
Fast auf die Minute genau hat der LBV.SH die Baustelle auf der A 1 bei Bargteheide geräumt. Der Brösel-Beton ist beseitigt, der Verkehr Richtung Hamburg rollt wieder dreispurig – gute Fahrt !!

Fast auf die Minute genau hat der LBV.SH die Baustelle auf der A 1 bei Bargteheide geräumt. Der Brösel-Beton ist beseitigt, der Verkehr Richtung Hamburg rollt wieder dreispurig – gute Fahrt !!

Ende einer Geduldsprobe: Die durch Hitzeschäden am Beton verursachte Teilsperrung der Autobahn A 1 zwischen Bad Oldesloe und dem Autobahnkreuz Bargteheide im Kreis Stormarn wird heute gegen 18 Uhr wieder aufgehoben. Nach Auskunft des Direktors des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH), Torsten Conradt, ist die Beseitigung der Schäden an der über 20 Jahre alten Betonfahrbahn abgeschlossen und der am gestrigen Freitag eingebrachte Reparatur-Asphalt ausreichend ausgekühlt, um in wenigen Stunden wieder alle drei Fahrbahnen in Richtung Hamburg für den Verkehr wieder freizugeben.
Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz dankte sowohl dem LBV.SH als auch der Baufirma Bunte: „Landesbetrieb und Baufirma haben hier in äußerst effizienter und pragmatischer Weise zusammengearbeitet und die Schäden in regelrechter Rekordzeit von knapp einer Woche behoben. Das ist gut für unsere Pendler, unsere Urlaubsgäste und unsere Logistik-Wirtschaft. Und es beweist: Wir können auch schnell“, so Buchholz.
Der Minister sagte weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)
Auch LBV.SH-Chef Conradt zeigte sich begeistert: „Alle Beteiligten haben kräftig Gas gegeben – und glücklicherweise spielte auch das Wetter mit.“ Der rund 175 Grad heiße Reparatur-Asphalt war am gestrigen Freitag in die Schadstellen eingebracht worden und war bis heute Mittag auf knapp 50 Grad heruntergekühlt. „Damit hat er ausreichend Festigkeit, um befahren werden zu können“, so der LBV.SH-Chef.
Dem Verkehr zwischen den Hansestädten Lübeck und Hamburg stehen damit heute ab spätenstens 18 Uhr in Richtung Süden wieder alle Fahrbahnen zur Verfügung Die Länge der Sanierungsstrecke betrug 35 Meter auf einer Breite von 15 Metern. Die Kosten belaufen sich nach Angaben von Conradt auf rund 200.000 Euro.

Kaum ein Veranstaltungsort hat sich so um den Klassik-Sound des echten Nordens verdient gemacht wie die Kieler Sparkassen-Arena. Heute wurde die erste SHMF-Spielstätten-Plakette an die ehemalige Ostseehalle verliehen. Gemeinsam brachten Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz, Bildungsministerin Karin Prien, der Geschäftsführer der Sparkassen-Arena Stefan Wolf und Festivalintendant Dr. Christian Kuhnt die Plakette im Einlassfoyer der Sparkassen-Arena Kiel an.
Mit der Plakette wird die historische Bedeutung der Spielstätte für das SHMF hervorgehoben: Hier, in der damaligen Ostseehalle, dirigierte Leonard Bernstein, Mitgründer des SHMF, am 2. Juli 1986 Haydns Schöpfung und eroberte für Schleswig-Holstein und das SHMF einen Platz in der internationalen Kulturlandschaft.
Dr. Christian Kuhnt: »Mit Leonard Bernstein feierte 1986 einer der größten Stars der Klassikszene hier, in der Sparkassen-Arena, sein Debüt beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Diese Spielstätte hat seitdem eine immense Bedeutung für uns, nicht nur, weil sie einen Meilenstein in der SHMF-Historie markiert, sondern auch, weil sie es zulässt, dass wir ganz besondere Konzerte für ein großes Publikum öffnen können. Durch die Spielstätten-Plakette möchten wir unserer Verbundenheit zur Sparkassen-Arena Ausdruck verleihen und die Zusammenarbeit für die kommenden Jahre weiter stärken.«
Buchholz sagte zu der Plaketten-Auszeichnung:
Die Plakette ist eine Kooperation zwischen dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Wirtschaftsministerium des Landes sowie seiner Dachmarke »Schleswig-Holstein. Der echte Norden.« Ausgezeichnet werden ab sofort Spielstätten, die eine besondere Bindung zum Festival haben – etwa, weil sie seit Gründung des SHMF dabei sind, weil sie eine herausragende Bedeutung in der Festivalgeschichte haben oder Konzerten eine besonders charakteristische Kulisse bieten.
Nach den Worten von Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz werden mit den Plaketten nicht nur nicht nur Festivalspielstätten ausgezeichnet, sondern auch die langjährige Verbundenheit des Landes zum Festival sowie seine wirtschaftliche wie kulturelle Bedeutung hervorgehoben. „Über sein Ticket hinaus gibt jeder Festival-Gast im Durchschnitt knapp 42 Euro aus – Geld, das im Land bleibt“, so Buchholz. Touristen, die das Musikfestival besuchen, stammen größtenteils aus dem norddeutschen Raum.
Spontane Ticketkäufe, etwa von Sommerurlaubern aus anderen Ländern, seien – bedingt durch die hohe Auslastungsquote von etwa 90 Prozent – meist kaum möglich.
Wie der Minister weiter sagte, seie die Spielstätten-Plakette zudem wichtiges Marketinginstrument: „Im Rahmen unseres Standortmarketings geht es unter anderem darum, den echten Norden im eigenen Land, aber vor allem darüber hinaus noch bekannter zu machen – eine wichtige Voraussetzung dafür, sich im Wettbewerb der Regionen entsprechend stark zu positionieren.“ Die Kooperation mit dem SHMF und die Spielstätten-Plaketten seien dafür ein wichtiger und wertvollen Beitrag.
Kulturministerin Karin Prien hob die Bedeutung des SHMF als kulturelles Ereignis hervor, das weit über die Grenzen des Landes hinaus Strahlkraft entwickelt habe. „Die jungen Orchestermusikerinnen und Orchestermusiker, die Jahr für Jahr an der Orchesterakademie teilnehmen, sind die wertvollsten und eindrucksvollsten Botschafter des Festivals einerseits und des Landes andererseits“, sagte sie und in diesem Sinne sei „Der echte Norden“ gleichbedeutend mit „echter Freundschaft und Verbundenheit“ mit den jungen Menschen aus aller Welt, die Jahr für Jahr nach Schleswig-Holstein kämen, um friedlich miteinander zu musizieren.

Der echte Norden ist auch beim Glasfaserausbau an der obersten Spitze – und baut seine Position weiter aus. Wie Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz heute in Kiel bei der Eröffnung des 11. Breitbandforums Schleswig-Holstein vor über 200 Gästen sagte, können inzwischen 35 Prozent der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner einen Glasfaseranschluss bis in die Gebäude oder Haushalte erhalten, 30 Prozent haben diesen auch bereits gebucht. „Bis zum Jahr 2020 werden 50 Prozent der Haushalte einen solchen Anschluss erhalten können, bis 2022 sogar 62 Prozent – und wir werden noch mehr Gas geben, um bis 2025 eine weitgehende Flächendeckung zu erhalten“, so Buchholz. Er kündigte zudem eine erhebliche Aufstockung der Fördermittel an.
Im Gespräch mit Fabian Weisshaupt (NDR 1 Welle Nord) sagte Buchholz (Audio starten – „im Browser anhören“)
Nach den Worten von Buchholz setzt das Land angesichts des stetig wachsenden Bedarfs und der Herausforderungen einer digitalen Gesellschaft klar auf Glasfaser und nicht auf Bandbreitenziele oder Technologien, die hinsichtlich der Stabilität und anderer Qualitätsparameter nicht mit Glasfaser mithalten könnten. „Der rasche Ausbau des Glasfasernetzes, mit dem wir bundesweit an der Spitze liegen, hilft uns nebenbei auch ein kleines Stück beim Kampf gegen die Funklöcher in den mobilen Netzen, weil leistungsfähige Mobilfunknetze an Glasfaser angeschlossen sein müssen“, so der Minister.
Buchholz präsentierte zusammen mit dem Breitband-Kompetenzzentrum Schleswig-Holstein (BKZSH) eine erste Analyse der noch verbleibenden weißen Glasfaserflecken: Neben einigen wenigen Regionen ohne konkrete Ausbaupläne sowie den Randlagen bereits erschlossener Gebiete seien dies vor allem die Städte im Lande: „Noch sind die Mittel- und Oberzentren relativ gut mit anderen Technologien versorgt, aber ich appelliere an alle Verantwortlichen, rechtzeitig den Schalter Richtung Glasfaser umzulegen. Sonst sind die Städte die weißen Flecken von morgen“, sagte Buchholz.
Der Minister präsentierte bei dem Forum auch die wesentlichen Instrumente, mit denen das Land die vollständige Glasfaser-Abdeckung bis 2025 erreichen will:

An die Bundesregierung richtete Buchholz in seiner Rede den Wunsch, „auf eine Gigabitstrategie auf Glasfaserbasis umzuschwenken und nicht länger Geld in Übergangstechnologien zu versenken“. Dieser Kurswechsel sei bereits im Koalitionsvertrag angekündigt und müsse sich auch in der Förderpolitik des Bundes niederschlagen; dabei müssten auch Handlungsoptionen für die Städte enthalten sein. Dazu habe er auch einen Beschlussvorschlag in die nächste Wirtschaftsministerkonferenz Ende Juni eingebracht.
„Der Glasfaserausbau ist kein Selbstzweck und auch kein Spielzeug für eine digitale Elite. Es geht vielmehr darum, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu sichern, Chancen für die ländlichen Räume zu verbessern, den Tourismus zu stärken sowie generell die Lebensqualität zu erhöhen und digitale Teilhabe zu ermöglichen. Schleswig-Holstein als Spitzenreiter mit 35 Prozent Glasfaserquote bei einem Bundesdurchschnitt von etwa 7 Prozent zeigt, wie es geht“, so Buchholz.

Die beiden Häfen Brunsbüttel Ports und Rendsburg Port haben sich in dieser Woche gemeinsam auf Europas größter Fachmesse für konventionelles Stückgut und Projektladung in Bremen vorgestellt. Beide Unternehmen präsentierten ihr Leistungsangebot auf dem Gemeinschaftsstand von Hafen Hamburg Marketing e.V. – und damit erneut gemeinsam mit dem Hamburger Hafen.
Unter der Dachmarke SCHRAMM Ports & Logistics bilden die dazugehörigen Häfen der Brunsbüttel Ports GmbH, Rendsburg Port GmbH, sowie weitere Logistik-Standorte in Glückstadt, Hamburg sowie in Schweden einen starken universalen Hafenverbund. Die Messe ist als Treffpunkt der internationalen Logistikfachbranche mit mehr als 10.000 Fachbesuchern und nach den Worten von Buchholz eine optimale Plattform auch für kleinere Häfen.
Buchholz sagte nach seinem Besuch (Audio starten – „im Browser anhören“)
Der am Nord-Ostsee-Kanal und an der Elbe gelegene Universalhafen Elbehafen der Brunsbüttel Ports GmbH und der am Nord-Ostsee-Kanal gelegene Schwerlasthafen Rendsburg Port zeichnen sich nach den Worten von Hafenchef FRank Schnabel durch langjährige Erfahrung im Umschlag von Stückgut und Projektladungen aus und sind leistungsstarke Dienstleister mit hervorragenden Fähigkeiten, vor allem auch bei schweren Lasten. Beide in der Metropolregion Hamburg gelegenen Häfen verfügen über das notwendige Equipment, über ausreichende Lagerfläche für große und schwere Komponenten und profitieren von der guten wasserseitigen Anbindung und effizienten Hinterlandanbindungen. Der trimodale Elbehafen ist zusätzlich per Bahn erreichbar.
Schnabel dankte Buchholz für seine Stipvisite und sagte: „Der Besuch des Wirtschaftsministers ist ein wichtiges Signal an den Markt und unsere Kunden, um die Bedeutung und Leistungsfähigkeit unserer „Logistikdrehscheibe“ Häfen zu unterstreichen. Ein Ministerbesuch ist auch immer ein Zeichen der Anerkennung und Wahrnehmung der Standorte, das im Markt auch von Kunden und Partnern anerkannt wird. Wir freuen uns über viele interessante und erfolgversprechende Gespräche auf der Messe mit deutschen aber auch internationalen Unternehmen.“

Die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein hat 2017 das höchste Neugeschäft seit ihrer Gründung im Jahr 1949 erzielt. Mit 85,4 Millionen Euro habe es 18 Prozent über dem bereits sehr guten Wert des Vorjahres gelegen, sagte Geschäftsführer Hans-Peter Petersen heute in Kiel bei der Vorstellung der Jahresbilanz. Das Förderinstitut habe im abgelaufenen Geschäftsjahr das bereits gute Vorjahr in nahezu allen Bereichen übertroffen. So stieg die Kredit-/Beteiligungssumme um 15 Prozent auf 126,1 Millionen Euro.

Die Zahl der durch Bürgschaften neu geschaffenen oder abgesicherten Arbeitsplätze wuchs den Angaben zufolge um 43 Prozent auf 9490 und die Summe der ausgelösten Investitionen um elf Prozent auf 280 Millionen Euro. Die Zahl der geförderten Unternehmen sei zwar nur leicht um ein Prozent auf 469 gestiegen, sagte Petersen. Doch im Bundesvergleich liege die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein damit auf Platz drei. Denn bundesweit verzeichneten die Bürgschaftsbanken in diesem Bereich einen Rückgang um 6,4 Prozent.
Bei den geförderten Unternehmen landete das Handwerk in der Fördersumme mit einem Plus von 110 Prozent auf dem Spitzenplatz.
Insgesamt 124 Handwerksbetriebe wurden mit 21,6 Millionen Euro unterstützt. «Ein wesentlicher Grund für dieses rasante Wachstum ist neben den vielen begleiteten Unternehmensnachfolgen auch die gute Wirtschaftslage, die Lust auf Immobilieninvestitionen weckt», sagte Holger Zervas, weiterer Geschäftsführer der Bürgschaftsbank.
Platz zwei erreichte mit einer Fördersumme von 13,2 Millionen Euro das Hotel- und Gaststättengewerbe (65 Unternehmen). Das entspricht einem Plus von 48 Prozent und verdeutlicht laut Petersen «die weiter wachsende Bedeutung Schleswig-Holsteins als eine der Top-Adressen in der deutschen Tourismuswirtschaft». Platz drei belegte der Einzelhandel mit einer Fördersumme von 10,1 Millionen Euro (plus 23 Prozent) bei 71 begleiteten Firmen.
Die Gründe für das erneut stark gestiegene Geschäft der Bürgschaftsbank sieht Petersen nicht allein in dem wachsenden Risikobewusstsein der Kreditinstitute. Die Bürgschaftsbank sei sehr gut vernetzt und für ihre unkomplizierte, effiziente Förderarbeit bekannt. «Und vor dem Hintergrund des wachsenden Risikobewusstseins in der Kreditbranche nimmt man uns daher auch in Zeiten sehr guter Konjunktur gerne mit ins Boot», betonte Petersen.
Nach dem zehnten Jahr mit einem guten Wirtschaftswachstum in Folge sei auch in Schleswig-Holstein die Sorge vor einem Abklingen der Konjunktur spürbar, sagte Zervas und verwies auf den zuletzt schwächeren Konjunkturklimaindex der IHK Schleswig-Holstein. Neben dem Fachkräftemangel gebe es auch zunehmend einen Mangel an Unternehmensnachfolgern.

Gästezahlen, Übernachtungen, Umsätze – für den Tourismus in Schleswig-Holstein geht es immer weiter nach oben. Von bombastischen Zahlen sprach Minister Bernd Buchholz heute in Kiel bei der Vorstellung des Sparkassen-Tourismusbarometers. Dieses steht unverändert auf «schön». Doch Buchholz (FDP) sieht auch noch ungehobene Schätze im Binnenland, Fachkräftemangel als mittlerweile real existierendes, massives Problem und manches Gasthaus erinnert ihn an finstere Szenen im «Tatort».
Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)
WIRTSCHAFTSFAKTOR: Der Tourismus erwirtschaftete 2017 einen Bruttoumsatz von knapp 9,5 Milliarden Euro, 37,7 Prozent mehr als 2012. Die Tourismusstrategie sah bis 2025 ein Plus von 30 Prozent vor. Der Beitrag zum Volkseinkommen stieg auf 5,9 Prozent, die Zahl der Arbeitsplätze kletterte seit 2015 von 151 300 auf 168 000.
REISENDE I: In den ersten drei Monaten dieses Jahres kamen 1,19 Millionen Übernachtungsgäste, 17,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen nur in Häusern ab zehn Betten nahm sogar um ein Viertel auf 4,12 Millionen zu. Das lag auch an Sondereffekten. So begannen die Osterferien diesmal schon im März. Und in die Statistik gingen 400 Betriebe mit 45 000 Betten mehr ein als vor einem Jahr. Ohne die Erweiterung blieb bei den Übernachtungen laut Beratungsgesellschaft dwif immer noch ein sattes Plus von 3,5 Prozent. Die Übernachtungszahl wird 2018 in Häusern ab zehn Betten auf mehr als 30 Millionen steigen – womit ein weiteres Ziel für 2025 schon erreicht wäre.
REISENDE II: Von 232 Millionen Aufenthaltstagen von Touristen entfielen 2017 die meisten auf Tagesgäste aus dem Inland: fast 146 Millionen. Sie allein brachten einen Bruttoumsatz von gut 3,8 Milliarden Euro. Mit ihren Unterkünften sind die Gäste im Norden im Bundesvergleich überdurchschnittlich zufrieden, sagt dwif. Dessen Experte Karsten Heinsohn lobte die Entwicklung der Branche im Land insgesamt: «Im Vergleich der drei Küstenländer hat sich Schleswig-Holstein in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt.»
RESERVEN: «Wir dürfen uns nicht auf unseren Erfolgen ausruhen», sagte Buchholz. So seien im Binnenland noch touristische Schätze zu heben. An der Schlei, in Angeln, in der Probstei, im Hinterland der Westküste und anderswo gebe es traumhafte Landschaften. «Da sind noch viele ausbaufähige Potenziale.» Das Tourismusbarometer ergab auch, dass die Betriebe ihre Eigenkapitalquote erhöht haben. «Allerdings fällt auf, dass die Investitionsquote derzeit relativ niedrig ist», sagte der Vize-Vorsitzende des Tourismusverbandes, Frank Behrens.
SCHWERPUNKTE: Qualitätsverbesserungen nannte Buchholz die zentrale Herausforderung. Die Weiterentwicklung des Radtourismus, Barrierefreiheit als Wettbewerbsfaktor und Digitalisierung hob er ebenso hervor. Und: Die Gäste müssten auch gut her und zurück kommen. Stundenlange Staus auf Autobahnen und ein Desaster wie auf der Bahnstrecke nach Sylt seien da nicht hilfreich. Die Deutsche Bahn müsse ihre Verantwortung auch für den Tourismus wahrnehmen.
FACHKRÄFTE: Jede 20. Stelle im Gastgewerbe ist laut dwif unbesetzt. Bei Lehrstellen war es 2017 sogar jede sechste. «Fachkräftemangel ist mittlerweile Realität», sagte Buchholz. Einige Betriebe machten anders als früher auch während der Saison Ruhetage, sagte Tourismusverbands-Vize Behrens. Buchholz forderte, die Attraktivität der Jobs in der Branche zu steigern. Bei Arbeitskräftemangel werde der Markt eine bessere Bezahlung bewirken. Es könnten auch verstärkt Mitarbeiter aus dem Ausland geholt werden, und eine Chance für ins Land gekommene Schutzsuchende könne das laut Buchholz auch sein.

Der Sonne-Monat Mai strahlt offenbar auch auf den schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt ab. Wie Arbeitsminister Bernd Buchholz heute in Kiel sagte, sei die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat auf 83.900 und damit um 4,1 Prozent gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat ging die Arbeitslosenzahl sogar um 6,7 Prozent zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,4 Prozent, ein Rückgang um 0,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.
„Der Arbeitsmarkt profitiert also weiterhin von vollen Auftragsbüchern unserer Unternehmen und unseren attraktiven Tourismusgebieten – vor allem an den Küsten“, sagte Buchholz. So sank die Arbeitslosenquote im Vormonatsvergleich im Kreis Dithmarschen um 0,7 Prozentpunkte, in Nordfriesland um 0,6 Prozentpunkte und in Ostholstein um 0,4 Prozentpunkte. Von dem Rückgang profitieren laut Buchholz alle Personen- und Altersgruppen. Besonders in der Gruppe der Jugendlichen (15 bis 25 Jahre) habe es gegenüber dem Vorjahresmonat einen Rückgang um 1.000 auf gegenwärtig 7.888 Arbeitslose (- 11,6 %) gegeben. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2.100 (- 6,5 %) auf 30.322 zurück. Auch die Zahl der arbeitslosen Ausländer ging gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,1 Prozent zurück.
„Mit dem Ende von Integrationskursen und berufsbezogener Sprachförderung wird sich die Zahl der arbeitslosen Ausländer, insbesondere aus den nichteuropäischen Asylherkunftsländern in den nächsten Monaten spürbar erhöhen“, sagte Buchholz. „Mit dem Start eines weiteren Ideenwettbewerbs im Rahmen unseres Landesprogramms Arbeit setzen wir einen Schwerpunkt auf die Förderung von Projekten zur Integration von Langzeitarbeitslosen mit Migrations- und Fluchthintergrund.“ Darüberhinaus würde auch die Förderung von erfolgreichen Integrations-Projekten vorbereitet.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Land stieg indes weiter an: Nach hochgerechneten Daten des Monats März erhöhte sich die Zahl um 19.800 (+ 2,1 %) Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Gegenwärtig gehen 973.600 Menschen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Besonders in den Wirtschaftszweigen Gastgewerbe, Gesundheitswesen, öffentliche Verwaltung sowie Erziehung und Unterricht nahm die Zahl der Beschäftigten deutlich zu

Der Tourismus in Schleswig-Holstein ist weiter auf Rekordkurs. Über das Tourismus-Barometer mit aktuellen Zahlen und Entwicklungen informieren heute in Kiel Tourismus-Minister Bernd Buchholz (FDP) und der Tourismusverband beim Sparkassen und Giroverband.
In den ersten drei Monaten dieses Jahres waren 1,19 Millionen Übernachtungsgäste ins Land gekommen und damit 17,4 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Statistikamtes Nord stieg die Zahl der Übernachtungen in Häusern mit mindestens zehn Betten sogar um ein Viertel auf 4,12 Millionen.
Die ungewöhnlich kräftigen Zuwächse gingen auch auf Sondereffekte zurück. So begannen die Osterferien anders als im Vorjahr schon Ende März. In dem Monat gingen zudem fast 400 Betriebe, 45 000 Betten und etwa 30 Campingplätze mehr in die Statistik ein als im Vorjahr.

Gute Nachricht für die staugeplagten Autofahrerinnen und Autofahrer auf der A 1 zwischen Bad Oldesloe und Bargteheide: Bereits morgen früh wird die Baufirma Bunte anrücken, um den aufgeplatzten Beton zu beseitigen und die Fahrbahn zu sanieren. Und zwar ohne Umschwenkung des Verkehrs auf die Richtungsfahrbahn Hamburg. Die Arbeiten werden etwa eine Woche in Anspruch nehmen. „Wir sind sehr froh, dass wir so schnell eine Lösung mit der ausführenden Baufirma gefunden hat, die diese ad hoc-Lösung umsetzt und dass wir die Fahrbahn in Richtung Hamburg aufrechterhalten können“, sagt der Direktor des LBV.SH, Torsten Conradt.
Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz dankte dem LBV.SH und der Baufirma für die rasche Reaktion: „Damit verhindern wir eine Vollsperrung, verkürzen in erheblichem Maß die Bauzeit und sorgen auf der stark befahrenen Strecke zumindest für ein kleines Stück Entspannung.“ Denn anders als bei einer Verlagerung des gesamten Verkehrs auf die Richtungsfahrbahn nach Norden bleiben nun beide Fahrbahnen – in Richtung Norden und in Richtung Süden – für den Verkehr offen. Die Fahrbahn Richtung Norden ist von den Bauarbeiten völlig unberührt.
Weiter sagte Buchholz (Audio starten – „im Browser anhören“)
Umfang der Baumaßnahme:
Ortskundigen empfehlen wir die weiträumige Umfahrung über die A20 nach Bad Segeberg und weiter über A21 zum Kreuz Bargteheide.