Für die Metropolregion werden steigende Fahrgastzahlen im öffentlichen Personenverkehr erwartet. Vor diesem Hintergrund plädieren mehrere Fraktionen im Kieler Landtag für eine engere Taktdichte bei den S-Bahnen. Dazu sagte Verkehrsminister bernd Buchholz soeben im Plenum – Video starten
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SH hat nicht nur das längste Radwegenetz – sondern auch einen „Ertüchtigungsplan“

Der Radwege-Ausbau im Land beschäftigte heute einmal mehr den schleswig-holsteinischen Landtag: Die Jamaika-Regierungsfraktionen von CDU, Grünen und FDP wollen eine noch engere Zusammenarbeit mit Umwelt-, Innen- und Bildungsministerium sowie den Kreisen, kreisfreien Städten und Kommunen.
Verkehrsminister Buchholz erinnerte daran, dass begleitend zu der Erneuerung der Bundesstraßen in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr 1,8 Millionen Euro für Radwege ausgegeben wurden. Damit wurden 14 Kilometer Radwege in Schuss gebracht. Zudem wurde der Straßenbau in den Kommunen mit 26 Millionen Euro gefördert. Davon waren 3,5 Millionen Euro für Radwege.
Seine Rede in voller Länge – Video starten…
Buchholz zum Breitbandausbau SH: Bundesweit spitze – und dennoch etwas Luft nach oben
Schleswig-Holstein belegt beim Glasfaser-Ausbau bundesweit einen Spitzenplatz. Bis Ende kommenden Jahres sollen 62 Prozent, bis 2025 alle Haushalte im Land mit Glasfaser versorgt sein. „Da sind wir gut auf auf dem Weg“, erklärte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz heute im Landtag. Zugleich appellierte er an die Mobilfunkunternehmen, sich mehr zu engagieren. Hier seine Landtagsrede – Video starten
Corona-Hilfen gehen in die Verlängerung – SH bei Überbrückungshilfen wieder unter den Top-3

Die Corona-Pandemie hat viele Unternehmer und Selbstständige in wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht. Finanzielle Hilfen liefen oft schleppend an. Inzwischen hat sich in Schleswig-Holstein einiges getan – bei der Bearbeitungs-Geschwindigkeit der Überbrückungshilfen ist der echte Norden bundesweit sogar unter den Top-Drei. Und die Antragsfrist für mehrere Corona-Hilfen wurde jetzt verländert.

Von Januar bis Mai sind in Schleswig-Holstein mehr als 730 Millionen Euro Corona-Hilfen ausgezahlt worden. Darunter waren 136 Millionen Euro November- und 196 Millionen Euro Dezemberhilfen, wie Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) und der Vorstand der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), Erk Westermann-Lammers, jetzt mitteilten. Weiter seien 34 Millionen Euro Überbrückungshilfe II und 261 Millionen Euro Überbrückungshilfe III ausgezahlt worden. Bei der Neustarthilfe lag der Betrag bis Ende Mai bei 34 Millionen Euro.

Aus weiteren Programmen wie den KfW-Corona-Hilfen und mehreren Landesprogrammen flossen in den ersten fünf Monaten des Jahres in Schleswig-Holstein 71 Millionen Euro. «Bei der Auszahlung der Corona-Hilfen haben wir noch mal deutlich zugelegt. Mehr als 90 Prozent der Anträge sind über alle Programme hinweg inzwischen ausgezahlt», sagte Buchholz.

Die Antragsfrist für mehrere Corona-Hilfsprogramme wurde nach Buchholz‘ Angaben verlängert und die Förderbedingungen im Sinne von Unternehmen und Selbstständigen stellenweise angepasst. So könne die Überbrückungshilfe III als «Überbrückungshilfe III Plus» für den Förderzeitraum bis zum 30. September 2021 beantragt werden. Neu sei unter anderem ein Zuschuss zu den Personalkosten, wenn Unternehmen Kurzarbeit beenden oder Personal neu einstellen. Auch die Neustarthilfe für Soloselbstständige und die Härtefallhilfen werden bis Ende September verlängert.
Land stellt Weichen für WT.SH-Spitze: Hinrich Habeck folgt ab März’22 auf Bernd Bösche

Der langjährige Geschäftsführer des von Schleswig-Holstein und Hamburg gemeinsam betriebenen Branchennetzwerks „Life Science Nord“, Dr. Hinrich Habeck, wird zum 1. März kommenden Jahres Geschäftsführer der „Wirtschaftsförderung und Technologie Transfer Schleswig-Holstein“ (WT.SH). Wie Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz mitteilte, werde Habeck den jetzigen WT.SH-Geschäftsführer Dr. Bernd Bösche ablösen, der zum 1. März 2022 in den Ruhestand tritt.
„Es freut mich sehr, dass wir mit Hinrich Habeck einen überaus erfolgreichen Cluster-Manager und profunden Kenner der Wirtschaftsszene für diese Position gewinnen konnten“, sagte Buchholz. Mit dieser von der Landesregierung getroffenen Personalentscheidung sei sichergestellt, dass die unter Bösche vorangetriebene gute Entwicklung der Wirtschaftsförderung im Land dynamisch fortgesetzt werde. Auch WT.SH-Aufsichtsratschef Dr. Thilo Rohlfs zeigte sich begeistert: „Mit Hinrich Habeck haben wir jemanden gewonnen, der neben dem Ansiedlungsgeschäft die Themen Innovation und Technologietransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen engagiert vorantreiben wird.“
Habeck studierte in Freiburg im Breisgau und in Tübingen Biologie und Philosophie und promovierte über ein entwicklungsbiologisches Thema. Von 1998 bis 2004 arbeitete er in der Forschungsabteilung des Biotech-Unternehmens Exelixis. Anschließend wechselte er als Produktmanager zu Greiner Bio-One, wo er für die Entwicklung und Vermarktung diagnostischer Microarrays verantwortlich war. Von 2006 bis 2012 war Habeck für die „IP Asset Management Agentur Ascenion“ in Hamburg tätig und ist seit 2012 Geschäftsführer der Life Science Nord Management GmbH. Zu dem Netzwerk für Medizintechnik, Biotechnologie und Pharma gehören rund 500 Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Habeck ist 49 Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Preetz im Kreis Plön
Buchholz an alle Schul-Absolventen: „Schlau machen und Ausbildung JETZT anpacken“
Noch eine Woche bis zu den Sommerferien! Wer dann sein Abschluss-Zeugnis in der Hand hält und immer noch ohne Ausbildungsplatz dasteht, der sollte nach Ansicht von Arbeitsminister Bernd Buchholz rasch aus dem Quark kommen.
Denn: Es ist noch nicht zu spät, landesweit gibt es aktuell noch knapp 9.000 unbesetzte Ausbildungsstellen. Neben den Angeboten der Agentur für Arbeit inserieren viele Betriebe auch auf anderen Portalen freie Ausbildungsstellen – etwa auf den Lehrstellenbörsen der Handwerkskammern oder Industrie- und Handelskammern. Unser „Appell der Woche“ – Video starten Buchholz erinnerte zudem an die Landeskampagne bleiboben, mit der um Jugendliche für eine Ausbildung im echten Norden geworden wird.
Ideenwettbewerb: So könnte die Mobilität der Zukunft in der Lübecker Bucht aussehen

Wie sieht nach Fertigstellung des Fehmarnbelttunnels in einigen Jahren ein moderner und innovativer Öffentlicher Personen-Nahverkehr (ÖPNV) in der Lübecker Bucht aus? Zu dieser Fragestellung hatte im letzten Jahr Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz gemeinsam mit dem Verkehrsverbund NAH.SH einen Ideenwettbewerb ausgelobt. Nachdem seit Mittwoch im Seehotel Maritim in Timmendorfer Strand insgesamt sieben Bewerbergruppen ihre Konzepte einer großen Fach-Jury präsentierten, stehen seit heute die besten Ideen und damit die Preisträger fest:

Die ersten beiden Preise in Höhe von je 7.000 Euro teilen sich das Planungsbüro TRICON Design (Baden-Württemberg) mit der Idee einer komfortablen Busbahn ohne Trasse („TIMM“) sowie das Lübecker Planungsbüro BCS Stadt + Region mit einem sowohl als Straßenbahn wie auch auf Bahnstrecken einsetzbaren „TramTrain“ („Lübecker-Bucht-Bahn“).

Den dritten Rang – 4000 Euro – sicherte sich das Hamburger Planungsbüro Regiomaris – unter anderem mit der Konzeption eines Zwei-System-Fahrzeugs. Das heißt: Eisenbahn und Straßenbahn in einem.
Den vierten Preis – 3000 Euro – erhielt die Hamburger Bewerbergruppe „Ioki“ für einen „Ideenzug“ zwischen Hamburg und Ratekau sowie ein elektrisch betriebenes Lufttaxi, ein sogenannter Volocopter. Zudem schlagen sie für die Strecke zwischen Ratekau und dem Bahnhof Timmendorfer Strand einen autonomen Linienbus vor.
Den fünften Platz – 2000 Euro – erhielt aus den Händen von Verkehrsminister Buchholz das Berliner „team red“ für den Vorschlag, die bisherige Bädertrasse mit neuen Fahrzeugen wiederzubeleben.
Sämtliche Konzepte sind spätestens ab Freitag (11. Juni) unter www.timmendorf-innovativ.de nachzulesen.
„Ich bin begeistert über die Resonanz – und von den Konzepten, die aus meiner Sicht zeigen, wie sehr sich die immer wieder aufgerufene Diskussion über eine reine Wiederbelebung der alten Bäderbahn überholt hat“, sagte Buchholz. Die zahlreichen Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger beim digitalen Beteiligungsprozess hätten zudem gezeigt, dass eine kluge Anbindung – insbesondere für die Menschen in der Region – eine Herzensangelegenheit sei. Gleichzeitig belegten die Konzepte nach den Worten des Ministers, dass die Lübecker Bucht im Nahverkehr zum Vorbild für andere Regionen in Deutschland werden könne.

Weiter sagte Buchholz – Audio starten (Pfeil klicken)
An dem Wettbewerb nahmen fünf Planungsbüros aus dem gesamten Bundesgebiet und auch zwei Studierendengruppen der Dualen Hochschule Schleswig-Holstein teil. Die Studierendengruppen erhielten zusammen 5.000 Euro Preisgeld.
Sowohl Buchholz als auch NAH.SH-Geschäftsführer Dr. Arne Beck hoben hervor, dass alle Konzepte Anregungen für den weiteren Planungsprozess lieferten. Insbesondere die „außergewöhnlichen“ Ansätze in den Vorschlägen der beiden Studierendengruppen der Dualen Hochschule Schleswig-Holstein würden den Planungsprozess ungemein bereichern. „Schleswig-Holstern zeigt damit einmal mehr, dass unsere Nahverkehrslösungen zu den Besten in ganz Deutschland gehören und wir uns ständig um Innovation und Verbesserungen bemühen“, sagte Beck.
Auch die Konzepte der Studierenden fanden große Beachtung und viel Beifall: Die eine Gruppe hatte vorgeschlagen, den Nahverkehr über eine Kombination aus kleinen und großen Katamaranen mit Wasserstoff-Antrieb sowie einer innovativen Schwebebahn in der Lübecker Bucht zu organisieren. Die andere Gruppe entwarf ein modulares Konzept für einen so genannten „Hover-, Cable und Street-Coaster“. Dabei wird ein Fahrzeug sowohl für Straße als auch für eine Seilbahn und einen Zug genutzt. Sämtliche Konzepte setzen auf umweltschonende Antriebe und für die Nutzer komfortable Buchungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Handy-Apps.
An beiden Tagen des öffentlichen Wettbewerbs hatten Bürgerinnen und Bürger nicht nur die Möglichkeit Fragen zu stellen, sondern auch Anmerkungen und Vorschläge für die vorgestellten Verkehrskonzepte einzubringen. Die Planungsbüros und die beiden Studierendengruppen haben die Anregungen aufgegriffen und teilweise in ihre Konzeptionen übernommen.
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Jury:
- Dr. Arne Beck, Geschäftsführer NAH.SH/Vertreter des Landes
- Silke Szymoniak, Vertreterin Tourismusdirektor der Timmendorfer Strand Niendorf Tourismus GmbH
- Melanie Puschaddel-Freitag, Stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Timmendorfer Strand
- Anja Evers, Bürgervorsteherin der Gemeinde Timmendorfer Strand
- Christian Sörensen, Verkehrsministerium SH
- Yo Kaminagai, Pariser Fahrzeugdesigner (RATP, Design, Head of design, Project management department)
- Reinhard Sager, Landrat Kreis Ostholstein
- Herr André Rosinski, Vorstand TALB (Tourismus-Agentur Lübecker Bucht AöR)
- Thomas Keller, Bürgermeister Gemeinde Ratekau
- Stephan Besier, Verkehrsexperte
- Gaby Dien, Dozentin der Hochschule Karlsruhe und Expertin im Bereich ÖPNV
Planungsbüros:
- Ioki, DB Regio: Markus Pellmann-Janssen, Stefan Hornung
- team red: Dr. Johannes Theißen, Volkmar Wagner
- BCS Stadt und Region: Sebastian Lopitz
- TRICON Design: Thomas König
- Regiomaris: Jonas Stapelfeldt, Alexander Montana
- Duale Hochschule Schleswig-Holstein
- Studierende Gruppe 1: Nele Gendries, Sarah Thomsen, Kenja Meewes, Pauline Wobser
- Studierende Gruppe 2: Kenneth Christen, Pascal Fisahn, Rasmus Röschmann, Tjark Schella
- Dr. Kai Ingo Menke zum Felde
Buchholz appelliert: Her mit Euren Gründungs-Ideen für den 3. Überflieger-Wettbewerb

Ready for take-off: Nach einem Jahr Corona-Zwangspause können ab sofort wieder junge Unternehmen aus Schleswig-Holstein am landesweiten „Überflieger-Wettbewerb“ teilnehmen. Allen Interessierten winkt reichlich Wissen und den drei Siegern eine Reise nach San Francisco und ins Silicon Valley. Zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschafts-Vereine „The Bay Areas“, „Marketing Club Schleswig-Holstein“ und „StartUp SH“ rief Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz junge Gründerinnen und Gründer heute (9. Juli) zur Teilnahme auf. „Dieser Wettbewerb bietet eine einmalige Bühne für innovative Konzepte. Und in Schleswig-Holstein gibt es viele junge Start-ups, die mit ihren Ideen frischen Wind in etablierte Branchen bringen“, sagte der Minister.

Ein Beispiel dafür ist Jonas Stamm, der 2018 zu den „Überflieger“-Finalisten gehörte. Mit seinem Start-up „Molteo“ digitalisiert der Gründer aus Schleswig die Baubranche und beendet mit seiner mobilen Softwarelösung die Zettelwirtschaft auf vielen Baustellen. „Ich mache jedem Start-up Mut, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Netzwerken ist für Unternehmer immer wichtig und der Überflieger bietet dafür eine tolle Plattform“, rät der 29-Jährige.
Er selbst gewann damals zwar kein Flugticket nach San Francisco, hatte zuvor jedoch ein Jahr an der Stanford University im Silicon Valley studiert. Die US-Gründungsszene nutzt Stamm nach eigenen Worten auch heute noch als Inspirationsquelle oder bei der Suche nach Investoren. „Gerade bei der Digitalisierung sind uns die USA noch ein paar Schritte voraus und es gibt viele Ideen, die wir auch bei uns umsetzen können“, erklärt Stamm. Sein eigenes Unternehmen ist auf Wachstumskurs. „Molteo“ hat heute mehr als 250 Kunden und ein Team von 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, das über den ganzen Globus verteilt arbeitet.
Hier das gesamte Pressegespräch als Mitschnitt – Video starten:
Vor diesem Hintergrund appelliert auch die StartUp-SH-Vorsitzende Dr. Anke Rasmus: „In der Gründungsberatung und -unterstützung sehen wir jeden Tag, welch tolle und innovative Ideen Start-ups aus Schleswig-Holstein umsetzen wollen und viele würden gern den Spirit des Silicon Valley erleben. Mit dem Überflieger-Wettbewerb geben wir ihnen die Chance dorthin zu reisen, ihre Geschäftsidee einem breiten Publikum vorzustellen und neue Kontakte aufzubauen. Besser geht es nicht!“

Axel Schulz vom Verein „The Bay Areas“ fügt hinzu: „Was wir aus dem Silicon Valley vor allem lernen können, ist, dass Start-ups sich dann besonders erfolgreich entwickeln, wenn sie nicht nur Zugang zu Forschung und Kapital haben, sondern vor allem auch zu erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern und etablierten Firmen. Hier setzt der Überflieger an.“

Eine Einschätzung, die auch Börrje Schneider vom „Marketing Club Schleswig-Holstein“ teilt: „Gutes Marketing bedeutet zukunftsweisende Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und zu vermarkten“, betonte er, „darum wollen wir den Überflieger gemeinsam mit anderen zum Fliegen bringen.“ Sowohl The Bay Areas als auch der Marketing Club Schleswig-Holstein schenken den sechs Final-Teams jeweils eine Jahresmitgliedschaft, um die Vernetzung der Startups in die Wirtschaft in Schleswig-Holstein und nach Kalifornien auch langfristig zu unterstützen.
Buchholz erinnerte daran, dass die Zahl der Gründungen im echten Norden trotz Corona seit Jahren stetig steige: Allein im ersten Quartal dieses Jahres wurden in Schleswig-Holstein 1.174 Betriebe gegründet – ein Fünftel mehr als im ersten Quartal 2020 und damit der höchste Quartalswert seit 2012. Die Betriebsgründungen überstiegen dabei die Betriebsaufgaben deutlich – und zwar um 238 Gewerbeanzeigen.
Zur Frage, warum man als Gründerin oder Gründer dringend an dem Wettbewerb teilnehmen sollte, sagte Buchholz weiter – Audio starten
Auch die Zahl der Gründungsinteressierten an den Hochschulen des Landes oder im Bereich der Kammern ist auf Wachstumskurs: So nahm zwischen Januar und Mai allein im Kammerbezirk Lübeck die Zahl der Beratungen um 36 Prozent und die Zahl der Fortbildungsveranstaltungen um fast 70 Prozent zu. „Und auch unsere Förderinstitute verzeichnen deutlich mehr Nachfragen nach Förderungen in Zusammenhang mit Gründungen“, sagte Buchholz. Dies sei – nicht zuletzt angesichts sinkender Pandemiezahlen – eine überaus erfreuliche Entwicklung.
Und so geht’s zum Überflieger-Wettbewerb:
Bewerben können sich Start-ups, die zwischen 1. Januar 2018 und 31. Juli 2021 gegründet wurden und ihren Firmensitz in Schleswig-Holstein haben. Dafür müssen sie bis zum 31. Juli 2021 ein Motivationsschreiben und Pitchdeck einreichen.
Alle Infos dazu hier

Weiter sagte Startup-SH-Chefin Rasmus – Audio starten – Pfeil klicken…
Anschließend wählt die Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Sponsoren, der drei Vereine und dem Wirtschaftsministerium sechs Start-ups aus, die beim Finale am 2. September 2021 im Gästehaus der Landesregierung in Kiel um die begehrten Flugtickets nach San Francisco antreten.
Vergleich beim B-207-Ausbau: NABU und Aktionsbündnis ziehen Klagen zurück

Im juristischen Tauziehen um den vierspurigen Ausbau der Bundesstraße B 207 zwischen Heiligenhafen und Puttgarden im Kreis Ostholstein sind zwei weitere Hürden genommen: Das Land Schleswig-Holstein einigte sich in den letzten Tagen mit dem Naturschutzbund NABU auf einen außergerichtlichen Vergleich. Auch das „Aktionsbündnis gegen eine Feste Fehmarnbeltquerung“ verzichtete am Montag (7. Juni) vor dem Oberverwaltungsgericht Schleswig auf seine Klage. Damit ist von ursprünglich elf Klagen gegen den Ausbau nur noch die Klage der dänischen Fährreederei Scandlines offen. Ein Verhandlungstermin dafür steht bislang nicht fest.

Wie Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und der Hamburger NABU-Verkehrsexperte Malte Siegert heute bestätigten, beinhaltet die Verständigung mit dem NABU vor allem freiwillige zusätzliche Naturschutzmaßnahmen beim Ausbau der Bundesstraße. Davon profitieren unter anderem Amphibien, Watvögel, Reptilien, sowie der vom Aussterben bedrohte „Kriechende Scheiberich“.

Sowohl Buchholz als auch Siegert zeigten sich sehr zufrieden und lobten gegenseitig die konstruktive Zusammenarbeit. „Das ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Hinterland-Anbindung des Belttunnels“, so Buchholz. „Wir bleiben grundsätzlich besonders wegen des enormen Anteils der Straße beim Vorhaben der Fehmarnbeltquerung nicht überzeugt. Mit dem Vergleich werden aber zumindest wesentliche Forderungen des NABU für einen naturverträglicheren Bau der Hinterlandanbindung erfüllt“, so der NABU-Fehmarnbelttunnel-Experte Malte Siegert.
Um den Vergleich umzusetzen, wird das Land nach Angaben von Buchholz bei Großenbrode eine weitere Kompensationsfläche von 4,25 Hektar erwerben, die dauerhaft dem Naturschutz gewidmet wird. Zudem werden auf bereits vorgesehenen Ausgleichsflächen von 15,6 Hektar zusätzliche Aufwertungen vorgenommen. „Die vereinbarten zusätzlichen Maßnahmen erfolgen in enger fachlicher Abstimmung mit dem NABU“, so Buchholz. Begleitet wird das Projekt von der Infrastrukturgesellschaft DEGES.
Neben den ökologischen Aufwertungen wurde auch eine Vereinbarung zum Bauablauf getroffen, um angesichts der noch nicht endgültigen Planung der Fehmarnsundquerung einen Rückbau möglichst zu verhindern. Darüber hinaus wird das Land auf eine befristete Geschwindigkeitsbegrenzung auf einem Teil der ausgebauten Strecke hinwirken. So soll erreicht werden, auf einem 2,5 Kilometer langen Abschnitt auf Höhe des Fehmarnsunds eine zeitweise Beschränkung auf Tempo 80 km/h anzuordnen. „Auf diese Weise können Lärm und Stickstoffemissionen verringert und ein schnellerer Erfolg der Naturschutzmaßnahmen erreicht werden“, sagte Siegert.
Dem Aktionsbündnis gegen die Feste Fehmarnbeltquerung hatte das Land am Montag vor dem Oberverwaltungsgericht Schleswig Verbesserungen beim Entwässerungskonzept zugesagt. Konkret geht es die Umstellung der Entwässerung der B 207 auf so genannte Retentionsbodenfilter. Weiterhin wird sich das Land nach den Worten von Buchholz für den Schutz vor Wildunfällen einsetzen und einen Wildschutz-Zaun auf dem westlichen Abschnitt der B207 bauen, sofern die Deutsche Bahn auf dem östlichen Abschnitt ebenfalls einen Zaun errichtet. „Und darauf werden wir hinwirken“, so der Minister.
Nach Husum nun auch bei Tönning: Der Ausbau der B 5 beginnt an zwei Stellen gleichzeitig

Sieben Monate nach dem ersten Spatenstich bei Husum geht der Ausbau der B 5 zwischen Tönning und Husum mit Hochdruck weiter: Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, setzte heute zusammen mit Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und LBV.SH-Direktor Torsten Conradt den ersten Spatenstich für den Ausbau des Abschnitts zwischen Tönning und Rothenspieker. „Die Menschen und die Unternehmen an der Westküste warten schon viel zu lange auf die versprochene moderne und sichere Nord-Süd-Verbindung von Schleswig-Holstein und Dänemark“, sagte Buchholz.

Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz am Rande des Spatenstichs weiter – Audio starten
Der Ausbau des 5,7 Kilometer langen Teilstücks kostet rund 42 Millionen Euro und wird vom Bund finanziert. Der dritte Fahrstreifen der B 5 dient künftig wechselseitigen Überholmöglichkeiten, die Straßenbreite erhöht sich damit auf insgesamt 12,50 Meter. Zunächst wird – wie schon bei Husum – mit dem Bau einer Anbindung an die Trasse begonnen. Die eigentlichen Ausbauarbeiten beginnen Mitte kommenden Jahres. „Nordfriesland braucht eine bessere Anbindung an die A 23 – und dafür ist der heutige Tag eine wichtige Weichenstellung“, so Buchholz. Laut LBV.SH-Chef Torsten Conradt laufen auch die Planungen an den anderen drei der insgesamt fünf Bauabschnitte auf Hochtouren. Buchholz erinnerte in dem Zusammenhang an die langwierigen rechtlichen Auseinandersetzungen. So waren gegen den bereits vor zwei Jahren erlassenen Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt Tönning-Rothenspieker insgesamt vier Klagen eingereicht worden. Drei davon wurden im letzten Jahr vom Oberverwaltungsgericht Schleswig abgewiesen, die vierte durch Vergleich beendet.
Der Parlamentarische Staatssekretär Ferlemann sagte: „Dieses Verkehrsprojekt ist ein Gewinn für die Region. Der Bund schafft mit dem Ausbau der B 5 als Verlängerung der A 23 neben der A 7 eine weitere leistungsfähige Nord-Süd-Magistrale in und für Schleswig-Holstein. Eine moderne und gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur ist ein Schlüsselelement für Wachstum und Beschäftigung im Land. Der Ausbau der B 5 ist ein weiterer wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität und der Alltagsmobilität, der weit über die Region hinaus spürbar sein wird. Damit sind die Mittel für diesen Ausbau gut angelegtes Geld.“

Ferlemann sagte weiter – Audio starten
Nach den Worten von Buchholz werde die kurvenreiche Strecke auch dadurch verkehrssicherer, weil der landwirtschaftliche Verkehr auf das nachgeordnete Straßennetz verlagert wird und die Erschließung der Flurstücke über Zufahrten von der B 5 entfalle. „Durch das Ausbaukonzept wird die Anbindung des nordfriesischen Raumes, insbesondere die touristischen Zentren, an die Metropolregion Hamburg erheblich verbessert“, so LBV.SH-Direktor Conradt.
Die Arbeiten
Zunächst finden Bauarbeiten zur Herstellung eines neuen Gemeindeweges statt. Mit dieser Maßnahme sollen zwei bebaute Anliegergrundstücke, die bislang direkte Zufahrten auf die B 5 haben, rückwärtig an die Landesstraße 36 angebunden werden. Die Bauarbeiten dazu haben bereits Ende Mai begonnen. Aufgrund der schwierigen Baugrundverhältnisse sind in den kommenden Monaten noch größere Setzungen zu erwarten. Daher erhält diese Zufahrtsstraße zunächst eine Schottertragschicht, so dass die Straße bereits von Anliegern genutzt werden kann. Der endgültige Zustand soll erst nach Abklingen der Setzungen hergestellt werden, frühestens in etwa einem Jahr. Bevor die eigentlichen Arbeiten an der B 5 beginnen können, wird ab August der Einmündungsbereich der K 40/L 36 um- und ausgebaut. Die jetzige K 40 wird später zur L 36 und erhält im Zuge des dreistreifigen Ausbaus einen neuen Anschluss an die B 5. Die Änderung der Einmündung L 36/K 40 wird im August 2021 beginnen und bis Sommer 2022 dauern. Nach der Baufeldräumung im Winter 2021/2022 wird dann im Sommer 2022 mit den Arbeiten auf der B 5 begonnen.
Die B-5-Strecke ist in mehrere Bauabschnitte untergliedert: Neben der Verlegung des Knotenpunktes von Kreisstraße und B 5 südlich von Husum sowie dem Start des Abschnittes zwischen Tönning und Rothenspieker sitzen die Planer und Planerinnen des LBV.SH derzeit am:
– 4 Kilometer langen 2. Bauabschnitt von Rothenspieker bis Reimersbude,
– 3,1 Kilometer langen 3. Bauabschnitt von Reimersbude bis Platenhörn
– 4,9 Kilometer langen 4. Bauabschnitt von Platenhörn bis Husum.
Technische Daten 1. Bauabschnitt Tönning bis Rothenspieker
Baulängen: 5,73 km Bundesstraße
Bauzeit: voraussichtlich bis Sommer 2025
Baukosten: etwa 42 Mio. €
Der Planfeststellungsbeschluss lag vor am 15.05.2019. Es wurden vier Klagen eingereicht; eine Klage wurde durch Vergleich erledigt, über die restlichen drei Klagen wurde am 1.12.2020 vor dem OVG Schleswig verhandelt. Diese Klagen wurden alle abgewiesen.