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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

Meyer bei AGV-Nord-Festakt: Tarifbindung ist der sicherste Weg zur Fachkräftesicherung

Meyer appelliert an Metallarbeitgeber: Tarifbindung wichtigestes Mittel gegen Fachkräftemangel

AGV1Während die Metall-Arbeitgeber im Norden heute bei einem Festakt anlässlich des 20-jährigen Bestehens des AGV-Nord die Arbeit ihrer Landesregierungen kritisch bewerteten, forderte Wirtschaftsminister Meyer von den Verbänden mehr Einsatz für die Tarifbindung. „Die ständigen Bestrebungen, aus der Tarifbindung auszuscheren, sind für den Wirtschaftsstandort ein verheerendes Signal“, sagte Meyer in seinem Grußwort in Hamburg.  Das Land benötige dringend Fachkräfte – und die bekomme und binde man allein durch gute Arbeitsbedingungen und das heiße Tariflohn samt Tarifbindung.

Meyer_MesseMeyer sagte am Rande der Festveranstaltung weiter

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Für die kommende Legislaturperiode kündigte Meyer deshalb an, im Rahmen der gemeinsamen Fachkräfteinitiative mit Kammern, Verbänden und Gewerkschaften eine gemeinsame Initiative für Tarifbindung auf den Weg zu bringen. „Damit werden wir ein noch attraktiverer Standort für Fachkräfte als bisher“, so der Minister

Die Arbeitgeber hatte zuvor vor allem den stotternden Infrastrukturausbau in den norddeutschen Ländern kritisiert, der vor allem den Betrieben n den Flächenländern Sorge bereite, so Nico Fickinger vom AGV-NORD-Vorstand

Der Allgemeine Verband der Wirtschaft Norddeutschlands (AGV NORD), dessen Mitglieder nicht den Flächentarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie (M+E) unterliegen, und der Arbeitgeberverband Nordmetall hatte ihre Mitgliedsfirmen zur Zufriedenheit mit den Regierungen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Niedersachsen befragt. Danach waren die Firmen in Bremen vor allem mit dem Zustand der Straßen, Brücken und Tunnel nicht zufrieden. Das wurde neben den Bahnverbindungen auch in Schleswig-Holstein moniert. Mit der Landespolitik der bisherigen Koalition aus SPD, Grünen und SSW war mehr als die Hälfte der dort Befragten insgesamt zufrieden.

Dem AGV Nord gehören eigenen Angaben zufolge 440 Firmen mit fast 44 000 Beschäftigten an. Nordmetall vertritt 250 Unternehmen mit rund 110 000 Beschäftigten. An der Umfrage beteiligten sich den Angaben zufolge 158 Betriebe.

AGV
Besteht seit 20 Jahren: AGV-Nord, der 250 Unternehmen vertritt – links: Vorstandsmitglied Dr. Niko Fickinger

 

 

Federleichtes Carbon und gefühlvolle Steine: LN zeichnen mutige und pfiffige Gründer(innen) aus

Meyer würdigt Bewerber und Preisträger des 7. Existenzgründerpreises der „Lübecker Nachrichten“

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Meyer mit Mutmacher-Preisträgerin Kristin Wolf, die nach einem Burnout einen radikalen Lebensschnitt machte und die Schmuck-Firma Stone Emotions gründete
Pfiffige Geschäftsideen, mutige Gründerinnen und Gründer, ein nobler Preisspender und ein Medienhaus mit feinen Antennen für die lokale Wirtschaft: Zum siebten Mal haben am Abend die „Lübecker Nachrichten“ in den Media-Docks der Hansestadt vor rund 200 Gästen den LN-Existenzgründerpreis verliehen. Gestiftet wird der Preis – wie jedes Jahr – von Gregor Wintersteller, Inhaber der Juwelier-Kette Mahlberg und einst selbst ein „Gründer“.

HauerWirtschaftsminister Reinhard Meyer – hier mit LN-Geschäftsführerin Stefanie Hauer – hat seit seinem Amtsantritt im Jahr 2012 die Schirmherrschaft für die Veranstaltung.

