Arbeitsmarkt in Frühjahrslaune – Buchholz appelliert: Auf Weiterbildung setzen

Vom anhaltenden Frühjahrsaufschwung auf dem schleswig-holsteinische Arbeitsmarkt profitieren nach Ansicht von Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz aktuell insbesondere junge Menschen:  So sei im April in der Gruppe der arbeitslosen 15- bis unter 25-jährigen gegenüber dem Vorjahresmonat ein Rückgang um 9,6 Prozent auf 7.642 arbeitslose Jugendliche zu verzeichnen. „Und nach dem Beschäftigungsausblick der OECD haben sich in Deutschland die Arbeitsmarktchancen junger Menschen insgesamt deutlich verbessert“, sagte der Minister heute in Kiel zu den aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Mit Blick auf die Digitalisierung der Arbeitswelt appellierte Buchholz an die Fachkräfte von morgen: „Eine solide Schul- und Berufsausbildung sowie lebenslanges Lernen sind gerade im digitalen Zeitalter immer noch der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Der digitale Wandel schreite rasant  voran. „Dies“, so Buchholz, „sollte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern dringend als Anreiz für Investitionen in Fort- und Weiterbildung verstanden werden.“  Der Minister erinnerte daran, dass das Land neben zahlreichen anderen Förderungen unter anderem den „Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein“ anbiete.

Nach jüngsten BA-Daten sank die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein gegenüber dem Vormonat um 4,3 Prozent (-3.531 Personen) und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,1 Prozent (-8.806) auf 78.658. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,0 Prozent. Auch in der Gruppe der Langzeitarbeitslosen hat es laut Buchholz gegenüber dem Vorjahresmonat einen ebenso deutlichen wie erfreulichen Rückgang um 18,0 Prozent (-5.562) auf gegenwärtig 25.403 gegeben. Die Zahl der älteren Arbeitslosen (50 Jahre und älter) ging im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,8 Prozent (-2.554) auf  26.581 zurück.

Die Zahl der arbeitslosen Ausländer sank unterdessen gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,6 Prozent (-840) auf 17.606.

 

Vertrag besiegelt: DB-Regio bleibt Betreiber der Elektro-Strecken rund um Lübeck

Unterzeichnung
Unter den Augen von NAH.SH-Chef Bernhard Wewers und Lübecks Wirtschaftssenator Sven Schindler unterzeichnen Minister Buchholz und DB-Regio-Chef Reh den Verkehrsvertrag

Das Land Schleswig-Holstein hat die DB Regio heute erneut beauftragt, den Bahnverkehr im „Elektronetz Ost“ anzubieten. DB Regio erhält damit den Zuschlag für die Strecken Lübeck-Travemünde – Lübeck Hbf (RB 86), Lübeck Hbf – Hamburg Hbf (RE 8/80) und Lübeck – Puttgarden (RB 85). Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und Torsten Reh, Leiter der DB Regio AG in Schleswig-Holstein, unterzeichneten im Historischen Saal der Lübeck-Büchener Eisenbahngesellschaft in Lübeck den neuen Verkehrsvertrag. Das neue Angebot gilt ab Dezember 2022, der Vertrag soll 13 Jahre laufen.

„Die Strecke Lübeck – Hamburg ist eine der wichtigsten im Land. Deshalb freut es mich besonders, dass wir ein gutes Angebot von DB Regio bekommen haben und den Menschen in der Region echte Verbesserungen bieten können“, so Buchholz. „Jetzt kommt es natürlich darauf an, dass DB Regio die Versprechungen des Vertrages auch im Alltag einhält.“

Folgende Verbesserungen sind vorgesehen:

  • Der Halbstundentakt zwischen Lübeck und Hamburg wird werktags von 5 bis 24 Uhr angeboten und zusätzlich an den Wochenenden bis 23 Uhr.
  • An den Wochenenden gibt es künftig zwischen Lübeck und Hamburg einen Nachtverkehr im Stundentakt.
  • Die Züge von Lübeck-Travemünde fahren künftig alle bis Hamburg durch, sodass Fahrgäste nicht mehr am Lübecker Hauptbahnhof umsteigen müssen. An den Sommerwochenenden entsteht nach Travemünde sogar ein Halbstundentakt.
  • An den Sommerwochenenden gibt es außerdem einen Halbstundentakt nach Neustadt (Holstein).
  • Zur Erweiterung des Angebots sind zusätzliche Sprinterzüge geplant, die zur Hauptverkehrszeit kurz vor den Regelzügen abfahren und nur 38 Minuten Fahrtzeit zwischen Lübeck und Hamburg benötigen
  • Für den elektrifizierten Verkehr sind zukünftig 18 neue, barrierefreie, elektrisch angetriebene Doppelstocktriebwagen des Typs KISS der Firma Stadler im Einsatz. Diese Züge sollen zwischen Hamburg und Lübeck in Doppeltraktion eingesetzt werden und verfügen dann über insgesamt 810 Sitzplätze. Die Züge verfügen über WLAN und ein Reservierungssystem. WLAN wird es künftig auch an den Stationen geben.

Buchholz sagte zu den Vorteilen weiter – Video starten:

Für die neuen Fahrzeuge des elektrifizierten Verkehrs ist ein Probebetrieb ab Juni 2022 in Planung. Während der Bauarbeiten am Fehmarnbelttunnel wird es einen hochwertigen Busverkehr im Stundentakt mit sechs neuen, doppelstöckigen Reisebussen des Typs S 531 DT geben. Die barrierefreien Busse bieten unter anderem Toiletten, WLAN, ein Reservierungssystem und viel Stauraum für Gepäck.

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Ab 2022 auf dem Netz-Ost unterwegs: Die neuen Triebwagen des Schweizer Herstellers Stadler

„Wir freuen uns sehr, mit unserem guten Angebot das Land Schleswig-Holstein überzeugt zu haben. Für das in uns gesetzte Vertrauen bedanken wir uns. Wir sind jetzt schon mitten in den Vorbereitungen, damit ab Dezember 2022 alles reibungslos läuft“, so Torsten Reh, Leiter der DB Regio AG in Schleswig-Holstein.

Netz Ost_AusschnittDie Eckdaten der Ausschreibung im Elektronetz Ost:

Das Land Schleswig-Holstein hatte die Ausschreibung des Netzes Ost Ende Januar 2018 gestartet. Am Verfahren haben sich insgesamt vier Bahnunternehmen beteiligt. DB Regio hatte sich als einziger Bieter fristgerecht beworben. Im März 2019 erteilte das Land DB Regio den Zuschlag. Das Elektronetz Ost umfasst insgesamt 175 Kilometer. Auf den Bahnlinien sind heute pro Tag rund 24.000 Fahrgäste unterwegs.

Mehr zum Nahverkehr in Schleswig-Holstein gibt es unter: www.nah.sh

 

Mehr Züge – mehr Komfort: Land und DB Regio besiegeln heute neuen Vertrag für das Netz-Ost

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Neuer Anlauf für die DB-Regio auf dem Bahnnetz-Ost: Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und DB-Regio-Chef Torsten Reh (rechts) unterzeichnen heute in Lübeck einen neuen Vertrag

Mehr Züge – mehr Komfort: Das Land Schleswig-Holstein und die DB Regio werden heute Vormittag in Lübeck den neuen Verkehrsvertrag für das so genannte E-Netz-Ost unterzeichnen. Der Vertrag für die Strecke Lübeck-Hamburg gilt ab Dezember 2022 und soll 13 Jahre laufen. Er beinhaltet vor allem mehr Züge und damit bessere Taktungen sowie mehr Komfort für die Fahrgäste.

Unterzeichnen werden den Kontrakt im Rahmen eines Presse-Termins Landesverkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und DB-Regio-Chef Torsten Reh im Historischen Saal der Lübeck-Büchener Eisenbahn (10 Uhr, Am Bahnhof 13-15 in Lübeck).

Die Presse-Statements und die Unterzeichnung bieten wir ab 10 Uhr hier auf Wirtschaftsministerium.aktuell auch als Livestram.

„Fisch & Tipps“: Damit unseren Fachkräften von morgen der echte Norden dauerhaft schmeckt

Text
Erste Station unseres food-Trucks: Am Mittwoch gab’s Fisch&Tipps für Schülerinnen und Schüler des Berufsbildungszentrums (BBZ) in Meldorf im Kreis Dithmarschen

Liebe geht bekanntlich durch den Magen: Damit der echte Norden den Fachkräften von morgen auch in Zukunft schmeckt, hat das Wirtschaftsministerium diese Woche einen  schmackhaften Werbezug gestartet. Im Zuge der Fachkräfte-Kampagne „#bleiboben“ sind wir die kommenden vier Wochen mit einem Fischbrötchenwagen – auch Foodtruck genannt –  an Berufsschulen und regionale Bildungszentren unterwegs.

Unter dem Motto „Fisch & Tipps“ können sich Auszubildende in den nächsten vier Wochen an insgesamt neun Stationen bezüglich ihrer nächsten beruflichen Schritte  in Schleswig-Holstein informieren und sich dabei ein Gratis-Fischbrötchen abholen. Der Tour-Auftakt war diese Woche im Berufsbildungszentrum (BBZ) Dithmarschen in Meldorf, wo im gewerblich-technischen Bereich unter anderem  in den Berufsfeldern Elektrotechnik, Metalltechnik, Agrarwirtschaft und Ernährung unterrichtet wird.

Wer sich die nächsten Tage einmal von Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz einmal persönlich ein Fischbrötchen servieren lassen möchte: Am 2. Mai (14 Uhr) macht unser Brötchen-Truck Station an der Akademie für Hörakustik (Bessemerstraße) in Lübeck oder am 6. Mai (9.15 Uhr) im RBZ Technik in Kiel (Geschwister-Scholl-Straße). „Wir wollen jungen Menschen Orientierung bei der Berufswahl und Karriereplanung geben – und so dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Schließlich hat man mit einer dualen Berufsausbildung gerade im schleswig-holsteinischen Mittelstand jede Menge Möglichkeiten“, sagt Buchholz.

Hauptmedium der Kampagne ist das Social Network Instagram. Hier machen sich seit 12. April auch fünf „Echte-Norden-Botschafter“ für #bleiboben stark, indem sie Einblicke in ihr Berufs- und Privatleben gewähren.

Wer sich noch einmal in Erinnerung rufen möchte, was es mit der #bleiboben-Kampagne auf sich hat: Sie war für Minister Buchholz vor drei Monaten schon einmal seine „Meldung der Woche“. 

Merz Dental ist spitzenmäßig digital – das begeistert die Japaner – und den Minister

Eine Top-Wirtschaftsmeldung für Schleswig-Holstein fand diese Woche leider nur freundliche Erwähnung im Regionalteil der „Kieler Nachrichten“. Die Firma Merz Dental hat ihren Standort für Produktion sowie Forschung und Entwicklung in Lütjenburg für rund acht Millionen Euro erweitert. Der Clou: Wegen des enormen Know-how der Lütjenburger im Bereich der Digitalisierung sind Japaner in das Unternehmen eingestiegen. Dabei gilt Japan in Sachen Technologie nicht gerade als Entwicklungsland. Für Wirtschafts- und Technologieminister Dr. Bernd Buchholz seine unangefochtene „Meldung der Woche“

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Merz-Chef Friedhelm Klingenburg erläuterte Minister Buchholz am Mittwoch bei der Eröffnung der neuen Gebäude Produkte und Produktionsweisen 

 

Rohlfs: Die Inseln sind unsere Schätze, die wir als Landesregierung massiv unterstützen werden

Die erste Deutsche Inselkonferenz ist heute auf Helgoland ohne die geplante Abschlusserklärung zu Ende gegangen. Man habe auf die «Deutsche Inselresolution» verzichtet, weil keine einzige Ostseeinsel auf Helgoland dabei gewesen sei, sagte Helgolands Bürgermeister Jörg Singer (parteilos) der Deutschen Presse-Agentur. Entgegen der Ankündigung sei von der Ostseeinsel Hiddensee doch kein Vertreter gekommen. Die Resolution wäre nicht repräsentativ gewesen, wenn nur die anwesenden 18 Bürgermeister von Nordseeinseln und Halligen zugestimmt hätten. Der Untertitel des Resolutionsentwurfs lautete: «Eine Initiative der Insel- und Hallig-Gemeinden in Nord- und Ostsee».

Man wolle aber bei der 2. Inselkonferenz im April nächsten Jahres einen Text beschließen, kündigte Singer an. Die Insel der nächsten Konferenz steht noch nicht fest. Trotz des Nichtzustandekommens der Resolution bewertete Singer die 1. Inselkonferenz als «sehr, sehr gut». Es sei gelungen, die Inseln und ihre Probleme auf die politische Landkarte der Europäischen Union und der Bundesregierung zu setzen. Inselvertreter seien nach Brüssel eingeladen worden, um ihre Anliegen vorzutragen. Dies sei ein positives Signal.

IMG_1639Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Tourismus-Staatssekretär Thilo Rohlfs (FDP) sagte bei der Konferenz den Inseln die Unterstützung der Landesregierung zu. Im Gespräch mit Journalisten sagte er weiter – Audio starten – Pfeil klicken:

Ein überarbeiteter Entwurf der «Deutschen Inselresolution» war noch am Donnerstag ins Internet gestellt worden – allerdings in einer im Vergleich zum Entwurf in einigen Punkten abgeschwächten Fassung. Die Inseln forderten in dem überarbeiteten Entwurf unter anderem bessere Rahmenbedingungen für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, eine Befreiung vom EEG für den Stromimport auf die Inseln und eine Förderung für kleinere «regenerative EnergieReallabore». Außerdem solle die EU die Vorgaben für die Inselverkehre per Schiff erleichtern. Manche EU-Gesetze und Vorschriften der Berufsgenossenschaft Verkehr seien «Bürokratiemonster».

Im Mittelpunkt der Inselkonferenz standen der steigende Meeresspiegel durch den Klimawandel sowie der Mangel an bezahlbaren Wohnraum. Hintergrund ist die Immobilienentwicklung auf den Inseln. Der Kauf von Häusern und Wohnungen wird dort immer teurer. Das gilt nicht nur für die Luxusinsel Sylt, wie der Ende 2018 vorgestellte Immobilienatlas der LBS Bausparkasse zeigte: Auf Sylt stiegen die Quadratmeterpreise für Häuser um 7,7 Prozent auf durchschnittlich gut 10 600 Euro, für Wohnungen um 3,5 Prozent auf 7150. Viele Inselbewohner können solche Preise nicht bezahlen.

«Es geht darum, wie wir dem Ausverkauf der Inseln entgegenwirken können», sagte Singer. Der Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) und ehemalige Innenminister von Schleswig-Holstein, Andreas Breitner, hatte die Gründung eigener Inselgenossenschaften angeregt.

Mehr als 100 Politiker, Tourismusmanager und Experten berieten auf Helgoland über die Zukunft der Inseln, die sich als «ideale, lebendige Labore für neue Strukturen unserer zukünftigen Gesellschaft in Europa» betrachten.

Offensive Teil II: Land investiert dieses Jahr 37 Millionen Euro ins südwestliche Straßennetz

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Niederlassungsleiter Kai-Uwe Schacht (links) und LBV.SH-Direktor Torsten Conradt (rechts) erläutern zusammen mit Verkehrsminister Bernd Buchholz die  2019er-Baustellen im südwestlichen Schleswig-Holstein

Weitere Investitions-Runde für die Straßeninfrastruktur des Landes: Wie Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz heute in Itzehoe zusammen mit Torsten Conradt und Kai Uwe Schacht vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) erläuterte, stehen für 2019 allein im Großraum Dithmarschen, Steinburg, Pinneberg und Segeberg insgesamt 43 Einzelprojekte mit einem Gesamtvolumen von 37 Millionen Euro auf dem Bauprogramm.

„Wir werden insgesamt 22 Straßen und 17 Radwege sowie 14 Brücken und eine Lärmschutzwand zwischen Westküste und der Elbe wieder in Schuss bringen und unsere jahrzehntelang auf Verschleiß gefahrene Infrastruktur weiter konsequent sanieren“, sagte Buchholz. „Und das ist gerade im ländlichen Raum dringend nötig – unter anderem für die wichtige Anbindung an die Metropolregion Hamburg.“

Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz weiter – Audio starten („im Browser anhören“)

Laut LBV.SH-Chef Conradt sind in dem 37-Millionen-Paket insgesamt elf Landesstraßen-Sanierungen mit einem Investitionsvolumen von rund elf Millionen Euro enthalten – darunter auch mehrere Brücken-Reparaturen. Buchholz und Conradt baten vor diesem Hintergrund alle Autofahrerinnen und Autofahrer einmal mehr um Geduld und Fairplay: „Bitte nehmen Sie größte Rücksicht auf alle Menschen, die auf unseren Baustellen bei Tag und teilweise auch bei Nacht arbeiten – sie machen ihren Job, damit wir alle in Zukunft schneller und sicherer an unser Ziel kommen.“

Buchholz erinnerte zudem daran, dass die Landesregierung die Mittel für die Sanierung des gesamten Landesstraßennetzes in diesem Jahr – nach über 80 Millionen Euro in 2018 – auf einen Rekordwert von 90 Millionen Euro hochgefahren habe. „Ich hoffe, dass wir trotz der Bau-Hochkonjunktur jeden Cent davon auch auf die Straße bekommen, denn ein intaktes Straßennetz ist für die Menschen und die Wirtschaft in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein existenziell.“

Hier der Gesamtüberblick der Vorhaben

Bau der neuen Schlei-Brücke bei Lindaunis startet noch in diesem Jahr

„Schlei-Bote“ von heute…
Immer wieder versprochen, immer wieder vertröstet – nun aber teilt die Deutsche Bahn mit: Mit ersten Arbeiten an der neuen Schleibrücke in Lindaunis im Kreis Schleswig-Flensburg ist noch in diesem Jahr zu rechnen. Einziger Wermutstropfen: Wegen der komplexen Arbeiten und langwierigen Genehmigungsverfahren wird sich der Neubau der geplanten und 47 Millionen Euro teuren Querung vier Jahre hinziehen.

Die fast 100 Jahre alte Brücke wird durch einen Neubau mit kombinierter Straßen- und Eisenbahntrasse inklusive Geh- und Radweg ersetzt. Für Verkehrsminister Bernd Buchholz eine trotz der langen Bauzeit eine gute Nachricht.

FBQ-Spitzentreffen: Kompromiss zum Lärmschutz in Bad Schwartau beschäftigt bald den Bundestag

Buchholz mit dem dänischen Botschafter Friis Arne Petersen heute bei einem Treffen in der Botschaft in Berlin

Im Tauziehen um zusätzlichen Lärmschutz bei der Hinterlandanbindung der Bahn an den geplanten Fehmarnbelt-Tunnel gibt es laut Verkehrsminister Bernd Buchholz weitere Fortschritte. Wie der FDP-Politiker heute der Deutschen Presse-Agentur sagte, hat das Dialogforum Feste Fehmarnbeltquerung einen Kompromissvorschlag für den Bahnübergang in Bad Schwartau in ein sogenanntes Akzeptanzpapier übernommen. Dies sei sei heute bei einem Treffen in der dänischen Botschaft in Berlin an den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann, übergeben worden. Damit solle sich nun der Bundestag befassen, um über Lärmschutzmaßnahmen zu entscheiden, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.

Die Bahn will zwischen Lübeck und Puttgarden eine zweigleisige Strecke bauen und angesichts der Badeorte an der Lübecker Bucht umfangreich in Lärmschutz investieren. Buchholz schätzt die Kosten für zusätzliche Maßnahmen auf 450 bis 500 Millionen Euro. In Sachen Bad Schwartau seien sich das Dialogforum, der Kreis Ostholstein und das Land mit der Bahn einig. Die Stadt selbst prüfe noch.

