Archiv der Kategorie: Allgemein

Land fördert neues Melsdorfer Gewerbegebiet mit knapp einer Million Euro

Melsdorf bekommt mit Landeshilfe ein zweites Gewerbegebiet – 150 neue Arbeitsplätze in Sicht

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Melsdorfs Bürgermeisterin Anke Szodruch mit Meyer (rechts) und Kiels OB Kämpfer auf dem Melsdorfer Rotenhof-Arreal

Die Gemeinde Melsdorf bei Kiel wächst neben dem bestehenden Ihlberg-Gelände um ein 20 Hektar großes weiteres interkommunales Gewerbegebiet: Nachdem in den letzten Wochen bereits die ersten Vorarbeiten zur Erschließung des Rotenhof-Arreals vorgenommen wurden, übergab Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute (15. Februar) an die Gemeinde einen Förderbescheid  über 995.000 Euro. Die Summe entspricht 25 Prozent der förderfähigen Kosten von rund 3,9 Millionen Euro – insgesamt investieren Land und Kommune 7,1 Millionen Euro in das Projekt.

„Mit diesem Vorhaben werden durch die geplanten Um- und Neuansiedlungen von Unternehmen nicht nur rund 440 Dauerarbeitsplätze in der Region gesichert, sondern absehbar rund 150 zusätzliche neu entstehen“, sagte Meyer. Die Haupt-Bauarbeiten sollen noch in diesem Monat beginnen und Ende des Jahres abgeschlossen sein. Zu den Firmen, die sich in Melsdorf ansiedeln, gehören unter anderem ein großes Logistik-Unternehmen sowie Großhandelsbetriebe und Technik-Dienstleister.

Wie Meyer weiter sagte, verfolgen die Gemeinde Melsdorf und die Landeshauptstadt Kiel gemeinsam das Ziel, ein bedarfsgerechtes Angebot an Gewerbeflächen für eine zukunftsorientierte Entwicklung der Kiel-Region zu schaffen.  Für die wachsende Landeshauptstadt böten sich damit Möglichkeiten zur Schaffung dringend benötigter Gewerbeflächen, während sich für Melsdorf  neue Wachstumsperspektiven eröffnen würden.

Die Erschließung der Gewerbegebiets Rotenhof wird aus dem Landesprogramm Wirtschaft (LPW) mit Mitteln der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) finanziert.

Wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zum Bau des Fehmarnbelttunnels

Fehmarnbelttunnel: Dänen übermitteln 14.000 Seiten Erwiderungen auf Großteil der 12.600 Einwendungen

Die dänische Projektgesellschaft für den geplanten Bau des Fehmarnbelt-Tunnels hat heute der Planfeststellungsbehörde im Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) in Kiel die Antworten auf einen Großteil der 12 600 Einwendungen gegen das Milliardenprojekt übermittelt. Die unabhängige Planfeststellungsbehörde im LBV-SH wird nun die Ergebnisse prüfen.

Entscheidend für den weiteren Verlauf werde ausschließlich die Qualität der Erwiderungen von Femern A/S sein, sagte Verkehrsstaatssekretär Frank Nägele. Nach genauer Prüfung werde die Planfeststellungsbehörde bewerten, wie sorgfältig und damit rechtssicher gearbeitet wurde. Der Planfeststellungsbeschluss wird für 2018 erwartet. Mit einem Baubeginn für den Tunnel zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland ist angesichts absehbarer Klagen nicht vor 2020 zu rechnen.

Dänemark finanziert den über sieben Milliarden Euro teuren Tunnelbau allein. Deutschland muss die Straßen- und Schienenanbindung auf seinem Territorium bezahlen. Das könnte 2,5 Milliarden Euro kosten. Auf dänischer Seite hat das Parlament das Milliardenvorhaben bereits 2015 per Baugesetz genehmigt.

Das jetzige Planfeststellungsverfahren betrifft nur den Tunnelbau zwischen Fehmarn und Lolland, nicht die Anbindungen. Laut Femern A/S kamen 54 Prozent der 12 600 Einwendungen nicht aus Ostholstein und 13 Prozent von Anwohnern oder Immobilienbesitzer auf Fehmarn. Bei anderen Großvorhaben gab oder gibt es noch weit mehr Einwendungen. Beispiele sind der Ausbau des Düsseldorfer Flughafens (41 000), die Rheintalbahn (166 000), der Berliner Großflughafen BER (130 000) und die neue Lande-/Startbahn am Frankfurter Flughafen (127 000).

Dienstag bis Donnerstag: Reparaturen an Rader Brücke schränken Verkehr ein

Routinereparaturen: Auf der Rader Brücke wird es kommende Woche ab Dienstag für drei Tage enger

Brückenprüfung der Rader Hochbrücke

Um den Stahlbau der Rader Brücke weiterhin in Schuss zu halten, sind ab Dienstag kommender Woche (14. Februar – 16. Februar) drei Tage Routinereparaturen und damit Verkehrseinschränkungen nötig. Hintergrund: Die Schweißnähte des Stahlüberbaus werden regelmäßig und in kurzen Abständen geprüft. Nachdem unter dem Hauptfahrstreifen in Fahrtrichtung Flensburg Risse in den Schweißnähten aufgetreten sind, müssen diese Schäden umgehend behoben werden.

Nach Angaben des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) muss an allen drei Tagen zwischen 9.30 Uhr und 15 Uhr der Hauptfahrstreifen vom Verkehr entlastet werden und wird deshalb während der Schweißarbeiten gesperrt. Der Verkehr wird mit reduzierter Geschwindigkeit über den Überholfahrstreifen geführt.

Die Teilsperrung der B 202 in Osterrönfeld unter der Eisenbahnhochbrücke wird unterdessen absehbar noch heute am späten Abend aufgehoben. Hier waren in den letzten Tagen Gehölzarbeiten am Straßenrand vorgenommen worden.

 

DB Regio will bis April an Sylt-Konzept für anstehende Tourismus-Saison arbeiten

Meyer bei Sylt-Pendlern: Bis April soll noch mehr Stabilität im Fahrplan und Verbesserungen der Informationen erreicht werden

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Gesprächsrunde mit DB, NAH.SH, Pendlern und Unternehmern beim Verein der Sylter Unternehmer in Westerland

Die Waggon-Engpässe beim Bahnverkehr nach Sylt werden absehbar im Sommer behoben sein. Um die stillgelegte Flotte von 90 Waggons wieder in Betrieb zu nehmen, würden Gutachten erarbeitet. «So wie es aussieht hat die Hälfte der Kupplungen Schäden», sagte der Chef des Nahverkehrsverbunds Nah.SH, Bernhard Wewers, nach einem Treffen mit Verkehrsminister Reinhard Meyer  sowie mit Pendlern, Unternehmern und Vertretern der Bahn. «Ich war im November hier, ich war im Dezember hier, bin heute hier und ich werde vor Ostern wieder hier sein», sagte Meyer.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) im InterviewWeiter sagte er nach seinem Besuc auf der Insel

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Wegen der Ende 2016 noch vom vorherigen Betreiber, der Nord-Ostsee-Bahn (NOB), aus dem Verkehr gezogenen Waggons ist vor allem der Komfort auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Sylt stark beeinträchtigt. Die 108 veralteten Ersatz-Waggons ärgern die Bahnfahrer. «Prähistorisches Material und Fahrpreise aus 2017, das passt nicht zusammen», ärgerte sich deshalb Achim Bonnichsen, der eine Pendler-Gruppe organisiert.

Eigentlich hätten die defekten Kupplungen an den Wagen bis Ende März repariert sein sollen. Doch daraus wird nun wohl nichts – noch immer, so Wewers, sei die genaue Ursache noch offen.

Bei der Anreise erlebte auch Meyer eine Facette der Probleme: Auch sein Zug hatte wegen einer Weichenstörung 20 Minuten Verspätung. «Es war unangenehm, dass wir zweimal den Bahnsteig wechseln mussten», schilderte er die Situation am Abfahrtsbahnhof Niebüll. Auch ein Elternteil mit Kinderwagen sei betroffen gewesen. «Bei allem Unmut müssen wir respektieren, dass wir eine besondere Situation haben», sagte Meyer, der in dem Streit zwischen Bahn und Pendlern schlichten will.

Wewers betonte jedoch, dass – mit Ausnahme der ersten Januarwoche – die Pünktlichkeit trotz der alten Wagen gut sei: «über 95 Prozent». «Es gibt die Pünktlichkeit, die wir messen und es gibt die gefühlte Pünktlichkeit», so der Nahverkehrschef angesichts der nicht barrierefreien, alten – und nach Angaben von Pendlern oft verdreckten Waggons. «Es sind viele Dinge, die zusammenkommen», so Wewers. Dazu gehöre auch, dass die Informationen an den Bahnsteigen und im Zug verbessert werden müssten. Er sprach von einer «Notlage, die es so in Deutschland noch nicht gegeben hat».

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DB-Nord-Chefin Herbort, Meyer und Karl Max Hellner vom Verein Sylter Untenehmer

«Und weil es so eine Notlage ist, ist die Gefühlslage derjenigen, die diese Züge nutzen müssen, eine andere», ergänzte Meyer. «Das ist leider kein Orient-Express», so der Minister, der bereits bei der Strecken-Übernahme Ende Dezember zwischen Bahn, Pendlern und Unternehmern vermittelt hatte.

Die Konzernbeauftragte der Deutschen Bahn, Manuela Herbort, versprach angesichts der Probleme zu prüfen, ob auch Fernverkehrszüge teils unbürkokratisch für Pendler mit Nahverkehrsticket freigegeben werden können. Man sei «sehr gut im Gespräch», sagte sie. Mit Blick auf Touristen und Pendler sagte sie: «Die Erreichbarkeit der Insel sicherzustellen ist uns gelungen.»

Hamburg und Schleswig-Holstein sehen im Elb-Urteil mehr Licht als Schatten

Meyer sieht mehr Licht als Schatten beim Elb-Urteil: Projekt steht nicht nicht in Frage – Verzögerung ärgerlich

Hamburger Hafen. Container-Termina

Das Gerichtsurteil zur Elbvertiefung hat aus Sicht des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministers Reinhard Meyer einen guten und einen weniger guten Teil. Positiv und wichtig sei, dass das Bundesverwaltungsgericht den Planfeststellungsbeschluss nicht infrage gestellt habe, sagte Meyer. Von Nachteil seien die Auflagen, die jetzt abgearbeitet werden müssen. Dabei gehe es um die Auswirkungen der Elbvertiefung auf den Schierlingswasserfenchel und um Ausgleichsmaßnahmen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

IMG_0958Meyer sagte eben dazu im Gespräch mit Journalisten

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Das Land habe großes Interesse daran, dass die Vertiefung der Elbe kommt, sagte Meyer. Er bleibe dabei zuversichtlich. Dieser Fall zeige aber auch, dass Deutschland für solche Großprojekte viel zu lange brauche, sagte Meyer unter Hinweis auf die Verfahrensdauer von 15 Jahren.

Weite Teile de Hamburger Hafenwirtschaft und Hamburgs Senat haben unteressen erleichtert auf das Urteil zur Elbvertiefung reagiert. «Wir haben jetzt Rechtssicherheit. In der Sache haben wir Recht bekommen», erklärte Wirtschaftssenator Frank Horch. Auch wenn nun noch an einigen Stellen nachgearbeitet werden müsse, «gibt es keinen Zweifel daran, dass die Fahrrinnenanpassung kommen wird».

Wegen der Mängel hatte der 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichts die Planfeststellungsbeschlüsse für rechtswidrig und nicht vollziehbar (Az. BVerwG 7 A 2.15) erklärt. Gegen die Elbvertiefung hatten die Umweltschutzverbände BUND und Nabu geklagt. Sie bezeichneten das Urteil als «Erfolg für die Elbe». Die Hamburger Hafenwirtschaft befürchtet hingegen negative Folgen für den Hafen und fordert ein Aktionsprogramm.

Die Bundesverwaltungsrichter bemängelten zum einen eine mangelhafte Verträglichkeitsprüfung für die streng geschützte Pflanzenart Schierlings-Wasserfenchel, die nur an der Elbe vorkommt. Es seien mögliche Auswirkungen eines erhöhten Salzgehaltes durch die Elbvertiefung nicht ausreichend geprüft worden. Er erscheine jedoch möglich, dies «durch weitere Erläuterungen oder Abweichungsprüfungen zu heilen», sagte der Vorsitzende Richter des 7. Senats, Rüdiger Nolte, in seiner Urteilsbegründung.

Zum anderen beanstandete der Senat die Regelungen zur sogenannten Kohärenzsicherung in Niedersachsen. Das sind Ausgleichsmaßnahmen, die vorgenommen werden müssen, weil die Elbvertiefung zu Beeinträchtigungen von Naturschutzgebieten führt. Auch hier seien weitere Planungen nötig.

Die Elbe soll so ausgebaut werden, dass künftig Containerriesen mit einem Tiefgang bis zu 13,50 Meter unabhängig von der Flut und bis zu 14,50 Meter auf der Flutwelle den Hamburger Hafen erreichen können. Zudem sollen bessere Möglichkeiten geschaffen werden, dass die Schiffe einander beim Ein- und Auslaufen passieren können. Nach dem Leipziger Urteil kann jedoch vorerst nicht gebaut werden. Die Umweltschützer halten die Ausbaggerung des Flusses für nicht notwendig und auch nicht für ökologisch vertretbar.

«In Relation zur Vielzahl der von den Klägern erhobenen Mängel hält sich die Zahl der gerichtlichen Einwände in engen Grenzen», betonte Nolte. In den meisten und vor allem in den grundlegenden Punkten hielten die Planungen den rechtlichen Anforderungen stand.

Allerdings ist mit dem Urteil ein Beginn der Elbvertiefung vorerst weiter nicht in Sicht. Wie lange es dauern wird, bis die nötigen Planergänzungen auf dem Tisch liegen, ist offen. Zudem könnten die Umweltschützer erneut eine gerichtliche Überprüfung anstrengen. Die Kläger kündigten in Leipzig an, sich die überarbeiteten Pläne genau anschauen zu wollen. Zudem seien gegen die Elbvertiefung noch weitere Klagen in Leipzig anhängig, sagte Richter Nolte.

Die Elblotsen bedauerten die Entscheidung. «Damit werden weiterhin viele Schiffe länger für die Fahrt nach Hamburg oder zurück auf See benötigen», sagte Ben Lodemann, Ältermann der Lotsenbrüderschaft Elbe.

Zur Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts: hier klicken

Der „echte Norden“zog letztes Jahr 154 Betriebe an – Nachholbedarf bei der Industrie

SH-Wirtschaftsförderer haben letztes Jahr 154 Unternehmen angesiedelt – 20 mehr als 2015, dafür mit weniger Arbeitsplätzen

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Präsentierten die Ansiedlungsergebnisse 2016: WT.SH-Chef Bösche, Meyer und Matthias Hüppauff von der Wirtschaftsförderung Nordfriesland

Die neuen Betriebe wollen 1374 Arbeitsplätze schaffen. Diese Zahl liegt um 360 unter der des Vorjahres, weil die Betriebsgrößen gesunken sind. «Das Ansiedlungsergebnis spiegelt die mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur in Schleswig-Holstein wider», kommentierte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, der die Zahlen heute mit dem Chef der „Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein“ (WT.SH), Dr. Bernd Bösche, in Kiel vorstellte . Die Größe des Unternehmens entscheide nicht über die Arbeitsplatzqualität, sagte Meyer.

Reinhard_MeyerIm Gespräch mit Journalisten sagte Meyer weiter

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Der Mittelstand im Norden stehe für nachhaltige und hochwertige Arbeits- und Ausbildungsplätze, wertvolle Unternehmenskultur, gute Aufstiegs- und Entwicklungschancen sowie Innovationskraft und internationale Ausrichtung. Von den 2016 neu angesiedelten Unternehmen stammen 16 aus dem Ausland. In der Tourismuswirtschaft stieg die Zahl der neuen Arbeitsplätze von 210 auf 417. Hintergrund ist die Ansiedlung hochwertiger Hotels und Resorts. Der Tourismus schaffe Investitionen, Beschäftigung und Einkommen und sei gemeinsam mit den erneuerbaren Energien zugleich Visitenkarte des Wirtschaftsstandortes, sagte Meyer weiter.

Nach Angaben von WTSH-Chef Bösche zeigen die  hochwertigen Hotelansiedlungen auch, dass der in Deutschland einmalige Service – ein systematisches und zugleich individuelles Investitionsmanagement für Hotelprojekte – Früchte trage. Allein in den vergangenen fünf Jahren wurden im Rahmen dieses Angebots 17 Hotelprojekte realisiert und 726 Arbeitsplätze geschaffen, erklärte  Bösche.

boescheBösche sagte bei der Pressekonferenz weiter

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Auch der Bereich der Erneuerbaren Energien hat 2016 im Vergleich zum Vorjahr zugelegt: 93 Arbeitsplätze entstehen in acht Unternehmen (Vorjahr 30 Arbeitsplätze in fünf Unternehmen). Bei den Unternehmen reicht die Bandbreite vom Wartungsservice für Windkraftanlagen bis hin zu Consulting-Firmen. Insbesondere im Bereich der Wartung und Instandsetzung werden viele neue Arbeitsplätze entstehen. So wird allein das niedersächsische Unternehmen Carbon Rotec GmbH & Co Kg aus Lemwerder/Unterweser am Standort Lübeck 30 neue Arbeitsplätze schaffen. Zu den neu angesiedelten Unternehmen gehört auch die Wind to Gas Südermarsch GmbH & Co KG in Brunsbüttel. Am Standort Brunsbüttel plant die Gesellschaft  die Errichtung eines neuen Windparks sowie den Bau einer Power-to-Gas Anlage.

mapna-first-wind-turbineMeyer: „Hier tragen unsere Bemühungen, die Potenziale aus der Energie­wende und unseres Standortes in Wertschöpfung umzuwandeln viele Früchte. Wir haben die Energiewende immer als Wertschöpfungsmotor und Verbindung von Energiepolitik, Stromerzeugung, Wärmemarkt im Windland Schleswig-Holstein mit großen Chancen für den Mittelstand und die Industrie bewertet.“

Auch der Bereich der digitalen Wirtschaft entwickelte sich positiv: in 27 Unternehmen entstehen 98 Arbeitsplätze (Vorjahr 14 Unternehmen mit 65 Arbeitsplätzen). Die Bandbreite reicht hier von IT -Dienstleistungen bis hin zu Entwicklungen von multimedialen Produktionssystemen. Im Vergleich zu den Vorjahren gab es bei den Ansiedlungen in den übrigen Branchen keine eindeutigen Schwerpunkte.

Laut Meyer und Bösche stammen 63 Prozent der neu angesiedelten Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor (2015: 58 Prozent), 25 Prozent sind dem Handel (2015: 23 Prozent) und 12 Prozent dem produzierenden Gewerbe (2015: 19 Prozent) zuzurechnen.

hueppaufDr. Mattias Hüppauff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordfriesland geht davon aus, dass der gute Immobilienmarkt nun auch zu erheblichen Neuinvestitionen an den nordfriesischen Tourismusstandorten führt.

Er sagte…  (Audiopfeil klicken)

Unterdessen gab die IHK zu Kiel gestern eine Konjunkturumfrage bekannt, wonach die Unternehmen in Schleswig-Holstein in guter Stimmung in das neue  Jahr gestartet sind. Der aktuelle Konjunkturklimaindex der Industrie- und Handelskammer (IHK) hat sich im vierten Quartal vergangenen Jahres von 110,4 auf 113,5 Punkte verbessert. Maximal möglich sind 200 Punkte. Fast 22 Prozent der befragten Unternehmen planen für 2017 steigende Beschäftigtenzahlen. Neben der guten Binnenkonjunktur sei auch dank des derzeit schwachen Euro für 2017 eine stabile Exportnachfrage zu erwarten, erklärte IHK-Vizepräsident Klaus-Hinrich Vater.

Die komplette Konjunkturumfrage der IHK finden Sie hier: konjunkturbericht-ihk-sh-2017

Weitere Entspannung für Lübeck im Rechtsstreit um den Flughafen Blankensee

EU-Kommission sieht Förderungen des Lübecker Flughafens im Einklang mit dem Wettbewerbsrecht

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Weitere Entspannung im jahrelangen Rechtsstreit rund um den Lübecker Flughafen: Zwei Tage vor der erwarteten Verkündung eines Bundesgerichtshofs-Urteils, in dem es um die Klage einer großen deutschen Fluggesellschaft gegen angeblich ungerechtfertigte Begünstigungen der irischen Gesellschaft Ryanair durch die Stadt Lübeck geht, hat die EU-Kommission heute bekannt gegeben, dass nahezu sämtliche untersuchten Maßnahmen von Stadt und Land zur Finanzierung des Flughafens im Einklang mit dem europäischen Wettbewerbsrecht standen. Dazu gehört unter anderem der  Rückkauf des Flughafens von der irischen Gesellschaft Infratil durch die Hansestadt sowie eine Reihe von Förderungen der Flughafen-Infrastruktur, wie das Instrumentenlande-System. Einzig der Vertrag zwischen dem Airport und der irischen Billigfluglinie Ryanair aus dem Jahr 2010 wird noch gesondert untersucht.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer zeigte sich erfreut: „Zweifellos ein Erfolg für den Flughafen, wenn auch keine große Überraschung für uns, da unsere Rechtsauffassung einmal mehr bestätigt wurde.“ Bedauerlich sei allerdings, dass der Weiterbetrieb des Flughafens durch die lange Prüfdauer und die langwierigen Rechtsstreitigkeiten erheblich belastet wurde. Seit Herbst letzten Jahres wird der Flughafen von dem Lübecker Medizintechnik-Großunternehmer Winfried Stöcker betrieben.

Bei der für Donnerstag erwarteten Entscheidung des BGH geht es um angebliche vertragliche Vergünstigungen für die Nutzung des Flughafens, die die Stadt Lübeck als damalige Hauptgesellschafterin der Fluglinie Ryanair eingeräumt haben soll, worin die klagende Fluggesellschaft nach EU-Recht verbotene Beihilfen sieht.

Ryanair hatte den Flugbetrieb in Lübeck im Sommer 2014 eingestellt. Das Urteil des Bundesgerichtshofes soll am Donnerstag um 9 Uhr verkündet werden. Alle Einzelheiten dazu hier

Echt meisterhaft: Die „Sailing A“ wird Botschafterin schleswig-holsteinischer Schiffbaukunst

Weltgrößte „Sailing Yacht A“ verlässt Kiel – Meyer: Meisterstück schleswig-holsteinischer Schiffbaukunst

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Geschmack hin oder her: Die „Sailing A“ ist ein Meisterwerk der Schiffbaukunst aus Schleswig-Holstein und damit auch ein Stück „echter Norden“

Mit der Ablieferung der „Sailing Yacht A“ hat die zur „German Naval Yard“-Gruppe gehörende Traditionswerft „Nobiskrug“ nach den Worten von Wirtschafts- und Technologieminister Reinhard Meyer heute (3. Februar) ein „Meisterstück an Schiffbaukunst“ abgeliefert.

Die „A“ sei mit knapp 143 Metern Länge nicht nur das größte Segelschiff der Welt, sondern aufgrund ihrer beispiellosen Konstruktion mit Kohlefasermasten, die mit 90 Metern doppelt so hoch wie die der „Gorch Fock“ sind, zugleich eine Visitenkarte technologischen Vorsprungs am Schiffbaustandort Schleswig-Holstein. „Das Schiff polarisiert zweifellos die Geschmäcker – doch durch ihre Größe, ihr futuristisches Design und ihre exklusive Technik wird die Yacht weltweit Aufmerksamkeit auf sich ziehen und damit auch ein Stück die Werbetrommel für unser Land und unsere Werftindustrie rühren“, so Meyer. Denn die „A“ zeige, über welch ausgezeichnete Leistungsfähigkeit die in Rendsburg und Kiel beheimatete Nobiskrug-Werft im Megayachtbau verfüge.

Die Masten für das Schiff des russische Milliardärs Andrej Melnitschenko wurden in England gefertigt, die drei Bäume, aus denen die Segel heraus vollautomatisch gehisst werden können, in Spanien. In den Rumpf ist eine rund 1,8 Tonnen schwere Glaskonstruktion eingebaut, durch die die Unterwasserwelt beobachtet werden kann.

Entworfen hat die Yacht der Designer Philippe Starck. Der Franzose hatte für Melnitschenko vor Jahren bereits die 119 Meter lange Motoryacht „A“ ersonnen. Sie entstand ebenfalls in Kiel.

Die „Sailing Yacht A“, die lange das Stadtbild Kiels geprägt hat, wird nach mehrjähriger Bauzeit die Kieler Werft German Naval Yards an diesem Wochenende Richtung Süden verlassen.

Vier U-Boote aus Norwegen: Norddeutschland ist im Rennen – Und Meyer begeistert

Norweger kaufen  vier U-Boote in Norddeutschland – Meyer: Gewaltiger Sprung für den Industriestandort SH

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Die Kieler Werft Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) soll insgesamt sechs U-Boote in Zusammenarbeit mit norwegischen Firmen bauen, vier davon für die norwegische Marine, zwei für die deutsche Marine. Das teilte Norwegens Regierung heute mit.  Mit dem Auftrag hat sich TKMS gegen die französische Staatswerft DCNS durchgesetzt.

Die Bestellung, die 2019 aufgegeben werden soll, sei Teil einer engeren Partnerschaft der deutschen und der norwegischen Marine, die künftig unter anderem bei Training, Übungen und Instandhaltung der U-Boote zusammenarbeiten wollen. «Es ist wichtig, dass wir einen strategischen Partner gefunden haben, mit dem wir eine umfassende und langfristige Zusammenarbeit aufbauen können», sagte die norwegische Verteidigungsministerin Ine Eriksen Søreide. Von 2025 an könnten die U-Boote im Einsatz sein. Über den Preis wurde nichts bekannt.

Nach den Worten von Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer ist das Votum der Norweger eine großartige Nachricht für den maritimen Wirtschaftsstandort Deutschland und den Industriestandort Schleswig-Holstein sowie zugleich eine großartige Gemeinschaftsleistung aller Akteure auf Bundes- wie auf Landesebene. „Über den in Kiel ansässigen Schiffbaukonzern Thyssen Krupp Marine Systems wird unser Land erheblich von diesem finanziell wie technologisch herausragenden Auftrag profitieren.

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Die Entscheidung der Norweger für Deutschland sei zudem auch ein großer Schritt für die deutsch-norwegische Zusammenarbeit und werde das ohnehin gute Verhältnis der beiden Länder über Jahrzehnte prägen. „Der Zuschlag bestätigt auch die übereinstimmenden politischen und sicherheitspolitischen Einschätzungen von Norwegen und Deutschland im Ostseeraum und an der Nordflanke der NATO“, so Meyer. Die Zusammenarbeit zwischen der norwegischen und der deutschen Marine bewähre sich seit Jahrzehnten, nicht zuletzt, weil Norwegen seine Flotte auch bisher  schon mit deutschen U-Booten ausstatte.

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Nach Angaben des deutschen Verteidigungsministeriums ziehe Deutschland damit seine bisherige Planung bei der Beschaffung neuer U-Boote deutlich vor, hieß es in einer Stellungnahme. Die norwegische Entscheidung werde darüber hinaus dazu beitragen, eine zukunftsweisende Schlüsseltechnologie für die nächsten Jahrzehnte in Deutschland zu sichern und in enger Kooperation auszubauen

220px-13-08-23-torsten-albig-07Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig wurde am Vormittag von der norwegischen Botschafterin über die Entscheidung informiert. «Schleswig-Holstein und Norwegen sind enge Partner und in vielfältiger Weise in den Bereichen Handel, Industrie, Energie und maritime Wirtschaft verbunden», erklärte der SPD-Politiker. Der Auftrag für TKMS sei ein weiterer Beleg für die vertrauensvolle Kooperation. Albig hatte sich laut Staatskanzlei bei Vertretern der norwegischen Regierung für TKMS eingesetzt, wie andere Politiker des Landes auch.

Die Zusammenarbeit beider Staaten wird sich nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Meyer auch deshalb intensivieren, weil die deutsche Marine zwei baugleiche U-Boote in derselben Baureihe bei tkMS bestellt habe, so dass die norwegische und deutsche Marine nahezu zeitgleich identische U-Boote aus einer Serie erhalten werden. Meyer: „Beide Teilstreitkräfte vertrauen damit gemeinsam auf die ausgewiesene Expertise der bedeutendsten U-Boot-Werft in Westeuropa. Thyssen-Krupp ist Weltmarktführer beim Bau konventioneller U-Boote mit einem außenluftunabhängigen Antrieb. Die Technologie hat sich bereits bei der deutschen und der italienischen Marine bewährt und ist insbesondere für die Einsatzzwecke in Nord- und Ostsee sowie dem Nordatlantik besonders geeignet.“

Blick von einem Schiff aus auf die German Naval Yards Holdings GmbHDer Werftstandort Kiel mit seinen 2.800 Beschäftigten wird nach den Worten des Ministers von diesem Auftrag nachhaltig profitieren. Die Wertschöpfung finde in Schleswig-Holstein statt, zahlreiche Zulieferer aus Schleswig-Holstein, auch aus dem gesamten Bundesgebiet werden von dem neuen Auftrag profitieren.

Der Auftrag habe zudem strategische Bedeutung, weil mit den neuen U-Booten NATO-Standards gesetzt würden. Der tkMS-Konzern habe im Rahmen seiner industriellen Kooperation mit norwegischen und deutschen Unternehmen die große Chance, weitere Aufträge in NATO-Staaten zu akquirieren.

„Wir danken Norwegen für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns darüber, dass alle Aktivitäten, die in den vergangenen Monaten in intensiver Zusammenarbeit auf Bundes- und Landesebene zusammen mit der Industrie zu diesem höchst erfreulichen Ergebnis geführt haben“, sagte Meyer.

Was der U-Boot-Deal für TKMS bedeutet, analysiert die Westfälische Rundschau hier

Sie beraten Schleswig-Holsteins Unternehmen rund um das Thema Fachkräftesicherung

Kräftiger Rückenwind für den Fachkräfte-Nachwuchs in der SH-Wirtschaft: Land fördert Netzwerk mit 870.000 Euro

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Schleswig-Holsteins Fachkräfteberater und Beraterinnen mit IHK-Hauptgeschäftsführer Björn Ipsen (links) und Vize-Staatssekretär von Knobelsdorff (rechts): Nenja Kothes (Flensburg), Kathrin Reinicke (Kiel), Sabrina Lutz (Lübeck), Hella Ennen (Flensburg), Diana Wieben (Nordfriesland), Iris Hopf (Arbeit und Leben SH), Fiete Mikschl (Kiel), Ulrich Witt (Lübeck), Kristian Lüdtke (Pinneberg), Andre Mewes (Brunsbüttel), Michael Reidl (Kiel) [von links]

Schleswig-Holsteins stellvertretender Wirtschafts-Staatssekretär Kurt-Christoph von Knobelsdorff übergab heute bei der IHK zu Kiel an zahlreiche Fachkräfteberater aus dem Land Förderbescheide mit einem Gesamtvolumen von 870.000 Euro. Damit wird das Beratungsangebot zunächst bis zum Jahr 2018 fortgesetzt. Das Geld aus dem „Landesprogramm Arbeit“ setzt sich aus Landesmitteln (348.000 Euro) und Mitteln des Europäischen Sozialfonds (522.000 Euro) zusammen.

Das Beratungsnetzwerk Fachkräftesicherung umfasst nach den Worten von von Knobelsdorff aktuell acht Träger mit 14 Fachkräfteberatern und Beraterinnen, die kleine und mittlere Unternehmen landesweit zu fachkräfterelevanten Themen kostenlos beraten. Das Themenspektrum der Beratungen erstreckt sich über die Bereiche Nachwuchssicherung, Personalentwicklung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitsorganisation, Chancengleichheit für Frauen und ältere Arbeitnehmer sowie Integration von Geflüchteten. Darüber hinaus bieten die Fachkräfteberater auch die Erstberatungen für das Bundesprogramm „unternehmensWert: Mensch“ an, das sich ebenfalls an kleine und mittlere Unternehmen richtet.

knobiVon Knobelsdorff sagte am Rande der Veranstaltung

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Er dankte den Teams für ihre Arbeit und auch für das außerordentliche Engagement der Träger: „Dieses Beratungsnetzwerk ist ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung der drohenden Fachkräftelücke. Wir können stolz darauf sein, ein niedrigschwelliges und zugleich kostenloses Angebot zu ermöglichen, da es gerade kleinen und mittleren Unternehmen oft an den nötigen Ressourcen fehlt, sich solchen Fragen intensiv zu widmen“, sagte er.

ipsenIHK-Hauptgeschäftsführer Björn Ipsen sagte

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Ipesen erinnerte weiter daran, dass viele Unternehmen in Schleswig-Holstein vor einer Situation stünden, in der absehbar immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Ruhestand zusteuern und gleichzeitig die Zahl derer, die in den Arbeitsmarkt eintreten werden, kontinuierlich zurückgehe. „Daher gilt es, guten Ideen nachzugehen und auch neue Ansätze zu entwickeln, um die Fachkräfte von morgen zu gewinnen. Hierfür ist von Seiten der Landesregierung mit dem Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung und Weiterbildung Schleswig-Holstein die Grundlage geschaffen worden“, so Ipsen.

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Die Träger des Beratungsnetzes Fachkräftssicherung in Schleswig-Holstein