Finanzieller Schulterschluss für einen zügigen Ausbau der B 5 an der Westküste

b5
Bündnis für die Planungs-Vorfinanzierung der B 5: Rickmer Topf vom Verein Westküste, LBV.SH-Chef Conradt, Minister Buchholz und Landrat Dieter Harssen

Finanzieller Schulterschluss für die weitere Planung der B 5 an der Westküste: Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz, Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen, der Vorsitzende des Vereins Infrastruktur Vestkysten/Westküste, Rickmer Topf, haben heute  gemeinsam mit Torsten Conradt, Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) eine Finanzierungsvereinbarung für die weitere Planung der B 5 an der Westküste unterzeichnet. Darin erklären sich der Verein und der Kreis bereit, rund 660.000 Euro an Planungskosten für die anstehende Verlegung der Bundesstraße im Bereich Bredstedt, Breklum, Struckum und Hattstedt vorzufinanzieren. „Dieses enorme Engagement, für das wir uns ausdrücklich bedanken,  zeigt einmal mehr die Ernsthaftigkeit und Dringlichkeit der Forderung der Region nach einem Ausbau der Bundesstraße“, sagte Buchholz.

Wie Buchholz und Topf erläuterten, werde durch die Verlegung der B 5 die Funktion der Straße als zweite Nord-Süd-Achse neben der A 7 massiv erhöht und die Orte Bredstedt, Breklum, Struckum und Hattstedt obendrein vom Durchgangsverkehr erheblich entlastet.

Im Gespräch mit Journalisten sage Buchholz weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Mit Blick auf den Ausbau der B 5 zwischen Tönning und Husum werde laut Buchholz absehbar bis zum Frühjahr der Planfeststellungsbeschluss für den ersten Bauabschnitt zwischen Tönning und Rothenspieker vorliegen. An den weiteren Bauabschnitten zwischen Rothenspieker und Husum arbeite der LBV.SH ebenfalls mit Hochdruck. Der Minister erinnerte daran, dass vor allem durch die Abgabe der A-20-Planung an die Infrastrukturgesellschaft DEGES freie Kapazitäten beim LBV.SH geschaffen wurden, die nun für den Bau der B 5 bereitstünden.

„Auch wenn heute noch nicht sicher ist, ob wir auf das Finanzierungsangebot wirklich zurückgreifen müssen, so ist dies aber in jedem Fall ein eindrucksvoller Beleg für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bei diesem 54-Millionen-Euro-Vorhaben“, sagte Buchholz. Er kündigte zudem an, dass auch in diesem Jahr wieder ein „B-5-Gipfel“ an der Westküste stattfinden solle, um die Region weiterhin umfassend über die einzelnen Planungsschritte zu informieren.

Hier der Mitschnitt des Pressegesprächs

Hoher Besuch mit hellen Stimmchen bringt Segen in die Ministerien des Landes

stern

Solch einen hohen Besuch hat das Wirtschaftsministerium  höchstens einmal im Jahr: Zusammen mit Claudia Köhne-Moebus von der Landtagsverwaltung statteten heute Nachmittag die sechs Sternensingerinnnen (v.l.) Ida (10), Anna (12), Leonie (12), Luisa (10), Luisa (8) und Franziska (7) Minister Bernd Buchholz einen Besuch ab und überbrachten musikalische Segenswünsche.

Rund 1300 Sternsinger sind in diesem Jahr in Schleswig-Holstein als Heilige Drei Könige verkleidet unterwegs. Sie machen sich für Kinder mit Behinderung stark, sagte die Landesvorsitzende des Bundes der katholischen Jugend, Joana Düvel. Dieses Jahr sei Peru das Beispielland. „Im vergangenen Jahr haben die Sternsinger im Land knapp 276.000 Euro gesammelt.“ Das Kindermissionswerk unterstütze mit den Spenden rund 1200 Projekte weltweit.

 

SH-Wirtschaft optimistisch: Über zwei Drittel der Betriebe wollen investieren – KN-Umfrage:

Mit Zuversicht und Tatkraft hinein in das Jahr 2019: Auch wenn die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute für dieses Jahr ihre Konjunkturprognosen zurückschrauben und angesichts von Brexit und Handelskonflikten weltweit die Angst umgeht: Die Mittelständische Wirtschaft im echten Norden lässt sich davon wenig bis gar nicht beeindrucken: Laut einer Umfrage der Kieler Nachrichten wollen über zwei Drittel der Betriebe investieren und neue Arbeitsplätze schaffen…

Damit liegt das Umfrageergebnis deutlich über dem von vor einem Jahr – nicht nur für Wirtschaftsminister Bernd Buchholz ein Grund zur Zufriedenheit: „Die Tatkraft des Mittelstands, die sich in dieser Umfrage widerspiegelt, deckt sich mit meinem Eindruck von zahlreichen Betriebsbesuchen im letzten Jahr“, so der Minister. Nun komme es darauf an, den Schwung zu halten – vor allem durch Erhalt und Zuwachs von Fachkräften. Eine Aufgabe, der sich neben der Fachkräfteinitiative der Landesregierung (FI.SH) auch der Mittelstandsbeirat verpflichtet fühlt.

