Die Tücken der wachsenden Alterspyramide – der so genannte demografische Wandel – stellen auch die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Schleswig-Holstein vor große Herausforderungen: In rund 5400 Betrieben im echten Norden muss in den nächsten Jahren die Nachfolge geklärt werden – ansonsten droht den Betrieben das Aus. Rund 83.000 Jobs im Land wären davon betroffen – zählt man Hamburg dazu, geht es sogar um rund 400.000 Arbeitsplätze.
Nach Zahlen des Unternehmensverbandes Nord (UVNord) fällt der Generationenwechsel womöglich sogar noch drastischer aus. Demnach könnten bis zu 13.000 Betriebe im Norden in den nächsten Jahren betroffen sein. Darum beschäftigte sich heute in Kiel auch der von der Landesregierung vor knapp einem halben Jahr ins Leben gerufene Mittelstandsbeirat mit dem Thema.
Wirtschaftsminister Buchholz sagte nach der Sitzung (Audio starten – „im Browser anhören“)
Gut die Hälfte aller Betriebe wird in Deutschland innerhalb der Familie übergeben. Doch nach Einschätzung Nils Thoralf Jarck von der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein, seinem Kollegen Stefan Seestädt von der Handwerkskammer Lübeck und dem Kieler Unternehmensberater Hartmut Winkelmann bietet die aktuelle Situation im Mittelstand gerade auch jungen Männern oder Frauen ohne familiären Unternehmer-Hintergrund große Chancen. Doch vor allem Frauen reagieren zurückhaltend auf den Sprung in die Selbständigkeit, wie die drei Spezialisten heute nach der Sitzung des Mittelstandsbeirats sagten:
Auf 30 Abgabe-Wünsche kommen – zumindest im Bereich der IHK Schleswig-Holstein – aktuell rund 70 Nachfolgewillige. Mit Programmen wie Stabwechsel informieren die Kammern Interessierte auf beiden Seiten. „Wir sind dazu übergegangen, individuelle Beratung zu machen“, sagt Jarck. Zumindest hinsichtlich der Teilnehmerzahlen zeichnen sich erste Erfolge ab. Ließen sich 2016 allein in Lübeck 66 Alt-Unternehmer beraten, so waren es ein Jahr später mit 140 Teilnehmern schon mehr als doppelt so viele. Auch bei der Handwerkskammer hat sich die Zahl der Gespräche deutlich gesteigert.





„Es ist enorm wichtig, Menschen unterschiedlichen Alters für die Pflegeberufe zu interessieren, sie an die Arbeitsfelder heranzuführen und ihnen persönliche Entwicklungs- und Karrierewege aufzuzeigen“, sagte Garg. Pflegeberufe seien „gesellschaftlich wichtige, sinnerfüllte, tolle Berufe, und Weiterbildungen helfen dabei, die Durchlässigkeit in den Ausbildungswegen zu erhöhen und auch die Motivation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu stärken“.
Auch Buchholz unterstrich die Bedeutung der Branche: „Es geht um die Versorgung kranker und alter Menschen, und darum müssen wir in Gesellschaft und Politik mit vereinten Kräften an Lösungen arbeiten.“ Der schon jetzt vielfach zu beobachtende, eklatante Fachkräftemangel in der Pflege sei durch Weiterbildung allein zwar nicht zu lösen, aber Weiterbildung sei neben der Integration ausländischer Arbeitskräfte, der Aktivierung von Frauen für das Erwerbsleben sowie der Verlängerung von Lebensarbeitszeiten ein wichtiger Schlüssel zur Linderung von Fachkräfte-Lücken.
Beide Minister verwiesen auf die aktuell erarbeitete Informationsbroschüre der Landesregierung über „Weiterbildungsangebote in Gesundheits- und Pflegeberufen“ (





Bei schönem Wetter macht es am meisten Spaß: Das Fahrrad aus dem Keller oder der Garage holen und los geht es. „Wer regelmäßig zur Arbeit radelt, fördert nachhaltig seine Gesundheit und Fitness, schont die Umwelt und seinen eigenen Geldbeutel“, erklärt AOK-Landesdirektor Thomas Haeger anlässlich der landesweiten Mitmach-Aktion ‚Mit dem Rad zur Arbeit‘. Den offiziellen Startschuss dafür gab gestern Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz als Schirmherr der Aktion auf dem Gelände der Firma GRUNDFOS in Wahlstedt. Bereits zum 15. Mal rufen die Initiatoren von AOK NORDWEST und vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) zwischen dem 1. Mai und 31. August wieder alle ‚Nordlichter‘ auf, das Auto stehen zu lassen und an mindestens 20 Arbeitstagen mit dem Rad zur Arbeit zu fahren.