Neue Kraft-Pakete für die Strecke Hamburg-Westerland

Ankunft der ersten von 15 neuen Loks für die Linie zwischen Hamburg und Westerland. In den kommenden Wochen sollen die Lokomotiven bereits für die NOB eingesetzt werden.

deN-Lok_1 DSC_7413Ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember sollen die Lokomotiven dann die bisher auf der Marschbahn eingesetzten Diesellokomotiven vollständig ersetzen. Ab Dezember 2016 wird dann der neue Betreiber DB Regio die Lokomotiven zwischen Hamburg und Westerland einsetzen.

Bei den Bombardier „TRAXX P160 DE ME“ handelt es sich um modernste dieselelektrische Lokomotiven mit energieeffizientem, umweltfreundlichem Mehrmotorenantrieb. Anstatt eines großen Motors verfügen die Lokomotiven über vier kleinere Motoren, die je nach Leistungsanforderung individuell ab- und zugeschaltet werden können. Zusätzlich sind die Loks für Doppelzugsteuerung ausgelegt.

Eigentümer der neuen Lokomotiven ist eine Projektgesellschaft aus dem Infrastrukturfonds DIF und Paribus Capital, die künftig neben den Lokomotiven auch 90 Reisezugwagen und drei Triebwagen zur Verfügung stellen wird. Das technische Asset Management der Fahrzeuge wird durch Northrail bereitgestellt. Paribus Capital hatte sich 2014 bei der Ausschreibung des Landes als neuer Fahrzeugbereitsteller durchgesetzt.

Verkehrsminister Reinhard Meyer zeigte sich vor allem über die planmäßige Ablieferung erfreut: „Ich danke allen Beteiligten, dass die Zusammenarbeit offensichtlich so gut und reibungslos funktioniert hat.“ Mit Blick auf das neue Nahverkehrs-Design der Lokomotiven sowie dem Claim der Landesdachmarke „Schleswig-Holstein. Der echte Norden“ sagte Meyer weiter: „So wichtig die Loks für den Verkehr auf der Marschbahn sind, so lieb sind sie mir als Werbeträger für Schleswig-Holstein. Bahnfahren im echten Norden lohnt sich – für Pendler genauso wie für Urlauber.“

Lückenschluss: Meyer und Ferlemann geben zweite Störbrücke in Itzehoe frei

Meyer und Ferlemann besiegeln Lückenschluss an der A 23 bei Itzehoe – zweite Störbrücke frei für den Verkehr

LBV-Direktor Torsten Conradt, Staatssekretär Ferlemann und Minister Meyer (v.l.) bei der Freigabe. Fotos:Druba
 
Bedeckter Himmel – sonnige Volksfestlaune – einige tausend Gäste: Gemeinsam mit Bundes-Staatssekretär Enak Ferlemann hat Verkehrsminister Reinhard Meyer heute Mittag die zweite Autobahnbrücke im Zuge der A 23 über die Stör eingeweiht. Wie Meyer sagte, sei die A 23 und in ihrer Verlängerung die B 5 die Haupterschließungsachse für die Westküste. Deshalb seien der Lückenschluss der A 23 bei Itzehoe und der Ersatz der alten Störbrücke ein Projekt von großer Bedeutung für Schleswig-Holstein. Die neue zweite Störbrücke ist zusammen mit der bereits 2010 fertig gestellten ersten Störbrücke das Kernstück des insgesamt 7,5 Kilometer langen Lückenschlusses der A 23 von Itzehoe-Süd bis Itzehoe-Nord. Die Kosten für den gesamten Lückenschluss betragen rund 159 Millionen Euro.

„Schaulaufen“: Tausende Itzehoer nutzten das Brückenfest, um sich das neue Bauwerk aus der Nähe anzuschauen

 „Mit dem heutigen Festakt ein wichtiger Meilenstein erreicht“, sagte Meyer bei seinem Besuch auf der neuen Brücke. „Dieser wichtige Schritt ist ein guter Grund, ein ‚Brückenfest‘ mit den Bürgerinnen und Bürgern und allen Projektbeteiligten zu feiern. Und es gibt einen weiteren Grund: Am 15. Oktober 2015 ist der Planfeststellungsbeschluss für den zweiten Abschnitt des dreistreifigen Ausbaus der B 5 zwischen Itzehoe und Wilster ergangen“, sagte Minister Meyer. Baubeginn sei für das erste Halbjahr 2016 geplant.
„Überdachtes Parken“: Selbst unter den Zwillingsbrücken war der Andrang gewaltig
Nach Abschluss der Feierlichkeiten des „Brückenfestes“ wird der Verkehr zunächst voraussichtlich ab 26. Oktober 2015 einstreifig für jede Fahrtrichtung durch den neuen Streckenabschnitt geführt. Nach Rückbau von Mittelstreifenüberfahrten und Leitschwellen und Schließung der Überfahrten mit Schutzplanken wird der Verkehr dann voraussichtlich ab dem 10. November 2015 mit zwei Fahrstreifen und Standstreifen je Fahrtrichtung von Itzehoe-Nord über die neuen Störbrücken hinweg bis kurz vor den Kamper Weg fließen können. Die Fertigstellung des gesamten A 23-Lückenschlusses Itzehoe erfolgt dann Ende Juni 2016 nach Bau des letzten noch fehlenden ca. zwei Kilometer langen Teilstückes der Richtungsfahrbahn Heide im Bereich Breitenburg-Nordoe.

Maritime Wirtschaft vor 9. Konferenz in Bremerhaven mit großer Wunschliste an den Bund

Maritime Wirtschaft kommt Montag mit langer Wunschliste nach Bremen – Meyer: LNG voranbringen

Die Nationale Maritime Konferenz  in Bremerhaven soll die Weichen stellen für die Zukunft von Häfen, Reedereien und Werften. Die maritime Wirtschaft hat viele Wünsche an Bundeskanzlerin Merkel. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer liegt unter anderem der Ausbau der LNG-Technik in Deutschland am Herzen. LNG (Liquid Natural Gas) ist Erdgas, das bei minus 160 Grad verflüssigt wird und bei der Verbrennung deutlich umweltfreundlicher ist als herkömmliche Treibstoffe.

Foto Neelsen Ulf-Kersten frlokjazz Travemünde Hafengespräch mit Wirtschaftsminister Reinhard Meyer Hafenhaus

Meyer sagt dazu

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Mit vielen Wünschen an die Bundesregierung trifft sich die maritime Wirtschaft in Bremerhaven zu ihrer nationalen Konferenz. Zwei Themenblöcke kristallisieren sich als Schwerpunkte heraus: Verkehr und Infrastruktur sowie Innovation und Umwelt. Die große Linie gibt gleich zu Beginn des Treffens an diesem Montag Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor. An ihre Rede richten sich große Erwartungen.

«Die Verbände erwarten von der Bundesregierung klare Aussagen zur Stärkung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der maritimen Wirtschaft am Standort Deutschland», heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme von mehreren Verbänden. Sie fordern eine maritime Strategie, die der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, der Bremerhavener SPD-Bundestagsabgeordnete Uwe Beckmeyer, bei der Konferenz auch vorlegen will. Dahinter verbergen sich zahlreiche Einzelpunkte, von der Verkehrsanbindung der Häfen bis zur Technologieförderung der Werften und der Unterstützung der deutschen Flagge bei der Handelsflotte.

Zur Lage der deutschen Werften sagt Beckmeyer heute in den Lübecker Nachrichten:

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Berlin hat schon vor der 9. Nationalen Maritimen Konferenz positive Signale gesendet. Auf Antrag der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD verabschiedete der Bundestag eine 13 Seiten lange Entschließung, die fast alle von den Verbänden vorgebrachten Punkte aufgreift und die Bedeutung der maritimen Branchen herausstreicht. Das ist allerdings noch kein Gesetz, sondern nur eine Grundlage für die weitere Politik. Mit einer Geste zog auch das Verkehrsministerium nach, indem es einen Zuschuss für den Umbau des ersten deutschen Containerschiffs auf den umweltfreundlichen Treibstoff LNG bewilligte.

Die beiden zuständigen Minister Sigmar Gabriel (SPD) für Wirtschaft und Innovation und Alexander Dobrindt (CSU) für Verkehr und Infrastruktur werden am zweiten Kongresstag am Dienstag die Pläne ihrer Ressorts vorstellen.

Die maritime Wirtschaft in all ihren Verästelungen bietet 400 000 Arbeitsplätze und erreicht einen Umsatz von 54 Milliarden Euro, keineswegs nur in Norddeutschland. Viele große Zulieferer der Schiffbauindustrie, von Siemens bis MAN, arbeiten in Bayern, Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen. Zudem ist das Industrie- und Exportland Deutschland auf den Seetransport angewiesen. Rund 95 Prozent der Warenströme zwischen den Kontinenten werden mit Schiffen abgewickelt, auch 60 Prozent der deutschen Exporte.

Die Nationale Maritime Konferenz führt maritime Verbände, Institutionen, Unternehmen und Politiker aus Bund und Ländern zusammen. Dazu werden rund 800 Vertreter von Häfen und Reedereien, Werften und Schiffsmaklern, Zulieferunternehmen, Gewerkschaften, Hochschulen und Parteien an der Nordsee erwartet. Ins Leben gerufen wurde die Konferenz, die nun zum neunten Mal stattfindet, vom früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD).

Weitere Informationen und das Programm der NMK hier: Hier klicken

Land stockt Mittel für Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein um 20 Prozent auf

Land stockt Förderung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein um 20 Prozent auf 870.000 Euro auf

Nach mehrmonatigen Verhandlungen wird das Land Schleswig-Holstein die Förderung der Verbraucherzentrale für die kommenden Jahre nochmals deutlich erhöhen. Die Mittel werden ab Januar um 170 000 Euro auf dann 870 000 Euro jährlich aufgestockt, wie Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute der Deutschen Presse-Agentur bestätigte

«Neben ihrer Kernaufgabe, der Verbraucherberatung, zeigen sie auch Fehlentwicklungen auf, formulieren verbraucherpolitische Forderungen und sind erfolgreiche Anwälte der Haushalte.»

eis_Meyer_Reinhard_020Meyer sagte
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Die Verbraucherzentrale verfügt über mehr als 40 Mitarbeiter. Sie finanziert sich neben dem Landeszuschuss vor allem über Projekte wie die Schuldner- und Insolvenzberatung im Kreis Segeberg. Beratungsstellen gibt es in Kiel, Lübeck, Norderstedt, Flensburg und Heide. Durch die um 20 Prozent höheren Mittel für die kommenden fünf Jahre erhalte die Zentrale eine sichere Zukunftsperspektive, könne neben Personalstellen auch wichtige Bundesprojekte kofinanzieren und sich für die zunehmende Digitalisierung ihres Geschäftsfeldes rüsten.Die SPD-Verbraucherpolitikerin Regina Poersch begrüßte gegenüber dpa das Signal der Regierung. «Wo Vorgängerminister den Verbraucherschutz noch an die Wand fahren wollten, zeigt sich das Wirtschaftsministerium als verlässlicher Partner», sagte sie.

Landtag debattiert über Organisation von Schwertransporten

Heute ab 11.15 Uhr: Landtagsdebatte über künftige Organisation von Schwertransporten in SH  

Rotorblätter von Windrädern, überlange Baumstämme – derartige Schwerlasttransporte sind längst keine Seltenheit mehr. Bisher koordinieren die Kreise und kreisfreien Städte diese Sonderfahrten und erteilten die Genehmigungen. Die FDP wehrt sich in einem Antrag für die heutige Landtagsdebatte gegen Überlegungen, die “Erlaubnis- und Genehmigungsbehörde für Großraum- und Schwerverkehre“ beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) zu zentralisieren.

Die FDP setzt auf Freiwilligkeit: So sollen die Kommunen selbst entscheiden können, ob sie die Genehmigungserteilung abgeben oder behalten möchten. Denn laut FDP-Fraktion ist die Genehmigungserteilung ein nicht unerheblicher finanzieller Beitrag für einige Kreise.

Überdies sei der Standortfaktor zu berücksichtigen: Viele Unternehmen schätzen die Mittelstandsfreundlichkeit und Nähe zu den Kreisen vor Ort, heißt es in der Begründung weiter. Eine Zentralisierung könne die Antragsbearbeitung und die Verfahren insgesamt verlangsamen.

Die Liberalen reagieren mit dem Antrag auf Befürchtungen des Kreises Dithmarschen. Dort habe der Bereich Großraum- und Schwerverkehr einen bedeutenden Stellenwert. So verzeichne die Erlaubnis- und Genehmigungsbehörde des Kreises seit Jahren eine kontinuierliche Steigerung der Antragszahlen. 2013 seien 6.741 und ein Jahr später bereits 9.241 Genehmigungen erteilt worden.
Auf die jährlich erzielten Überschüsse durch die Gebühren ist der Kreis Dithmarschen den Liberalen zufolge als Haushaltskonsolidierungskreis dringend angewiesen.

Die Landtagsrede von Verkehrsminister Meyer dazu kann ab 10 Uhr in der Journalisten-Infobox (oben) abgerufen werden. Passwort kann in der Pressestelle abgerufen werden.

Meyer begrüßt Bundestags-Antrag zur Stärkung der Maritimen Wirtschaft in Deutschland

Meyer vor 9. Maritimer Konferenz: Signale des Bundes zum LNG-Ausbau bieten Riesenchance für Schleswig-Holstein

Nordsee Winter Schnee Eis Schiff Schiffe Wetter Landschaft Meer See Strand Wirtschaft Sonne Frachter
Schifffahrt auf der Elbe

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer hat den heutigen Beschluss der Berliner Regierungskoalition zur Stärkung der maritimen Wirtschaft im Vorfeld der Montag (19. Oktober) beginnenden 9. Nationalen Maritimen Konferenz in Bremen begrüßt: „Besonders das Bekenntnis zu LNG als Energieträger ist aus meiner Sicht die richtige Weichenstellung, von der der Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt, vor allem auch Schleswig-Holstein profitieren kann“, sagte Meyer.

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weiter
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Verflüssigtes Gas werde in den nächsten Jahrzehnten ein bedeutender Energieträger werden. „Insbesondere im Verkehrsbereich kann LNG als Treibstoff die Brücke zum Elektrozeitalter sein – sowohl bei Schiffs- wie bei Lkw-Antrieben“, so der Minister. Noch fehle es in Deutschland an der nötigen Infrastruktur, während vor allem in den Niederlanden und den Ostsee-Nachbarländern auf diesem Feld enorm investiert werde

Elbehafen Brunsbuettel, Unterelbe Schiff Schiffe Schifffahrt Dithmarschen Wirtschaft 17.03.2004 Hafen Nordsee
Elbehafen Brunsbüttel

Brunsbüttel mit seiner Lage an der Elbmündung bezeichnete Meyer vor diesem Hintergrund als idealen Standort für einen LNG-Terminal. „Von hier aus kann die ansässige Industrie ebenso mit Flüssiggas versorgt werden wie über das vorhandene Pipelinenetz andere Regionen oder die Schiffe, die auf Elbe und Nord-Ostsee-Kanal unterwegs sind.“ Mit Blick auf die Nationale Maritime Konferenz erinnerte der Minister daran, dass die maritimen Verbände den Bund aufgefordert haben, ein Förderprogramm für den LNG-Ausbau zu entwickeln. „Denn erst, wenn die Schifffahrt in größerem Stil auf LNG umstellt, wird es für Versorgungsunternehmen interessant, auch entsprechende Bunkerstationen einzurichten.“

Auch die Bedeutung der Häfen wird aus Sicht Meyers weiter wachsen. Vor diesem Hintergrund sei die im Bundestagsantrag formulierte Forderung sehr zu unterstützen, dass Hafenhinterland-Anbindungen im neuen Bundesverkehrswegeplan priorisiert werden. „Auch der weitere Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals ist in diesem Zusammenhang für Schleswig-Holstein von großer Bedeutung“, sagte Meyer.

Beltquerung genießt beim EU-Verkehrskoordinator Cox höchste Priorität

EU-Kooridinator Cox: Ohne Beltquerung ist der europäische Verkehrskorridor „wie ein irischer Pub ohne Bier“

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Pat Cox (rechts) mit dem stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck, Rüdiger Schacht

Ohne feste Fehmarnbelt-Querung mit entsprechenden Hinterland-Anbindungen ist der europäische Verkehrskorridor von Süditalien quer durch den HanseBelt über Dänemark und Schweden bis nach Nordfinnland wie ein irischer Pub ohne Bier – diesen Vergleich zog der Ire Pat Cox heute bei Gesprächen in Lübeck und Eutin, an denen auch Schleswig-Holsteins Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele teilnahm.

„Aus der europäischen Sicht wird hier eine starke Wirtschaftsregion entstehen, die Skandinavien und Norddeutschland miteinander verbindet. In dieser Region leben zehn Millionen Menschen. Der EU ist es wichtig, grenzüberschreitende Verbindungen zu schaffen und damit die Arbeitsmärkte in der Region zu beleben“, sagte Cox. Er betonte weiter, dass die Beltquerung nicht nur in Dänemark, Schweden und Norwegen hohe Priorität genieße, sondern auch bei der EU, die in dieser Programm-Periode einen besonderen Schwerpunkt auf die Lückenschlüsse zwischen den nationalen Verkehrsnetzen lege. Sein Besuch solle dazu dienen, ein besseres Gespür für den deutschen Entscheidungsprozess und seine Dauer zu bekommen. Cox Wunsch an die deutsche Seite: „Sie sollten dem Projekt – bei Wahrung von Recht und Gesetz, insbesondere der Rechte der betroffenen Bürger – höchste Priorität geben.“

Wie der EU-Politiker weiter sagte, habe der Bahn-Teil der festen Beltquerung seitens der EU höchste Förderpriorität. Der Straßenteil könne durch den Juncker-Plan gefördert werden, was die Kosten reduzieren würde.

Staatssekretär Nägele versicherte dem Gast aus Brüssel: „Uns allen ist die Bedeutung dieses Vorhabens bewusst und Sie können sicher sein, dass wir gerade bei diesem für Europa enorm wichtigen Projekt den engen Schulterschluss mit unseren dänischen Partnern suchen. Ein transeuropäisches Projekt dieser Dimension ist nur gemeinsam mit allen Akteuren zu realisieren. Die Menschen vor Ort müssen mitgenommen werden. Daher legen wir großen Wert auf einen engen Austausch mit Dänemark, den Vorhabenträgern und der Region Ostholstein.“

Wirtschaft im „echten Norden“ weiter auf Wachstumskurs

Wirtschaft in SH weiter im Aufwind: IHK-Konjunkturklimaintex steigt von 114 auf 116 Punkte

IHK_Logo_SH_rgb_261x100Schleswig-Holstein hat sich im dritten Quartal gut entwickelt. Vor allem die Inlandsnachfrage und die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt hätten sich als Konjunkturstütze erwiesen, teilte die IHK heute mit.

Der Konjunkturklimaindex sei im Vergleich zum Vorquartal von 114 auf 116 Punkte gestiegen und habe den Vorjahreswert von 117 knapp verfehlt. Maximal möglich sind 200 Punkte. «Weder der Börsencrash in China noch der angestiegene Zustrom von Flüchtlingen nach Schleswig-Holstein haben zur Verunsicherung unserer Unternehmen geführt», sagte IHK-Präsidentin Friederike C. Kühn.

41,7 Prozent der befragten Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage als gut, 47,6 Prozent als befriedigend und 10,7 Prozent als schlecht. Die Industrie berichtet von einer überwiegend positiven Lage. Die Bauwirtschaft entwickelt sich weiter sehr positiv. Die mit dem Bau von Flüchtlingsunterkünften zu erwartende Sonderkonjunktur sei in den Erwartungen der Branche noch nicht abgebildet. Der Handel nennt seine Lage überwiegend zufriedenstellend. Auch die Kreditwirtschaft meldet unverändert überwiegend gute Geschäfte. Die Dienstleistungswirtschaft bleibt laut IHK ein Garant für die stabile Konjunkturentwicklung. Die weiteren Aussichten beurteilen die Unternehmen leicht optimistisch.

Ab morgen neuer Service für Hamburg-Reisende

Ab morgen früh: Elektronische Reisezeit-Anzeigen an der A 7 und der A 23 in Richtung Hamburg

 Anzeige_A7Neues Informations-Angebot rund um die Großbaustelle A 7: Ab morgen früh um 7 Uhr werden in Höhe Neumünster-Süd an der A 7 sowie an der A 23 in Höhe Pinneberg Nord zwei neue LED-Anzeigentafeln in Betrieb genommen. Darauf werden den Verkehrsteilnehmern, die in Richtung Hamburg unterwegs sind, die voraussichtlichen Reisezeiten zu verschiedenen Zielen in der Hansestadt anzeigt.

In Höhe Neumünster wird die aktuelle Reisezeit zum Hamburger Flughafen, zu den Veranstaltungsarenen und dem Hamburger Hafen ausgewiesen. In Höhe Pinneberg Nord die Reisedauer zum Hafen, zum Flughafen sowie ins Hamburger Stadtzentrum.

„Auf diese Weise bieten wir neben der App einen weiteren nützlichen Informationsservice, damit sich der Berufs- und Privatverkehr noch besser auf den sechsstreifigen Ausbau der A7 einstellen kann“, sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer heute (13. Oktober) in Kiel. Denn gerade die Information über aktuelle Reisezeiten zu wichtigen Zielen in Hamburg könne das Fahrverhalten positiv beeinflussen.IMG_1802

Die LED-Reisezeitanzeigen werden über das mobile Verkehrsmanagementsystem ILIAS mit Daten versorgt. Die Anzeigen sowie das Verkehrsmanagementsystem wurden vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein bei der Firma „Baustellen-Absperr-Service Verkehrstechnik AG“ (BAS) für einen Betriebszeitraum von einem Jahr gemietet. Die jährlichen Mietkosten belaufen sich auf rund 100.000 Euro, während die Verkehrsdaten von der Firma VIOM GmbH für 8.800,- EUR beschafft werden.

Weitere Reisezeitanzeigen sind von der Hamburger Verkehrsbehörde vor und hinter dem Elbtunnel im Zuge der A7 geplant. Der Reisezeitenservice kann auch über die A7 Nord App aufgerufen werden. Hier besteht die Möglichkeit, von einem gewählten Standort aus Reisezeiten zu insgesamt zwölf Zielen abzurufen. Die App kann kostenfrei seit März 2015 im App Store und bei Google Play heruntergeladen werden.

EU-Koordinator informiert zur Rolle der Fehmarnbeltquerung in Europa 

 EU-Verkehrskoordinator Cox informiert heute in SH über die Bedeutung der Beltquerung für Europa

Der EU- Koordinator für den Verkehrskorridor von Skandinavien zum Mittelmeerraum, Pat Cox, besucht heute Schleswig-Holstein. Bei der Industrie- und Handelskammer Lübeck will er mit Vertretern von Politik, Wirtschaft und Verwaltung darüber diskutieren, welche Bedeutung die geplante Fehmarnbeltquerung hat.

In den vergangenen Monaten hatten Verzögerungen im Zeitplan zu Irritationen auf dänischer Seite geführt. Bundes- und Landesregierung sowie die dänische Regierung haben aber mehrfach betont, dass sie an dem Verkehrsprojekt festhalten wollen. Erst vor einer Woche war Verkehrsminister Reinhard Meyer in Kopenhagen, um Mitglieder des dänischen Parlaments über die komplexen Genehmigungsverfahren auf deutscher Seite zu informieren.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus