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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

Bund bremst Ausbau der Marschbahnstrecke aus: Minister und DB-Chefs enttäuscht und fassungslos

Treffen
DB-Chefs bei Minister Buchholz und NAH.SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers (links) v.r.: DB-Konzernbevollmächtigte Manuela Herbort, DB-Regio-Chef Torsten Reh und DB-Regio Vorstandschef Jörg Sandvoß

Der zweigleisige Ausbau des Marschbahn-Abschnitts zwischen Niebüll und Klanxbüll droht nun doch deutlich langsamer zu kommen als ursprünglich geplant. Wie aus Regierungskreisen in Berlin verlautete, hat das Bundeskabinett das Vorhaben in seiner heutigen Sitzung – offenbar auf Drängen von Bundesumweltministerin Svenja Schulze – von einer Zwölf-Punkte-Liste gestrichen, die bundesweit Verkehrsprojekte für ein so genanntes Maßnehmengesetz vorsieht.

Über das Maßnahmengesetz soll die Genehmigung von Infrastruktur-Vorhaben deutlich schneller erreicht werden als über den bisherigen Weg. Die Nachricht, dass die Marschbahn-Strecke nun offenbar nicht mehr zu den prioritären Vorhaben zählt, platze heute in ein Treffen von Verkehrsminister Bernd Buchholz und den Spitzen von DB-Regio. DB-Regio-Vorstand Jörg Sandvoß zeigte sich tief enttäuscht: „Das wirft unsere ursprüngliche Planung deutlich zurück“, so Sandvoß. Verkehrsminister Buchholz sagte: „Damit sorgt die SPD-Umweltministerin dafür, dass ein für zigtausende Berufspendler dringend nötiges Ausbau-Projekt vielleicht um Jahre zurückgeworfen wird.

Buchholz sagte dazu weiter – Audio starten („im Browser anhören“):

Auch Ministerpräsident Daniel Günther sprach von einer Fehlentscheidung, die im Gegensatz zu allen bisherigen Signalen des Bundes für einen zügigen Ausbau der Marschbahn stehe. Die Bahnstrecke sei für den Norden und tausende Pendler von größter Bedeutung. «Ich setze darauf, dass diese Entscheidung zügig korrigiert wird», sagte Günther am Abend der Deutschen Presse-Agentur.

Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) teilte auf Nachfrage mit, dass der Ausbau der Eisenbahnstrecke von Niebüll über Klanxbüll nach Westerland ein sehr wichtiges Vorhaben für das BMVI sei. Daher sei es auch im BMVI-Entwurf enthalten gewesen. Das Projekt sei im Zuge der Ressortabstimmung aus der Vorhabenliste gestrichen worden. Das Ministerium hoffe, dass das Projekt Niebüll – Klanxbüll im Zuge des parlamentarischen Gesetzgebungsverfahrens wieder in die Projektliste aufgenommen wird.

Land schickt zwei Projekte der Türkischen Gemeinde Kiel in die Verlängerung

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v.l.: Meryem Dipcin (AIM), Staatssekretär Rohlfs, Hakan Demirok (Projektleitung AIM, Lübeck), Cebel Kücükkaraca (Vorsitzender Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V.)

Zwei bewährte Projekte der Türkischen Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. gehen für zwei Jahre in die Verlängerung: „Unser Ziel ist es, jungen Migrantinnen und Migranten einen gleichberechtigten Zugang zum Ausbildungsmarkt zu ermöglichen und auch als zukünftige Fachkräfte für den öffentlichen Dienst zu gewinnen“, sagte Arbeitsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute in Kiel. Rohlfs übergab zwei Förderbescheide über insgesamt 573.000 Euro an den Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde, Dr. Cebel Kücükkaraca, für die Fortsetzung der Projekte „Ausbildung und Integration für Migrant*innen – AIM“ und „AIM im öffentlichen Dienst“.

Wie Rohlfs weiter sagte, sei das Ziel der Projektarbeit der Türkischen Gemeinde die Schärfung des Bewusstseins für die Notwendigkeit einer Berufsausbildung, um eine erfolgreiche Integration junger Menschen in den deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Das Land fördere mit dem Projekt „AIM“ Beratungsbüros in Lübeck, Elmshorn, Kiel und Neumünster, in denen erfahrene Mitarbeitende mit Zuwanderungshintergrund für Fragen rund um das Thema Ausbildung zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden mit landesweit stattfindenden Berufsorientierungscamps jugendliche Migrantinnen und Migranten für eine Bewerbung im öffentlichen Dienst motiviert und fit gemacht.