Nach einem Treffen beim dänischen Botschafter Friis Arne Petersen, an dem auch diverse Bundestagsabgeordnete teilnahmen, zeigte sich Buchholz erneut zuversichtlich, was den Bau des Tunnels angeht. Der Planfeststellungsbeschluss zur festen Fehmarnbeltquerung war zu Jahresbeginn ergangen. Dänemark will im Herbst Bauarbeiten beginnen. In Deutschland dagegen werden Klagen gegen das Milliardenprojekt erwartet. Angesichts der anstehenden Gerichtsverfahren stehe nicht fest, wann der Tunnel kommen wird, sagte Buchholz. «Aber er kommt.»

Den von Umweltschützern kritisierten rund 18 Kilometer langen Tunnel selbst finanziert Dänemark. Das Königreich plant die Eröffnung im Jahr 2028. Deutschland muss nur seine Hinterlandanbindung

Die nächste Sanierungswelle: Straßen im Raum Lübeck werden für 100 Millionen saniert

Minister Buchholz (rechts) mit LBV.SH-Direktor Conradt (links) und Lübecks LBV.SH-Niederlassungsleiter Jens Sommerburg nach der Präsentation des Bauprogramms

Die Temperaturen steigen – und damit rollt die nächste Welle der Infrastruktur-Sanierungsoffensive des Landes an: Wie Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz am Montag in der Autobahnmeisterei Bad Oldesloe zusammen mit Torsten Conradt und Jens Sommerburg vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) erläuterte, stehen für 2019 allein im Großraum Lübeck insgesamt 41 Einzelprojekte mit einem Gesamtvolumen von über 100 Millionen Euro an.

„Wir werden absehbar 29 Straßen und Radwege, 11 Brücken und eine Lärmschutzwand zwischen dem Fehmarnbelt und der Elbe auf Vordermann bringen und damit auch in diesem Jahr wieder alles daransetzen, den auf Jahre gefahrenen Verschleiß unserer Infrastruktur Stück um Stück wieder aufzuholen“, sagte Buchholz. „Auch, wenn wir damit viele tausend Pendler und Urlauber sowie die Logistikwirtschaft im Land auf eine harte Geduldsprobe stellen – die Sanierungen sind unausweichlich, wenn wir langfristig nicht abgekoppelt werden wollen“, so der Minister.

Eines der herausragenden Projekte ist die für Frühsommer 2019 geplante Fertigstellung der Strom-Autobahn von Reinfeld nach Lübeck mit einem Investitionsvolumen von 19 Millionen Euro. Aber auch die Lärmschutz- und Fahrbahnsanierung der A 1 zwischen Bad Schwartau und Sereetz ist laut Buchholz mit 22 Millionen Euro ein gewichtiges Vorhaben. Nach den Worten von Lübecks LBV.SH-Niederlassungsleiter Sommerburg kommen die Bauarbeiten bisher gut voran: „Ich bin sehr zuversichtlich, die Maßnahme in diesem Jahr fertigzustellen und somit ein Jahr früher als ursprünglich geplant ins Ziel zu kommen.“

Buchholz erinnerte zudem daran, dass die Landesregierung die Mittel für die Sanierung des Landesstraßennetzes nach über 80 Millionen Euro im Vorjahr in diesem Jahr auf einen bisher beispiellosen Rekordwert von 90 Millionen Euro hochgefahren habe. „Ich hoffe, dass wir trotz der Bau-Hochkonjunktur jeden Cent auf die Straße bekommen, denn ein intaktes Straßennetz ist für die Menschen und die Wirtschaft in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein existenziell.“

Laut LBV.SH-Chef Conradt werden 2019 allein im Raum Lübeck zwölf Landesstraßen-Sanierungen (inklusive Brücken) mit einem Investitionsvolumen über 20 Millionen Euro angepackt. Buchholz bat alle Autofahrerinnen und Autofahrer vor diesem Hintergrund einmal mehr um Geduld und vor allem um Fairplay: „Bitte nehmen Sie größte Rücksicht auf alle Menschen, die auf unseren Baustellen bei Tag und teilweise auch bei Nacht arbeiten – sie machen ihren Job, damit wir alle in Zukunft schneller und sicherer an unser Ziel kommen.“ Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus