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Seehäfen: Nord-Minister wollen eine „Zeitenwende“ und vor allem einen „Zehnfach-Wumms“

Wenn deutsche Seehäfen Schnittstellen der Energiewende und Stützpfeiler von Wirtschaft und militärischer Sicherheit werden sollen, braucht es für Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen eine weitere Zeitenwende: «Seit fast 20 Jahren speist der Bund alle deutschen Seehäfen mit zusammen jährlich 38 Millionen Euro ab – nur zwei Millionen davon entfallen auf Schleswig-Holstein. Dabei haben allein schon unsere rund 25 Seehafenstandorte an Nord- und Ostsee in den kommenden Jahren Investitionen von weit über 200 Millionen Euro vor der Brust», sagt der CDU-Politiker. Ohne einen massiven Aufwuchs der Bundesmittel um mindestens das Zehnfache auf jährlich 400 Millionen Euro werde die Aufgabe deshalb weder für Schleswig-Holstein noch für die anderen Küstenländer zu stemmen sein.

Offshore-Versorger im Vorhafen von Helgoland

Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern sowie dem Zentralverband Deutscher Häfen (ZDS) will Madsen am Donnerstag bei der Nationalen Maritimen Konferenz in Bremen entsprechend Druck machen. Auch seine Hamburger SPD-Amtskollegin Melanie Leonhard sowie Olaf Lies (Niedersachsen) und Reinhard Meyer (Mecklenburg-Vorpommern) hatten zum Wochenbeginn im „Handelsblatt“ den Bund zum Handeln aufgefordert: «Wir brauchen eine Nationale Hafenstrategie, die diesen Namen auch verdient», sagte Leonhard.

Aus Sicht von Madsen ist dabei keine Zeit zu verlieren: «Wir brauchen und planen im Norden Deutschlands überall neue Hafenbecken, Anleger für Flüssiggas, Liegeplätze für den Umschlag riesiger Offshore-Windanlagen, Basishäfen für Offshore-Crews oder Wasserstoffpipelines und Elektrolyseure – das erfordert einen großen Schulterschluss.» Und mit Blick auf die Energiewende sagt er: «Ohne optimal ausgestattete Häfen wird die Wartung der Wartung von Windparks kaum zu leisten sein – abgesehen davon sind hier auch die Anlandungspunkte der Seekabel.»

Donnerstag bei der Nationalen Maritimen Konferenz in Bremen: Wirtschafts- und Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen

Doch nicht allein aus Sicherheitsaspekten und für das Gelingen der Energiewende brauchen die deutschen Seehäfen mit ihren 1,3 Millionen Beschäftigten aus Sicht von Madsen «deutlich mehr Wasser unter dem Kiel». Allein, um den Nordseehafen Büsum einigermaßen zukunftsfest aufzustellen, seien Investitionsmittel von rund 40 Millionen Euro erforderlich. Madsen: «Und für unsere Häfen auf den Nordsee-Halligen rechnen wir mit einem Investitionsbedarf von 20 Millionen Euro, während der für Pellworm angedachte Tiefwasseranleger noch einmal 40 Millionen Euro verschlingen dürfte.»

Als «Ärgernis» bezeichnet Madsen vor diesem Hintergrund, dass der Bund sich bei Projekten in Schleswig-Holstein teilweise recht kleinlich aus der Verantwortung ziehe. So finanziere etwa das für die Nordsee zuständige Bundesverkehrsministerium die Baggerarbeiten in der Zufahrt zum Husumer Hafen nur zur Hälfte, um das Fahrwasser auf Tiefe zu halten. «Den Rest für die Vertiefung bis ins Hafenbecken hinein dürfen wir als Land zuschießen», sagt Madsen. Ähnlich sei das auch im Fahrwasser zwischen Nordstrand und Pellworm sowie im stark sanierungsbedürftigen Bundeshafen Hörnum, den der Bund abgeben will, aber für den 60 Millionen Euro Sanierungskosten erwartet werden. Madsen: «Auch hier ist der Bund nur bereit, die Hälfte der Kosten zu tragen.»

Der Maritime Koordinator des Bundes, Dieter Janecek (links) im Gespräch mit Madsen und seiner Staatssekretärin Julia Carstens (rechts)

Gleichwohl ist er nach jüngsten Gesprächen mit dem Maritimen Koordinator der Bundesregierung, Dieter Janecek (Grüne), vorsichtig optimistisch, dass sich die Ampelkoalition nach Klärung rechtlicher Fragen auf die Länder zubewegen werde. Immerhin habe Janecek den bisherigen Beitrag des Bundes als «nicht mehr passgenau» bezeichnet, so Madsen. Und auch die jüngste Bundestagsdebatte zu dem Thema stimmt den norddeutschen Verkehrsminister optimistisch: «Sowohl die CDU als auch die Regierungsfraktionen mit ihrem 66-Punkte-Plan haben hilfreichen Druck auf verbindliche Regelungen zum Ausgleich von Hafenlasten aufgebaut.»

