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Volle Betten zu Pfingsten – Rekord-Zahlen zum Jahresauftakt – SH-Tourismus in Bestform

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Das sommerliche Wetter der vergangenen Wochen beschert dem echten Norden zu Pfingsten volle Betten: Die Tourismuschefs in Ferienorten wie Timmendorfer Strand, Grömitz oder St. Peter-Ording sind mit den Vorbuchungen sehr zufrieden. «Wir freuen uns auf ein sehr starkes Wochenende mit vielen Übernachtungs-und Tagesgästen», sagte der Tourismuschef von Timmendorfer Strand, Joachim Nitz. Auch die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH) erwartet angesichts des frühsommerlichen Wetters zu Pfingsten viele Gäste im Land. In einigen Orten an Nord- und Ostsee liege die Auslastung bei mehr als 80 Prozent, sagte TASH-Sprecherin Astrid Hansen.

Und zugleich gibt es neuer Rekordzahlen des Statistischen Landesamtes: Mit knapp 544.000 Gästen und nahezu zwei Millionen Übernachtungen im März lag die Zahl der Gästeankünfte in Schleswig-Holstein um knapp 27 Prozent und die Zahl der Übernachtungen um knapp 40 Prozent höher als im Februar. Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz zeigte sich über die heute vom Statistikamt-Nord vorgelegten Zahlen entsprechend zufrieden.

Er sagte (Audio starten – „im Browser anhören“)

Auch im Jahresvergleich sei die Tendenz weiter positiv: So lag die Gesamtzahl der Gäste in den ersten drei Monaten des Jahres mit knapp 1,2 Millionen um 17,4 Prozent und die Zahl der Übernachtungen mit 4,1 Millionen um 24,7 Prozent höher als im gleichen Zeitraum 2017. „Damit liegt Schleswig-Holstein auch weiterhin klar über dem Bundesdurchschnitt von sieben Prozent“, so Buchholz.

Der Blick auf die Betriebsarten mache deutlich, dass auch bei den Campingplätzen trotz des kalten und winterlichen Wetters im März die Frühjahrssaison mit steigenden Gäste und Übernachtungszahlen gut angelaufen sei.  „Das zeigt, dass der echte Norden als Reisedestination auch bei weniger gutem Wetter attraktiv ist und mit seinem rauen Klima punkten kann“, so der Minister.

Neben dem frühen Osterferien-Termin in diesem Jahr werden die Ergebnisse auch durch die Überprüfung der meldepflichtigen Beherbergungsbetriebe durch das Statistikamt Nord beeinflusst. Dadurch, so Buchholz weiter, seien sie Daten in Teilen nur eingeschränkt vergleichbar. So genannte Berichtskreisprüfungen seien Teil des statistischen Erhebungsverfahrens und führen zu einer besseren und gesicherten Datenbasis der Statistik. Allerdings variieren die Effekte je nach Bereich und Umfang der Prüfungen.

Buchholz: „Doch klar bleibt: Auch ohne diese Effekte können wir uns über Zuwächse freuen. Und um diesen Trend zu verstetigen sind attraktive Reiseanlässe und ein qualitativ hochwertiges Leistungsangebot wichtige Voraussetzungen“.

Windkraftanlagen-Hersteller Senvion setzt weiter auf den Standort Osterrönfeld

Senvion, Gelände in RendsburgDer Windkraftanlagenhersteller Senvion setzt verstärkt auf Digitalisierung und seinen Standort in Osterrönfeld am Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg. Dort arbeiten Experten an der Zukunft des Windradbaus. Sie nutzen Computersimulationen und virtuelle Realität. «Wir können Tests automatisieren und dadurch viel Zeit gewinnen», sagte heute Werksleiter Martin von Mutius gegenüber der Deutschen-Prsse-Agentur. Ingenieure müssten nicht mehr für jeden Test vor Ort sein beziehungsweise die notwendigen Wetterkonstellationen abwarten. «Im Einzelfall kann das Monate an Zeit sparen.»

Bei der Entwicklung künftiger Windradanlagen setzen die Techniker zunehmend auch auf VR-Brillen. «Ingenieure bekommen eine andere Perspektive auf ihre Konstruktion», sagte VR-Experte Andreas Koch.

Sie könnten Entwürfe auf ihre Praktikabilität testen. Techniker könnten mit Hilfe der Brillen Trainings absolvieren. Ab Mitte des Jahres sei es möglich, dass sich Ingenieure aus Osterrönfeld und anderen Standorten wie Hamburg oder Indien in virtuellen Simulationen «nebeneinander stehen» und zusammenarbeiten.

Senvion wartet vom Turbinen-Kontrollzentrum am Nord-Ostsee-Kanal aus rund um die Uhr derzeit 6036 Windräder weltweit, davon 3500 in Deutschland und knapp 1200 in Schleswig-Holstein. «In erster Linie fungieren wir wie eine Art Feuerwehr», sagte Abteilungsleiter Simon Hillmann. «Wir haben permanenten Echtzeitzugriff auf die Anlagen.» In rund 70 Prozent der Störungsfälle gelinge es von Norddeutschland aus durch Fernwartung, Windräder wieder zum Drehen zu bringen. In knapp einem Drittel der Fälle muss aber tatsächlich ein Techniker vor Ort sein, etwa bei einem Bauteildefekt.

Im Schnitt haben die Anlagen mittlerweile knapp drei Megawatt Leistungsvermögen. Die leistungsstärksten Offshore-Windräder des Unternehmens liegen derzeit bei 6,3 Megawatt. In einigen Jahren werden auf See zehn Megawatt möglich sein, bei einem Rotordurchmesser von mehr als 200 Metern, sagte Mutius.

Senvion hat im ersten Quartal 2018 mit schwindenden Umsätzen gekämpft. Zum konzernweiten Rückgang von mehr als einem Drittel auf

256 Millionen Euro trug vor allem das Geschäft mit der Winderzeugung an Land bei. Nach Unternehmensangaben ging das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 21 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 800 000 Euro zurück. Der Hersteller konnte seine Verluste aber spürbar eindämmen – von 50 Millionen im Vorjahr auf rund 30 Millionen in diesem Jahr.

Für 2018 rechnet der Hersteller mit einem Umsatz von 1,8 bis 1,9 Milliarden Euro. Das wäre etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Senvion leidet wie die Konkurrenz – etwa Nordex oder Vestas – unter einem harten Konkurrenzkampf und schrumpfender Profitabilität. Vor allem bei der Windenergie an Land ist der Markt zunehmend gesättigt, und Subventionen werden heruntergefahren.

Mittelstandsbeirat berät über Wege einer geschmeidigen Unternehmensnachfolge

NachfolgeDie Tücken der wachsenden Alterspyramide – der so genannte demografische Wandel –  stellen auch die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Schleswig-Holstein vor große Herausforderungen: In rund 5400 Betrieben im echten Norden muss in den nächsten Jahren die Nachfolge geklärt werden – ansonsten droht den Betrieben das Aus. Rund 83.000 Jobs im Land wären davon betroffen – zählt man Hamburg dazu, geht es sogar um rund 400.000 Arbeitsplätze.

Nach Zahlen des Unternehmensverbandes Nord (UVNord) fällt der Generationenwechsel womöglich sogar noch drastischer aus. Demnach könnten bis zu 13.000 Betriebe im Norden in den nächsten Jahren betroffen sein. Darum beschäftigte sich heute in Kiel auch der von der Landesregierung vor knapp einem halben Jahr ins Leben gerufene Mittelstandsbeirat mit dem Thema.

Wirtschaftsminister Buchholz sagte nach der Sitzung (Audio starten – „im Browser anhören“)

Gut die Hälfte aller Betriebe wird in Deutschland innerhalb der Familie übergeben. Doch nach Einschätzung Nils Thoralf Jarck von der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein, seinem Kollegen Stefan Seestädt von der Handwerkskammer Lübeck und dem Kieler Unternehmensberater Hartmut Winkelmann bietet die aktuelle Situation im Mittelstand gerade auch jungen Männern oder Frauen ohne familiären Unternehmer-Hintergrund große Chancen. Doch vor allem Frauen reagieren zurückhaltend auf den Sprung in die Selbständigkeit, wie die drei Spezialisten heute nach der Sitzung des Mittelstandsbeirats  sagten:

Auf 30 Abgabe-Wünsche kommen – zumindest im Bereich der IHK Schleswig-Holstein – aktuell rund 70 Nachfolgewillige. Mit Programmen wie Stabwechsel informieren die Kammern Interessierte auf beiden Seiten. „Wir sind dazu übergegangen, individuelle Beratung zu machen“, sagt Jarck. Zumindest hinsichtlich der Teilnehmerzahlen zeichnen sich erste Erfolge ab. Ließen sich 2016 allein in Lübeck 66 Alt-Unternehmer beraten, so waren es ein Jahr später mit 140 Teilnehmern schon mehr als doppelt so viele. Auch bei der Handwerkskammer hat sich die Zahl der Gespräche deutlich gesteigert.

Groffik

 

 

BGH: Dashcam-Video als Beweis nach Unfall zulässig – Dauerfilmen aber nicht

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Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Aufnahmen von Auto-Minikameras können bei Unfällen als Beweis vor Gericht verwendet werden. Das permanente Filmen des Verkehrs bleibt zwar nach wie vor verboten – das verstößt gegen den Datenschutz. Doch die Aufklärung eines Unfalls kann wichtiger sein, zumal der Unfallbeteiligte ohnehin Angaben zur Person, zum Führerschein und zur Versicherung machen muss, urteilte am Dienstag der BGH in Karlsruhe. Die Nutzung der Aufnahmen muss je nach Fall abgewogen werden (VI ZR 233/17).

Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz sagte dazu (Audio starten – „im Browser anhören“)

Gerichte hatten bislang unterschiedlich zum Einsatz der Dashcam-Aufzeichnungen geurteilt. Verkehrsexperten, Polizei und Automobilclubs begrüßten deshalb zumeist das höchstrichterliche Machtwort. Versicherer und der IT-Branchenverband Bitkom bemängelten allerdings, dass die Situation für Autofahrer damit nicht eindeutig geregelt ist.

Vor dem BGH hatte die Revision eines Autofahrers aus Sachsen-Anhalt Erfolg. Er wollte seine Unschuld an einem Unfall in Magdeburg anhand der Aufzeichnungen seiner Dashcam beweisen – doch weder das Amts- noch das Landgericht berücksichtigten diese. Weil die Aufnahmen gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verstießen, dürften sie nicht als Beweis herangezogen werden, hatten die Magdeburger Richter argumentiert. Der BGH sieht dies anders. Er hob das Berufungsurteil auf und verwies es zur Neuverhandlung zurück.

Obwohl die Aufnahmen des Klägers nicht erlaubt waren, überwiege in diesem Fall das Interesse an der Aufklärung des Unfalls. Und, so die höchsten deutschen Zivilrichter: «Es wurden nur Vorgänge auf öffentlichen Straßen aufgezeichnet, die grundsätzlich für jedermann wahrnehmbar sind.» Sie wiesen angesichts des schnellen und komplexen Verkehrsgeschehens auf den Straßen auch auf die häufige Beweisnot nach Unfällen hin.

«Da die Beweisführung bei Unfällen oftmals sehr schwierig ist, können die Bilder einer Onboard-Kamera den entscheidenden Ausschlag für eine gerechte Beurteilung des Unfallgeschehens und für die Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche ermöglichen», begrüßte der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Arnold Plickert, die «notwendige rechtliche Klarstellung».

Auch ADAC-Justiziar Markus Schäpe sieht nun Rechtssicherheit für Autofahrer. Zulässige Videos könnten Autofahrer nun mit Dashcams drehen, die entweder kurz vor dem Unfall anlassbezogen auslösen oder deren Aufnahmen regelmäßig überspeichert werden. «Es kann nicht sein, dass ein Unfallverursacher nicht zahlt, weil er sein Recht am eigenen Bild verletzt sieht.»

Ein Freibrief für «Hobbypolizisten und selbsternannte Hilfssheriffs» ist das Urteil für GdP-Vize Plickert nicht: Nach wie vor sei die Polizei zuständig für die Überwachung des öffentlichen Straßenverkehrs. Denn der BGH gab Dauerfilmern eine Warnung mit: «Verstöße gegen die datenschutzrechtlichen Bestimmungen können mit hohen Geldbußen geahndet werden und vorsätzliche Handlungen gegen Entgelt oder in Bereicherungs- oder Schädigungsabsicht sind mit Freiheitsstrafe bedroht.»

Anders als zum Beispiel in Russland fahren in Deutschland erst wenige Autofahrer mit den kleinen Kameras an Windschutzscheibe oder Armaturenbrett herum. Doch Dashcams werden auch hierzulande immer beliebter: Einer Bitkom-Umfrage zufolge nutzen diese derzeit acht Prozent der Autofahrer. Weitere 13 Prozent wollen das in Zukunft auf jeden Fall tun, 25 Prozent können es sich vorstellen.

In den vergangenen drei Jahren wurden laut Bitkom rund 150 000 Dashcams in Deutschland verkauft. Sie erzielten im vergangenen Jahr einen Umsatz von mehr als vier Millionen Euro. Im Schnitt lassen sich die Autofahrer die Kameras demnach 88 Euro kosten. Nach dem BGH-Urteil dürfte deren Beliebtheit zunehmen, schätzt Paetrick Sakowski von Wirtschaftrecht-Kanzlei CMS.

Nach einer Umfrage des Automobil-Clubs Verkehr (ACV) würde fast die Hälfte der Befragten eine Dashcam verwenden, wenn ihre Nutzung gesetzlich geregelt wäre. Die Minikameras könnten einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten: «Ihr Einsatz könnte vor allem gefährliches Drängeln und zu dichtes Auffahren reduzieren», meinte der verkehrspolitische Sprecher Jürgen Koglin.

Bitkom-Präsident Achim Berg meint allerdings: «Autofahrer brauchen klarere Regelungen, wann Dashcams eingeschaltet werden dürfen.» Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) fordert einen «verbindlichen datenschutzrechtlichen Rahmen» für den Einsatz. «Eine mögliche Lösung könnten zum Beispiel Kameras sein, die immer nur einen kurzen Zeitraum aufzeichnen und ältere Aufnahmen kontinuierlich löschen. Technisch wäre es möglich, die Aufnahmen einer Dashcam nach einem Unfall – und nur dann – automatisch zu sichern», so Bernhard Gause von der GDV-Geschäftsführung.

Flaute bei Senvion auch im ersten Quartal 2018

Außenstelle der Senvion GmbH in Osterrönfeld
Senvion-Zentrale in Osterrönfeld am Nord-Ostsee-Kanal

Der Windkraftanlagenhersteller Senvion kämpft nach einem schwachen Vorjahr auch im ersten Quartal 2018 mit schwindenden Umsätzen. Dabei hat vor allem das Geschäft mit der Winderzeugung an Land maßgeblich zum konzernweiten Rückgang von mehr als einem Drittel auf 256 Millionen Euro beigetragen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging zudem stark von rund 21 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 0,8 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen heute in Hamburg mitteilte.

Unter dem Strich konnte Senvion seine Verluste allerdings spürbar eindämmen – von 50 Millionen im Vorjahr auf rund 30 Millionen in diesem Jahr. Grund seien unter anderem geringere Restrukturierungskosten und Zinszahlungen gewesen.

Die Jahresprognose bestätigte das Management. Für das laufende Jahr rechnet es weiterhin mit einem Umsatz von 1,8 bis 1,9 Milliarden Euro und damit in etwa mit einer Stagnation im Vergleich zu 2017. Der Margendruck, also die Minderung der Gewinnspanne, werde dabei anhalten – das Unternehmen geht von einem Rückgang der Ebitda-Marge auf 5,0 bis 6,5 Prozent aus.

Wie auch die Konkurrenz – etwa Nordex oder Vestas – leidet Senvion derzeit unter einem harten Konkurrenzkampf und schrumpfender Profitabilität. Vor allem bei der Windenergie an Land ist der Markt zunehmend gesättigt, und Subventionen werden heruntergefahren. Ausschreibungen für neue Anlagen finden mittlerweile häufig über eine Auktion statt, was die Preise drückt.

Der Windkraftanlagen-Produzent Nordex hat Anfang des Jahres ebenfalls den niedrigen Auftragseingang im vergangenen Jahr zu spüren bekommen. So war etwa in Deutschland durch das 2017 eingeführte Auktionssystem die Nachfrage nach Windanlagen nahezu zusammengebrochen. Auch andere europäische Länder hatten die Vergabeverfahren umgestellt. Das heizte den Konkurrenzkampf an und drückte auf die Preise.

Der Umsatz von Nordex brach im ersten Quartal 2018 um knapp ein Viertel auf 488 Millionen Euro ein, wie das TecDax-Unternehmen ebenfalls heute in Hamburg mitteilte. Der operative Gewinn ging um mehr als die Hälfte auf 20 Millionen Euro zurück.

Die Jahresprognose bestätigte das Unternehmen. Für 2018 wird ein Umsatz von 2,4 bis 2,6 Milliarden Euro angepeilt. Dabei setzt Nordex vor allem auf das zweite Halbjahr. «In der zweiten Jahreshälfte werden Installationen und Umsätze höher als in den ersten beiden Quartalen ausfallen», sagte Konzernchef José Luis Blanco.

Baubetriebe im echten Norden entscheiden am 25. Mai über Tarifabschluss

Für das Wohnprojekt - Wohnen am Wasserturm - werden die Wänder der ersten Häuser aus Fertigelemente aus Beton erstellt

Im schleswig-holsteinischen Baugewerbe stimmen die Betriebe am Freitag nächster Woche über den Schlichterspruch zu den Tarifverhandlungen in der Branche ab. Dies kündigte eine Sprecherin des Baugewerbeverbandes heute an. Der Verband hatte am Wochenende den Schlichterspruch als «Luxusabschluss» und Katastrophe für die Branche in der Region massiv kritisiert. Hauptgeschäftsführer Georg Schareck sagte, es drohten massive Kostensteigerungen um möglicherweise deutlich mehr als zehn Prozent.

Dem Schlichterspruch zufolge sollen die Beschäftigten im Westen zum 1. Mai rückwirkend eine Lohnerhöhung um 5,7 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 26 Monaten erhalten. Die Ost-Löhne sollen zum 1. Mai um 6,6 Prozent und nochmals um 0,8 Prozent zum 1. Juni 2019 steigen. Zudem soll es künftig wieder ein 13. Monatsgehalt geben, das in Schleswig-Holstein 2003 im Tarifvertrag abgeschafft worden war.

Die zuständigen Gremien von Arbeitgebern und IG Bau müssen ihre Entscheidungen über den Abschluss bis zum 26. Mai treffen.

Garg & Buchholz appellieren: Weiterbildungsangebote in Pflegebranche nutzen!

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Fachkräfte gesucht und gefragt: Die Landesregierung bietet eine ausführliche Info-Broschüre über Finanzierungs- und Fördermöglichkleiten

Anlässlich des internationalen Tags der Pflege am morgigen Sonnabend haben Sozial- und Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg sowie der für die Fachkräfteinitiative der Landesregierung zuständige Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz heute auf die Bedeutung der Weiterbildung in der Pflege hingewisen.

Garg links „Es ist enorm wichtig, Menschen unterschiedlichen Alters für die Pflegeberufe zu interessieren, sie an die Arbeitsfelder heranzuführen und ihnen persönliche Entwicklungs- und Karrierewege aufzuzeigen“, sagte Garg. Pflegeberufe seien „gesellschaftlich wichtige, sinnerfüllte,  tolle Berufe, und Weiterbildungen helfen dabei, die Durchlässigkeit in den Ausbildungswegen zu erhöhen und auch die Motivation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu stärken“.

Minister Bernd Buchholz (FDP)Auch Buchholz unterstrich die Bedeutung der Branche: „Es geht um die Versorgung kranker und alter Menschen, und darum müssen wir in Gesellschaft und Politik mit vereinten Kräften an Lösungen arbeiten.“ Der schon jetzt vielfach zu beobachtende, eklatante Fachkräftemangel in der Pflege sei durch Weiterbildung allein zwar nicht zu lösen, aber Weiterbildung sei neben der Integration ausländischer Arbeitskräfte, der Aktivierung von Frauen für das Erwerbsleben sowie der Verlängerung von Lebensarbeitszeiten ein wichtiger Schlüssel zur Linderung von Fachkräfte-Lücken.

BroschüreBeide Minister verwiesen auf die aktuell erarbeitete Informationsbroschüre der Landesregierung über „Weiterbildungsangebote in Gesundheits- und Pflegeberufen“ (hier zum Download).

Die Publikation informiert über die aktuellen Finanzierungs- und Beratungsangebote für Beschäftigte und Arbeitgeber in der Kranken- und Altenpflege. Sie wurde in Kooperation von Wirtschafts- und Sozialministerium sowie mit Unterstützung des Forums Pflegegesellschaft erarbeitet.  Laut Buchholz werden in der Broschüre die aktuellen Angebote des Bundes und des Landes verständlich und übersichtlich aufgearbeitet. „Die Angebote sind gut, etwa die Möglichkeit, Aufstiegsfortbildungen zur Pflegefachkraft für Leitungsaufgaben mit dem Aufstiegs-BAföG zu fördern“, so Buchholz. Aber bisher gebe es nur Förderanträge in zweistelliger Zahl pro Jahr.

Nach den Worten von Garg müssten vor allem aber auch die Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche verbessert werden – etwa die Vergütung. „Auch wenn die Zeit für Weiterbildung in der Kranken- und Altenpflege knapp ist, müssten Führungskräfte Weiterbildung fördern und organisieren. Denn wer bei der Personalentwicklung und Weiterbildung spart, hat bei der Fachkräftesicherung ein dickes Problem“, so der Minister.

Nobiskrug zieht „dicken Fisch“ an Land – Nervosität in der Werftenbranche gegenüber China

Rohbau einer Megayacht auf der Werft Nobiskrug in Rendsburg

Die Rendsburger Nobiskrug-Werft hat einen Millionenauftrag an Land gezogen. Im Auftrag der Imperial Motoryachten Ltd. aus Großbritannien werden die Schiffbauer eine 62 Meter lange Luxusjacht mit senkrechtem Steven und fünf Decks bauen, wie das Unternehmen heute mitteilte. Die gesamte Außengestaltung wurde vom international renommierten Designstudio Espen Øino International mit Sitz in Monaco entworfen. Den Angaben zufolge bekommt die Jacht unter anderem eine Sky-Lounge, einen Beach Club sowie einen Wellness-Bereich inklusive eines sieben Meter breiten, verglasten Pools. Für zwei Beiboote, ein Rettungsboot, Jet-Ski und anderes Wasserspielzeug wird eine Bootsgarage im Rumpf integriert. Die Übergabe der Jacht ist für das Frühjahr 2021 geplant.

Die Nobiskrug-Werft hat seit der Gründung im Jahr 1905 weit über 750 Schiffe gebaut. Zum Kerngeschäft der Rendsburger Traditionswerft zählen heute Entwicklung und Bau großer, individuell angefertigter Superjachten ab 60 Metern Länge. Das Unternehmen zählt in diesem Bereich nach eigenen Angaben zu einem der weltweit führenden Anbieter. Das 62-Meter-Schiff ist die dritte Kooperation der Rendsburger Werft mit Imperial Motoryachten Ltd.

Fassmer
Harald Fassmer

In der gesamten Werftenbranche steigt unterdessen die Nervosität, dass China eine  Attacke auf die Schiffbau-Kernmärkte reiten könnte. «Das ist eine Bedrohung, die wir sehen», sagte Harald Fassmer, Präsident des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik (VSM), heute in Hamburg. China habe den Bau von hochwertigen Spezialschiffen zu einem von zehn strategischen Zielen des Landes erklärt. «Und die Vergangenheit hat gezeigt, dass China konsequent umsetzt, was es sich vornimmt.» Die chinesischen Werften hätten bereits zahlreiche Aufträge für Fähren von europäischen Stammkunden eingeworben und betrieben ehrgeizig den Einstieg in den Bau von Kreuzfahrtschiffen.

Fähren, Luxusjachten und Kreuzfahrtschiffe sind jedoch die Produkte der deutschen Werften für den Weltmarkt, nachdem sich die Branche aus dem Bau von Containerschiffen zurückgezogen hat. «Heute werden reihenweise einzigartige Großprojekte, die den höchsten Anforderungen genügen, pünktlich abgeliefert», sagte Fassmer. «Die erstklassige Systemkompetenz ist ein wesentliches Merkmal, das unseren Standort stark macht.» VSM-Hauptgeschäftsführer Reinhard Lüken ergänzte: «Wir wissen um unsere Leistungsfähigkeit, aber es wäre grob fahrlässig, die Risiken zu unterschätzen.» China habe andere Möglichkeiten als Europa und könne Verluste für längere Zeit hinnehmen.

Aktuell zeigt sich für den deutschen und europäischen Schiffbau ein erfolgreiches Bild. Die europäischen Werften erreichten im vergangenen Jahr einen Anteil von 35 Prozent an den weltweiten Schiffbau-Aufträgen. Das sind weniger als der Spitzenwert von 50 Prozent ein Jahr zuvor, doch immer noch sehr beachtlich.

Stapellauf bei der FSG

In Deutschland gingen die Auftrageingänge nach einem Rekordjahr deutlich zurück, von 7,8 auf 2,3 Milliarden Euro. «Das war zu erwarten, denn einen Bauslot, den die Werft verkauft hat, kann sie nicht noch einmal verkaufen», sagte Lüken. Die Werften seien voll ausgelastet, die Produktion lag mit 3,1 Milliarden Euro so hoch wie seit vielen Jahren nicht mehr und der Auftragsbestand von 17,7 Milliarden Euro reiche auf Jahre hinaus.

Die Wertschöpfung des gesamten deutschen Schiffbaus, einschließlich der Zulieferungen und des Militärschiffbaus, sei auf rund 23 Milliarden Euro zu beziffern. Stark abgenommen hat jedoch die Zahl der Ablieferungen; im vergangenen Jahr waren es gerade mal 22 Schiffe. Im Jahrzehnt zuvor konnten es auch mal mehr als 100 Einheiten in einem Jahr sein. Die Werften produzieren weniger Schiffe, die jedoch viel teurer sind.

Deutsche Reedereien gehören kaum noch zu den Kunden der Werften, die fast alle Schiffe für ausländische Auftraggeber produzieren. Deutsche Reeder, die vor der Krise zehn bis zwölf Prozent aller Schiffe weltweit bestellten, geben fast keine Orders mehr auf. «Wir haben es mit einer eklatanten Investitionsschwäche zu tun», sagte Lüken.

Containerschiffe, einst die Stärke der deutschen Schifffahrt, haben die Werften aber ohnehin nicht mehr im Angebot.

Rückenwind für Großenbrode: Land unterstützt Modernisierung der Promenade

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Millionen-Zuwendung: Buchholz (Mitte) überreicht den Zuwendungsbescheid an Bürgermeister Jens Reise (links); rechts: Tourismuschef Ubbo Voss

Mit Unterstützung des Landes investiert die Gemeinde Großen­brode in den kommenden Jahren kräftig in die Modernisierung ihrer touristischen Infra­struktur: Mit einem Ausbau des Seebrückenvorplatzes und der Umgestaltung der Prome­nade am Strand setzt der Ort nach den Worten von Wirtschafts- und Tourismus­minister Dr. Bernd Buchholz wichtige Akzente für qualitative Verbesserungen und neue touris­tische Angebote. Das Land unterstützt die Investitionen in Höhe von rund fünf Millionen Euro mit 3,55 Millionen Euro aus dem Landesprogramm Wirtschaft. Den entsprechenden Förderbescheid übergab Buchholz heute früh an Bürgermeister Jens Reise.

 

Nach den Worten des Ministers wird mit der geplanten Öffnung des Seebrückenvor­platzes künftig mehr Raum für Veranstaltungen und für eine attraktive  Beachlounge geschaffen. Die zentrale Strandpromenade werde auf einer Länge von etwa 1,4 Kilo­metern in ihrem Verlauf leicht verändert und für  eine barrierefreie Nutzung optimiert. „Die Schaffung neuer Dünenflächen mit Strandhafer und Strandroggen wird zum typischen Ostsee-Flair der Region beitragen“, so Buchholz. Ergänzt werde der Ausbau durch moderne Aufenthalts-, Spiel- und Erlebnisbereiche für alle Altersgruppen. „Im Zuge dieser Investitionen werden sich auch neue Geschäfte und Beherbergungsbetriebe ansiedeln“, so der Minister.

Buchholz erinnerte daran, dass solche Investitionen wichtig seien, um den Gästen auch in Zukunft ein attraktives Angebot zu machen. Er lobte zudem den „langen Atem“, den die Gemeinde bei der Überplanung ihrer Infrastruktur bewiesen habe. Die ersten Ideen dazu seien dem Ministerium bereits 2013 vorgestellt worden. Mit dem Anschluss an die Lokale Tourismusorganisation Ostseespitze und der Beauftragung eines touristischen Entwicklungskonzeptes seien dann  wichtige Meilensteine zu Modernisierung des Standortes gesetzt worden. Die Fertigstellung des Projekts ist für Frühjahr 2020 geplant.

Weiter sagte Buchholz – Video starten…

Heute ab 19 Uhr hier im Livestram: Auftakt der EU-Kampagne „Europa in meiner Region“

Niedersachsen lädt heute zur bundesweiten Auftaktveranstaltung „Europa in meiner Region“. Ab 18 Uhr werden EU-Förderprojekte aus ganz Deutschland präsentiert. Am Ende des Abends küren die Besucher gemeinsam mit einer hochkarätigen Jury das überzeugendste Projekt und bestimmen damit den Gewinner des neu geschaffenen „Pitch-your-Project-Awards“.

Ein Ausschnitt aus der Veranstaltung hier klicken..

Präsentiert werden im Livestream Deutschlands starke EU-Förderprojekte auf einer 360°-Bühne. Am Ende des Abends küren das Publikum und eine hochkarätige Jury das überzeugendste Projekt und bestimmen damit den Gewinner des neu geschaffenen „Pitch-your-Project-Awards“.

Moderiert wird die Mischung aus Show, Spannung und Information von der als „Mrs. Tagesthemen“ bekannt gewordenen TV-Journalistin Gabi Bauer. Zusätzlich erwartet Sie mit Günther, dem Treckerfahrer, alias Dietmar Wischmeyer ein niedersächsisches Comedy-Schwergewicht.

Musikalisch wird es beim Auftritt von ESC-Kandidatin und The Voice of Germany-Gewinnerin Jamie Lee Kriewitz. Die regelrechte Vergabe des Awards wird durch Bundesligaschiedsrichterin Bibiana Steinhaus sichergestellt – ganz ohne Videobeweis.

Und sollte der Livestream hier nicht funktionieren, einfach hier klicken.