot. Die Preisträger teilen sich Medialeistungen im Wert von mehr als 35.000 Euro. „Wir gratulieren allen Preisträgern. Damit können sie ihre Angebote weiter bekannt machen, vermarkten und mit ihnen werben“, so Dr. Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH.

 

Buchholz beim 7. Hafentag: Wir versuchen beim Infrastruktur-Ausbau alle Bremsen zu lösen

Buchholz bei seinem Impulsvortrag vor den rund 140 Hafen-Vertretern aus SH

Treffen von rund 140 maritimen Experten beim 7. Hafentag in Rendsburg auf Einladung des Gesamtverbandes Schleswig-Holsteinischer Häfen (GvSH): In Anwesenheit von Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) und vor zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft betonte GvSH-Chef Sebastian Jürgens, zugleich Chef der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG), die Bedeutung der Kanalhäfen für Schleswig-Holstein. „Die Kanalhäfen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Für ihre Einbindung in die logistischen Abläufe sind sie aber auf eine ungehinderte Passage durch den Kanal angewiesen. Altersbedingte Sperrungen wie in der jüngsten Vergangenheit schaden unserer Wirtschaft.“

Neben dem diesjährigen Fokus auf dem Kanal und seinen Häfen umfasst der Forderungskatalog der GvSH umfangreiche Maßnahmen im Bereich der Hafenhinterlandanbindungensowie der Hafeninfrastruktur. Sie reichen von Verbesserungen an der Befahrbarkeit von Wasserstraßen über optimierteSchienenanbindungen und Ausbaumaßnahmen im Bereich der Autobahnen bis hin zu leistungsfähigen LNG-Strukturen und alternativen Treibstoffen.

Buchholz unterstützte diese Forderungen und machte deutlich, dass der Kanal eine der wichtigsten Lebensadern der norddeutschen Wirtschaft und auch von elementarer Bedeutung für den Hamburger Hafen sei.

Hier ein Mitschnitt des Impulsvortrags von Buchholz:

 

Mit Blick auf die Situation des Schwerlasthafens Osterrönfeld in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Windenergie-Unternehmen Senvion und Max Bögl forderte der Minister Geduld: „Hier muss man einen langen Atem haben. Aus meiner Sicht liegt der Hafen perfekt und hat ein gewaltiges Potenzial, ebenso wie das anschließende Gewerbegebiet – seine Zeit wird kommen.“

Gäste des 7. Hafentages

Angesichts der teils maroden Kanalquerungen wie den Rendsburger Autotunnel oder die Rader Brücke äußerte Buchholz Verständnis für die Sorgen der Pendler und betroffenen Unternehmen in der Region: „Ihnen allen wird eine harte Geduldsprobe auferlegt, aber der Sanierungsstau ist nun einmal gewaltig – und wir werden nicht in unseren Anstrengungen nachlassen, die Projekte gemeinsam mit dem Bund in bestmöglicher Zeit zu verwirklichen.“

Auch der Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals (ELK) kam zur Sprache. Der Kanal kann sein Potential heute nicht abrufen. Lediglich Schiffe der Europaklasse können ihn befahren und das auch nur teilbeladen mit maximal 1 000 Tonnen. Nach Abschluss der Ausbauarbeiten wird sich der ELK neben Straße und Schiene zum dritten leistungsfähigen Verkehrsträger für das Hinterland entwickeln und die Ostsee noch besser mit dem TEN Wasserstraßennetz verknüpfen, davon zeigte sich Sebastian Jürgens überzeugt. „Lübeck setzt auf den Ausbau. Projektladung und Breakbulk sind ein wachsender Markt, und das Binnenschiff ist hierfür ganz einfach prädestiniert.“

Herbst-Hoch am Arbeitsmarkt hält an – Buchholz: Große Chancen für junge Leute und Firmen

Der Herbstaufschwung auf dem schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt setzt sich fort: Nach den heute vorgelegten Daten der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,9 Prozent (-2.314), gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent (-59) auf gegenwärtig 76.237 arbeitslose Menschen zurückgegangen. Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz zeigte sich entsprechend zufrieden: „Eine Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent zeigt, dass alle beteiligten Akteure die richtigen Impulse setzen und die in Schleswig-Holstein nach wie vor gute wirtschaftliche Lage zu nutzen wissen.“

Besonders die Zahl der Zahl der Langzeitarbeitslosen sank gegenüber dem Vorjahr deutlich um 13,1 Prozent (-3.644) auf 24.154. „Rund 1.200 Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner, die seit sechs Jahren oder länger Arbeitslosengeld II beziehen, befinden sich in einem geförderten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis durch das Teilhabechancengesetz“, sagte Buchholz.

Mit Blick auf den Ausbildungsmarkt appellierte der Minister an die Bewerberinnen und Bewerber sowie die Unternehmen: „Seit längerer Zeit sehen wir, dass mehr Ausbildungsplätze der Unternehmen unbesetzt bleiben, gleichzeitig eine hohe Zahl an Jugendlichen keinen Ausbildungsplatz findet“. Wichtig sei, dass sowohl Unternehmen, als auch Jugendliche die nötige Flexibilität aufbrächten: „Eine Ausbildung verringert das Risiko von Arbeitslosigkeit erheblich, sodass die Potenziale für eine Ausbildung nicht ungenutzt bleiben dürfen“, sagte Buchholz und verwies gleichzeitig auf die unterstützenden Angebote des Landes.

Mit dem Landesprogramm Arbeit fördere die Landesregierung mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) nicht nur eine aktive Arbeitsmarktpolitik, sondern auch den Bereich der Ausbildung. So werden die „Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU)“ im Handwerk oder die Weiterbildung unter anderem von Beschäftigten, aber auch Auszubildenden im Rahmen des „Weiterbildungsbonus“ unterstützt.

Minister-Duo rückt bei deutsch-dänischen Verkehrsthemen noch enger zusammen

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Engelbrecht und Buchholz während der heutigen Sizung der Kommission
Bei ihrem Ziel, die Verkehrsströme in beiden Ländern emissionsärmer zu gestalten, rücken Dänemark und Schleswig-Holstein enger zusammen: Wie Dänemarks Verkehrsminister Benny Engelbrecht und sein schleswig-holsteinischer Amtskollege Dr. Bernd Buchholz heute im Anschluss an die 16. deutsch-dänische Verkehrskommission in Kiel sagten, werde einerseits die Elektrifizierung des Schienennetzes weiter vorangetrieben, zusätzlich werde man den grenzüberschreiten­den Einsatz von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen prüfen. Auch die jüngste Beschaffung von 55 Akku-Triebwagen der Schweizer Firma Stadler, die ab 2022 schrittweise auf dem Bahnnetz in Schleswig-Holstein eingesetzt werden sollen, stieß bei den Dänen auf großes Interesse: „Wenn wir unser Ziel erreichen und bis 2030 in Dänemark die Dieselfahrzeuge aus dem Verkehr ziehen wollen, dann brauchen wir genau solche Projekte und können viel voneinander lernen“, sagte Engelbrecht.

Wie beide Minister erläuterten, sei die Bahnstrecke Esbjerg-Tonder-Niebüll nicht Teil der Ausschreibung für die emissionsarmen Züge gewesen. Die Verkehrsleistungen zwischen Esbjerg und Niebüll waren durch das dänische Verkehrsministerium in Abstimmung mit der Nahverkehrsgesellschaft NAH.SH an den bisherigen Betreiber, die DB-Tochter Arriva für acht Jahre (ab 2020) vergeben worden.  Zum Einsatz kommen voraussichtlich die bereits bisher eingesetzten Dieseltriebwagen vom Typ LINT. „Über unsere Verkehrsgesellschaften werden wir aber prüfen lassen, ob hier in naher Zukunft möglicherweise nicht auch wasserstoffgetriebene Fahrzeuge fahren können“, so Buchholz. Die auf deutscher Seite tätige Norddeutsche Eisenbahngesellschaft GmbH (neg) habe bereits Interesse signalisiert.

Hier ein Teil des Pressegesprächs als Video-Mitschnitt:

 

Ebenfalls geprüft werde ein Vorstoß der Dänen, ob die neuen „Stadler Flirt Akku“-Züge von Kiel über Flensburg möglicherweise bis ins dänische Tinglev oder weiter in Richtung Fredericia durchgebunden werden können. Wie Engelbrecht im Vorgespräch der beiden Minister erläutert hatte, könnte damit die Anbindung der Bahnhöfe Padborg und Sonderborg in deutlich kürzerer Taktung sowohl von Süden als auch von Norden kommend erfolgen. „Das würde die Mobilität im Jütland-Korridor auf emissionarme Weise deutlich erhöhen. Denn wenn wir die Verkehrswende in beiden Ländern gemeinsam schaffen wollen, dann müssen wir den Menschen gute Angebote und Alternativen bereitstellen“, so Engelbrecht.

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Einen deutlichen Zeit- und Qualitätsgewinn im Schienenverkehr der Grenzregion versprechen sich beide Minister auch vom weiteren Ausbau des „European Rail Traffic Management Systems“ (ERTMS). Das System mache künftig wartungsanfällige Signalsysteme auf den Strecken der Transeuropäischen Netze (TEN) weitgehend überflüssig, weil es vollständig digital gesteuert werde. Darüber hinaus biete es auch einen deutlich höheren Sicherheitsstandard gegenüber dem derzeitigen Betriebsverfahren. Buchholz: „Ohne diese Einrichtung könnten in Zukunft keine durchgängigen Fahrten mehr angeboten werden, da die Züge aus Esbjerg nicht mehr in den Bahnhof Niebüll einfahren könnten.“ Parallel zur Errichtung des ERTMS werde das Netz der neg derzeit für über elf  Millionen Euro ausgebaut – das Land fördert das Vorhaben mit 9,3 Millionen Euro.

Buchholz machte deutlich, dass eine spürbare Reisezeitverkürzung zwischen Niebüll und Esbjerg allerdings nur erzielt werden könne, wenn auch auf dänischer Seite die Strecke für eine höhere Geschwindigkeit ausgebaut werden würde.

So berichtet der sh:z in seiner Dienstagausgabe:


Buchholz appelliert zum Auftakt der Wintersaison:“Niemals Streufahrzeuge überholen“

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Buchholz mit Straßenwärter Tobias Hinz von der Straßen- und Autobahnmeisterei Neumünster

Die Salzlager sind gefüllt, die Maschinen in Schuss – der Winter auf Schleswig-Holsteins Straßen kann kommen. Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und der Chef des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH), Torsten Conradt, überzeugten sich heute in der Autobahnmeisterei Neumünster persönlich von der Winterdienstplanung vor Ort. „Wenn andere noch schlafen, sind unsere Kolleginnen und Kollegen längst im Einsatz, um die Straßen eisfrei zu machen“, betonte Buchholz.

Im Gespräch mit Journalisten sagte der Minister weiter – Audio starten („im Browser anhören“)

Der Straßenwinterdienst ist so organisiert, dass bei winterlicher Witterung ein 24-Stunden Streu- und Räumdienst auf den Autobahnen gewährleistet ist und auf allen anderen wichtigen Straßen zwischen 3 und 22 Uhr nach Bedarf geräumt und gestreut wird, erklärte der Direktor des Landesbetriebs, Torsten Conradt. Und das sei eine anspruchsvolle Managementaufgabe, die das Team des LBV.SH mit seinen 26 Autobahn- und Straßenmeistereien sowie 615 Straßenwärtern und Kraftfahrern leiste – und zwar auf insgesamt 8.135 Streckenkilometern, darunter 494 Kilometern Autobahnen, 1.429 Kilometern Bundesstraßen, 3.530 Kilometern Landesstraßen und 2.683 Kilometern Kreisstraßen.

Winter1Zur Verfügung stehen der Mannschaft rund 337 Fahrzeuge und 829 Großgeräte – darunter 446 Schneepflüge, 37 Schneefräsen und andere Gerätschaften – sowie gut 30.000 Tonnen Streumittel. Darüber hinaus nutzt der LBV.SH in der Winterzeit auch externe Helfer mit weiteren 255 LKW, die eigens mit Schneepflügen und Streuautomaten ausgerüstet werden. „Der Einsatz der gesamten LBV-Mannschaft ist unverzichtbar dafür, damit die Bürger mobil und sicher auf unseren Straßen unterwegs sein können“, so Buchholz.

Die Gesamtkosten des Winterdienstes betrugen in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt 10,3 Millionen Euro pro Wintersaison. „Der vergangene Winter war insgesamt sehr mild, sodass nur rund 6,4 Millionen Euro ausgegeben werden mussten“, so Buchholz weiter. Dennoch appellierte er an die Verkehrsteilnehmer*innen: „Vorbereitung ist alles! Wir wissen noch nicht wie warm oder kalt der nächste Winter sein wird. Winterreifen, eine an die Straßenverhältnisse angepasste Fahrweise und genügend Sicherheitsabstand sind im Winter unumgänglich.“ Mit Blick auf Berichte von Straßenwärtern, die in jedem Winter erleben, dass ihre Streufahrzeuge teils waghalsig überholt werden, appellierte LBV.SH-Chef Conradt: „Nehmen Sie bitte auch Rücksicht auf die Kolleg*innen, die für uns alle in Eis und Schnee unterwegs sind.“

Rückblick Saison 2018/2019

Witterungsbedingt war der letzte Winter (2018/2019) besonders mild. Erfreulicherweise senkte das die anfallenden Kosten drastisch im Vergleich zum Vorjahr: 6,4 Millionen Euro wurden im vergangenen Winter für den Winterdienst eingesetzt, während es im Winter 2017/2018 16,2 Millionen Euro waren. Nur im Winter 2007/2008 – also vor mehr als zehn Jahren – war der Winterdienst mit 4,6 Millionen Euro noch etwas günstiger. Das spiegelt sich auch im verbrauchten Salz wieder: 2018/2019 wurden 15.000 Tonnen Salz abgestreut. Im Jahr davor waren es über 53.000 Tonnen Salz.

Karriere beim LBV.SH:

Der Fachkräftemangel macht sich auch im echten Norden bemerkbar: Aktuell fehlen Nachwuchskräfte wie Straßenwärter*innen. Wer also lieber draußen an der frischen Luft ist, gern körperlich arbeitet und Großgeräte wie Unimogs mag, ist beim LBV.SH richtig, um das Land am Laufen zu halten.

Deshalb sucht der LBV.SH für den Winterdienst und weitere wichtige Aufgaben im Land Mitstreiter*innen als: Straßenwärter*innen, Ingenieur*innen jeder Branchenrichtung, Brückenbauer*innen, Planungsexpert*innen, Verwaltungsfachleute, Auszubildende, Bauzeichner*innen und andere. Informationen zur Initiativbewerbung: www.schleswig-holstein.de/LBVSH-KARRIERE

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Noch ist der Herbst mild – aber unser Winterdienst ab heute trotzdem schon startklar

Streusalz im Lager der Autobahnmeisterei Bad Oldesloe

Väterchen Frost kann kommen: der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) und seine 26 für den Winterdienst verantwortlichen Straßenmeistereien sind für die Winter-Saison 2019/2020 gerüstet. Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und der Direktor des LBV.SH, Torsten Conradt, geben heute Vormittag um 9.30 Uhr in der Autobahnmeisterei Neumünster den symbolischen Startschuss für den Winterdienst. Dabei erläutern Sie die Einsatz-Strategien und liefern Zahlen, Daten und Fakten zu Fahrzeugen, Personal und Streusalz-Vorräten. 

Treffpunkt für Journalisten: 9:30 Uhr in der Autobahnmeisterei Neumünster,Am Aalbek 11, 24644 Krogaspe

DEGES weist den Weg Richtung A 20-Elbquerung

Knapp 300 Gäste informierten sich in dieser Woche über den gegenwärtigen Planungsstand zum Abschnitt 7 der A 20 zwischen der B 431 und der A 23. Die DEGES, die von Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) mit der Realisierung der Autobahn beauftragt wurde, berichtete über die Inhalte der dritten Planänderung, die Anfang 2020 im Rahmen des laufenden Planfeststellungsverfahrens beim Amt für Planfeststellung Verkehr (APV) beantragt werden soll.
In der Engelbrechtschen Wildnis sowie in Krempe im Kreis Steinburg stellten die DEGES-Planer die aktuellen Änderungen an der Planung zur A 20 vor. Gleichzeitig hoben sie hervor, dass es sich bei diesen Informationsabenden um ein freiwilliges Format handelt, das nicht Teil des förmlichen Planfeststellungsverfahrens ist. Stellungnahmen und Einwendungen sind im anstehenden förmlichen Beteiligungsverfahren des APV vorzubringen.
Die Gäste der Infoabende hatten Gelegenheit, ihre Fragen und Hinweise in drei verschiedenen Themeninseln vorzubringen, die die Bereiche Technische Planung, Bauverfahren und Umwelt umfassten. Viele Fragen drehten sich um den Wasserverbrauch für das vorgesehene Sandspülverfahren des künftigen Autobahndamms. Die DEGES legte dar, dass die Massentransporte nicht über das nachgeordnete Straßennetz, sondern über die Bautrasse erfolgen werden. Weiterhin wurden Optimierungen bei der Gestaltung der Straßen mit einer Abrückung von der Wohnbebauung und verbreiterten Radwegen und zusätzlicher Lärmschutzmaßnahmen vorgestellt.
Weitere Fragen umfassten den Gewässerschutz, die Bepflanzung der Trasse, die Verkehrsprognose sowie Umweltaspekte. Hierbei standen unter anderem die Schutzmaßnahmen für den Seeadlerhorst mit einer reduzierten Sandentnahmefläche sowie weiteren Maßnahmen im Fokus. Die DEGES-Vertreter erhielten auch Hinweise zu bestimmten Tierarten. „Die Hinweise sind für uns besonders wichtig, um unsere Planung weiter zu verbessern“, betont Dr. Benedikt Zierke, DEGES-Projektleiter für den Abschnitt 7 der A 20. „Wir werden den Hinweisen nachgehen, um so auch mögliche Konflikte im förmlichen Verfahren bereits vorab auszuräumen.
Verkehrsminister Buchholz betonte beim Infoabend in Krempe, dass es keinen Zweifel gebe, dass die A 20 kommen werde. Der Elbtunnel der A 7 in Hamburg stelle ein Nadelöhr für den Nord-Süd-Verkehr dar, sodass dringend eine zweite Elbquerung benötigt werde. Diese werde mit der A 20 als Nordumfahrung Hamburgs realisiert. Auf die Frage, warum es mit der Planung der A 20 so lange dauere, verwies der Minister auf die strengen Vorgaben des deutschen Planungsrechts sowie auf den Zeitverzug durch Klagen. Die DEGES habe ungeachtet dessen gezeigt, dass die Planungen ein gutes Stück weitergekommen seien, da die Hinweise aus den vorangegangenen Erörterungen aufgenommen und in der weiteren Planung berücksichtigt wurden.
Die DEGES-Vertreter stellten bei den Informationsveranstaltungen klar, dass die bisherigen Einwendungen und Stellungnahmen weiterhin Bestand haben und von der Planfeststellungsbehörde bei der Erarbeitung des Planfeststellungsbeschlusses berücksichtigt werden. Sowohl die in den Informationsabenden gezeigte Präsentation als auch die dort aufgehängten Plakate werden in Kürze unter www.deges.de abrufbar sein.
Über das Projekt
Die A 20 Nordwestumfahrung Hamburg ist als Bestandteil des transeuropäischen Straßennetzes (TEN) von herausragender Bedeutung für die Abwicklung weiträumiger nord- und nordosteuropäischer Verkehrsströme. Als westliche Fortführung der Ostseeautobahn A 20 Lübeck – Stettin bis über die Elbe nach Niedersachsen und Anschluss an die A 28 wird die A 20 zukünftig die wichtigste Ost-West-Verbindung im Norden Deutschlands sein und die deutschen Seehäfen an Nord- und Ostsee als Hinterlandanbindung miteinander verbinden. Aufgrund dieser verkehrspolitisch herausragenden Funktion der A 20 ist der Neubau der Autobahn in allen Abschnitten in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen im vordringlichen Bedarf des Bedarfsplanes für die Bundesfernstraßen 2016 eingeordnet.
Im November 2007 erfolgte die Beantragung des Planfeststellungsverfahrens für den Neubau der A 20, Abschnitt 7 (B 431 bis A 23). Seitdem sind eine 1. und 2. Planänderung beantragt worden, bei denen jeweils auch die Öffentlichkeit beteiligt wurde. Die Planänderungs- und Ergänzungsunterlagen der 3. Planänderung werden derzeit finalisiert und für eine zeitnahe Antragstellung vorbereitet.
 Die DEGES plant und baut als Projektmanagementgesellschaft Bundesfernstraßen für ihre Gesellschafter – den Bund und zwölf Bundesländer.
 

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus