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Wissenschaftlich belegt: Der „echte Norden“ ist erfolgreich – nicht nur auf der Kieler Woche

Marketing-Masterarbeit eines  CAU-Absolventen belegt: Der „echte Norden“ kommt gut an

Der echte Norden - Untersucht in einer Masterarbeit
Yannik Tönnemann (Mitte) untersuchte in seiner Masterarbeit „Der echte Norden“. Heute besuchte er zusammen mit seinem Professor Dr. Stefan Hoffmann (links) am Rande der Kieler Woche Wirtschaftsminister Reinhard Meyer

Vor knapp zwei Jahren sorgte der Werbeslogan «Schleswig-Holstein. Der echte Norden» bundesweit für Aufregung und heftige Diskussionen. Selbst die „Süddeutsche Zeitung“ widmete sich dem Thema auf Seite 1, nachdem sich Niedersachsen düpiert und Mecklenburg-Vorpommern ausgegrenzt fühlte. Während der Claim unter Politikern nach wie vor für hitzige Debatten sorgt – und damit den Bekanntheitsgrad stetig steigert – ist nun immerhin eines klar: aus wissenschaftlicher Sicht ist der „echte Norden“ ohne Wenn und Aber eine erfolgreiche Ländermarke.

Denn: Der Slogan werde auch in anderen Bundesländern als authentisch empfunden, sagte heute der ehemalige Kieler Masterstudent Yannik Tönnemann (26), der Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute am Rande der Kieler Woche über das Ergebnis seiner 80 Seiten starken Masterarbeit über acht Slogans von acht Bundesländern informierte. Danach landete der 2013 eingeführte «Der echte Norden»-Slogan beim Aspekt Authentizität an zweiter Stelle hinter Baden-Württemberg («Wir können alles. Außer Hochdeutsch»). Beim Kriterium Originalität kam er auf Rang drei nach Baden-Württemberg und dem Saarland («Saarland. Großes entsteht im Kleinen»).

Begleitet wurde Tönnemann – der inzwischen in Hamburg arbeitet – heute bei seiner Kieler Stipvisite von seinem ehemaligen BWL-Professor, dem Marketing-Spezialisten Dr. Stefan Hoffmann von der Kieler Christian-Albrechts-Universität.

Matthias Hönig von der Deutschen-Presse-Agentur schreibt dazu heute:

Peinlich, sinnleer, teuer und überflüssig – mit Hohn und Spott kommentierte die Opposition im Kieler Landtag noch vor zwei Jahren die neue Dachmarke des Landes zwischen den Meeren. Jetzt hat eine Masterarbeit an der Kieler Universität dem Slogan «Schleswig-Holstein. Der echte Norden» praktisch ein wissenschaftliches Prüf- und Qualitätssiegel verliehen.

Der Betriebswirtschaftsstudent Yannik Tönnemann verglich in seiner Masterarbeit acht Länderslogans. Das Ergebnis: Der Slogan werde auch in anderen Bundesländern als authentisch empfunden, sagte der 26-Jährige am Dienstag. Er hatte rund 550 Experten angeschrieben und 227 Antworten erhalten. Bei einer weiteren Internetumfrage unter hunderten Studenten und Freunden kam ebenfalls insgesamt ein positives Echo.

Der 2013 eingeführte «Der echte Norden»-Slogan landete beim Aspekt Authentizität an zweiter Stelle hinter Baden-Württemberg («Wir können alles. Außer Hochdeutsch»). Beim Kriterium Originalität kam er auf Rang drei nach Baden-Württemberg und dem Saarland («Saarland. Großes entsteht im Kleinen»).

Als deutlich schwächer empfindet Tönnemann beispielsweise die Slogans «Bremen erleben», Mecklenburg-Vorpommerns «MV tut gut!» oder «Sachsen- Anhalt. Wir stehen früher auf.»

Prof. Stefan Hoffmann, Direktor des Instituts für Betriebswirtschaftslehre der Kieler Uni und Betreuer Tönnemanns, betonte die Doppelfunktion des Adjektivs «echt» für den Nord-Slogan. «Echt» sei einmal geografisch gemeint, dann aber auch im Sinne von ursprünglich und authentisch.

Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhard Meyer (SPD), der die Dachmarke trotz aller Widerstände durchsetzte, sieht sich bestätigt. Ein Slogan müsse im Kopf Denkprozesse auslösen, sonst sei er in fünf Minuten vergessen, sagte Meyer bei der Vorstellung der Studie am Stand der Wirtschaftsförderungsgesellschaft auf der Kieler Woche – gerahmt von Cocktail- und Scampi-Ständen direkt an der Förde.

Alle Länder-Slogans sind nach Tönnemanns Auswertung so konzipiert, dass sowohl Einheimische als auch Touristen oder neue Bürger angesprochen werden sollen. «Der Slogan muss nun mit Leben gefüllt werden, die große Bekanntheit und die gute Bewertung in der Heimat sind eine hervorragende Basis dafür», sagte Prof. Hoffmann. Eine Erfolgsstrategie könne «Guerrilla-Marketing» sein – gemeint sind damit Maßnahmen, die mit möglichst geringem Aufwand maximale Aufmerksamkeit erzielen. Meyer fiel sofort ein denkbares Beispiel ein: Wenn Besucher bei der Landung in Mallorca ein Plakat sähen mit der Aufschrift «Schön, dass Sie hier sind, aber waren Sie schon mal im echten Norden?»

Um mehr Originalität und Witz in den Nord-Slogan zu bekommen, gibt es inzwischen auch reichlich Postkarten mit Sprüchen wie «Bayern hat einen Robben. Wir haben Tausende» oder «Ein «Moin» sagt mehr als tausend Worte.»

Frühe Osterferien verpassen den Tourismuszahlen im April eine kleine Delle

Tourismus in SH: Leichte Delle im April – Aufwärtstrend aber weiterhin stabil

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Nach dem stetigen Aufwärtstrend der Tourismuszahlen in den vergangenen Monaten beschert die frühe Lage der Osterferien der April-Statistik dieses Jahres erstmals  eine kleine Delle: Laut Statistikamt Nord zählten die gewerblichen Beherbergungsstätten und Campingplätze im April 490.000 Gäste und 1,68 Millionen Übernachtungen, was einem Minus von 7,5 Prozent bei den Gästeankünften und Minus 12,9 Prozent bei den Übernachtungen entspricht.

Wie Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute in Kiel sagte, variiere die Lage des Osterfestes von Jahr zu Jahr, daher sei es weitaus aussagekräftiger, die Monatsergebnisse für März und April zusammenzufassen: So wurden für März und April dieses Jahres zusammen knapp 971.000 Gäste und 3,4 Millionen Übernachtungen ermittelt, dagegen wurden im März und April 2015 nur 940.000 Gäste und 3,3 Millionen Übernachtungen gezählt. „Der schleswig-holsteinische Tourismus befindet sich also weiterhin auf einen stabilen Wachstumskurs“, so Meyer. Allein in den ersten vier Monaten des Jahres konnten die Zahl der Gäste um 5,9 Prozent und die Zahl der Übernachtungen um 5,5 Prozent gesteigert werden, damit liegt Schleswig-Holstein deutlich über dem Bundesschnitt (4,7 % bzw. 4,5 %).

Nach den Worten von Meyer ist das Wachstum auf dem Tourismus-Sektor ist breit aufgestellt, alle Regionen profitieren von den Zuwächsen. Das stärkste Wachstum wurde an der Ostsee verzeichnet, dort konnten in den vergangenen vier Monaten die Gästezahlen um 8,9 Prozent und die Übernachtungen um 7,4 Prozent gesteigert werden. Die Holsteinische Schweiz konnte im erheblichen Umfang zusätzliche Gäste gewinnen
(+ 12,4 %) und zudem ordentliche Zuwächse bei den Übernachtungen (+ 5,7 %) erreichen. Die Nordsee konnte neue Gäste gewinnen (+ 4,1 %) und zusätzliche Übernachtungen (+ 4,9 %) verbuchen. Auch das schleswig-holsteinische Binnenland erzielte leichte Zugewinne. Die größten Zuwachsraten werden weiterhin in der Hotellerie erzielt (+ 8,9 %), doch auch die sogenannte Parahotellerie, dies sind vor allem Ferienwohnungen und –häuser, erreicht überdurchschnittliche Wachstumsraten.

Bei diesen Betrieben hat das Land das Sagen oder Anteile

Von AKN bis HSH: Das Land Schleswig-Holstein ist an 32 Unternehmen beteiligt. 

Von der HSH Nordbank über das größte Klinikum des Landes bis hin zur Eisenbahn-Gesellschaft: Das Land Schleswig-Holstein ist an 32 Unternehmen beteiligt, 22 dieser Beteiligungen stuft das Land selbst als besonders bedeutend ein. «Die Beteiligungen des Landes an Unternehmen sind Teil einer verantwortungsvollen und vorausschauenden Wirtschafts-, Struktur- und Standortpolitik der Landesregierung», sagte Finanzministerin Monika Heinold (Grüne). In den Unternehmen arbeiten gut 20 100 Menschen.

Insgesamt beträgt der Landesanteil am gezeichneten Kapital der besonders bedeutenden Unternehmen gut 1,5 Milliarden Euro. Das entspricht fast der Hälfte des insgesamt gezeichneten Kapitals in Höhe von 3,3 Milliarden Euro.

Bei fünf Unternehmen ist das Land Alleineigentümer. Größter Arbeitgeber ist weiterhin das Universitäts-Klinikum in Kiel und Lübeck mit 11 819 Beschäftigten im Jahr 2014. Es folgte die HSH Nordbank (2929), Dataport (2177) und die Gebäudemanagementgesellschaft GMSH (1274). Nähere Auskunft gibt die Regierung in ihrem jüngst veröffentlichten Beteiligungsbericht, der auf der Internetseite des Finanzministeriums einzusehen ist.

Zum Beteiligungsbericht der Landesregierung Hier klicken

Von Nordfriesland nach Indien: Husumer Messe will Kontakte in Fernost knüpfen

Energie-Fachmesse «Husum Wind» zeigt Flaage in Indien

Die Messe aus Nordfriesland wird mit Indiens größter Solarmesse «Intersolar India» kooperieren. Auf der Fachmesse und Konferenz für Solarwirtschaft soll ein «Wind-Pavillon» präsentiert werden – ein 600 Quadratmeter großer Gemeinschaftsstand mit Unternehmen und Institutionen der Windenergiebranche. Damit biete die «Husum Wind» die Möglichkeit, sich vor Ort über den indischen Windenergiemarkt zu informieren, neue Kontakte zu knüpfen beziehungsweise bereits bestehende Verbindungen zu festigen, sagte Messe-Chef Peter Becker. Die indischen Veranstalter erwarten vom 19. bis 21. Oktober 2016 rund 230 Aussteller und mehr als 11000 Besucher im Bombay Exhibition Centre.

Nach Angaben vom Bundesverband Windenergie gab es in der Windbranche zuletzt knapp 150 000 Arbeitsplätze. Die Weltmärkte seien in einem dynamischen Wachstum. «Wenn deutsche Hersteller, auf dem Fundament eines lebendigen und starken Heimatmarktes, weiter die technologische Entwicklung in der Welt bestimmen, gibt es hier zusätzliche Beschäftigungschancen», sagt Verbandssprecher Wolfram Axthelm. Denn Deutschland will seine jährlichen Installationszahlen deutlich drosseln, während andere Länder ihre Ausbaubemühungen weiter verstärken. Zu den Führenden bei der Installation von Windkraftanlagen gehört neben China, den USA und Deutschland auch Indien.

Doch Indien will langfristig mehr: Die Regierung habe sich mit einer jährlichen Erweiterung um rund fünf Gigawatt bis 2020 ambitionierte Ziele für den Ausbau gesteckt, sagt der Husumer Messe-Chef Becker. Um die Vorgaben zu erfüllen, müssten jährlich rund 16,5 Milliarden US-Dollar investiert werden. Viele Unternehmen in Indien suchten Produkte, Lösungen und Services für Windkraftanlagen. «Perfekte Bedingungen also für Investitionen der Unternehmen, die den indischen Markt erschließen möchten und die neu geschlossene Kooperation zwischen der Intersolar India und der Husum Wind.». So bietet «Husum Wind India» neben dem Gemeinschafts-Pavillon auch einen Besuch des National Institute of Wind Energy sowie Treffen mit indischen Investoren, Unternehmen, Entwicklern und Politikern.

Bleibt die Frage: Warum gehen die norddeutsche Windkraft-Experten auf eine Solar-Messe? Weil die «Intersolar India» mit Themen wie Windenergie und Speichertechnik eher eine «New Energy»-Messe ist, erklärt Becker.

A 21: Ab morgen beginnt die heiße Phase der Sanierung zwischen Bornhöved und Wankendorf

A 21 seit heute Abend bei Bonhöved auf zehn Kilometer nur einspurig – Sanierung für 42 Millionen Euro beginnt

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Auf der A 21 zwischen Wankendorf und Bornhöved geht es seit heute Abend zwar nur noch einspurig und damit etwas langsamer in beide Richtungen voran – dafür in knapp zwei Jahren aber umso komfortabler: Morgen geht die Sanierung des zehn Kilometer langen Teilstücks durch die Firma „Bickhardt Bau“ in die heiße Phase. Am Abend wurde von LBV-SH (Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein) und Polizei der Verkehr komplett auf die Fahrbahn in Richtung Kiel verlegt. Damit steht pro Richtung jeweils ein Fahrstreifen zur Verfügung – bei 80 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Wie LBV-SH-Direktor Torsten Conradt erläuterte, bleiben die Anschlussstellen Wankendorf und Bornhöved vollständig nutzbar. In den vergangenen Wochen waren bereits Markierungsstreifen neu aufgebracht sowie Arbeiten an der Entwässerung vorgenommen und Nothaltebuchten eingerichtet.

Die rund 41,5 Millionen Euro teure Gesamt-Sanierung der Autobahn vom ehemaligen Ausbauende an der B404 nördlich von Stolpe bis südlich von Bornhöved soll bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Wie Conradt sagte, hätten in den letzten Jahren die Schäden auf der Strecke stark zugenommen.

2Die heutige A 21 wurde zu Beginn der siebziger Jahre für den Verkehr freigegeben. Vor 15 Jahren wurde die Deckschicht erneuert, die tiefliegenden Schichten hingegen haben laut Conradt durch den Alterungsprozess von über 40 Jahren an Elastizität verloren und sind deshalb in regelmäßigen Abständen zerrissen. Zur Sanierung gehört auch die Einrichtung oder Nachrüstung von Schutzeinrichtungen verschiedener Brückenbauwerke. Die Brücke über die Kreisstraße 40 vei Gönnebek (Kreis Segeberg) ist verschlissen und wird durch einen Neubau ersetzt.

Conradt erinnerte daran, dass es aus Gründen der Sicherheit für das Baustellenpersonal und die Verkehrsteilnehmer notwendig war, den Überholfahrstreifen auf ganzer Länge und in beiden Fahrtrichtungen zu sperren sowie die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h zu begrenzen.

Konferenz im Landeshaus – Gute Wege zur guten Arbeit im „echten Norden“

Gute Wege zur guten Arbeit: Meyer appelliert an  Betriebe in SH – Mitarbeitern gute und flexible Angebote machen

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Die Zahl der Pendler, die in Schleswig-Holstein arbeiten und in einem anderen Bundesland wohnen, ist zwischen 2004 und 2014 um knapp ein Viertel gestiegen. «Beschäftigte, die viel Auto fahren, sind oftmals gestresst und bewegen sich zu wenig», warnte Stefan Heimlich, Vorsitzender des ACE Auto Club Europa e.V heute in Kiel. Bei einer Fachkonferenz im Landtag ging es um praktische Lösungen, die Pendlern den täglichen Arbeitsweg erleichtern. Als Optionen wurden Fahrgemeinschaften, Mitfahrbörsen, Carsharing oder Diensträder, die auch privat benutzt werden dürfen, genannt. Betriebe förderten zudem mit Jobtickets die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, hieß es. Eine funktionierende Mobilität komme nicht nur Betrieben, sondern auch den Beschäftigten zugute, sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer.

Reinhard_MeyerMeyer sagte weiter

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Mit Mobilitätsmanagement steht laut Meyer und Heimlich heute ein erprobtes Instrument zur Verfügung, mit dem Betriebe die Arbeits- und Dienstwege ihrer Mitarbeiter gesünder, effizienter und nachhaltiger gestalten können. Die Teilnehmer der Konferenz diskutierten intensiv über das Konzept. Referenten stellten Praxisbeispiele aus der Region vor, die deutlich machten, dass sich bereits viele Betriebe in Norddeutschland gezielt mit der Mobilität ihrer Beschäftigten auseinandersetzen. Sie fördern beispielsweise die Nutzung von Fahrgemeinschaften, öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrrädern.

Foto Gute Wege Kiel 2„Beschäftigte sind heute besonders gefordert. Sie sollen flexibel, mobil und leistungsfähig sein“, betonte Heimlich. „Oft wird dabei aber vergessen, welche Belastungen und Risiken entstehen, wenn Mitarbeiter viel unterwegs oder gestresst sind. Innerhalb des Projektes ‚Gute Wege‘ unterstützen wir Lösungen für gesunde, kostengünstige und nachhaltige Arbeits- und Dienstwege von Beschäftigten.“

Sebastian Starzynski, Umwelt- und Mobilitätsmanager der Universität Kiel, zeigte, wie sich betriebliches Mobilitätsmanagement in der Praxis umsetzen und verankern lässt: In seinem Vortrag verdeutlichte er, wie wichtig eine umfassende Analyse des Standortes und des Mobilitätsverhaltens der Mitarbeiter ist. Nur so sei es möglich, passgenaue Lösungen zu entwickeln, die zum Betrieb und zu den Bedürfnissen der Beschäftigten passen.

Den praktischen Nutzen von Mobilitätsmaßnahmen stellten Christian Stamer, Verkehrsplaner im Tiefbauamt der Landeshauptstadt Kiel, und Heinrich Kählert, Vorstand StattAuto eG, heraus. Die Stadt Kiel setzt bereits seit 2008 erfolgreich auf Carsharing. Die Fahrzeuge stehen in unmittelbarer Nähe von verschiedenen Verwaltungsgebäuden und werden im Jahr mehrere Tausend Mal für Dienstfahrten genutzt. Carsharing ermöglicht es der Stadt, Kosten zu sparen, ohne bei Bedarf auf Fahrzeuge verzichten zu müssen.

ACE

 Über das Projekt „Gute Wege zur guten Arbeit“

Das Projekt „Gute Wege zur guten Arbeit“ des ACE Auto Club Europa setzt sich für betriebliches Mobilitätsmanagement ein. Das Konzept stärkt nachhaltige Mobilitätslösungen wie Fahrgemeinschaften, öffentliche Verkehrsmittel oder den Radverkehr. „Gute Wege zur guten Arbeit“ wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert und vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und seinen Mitgliedsgewerkschaften unterstützt.

Institute: Moderater Wirtschaftsaufschwung in Deutschland setzt sich fort

Die deutsche Wirtschaft wächst moderat, aber stetig. Die Wirtschaftsinstitute sehen das Wachstum intakt

Stapellauf bei der FSG

Der moderate Wirtschaftsaufschwung in Deutschland setzt sich nach Einschätzung führender Ökonomen fort. Die Wachstumsprognosen für dieses Jahr reichen von 1,5 Prozent beim HWWI in Hamburg bis 1,9 Prozent beim Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW). Es präsentierte wie das Münchner Ifo-Institut heute seine Daten. Die Bundesbank rechnet mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,7 Prozent im laufenden Jahr.

«Der seit 2014 anhaltende moderate Aufschwung der deutschen Wirtschaft geht in die zweite Halbzeit. Eine Verlängerung ist möglich», teilte Ifo-Konjunkturforscher Timo Wollmershäuser in Berlin mit. Die Ifo-Ökonomen erhöhten ihre Prognose für das laufende Jahr von 1,6 Prozent auf 1,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote werde von 6,4 Prozent 2015 auf durchschnittlich 6,1 Prozent in diesem Jahr sinken.

Dagegen haben die Wissenschaftler aus Kiel ihre vorherige Erwartung um 0,1 Punkte auf 1,9 Prozent zurückgenommen. Die «minimale Revision» gehe auf den deutlich verminderten Zustrom an Flüchtlingen und – damit verbunden – auf einen geringeren fiskalischen Impuls durch staatliche Ausgaben zurück. «Die konjunkturelle Grundtendenz weist gleichwohl unverändert aufwärts, die treibenden Kräfte des Aufschwungs sind nach wie vor intakt», berichtete der Leiter des IfW-Prognosezentrums, Stefan Kooths.

2017 soll das BIP um 2,1 Prozent zulegen, 0,1 Punkte weniger als bislang vom IfW erwartet. Das Ifo rechnet mit 1,6 Prozent Wachstum. Beide Institute prognostizieren nach einem verhaltenen Preisauftrieb 2016 von 0,5 Prozent wieder anziehende Verbraucherpreise und eine Teuerungsrate von 1,5 bis 1,6 Prozent im kommenden Jahr.

Neben dem privaten Konsum entwickelten sich die Investitionen mehr und mehr zur Triebkraft des Aufschwungs, teilte das IfW mit. Bei Wohnungsbauinvestitionen, bedingt durch die niedrigen Zinsen, zeichne sich eine deutliche Zunahme bis ins Jahr 2017 ab.

IfW Kiel legt heute neue Konjunkturprognose vor

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft veröffentlicht heute seine neue Konjunkturprognose.

Dabei geht es um die Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland und weltweit. Bei seiner vorangegangenen Prognose im März hatte das IfW seine Erwartungen etwas zurückgenommen und die prognostizierte Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für 2016 um 0,2 Prozent auf 2,0 Prozent reduziert. Damals verwiesen die Kieler Experten auf das schwierigere außenwirtschaftliche Umfeld, insbesondere die Schwäche Chinas und den Einbruch beim Ölpreis. Die deutsche Konjunktur sei wegen der gestiegenen Löhne und des hohen privaten Konsum robust. Ein IfW-Sprecher sagte jetzt, die Rahmenbedingungen hätten sich seit März nicht gravierend verändert.
Zuletzt hatten mehrere Institute und die Deutsche Bundesbank ihre im Vergleich zum IfW niedrigeren Prognosen etwas nach oben korrigiert. Die Bundesbank rechnet jetzt mit einer Steigerung des BIP um 1,7 Prozent im laufenden Jahr.

Tempo 30: Bundeskabinett stellte heute erste Weichen für SH-Vorstoß

Bundeskabinett bahnt Tempo-30-Initiative aus dem Norden den Weg in die StraßenverkehrsordnungWarnschild Schule

Neue Regeln für Fahrradfahrer, mehr Tempo 30 vor Schulen und Kitas, präzisere Vorgaben für Rettungsgassen auf der Autobahn: Das Bundeskabinett hat heute mehrere Änderungen der Straßenverkehrsordnung auf den Weg gebracht. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte, die neuen Bestimmungen für Radler seien familienfreundlich und sorgten für mehr Verkehrssicherheit. Der Bundesrat muss der Novelle noch zustimmen.

Einer der Vorschläge – mehr Tempo 30 vor Schulen, Kitas und Seniorenheimen – stammt aus Schleswig-Holstein. Demnach soll auch auf großen Hauptverkehrsstraßen leichter Tempo 30 vorgeschrieben werden können – wie jetzt schon auf Nebenstraßen. Auf Hauptachsen muss bisher erst aufwendig nachgewiesen werden, dass es sich um einen besonderen Unfallschwerpunkt handelt.

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SH-Verkehrsminister Reinhard Meyer
sagte dazu:

(Audiopfeil klicken)

Weitere Themen und Veränderungen der Straßenverkehrsordnung:

FAHRRÄDER I: Radler mit Elektrorädern sollen künftig Radwege nutzen können – außerorts generell, innerorts, wenn dies mit einem neuen Hinweisschild freigegeben wird. Die Regelung gilt aber nur für E-Räder, die maximal 25 Kilometer pro Stunde schnell sind.

FAHRRÄDER II: Kinder bis 8 Jahre sollen von einer mindestens 16 Jahre alten Aufsichtsperson auf dem Rad begleitet werden dürfen, wenn sie auf Gehwegen fahren. Dies soll die Aufsicht erleichtern. Für erwachsene Radler sind Gehwege bisher tabu, Kinder bis acht Jahre müssen dort fahren. «Es ist ausdrücklich nicht das Ziel, dass auch ältere unsichere Radfahrer den Gehweg nutzen dürfen», heißt es aber.Die freiwillige Feuerwehr Grosshansdorf

RETTUNGSGASSE: Wo genau sie auf Autobahnen und großen Bundesstraßen eine Gasse für Polizei und Rettungskräfte bilden müssen, sollen sich Autofahrer leichter merken können. Künftig soll gelten, dass bei Straßen mit mindestens zwei Streifen die Gasse «zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen» frei zu halten ist – also bei drei Fahrspuren zwischen der ganz linken und den beiden rechten daneben.