Der vor über einem Jahr ins Leben gerufene Mittelstandsbeirat, der unserer Wirtschaft den „kurzen Draht“ zur Landesregierung ermöglichen soll, hat heute zum vierten Mal im Wirtschaftsministerium getagt.
Ein Thema war die Studie des Kieler Statistik-Professors Björn Christensen über die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt (wir berichteten). Ein anderes Thema ist ein anhaltend dickes Brett, das den Mittelstand bewegt: Der Bürokratieabbau.
Dazu sagten IHK-Präsidentin Friederike Kühn und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz im Anschluss an die heutige Sitzung:
Die Planungen der seit über zehn Jahren diskutierten Ortsumgehung Geesthacht nehmen Fahrt auf: Wie Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz heute in Kiel mitteilte, werden die Pläne für das 125-Millionen-Euro-Projekt ab Montag bis einschließlich 26. September ausgelegt. „Wir packen damit eines der größten Bauprojekte im Kreis Herzogtum-Lauenburg an, das die Region rund um Geesthacht vom massiv zunehmenden Verkehr auf der A 25 und der B 5 entlasten wird“, sagte Buchholz. Bei dem Vorhaben handelt es sich um einen vierstreifigen Neubau der A 25 sowie um einen zweistreifigen Neubau der B 5 auf einer Länge von knapp elf Kilometern. Laut Prognoserechnungen sei mit einer Entlastungswirkung in Geethacht von 10.000 Fahrzeugen täglich zu rechnen.
Wie der Minister weiter sagte, bestehe das vom Bund finanzierte und zugesagte Bauprojekt neben dem reinen Straßenbau auch aus elf Brücken sowie Fledermausunterführungen. Im Planfeststellungsverfahren seien die Auswirkungen der Ortsumgehung auf die Umwelt umfassend durch Gutachten beleuchtet worden. Zudem seien ökologische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen auf dem Gebiet der Gemeinden Mechow, Tackesdorf, Lütjenwestedt und Brunstorf vorgesehen. Mit so genannten „Ökokonten“ würden zudem die geplanten Eingriffe in Natur und Landschaft außerhalb des Herzogtums Lauenburg im Kreis Nordfriesland, im Kreis Segeberg sowie in Ahrensbök und Bad Bramstedt kompensiert. „Trotzdem gehe ich fest davon aus, dass wir mit Klagen zu rechnen haben“, so Buchholz.
Die Pläne liegen vom 27. August bis einschließlich 26. September während der üblichen Geschäftszeiten oder nach Absprache bei folgenden Stellen aus:
Stadt Geesthacht, Rathaus, Zimmer 1.01, 1.OG, Markt 15, 21502 Geesthacht
Amt Hohe Elbgeest, Zimmer 33, Christa-Höppner-Platz 1, 21521 Dassendorf
Amt Lauenburgische Seen, Zimmer 2, Fünfhausen 1, 23909 Ratzeburg
Amt Mittelholstein, Zimmer 17, Am Markt 15, 24594 Hohenwestedt
Amt Schwarzenbek-Land, Bürgerbüro, Gülower Straße 1, 21493 Schwarzenbek
Bezirksamt Hamburg-Bergedorf, Rathaus/ Foyer, 1.OG, Wentorfer Straße 38, 21029 Hamburg
Darüber hinaus sind die Unterlagen ab Montag auch online unter folgenden Adressen einsehbar: www.schleswig-holstein.de/apv (dort zu finden unter „Onlineportal“) sowie im UVP-Portal unter www.uvp-verbund.de/sh
Der Tourismus im echten Norden läuft weiter auf Hochtouren: Bereits zum 6. Mal in Folge übertraf die Halbjahresbilanz bei den Gäste- und Übernachtungszahlen die Ergebnisse des jeweiligen Vorjahres. Nach den heute vom Statistikamt Nord veröffentlichten Zahlen wurden zwischen Januar und Juni in den Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten sowie auf Campingplätzen insgesamt knapp 3,75 Millionen Ankünfte und über 13,8 Millionen Übernachtungen gezählt. Damit liegen die Gästezahlen um 13,5 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2017. Bei den Übernachtungen sind die Zahlen sogar um 17,9 Prozent angestiegen. „Noch nie zuvor in der Landesgeschichte wurden in Schleswig-Holstein im ersten Halbjahr so viele Gäste und Übernachtungen gezählt wie in diesem Jahr“, freute sich Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz.
Gleiches gilt nach den Worten des Ministers auch für die Juni-Zahlen. Mit knapp einer Million Ankünften und mehr als 3,8 Millionen Übernachtungen wurde ein neuer Spitzenwert für den Juni erreicht. „Natürlich hatte das stabile hochsommerliche Wetter seinen Anteil, doch die anhaltend steigenden Werte zeigen: Schleswig-Holstein ist attraktiv! Die vielen Anstrengungen und Investitionen zahlen sich aus“, so Buchholz.
Buchholz sagte weiter
(Audio starten)
Laut Dr. Bettina Bunge, Chefin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH (TA.SH), sorge vor allem die aktuelle Investitionswelle bei Hotel-Projekten für Rückenwind: „Hier zahlen sich viele frische Konzepte aus, die ganz auf die Bedürfnisse des Gastes ausgerichtet sind und den echten Norden als modernes Reiseland präsentieren.“ Als Beispiele nannte sie das kürzlich eröffnete „arborea marina resort“ in Neustadt sowie die „Bretterbude“ in Heiligenhafen. Im Bau befinden sich das „Lighthouse“ in Büsum, das Schlosshotel Breitenburg oder das „Slow down Tagungscenter Lübeck Travemünde“. Alle drei Häuser sollen im kommenden Jahr eröffnet werden. Mitverantwortlich für das Rekordergebnis sind aus Sicht von Buchholz und Bunge auch Veranstaltungen, die weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus bekannt sind: Die Special-Olympics 2018 in Kiel, das Midsummer Bulli Festival auf Fehmarn sowie die Kieler Woche.
Buchholz appellierte an die Verantwortlichen der Tourismusbranche, die guten Zahlen als Ansporn zu betrachten: „Wir müssen weiter in Angebote und Qualität investieren, damit die bisherigen Urlauber gerne wiederkommen und neue Gäste unser tolles Urlaubsland kennenlernen. Wer jetzt gutes Geld verdient, hat auch die Mittel um in die Zukunft zu investieren“, so Buchholz.
Dreistreifiger Ausbau geplant – grau markiertes Stück zwischen der Landesstraße L 92 bei Lütjensee und der Kreisstraße 31 bei Grönwohld
Der dreistreifige Ausbau der Bundesstraße 404 im südöstlichen Schleswig-Holstein geht weiter voran: Wie Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz heute in Kiel bekannt gab, liegen ab sofort die Planunterlagen für den weiteren Ausbau der Bundesstraße zwischen der A 1 und der A 24 aus.
Auf insgesamt vier Kilometern Länge soll die B 404 hier grundhaft saniert und mit wechselseitig befahrbahren Überholfahrstreifen ausgestattet werden. Bei dem knapp zehn Millionen Euro teuren Projekt handelt es sich um den dritten von vier Bauabschnitten, mit denen die B 404 auf insgesamt 15 Kilometern Länge verbreitert werden soll. Bei dem jetzt ausgelegten Planfeststellungsbeschluss handelt es sich um das Teilstück zwischen Lütjensee / Schönberg und der Anschlussstelle Lütjensee / Grönwohld.
Nach den Worten von Buchholz wird mit dem Ausbau nicht nur die Verkehrssicherheit deutlich erhöht, sondern zugleich eine wichtige überregional bedeutsame Verkehrsachse für Berufspendler und die Logistikbranche gestärkt. „Da der Ausbau auf vorhandenem Straßengrund stattfindet und symetrisch zur heutigen Fahrbahnachse verläuft, waren aufwändige Variantenbetrachtungen nicht erforderlich“, so der Minister.Auf der B 404 sind in diesem bereich täglich knapp 21.000 Fahrzeuge unterwegs.