„Im Elternhaus werden hohe Bildungsbestrebungen zu häufig nur mit einem Studium an einer Universität verbunden und eine duale Ausbildung oder der öffentliche Dienst selten als attraktive Angebote wahrgenommen. Daher scheint es schwierig, junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte diesbezüglich zu interessieren. Die Projektmitarbeiter der Türkischen Gemeinde helfen bei der beruflichen Orientierung, unterstützen bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, vermitteln Computer-Kurse und individuelle Coachings und hören den jungen Menschen auch einfach nur zu“, sagte Rohlfs. Auch Betriebe würden bei der Einrichtung von Ausbildungsplätzen und während der Ausbildung beraten und unterstützt, um die Ausbildungsbereitschaft zu schaffen oder zu erhalten.

Rohlfs erinnerte auch an den wachsenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften und appellierte an die Betriebe und öffentliche Arbeitgeber im Land: „Überwinden Sie ihre vielleicht bestehenden Sorgen vor sprachlichen oder kulturellen Stolpersteinen. Ihnen stehen mit den Projekten ‚AIM‘ und ‚AIM öD‘ kompetente und engagierte Unterstützungsangebote zur Verfügung.“

Urteil zu gekappten Hartz-IV-Bezügen ist für Arbeitsminister Buchholz ausgewogen

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Bundesgerichtshofs-Vizepräsident Stephan Harbarth und Arbeitsminister Buchholz

Zum heutigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts, wonach die  monatelangen Leistungskürzungen für Hartz-IV-Bezieher, die ihren Pflichten nicht nachkommen, teilweise verfassungswidrig sind und ab sofort abgemildert werden müssen, erklärt Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz: „Das Gericht hat eine aus meiner Sicht ausgewogene Entscheidung getroffen. Es gibt den Jobcentern ein Instrument an die Hand, verhältnismäßige Mitwirkungspflichten von Leistungsbeziehenden durchzusetzen, gleichzeitig müssen die Sanktionen aber so ausgestaltet sein, dass sie eine menschenwürdige Existenz ermöglichen und nicht in die Schutzbereiche der Grundrechte eingreifen“, so Buchholz heute in Kiel.

Vizegerichtspräsident Stephan Harbarth hatte zuvor nach der Urteilsverkündung erklärt, dass vorübergehende Leistungsminderungen zwar möglich seien, die derzeitige Ausgestaltung den strengen Anforderungen der Verhältnismäßigkeit aber nicht gerecht werde. (Aktenzeichen 1 BvL 7/16)

Hintergrund: Nach dem Prinzip „Fördern und Fordern“ disziplinieren Jobcenter unkooperative Hartz-IV-Empfänger, indem sie ihnen den Geldhahn zudrehen. Wer ein Jobangebot ausschlägt oder eine Fördermaßnahme ablehnt, läuft Gefahr, dass ihm 30 Prozent des sogenannten Regelsatzes gestrichen werden. Wer innerhalb eines Jahres mehrfach negativ auffällt, verliert 60 Prozent oder sogar das gesamte Arbeitslosengeld II, auch die Kosten für Unterkunft und Heizung. Ist eine Sanktion einmal verhängt, gilt sie immer drei Monate.

Ove Wülfken ist Deutschlands bester Jugend-Koch – und für Buchholz ein großes Ausnahmetalent

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Ove Wülfken (2.v.r.) mit präsentiert Tourismusminister Buchholz selbstgefertigtes Gebäck – daneben sein Ausbilder Rierre Binder (links) und Hotelchef Rainer Birke.

Begegnung mit einem gastronomischen Ausnahme-Talent: Der Jungkoch Ove Wülfken aus dem Kieler Hotel Birke erkämpfte sich vor wenigen Tagen bei den 40. Deutschen Jugendmeisterschaften auf der Petersburg bei Bonn die Goldmedaille im Fach „Koch“. Wirtschafts- und Tourismusminister Bernd Buchholz ließ es sich am Abend nicht nehmen, dem 21-Jährigen im Rahmen eines kleinen Empfangs im Hotel Birke zu gratulieren.

„Allein ihre Liste an vorherigen Auszeichnungen belegt, dass Sie nicht nur ein großes Talent besitzen, sondern auch den richtigen Arbeitgeber und die richtigen Ausbilder haben“, sagte Buchholz. Und weiter: „Ich bin stolz auf Sie – Sie sind ein Aushängeschild unserer Gastronomie – und wenn ich mir etwas wünschen darf: Bitte bleiben Sie im echten Norden. Wir brauchen gute und talentierte Fachkräfte.“

Wülfken, der gebürtig aus Schleswig kommt und zunächst eine Zimmermannslehre begonnen hatte, hatte sich ein ganzes Wochenende lang einen Wettkampf mit den besten 51 angehenden Köchen, Restaurant- und Hotelfachleuten aus der gesamten Republik geliefert. Alle Wettbewerbsteilnehmer hatten sich zuvor in bundesweit stattfindenden Landesmeisterschaften qualifiziert.

Wie Wülfken im Gespräch mit Buchholz sagte, sei er über ein Praktikum eher zufällig in der Gastronomie gelandet und habe sich im Kieler Hotel Birke vom ersten Tag an wohl gefühlt: „Flache Hierachien und ein tolles Küchenteam“, schwärmt der Neu-Kieler, der an seinem Arbeitsplatz auch seine Freundin kennengelernt hat. Auf die Frage, was ihn an seinem Job besonders reize, muss Wülfken nicht lange nachdenken: „Vor allem das hohe Maß an Kreativität, dass man täglich neu in die Waagschale werfen kann.“

Buchholz zur Arbeit an der Tourismus-Strategie: Ich bin gern Opfer unseres großen Erfolgs

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Buchholz heute bei seiner Rede in den Lübecker „media-docks“ vor rund 350 Vertreterinnen und Vertretern der Tourismusbranche

Angesichts des rasanten Erfolgs im Tourismus in Schleswig-Holstein und der damit einhergehenden schnelleren Erfüllung der ursprünglich für 2025 gesetzten Zielmarken, hat Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz heute eine sanfte Nachjustierung der bisherigen Strategie angekündigt: „Ich bin gern Opfer unseres gemeinsamen großen Erfolgs“, rief Buchholz den knapp 350 Gästen des diesjährigen Tourismustags in Lübeck zu. Die „SH-Tourismusstrategie reloadet“ soll etwa Mitte kommenden Jahres vorliegen.

Publikum

„Quantitatives Wachstum spielt dabei zwar weiter eine Rolle, aber es kommt auch sehr stark das Thema qualitatives Wachstum in den Blick“, so der Minister. „Mit den natürlichen Ressourcen, mit denen wir die Urlauber locken, müssen wir schon so umgehen, dass die Gäste immer noch das bekommen, was sie erleben wollen.“

Rund 20 Prozent mehr Umsatz durch den Tourismus bis zum Jahr 2025 hält Buchholz für realistisch. Das wären knapp 12 statt derzeit 9,5 Milliarden Euro pro Jahr. Hebel dafür sollen noch mehr Reiseanlässe außerhalb der Hochsaison sowie eine Förderung des Binnenland-Tourismus sein. Zudem soll ein Plus an Service- und Erlebnisqualität mehr Wertschöpfung pro Einzelgast erzielen. „Dazu müssen wir unter anderem die Qualitätsbremse Fachkräftemangel beseitigen“, so der FDP-Poltiker, „denn nur ausreichendes und obendrein zfriedenes Personal ist auch ein guter Botschafter für das Urlaubsland Schleswig-Holstein.“

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Eine höhere Priorität als bisher messen Buchholz und seine Fachleute den so genannten weichen Faktoren bei. Auch sie zahlten auf wirtschaftlichen Erfolg ein, ebenso wie eine große Mitarbeiterzufriedenheit in den Hotel- und Gastronomiebetrieben. Zugleich strebt Buchholz Verhandlungen der Sozialpartner über Arbeitszeitkonten an. „Wenn man dann in der Folge in einigen Teilen des Jahres deutlich weniger arbeiten muss, kann das auch im Interesse der Mitarbeiter sein, vor allem, wenn man dann trotzdem rund ums Jahr angestellt ist und nicht im Winter zum Arbeitsamt muss“.

