
Das sommerliche Wetter der vergangenen Wochen beschert dem echten Norden zu Pfingsten volle Betten: Die Tourismuschefs in Ferienorten wie Timmendorfer Strand, Grömitz oder St. Peter-Ording sind mit den Vorbuchungen sehr zufrieden. «Wir freuen uns auf ein sehr starkes Wochenende mit vielen Übernachtungs-und Tagesgästen», sagte der Tourismuschef von Timmendorfer Strand, Joachim Nitz. Auch die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH) erwartet angesichts des frühsommerlichen Wetters zu Pfingsten viele Gäste im Land. In einigen Orten an Nord- und Ostsee liege die Auslastung bei mehr als 80 Prozent, sagte TASH-Sprecherin Astrid Hansen.
Und zugleich gibt es neuer Rekordzahlen des Statistischen Landesamtes: Mit knapp 544.000 Gästen und nahezu zwei Millionen Übernachtungen im März lag die Zahl der Gästeankünfte in Schleswig-Holstein um knapp 27 Prozent und die Zahl der Übernachtungen um knapp 40 Prozent höher als im Februar. Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz zeigte sich über die heute vom Statistikamt-Nord vorgelegten Zahlen entsprechend zufrieden.
Er sagte (Audio starten – „im Browser anhören“)
Auch im Jahresvergleich sei die Tendenz weiter positiv: So lag die Gesamtzahl der Gäste in den ersten drei Monaten des Jahres mit knapp 1,2 Millionen um 17,4 Prozent und die Zahl der Übernachtungen mit 4,1 Millionen um 24,7 Prozent höher als im gleichen Zeitraum 2017. „Damit liegt Schleswig-Holstein auch weiterhin klar über dem Bundesdurchschnitt von sieben Prozent“, so Buchholz.
Der Blick auf die Betriebsarten mache deutlich, dass auch bei den Campingplätzen trotz des kalten und winterlichen Wetters im März die Frühjahrssaison mit steigenden Gäste und Übernachtungszahlen gut angelaufen sei. „Das zeigt, dass der echte Norden als Reisedestination auch bei weniger gutem Wetter attraktiv ist und mit seinem rauen Klima punkten kann“, so der Minister.
Neben dem frühen Osterferien-Termin in diesem Jahr werden die Ergebnisse auch durch die Überprüfung der meldepflichtigen Beherbergungsbetriebe durch das Statistikamt Nord beeinflusst. Dadurch, so Buchholz weiter, seien sie Daten in Teilen nur eingeschränkt vergleichbar. So genannte Berichtskreisprüfungen seien Teil des statistischen Erhebungsverfahrens und führen zu einer besseren und gesicherten Datenbasis der Statistik. Allerdings variieren die Effekte je nach Bereich und Umfang der Prüfungen.
Buchholz: „Doch klar bleibt: Auch ohne diese Effekte können wir uns über Zuwächse freuen. Und um diesen Trend zu verstetigen sind attraktive Reiseanlässe und ein qualitativ hochwertiges Leistungsangebot wichtige Voraussetzungen“.
Der Windkraftanlagenhersteller Senvion setzt verstärkt auf Digitalisierung und seinen Standort in Osterrönfeld am Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg. Dort arbeiten Experten an der Zukunft des Windradbaus. Sie nutzen Computersimulationen und virtuelle Realität. «Wir können Tests automatisieren und dadurch viel Zeit gewinnen», sagte heute Werksleiter Martin von Mutius gegenüber der Deutschen-Prsse-Agentur. Ingenieure müssten nicht mehr für jeden Test vor Ort sein beziehungsweise die notwendigen Wetterkonstellationen abwarten. «Im Einzelfall kann das Monate an Zeit sparen.»
Die Tücken der wachsenden Alterspyramide – der so genannte demografische Wandel – stellen auch die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Schleswig-Holstein vor große Herausforderungen: In rund 5400 Betrieben im echten Norden muss in den nächsten Jahren die Nachfolge geklärt werden – ansonsten droht den Betrieben das Aus. Rund 83.000 Jobs im Land wären davon betroffen – zählt man Hamburg dazu, geht es sogar um rund 400.000 Arbeitsplätze.




„Es ist enorm wichtig, Menschen unterschiedlichen Alters für die Pflegeberufe zu interessieren, sie an die Arbeitsfelder heranzuführen und ihnen persönliche Entwicklungs- und Karrierewege aufzuzeigen“, sagte Garg. Pflegeberufe seien „gesellschaftlich wichtige, sinnerfüllte, tolle Berufe, und Weiterbildungen helfen dabei, die Durchlässigkeit in den Ausbildungswegen zu erhöhen und auch die Motivation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu stärken“.
Auch Buchholz unterstrich die Bedeutung der Branche: „Es geht um die Versorgung kranker und alter Menschen, und darum müssen wir in Gesellschaft und Politik mit vereinten Kräften an Lösungen arbeiten.“ Der schon jetzt vielfach zu beobachtende, eklatante Fachkräftemangel in der Pflege sei durch Weiterbildung allein zwar nicht zu lösen, aber Weiterbildung sei neben der Integration ausländischer Arbeitskräfte, der Aktivierung von Frauen für das Erwerbsleben sowie der Verlängerung von Lebensarbeitszeiten ein wichtiger Schlüssel zur Linderung von Fachkräfte-Lücken.
Beide Minister verwiesen auf die aktuell erarbeitete Informationsbroschüre der Landesregierung über „Weiterbildungsangebote in Gesundheits- und Pflegeberufen“ (