Die Umfrageergebnisse im Überblick:

Etappenziel eines Marathonlaufs: Der Plan für den Tunnel durch den Belt liegt vor

Nein, es ist natürlich noch nicht die endgültige Genehmigung zum Bau des Fehmarnbelttunnels. Aber es ist ein wichtiger Schritt dorthin – selbst wenn Klageverfahren das Projekt bis 2020 oder 2021 hinauszögern dürften. Der 1.200 Seiten starke Planfeststellungsbeschluss für den rund 18 Kilometer langen Tunnel liegt seit gestern zur Durchsicht bei den „Bauherren“, den so genannten Vorhabenträgern in Kopenhagen und Lübeck – und er soll Mitte März in mehreren Amtsstuben auf und um Fehmarn ausgelegt (und natürlich auch im Internet veröffentlicht) werden.

Damit geht – zehn Jahre nach Abschluss des Staatsvertrages zwischen Deutschland und Dänemark – ein mehr als fünfjähriger Planungs-, Anhörungs- und Abwägungsprozess zuende. Für ein Projekt von europäischer Dimension, wie Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz meint. Seine „Meldung der Woche“ – Video starten.

Land bringt Plan für den Belttunnel auf den Weg – Rohlfs: „Ein wichtiger Meilenstein für Europa“

Belt

Meilenstein für das Milliardenprojekt Fehmarnbeltquerung: Wie Verkehrsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute in Kiel mitteilte, wird die schleswig-holsteinische Planfeststellungsbehörde APV (Amt für Planfeststellung Verkehr) den über 1.200 Seiten starken Entwurf des Planfeststellungsbeschlusses für das knapp 18 Kilometer lange Tunnelbauwerk zwischen Puttgarden und Rødby am Abend an die beiden Vorhabenträger Femern A/S in Kopenhagen und den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) in Lübeck verschicken. Vor der Unterschrift soll der Beschluss einer letzten redaktionellen Qualitätskontrolle unterzogen werden.

„Damit gehen wir noch einmal auf Nummer sicher, weil im Lichte der erst vor wenigen Wochen ergangenen Gerichtsurteile zur Autobahn A 20 in Schleswig-Holstein sowie zur Finanzierung des Tunnels noch letzte textliche Anpassungen des Beschlusses vorgenommen wurden“, sagte Rohlfs. Die Vorhabenträger hätten nun zwei Wochen Zeit, den Beschluss auf mögliche redaktionelle Fehler oder Unvollständigkeiten zu überprüfen. Gegen das Tunnelprojekt mit einem Investitionsvolumen von über sieben Milliarden Euro waren im Planfeststellungsverfahren auf deutscher Seite insgesamt 12.600 Einwendungen erhoben worden, auf dänischer Seite 42.

Rohlfs sagte dazu heute im Gespräch mit Journalisten (Audio starten – „im Browser anhören“)

„Mit dem heutigen Tag geht das Vorhaben nach über fünf Jahren intensiver öffentlicher Diskussion, Planung und Vorbereitung in die entscheidende Zielgerade“, sagte Rohlfs. Das APV habe ihm mitgeteilt, dass der Planfeststellungsbeschluss und die Planunterlagen, wie vorgesehen, ab März kommenden Jahres öffentlich ausgelegt werden. Nach einer zweiwöchigen Auslegung und Veröffentlichung sämtlicher Unterlagen – auch im Internet – haben potenzielle Kläger einen Monat Zeit, ihre Klagen beim Bundesverwaltungsgericht einzureichen.

„Da bereits Klagen angekündigt sind, ist heute schon sicher, dass der Bau des Tunnels nicht vor 2020 beginnen wird. Aber weder auf deutscher noch auf dänischer Seite fehlt es an Entschlossenheit und dem nötigen langen Atem, dieses für die Beltregion und Europa wichtige Infrastrukturprojekt mit aller Entschlossenheit voranzutreiben“, sagte Rohlfs.