Er sagte in seinem Grußwort (Audiopfeil klicken)

Den mit 3000 Euro dotierten Mutmacher-Preis erhielt in diesem Jahr die Lübeckerin Kristin Wolf. Sie erschafft personalisierte Kunstwerke aus Steinen. Die Idee für ihre Firma „StoneEmotions“ kam ihr nach eigenen Worten während einer langen Krankheitsphase. „Ich habe viel Zeit am Strand mit Steinesuchen verbracht. Das Meer und vor allem mein Freund haben mir die Kraft gegeben“, sagt die gelernte Bankerin. Für ihen Freund habe sie aus Dankbarkeit für seinen Beistand in der schweren Zeit das erste Bild aus Steinen gefertigt. Weil Freunde begeistert waren, produzierte sie weitere Werke. Mittlerweile hat sie täglich Bestellungen. Ihre Bilder werden zu Hochzeiten und Geburten verschenkt – und die Lübeckerin kann nach eigenen Worten endlich ihre Kreativität ausleben: „Jedes Bild ist ein Unikat und eine Möglichkeit, Menschen zu berühren.“

Nach den Worten von Meyer würdigt die Jury mit de Preisverleihung nicht nur die Tatkraft und den Unternehmergeist von Kristin olf, sondern ebenso ihr Engagement dafür, auch anderen Menschen Mut zu machen. „Und zwar dafür, auch in schwierigen Situationen nicht aufzugeben, sondern einen eigenen Weg zu suchen.“ Frau Wolfs Beispiel zeige eindrucksvoll, dass sich auch in Krisenzeiten viele Chancen und neue Wege ergeben können, wenn mit Engagement und offenen Augen der erste Schritt in Richtung der eigenen Wünsche und Träume gewagt wird.

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Preisstifter Wintersteller mit LN-Geschäftsführerin Hauer und Preisträger Artjom Gerasimov
Den mit 5000 Euro dotierten eigentlichen LN-Existenzgründerpreis aus den Händen von Gregor Wintersteller erhielt der 29-jährige Oldenburger Artjom Gerasimov. Er produziert mit seiner Firma „Baltic Carbon“ hochwertige Kohlefaserprodukte für den Rennsport oder Yachten. Der gelernte Verfahrensmechaniker hat schon immer gerne an Autos gebastelt. „Aber ich wollte etwas Besonderes bauen“, sagt er. Das leichte und robuste Material Carbon weckte sein Interesse. „Große Konzerne machen ein Geheimnis darum.“ Daher recherchierte und probierte er so lange, bis er genügend Know-how hatte, um sich selbstständig zu machen. „Meine Produkte bieten eine extreme Gewichtsminimierung, Stärke und besondere Optik“, sagt er.

Alle Bewerber und Preisträger im Überblick auf einer Seite der LN vom letzten Sonntaghier klicken

Handbreit Wasser unterm Kiel: Land sichert Regionalbüro des Maritimen Clusters bis 2021 ab

Landesregierung sichert für fünf Jahre Geschäftsstelle des Maritimen Clusters Norddeutschland ab

Die Landesregierung stärkt dem 2005 gegründeten Maritimen Cluster Norddeutschland (MCN) den Rücken und fördert die in Kiel ansässige regionale Geschäftsstelle für weitere fünf Jahre mit knapp über einer Million Euro. Den ent­sprechenden Förderbescheid überreichte Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Frank Nägele heute am Rande einer Fachveranstaltung der Branche in Büdelsdorf an Geschäftsstellenleiter Heino Schadwald und Birgit Binjung, Abteilungsleiterin der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer GmbH Schleswig-Holstein (WT.SH) . „Das Maritime Cluster ist als Plattform der Länder Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern bundesweit einmalig und stärkt vor allem die Innovationskraft dieses Industriezweigs mit seinen allein im echten Norden ansässigen 1800 Unternehmen und 42.000 Beschäftigten“, sagte Nägele. Die regionale Geschäftsstelle wird von der WT.SH getragen.