Die Planunterlagen liegen bis zum 3. September an folgenden Adressen während der üblichen Geschäftszeiten zur Einsichtnahme aus:
Amtsverwaltung des Amtes Bad Oldesloe-Land, Mewesstraße 22 – 24, 23843 Bad Oldesloe.
Amtsverwaltung des Amtes Trittau, Europaplatz 5, 22946 Trittau.
Rathaus der Stadt Ahrensburg, Manfred-Samusch-Straße 5, 22926 Ahrensburg.
Die Planunterlagen sind darüber hinaus digital hier veröffentlicht, dort zu finden unter „Online-Portal“ sowie auf der Onlineplattform für Planfeststellungsverfahren des Landes Schleswig-Holstein (hier klicken) sowie auf dem UVP-Portal unter hier klicken einsehbar.
Zugegeben: Die Autofahrerinnen und Autofahrer waren in den heißen Sommerferien nicht zu beneiden. Innerhalb der meisten Ortschaften reiht sich Baustelle an Baustelle wegen des Glasfaserausbaus – und obendrauf kommen noch Dutzende Baustellen wegen der dringend nötigen Sanierung und wegen des Ausbaus des Straßennetzes.
Die gute Nachricht: Das meiste ist geschafft oder befindet sich so in der Zielgeraden, dass es im Herbst abgeschlossen werden kann. Die weniger gute Nachricht, die eigentlich trotzdem eine gute Nachricht ist: Im nächsten Jahr geht’s mit Schwung weiter. Das konkrete Bauprogramm wird derzeit erarbeitet. Allein für die weitere Sanierung von Landesstraßen stehen für 2019 bis zu 100 Millionen Euro bereit.
Zur Erinnerung: allein im Landesstraßennetz beträgt der Sanierungsstau des echten Nordens eine Milliarde Euro.
Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz stellt hier einmal wöchentlich seine ganz persönliche „Meldung der Woche“ vor. Diesmal geht es um eine für Schleswig-Holstein überraschende Vergleichsstudie des Kieler Statistik-Professorf Björn Christensen. Die Expertise räumt mit dem Vorurteil auf, dass die Digitalisierung der Arbeitswelt zu einem massenhaften Job-Killer wird (Video starten).
Nähere Einzelheiten zu der Meta-Studie: hier klicken
Die einen stehen kurz vor dem Verkauf, die anderen rüsten sich mit aller Kraft gegen ein schwieriges Markt-Umfeld: Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz absolvierte in dieser Woche – neben einer Tour durch Handwerksbetriebe – auch zwei Besuche bei mittelständischen Schwergewichten des echten Nordens: beim Kieler Lokomotiven-Hersteller „Vossloh Lokomotives“ und bei der zur EVERSFRANK-Gruppe gehörenden Druckerei in Preetz.
Der Lokomotiven-Hersteller Vossloh, einst in Kiel-Friedrichsort ansässig, hatte zweieinhalb Jahre an seinem neuen Werk in Kiel-Suchsdorf gebaut und dabei rund 30 Millionen Euro investiert. Seit Anfang des Jahres werden nun schon Rangierlokomotiven produziert – mittlerweile auf vollen Touren.
Empfang des Ministers durch Vossloh-Geschäftsführer Dr. Bernd Hoppe, Betriebsratschef Michael Ulrich und Sprecherin Verena Jeroch
Wie der Minister erfuhr, sind die Auftragsbücher bis 2020 fast ausgebucht und die Belegschaft ist im vergangenen Jahr nochmals gewachsen. Dennoch; Bis zum kommenden Jahr soll das Werk an einen neuen Eigentümer verkauft werden. Hintergrund: Die Vossloh AG, der Mutterkonzern, will sich künftig nur noch auf die Infrastruktur beim Schienenbau konzentrieren. Daher sind bereits die Werke im spanischen Valencia und in Düsseldorf verkauft worden.
Buchholz sagte nach seinem Rundgang durch das Werk (Audio starten – „im Browser anhören“)
Bei der mehr als 30 Einzelfirmen umfassenden Unternehmensgruppe EVERSFRANK, die mit ihren insgesamt 1200 Beschäftigten ihre Wurzeln in Meldorf (Kreis Dithmarschen) und Preetz (Kreis Plön) hat, sieht es anders aus: Wie die beiden Gesellschafter Kay Julius Evers und Dietmar Frank dem Minister heute bei einem Treffen in Preetz versicherten, stünden die Eigentümer felsenfest zu dem Preetzer Standort.
Rundgang durch die Produktion, von links: Kay Julius Evers, Druckereileiter Patrick Roth, Geschäftsführer Frank Kohrs und Minister Buchholz
Allerdings befinde sich der Markt angesichts schwieriger Rahmenbedingungen – unter anderem wegen der enorm hohen Energiepreise in Deutschland – in einem rasanten Wandel. Darum habe die Gruppe erheblich in den Digitaldruck investiert. Auch der massiv gestiegene Papierpreis – ausgelöst durch die boomende Verpackungsindustrie – schlage sich auf die Betriebsergebnisse durch. Allein am Standort Preetz mit seinen über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden pro Jahr über 100.000 Tonnen Papier verarbeitet.
Zu seinem Besuch sagte Buchholz:
Die Eversfrank Gruppe hatte erst zum Jahresbeginn ihren Maschinenpark in Preetz um ein digitales Vollfarb-Rollendrucksystem von Canon erweitert. Das Unternehmen hat sich als Rollen-Offsetdruckerei vor allem auf die Produktion von Zeitschriften, Magazinen und Katalogen spezialisiert.
Kunden sind unter anderem der Comic- und Magazinverlag Egmont oder der Mode-Versandhandel BonPrix.
Arbeitsplatz Segelmacherei: Auch hier hat die Digitalisierung längst Einzug gehaltenDie Digitalisierung verändert zwar gravierend die Arbeitswelt, aber unter dem Strich wird sie aus Expertensicht kein großer Jobkiller. Keine seriöse Studie erwarte infolge des digitalen Wandels eine Massenarbeitslosigkeit, sagt Professor Björn Christensen vom Kieler Kompetenzzentrum für Fachkräftesicherung und Weiterbildung (KoFW). Der Statistik- und Mathematik-Professor an der Fachhochschule Kiel hat diverse Studien ausgewertet. Resümee: Ob es leichte Nettoverluste oder leichte Gewinne an Arbeitsplätzen geben wird, hängt vom Verhalten der Akteure ab, also von Unternehmen, Arbeitnehmern und Politik.
«Auch für Schleswig-Holstein wird kein massiver Wegfall von Arbeitsplätzen durch die Digitalisierung erwartet», kommentierte Wirtschafts- und Arbeitsminister Bernd Buchholz. Er nehme Christensens Untersuchungen zum Anlass, «noch eine Schippe draufzulegen», sagt der FDP-Politiker. Er hob den Ausbau des Glasfasernetzes sowie Fort- und Weiterbildung hervor. «Jeder und jede muss sich letztlich fragen: Wird es mein Geschäftsfeld oder meinen Beruf in fünf oder zehn Jahren noch geben»?, sagte Buchholz. Lebenslanges Lernen sei gefragt. Christensens Botschaften seien gut und herausfordernd zugleich, Horrorszenarien fehl am Platze.
Natürlich gingen Berufsfelder mit der Digitalisierung verloren, aber es kämen auch neue hinzu, sagte Christensen. Letzteres werde in den meisten Studien nicht mit untersucht und den Verlusten gegengerechnet. Beispiel Autoindustrie: Hier habe sich in der Produktion durch Robotik enorm viel verändert, aber unter dem Strich sei in Deutschland in der Branche die Zahl der Arbeitsplätze in den vergangenen 12 Jahren um zehn Prozent gestiegen.
Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz zur Studie:
Buchholz (links) und Christensen – hier im Gespräch mit NDR Welle Nord-Reporter Uwe NieberStatistik-Professor Christensen erläuterte seine Vergleichsstudie so:
Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung sei zu dem Schluss gekommen, Deutschland könne aus der Digitalisierung netto Arbeitsplatzgewinne erwarten – wenn es im Rahmen des Strukturwandels in seiner Wettbewerbsfähigkeit zulegt. Es sei auch längst nicht so, dass alle Arbeitsplätze von digitalen Systemen ersetzt werden, bei denen das theoretisch möglich wäre, sagte Christensen.
Etwa 15 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland arbeiteten im Jahr 2013 in einem Beruf, in dem Computer – zumindest technisch – mehr als 70 Prozent der Tätigkeiten hätten erledigen können. In Schleswig-Holstein lag die Quote bei 12 Prozent. Das Substituierungspotenzial sei im Norden auch deshalb niedriger, weil es hier nicht so viele Industriearbeitsplätze gebe, sagte Buchholz.
Es sei richtig gewesen, dass schon die Vorgängerregierung früh und konsequent auf die Glasfasertechnik gesetzt habe. Er wolle Bundesdigitalisierungsminister Andreas Scheuer (CSU) bei dessen Besuch in der nächsten Woche davon überzeugen, dass Pioniere im Glasfaserausbau nicht nachträglich bestraft werden dürften. Hintergrund: Mittlerweile wurden die maximal möglichen Fördermittel des Bundes verdoppelt. Für Buchholz wäre es paradox, könnten Spätstarter jetzt von der höheren Quote profitieren, während Vorreiter sich mit der Hälfte begnügen müssten.
Ebenso klar formuliert er die Erwartung an Arbeitnehmer, sich weiterzubilden und nicht in jedem Fall am angestammten Arbeitsplatz verharren zu wollen. Sie sollten zur Qualifizierung auch den Bildungsurlaub nutzen, zum Beispiel bei der bevorstehenden Digitalen Woche in Kiel. Besonders an die kleinen und mittleren Unternehmen, die die Wirtschaftsstruktur im Land prägen und keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen haben, appellierte Buchholz: «Nehmt das Thema Digitalisierung ernst!». Dies gelte auch für die Weiter- und Fortbildung der Mitarbeiter. Das Land helfe mit dem forcierten Ausbau des Glasfasernetzes und beratend mit dem neuen Mittelstandszentrum 4.0. Es erstatte auch 50 Prozent der Weiterbildungskosten.
Im Traditionshotel Kieler Yachtclub dreht sich heute Abend alles um das Thema Meer, Schifffahrt, Schiffbau, Forschung und vieles mehr. Zum achten Mal treffen sich auf Einladung der Unternehmensberatung Schümann über 400 Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verbänden.
Mit mehr als 1.800 Unternehmen, etwa 45.000 Beschäftigten und einem jährlichen Umsatz von rund 9,2 Milliarden Euro ist die maritime Wirtschaft ein zentrales Zugpferd der schleswig-holsteinischen Wirtschaft.
Neben Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP) wird der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Norbert Brackmann (CDU), eine Rede halten.
Der Paketdienstleister DPD will in einem geplanten Paketzentrum in Melsdorf bei Kiel mittelfristig 300 Arbeitsplätze schaffen. «Im Norden Deutschlands wird unser neues Paketsortierzentrum schon sehr bald einer unserer wichtigsten Knotenpunkte sein», sagte DPD-Manager Thomas Ohnhaus heute anlässlich eines symbolischen Spatenstichs für das Projekt. Das Unternehmen investiert eigenen Angaben zufolge rund 23 Millionen Euro. Das Paketzentrum soll im Sommer 2019 seinen Betrieb aufnehmen.
In Melsdorf sollen künftig rund 40 000 Pakete pro Tag umgeschlagen werden. Bis zu 160 Zustellfahrzeuge sind dann nach Unternehmensangaben täglich in der Region unterwegs. Der Neubau ersetzt das bisherige Depot in Schleswig und soll die benachbarten Standorte in Osterrönfeld, Lübeck und Norderstedt entlasten.
Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus