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Wirtschaftsministerkonferenz mahnt beim Bund mehr Planungssicherheit an

Meyer lobt Integrationsgesetz und Digitale Strategie – aber Minister mahnen  Planungssicherheit an

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Die Mitglieder der WMK

Die Wirtschaftsminister der Länder haben bei der Bundesregierung mehr Planungssicherheit für die Unternehmen in Deutschland angemahnt. Das gilt nach ihrer Auffassung vor allem bei der Entwicklung des Klimaschutzplans 2050, der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt sowie bei der Umsetzung eines EuGH-Urteils zum deutschen Planfeststellungsrecht, wie Wirtschaftsminister Reinhard Meyer am Nachmittag nach der Wirtschaftsministerkonferenz in Hamburg sagte.

Reinhard_MeyerMeyer sagte nach der Konferenz
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«Die Unternehmen müssen wissen, was mit dem Klimaschutzplan auf sie zukommt. Deswegen ist es wichtig, dass die Wirtschaftsressorts der Länder rechtzeitig in dem Verfahren zu Erarbeitung einbezogen werden», sagte Meyer. Die Balance zwischen Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit müsse unbedingt gewahrt bleiben, ergänzte Meyer. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte am Vorabend versucht, die Wogen zu glätten. «Ich finde, wir müssen jetzt erst einmal in Ruhe darüber reden», sagte er zum Auftakt der Konferenz und machte gleichzeitig klar, dass Ziele zur Verbesserung des Klimas erreicht werden müssten.

Bei der Digitalisierung der Wirtschaft verlangten die Minister von der Bundesregierung, die Digitalstrategie 2025 um eine Breitbandstrategie mit Glasfaser zu ergänzen. Deutschland sei auf eine moderne digitale Infrastruktur angewiesen, um unter anderem die Industrie 4.0 weiter vorantreiben zu können.

Energie, Flüchtlinge und Digitalisierung: Wirtschaftsminister tagen ab heute in Hamburg

Heute und morgen: Konferenz der Wirtschaftsminister in Hamburg – Gabriel zu Gast

Die Wirtschaftsminister von Bund und Ländern treffen sich heute zu einer zweitägigen Konferenz in Hamburg. Im Zentrum des Treffens stehen nach Angaben der Wirtschaftsbehörde unter anderem der Klimaschutzplan 2050 sowie die Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung. Zum Auftakt der Wirtschaftsministerkonferenz unter dem Vorsitz Hamburgs ist im Gästehaus des Senats ein Kamingespräch mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) geplant.

Über Ergebnisse der Tagung, auf der es auch um die Rolle Deutschlands als Luftverkehrsstandort gehen soll, wollen die Ressortchefs unter Leitung von Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer am morgigen Donnerstag in einer Pressekonferenz (12.30 Uhr) informieren.
Zur kompletten Tagesordnung der Konferenz: Hier klicken

Breitband: Schleswig-Holstein setzt weiter auf Glasfaser und rührige Netzgesellschaften

Meyer zur Breitbandstrategie SH: Wir halten am Ziel der flächendeckenden Glasfaserversorgung fest

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Meyer mit Braukmüller heute auf dem Forum in Neumünster

Die vor knapp drei Jahren von Land verabschiedete Breitbandstrategie Schleswig-Holstein mit dem Ziel, das Glasfasernetz im Land bis zum Jahr 2030 flächendeckend auszubauen, hat sich nach den Worten von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer bewährt: „Schon jetzt liegen wir mit einer Versorgung von 23 Prozent der Haushalte mit Glasfaseranschlüssen weit über dem Bundesdurchschnitt von etwa fünf Prozent. Aber da nichts so gut ist, dass es sich nicht noch verbessern ließe, haben wir eine Bewertung beauftragt, die uns Hinweise für eine weitere Optimierung geben soll“, sagte Meyer heute beim 9. Breitbandforum in Neumünster. Die Veranstaltung mit rund 250 Fachleuten aus Unternehmen, Verbänden und Kommunen stand unter dem Motto „Breitbandstrategie auf dem Prüfstand“.

 

MeyerMeyer sagte bei der Pressekonferenz

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Dass der bislang eingeschlagene Breitband-Weg in Schleswig-Holstein richtig sei, ist laut Meyer – neben den Ausbauerfolgen – auch an der breiten Akzeptanz im Land abzulesen. Auch das Bundeswirtschaftsministerium habe in seiner kürzlich vorgelegten „Digitalen Strategie 2025“ ein klares Bekenntnis zur Glasfaser abgegeben: „Wir denken langfristig und wollen den Akteuren im Lande Leitplanken geben, wohin die Reise geht. Kurzfristige Bandbreitenziele helfen da wenig. Glasfaser ist die eindeutig zukunftssicherste Technologie“, sagte Meyer. Auch der vom Wirtschaftsministerium beauftragte Breitband-Experte Tim Brauckmüller vom Berliner Büro ateneKOM habe in seiner ersten Einschätzung die Richtigkeit der schleswig-holsteinischen Strategie bestätigt.

BraukBraukmüller sagte vor der Presse

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Die vom Ministerium angeschobene Überprüfung soll nach den Worten des Ministers dazu dienen, die bisherige Umsetzung zu analysieren, Vergleiche zu anderen Regionen zu ziehen und Vorschläge für eine Optimierung und Ergänzung des Maßnahmenplans zu erhalten: „Wir halten unsere Strategie und ihre Umsetzung aus guten Gründen für richtig. Aber wir haben den Ehrgeiz, noch besser zu werden und weitere Impulse für den Breitbandausbau zu geben“, so Meyer.

Wie er weiter sagte, liege der große Vorteil Schleswig-Holsteins in der Vielzahl regionaler Akteure wie Stadtwerken, Breitbandnetzgesellschaften oder kommunalen Breitbandzweckverbänden, die Glasfaser zu ihrer Sache gemacht hätten. Das Land unterstütze diese Aktivitäten vor allem durch massive Beratung und Koordinierung, insbesondere durch das kommunal getragene Breitband-Kompetenzzentrum (BKZSH). Auch die Investitionsbank (IB.SH) begleite diesen Prozess als Finanzierungsmotor und Projektberater. Zudem würden 70 Millionen Euro an Fördermitteln eingesetzt, die unter anderem in das bundesweit einmalige Zinssubventionierungsprogramm der IB.SH, in Planungs- und Beratungsleistungen oder in die Kofinanzierung des Bundesprogramms fließen würden.

Meyer: „Mit einem Kommunikationskonzept Breitband, das die Nachfrage nach Breitband weiter stimulieren soll, betreten wir ebenfalls bundesweit Neuland. Wir zeigen heute drei Videos, die zur Aufklärung und Motivation der Bevölkerung in den Ausbauprojekten eingesetzt werden können. Des Weiteren sollen in Kürze Präsentationsmaterialien für Vorträge und Veranstaltungen vorliegen und ein Redaktionsbüro für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit an das BKZSH angedockt werden.“

Bestandteil des Kommunikationskonzepts sind folgende Erklär-Videos:

Warum Glasfaser?

Wie funktioniert der Einbau von Glasfaser-Kabeln?

Und der Einbau der Endgeräte

Meyer eröffnet das 9. Breitbandforum Schleswig-Holstein

Heute in Neumünster: 9. SH-Breitbandforum. Pressegespräch 9.15 Uhr Stadthalle.

In der Stadthalle von Neumünster beginnt heute Vormittag das mittlerweile 9. Breitbandforum Schleswig-Holstein. Rund 250 Fachleute aus Unternehmen, Verbänden, Städten oder Kommunen diskutieren Vor- und Nachteile verschiedener Technologien sowie Fördermöglichkeiten.
Im Mittelpunkt steht eine kritische Bilanz des bisherigen Ausbaus des Glasfasernetzes in SH, das mit einer Anschlussquote von bislang 23 Prozent bundesweit führend ist.

Dem Forum, das um 10 Uhr beginnt, ist um 9.15 Uhr ein Pressegespräch mit Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und dem Berliner Breitbandexperten Tim Brauckmüller vorgeschaltet.

Internationale Luftfahrtausstellung in Berlin: Auch eine Leistungsschau des SH-Wirtschaft

Meyer zieht Fazit der ILA: Neben Schiffbau ein enorm wichtiger Wirtschaftszweig für SH

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Meyer (mitte) mit seinem niedersächsischen Amtskollegen Olaf Lies und Firmenvertretern unter einem Triebwerk des Airbus A 380

Noch bis einschließlich heute hat die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) für Privatbesucher geöffnet. Höhepunkte sind die Flugschauen, Kunstflüge in Sportmaschinen und Flüge historischer Messerschmitt-Flugzeuge. Insgesamt sind auf der diesjährigen ILA rund 200 Flugzeuge, Hubschrauber und Drohnen zu sehen. In den Hallen und auf dem Freigelände in Schönefeld bei Berlin präsentieren sich 1.000 Aussteller.

Allein gestern strömten über 30.000 Besucher nach Schönefeld. Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hatte am Tag zuvor einige der rund 15 Aussteller aus Schleswig-Holstein besucht. Alle Zulieferer zusammen repräsentieren rund 2000 Arbeitsplätze im Land.

Meyer_TouriMeyer sagte nach seinem Rundgang

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Erleichterung beim Sommerempfang in der dänischen Botschaft über Belt-Verträge

Fehmarnbelt: Großes Aufgebot beim diesjährigen Sommerempfang in der dänischen Botschaft in Berlin.

Botschafter Friis Arne Petersen hieß zahlreiche Gäste aus Dänemark und Deutschland zu Gesprächen rund um das Thema Fehmarnbeltquerung in seiner Residenz willkommen – darunter Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, Bundesverkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann und Schleswig-Holsteins Verkehrs-Staatssekretär Frank Nägele. Es war bereits der fünfte Austausch zum aktuellen Stand des Projekts und zu den zukünftigen Schritten dieses wichtigen deutsch-dänischen Verkehrsprojektes.

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Nägele bei seinem Grußwort

Sowohl Botschafter Friis Arne Peters als auch der dänische Verkehrsstaatssekretär Jacob Heinsen sowie Femern A/S-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Frederiksen berichteten von der erst wenige Tage zuvor erfolgten Unterzeichnung der vier Haupt-Bauverträge im Wert von vier Milliarden Euro . „Damit sei ein weiterer Meilenstein für das Projekt erreicht. Die ganze Aufmerksamkeit sei nun auf das deutsche Planfeststellungsverfahren gerichtet,“ hieß es. Ferlemann und Scholz  wiesen auf den völker- und regionsverbindenden Charakter des geplanten Absenktunnels hin. Ferlemann bekannte sich für die Bundesregierung in dem Zusammenhangn noch einmal ausdrücklich zum Projekt und erteilte Forderungen nach einer Neubewertung oder einem Ausstieg eine klare Absage.

Nägele bekräftigte in seinem Grußwort unterdessen, dass der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) als Planfeststellungsbehörde zusammen mit Femern A/S alles dafür tun werde, das Planfeststellungsverfahren so schnell wie möglich abzuschließen.  Er erinnerte aber auch daran, dass jetzt alle Seiten gefordert seien. „Wir brauchen  gute und umfassende Unterlagen, um in einer wahrscheinlichen späteren gerichtlichen Überprüfung des Planfeststellungsbeschlusses bestehen zu können“, sagte Nägele. Gründlichkeit zahle sich insofern aus. Er lobte die gute und enge Zusammenarbeit zwischen der dänischen und schleswig-holsteinischen Seite.

Allianz verständigt sich auf Arbeitsschwerpunkte für berufliche Bildung

Meyer nach Treffen mit Gabriel, Nahles und Wanka: Deutschland muss mehr ins Erfolgsmodell Duale Ausbilung investieren

Beim Gipfeltreffen der vor anderthalb Jahren vom Bund ins Leben gerufenen „Allianz für Aus- und Weiterbildung“ hat Schleswig-Holsteins Arbeitsminister Reinhard Meyer die Duale Ausbildung als „wichtigsten Erfolgsschlüssel bei der Sicherstellung des künftigen Fachkräftebedarfs in Deutschland“ bezeichnet. Die weitere Unterstützung dieses „Erfolgsmodells“, dem Deutschland ein großes Stück seiner Wirtschaftskraft verdanke, sei deshalb einer der wichtigsten Schwerpunkten für eine starke berufliche Bildung, auf die sich die Partner der Allianz heute in Berlin verständigt hätten. Insbesondere müsse die Duale Ausbildung sich stärker als bislang mit dem Thema Digitalisierung  der Arbeitswelt auseinandersetzen, hieß es.

Reinhard_MeyerMeyer sagte nach dem Gipfeltreffen in Berlin
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Wie Meyer weiter sagte, sei man sich darüber hinaus auch einig, dass Bund, Länder, Wirtschaft und Gewerkschaften besonders kleine und mittelständische Betriebe bei der Werbung um Ausbildungsplätze unterstützen müssen. Außerdem sollen

lernschwache Jugendliche sowie mehr Studienaussteiger für die betriebliche Ausbildung gewonnen werden. „Wir haben in den ersten 18 Monaten unserer Allianz zweifellos schon einiges erreicht – aber angesichts einer prognostizierten Lücke von allein 100.000 Fachkräften bis zum Jahr 2030 nur in Schleswig-Holstein haben wir noch einen weiten Weg vor uns“, so Meyer, der als Vorsitzender der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) an den Schwerpunkten der Allianz mitgewirkt hat.

Laut Meyer hätten die Allianz-Partner auf die Zuwanderung vor allem junger Menschen nach Deutschland rasch reagiert und gute Angebote unterbreitet. Dabei gehe es einerseits um eine praxisorientierte Kompetenzfeststellung der Ausländerinnen und Ausländer, um Kultur- und Berufsorientierung sowie um gezielte Qualifizierungen oder die Unterstützung bei der Suche von Arbeits-, Ausbildungs- und Praktikumsplätzen. Als erfolgreiches Modell aus Schleswig-Holstein nannte er das Programm „BÜFAA – Begleiteter Übergang für Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung“, über das Land und Arbeitsagentur für die erste Phase des Projekts rund sechs Millionen Euro zu Verfügung stellen. „Eine erfolgreiche Jobvermittlung ist und bleibt der entscheidende Baustein für die Flüchtlingsintegration“, so Meyer.

An der Handwerkskammer werden junge, minderjährige Flüchtlinge auf eine AUsbildung vorbereitet

Mit Blick auf den Gesetzentwurf für ein Integrationsgesetz dankte Meyer der Bundesregierung, dass zwei wichtige Forderungen der Allianz umgesetzt wurden: So werden künftig Asylbewerber und Geduldete sowie deren Ausbildungsbetriebe die Sicherheit haben, dass Auszubildende während und im unmittelbaren Anschluss an eine erfolgreich absolvierte Ausbildung bei einem nachfolgenden Beschäftigungsverhältnis in Deutschland bleiben dürfen (so genannte 3+2-Regelung). Hierfür wird es keine Altersgrenze mehr geben, bis zu der eine qualifizierte Ausbildung aufgenommen worden sein muss.

„Damit,“ so Meyer, „können wir einerseits den Zuwanderern und andererseits der Wirtschaft ein großes Maß an Planungssicherheit geben, von der wir alle profitieren werden.“

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Auch Schleswig-Holstein bei der ILA am Start – Meyer heute auf Stipvisite

SH zeigt Flagge auf der Internationalen Luftfahrtmesse: Meyer besucht heute norddeutsche Firmen


Auch wenn die Messe in diesem Jahr etwas kleiner und kürzer als sonst ausfällt – Die ILA ist weiterhin das Aushängeschild der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, sagte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei der Eröffnung. In den kommenden vier Tagen zeigen die Aussteller in Berlin-Schönefeld ihre Produkte – auch ganz praktisch am Himmel.  

Auch Schleswig-Holstein ist mit gut einem Dutzend Unternehmen vertreten – unter anderem mit der Firma Autoflug aus Rellingen oder dem 3-D-Druck-Spezialisten SLM aus Lübeck. Meyer bezeichnete die Luft- und Raumfahrtindustrie als Innovationsmotor der gesamten deutschen Wirtschaft. Die ILA sei ein Treiber für Neuentwicklungen weit über ihre Grenzen hinaus. Die Branche gebe mit 17 Prozent ihres Umsatzes so viel für Forschung und Entwicklung aus wie kein anderer großer Wirtschaftszweig.

Kieler Werft TKMS wirbt in Oslo um U-Boot-Großauftrag: Meyer zuversichtlich

Meyer beendet Norwegen-Reise mit großem Optimismus hinsichtlich eines U-Boot-Großauftrags für TKMS

Nach seiner knapp zweitägigen Reise nach Oslo ist Wirtschaftsminister Reinhard Meyer sehr zuversichtlich, dass die Kieler Werft Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) einen U-Boot-Großauftrag aus Norwegen an Land ziehen könnte. «Mein Gefühl ist, dass die Norweger den Auftrag gerne nach Deutschland vergeben wollen», sagte Meyer der Deutschen Presse-Agentur in Oslo. Am Vortag hatte er dort mit dem Staatssekretär des norwegischen Verteidigungsministeriums, Østein Bø, und Vertretern eines Wehrtechnikunternehmens gesprochen.

Der deutsche Industriekonzern ist neben dem französischen staatlichen Schiffsbaukonzern DCNS im Rennen um den Drei-Milliarden-Auftrag. Noch im Laufe dieses Jahres soll eine Empfehlung der Regierung vorgestellt werden. Deutschland und Frankreich seien in Europa die größten Nationen. «Eine U-Boot-Kooperation mit einer der beiden Nationen würde sicherstellen, dass Norwegen die U-Boote erhält, die wir brauchen», hieß es dazu aus dem norwegischen Verteidigungsministerium.

Die heute im Einsatz befindlichen norwegischen U-Boote waren in den 80er Jahren in Deutschland bei den Nordseewerken in Emden gebaut worden. Norwegen hatte bereits vor Jahren angekündigt, die Flotte modernisieren zu wollen.

«Entscheidender Punkt für die Norweger ist, dass ein Anteil der Wertschöpfung in Norwegen erfolgen soll», sagte Meyer. Die Skaninavier wollten «zeitnah» Gespräche in Berlin zu diesem Thema führen. Norwegen setze bereits seit den 1960er Jahren auf U-Boote aus Deutschland. „Es geht es beim norwegischen Auftrag um Boote einer Größenordnung, mit der die Kieler Werft große Erfahrung hat“, so Meyer.

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„Chef-Gespräch“ vor der „Color Magic“: Botschafter Dr. Axel Berg, Minister Meyer, Color-Line-Chef Trond Hans Kleivdal und sein Vize Helge Otto Mathisen 

Ein weiteres großes Thema der Oslo-Reise war eine engere Verbindung der norwegischen „Color Line“ mit Norddeutschland auf dem Sektor des Tourismus. Dabei wurden unter anderem maßgeschneiderte Angebote für Fährlinien-Gäste für Schleswig-Holstein und Hamburg diskutiert.

IMG_0958Dazu – und zu dem möglichen U-Boot-Großauftrag – sagte Meyer in einem Telefonat mit RSH-Reporter Andreas Otto
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Von Tourismus bis zum U-Boot-Bau: Meyer wirbt für Fähr- und Schiffbaustandort Kiel

Meyer in Oslo: Tourismus-Kooperation mit der „Color-Line“ und Werbung für Schiffbau-Standort Kiel

Arsenal
Konsberg Defence Systems in Oslo

Nachdem die norwegische Regierung im Dezember 2014 entschieden hatte, die norwegische Marine mit vier bis sechs neuen U-Booten auszustatten, ist der Wettbewerb um den Drei-Milliarden-Auftrag voll entbrannt. Entsprechend stand das Thema heute in Oslo auch auf der Tagesornung beim Besuch von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer bei dem Unternehmen Kongsberg Defence Systems sowie bei Gesprächen mit dem norwegischen Verteidigungs-Staatssekretär.

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Ein weiteres Thema: Mögliche engere Kooperationen auf dem Feld des Tourismus zwischen Schleswig-Holstein und der „Color Line“. Meyer sagte soeben in Oslo (Audiopfeil klicken)

Die teilstaatliche Norwegian Defence Logistics Organisation (NDLO) erwartet für die U-Boote nicht nur ein ausgereiftes außenluftunabhängiges Antriebssystem, sondern auch herausragende Tarn-Eigenschaften.