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Wie Nägele weiter sagte, seien im MCN bereits über 250 Mitglieder vereint, die eine enge Zusammenarbeit in den Sektoren Schiffbau, Schiffbauzulieferer, Offshore, Meerestechnik sowie Schifffahrt und Häfen pflegen. „Die maritime Wirtschaft im norddeutschen Raum ist ein breit aufgestelltes Wachstumsfeld mit einem jährlichen Umsatz von rund 9,2 Milliarden Euro – und damit auch ein mächtiges Zugpferd der schleswig-holsteinischen Wirtschaft“, so der Staatssekretär.

Die MCN-Geschäftsstelle Schleswig-Holstein initiiert laut Nägele unter anderem Netzwerkprojekte wie „Munitect“ (Munition im Meer, Ökonomische Sensorsysteme zur Munitions­detek­tion und -qualifikation unter Wasser) und unterstützt die Unternehmen bei Innovations- und Technologieprojekten wie der Umstellung von analogem auf digitales Radar sowie Verschraubungen für wasserfeste Kabeldurchführungen. Zudem sei ein maritimes Mentoring-Netzwerk für junge Unternehmen im Aufbau, bei dem erfahrene Geschäfts­führer Jungunternehmern oder die, die es werden wollen, aktive Unterstützung im Aufbau ihres Unternehmens anbieten. Nägele: „Sämtliche Angebote werden von unseren Unternehmen stark nachgefragt und ich bin sicher, dass sich unsere Förderung bereits mittelfristig für die gesamte maritime Branche im Norden auszahlen wird.“

Der echte Norden zeigt Flagge in Hannover: So viele Unternehmen wie noch nie…

Meyer auf Hannover-Messe: Schleswig-Holstein zeigt im Licht exzellenter Außenhandelszahlen international Flagge

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Meyer mit Timo Bovi von JP Joule bei seinem Messerundgang
Schleswig-Holstein zeigt in diesem Jahr auf der Hannover-Messe Flagge wie nie zuvor: Neben der Christian-Albrechts-Universität sind rund 40 Unternehmen aus dem echten Norden vertreten, um sich in dem internationalen Schaufenster zu präsentieren. Wirtschaftsminister Reinhard Meyer besuchte am heutigen ersten offiziellen Messetag die meisten von ihnen – begleitet von exzellenten Außenhandelszahlen. So haben laut Statistikamt Nord die Exporte aus Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr erstmals den Wert von 20 Milliarden rd. Euro überschritten. Der Wert der Auslandslieferungen stieg um 3,2 Prozent auf 20,2 Milliarden Euro. Damit weist der echte Norden einen leicht höheren Exportzuwachs auf als Deutschland insgesamt (plus 1,1 Prozent).

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) im Interview

Meyer sagte nach seinem Rundgang

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68 Prozent der schleswig-holsteinischen Ausfuhren gingen in europäische Länder, wichtigster Export-Abnehmer war Dänemark; bei dem nördlichen Nachbarn wurden Waren im Wert von 1,76 Mrd. Euro abgesetzt, das sind acht Prozent mehr als 2015. In die Vereinigten Staaten, dem zweitwichtigsten Exportabnehmer Schleswig-Holsteins, gingen Waren im Wert von 1,43 Mrd. Euro (plus 1,0 Prozent). Die wichtigsten Exportgüter waren hier pharmazeutische Erzeugnisse und medizinische Geräte. Frankreich bezog Waren im Wert von 1,27 Mrd. Euro (plus 2,4 Prozent) und lag damit auf Rang 3 der Exportkunden.

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Am Stand des Kieler Pumpen-Herstellers DEUR – mit Geschäftsführerin Dr. Glenny Holdhoff und Alexander Haldfelder
„Gerade auf Messen wie hier in Hannover wird deutlich, dass Schleswig-Holstein vom freien Welthandel lebt. Das Pro-Kopf-Einkommen hängt wesentlich direkt und indirekt vom Außenhandel ab“, sagte Meyer. Schwerpunkte Schleswig-Holsteins in Hannover sind Industrie und Energie.  Meyer machte einmal mehr deutlich, dass sich die Landesregierung für offene Märkte mit klaren Regeln einsetze. „Norddeutschland mit seinen zahlreichen spezialisierten Häfen und Logistikkompetenzen ist die Drehscheibe des deutschen Außenhandels“, sagte er. Als internationaler Messestandort sei Hannover beliebter Treffpunkt für Entscheider aus aller Welt und Schaufenster für industrielle und technische Innovationen schleswig-holsteinischer Unternehmen.

Und so berichten die KN vom Uni-Auftritt in Hannover 


 

Meyer in Ellerau: „S 21 ist eines der wichtigsten ÖPNV-Projekte der Landesregierung“

Meyer: S-Bahn von HH nach Kaltenkirchen eines der wichtigsten ÖPNV-Projekte im echten Norden

S21

Bei Besuchen in Ellerau und Henstedt Ulzburg (Kreis Segeberg) hat Verkehrsminister Reinhard Meyer heute Befürchtungen und Behauptungen zurückgewiesen, das Land stehe nicht mehr hinter dem so genannten S-21-Projekt, der geplanten S-Bahn-Verbindung von Hamburg nach Kaltenkirchen. „Dieses Vorhaben ist eines der wichtigsten ÖPNV-Projekte für die Landesregierung in Schleswig-Holstein“, sagte Meyer unter anderem bei einem Treffen mit dem Ellerauer Bürgermeister Eckart Urban und SPD-Landtagskandidat Stefan Weber. „Wir sind im Planfeststellungsverfahren und setzen alles daran, dieses ehrgeizige Schienenprojekt zu verwirklichen“, so der Minister.

Meyer_MesseMit Blick auf die Kritik mancher Bürgermeister in der Region, wonach Verkehrsstaatssekretär Frank Nägele sich vergangene Woche angeblich von dem S-Bahn-Projekt distanziert habe, erklärte Meyer: „Mein Staatssekretär hat vor Ort lediglich auf das nicht ganz triviale Planfeststellungsverfahren hingeweisen. Denn klar ist, dass gerade der Abschnitt Ellerau wegen der Betroffenheit vieler Grundstückseigentümer ein neuraligescher Abschnitt ist und somit natürlich auch denkbar wäre, dass es im Verlauf der Planung noch zu Anpassungen kommen muss. Denn wir müssen und werden auch die  Bedenken und Begehren der Anwohner aufnehmen“, so der Minister. Das werde aber nicht dazu führen, dass die S 21 nicht komme. „Denn“, so Meyer, „wir stehen ohne Wenn und Aber zu diesem großen Infrastrukturvorhaben.“

Das Planfeststellungsverfahren für die S 21 liegt nach Angaben der AKN im Zeitplan. Schriftliche Einwendungen von Anliegern und Institutionen werden derzeit geprüft. Für die S 21 soll die bestehende AKN-Strecke mit einer Investition von mehr als 100 Millionen Euro elektrifiziert werden. Die Kosten teilen sich Hamburg und Schleswig-Holstein mit Unterstützung des Bundes. Ziel ist es, eine leistungsfähige und umsteigefreie Verbindung bis zum Hamburger Hauptbahnhof zu schaffen.

Neue Nettelsee-Abfahrt an der B 404 führt ab heute provisorisch den Verkehr zwischen Kiel und Lübeck

B 404, Nettelsee: Verkehr rollt über neue Anschlussstelle – auch Ortsumgehung und Straße nach Stolpe fertig

A21
Wenige Sekunden nach der Freigabe der neuen Nettelsser Anschluss-Stelle: LBV-Niederlassungsleiter Paraknewitz (rechts) mit Minister und Bürgermeistern. Im Hintergrund rollen die ersten Autos über die neue Fahrbahn.
Kleine Umgewöhnung für die Pendler zwischen Kiel und Lübeck – große Entlastung für die Bewohner der Gemeinde Nettelsee im Kreis Plön: Um den Umbau der Bundesstraße 404 zur A 21 zwischen Nettelsee und dem Depenauer Moor weiter voranzubringen, wurde heute der gesamte B-404-Verkehr auf die fertig gestellte neue Anschluss-Stelle Nettelsee umgeleitet. Damit wird die neue Anschluss-Stelle zunächst provisorisch als Umleitungsstrecke genutzt, bis im Frühjahr 2018 das knapp zwei Kilometer lange A-21-Teilstück bei Löptin fertig ist. Zugleich wurde heute die Ortsumgehung Nettelsee im Verlauf der Landesstraße L 49 in Betrieb genommen. Damit fließt der Verkehr auf der L 49 von Bordesholm künftig nicht mehr durch Nettelsee, die östliche Anbindung Nettelsees wird am 12. Mai freigegeben.

Meyer_ZitatMeyer sagte im Gespräch mit dem NDR-Schleswig-Holstein-Magazin (auch heute abend, 19.30 Uhr, auf N 3)

(Audiopfeil klicken)

Nach den Worten von Matthias Paraknewitz, dem zuständigen Niederlassungsleiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), waren für die neue Anschlussstelle in Nettelsee erhebliche Sanierungen des moorigen Untergrunds sowie der Neubau von fünf Brückenbauwerken und ein großes Regenrückhaltebecken nötig.

Nettelsee
Beginn der Nettelseer Ortsumgehung auf der L 49 von und nach Bordesholm
Bis zum Sommer 2017 soll die Anbindung von Löptin an die A 21 erfolgen. Die neue Gemeindestrasse wird im Bereich der Anschlußstelle an die L67 angebunden. Nach der Fertigstellung wird die Anbindung der alten Gemeindestrasse an die B 404 aufgehoben.

Radfahrer müssen für die kommenden Monate allerdings weiterhin mit Einschränkungen rechnen: Seit  Beginn der Arbeiten im Winter 2012 werden sie über die innerörtliche Straße Kieler Kamp in der Gemeinde Stolpe umgeleitet. Der Radweg an der L 49 wird allerdings nur bis zum Kieler Kamper Weg freigegeben. Ab Kieler Kamper Weg bis Depenau bleibt er auf Grund der Baustelle gesperrt. Paraknewitz: „Eine Umleitungsbeschilderung wird rechtzeitig aufgestellt.“

Sämtliche Bauarbeiten werden laut Meyer und Paraknewitz unter Aufrechterhaltung des öffentlichen Verkehrs ausgeführt. Die Fahrbahnbreiten im Baustellenbereich betragen mindestens 6,50 Meter. Aus Gründen der Verkehrssicherheit bleibt die Geschwindigkeit im Baustellenbereich allerdings weiterhin auf 50 km/h reduziert.

„Wir bitten nochmals alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um besondere Rücksichtnahme und Umsicht im Baustellenbereich“, sagte Meyer und dankte dem LBV-SH für die bisherige zeitgerechte Arbeit: „Damit sind wir auf dieser wichtigen Nord-Süd-Trasse ein erhebliches Stück vorangekommen und haben zudem bereits Baurecht für den Ausbau der B 404 in Höhe des Barkauer Landes. Damit können wir nun auch den Ausbau bis zur Kreuzung B404 mit der L49 und K34 in Nettelsee fortsetzen

Nach Entscheidung gegen Husum: Meyer weiter in Sorge um Senvion-Arbeitsplätze

Meyer nach dem Treffen mit Senvion-Betriebsrat: Sorge um Transfer von Arbeitsplätzen nach Portugal

Außenstelle der Senvion GmbH in Osterrönfeld

Der Windkraftanlagenhersteller Senvion will nach Angaben des örtlichen Betriebsrates auch im Betrieb Osterrönfeld Arbeitsplätze abbauen. «Es sollen nach den uns vom Unternehmen mitgeteilten Plänen 49 Jobs wegfallen», sagte der Betriebsratsvorsitzende Bernhard Band heute in Osterrönfeld. An den Standorten Büdelsdorf und Osterrönfeld (Kreis Rendsburg-Eckernförde) seien einschließlich Außendienstmitarbeitern etwa 950 Menschen beschäftigt. Senvion will in Deutschland rund 730 Stellen streichen – in Husum (Kreis Nordfriesland), Trampe (Brandenburg) sowie am Standort der PowerBlades GmbH in Bremerhaven.