   Mit Blick auf die aktuelle Streitfrage in Berlin, wie der Hafen-Lastenausgleich rechtlich und organisatorisch geregelt werden soll und ob die Seehäfen dann künftig in der Zuständigkeit von Volker Wissing (FDP) bleiben oder ins Wirtschaftsressort von Robert Habeck (Grüne) wechseln, hat der Kieler CDU-Minister eine klare Präferenz: «Trotz aller Schwierigkeiten sollte das Thema weiterhin im Verkehrsressort angedockt bleiben», sagt Madsen. Denn Häfen seien nun einmal elementarer Bestandteil von Verkehr, während das Bundeswirtschaftsministerium einzelne Hafenfunktionen wie Offshore-Wind oder Energieimporte im Fokus habe.

Madsen erfreut: Land schickt sechs Start-ups aus dem echten Norden ins Silicon Valley

Große Freude bei Laromed, Lambda9, Nascit sowie Plantobelly, lvlup!HR und Epic AI. Die sechs jungen Unternehmen konnten sich im Finale des 5. Überflieger-Wettbewerbs durchsetzen und freuen sich mit Wirtschaftsminister Madsen nun auf eine intensive Start-up Reise nach San Francisco und ins Silicon Valley. Zum Jubiläum gab es erstmals einen Sonderpreis für Later Stage Start-ups.

„Wir machen das Silicon Valley grün. Es ist großartig, dass wir diesen Preis gewonnen haben“, freute sich Bastian Klemke, der mit seinem Start-up Plantobelly ein System zur professionellen Feuchtigkeitsüberwachung von Straßenbäumen und Stadtbegrünung entwickelt hat. Auch Clemens Winter von Laromed freut sich auf die Reise ins Silicon Valley: „Wir wollen über den Tellerrand schauen und sehen, ob unsere Innovation auch für den US- Markt interessant sein könnte.“ Das junge Unternehmen entwickelt smarte, vollautomatisierte Pflegelösungen und gehört zu den Gewinner in der Kategorie Later Stage.

Bei der Preisverleihung betonte Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen, der auch zur Jury gehört: „Deutschland braucht mehr Innovationen und Schleswig-Holstein will hierbei einen entscheidenden Beitrag leisten. Im Norden gibt es viele Geschäftsideen und Unternehmen, die das Potential haben groß zu werden und damit einen wesentlichen Impact für Wirtschaft und Gesellschaft zu erzielen.“

„Beim Motto ‚Think big!‘ geht der Blick schnell nach Amerika und tatsächlich ist es genau dieses Mindset, das unsere Start-ups auf der Reise ins Silicon Valley am meisten verinnerlichen, weil sie es bei den Begegnungen mit amerikanischen Investor:innen, Start-ups und Wirtschaftsvertreter: innen selbst hautnah erleben“, erklärt Axel Schulz, Vorstand von The Bay Areas. Er wird die Reise wieder leiten. Bereits zum 5. Mal veranstalten die drei Vereine StartUp SH, der Marketing Club Schleswig-Holstein und The Bay Areas gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium den Überflieger-Wettbewerb. Highlight zum Jubiläum: Zusätzlich zur einwöchigen Reise für drei Early Stage Start-ups (bis 3 Jahre) wurde ein Sonderpreis für drei Later Stage Start-ups (bis 8 Jahre) ausgelobt. Geplant ist die Reise Februar 2024.

„Die Later Stage Start-ups reisen für 14 Tage ins Silicon Valley und haben so eine zusätzliche Woche, um ihre neugewonnenen Kontakte zu intensivieren und noch mal mehr zum Thema Internationalisierung und Wachstum für das eigene Unternehmen mitzunehmen“, erklärt Dr. Anke Rasmus, 1. Vorsitzende von StartUp SH.

Fünf Überflieger-Wettbewerbe, 18 Flugtickets für vielversprechende jungen Unternehmen aus Schleswig-Holstein: das ist nur durch das Engagement von zahlreichen etablierten Unternehmen und Institutionen möglich. „Wir freuen uns über die Treue unserer Sponsoren, die die jungen Unternehmen auch hier in Schleswig-Holstein vernetzen und als Partner mit Tipps und Kooperationen zur Seite stehen. Auch damit leben wir den Spirit des Silicon Valley“, betont Börrje Schneider, Vorstand Marketing Club Schleswig-Holstein. Für das Netzwerken vor Ort überreichten sowohl der Marketing Club als auch The Bay Areas allen neun Finalist:innen eine kostenlose Jahresmitgliedschaft und freuen sich auf den Austausch mit den Gründerinnen und Gründern.

Über den Wettbewerb

Der Überflieger-Wettbewerb findet bereits zum fünften Mal statt und wird von den drei Vereinen The Bay Areas, Marketing Club Schleswig-Holstein und StartUp SH zusammen mit dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus Schleswig-Holstein veranstaltet. Start-ups mit innovativen Ideen aus Schleswig-Holstein erhalten so die Chance, ihre Geschäftsidee einem breiten Publikum vorzustellen, in den Spirit des Silicon Valley einzutauchen und auf beiden Seiten des Atlantiks neue Kontakte aufzubauen.

NordBAU 2023: Vorhang auf für die Leistungsschau der norddeutschen Bauwirtschaft

Norddeutschlands Bauwirtschaft in bester Hochsommer-Laune: Bei strahlendem Sonnenschein hat Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen am Vormittag die 68. Fachmesse NordBau in Neumünster eröffnet. Nach zwei Corona-Jahren ist die Kompaktschau auf fast 70.000 Quadratmetern wieder restlos ausgebucht.

Symbolischer Auftakt: Nordbau-Chef Dirk Iwersen setzt mit Minister Madsen einen weiteren Stein auf die 68 Jahre alte Nordbau-Mauer

Nach Einschätzung von Madsen steht die Branche dabei vor riesigen Aufgaben: «Angesichts von Klimawandel und Wasserknappheit werden in den kommenden Jahrzehnten Milliarden-Investitionen nötig, um veraltete Infrastrukturen zu erneuern – vom Nordseedeich bis zum kommunalen Regenteich», sagte Madsen bei der Auftaktveranstaltung in den Holstenhallen. Kaum ein Thema werde für die Volkswirtschaft künftig so relevant sein wie der Umgang mit Wasser – ob als lebensnotwendige Ressource oder in Form bedrohlicher Ereignisse durch Starkregen oder Überflutungen.

Bis Sonntag präsentieren sich bei der «Nordbau» Aussteller aus Bauwirtschaft, Hochschulen oder Verbänden. Beim Schwerpunkt-Thema «Wasser & Bauen» geht es unter anderem um Starkregen, Hochwasserschutz, Wasserversorgung und Umwelt. Auf rund 69 000 Quadratmetern Freigelände und gut 20 000 Quadratmetern Hallenfläche bietet die Messe aber genügend Platz, um die komplette Bandbreite des Baugeschehens zu präsentieren. So zeigen die Aussteller nach Messe-Angaben Produkte und Konzepte, beraten und geben praktische Tipps zur Umsetzung bei Renovierung und Sanierung für das eigene Heim, Mietobjekte, Gewerbebauten und anstehende Bauvorhaben. Erwartet werden 60 000 Besucherinnen und Besucher.

Madsen bei seiner Eröffnungsrede im NordBAU-Foyer

Hier Madsens Eröffnungs-Grußwort in voller Länge – Audio starten

Gesine Strohmeyer, Geschäftsführerin von „Hamburg Wasser“, beleuchtete in einem Gastvortrag die Resilienz der Wasserwirtschaft. Wie Kopenhagen zu einer Schwammstadt und damit zu Vorreiterin für viele andere Städte in Europa wurde, berichtete die Dänin Lykke Leonardsen. Sie ist als Expertin in der Kommunalverwaltung von Kopenhagen maßgeblich an der Umsetzung beteiligt. Das Konzept einer Schwammstadt ist, das Niederschlagswasser dort zwischenzuspeichern, wo es fällt. Die enge Verbindung zum NordBau-Partnerland Dänemark wird abschließend der Botschaftsrat Mikkel Hagen Hess unterstreichen.

Von Klimadeich bis Regenteich: Madsen dankt für Themen-Schwerpunkt der 68. Nordbau

Madsen mit UV-Nord-Präsident Philipp Murmann (rechts), Wasserwerke-Chef Ingo Hannemann (links) und Nordbau-Chef Dirk Iwersen beim Rundgang durch das Klärwerk von „Hamburg-Wasser“

Die norddeutsche Bauwirtschaft steht nach Einschätzung von Wirtschafts- und Technologieminister Claus Ruhe Madsen vor riesigen Aufgaben: «Angesichts von Klimawandel und Wasserknappheit werden in den kommenden Jahrzehnten Milliarden-Investitionen nötig, um veraltete Infrastrukturen zu erneuern – vom Nordseedeich bis zum kommunalen Regenrückhaltebecken», sagte Madsen heute bei einem Besuch des Unternehmens „Hamburg Wasser“ im Vorfeld der 68. Fachmesse „Nordbau“. Kaum ein Thema werde für die Volkswirtschaft künftig so relevant sein wie der Umgang mit Wasser – ob als lebensnotwendige Ressource oder in Form bedrohlicher Ereignisse durch Starkregen oder Überflutungen, sagte Madsen vor rund 20 Fachjournalisten.

Von Morgen bis Sonntag präsentieren sich bei der „Nordbau“ in Neumünster auf rund 89.000 Quadratmetern rund 700 Aussteller aus Bauwirtschaft, Hochschulen oder Verbänden. Erwartet werden 60.000 Besucherinnen und Besucher. Es gibt zudem über 50 Seminare und Veranstaltungen mit 4.500 Tagungsgästen. Beim Schwerpunkt-Thema „Wasser & Bauen“ geht es unter anderem um Starkregen, Hochwasserschutz, Wasserversorgung und Umwelt.

Angesichts von knapp 1.100 Kilometern Küstenlinie in Schleswig-Holstein erinnerte Madsen an die massiven Anstrengungen der Landesregierung beim Küstenschutz: So sei allein an der Nordseeküste eine Vervierfachung der Länge der so genannten Klimadeiche auf 100 Kilometer vorgesehen. Allein das löse ein Auftragsvolumen von knapp 400 Millionen Euro aus. Madsen: «Immerhin leben mehr als 330.000 Menschen in überflutungsgefährdeten Landesteilen von Schleswig-Holstein, betroffen sind zudem rund 60 Milliarden Euro an Sachwerten.»

Klimadeich-Baustelle auf Nordstrand

Da sich schwer prognostizieren lasse, wo das Wasser künftig besonders stark steigen wird, arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gemeinsam mit dem Landesamt für Umwelt (LfU) an einem Online-System. Madsen: «Auf diese Weise sollen Wasserstände an den Pegeln im Inland künftig mithilfe von Künstlicher Intelligenz vorhergesagt und automatisch Hochwasser-Warnungen ausgelöst werden. Das Land fördert das Vorhaben in den kommenden drei Jahren mit 255.000 Euro.»

Madsen sagte nach dem Rundgang durch das Hamburger Werk weiter – Video starten….

Eine weitere Herausforderung für Wirtschaft und Wissenschaft sei der Umgang mit Abwässern. Vor diesem Hintergrund lobte Madsen den engen Schulterschluss zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein. So sammle das Hamburger Klärwerk nicht nur den eigenen Klärschlamm, sondern auch den von Lübeck und anderer Städte und Kommunen Schleswig-Holsteins. «Aktuell entsteht in Hamburg eine zweite Rest-Klärschlamm-Verbrennungslinie, um weitere Mengen aus Schleswig-Holstein aufnehmen zu können», so Madsen. Das Werk – das in Kooperation mit den Entsorgungsbetrieben Lübeck (EBL) und dem Abwasserzweckverband (AZV) Südholstein arbeitet, sei Vorreiter hinsichtlich der Freisetzung aller im Schlamm enthaltenen Energieträger.

Ein weiteres Zukunftsfeld sei die Wasserspeicherung. «Dabei brauche ich gar nicht bis in meine Heimatstadt nach Kopenhagen schauen, die als so genannte Schwammstadt europaweit Maßstäbe setzt – so etwas praktizieren wir, wenn auch in sehr kleinem Maßstab, über renaturierte Flächen längst auch bei uns», sagte Madsen mit Blick auf die Treene-Region im Kreis Schleswig-Flensburg. Wichtig sei neben der Bereitstellung geeigneter Flächen aber auch, dass die Verwaltungen entsprechende Anträge schneller bearbeiten, so Madsen. Der Kreis Schleswig-Flensburg sei hier mit vier Vollzeitstellen bereits gut vorbereitet.

Die schleswig-holsteinische Landesregierung hat unterdessen im Rahmen ihrer Informationskampagne wasserstark.sh eine Ausstellung zu vergangenen Hochwasser-Problemen eröffnet. «Diese Ausstellung hat das Ziel, die Bevölkerung für die Risiken von Sturmfluten, Hochwasser und Starkregen zu sensibilisieren und gleichzeitig Möglichkeiten zur Vorsorge aufzuzeigen», so Madsen.

Erstes Halbjahr im SH-Tourismus war das beste aller Zeiten – Madsen: Wir legen nach..

So gut lief ein Halbjahr noch nie: Die Tourismuswirtschaft in Schleswig-Holstein hat von Januar bis Juni mit allein fast 16 Millionen Übernachtungen Rekordzahlen verzeichnet. Die Branche muss nach Überzeugung von Tourismusminister Claus Ruhe Madsen aber für die Zukunft auch einige Probleme lösen – vor allem den Personalmangel.

Grund zum strahlen: TA.SH-Chefin Bettina Bunge mit Minister Madsen bei der heutigen Pressekonferenz in Kiel

Nach den Top-Zahlen bei den Übernachtungen seit Januar nimmt die Tourismuswirtschaft in Schleswig-Holstein eine stärker werdende Konkurrenz und Probleme in den Blick. Im Juni habe es erstmals einen Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat gegeben, sagte Madsen bei der Halbjahres-Pressekonferenz der Tourismusagentur Schleswig-Holstein (TA.SH) im Kieler Yacht-Club. Die Gründe lägen einerseits bei einem leichten Gästerückgang in Ferienwohnungen und -häusern. «Andererseits hat der Wettbewerb um den Gast wieder deutlich angezogen. Europäische und internationale Ziele locken mit attraktiven Angeboten gerade auch für deutsche Gäste.»

Der CDU-Politiker nannte aus eigener Erfahrung als Beispiel, die sich Schleswig-Holstein nicht leisten könne, dass er auf einer Nordseeinsel die beiden einzigen Strandgeschäfte gleichzeitig geschlossen vorgefunden habe. In Zeiten von Personalmangel müssten sich die Unternehmer notfalls absprechen, um das Angebot sicherzustellen, sagte der Minister.

Im Gespräch mit Andreas Otto von R.SH sagte Madsen am Rande der Pressekonferenz weiter – Audio starten, Pfeil klicken…

Mit mehr als 15,75 Millionen Übernachtungen von Januar bis Juni im Unterkünften mit mindestens zehn Betten und auf Campingplätzen übertraf Schleswig-Holstein in diesem Jahr das Vor-Corona-Ergebnis von 2019 nach Angaben der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH) um 8,1 Prozent. Im Halbjahresvergleich zu 2022 liegt das Plus bei 3,6 Prozent.

Die Aufenthaltsdauer der Gäste sank im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,3 Prozent auf 3,8 Tage. Die Bettenauslastung ging im Juni auf 49 Prozent zurück. Ein Jahr zuvor lag der Wert bei 52 Prozent. Die Zahl der Betten nahm leicht auf gut 244.000 zu.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 legte die Region Ostsee bei den Übernachtungen mit einem Plus von 14,5 Prozent am stärksten zu. An der Nordsee fiel der Zuwachs mit 3,6 Prozent deutlich schwächer aus. In der Holsteinischen Schweiz gab es ein Plus von 9,3 Prozent.

Noch nicht das Niveau von 2019 hat der Tourismus in Schleswig-Holstein bei Gästen aus dem Ausland erreicht. An der Gesamtzahl der Übernachtungen beträgt der Anteil ausländischer Gäste rund 5,4 Prozent. Hier sieht TASH-Geschäftsführerin Bettina Bunge noch Potenzial. Bei Gästen aus Dänemark, die mit Abstand die größte Gruppe stellen, beträgt das Minus im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 noch 35,2 Prozent.

In der Rangliste der Bundesländer rutschte Schleswig-Holstein im Vergleich zum Vorjahr um einen auf den sechsten Platz ab. Beim Zuwachs der Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steht das nördlichste Bundesland an letzter Stelle. Das liegt nach Bunges Angaben unter anderem daran, dass in anderen Bundesländern der Städte-, Messe- und Geschäftstourismus jetzt erst wieder in Gang gekommen ist.

Herausforderungen für die kommenden Jahre seien die kürzere Aufenthaltsdauer und kurzfristigere Buchungen. Auch achteten die Urlauber stärker auf ihr Budget, sagte Bunge. Allerdings habe Urlaub in Umfragen für die Menschen weiter einen hohen Stellenwert. Madsen betonte: «Die Menschen wollen Urlaub.» Sie ließen ihn sich nicht nehmen.

Zur Diskussion über die Einrichtung eines Nationalparks Ostsee sagte der Minister, die Emotionen seien hochgekocht. Wichtig sei die übereinstimmende Erkenntnis, dass der Zustand der Ostsee schlecht sei und verbessert werden müsse. Auch aus Bunges Sicht steht das Interesse an einer intakten Ostsee im Vordergrund. Mit Blick auf die Westküste sagte sie, der Nationalpark Wattenmeer sei ein Leuchtturm. Es sei in erster Linie das Naturerlebnis, das Schleswig-Holstein für Besucher interessant mache.

Und hier der Livestream der gesamten Pressekonferenz:

https://fb.watch/mMn1Agac02/

Schlei-Region mit „Smile 24“ auf dem Sprung zum „Rund-Um-Sorglos-Paket“ im ÖPNV

Staatssekretär von der Heide (Mitte) bei der Auftakt-Veranstaltung in Damp mit NAH.SH-Chef Arne Beck (2.v.r.), Schleswig-Flensburgs Landrat Wolfgang Buschmann (links) sowie Vertretern des Kreises Rendsburg-Eckernförde und der Autokraft

Nach der erfolgreichen Einwerbung von rund 30 Millionen Euro Bundesmitteln geht es für das klimafreundliche ÖPNV-Zukunftsprojekt „Smile 24“ in der Schleiregion nun in die Zielgerade. Heute fand in Damp die Auftakt-Veranstaltung mit allen Projektpartnern statt.

Wie Verkehrs-Staatssekretär Tobias von der Heide sagte, werde der Nahverkehrs-Verbund NAH.SH in Kooperation mit den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg unter anderem ein flächendeckenden On-Demand-Systems einführen. «Mobilität im ländlichen Raum findet aus Sicht der Bevölkerung bisher nur sporadisch oder in Form von Schülerverkehren statt. Das wird sich mit diesem Projekt grundlegend ändern», versprach von der Heide.

Das Modellprojekt SMILE24 (Schlei-Mobilität: innovativ, ländlich, emissionsfrei und 24/7) verfolge die Vision, klimaneutrale Mobilität in der Schleiregion ohne eigenen Pkw im Sinne eines „Rund-um-Sorglos-Paketes“ von Tür-zu-Tür an sieben Tagen rund um die Uhr zu ermöglichen. Da die Gesamtkosten des Vorhabens mit knapp 37 Millionen Euro veranschlagt sind, überreichte von der Heide Förderbescheide über rund 7,3 Millionen Euro an die NAH.SH und Vertreter der Kreise.

Damit startet ab heute die aktive Arbeit am Projekt, um im ländlichen Raum entlang der Schlei durch SMILE24 neue Mobilitätsangebote umzusetzen. Zentraler Baustein ist die Einführung von drei Expressbuslinien im Dreieck Eckernförde – Kappeln – Schleswig. Von der Heide: «Die Expressbuslinien ergänzen die bereits dort verkehrenden starken Buslinien. Durch Auslassen von Haltestellen und durch beschleunigte Linienwege sollen die Fahrzeiten konkurrenzfähig zum Auto werden.»

Ambitioniert und engagiert: Der Ausbau der B 207 auf Fehmarn läuft nun auf vollen Touren

Madsen mit Staatssekretärin Kluckert und DEGES-Bereichsleiter Bernd Rothe

Mit Blick auf die Schienen-Anbindung des Fehmarnbelttunnels, der 2029 fertig sein soll, sorgen sich die „Lübecker Nachrichten“ in ihrer heutigen Sonntagausgabe um den DB-Zeitplan und mahnen „dänisches Denken“ an. Auch Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen macht entsprechend Druck auf die Bahn. Immerhin: Der vierspurige Ausbau der B 207 zwischen Heiligenhafen-Ost und Puttgarden ist in vollem Gang: Am Freitag nahm Madsen zusammen mit Bundes-Staatssekretärin Daniela Kluckert vor rund 100 Gästen den symbolischen ersten Spatenstich vor. So genannte bauvorbereitende Maßnahmen wie die Freimachung des Baufeldes oder Leitungsumlegungs- und Drainagearbeiten laufen bereits seit Jahresbeginn. Im Bauabschnitt der zukünftigen Anschlussstelle Puttgarden entstehen nun die ersten Überführungsbauwerke.

Sowohl Kluckert als auch Madsen verwiesen bei dem Ortstermin auf Fehmarn auf die Bedeutung des Projekts für die Region und darüber hinaus. «Der Bund schafft mit dem 16 Kilometer langen Ausbau der B 207 eine leistungsfähige Hinterlandanbindung für die feste Fehmarnbeltquerung. Dieses Verkehrsprojekt ist Teil der so genannten Vogelfluglinie zwischen Kontinentaleuropa und den nordischen Ländern, die nach Fertigstellung aller Baumaßnahmen eine der leistungsstärksten Transportachsen von und nach Skandinavien sein wird. Die Reisezeit wird sich durch die neue Verbindung erheblich verkürzen. Der Ausbau bündelt die Fernverkehre auf der Bundesstraße, führt zu einer Erhöhung der Leistungsfähigkeit und einer Verbesserung der Verkehrssicherheit. Der Bund investiert hier 224 Millionen Euro für eine gemeinsame europäische Zukunft», sagte Kliuckert.

Und Madsen ergänzte: «Zwei Nationen, die Bundesrepublik Deutschland und das Königreich Dänemark, haben gemeinsam entschieden, sich noch enger aneinander zu binden. Die neue Route, auf der die B 207 ein wichtiger Abschnitt ist, wird Menschen, Wirtschaft und Kulturen weiter zusammenführen.»

Weiter sagte Madsen… Video starten

Der Abschnitt Puttgarden ist der erste in der Bauabfolge. Im kommenden Jahr werden die Arbeiten im Bereich Avendorf und Bannesdorf aufgenommen, auch dort werden neue Anschlussstellen entstehen. Nachfolgend ist dann der Abschnitt im Bereich Burg an der Reihe, bevor als letztes mit dem Streckenbau auf dem Festland begonnen werden wird. 2028 soll nach den Plänen der DEGES der Ausbau abgeschlossen und für den Verkehr freigegeben sein. Parallel dazu entstehen der Fehmarnbelt-Tunnel unter Regie von Femern A/S sowie – unter Federführung der Deutschen Bahn – die Fehmarnsundquerung und die Hinterlandanbindung Schiene bis nach Lübeck.

Madsen appelliert an Bundesminister Habeck: SH-Werften an Offshore-Projekten beteiligen

Einen Monat vor der Nationalen Maritimen Konferenz sendet Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen ein deutliches Signal an den Bund: Mit Blick auf milliardenschwere Offshore-Projekte der Netzbetreiber mahnt er eine klar regulierte Beteiligung heimischer Werften an. Er fordert Bundesminister Habeck zum Handeln auf. Andernfalls drohten böse Konsequenzen.

Bundesminister Habeck und Wirtschaftsminister Madsen am Rande der letzten Wirtschaftsministerkonferenz in Bayern

Mit Blick auf das umfangreiche Leistungsspektrum schleswig-holsteinischer Werften und ihrer Zulieferbetriebe hat Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen die Bundesregierung aufgefordert, heimischen Werften die Beteiligung an Projekten zum Ausbau der Windenergie auf dem Meer zu ermöglichen. «Die Bundesregierung muss den Netzbetreibern klare Vorgaben machen, dass die Aufträge an deutsche Standorte vergeben werden», sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

«Bisher ist vor allem der Preis ausschlaggebend, und da können unsere Werften bei ausländischen Anbietern nicht mithalten.» Deswegen würden zum Beispiel lokale Vergabequoten benötigt, wie sie in anderen Ländern Europas und auch in anderen Industriezweigen in Deutschland ganz selbstverständlich umgesetzt würden, sagte Madsen. «Nur in der maritimen Wirtschaft klappt das nicht.»

Bereits am 66-Punkte-Plan der Bundesregierung zur Zukunft der Maritimen Wirtschaft hatte Madsen Kritik geübt: Hier lesen

Madsen bittet Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck darum, bei Vorhaben wie dem Bau von Konverter-Plattformen, Unterbau-Strukturen für die Plattformen, Spezialschiffen oder zur Bereitstellung von Flächen auch die Werften in Schleswig-Holstein zu berücksichtigen. Für ihn sei es nicht nachvollziehbar, dass die vom Verband für Schiffbau und Meerestechnik, der Maritimen Industrie und von den Nordländern seit Jahren klar geforderten Maßnahmen für eine funktionierende Vergabe von Aufträgen an die heimischen Werften noch immer nicht umgesetzt worden seien.

Treffen mit Verantwortlichen der Kieler Werften tkms und German Naval Yards

Der in Deutschland höhere Preis gegenüber günstigeren ausländischen Wettbewerbern müsse zum Teil auf die Verbraucher umgelegt und zum anderen Teil vom Bund subventioniert werden, schreibt Madsen. «Nach unserem Kenntnisstand würden die Netzbetreiber ein solches Vorgehen mittragen.» Bleibe aber der Preis ausschlaggebender Faktor bei Auftragsentscheidungen der Netzbetreiber, laufe Deutschland Gefahr, langfristig seine Unabhängigkeit auf dem Weltmarkt vollends aufzugeben. Irritiert zeigte sich Madsen in diesem Zusammenhang, dass bereits bei den jüngsten Auftragsvergaben der Netzbetreiber Tennet und Amprion an Südostasien und Spanien die deutschen Werften nicht berücksichtigt worden seien. Eine Anfrage oder gar eine rechtzeitige Ausschreibung sei bei den Werften in Kiel, Flensburg oder Rendsburg leider nicht eingegangen. Madsen: «Folglich war eine Teilnahme am Bieterverfahren auch nicht möglich.»

Man dürfe die Gefahr nicht unterschätzen, so Madsen: «Unsere Werften verlieren den Anschluss an Europa und die Welt, wenn sie sich im Wettbewerb nicht positionieren können.» Dabei hätten sie die technische Kompetenz, die Erfahrung und die Flächen, um zu Deutschlands Ausbau der Offshore-Windkraft-Leistung beizutragen.

«Wenn sich nichts ändert, stehen viele Werften spätestens ab 2025 vor einem akuten Auslastungsproblem, und das bedeutet einen Verlust von hochwertigen Industriearbeitsplätzen, der nicht auszugleichen ist.»

Schleswig-Holstein habe viel zu bieten. Allerdings hätten in den vergangenen 15 Jahren schon zu viele Werften Insolvenz anmelden müssen, schreibt Madsen an seinen Bundeskollegen weiter. «In der Konsequenz sind unwiederbringlich Know-how, Arbeitsplätze und Wertschöpfung verloren gegangen.» Gegen diesen Verlust an Know-how und die steigende Abhängigkeit von Drittstaaten müsse etwas getan werden, unter anderem mit klardefinierten Ausschreibungskriterien, die nicht auf den niedrigsten Preis zielten.

«Die Bundesregierung hat mehrfach betont, dass die deutsche maritime Wirtschaft gestärkt werden soll», sagte Madsen der dpa. Die Nordländer forderten das schon seit langem. «Und trotzdem gibt es noch immer keine funktionierende Vergabe von Aufträgen an die heimischen Werften.»

Madsen zum Nordländer-Ranking: Mut der SH-Touristiker in der Pandemie zahlt sich nun aus

Gut gebucht, aber nicht überrannt: List auf Sylt

Der Tourismus ist in Schleswig-Holstein deutlich besser durch die Corona-Pandemie gekommen als in den benachbarten Küstenländern Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Dies geht aus einem Ländervergleich hervor, den das Statistikamt Nord heute veröffentlicht hat. Demnach lag die Zahl der Gäste-Übernachtungen im nördlichsten Bundesland 2022 mit 32,1 Millionen um 1,2 Prozent über dem Ergebnis im Vor-Corona-Jahr 2019.

In den anderen Ländern waren hingegen deutliche Rückgänge zu verzeichnen. In Mecklenburg-Vorpommern betrug das Minus fast 7 Prozent, in Hamburg 4,5 und in Niedersachsen mehr als 6 Prozent. Die südlichen Tourismus-Länder Bayern und Baden-Württemberg registrierten Rückgänge um jeweils fast 9 Prozent. Schlusslicht war das stark vom Auslandstourismus geprägte Berlin mit minus 22,3 Prozent. Im Bundesdurchschnitt sank die Zahl der Übernachtungen um 9,1 Prozent.

«Das sind überaus gute Nachrichten für uns, mit denen vor allem auch der Mut der Branche und der Landesregierung belohnt wird, in der Pandemie-Zeit entschlossen vorangegangen zu sein», sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Madsen. Vor allem die damaligen Modellregionen Eckernförde oder die Schlei-Region, wo Tourismus unter Auflagen wieder frühzeitig ermöglicht wurde, würden sich bis heute auszahlen. «Jetzt müssen wir alles dran setzen, unseren Gästen weiterhin unvergessliche und qualitativ hochwertige Erlebnisse zu bescheren. Das wird nur gehen, wenn genug Fachkräfte zur Verfügung stehen. Darum ist dieses Thema ein Schwerpunkt unserer Tourismusstrategie», so Madsen.

Große Unterschiede gab es in Schleswig-Holstein zwischen den Städten und Kreisen. In Schleswig-Flensburg (plus 30,7 Prozent), Steinburg (14,6) und Flensburg (11,1) stiegen die Übernachtungszahlen verglichen mit dem Jahr 2019 besonders deutlich. Stormarn (minus 17,0 Prozent), Neumünster (minus 15,4) und Segeberg (minus 12,5) verfehlten das Vor-Corona-Niveau klar. Die größten Städte Kiel und Lübeck legten um 5 beziehungsweise 9 Prozent zu.

Nach den Worten von Tourismus-Staatssekretärin Julia Carstens sitzt das Geld allerdings bei vielen Gästen nicht mehr so locker wie noch in der Corona-Zeit oder auch noch im Vorjahr. Auf den Schleswig-Holstein-Tourismus habe das bislang aber kaum Auswirkungen: «Die Reiselust der Menschen war und ist groß, Erholung und Ablenkung vom Alltag sind gefragt wie nie.» Es werde seit Beginn des Jahres wieder viel gereist, aber kurzfristiger gebucht und mehr auf das Urlaubsbudget geachtet, so Carstens.

Nach Angaben der Geschäftsführerin der Tourismusagentur Schleswig-Holstein (TA.SH), Bettina Bunge, sind die Beherbergungsbetriebe zwischen Nord- und Ostsee aktuell gut bis sehr gut gebucht. Für Kurzentschlossene seien aber noch Kapazitäten frei, wenn auch nicht überall und nicht in jedem Betrieb, so Bunge.