Geprüft werde im Ministerium derzeit auch, ob im Rahmen der neuen Strategie Kennzahlen für die CO2- Bilanz des Tourismus’ aufstellt werden. „Wer in den Urlaub fährt, will dabei kein schlechtes Gewissen haben. Es ist eine gute Vorstellung für das Marketing, wenn sich Schleswig-Holstein als eines der nachhaltigsten Reiseziele einstufen ließe“, so Buchholz. „So wie es ein Anreiz für Menschen sein könnte zu uns zu kommen, wenn man eines Tages sagen könnte: Zumindest rein rechnerisch ist ein Urlaub in Schleswig-Holstein CO2-neutral“. Allerdings sei dies erst mittel- bis langfristig zu erreichen.

Weiter sagte Buchholz (Audio starten – „im Browser anhören“)

IpsenAuch Björn Ipsen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schleswig-Holstein, wertet die positiven Zahlen und die Wachstumsraten der  letzten  Jahre  als Ansporn dafür,  den  Aufwärtstrend  aktiv weiterzuverfolgen:  „Mehr  denn  je  gilt  es, die Erfolge zu  festigen und weiterhin in zukunftsträchtige Vorhaben zu investieren.“ Die Tourismusförderung müsse gesichert und ausgebaut, die Unternehmen von unnötiger Bürokratie entlastet werden, so Ipsen.  „Wir brauchen   Programme, die dem Arbeits- und Fachkräftemangel in der Branche entgegenwirken: Der Tourismus muss für die Arbeitnehmer noch viel attraktiver werden“, betont Ipsen und sieht dabei Politik und Unternehmen gleichermaßen in der Pflicht.

„Damit sich Schleswig-Holstein als attraktiver Urlaubs- und Tagungsstandort auch zukünftig im Wettbewerb erfolgreich behauptet, müssen wir uns alle permanent weiterentwickeln. Hier bietet der Tourismustag eine ideale Plattform, um die neuesten Trends zu erfahren und voneinander zu lernen“, so Dr. Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH und Moderatorin des diesjährigen Tourismustages. „Gerade als einzigartige Destination für Fach- und Verbandstagungen haben wir mit unseren über 355 Locations, wie den inspirierenden media docks hier in Lübeck, der Leitmaxime Green Meetings und vielfältigen Incentive-Veranstaltungen in der Natur und am Wasser noch großes Wachstumspotenzial“, betont Bunge.

Bunge
Buchholz gratuliert Bunge zur Vertragsverlängerung

Die 51-jährige Marketing-Expertin wird dem Land weitere fünf Jahre zur Verfügung stehen. De entsprechende Vertragsverlängerung gab Buchholz ebenfalls in seiner Rede bekannt: „Frau Bunge hat in den vergangenen zwei Jahren sehr erfolgreich die Geschicke unserer Landesmarketingorganisation geführt und mit ihrem Team intensiv für den Tourismus- und Tagungsstandort Schleswig-Holstein geworben. Seit ihrem Amtsantritt hat sich die TA.SH wieder konsolidiert, als kompetente Ansprechpartnerin für Wirtschaft und Politik etabliert und Marketingprojekte im Sinne unserer Landestourismusstrategie umgesetzt. Wir freuen uns sehr, dass Frau Bunge ihre erfolgreiche Arbeit bei uns fortführen wird.“

Hier die gesamte Rede von Wirtschaftsminister Buchholz als Mitschnitt:

„Tourismus ist nicht nur für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt, sondern auch für das Image des Landes und die Lebensqualität der Bevölkerung ein bedeutsamer Faktor“, weiß Stephanie Ladwig, Vorsitzende des TVSH. „Er trägt aber zugleich zu globalen Veränderungen wie Klimawandel und Ressourcenverbrauch bei, die ein aktives und nachhaltiges Handeln erfordern. Dieser Verantwortung wollen wir uns stellen, etwa durch konkrete Projekte wie „Nachhaltige Mobilität in schleswig-holsteinischen Urlaubsregionen“.

2158_2745_1_mMit dem Projekt möchte der TVSH die touristischen Mobilitätsangebote in den Urlaubsregionen nachhaltiger und energieeffizienter gestalten. Es sollen so attraktive Angebote entwickelt werden, dass die Gäste dazu motiviert werden, vor Ort so oft wie möglich ohne Verbrennungsmotor unterwegs zu sein. Dabei geht es ausdrücklich um eine intelligente Verknüpfung aller Fortbewegungsformen – ob ÖPNV-Angebote, Fahrradnutzung und -sharing oder Miet-Angebote“, so Ladwig.

Die Möglichkeiten der Impuls- und Ideengebung für die Entwicklung des Schleswig-Holstein- Tourismus hatten die Fachhochschule Westküste motiviert, das zentrale Event der Touristiker von Beginn an zu unterstützen. „Der Transfer unserer zahlreichen Forschungsergebnisse in die Praxis bildet einen wichtigen Teil unserer Hochschulphilosophie. Das Institut für Management und Tourismus kommt gern dieser Aufgabe nach und trägt mit der Präsentation seiner Forschungsresultate u. a. zu Tourismusakzeptanz, Emotionsmessungen oder auch Geschäftsreisen dazu bei, der Tourismuswirtschaft Inspirationsansätze zu geben“, so Prof. Dr. Bernd Eisenstein, Direktor des Instituts für Management und Tourismus (IMT) der FH Westküste.

Heute in Lübeck: Tourismustag 2019 – mit Eckpunkten zur weiteren Strategie des Landes

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sh:z-Ausgabe vom Wochenende mit einem Ausblick auf die Nachjustrierung der Tourismusstrategie des Landes

Zum diesjährigen Tourismustag Schleswig-Holstein werden heute ab 9.30 Uhr in den Lübecker media-docks rund 340 Branchenvertreter erwartet. Auf Einladung der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein (IHK), des Landes, der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein und des Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA widmen sich die Fachleute neuen Ideen und Projekten rund um das Urlaubsland Schleswig-Holstein.

Nach den Worten von Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) prägt der Tourismus das Wirtschaftsleben an Nord- und Ostsee sowie im Binnenland maßgeblich, sorgt für Investitionen und sichert Arbeitsplätze und Einkommen: „Rund 9,5 Milliarden Euro Bruttoumsatz und 168.000 direkt im Tourismus Beschäftigte sprechen für sich. Zudem konnte in 2018 ein Zuwachs der Übernachtungszahlen auf rund 34,5 Millionen Übernachtungen erzielt werden“, so der Minister.

Auf dem Programm des ganztägigen Tourismustags 2019 stehen Fachvorträge und Workshops sowie zum Ausklang ein gemeinsamer Schleswig-Holstein-Abend.

Die Rede des Ministers ist ab ca. 10.10 Uhr bei WiMi.SH@Wirtschaftsland zu sehen und zu hören

Über einige Eckpunkte der nachjustierten Tourismusstrategie des Landes informiert Minister Buchholz ab 11 Uhr in einem Pressegespräch in den media-docks (Willy-Brand-Allee 4, Lübeck)

Buchholz erfreut über erfolgreichen „kleinen Grenzverkehr“ in Infrastruktur-Fragen

Unter dem Titel „deutsch-dänische Verkehrskommission“ hat das Treffen inzwischen fast Tradition: Seit 2011 kommen  – zumeist zweimal jährlich – Politiker, Wirtschaftsvertreter und Verwaltungsfachleute aus Dänemark und Schleswig-Holstein zusammen, um insbesondere die Verkehrsverbindungen und -projekte auf der Jütlandroute abzustimmen und voranzubringen. Das führte in dieser Woche zur zweiten Begegnung des neuen dänischen Verkehrsministers Benny Engelbrecht mit seinem SH-Amtskollegen Bernd Buchholz. Mit interessanten Erkenntnissen, wie Buchholz in seiner „Meldung der Woche“ erläutert – Video starten…

Buchholz zum Startschuss für die S 4: Wir sind fast am Ziel – aber noch ist nichts unterschrieben

Von Hamburg-Altona mit der S-Bahn nach Bad Oldesloe: Die Finanzierungslösung für die mehr als 1,8 Milliarden teure neue S-Bahn-Linie S4 scheint nach langem Ringen zwischen Bund, Hamburg und Schleswig-Holstein so gut wie gefunden. Doch noch sind Fragen offen.

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) hat die abzeichnende Finanzierungslösung für die S-Bahnstrecke S4 von Hamburg-Altona nach Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) als fairen Kompromiss gelobt. Es sei gelungen, im Vergleich zu früheren Finanzierungsschlüsseln die Kosten für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein auf ein vertretbares Maß zu deckeln, sagte Buchholz der Deutschen Presse-Agentur. Zugleich betonte der Minister: «Auch wenn sich die Länder über ihre Anteile einig sind, es gehören drei Unterschriften unter den entsprechenden Vertrag. Und der Bund will noch die Haushaltsberatungen abwarten.»

Buchholz sagte dazu weiter – Audio starten („Im Browser anhören“)

Auch in Kreisen der Bundesregierung hieß es am Freitag, die Verhandlungen zur Finanzierung der S4 seien noch nicht abgeschlossen. Nach einer Mitteilung des Hamburger Senats soll die S4 insgesamt etwa 1,85 Milliarden Euro kosten. Der Bund will davon 1,473 Milliarden und damit etwa 80 Prozent übernehmen. Hamburg steuert 236 Millionen Euro bei und Schleswig-Holstein 118 Millionen Euro. Hamburg übernimmt also zwei Drittel der verbliebenen Kosten und Schleswig-Holstein ein Drittel. Die S4 war vor einem Jahr im Bundesverkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf hochgestuft worden. Mit der neuen S-Bahn-Linie würden rund 250 000 Menschen an das Hamburger S-Bahn-Netz angeschlossen, betonten SPD und Grüne in Hamburg in einer gemeinsamen Pressemitteilung die Bedeutung des Projekts.

Die S4 soll voraussichtlich Ende 2028 fertig sei und durchgehend von Hamburg-Altona bis Bad Oldesloe fahren. Vorgesehen ist ein Zehn-Minuten-Takt von Altona bis Ahrensburg und ein 20-Minuten-Takt von Ahrensburg nach Bargteheide. Zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe soll die S-Bahn im Stundentakt fahren. Prognosen zufolge soll die S4 an Werktagen 97 100 Menschen befördern. Die Strecke zwischen Hamburg und Bad Oldesloe ist bereits heute eine der am meisten befahrenen Pendlerstrecken rund um Hamburg.

Während der Hamburger Senat am Dienstag grundsätzlich zugestimmt hat, steht ein Kabinettsbeschluss der Landesregierung in Kiel noch aus – ebenso die Zustimmung der Hamburger Bürgerschaft und des schleswig-holsteinischen Landtags. Buchholz verwies darauf, dass letzte Einzelfragen – zum Beispiel der Anteil der Bahn – noch nicht entschieden seien.

In Hamburg wird sich der Verkehrsausschuss am kommenden Dienstag (5. November)  mit dem jüngsten Senatsbeschluss befassen. In seinem Antrag bittet der Senat die Bürgerschaft, den Bau der S4 zu beschließen und den finanziellen Auswirkungen zuzustimmen. Die Bürgerschaft will nach den Beratungen im Verkehrs- und im Haushaltsausschuss im Dezember darüber abstimmen.

Die S4 soll auf teils bestehenden und teils neu zu bauenden Strecken fahren. Zwischen Hamburg-Altona und -Hasselbrook sowie Ahrensburg-Gartenholz und Bad Oldesloe wird die bestehende Infrastruktur genutzt. Dagegen sind zwischen Hamburg-Hasselbrook und Ahrensburg zwei neue S-Bahngleise vorgesehen. Von Ahrensburg bis Ahrensburg-Gartenholz ist ein neues S-Bahngleis geplant. Die Bahnhöfe Bargteheide, Kupfermühle, Bad Oldesloe werden umgebaut. Zudem entstehen in Hamburg vier neue Stationen.

In Schleswig-Holstein wird die Station Ahrensburg-West als zusätzlicher Haltepunkt gebaut. Dort können dann Fahrgäste umsteigen in die U1. Sieben Stationen in Hamburg und im Kreis Stormarn werden S-Bahn-tauglich ausgebaut. Sollten alle Partner zustimmen, könnten die Bauarbeiten laut Hamburger Senat im nächsten Jahr beginnen.

«Viele Tausend Pendler aus Wandsbek, Jenfeld, Rahlstedt und anderen östlichen Stadtteilen warten seit Jahren auf eine S-Bahn-Anbindung – nun ist endlich Licht am Ende des Tunnels zu sehen», sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion Ewald Aukes. Mit der S4 werde Hamburgs Osten besser angebunden und der Hauptbahnhof entlastet. Jetzt müssten Hamburg, Schleswig-Holstein und der Bund darauf achten, dass das wichtige Verkehrsprojekt schnell umgesetzt werde und Anwohner-Interessen dabei gewahrt blieben. Und weitere Entscheidungen müssten folgen, etwa der Ausbau der A26 Ost und die bessere ÖPNV-Anbindung von Stadtteilen südlich der Elbe.

Buchholz kürt im Namen des ADAC drei Vorzeige-Konzepte für einen nachhaltigen Tourismus

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In Anwesenheit von Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz ehrten die touristischen Spitzenverbände im echten Norden drei Bewerber um den diesjährigen ADAC-Tourismuspreis. Den ersten Platz belegt das Arborea-Hotel in Neustadt (LN berichtenm dazu in ihrer heutigen Feiertagsausgabe), der zweite Preis geht an Büsums „Watt’n Hus“, der dritte Preis an die Föhr-Tourismus GmbH.

Wie ADAC-Landeschef Gerhard Hillebrand erläuterte, wurden im Gegensatz zur Auslobung von vor zwei Jahren kleinere Änderungen vorgenommen. Alle Bewerber mussten sich nun mit einem kurzen Film präsentieren, damit das Besondere für die Jury auch visuell erlebbar wurde. Diese Fachjury aus zwölf Mitgliedern hatte laut Hillebrand keine leichte Entscheidung zu fällen. Leitgedanke ist die Förderung innovativer und zukunftsfähiger Projekte in Schleswig- Holstein. Bei der Beurteilung wurde darüber hinaus Wert darauf gelegt, dass der Wettbewerbsbeitrag innovativ, wirtschaftlich und nachhaltig ist, einen hohen Qualitätsanspruch hat und sich an den Zielen der Tourismusstrategie Schleswig- Holstein 2025 orientiert.

Aus der Fülle der Bewerbungen hatte die Jury im Vorfeld zehn Bewerber nominiert – und sich am Ende für das Arborea Resort in Neustadt als Sieger entschieden. Ein ausführlicher Bericht der „Lübecker Nachrichten“ dazu hier.

Das Thema Nachhaltigkeit zieht sich konsequent durch das Resort-Konzept: So wurde etwa die Inneneinrichtung überwiegend aus recyceltem Material hergestellt, das angeschlossene E-Mobilitätscenter regt die Gäste zur CO2-neutralen Mobilität vor Ort an. 80 Prozent der im Gastro-Bereich angebotenen Lebensmittel stammen aus der Region. Und auch die vielfältigen sportlichen Angebote inmitten und vor allem im Einklang mit der Natur – Segeln, Kiten, Mountainbiking – gefielen der Jury.

„Wir haben mit dem ADAC-Tourismuspreissieger 2019 ein Beispiel, wie man sich mit neuen Ideen, einem breit gefächerten Angebot und einer Wertschöpfung in der Umgebung neue Trends setzen und mit diesen wirtschaftlichen Erfolg haben kann“, so Hillebrand. Minister Bernd Buchholz lenkte den Blick auf die Tourismusstrategie 2025: „30 Prozent Zuwachs beim touristischen Bruttoumsatz, 30 Millionen gewerbliche Übernachtungen und ein Platz unter den Top-Drei-Bundesländern bei der Gästezufriedenheit von Deutschlandurlaubern wollen wir bis dahin erreichen. Angebote wie das Arborea Resort sorgen dafür, dass uns das auch gelingen wird.“ A

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Die „Macher“ des Büsumer „Watt’n Hus“ bekamen den 2. Preis

Auch auf dem zweiten und dritten Platz landeten Projekte, bei denen Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt. Das Büsumer Watt‘n Hus ist modern, barrierefrei und multifunktional. Der Jury hat ebenfalls gefallen, dass beim Bau auf Barrierefreiheit geachtet und recycelte Materialien verwendet wurden.

Beim Drittplatzierten, der Föhr Tourismus GmbH, hoben die Juroren das aus den vielen einzelnen Aktivitäten entstandene umfassende Konzept für die Urlaubsinsel und die damit verbundene Einstellung einer Nachhaltigkeitsbeauftragten hervor.

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Buchholz mit den Verantwortlichen der Föhr-Touristik GmbH

Seit 2012 ist der ADAC Schleswig-Holstein bei der Auslobung und Verleihung des Tourismuspreises dabei, gemeinsam mit der Tourismusagentur Schleswig-Holstein GmbH (TA.SH) und dem Tourismusverband Schleswig-Holstein e.V. (TVSH). Alle gemeinsam sehen die Kampagne als Erfolg: „Qualität und Innovation sind Grundvoraussetzungen, um den Schleswig- Holstein-Tourismus weiter auf Erfolgskurs zu halten. Die Projekte der Preisträger zeigen, dass der Schleswig-Holstein-Tourismus in Verbindung mit dem Thema Nachhaltigkeit besondere Akzente setzen kann“, sagte die Tourismusverbandsvorsitzende Stephanie Ladwig.

Mit dem Werbevermarkter Ströer Deutsche Städte Medien GmbH, der IHK Schleswig-Holstein, der Fachhochschule Westküste in Heide und der DEHOGA Schleswig-Holstein e.V. sind zudem weitere kompetente Partner mit im Boot. Die Preisträger teilen sich Medialeistungen im Wert von mehr als 35.000 Euro. „Wir gratulieren allen Preisträgern. Damit können sie ihre Angebote weiter bekannt machen, vermarkten und mit ihnen werben“, so Dr. Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH.

 

Buchholz beim 7. Hafentag: Wir versuchen beim Infrastruktur-Ausbau alle Bremsen zu lösen

Buchholz bei seinem Impulsvortrag vor den rund 140 Hafen-Vertretern aus SH

Treffen von rund 140 maritimen Experten beim 7. Hafentag in Rendsburg auf Einladung des Gesamtverbandes Schleswig-Holsteinischer Häfen (GvSH): In Anwesenheit von Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) und vor zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft betonte GvSH-Chef Sebastian Jürgens, zugleich Chef der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG), die Bedeutung der Kanalhäfen für Schleswig-Holstein. „Die Kanalhäfen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Für ihre Einbindung in die logistischen Abläufe sind sie aber auf eine ungehinderte Passage durch den Kanal angewiesen. Altersbedingte Sperrungen wie in der jüngsten Vergangenheit schaden unserer Wirtschaft.“

Neben dem diesjährigen Fokus auf dem Kanal und seinen Häfen umfasst der Forderungskatalog der GvSH umfangreiche Maßnahmen im Bereich der Hafenhinterlandanbindungensowie der Hafeninfrastruktur. Sie reichen von Verbesserungen an der Befahrbarkeit von Wasserstraßen über optimierteSchienenanbindungen und Ausbaumaßnahmen im Bereich der Autobahnen bis hin zu leistungsfähigen LNG-Strukturen und alternativen Treibstoffen.

Buchholz unterstützte diese Forderungen und machte deutlich, dass der Kanal eine der wichtigsten Lebensadern der norddeutschen Wirtschaft und auch von elementarer Bedeutung für den Hamburger Hafen sei.

Hier ein Mitschnitt des Impulsvortrags von Buchholz:

 

Mit Blick auf die Situation des Schwerlasthafens Osterrönfeld in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Windenergie-Unternehmen Senvion und Max Bögl forderte der Minister Geduld: „Hier muss man einen langen Atem haben. Aus meiner Sicht liegt der Hafen perfekt und hat ein gewaltiges Potenzial, ebenso wie das anschließende Gewerbegebiet – seine Zeit wird kommen.“

Gäste des 7. Hafentages

Angesichts der teils maroden Kanalquerungen wie den Rendsburger Autotunnel oder die Rader Brücke äußerte Buchholz Verständnis für die Sorgen der Pendler und betroffenen Unternehmen in der Region: „Ihnen allen wird eine harte Geduldsprobe auferlegt, aber der Sanierungsstau ist nun einmal gewaltig – und wir werden nicht in unseren Anstrengungen nachlassen, die Projekte gemeinsam mit dem Bund in bestmöglicher Zeit zu verwirklichen.“

Auch der Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals (ELK) kam zur Sprache. Der Kanal kann sein Potential heute nicht abrufen. Lediglich Schiffe der Europaklasse können ihn befahren und das auch nur teilbeladen mit maximal 1 000 Tonnen. Nach Abschluss der Ausbauarbeiten wird sich der ELK neben Straße und Schiene zum dritten leistungsfähigen Verkehrsträger für das Hinterland entwickeln und die Ostsee noch besser mit dem TEN Wasserstraßennetz verknüpfen, davon zeigte sich Sebastian Jürgens überzeugt. „Lübeck setzt auf den Ausbau. Projektladung und Breakbulk sind ein wachsender Markt, und das Binnenschiff ist hierfür ganz einfach prädestiniert.“