 

2018 waren 32.000 Fahrzeuge zu schnell auf der Rader Brücke – Land schafft neue Blitzer an

Die vor drei Jahren auf der Rader Brücke bei Rendsburg installierten Blitzersäulen haben bislang fast 55 Millionen Fahrzeuge erfasst und auf Tempoverstöße kontrolliert. Knapp 300.000 Fahrzeuge überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Der schnellste Wagen ging mit 224 Stundenkilometern ins elektronische Netz. Knapp 111.000 Fahrer und Fahrerinnen erhielten seit September 2015 eine Anzeige. In diesem Jahr wurden bis Ende November knapp 33.000 Fahrzeugführer angezeigt. Das betraf 11.208 Pkw, 19.986 Lkw, 1.153 Omnibusse, 46 Wohnmobile und 202 Gefahrguttrans­porter. Dabei wurden 20.673 Verwarnungsgelder (bis 55 Euro) und 11.922 Buß­geld­anzeigen (bis zu 600 Euro, 2 Punkte und 3 Monate Fahrverbot) ausgestellt.

Um die Überwachung der Brücke weiter zu verbessern und das marode Bauwerk noch effizienter vor Schwingungs-Schäden zu schützen, plant das Land 2019 die Beschaffung vier zusätzlicher Blitzersäulen. Das kündigte Verkehrs-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute in Kiel an. Er stellte die Auswertung der Daten zusammen mit Ulrich Baschke und Uwe Thöming vom Landespolizeiamt sowie Matthias Paraknewitz vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) vor.

Rohlfs_kleinRohlfs sagte im Gespräch
mit Journalisten
(Audio starten)

Die durchschnittliche Quote der Verstöße im Bereich der Rader Brücke bezifferte Baschke im Vergleich zum Gesamt-Verkehrsaufkommen für 2018 auf 0,55 Prozent. Nach den Worten von Rohlfs kein auffallend hoher Wert. „Allerdings auch kein Grund, sich zurückzulehnen, selbst wenn bei der Zahl der Unfälle im Bereich der Brücke ein leichter Rückgang festzustellen ist“, so der Staatssekretär. Mit den neuen Blitzern will  das Land laut Rohlfs nicht nur den Verkehr weiter entschleunigen, sondern zugleich eine Erfassungs-Lücke schließen: „Nachdem es bis vor einem Jahr noch keine Lösung dafür gab, die Windwarn-Anlage der Brücke mit den Blitzer-Säulen zu koppeln, liegt diese Technik nun vor. Die neuen Anlagen der Firma Jenoptik können nicht nur zwischen Lkw und Pkw unterscheiden, sondern auch erkennen, welche Geschwindigkeits-Beschränkung gerade aktuell gilt.“

Hintergrund: Die Tempo-Anzeige der LED-Schilder der Brücke richtet sich nach der Windstärke. Bei Sturm gilt Tempo 60 für Pkw, bei starkem Wind Tempo 80. Ansonsten ist die Geschwindigkeit auf 100 Kilometer pro Stunde beschränkt. Wird bislang ein Pkw mit mehr als 115 km/h geblitzt, muss die Polizei teilweise aufwändig über Tabellen und per Hand abgleichen, welches Tempolimit zum Verstoß-Zeitpunkt gerade gegolten hat. Viele Geschwindigkeitsverstöße im Fall von Starkwind oder Sturm konnten zudem gar nicht geahndet werden.

Wie Rohlfs sagte, laufen derzeit Gespräche mit dem Kreis Rendsburg-Eckernförde über eine mögliche Beteiligung an den Anschaffungskosten der Blitzer in Höhe von rund 500.000 Euro. Laut Gesetz stehen dem Kreis, in dem die Radargeräte stehen, die Einnahmen aus den Bußgeldern zu. Dem Land verbleiben die geringeren Einnahmen aus den Verwarngeldern.

Fast 43.000 Geschwindigkeitsverstöße waren laut Baschke 2018 nicht auswertbar. Gründe dafür waren entweder Fehl­mes­sungen, nicht erkennbare Kennzeichen oder Fahrerfotos sowie Tempoverstöße von Fahrerinnen und Fahrern aus EU-Ländern, die bislang nicht das EU-Enforcement­abkommen umgesetzt haben – darunter Dänemark. Dabei stammt allein rund ein Drittel aller Lkw auf der Rader Hochbrücke aus Dänemark.

Rohlfs und der zuständige LBV.SH-Ingenieur Matthias Paraknewitz erinnerten daran, dass 2013 bei Routine-Kontrollen starke Schäden in den Betonpfeilern der noch nicht einmal 50 Jahre alten Kanalbrücke entdeckt worden waren. Für mehrere Monate hatte die Brücke  daraufhin für sämtliche Lkw über 7,5 Tonnen gesperrt werden müssen. Nach aktuellen Statik-Berechnungen hält die Stahlkonstruktion der Hochbrücke mindestens noch bis 2026. Die Infrastrukturgesellschaft DEGES plant bereits eine Zwillings-Brücke als Ersatz.

 

+++ Heute Beschluss zum Belttunnel erwartet +++ Und: Bilanz der Tempokontrollen auf der Rader Brücke +++

Wichtige Etappe auf dem Weg zum Fehmarnbelttunnel zwischen Puttgarden und Rodby in Dänemark: Über fünf Jahre nach dem Start der Planungen rund um das Milliardenprojekt soll heute der rund 1.200 Seiten umfassende Planfeststellungsbeschluss auf den Weg gebracht werden. Das „Amt für Planfeststellung Verkehr“ (APV) will die Unterlagen zu einem letzten Qualitätscheck an Fermern A/S in Kopenhagen sowie die Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) schicken. Der allergrößte Teil des Beschlusses befasst sich mit Umweltfragen. Beide Vorhabenträger haben dann noch einmal 14 Tage Zeit, den Beschluss zu prüfen.

Heute um 12 Uhr zieht Verkehrsstaatssekretär Thilo Rohlfs zudem gemeinsam mit der Polizei Bilanz der vor drei Jahren eingeführten Radarkontrollen auf der Rader Brücke im Verlauf der A 7. Zum besseren Schutz des Bauwerks über dem Nord-Ostsee-Kanal plant das Land die Beschaffung einer neuen Generation von Blitzersäulen.

Buchholz sendet Weihnachtsgrüße an alle Seemänner und Seefrauen des echten Nordens

Auch im Zeitalter der weltweiten Digitalisierung: Der NDR strahlt heute Abend ab 20 Uhr (u.a. auf NDR Info) seinen fast 60 Jahre alten Klassiker „Gruß an Bord“ aus. In Schleswig-Holstein sind schätzungsweise über 150 Reedereien und Schiffseigner beheimatet, die über 2000 Seeleute beschäftigen – hinzu kommen Besatzungen von Fähren, die Lotsen und Kanalsteurer, Marinesoldaten oder die Besatzungen von Bohrinseln.

2c63f696-7d93-4b6a-b116-797dd5db29f3-3383-0000043a67d18ad4Die Weihnachtsgrüße von Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz in der Sendung hören Sie hier:

(Audio starten – „im Browser anhören“)

Die Radio-Sendung heute Abend gibt es unter anderem ab 20.05 Uhr auch auf folgendem NDR-Livestream

Gründungen im echten Norden: Buchholz wünscht sich noch einen Schuss mehr Dynamik

Gründerland Schleswig-Holstein: Über 13.000 Menschen machen sich im echten Norden im Durchschnitt pro Jahr selbstständig, davon rund 2500 in den Freien Berufen. Mit seiner Gründungsintensität liegt Schleswig-Holstein bei den gewerblichen Gründungen auf Platz drei aller Flächenländer und über dem Bundesdurchschnitt. 

Zu verdanken ist die gute Position unter anderem zahlreichen privaten Initiativen aus der Wirtschaft wie etwa dem Existenzgründerpreis der „Lübecker Nachrichten“. Der Ideenwettbewerb, für den Wirtschaftsminister Bernd Buchholz die Schirmherrschaft trägt, wird im Mai 2019 verliehen. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Buchholz gab den LN in der heutigen Sonntagausgabe dazu folgendes Interview…

Nicht nur schnell, auch ökologisch: Bund investierte 25 Millionen in Öko-Maßnahmen an A 7

Die Freude über die pünktliche Freigabe der A 7 zwischen der Hamburger Landesgrenze und Bordesholm hat eine Neben-Nachricht in dieser Woche ein wenig überdeckt: Das Baukonsortium Via Solutions Nord (VSN) hat unter Leitung der Infrastruktur-Gesellschaft DEGES nicht nur eine sechssputige Autobahn und mehrere Dutzend neue oder sanierte Brücken geliefert, sondern auch viel für die Vernetzung der angrenzenden Lebensräume getan.

Für Verkehrsminister Bernd Buchholz darum seine „Meldung der Woche“ (Video starten). Für mehr Informationen zur Freigabe und dem Bauwerk hier klicken…

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus