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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

Merkel bekennt sich bei Treffen mit Dänemarks Ministerpräsident klar zum Belttunnel

Während Landes-Verkehrsminister Bernd Buchholz morgen in Dänemark seinen Amtskollegen Ole Birk Olesen im Rahmen der deutsch-dänischen Verkehrskommission treffen wird, hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel heute in Berlin klar zu dem mit Dänemark vereinbarten Bau eines Tunnels zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland bekannt. Sie sagte nach einem Treffen mit dem dänischen Ministerpräsidenten Lars Løkke Rasmussen, man sei sich einig gewesen, «dass wir die Fehmarnbelt-Querung, die für Dänemark ja von großer Bedeutung ist, jetzt so zügig, wie das rechtlich möglich ist, voranbringen wollen.»

Merkel sprach mit Rasmussen auch über die Verzögerungen bei dem umstrittenen Milliardenprojekt. Insgesamt sei die bilaterale Zusammenarbeit gerade zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein sehr gut und intensiv, sagte die Kanzlerin. Die dänische Minderheit im nördlichsten Bundesland «gehört natürlich für uns auch zu Schleswig-Holstein dazu».

Der 19 Kilometer lange Tunnel sollte eigentlich schon in diesem Jahr fertig sein, doch noch immer ist unklar, wann der Bau überhaupt beginnen kann. Erst vor drei Wochen hatte Buchholz bekannt gegeben, dass der Planfeststellungsbeschluss für den Tunnel absehbar erst Ende des Jahres statt – wie ursprünglich geplant – im Sommer vorliegen werde. Es seien unter anderem schwierige umweltrechtliche Fragen zu klären. Gegen die bisherigen Planungen waren in Deutschland 12.600 Einwendungen vorgebracht worden. Es wird damit gerechnet, dass Umweltschützer und Fährbetreiber gegen den Planfeststellungsbeschluss vor das Bundesverwaltungsgericht ziehen.

Die Dänen tragen allein die Kosten für den Tunnel zwischen Puttgarden auf Fehmarn und Rødbyhavn in Dänemark. Deutschland muss nur für die Hinterlandanbindung auf der eigenen Seite zahlen. Die Befürworter erhoffen sich von dem Großvorhaben kräftige wirtschaftliche Impulse. Die Gegner befürchten Schäden für die Natur und Nachteile für den Tourismus in Ostholstein gerade während der mehrjährigen Bauzeit.

Unterdessen hat für die Hinterlandanbindung des Fehmarnbelt-Tunnels die Deutsche Bahn AG die Planfeststellungs-Unterlagen beim Eisenbahnbundesamt eingereicht. Ressortchef Buchholz sprach von einem wichtigen Meilenstein. «Das freut mich sehr, denn es ist ein wichtiges Signal auch in Richtung unserer dänischen Partner: Unser transeuropäisches Verkehrsprojekt geht voran.» Nun prüft das Eisenbahnbundesamt die Plausibilität der Unterlagen. Diese gehen danach, mit eventuellen Änderungen, an die zuständige Anhörungsbehörde in Schleswig-Holstein.

Bahnanbindung an Belttunnel: Planfeststellung auf dem Weg

Nach Angaben der Deutschen Bahn AG sind die Planfeststellungsunterlagen für den Streckenabschnitt Fehmarn (Planfeststellungsabschnitt 6) vom Projektmanagement „Großprojekt Schienenanbindung Fehmarnbeltquerung (FBQ)“ beim Eisenbahnbundesamt (EBA) eingereicht worden.

Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz begrüßte diesen Schritt heute (12. April) als „wichtigen Meilenstein“ für das Gesamtprojekt Schienenanbindung des Fehmarnbelt-Tunnels. „Wir können also wieder einen Haken auf unserer To Do-Liste machen. Das freut mich sehr, denn es ist ein wichtiges Signal auch in Richtung unserer dänischen Partner: Unser transeuropäisches Verkehrsprojekt geht voran!“

Im nächsten Schritt prüft das Eisenbahnbundesamt (EBA) die Plausibilität der Unterlagen. Ergeben sich daraus Anpassungen oder Ergänzungen, arbeitet sie die DB Netz AG anschließend ein. Danach übermittelt das EBA die entsprechend angepassten Unterlagen an die zuständige Anhörungsbehörde, das Amt für Planfeststellung Verkehr (APV) des Landes Schleswig-Holstein.

„Für komplexe Vorhaben wie den Bau der Festen Fehmarnbeltquerung samt Hinterlandanbindung auf Schiene und Straße ist es wichtig, eine starke und unabhängige Behörde zu haben, die solche Großprojekte sorgfältig bearbeiten kann. Deshalb haben wir das neue Amt für Planfeststellung Verkehr personell gestärkt“, erläuterte Buchholz.

Buchholz bei Besuch in Flensburg: Hafenflächen sind ein knappes Gut

Umstrittene Nutzung: Der Flensburger Hafen

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz hat vor möglicher Schließung des Flensburger Wirtschaftshafens gewarnt. «Hafenflächen sind ein rares Gut», sagte er heute in Flensburg. Man könne an vielen Stellen Wohnungen bauen, aber es gebe nur wenige Hafenflächen im Land. Buchholz, der auf Einladung des örtlichen FDP-Landtagsabgeordneten Kay Richert nach Flensburg gekommen ist, betonte, es sei die Entscheidung der Kommune, ob der Hafen geschlossen werden soll. Aber er sei dafür da, auf die Auswirkungen hinzuweisen, die eine Entscheidung habe.
In Flensburg wird seit langem kontrovers darüber diskutiert, ob der kommunale Hafen, dessen Umschlagsvolumen rückgängig ist, aufgegeben und die Fläche stattdessen etwa für Wohnbebauung genutzt werden soll.

Der Rat hatte kürzlich beschlossen, das Hafengebiet zu verkleinern. Für den restlichen Hafen wurde eine Bestandsgarantie von fünf Jahren gegeben. Für den Minister ist dies keine ausreichende Zeitperspektive, um den Hafen langfristig zu entwickeln. Er empfinde die Entscheidung als Einstieg in den Ausstieg. «Und den halte ich für falsch.»

Buchholz lässt sich vom Flensburger  FDP-Abgeordneten Richert die Gegebenheiten im Hafen erläutern

Der Minister sagte mit Blick auf andere, florierende Ostseehäfen wie Kiel, ein rückläufiger Umschlag sei nicht gottgegeben. Man müsse sich aber bemühen, Umschläge zu produzieren. «Dafür muss ein Hafen aktiv betrieben werden und es muss Investitionssicherheit geben.» Man müsse ausloten, welche Perspektiven der Hafen haben könnte, etwa im Bereich des Schüttgutumschlags, sagte Buchholz. Es sei kein Geheimnis, dass Schleswig-Holstein in den kommenden Jahren viel Kies brauche, etwa für den Straßenbau, der aus Skandinavien und Schottland importiert werde.

Brackmann wird neuer Maritimer Koordinator der Bundesregierung – Buchholz & VDR gratulieren

Der neue Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft kommt aus Schleswig-Holstein. Die Bundesregierung ernannte den 63 Jahre alten CDU-Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg in ihrer heutigen Kabinettssitzung. Der in Lauenburg an der Elbe geborene Brackmann sitzt seit 2009 im Bundestag. Dort kümmerte er sich in den letzten Jahren besonders um den Haushalt des Verkehrsministeriums.

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz gratulierte dem Abgeordneten und begrüßte seine Berufung. Damit erhalte Schleswig-Holstein ein Gewicht innerhalb der Bundesregierung, das der Stärke seiner maritimen Wirtschaft angemessen sei. Auch der Verband Deutscher Reeder (VDR), der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) und der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) begrüßten die Ernennung Brackmanns. Dieser werde der erste Koordinator sein, der sich ausschließlich auf maritime Themen konzentrieren könne und nicht andere Regierungsaufgaben wahrnehmen müsse.

Die maritime Wirtschaft stehe in einem harten internationalen Wettbewerb, sagte das Geschäftsführende Präsidiumsmitglied des VDR, Ralf Nagel. «Mit Norbert Brackmann wird sich ein erfahrener, sehr gut vernetzter und durchsetzungsstarker Haushaltspolitiker aus dem Norden der maritimen Herausforderungen annehmen.»

Von einem starken Zeichen für die maritime Wirtschaft in Deutschland sprach VSM-Hauptgeschäftsführer Reinhard Lüken. Brackmann könne ressortübergreifend notwendige Impulse für die Branche setzen. «Im Zusammenspiel mit der neuen Bundesregierung und dem Bundestag sollte es Norbert Brackmann gelingen, eine ehrgeizige und zukunftsorientierte maritime Politik zu gestalten», äußerte ZDS-Hauptgeschäftsführer Daniel Hosseus.

Nord-Werften offenbar einig über Arbeitsteilung beim Korvetten-Grossauftrag

Lürssen-Tochter in Schacht-Audorf bei Rendsburg: Krögerwerft

Staatssekretär Rohlfs: Land offen für Jobticket – solange die Finanzierung darstellbar ist

Erst die Studenten, dann die Azubis und Arbeitnehmer? Die Debatte um landesweit günstige Bus- und Bahntickets gewinnt an Fahrt. D

Land stellt Weichen für EU-Mittel neu – Buchholz: Wir erleichtern Gründungen und Innovationen

Um zu verhindern, dass für Schleswig-Holstein ein erheblicher Teil der EU-Fördermittel aus dem so genannte EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) verfällt, hat die Landesregierung jetzt die Weichen des Programms neu justiert. Nach den Worten von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz korrigiere das Land damit das Kriteriengerüst der Vorgängerregierung, das auf größtenteils falschen und vor allem zu optimistischen Einschätzungen des Förderbedarfs im Land beruht habe. Insgesamt stellt die EU Schleswig-Holstein für die Jahre 2013 bis 2020 rund 270 Millionen Euro für die Förderung der Wirtschaft und der so genannten wirtschaftsnahen Infrastruktur zur Verfügung.

Obwohl die siebenjährige Förderperiode 2020 auslaufe, seien laut Buchholz bis zum Regierungswechsel im letzten Sommer zum Teil nicht einmal zwei Prozent der reservierten Mittel abgerufen worden – beispielsweise im Förderschwerpunkt „nachhaltige Nutzung bestehender Ressourcen“. Das Kabinett habe deshalb jetzt einer Änderung des Förderrahmens zugestimmt, der die Programm-Umsetzung beschleunigen solle.

Dazu sagte Buchholz weiter:

(Audio starten)

Laut Wirtschaftsministerium muß die Europäische Kommission dem angepassten Rahmen noch zustimmen, so dass die neuen Kritierien frühestens im Herbst Wirkung entfalten können. Die Landesregierung habe unter anderem die kaum nachgefragten Förderschwerpunkte im Bereich neuer Technologie- und Gründerzentren sowie bei der „energetischen Optimierung bei kleinen und mittleren Unternehmen“ reduziert, dafür im Gegenzug die Fördermitel im Bereich Unternehmensgründungen, Innovationen, Energieforschung und Gewerbegebiets-Erweiterungen ausgebaut.

Buchholz appelliert in dem Zusammenhang erneut an die Wirtschaft, aber auch an Kommunen, keine Gelder verfallen zu lassen: So seien im Bereich „Stärkung der regionalen Innovationspotenziale“ derzeit nicht einmal die Hälfte der verfügbaren Mittel in Höhe von knapp 93 Millionen Euro ausgeschöpft worden. Im Förderschwerpunkt „Entwicklung einer wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Wirtschaftsstruktur“ seien gerade einmal zwei Drittel der vorgesehenen 53 Millionen Euro verbraucht.

Minister und Landkreistag fürchten bremsenden „Zentralismus“ beim Ausbau der Breitbandnetze

Breitband
sh:z-Redakteur Henning Baethge berichtet in der Osterausgabe über den drohenden Konflikt

Beim Thema Breitbandausbau gibt es innerhalb der neuen Bundesregierung neben Staatssekretärin Dorothea Bär (CSU) zwar viele Verantwortliche, aber kaum eindeutig geregelte Zuständigkeiten und noch weniger klare Festlegungen im Koalitionsvertrag. Das umtreibt nicht nur den schleswig-holsteinischen Landkreistag, sondern sorgt auch den für den Breitbandausbau im echten Norden zuständigen Wirtschaftsminister Bernd Buchholz.

Stein des Anstoßes: Bundes-Infrastrukturminister Andreas Scheuer (CSU) plant bei neuen Projekten eine „zentrale Stelle“ beim Bund, die für Markterkundungen und Vergaben zuständig sind. Damit könnten – so die Befürchtungen –  die gerade in Schleswig-Holstein beim Glasfaserausbau sehr erfolgreichen Kommunen ausgebremst werden.

Deshalb hat sich Buchholz jetzt in einem „Brandbrief“ direkt an Scheuer gewandt und warnt vor einer Schwächung des enormen Engagements der kommunalen Betreibergesellschaften. Denn: Bislang ist Schleswig-Holstein beim Breitband-Ausbau mit seiner Fokussierung auf Glasfaser bundesweit an der Spitze. Über 30 Prozent der Haushalte haben bereits Zugriff auf einen solchen Anschluss, der im Gegensatz zur herkömmlichen Kabel-Technologie bei den Übertragungsgeschwindigkeiten nahezu keine Obergrenzen hat.

Buchholz, der bis 2025 das Land flächendeckend mit Glasfaser versorgen will, sagte zu seinem Vorstoß in Richtung Berlin (Video starten):

Ab 2019 sollen Studenten in SH und HH mit einem Semesterticket günstig ÖPNV fahren

KN
Online-Aufmachung der Kieler Nachrichten                                        Foto: Frank Peter / KN

Studenten in Schleswig-Holstein sollen von Herbst nächsten Jahres an mit einem Semesterticket quer durch das ganze Land fahren können. Wie die «Kieler Nachrichten» in ihrer Oster-Ausgabe (31. März) berichten, haben sich darauf die Regierungsfraktionen von CDU, Grünen und FDP verständigt. Der CDU-Wirtschaftspolitiker Lukas Kilian sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Es wird kommen.»

Im April werde ein entsprechender Antrag der drei Fraktionen im Landtag behandelt. Darin werde die Regierung aufgefordert, ein Konzept vorzulegen und es umzusetzen, sagte Kilian. Der CDU-Politiker hat das Projekt laut der Zeitung gemeinsam mit seinen Kollegen Andreas Tietze (Grüne) und Kay Richert (FDP) vorangebracht.

Von dem Semesterticket würden 50 000 Studenten profitieren. Es solle zum Wintersemester im nächsten Jahr eingeführt werden, so Kilian.

Wie Verkehrsminister Bernd Buchholz bestätigte, ist das Land zu einer Anschubfinanzierung von bis zu neun Millionen Euro bereit. Die Kosten für die Studenten sollen demnach im ersten Jahr bei 99 Euro pro Semester liegen.

Weiter sagte Buchholz:

Mit dem Ticket können die Studierenden den gesamten SH-ÖPNV und den Hamburger HVV nutzen. Nach den Plänen der Koalition wird der Einführungspreis für zwei Semester festgehalten, parallel finden Fahrgasterhebungen statt, um den Maximalpreis nach tatsächlicher Nutzung durch die Studierenden zu ermitteln. Fachleute schätzen den endgültigen Semesterpreis auf knapp 150 Euro pro Semester.

Der Landeshaus-Korrespondent der „Kieler Nachrichten“, Ulf Christen, kommentiert den Vorstoß so:

Ubi

 

Buchholz zieht Bilanz seiner Handwerks-Tour – und freut sich über Aufschwung in SH-Industrie

DLZ
Begleitet von der „Dithmarscher Landeszeitung“: Besuch bei der Firma Wrede in Eddelak. Mehr auch unter http://www.boyens-medien.de

Die gute Wirtschaftslage im Land schlägt auch auf die rund 8000 Industriebetriebe mit ihren knapp 150.000 Beschäftigten in Schleswig-Holstein durch: Wie das Statistikamt Nord heute mitteilte, habe sich die Branche von den negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise 2008 inzwischen voll erholt. Die Beschäftigung habe vergangenes Jahr mit 129 900 Mitarbeitern erstmals wieder über dem Niveau von 2008 gelegen. Die Betriebe erwirtschafteten 2017 einen Gesamtumsatz von 37,9 Milliarden Euro – das sind  fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Befragt wurden Industriebetriebe mit mindestens 20 Beschäftigten.

Von der guten Stimmung im Handwerk konnte sich Wirtschaftsminister Buchholz gestern unterdessen selbst ein Bild machen. Auf Einladung der Handwerkskammer Flensburg besuchte er die vier Betriebe Karl Wrede in Eddelak, die Bäckerei Balzer in Marne, das Unternehmen „Holzhäuser und Zimmerei Richardsen“ in Langenhorn sowie den auf dem Feld der Erneuerbaren Energien tätigen Betrieb North-Tec in Bredstedt bei Husum.

Buchholz dankte der Handwerkskammer für die Organisation der Tour und zog folgendes Fazit (Video starten)

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