
In zehn Betrieben im Norden beginnen in der Nacht zu Morgen die von der IG Metall Küste ausgerufenen ganztägigen Warnstreiks. Den Auftakt mache das Unternehmen Gestra in Bremen mit Beginn der Nachtschicht um 22 Uhr, teilte die Gewerkschaft heute in Hamburg mit. Andere Betriebe wie Still in Hamburg, Manitowoc in Wilhelmshaven, Brötje in Rastede oder Steen in Elmshorn folgten mit den Frühschichten zwischen vier und sechs Uhr. Größere Kundgebungen seien bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (8.00 Uhr) und dem Gabelstapler-Hersteller Still (9.00 Uhr) geplant.
Mit den 24-Stunden-Warnstreiks eskaliert die IG Metall die Tarifauseinandersetzung in der Metallindustrie auf eine neue Stufe. «Unsere Mitglieder stehen mit überwältigender Mehrheit hinter den ganztägigen Warnstreiks», sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. Das hätten die Abstimmungen in den Betrieben ergeben. «Die Kolleginnen und Kollegen sind bereit, für mehr Geld und mehr Zeit anzutreten.»
Bislang haben die Gewerkschaft und die Arbeitgeberseite keine Einigung finden können. Umstritten sind vor allem die geforderten Arbeitszeitregelungen, die den Beschäftigten eine zeitweise Verkürzung der Arbeitszeit mit einem Zuschuss der Unternehmen ermöglichen sollen. Die Arbeitgeberseite betrachtet diese Forderung als rechtswidrig, weil sie zu einer massiven Diskriminierung aller bislang schon in Teilzeit Beschäftigten führen würde. «Nordmetall plant deshalb, am Donnerstag in Frankfurt eine Klage zur Feststellung der Rechtswidrigkeit dieser Streik-Aktionen einzureichen», sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes, Peter Schlaffke.
Die ganztägigen Warnstreiks im Norden werden bis Freitag dauern und sollen insgesamt 50 000 Beschäftigte umfassen. In den Bundesländern Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und dem nordwestlichen Niedersachsen arbeiten 140 000 Beschäftigte in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie.

Die Nahverkehrsgesellschaft NAH.SH GmbH hat jetzt im Auftrag des Landes die Ausschreibung des so genannten „Elektronetzes Ost“ gestartet. Die entsprechenden Unterlagen sind heute an die EU versandt worden. Angebote für die insgesamt 175 Kilometer langen Strecken Lübeck-Travemünde – Lübeck Hbf (RB 86), Lübeck Hbf – Hamburg Hbf (RE 8/80) und Lübeck Hbf – Puttgarden (RB 85) sollen bis zum 7. September 2018 eingehen, der neue Betreiber soll dann bis Anfang 2019 feststehen. Der neue Verkehrsvertrag soll vom Dezember 2022 bis zum Dezember 2035 gelten. Die Regionalbahnlinie RB 81 Bad Oldesloe – Hamburg ist nicht Teil dieser Ausschreibung.






