Archiv der Kategorie: Allgemein

Vier gute Wirtschaftsnachrichten für den „echten Norden“

SH heute: Geld für e-Highway und Fachkräfteberater, Ablieferung  „Sailing A“ und gute „Flens“-Bilanz

Nach mehrjähriger Bauzeit will die Kieler Werft German Naval Yards heute die weltweit größte Segelyacht offiziell übergeben. In den kommenden Tagen wird die «Sailing Yacht A» den Kieler Hafen mit Kurs in Richtung wärmerer Gefilde verlassen. Auftraggeber des auffälligen Dreimasters ist der russische Milliardär Andrej Melnitschenko.

Und noch eine Premiere für SH wird heute amtlich: Die Tests mit Elektro-Lastwagen auf zwei Autobahn-Abschnitten in Schleswig-Holstein und Hessen sollen Anfang 2019 starten. Ab dann werden Laster mit Strom aus einer Oberleitung auf einer sechs Kilometer langen Strecke auf der A1 zwischen Reinfeld und Lübeck fahren, wie das Bundesumweltministerium gestern ankündigte. Die zweite Teststrecke liegt auf der A5 zwischen Darmstadt und dem Frankfurter Flughafen. Das Bundesministerium fördert das Vorhaben als Teil des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 mit rund 35 Millionen Euro.

Auf beiden Versuchsstrecken sollen je fünf Prototypen der VW-Tochter Scania zum Einsatz kommen. Die Laster fahren nur elektrisch und sollen so viel Strom aus der Oberleitung ziehen, dass die Batterie für den restlichen Teil der Fahrt ausreichend geladen ist. Der Berliner Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth will die Förderzusage des Bundes am Freitag an Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) in Reinfeld überreichen – auf dem Betriebshof einer Spedition, die sich an dem Vorhaben beteiligt.

Das Wirtschaftsministerium in Kiel als Projektantragsteller kooperiert bei dem Pilotprojekt auch mit dem Forschungs- und Entwicklungszentrum der Fachhochschule Kiel. Nach Einschätzung des Bundesministeriums eignen sich rund 5000 der 13 000 Autobahn-Kilometer in Deutschland für Verkehr mit Elektro-Lkw. 

Und noch eine gute Nachricht des echten Nordens: Die Flensburger Brauerei blickt zufrieden auf das vergangene Geschäftsjahr. «Der Trend geht weiter zu regionalen Biermarken, und uns kann man gut verorten», sagte Geschäftsführer Andreas Tembrockhaus vor der Präsentation der detaillierten Jahresergebnisse am heutigen Freitag in Flensburg.

Und last not least: das Wirtschaftsministerium übergibt heute um 10 Uhr bei der Kieler IHK  Förderbescheide an landesweit tätige Berater des Netzwerks Fachkräfte – alles in allem 870.000 Euro.

Anstieg der Verkehrszahlen: Meyer ruft Planung der Rader Brücke neu auf die Tagesordnung

Überraschende Verkehrszahlen für Rader Hochbrücke – Meyer erneuert Forderung nach 6 Spuren

Die Rader Hochbrücke im Zuge der Autobahn A7

Angesichts der jüngsten Verkehrszählung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ist es aus Sicht von Verkehrsminister Reinhard Meyer nötig, die bisherigen Planungen der neuen Rader Brücke noch einmal kritisch zu hinterfragen. Die BASt hatte bei ihrer Zählung, die alle fünf Jahre stattfindet, einen überraschend hohen Anstieg des Personen- und Güterverkehrs auf dem A-7-Abschnitt rund um das Rendsburger Kreuz festgestellt. Demnach ist die Zahl der Wagen auf der Rader Brücke seit der letzten Zählung im Jahr 2010 von 42.600 auf 54.200 Autos im Jahr 2015 gestiegen. Ein solcher Zuwachs war bislang erst für 2030 prognostiziert. Das Problem: Die bisherigen Planungen des Neubaus der maroden Rader Hochbrücke basieren auf hochgerechneten Zahlen der Erhebung aus 2010.

Während ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums heute in Berlin überraschend erklärte, dass es auch angesichts der neuen Datenlage keinen Grund gebe, die Rader Brücke auf sechs volle Spuren auszulegen, will Meyer diese Frage gemeinsam mit dem Bund und der mit dem Neubau beauftragten Planungsgesellschaft DEGES noch einmal erörtern.

Denn: Sollte bereits in den nächsten Jahren die Grenze von täglich 62.000 Autos überschritten werden, sehen selbst die Vorgaben des Bundes sechs statt der bislang geplanten vier Spuren (zuzüglich Standstreifen) vor. Auch die DEGES hat angekündigt, die Zahlen der BASt noch einmal zu analysieren. Wichtigste Maxime für Meyer: Am Zeitplan darf nicht gerüttelt werden – bis zum Jahr 2026 muss eine neue Rader Brücke über den Kanal führen.

meyer_telefonMeyer sagte dazu heute in einem Gespräch mit Pascal Hilgruber von  NDR 1 Welle Nord

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Besonders stark zugenommen hat die Zusatzbelastung der Rader Hochbrücke auch durch Schwerverkehr ab 3,5 Tonnen: Die Zahl der Lastwagen, Busse und Transporter kletterte um gut 45 Prozent auf rund 7750 täglich.

 Die Sicherheit auf der alten Brücke ist trotz der höheren Verkehrsbelastung bislang nicht bedroht. Erst vor wenigen Wochen wurde eine so genannte Hauptprüfung des Bauwerks abgeschlossen und dabei keine neuen oder außergewöhnlichen Schäden festgestellt. In der zweiten Hälfte des Jahres werden zudem Teile der Stahlkonstruktion verstärkt.

Stau auf Rader Hochbrücke im Zuge der der A7 Richtung Norden

Land, Kreis und Gemeinde krempeln die Ärmel hoch: L 309 in Pansdorf wird erneuert

Erleichterung in Pansdorf: Die herbeigesehnte Sanierung der L 309 beginnt

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Spatenstich: Die örtliche Landtagsabgeordnete Sandra Redmann (SPD), Minister Meyer und Pansdorfs Bürgermeister Thomas Keller (von rechts)

Die seit Jahren marode und streckenweise auf Tempo 30 gedrosselte Landesstraße 309 im Ratekauer Ortsteil Pansdorf (Kreis Ostholstein) wird in diesem Jahr grundlegend saniert. Verkehrsminister Reinhard Meyer setzte dafür heute (1. Februar) in dem 3500-Einwohner-Ort gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Keller den ersten Spatenstich.

Reinhard_MeyerMeyer sagte zu dem Baubeginn

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Wie Meyer sagte, sei das 4,2 Millionen Euro teure Bauvorhaben auf dem knapp 4,3 Kilometer langen Teilstück rund um Pansdorf ursprünglich frühestens für das Jahr 2018 geplant gewesen. „Durch die zusätzliche Bereitstellung von Finanzmitteln und Personalressourcen – vor allem durch das IMPULS-Investitionsprogramm der Landesregierung – konnte das Bauvorhaben in das Jahr 2017 vorgezogen werden“, so Meyer. Es handele sich um eine vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) betreute Gemeinschaftsmaßnahme der Gemeinde Ratekau, des Kreises und des Zweckverbandes Ostholstein sowie des Landes.

Wie Meyer sagte, werde die insgesamt rund elfmonatige Sanierungsphase zweifellos mit Beeinträchtigungen für die Anwohnerinnen und Anwohner verbunden sein. „Aber unser Landesbetrieb hat bereits über die anstehenden Schritte vor Ort informiert und wird dies auch weiter tun.“ Meyer sicherte Bürgermeister Keller zu, dass nicht nur sämtliche Grundstücke während der Bauphase erreichbar bleiben, sondern auch Geschäfte und andere Unternehmen wie die anliegende Gärtnerei. Die Sanierung der Ortsdurchfahrt werde dazu in Einzelabschnitten von maximal 350 Metern Länge erfolgen. Die für Juni und Juli geplante Sanierung der anschließenden freien Strecke wird in zwei Abschnitten durchgeführt.

Aufgrund der großen Breite der L 309, bei der es sich in dem Abschnitt um die ehemalige Bundesstraße B 207 handelt, wird über eine Deckenerneuerung hinaus auch der grundlegende Aufbau verstärkt und eine Neuaufteilung der Fahrbahnfläche vorgenommen. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts, für das die Firma Strabag aus Neustadt in Holstein den Zuschlag erhalten hatte, ist für November vorgesehen.

Arbeitsmarkt im „echten Norden“ trotz Januar-Delle weiter äußerst robust

Trotz saisontypischer Delle: Meyer freut sich über niedrigste Januar-Arbeitslosenquote seit fast 25 Jahren in SH

An der Handwerkskammer Flensburg werden Aus- bzw. Weiterbildung weiterbilden weiter bilden Lehrgänge zum Geprüften Schweißer angeboten

Trotz des saisontypischen Anstiegs der Arbeitslosenzahlen zum Jahresbeginn beurteilt Schleswig-Holsteins Arbeitsminister Reinhard Meyer den Arbeitsmarkt im „echten Norden“ als äußerst robust: „Die Wirtschaft ist weiter auf Wachstumskurs und die aktuelle Arbeitslosenzahl die niedrigste Quote in einem Januar seit fast 25 Jahren“, sagte Meyer heute in Kiel.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit sank die Zahl der Arbeitslosen im Land im Vergleich zum Januar des Vorjahres um 4.718 auf 100.271. Im Vergleich zum Vor-monat Dezember ist damit allerdings die Zahl der Arbeitslosen um 7.516 gestiegen. Dies spiegelt auch die Arbeitsmarktsituation in den Kreisen und Kreisfreien Städten wieder. Die Arbeitslosenquote liegt in allen Kreisen unter achr Prozent und in allen Kreisfreien Städten unter 10 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat ist in allen Kreisen und kreisfreien Städten die Arbeitslosigkeit  gestiegen, besonders in den touristisch geprägten Kreisen Nordfriesland und Ostholstein.

Ein erfreulicher Trend ist nach den Worten von Meyer der weiterhin kräftige Zuwachs an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. „Insbesondere in den Bereichen Erziehung und Unterricht, Gesundheits-und Sozialwesen, sowie den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen zeigen die hochgerechneten November-Werte im Monats- und im Vorjahresvergleich das neue Arbeitsplätze entstanden sind“, so der Minister.

Perspektivisch könne von einer weiterhin positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ausgegangen werden, zumal sich die kommende Frühjahrsbelebung positiv auf die Bereiche Gastgewerbe, Tourismus und den Garten- und Landschaftsbau auswirken dürfte“, sagte Meyer.

Neue Linien, einheitlicher Tarif, Semesterticket: Land bringt Nahverkehr in Schwung

Dank „Kieler Schlüssel“ und Sondervermögen will das Land den Nahverkehr in SH auf die Übetrholspur bringen 

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Die Koalition von SPD, Grünen und SSW will in Schleswig-Holstein die Angebote von Bussen und Bahnen ausbauen und besser miteinander vernetzen. Über einen Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen dafür hat der Landtag heute in erster Lesung beraten. Die Koalition will auch ein Sondervermögen anlegen, um damit Mobilität und Innovation im Schienenverkehr zu fördern. Im Ziel, den Nahverkehr zu stärken, zu modernisieren und kundenfreundlicher zu machen, sind sich alle Fraktionen einig.

Hilfreich ist dabei, dass die Länder vom Bund über den von Verkehrsminister Reinhard Meyer ausgehandelten „Kieler Schlüssel“ mehr Geld bekommen. Für Schleswig-Holstein bedeutet dies zusätzliche 470 Millionen Euro bis einschließlich 2030. Diese sogenannten Regionalisierungsmittel und Schleswig-Holsteins Anteil daran seien eine Erfolgsgeschichte, sagte Meyer. «Sie geben dem Land die Möglichkeit, ein passgenaues, modernes Nahverkehrsangebot in Schleswig-Holstein zu schaffen.» Die Kunst dabei sei, sowohl den Kundenbedürfnissen in den städtischen als auch denen in den ländlichen Regionen gerecht zu werden.

Auch neue Bahnlinien sind geplant, so zwischen Wrist und Kellinghusen. Geesthacht soll an das Bahnnetz angeschlossen werden. Ein Semesterticket für das ganze Land, ein einheitlicher Nordtarif, papierlose Tickets und WLAN in allen Nahverkehrszügen sind ebenfalls vorgesehen. Die Qualität der Fahrzeuge werde zudem verbessert, sagte Meyer.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD)Hier Meyers gesamte Rede im Wortlaut

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Nach 12.600 Einwendungen: Land treibt Planung der Beltquerung weiter voran

Meyer legt Landtagsbericht zum Planungsstand der Fehmarnbeltquerung vor

Für den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels von Dänemark nach Deutschland braucht es noch Geduld. Die Planung des Milliardenprojektes wird sich um mindestens ein halbes Jahr weiter verzögern. Der deutsche Planfeststellungsbeschluss wird wegen einer Vielzahl an Klagen nicht mehr wie bisher vorgesehen 2017 kommen, sondern frühestens Mitte 2018.

Verkehrsminister Reinhard Meyer sagte dazu im Landtag:

Sattes Plus bei den Erwerbstätigen in 2016 – und SH-Mittelstand überwiegend zufrieden

Meyer zufrieden: SH-Mittelstand blickt überwiegend zufrieden auf seine wirtschaftliche Situation

Die Firma Rudi Jahnke Süsswaren

Dem Mittelstandsbarometer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zufolge schätzen 62 Prozent der Firmen ihre Geschäftslage als gut ein. Damit liegt das Land leicht über dem Bundesschnitt von 58 Prozent. Weitere 32 Prozent der Unternehmer in Schleswig-Holstein bewerten ihre Lage zumindest als überwiegend gut.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Es bestätigt meine Eindrücke von meinen zahlreichen Betriebsbesuchen im Land – und passt zur heutigen Meldung über das satte Plus bei den Erwerbstätigen-Zahlen in Schleswig-Holstein in 2016.

Tatsächlich schlecht geht es der Umfrage zufolge im Norden kaum jemandem. Allerdings blicken mit 20 Prozent so viele Firmen wie nirgendwo sonst in Deutschland pessimistisch in die Zukunft und glauben, dass sich die Lage in den kommenden Monaten verschlechtern wird. Dementsprechend wollen auch nur 27 Prozent der Unternehmer in Schleswig-Holstein ihre Investitionsbereitschaft steigern, bundesweit sind es 32 Prozent.

Mehr als die Hälfte der schleswig-holsteinischen Unternehmer (54 Prozent) rechnet trotzdem mit einer gleichbleibenden Beschäftigungslage, 38 Prozent gehen sogar von einem Anstieg aus. Acht Prozent prognostizieren einen Personalabbau. Für das Mittelstandsbarometer hat Ernst & Young im Dezember bundesweit 3000 Unternehmen mit 30 bis 2000 Mitarbeitern telefonisch befragt.

Wie kommt der Lübecker Hafen in ruhige Fahrwasser – Meyer fordert Investitionsanträge

Meyer zur Lage des Lübecker Hafens: Wir brauchen 2017 eine Lösung des Tarifkonflikts und  Anträge für Investitionen

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Meyer im Gespräch mit Lübecks Hafenchef Sebastian Jürgens, LN-Moderatorin Josephine von Zastrow und Marco Lütz vom Verein Lübecker Spediteure

Streiks, Streik-Androhungen, rückläufiger Güterumschlag, ein gescheiterter Zukunftspakt, Arbeitsgerichtsprozesse und drei große Papierkunden, die sich entnervt abgewendet haben – unter anderem nach Kiel. In wie schwerer See befindet sich der Lübecker Hafen?

Dieser Frage gehen zur Stunde im Europäischen Hansemuseum in Lübeck die „Lübecker Nachrichten“ im Rahmen ihres regelmäßigen „Hansetalks“ nach. Den Fragen der beiden Moderatoren Lars Fetköter und Josephine von Zastrow stellen sich neben Hafenchef Sebastian Jürgens unter anderem der Lübecker Hafen- und Logistikexperte Marko Lütz, Thomas Mendrzik von der verdi-Bundesgruppe Häfen und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer.

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH ist Deutschlands größter Hafenbetreiber an der Ostsee mit einem Jahresumschlag von rund 25 Millionen Tonnen. An ihren vier Hafenterminals werden hochfrequente Seeverkehre in den Ostseeraum angeboten. Die Ladeeinheiten werden gebündelt und durch leistungsfähige Systeme mit dem Hinterland verbunden. Die LHG ist Partner der Papier- und Automobilindustrie.Nach den Worten von LHG-Chef Jürgens ist der Hafen für die nächste Zeit durchaus vernünftig aufgestellt. „Lübeck und Travemünde haben ein Toplage, die zudem noch Ausbaumöglichkeiten bietet“, sagte er.

Meyer machte in der Diskussion mehrfach klar, dass der häufig erhobene Vorwurf, wonach das Land den Lübecker Hafen nicht so stark fördere wie etwa Kiel, vollkommen fehl gehe: „Bislang hat das Land noch keinen Förderantrag aus der Hansestadt abgelehnt – wir können aber nur helfen, wenn wir auch Förderanträge erhalten – und daran mangelte es in den letzten Jahren.“ Darum sei die Hafengesellschaft gefordert, sich rasch eine Investitions-Strategie zu überlegen und die Infrastruktur des Hafens zu verbessern.

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Auch Hafenchef Jürgens räumte ein, dass ein erheblicher Investitionsbedarf bestehe – aber man benötige für einen Förderantrag nun einmal auch die nötige eigene finanzielle Basis, um den eigenen Anteil an den Investitionen stemmen zu können.

Thomas Mendrzik von verdi machte deutlich, dass die Lage der Lübecker Hafengesellschaft zweifelsfrei nicht gut sei. Das Ruder könne aber noch herumgerissen werden, nur müsse das bestehende Problem der Personalüberhänge bei der LHG in jedem Fall sozialverträglich gelöst werden. Dazu Meyer: „Wir brauchen in jedem Fall eine Lösung noch in diesem Jahr – und dazu idealerweise ein breites Bündnis für den Hafen in Lübeck, dazu gehöre auch eine gemeinsame Gesprächsrunde der Tarifparteien.“ Der Minister forderte die Stadt Lübeck auf, ein entsprechendes Bündnis schnell ins Leben zu rufen: „Wir sitzen dabei gern mit am Tisch“, so der SPD-Politiker.

Dass sich der kriselnde Hafen auch auf die Spediteure auswirke, machte Maco Lütz von dem Verein Lübecker Spediteure deutlich: „Natürlich rollen weniger Lkw, wenn weniger Papier umgeschlagen wird.“ Zugleich brach Lütz eine Lanze für all die kleinen Firmen im Hafen abseits der LHG: „Die machen einen hervorragenden Job.“   Der Spediteur erwartet von der Stadt und der LHG vor allem ein klares Signal an die noch verbliebenen Hafenkunden. „Sonst laufen wir Gefahr, dass auch die noch abwandern.“

Meyer erinnerte daran,  dass das Land erst im Herbst letzten Jahres ein Gutachten in Auftrag gegeben hatte, um Kooperationsmöglichkeiten mit Kiel auszuloten. Doch es habe sich herausgestellt, dass dies wegen äußerst unterschiedlicher Strukturen und Geschäftsmodelle an beiden Standorten kaum umsetzbar sei. Das vom Wirtschaftsministerium beauftragte Fraunhofer-Centers für Maritime Logistik (CML) kam zu dem Ergebnis, dass ein Schulterschluss beider Hafenunternehmen allenfalls auf weichen Kooperationsfeldern wie einem gemeinsamen Marketing, einem gemeinsamen Einkauf oder auf dem Feld des Maritimen Umweltschutzes machbar wäre.

Als „kleinsten gemeinsamen Nenner“ habe man sich mit den Städten Kiel und Lübeck und deren Hafengesellschaften auf die Entwicklung eines „Green-Port-Konzepts“ geeinigt. Dabei gehe es vor allem um das Ausloten von Synergien  bei der Entsorgung von Schiffsabwässern oder anderer Schiffsabfälle sowie um technologische Lösungen beim Einsatz alternativer Schiffstreibstoffe  wie Methanol oder LNG (Liquefied Natural Gas). „Ein solches „Green-Port-Konzept“, das  mit Kiel und Lübeck beginnen kann, wäre auch offen für eine Beteiligung der anderen Häfen im Lande. Auch ist eine Förderung von investiven Maßnahmen im Rahmen dieses Konzepts möglich “, sagte Meyer.

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Meyer sieht in CETA ein gutes Abkommen, das nur klare Regeln braucht

Meyer zum CETA-Abkommen: Wirtschaftlicher Erfolg in SH braucht Exporte – mit fairen Regeln

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD)Die Opposition im schleswig-holsteinischen Landtag hat der Landesregierung vorgeworfen, sich vor einer Festlegung zum europäisch-kanadischen Freihandelsabkommen Ceta zu drücken. FDP und CDU forderten von der Landesregierung eine Unterstützung des Abkommens im Bundesrat, die Piraten wiederum ein klares Nein. SPD-Fraktionschef Ralf Stegner betonte, der Bundesrat werde sich nicht vor der Landtagswahl am 7. Mai mit Ceta befassen, sondern voraussichtlich erst 2018, wenn das zwischen der EU und Kanada im Oktober unterzeichnete Abkommen in allen Details vorliege. Daher wäre es völlig unangebracht, wenn die Landesregierung sich bereits jetzt festlegen würde.

Das sagte auch Wirtschaftsminister Reinhard Meyer – hier seine Rede im Wortlaut:

 

Meyer zum Technologietransfer in SH: Unserem Land darf keine gute Idee verloren gehen

Land stärkt Wissens- und Technologietransfer – Kabinett tagte heute im Isit in Itzehoe

ISiT in Itzehoe

Die Landesregierung wird nach den Worten von Wirtschafts- und Technologieminister Reinhard Meyer weiter in den Wissens- und Technologietransfer intensivieren. «Wir brauchen einen leistungsstarken Technologietransfer in unserem Land», sagte er heute nach einer Kabinettssitzung in Itzehoe (Kreis Steinburg). Die Regierung mache sich stark für verlässliche Kooperations- und Netzwerkstrukturen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Bei Danfoss Silicon Power werden Elektronische Bauteile gefertigtDas Kabinett tagte im Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (Isit). «Hier verknüpfen sich hochkarätige anwendungsorientierte Spitzenforschung aus Wissenschaft und Wirtschaft auf innovative Weise», sagte Meyer. Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) fehlte in Itzehoe wegen eines grippalen Infekts.

Wichtig sei, dass dem Land keine einzige gute Idee verloren gehe, sagte Meyer. Deshalb unterstütze sein Haus gezielt Ausgründungen aus Hochschulen und habe eigens dafür ein Gründungsstipendium aufgelegt. «Schleswig-Holsteins Stärken liegen in innovativen Feldern wie den Erneuerbaren Energien, der Medizintechnik oder dem Maschinenbau.»

Der Kreis Steinburg war die letzte Station der Reihe «Kabinett vor Ort». Es tagte seit November 2012 in allen Kreisen und kreisfreien Städten. Auf dem Programm standen jeweils auch Besuche von Firmen, Schulen und sozialen Einrichtungen