IMG_0958Am Nachmittag trafen sich Betriebsratsmitglieder mit  Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, der im Anschluß in einem Interview mit RSH-Reporter Andreas Otto folgendes Fazit zog (Audiopfeil klicken):

Die Unternehmensleitung war bei dem Treffen nicht vertreten. «Es handelt sich nur um Wahlkampfgetöse, wir beteiligen uns nicht an solchem Wahlkampfgerassel von Politikern, sondern werden mit den Sozialpartnern die Probleme besprechen», sagte Senvion-Unternehmenssprecher Immo von Fallois mit Blick auf die Landtagswahl am 7. Mai. Meyer reagierte irritiert: «Was hat der Landtagswahlkampf mit unternehmerischen Entscheidungen und der Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region zu tun?»

«Osterrönfeld bleibt als Entwicklungszentrum ein ausgesprochener wichtiger Standort für Senvion», betonte Fallois gegenüber der deutschen-Presse-Agentur. «Dort wird die größte Offshore-Windkraftanlagen-Turbine entwickelt, dazu bekennen wir uns.»

Der Betriebsrat sieht sich über die Pläne in Osterrönfeld noch nicht umfassend informiert. «Die Verhandlungen mit der Unternehmensleitung haben noch nicht begonnen», sagte Band. Insgesamt sei man mit der Unternehmensführung aber gut im Gespräch. In Husum versuche der Betriebsrat die drohende Schließung des Werks mit alternativen Vorschlägen zu verhindern.

An einer Protestkundgebung der IG Metall in Husum hatte kürzlich auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) teilgenommen. Das Unternehmen sei wochenlang abgetaucht gewesen, hatte Albig kritisiert. Nun sei es endlich gelungen, nach Ostern Gespräche zwischen Landesregierung und Geschäftsführung zu vereinbaren.

Senvion: Meyer trifft heute Betriebsrat in Osterrönfeld

Meyer heute zu Gesprächen mit Senvion-Betriebsrat in Osterrönfeld

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer spricht heute Nachmittag in Osterrönfeld (Kreis Rendsburg-Eckernförde) mit Vertretern des örtlichen Betriebsrates des Windkraftanlagenherstellers Senvion. Dabei gehe es vorrangig um die Sicherung der insgesamt fast 1000 Arbeitsplätze der Senvion-Betriebe in Osterrönfeld und im nahe gelegenen Büdelsdorf. 

Senvion will in Deutschland rund 730 Stellen streichen. Betroffen sind die Werke Husum im Kreis Nordfriesland, Trampe in Brandenburg sowie der Standort der PowerBlades GmbH in Bremerhaven.

An einer Protestkundgebung der IG Metall in Husum hatte kürzlich auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) teilgenommen. Das Unternehmen sei wochenlang abgetaucht gewesen, hatte Albig kritisiert. Nun sei es endlich gelungen, nach Ostern Gespräche zwischen Landesregierung und Geschäftsführung zu vereinbaren.

Für Journalisten stehen Meyer und der Betriebsratsvorsitzende Band im Anschluss an das Treffen in Osterrönfeld kurz zur Verfügung (Genauer Termin kann in der Pressestelle abgefragt werden)

Meyers Fazit des heutigen Kopenhagen-Besuchs bei seinem Amtskollegen Olesen

Zeitplan für Fehmarnbelttunnel bleibt bestehen – erste Anhörungen im Mai – Planfeststellungsbeschluss in 2018

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Olesen (rechts) mit Meyer (mitte) und dem deutschen Botschafter Claus Robert Krumrei

Verkehrsminister Reinhard Meyer und sein dänischer Amtskol­lege Birk Ole Olesen haben heute bei ihrem turnusgemäßen Treffen mit Mitgliedern des dänischen Parlaments in Kopenhagen den bisherigen Zeitplan für den Fehmarnbelttunnel bekräftigt: „Nachdem wir gegen das Vorhaben bis Ende letzten Jahres 12.600 Einwen­dun­gen erhalten hatten, wird die dänische Projektgesellschaft Femern A/S die Stellung­nah­men zu den Einwendungen nun Ende dieses Monats unserer Planfeststellungsbe­hör­de vorlegen, so dass wir noch im Mai mit den ersten mündlichen Anhörungsterminen beginnen können“, sagte Meyer. Er habe mit Olesen vereinbart, dass die Staatssekretäre beider Ministerien diesen Prozess eng begleiten werden. Beide Seiten hätten die letzten Monate intensiv an den Unterlagen gearbeitet, so dass nach wie vor im Sommer 2018 mit einem Planfeststel­lungs­­beschluss für das Projekt zu rechnen sei.

„Es wird somit zwar alles in allem ein halbes Jahr Verspätung geben, aber wie es aussieht, nicht mehr als das“, sagte Olesen. Der erste Spatenstich könnte nach jetzigem Zeitplan im Sommer 2020 erfolgen.

Der rund 18 Kilometer lange Tunnel soll Deutschland mit Skandinavien verbinden und die Reisezeit zwischen Hamburg und Kopenhagen auf 2,5 Stunden verkürzen. Nach Angaben der Planer ist es der weltweit längste Tunnel dieser Art für Züge und Autos.

Meyer_MesseMeyer sagte weiter

(Audiopfeil klicken)

Meyer machte gegenüber den Dänen erneut deutlich, dass der Planfeststellungsbe­schluss allein noch kein Baurecht schaffe: „Wir gehen davon aus, dass gegen den Planfeststellungsbeschluss geklagt wird und wir mit einem bis zu zweijährigen Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht rechnen müssen, bevor dann tatsächlich die ersten Bagger rollen können“, so Meyer. Doch weder er noch sein Kollege Olesen hätten die geringsten Zweifel, dass der Belttunnel gebaut werde und für einen enormen Wirtschaftsschub auf beiden Seiten der Grenze sorgen werde.

Rade

Ein weiteres Thema des Treffens war der geplante Ersatz der Rader Hochbrücke als wichtigster Brückenschlag der Jütlandroute von und nach Skandinavien. „Es besteht für uns kein Zweifel daran, dass bis zum Jahr 2026 die erste von zwei geplanten neuen Brücken stehen wird“, so Meyer. Die Dänen würden zudem den jüngsten Beschluss des Kieler Landtags begrüßen und unterstützen, die Möglichkeiten eines insgesamt sechsspurigen Brückenbaus auszuloten, nachdem die Verkehrszahlen auf dem nördlichen A-7-Abschnitt in den letzten zwei Jahren erheblich angestiegen.  „Dazu wird es bis zum Sommer ein Verkehrsgutachten geben, das uns und dem Bund eine solide Entscheidungsgrundlage liefern wird“, sagte Meyer.

Austausch über Belttunnel-Planung: Meyer trifft Olsesen in Kopenhagen 

Heute in Kopenhagen – Meyer und Olesen sprechen über Belttunnel und Ersatz der Rader BrückeVerkehrsminister Reinhard Meyer und sein dänischer Amtskollege Ole Birk Olesen treffen sich heute in Kopenhagen, um sich über den aktuellen Stand beim Planungsverfahren für die Feste Fehmarnbeltquerung und beim Ersatzbauwerk für die Rader Hochbrücke gegenseitig zu informieren und auszutauschen. Es steht auch ein Treffen mit Abgeordneten des dänischen Parlaments auf dem Programm. Im Anschluss daran findet eine Pressekonferenz statt. 

Und zwar heute, 18. April, 15:30 Uhr, im dänischen Transportministerium „mødecenter“ (Neubau im Hof des Ministeriums) Frederiksholm Kanal 27F, DK-1220 Kopenhagen.