Auf Druck von SH wird das Postrecht reformiert – Rohlfs: Wir erwarten bessere Leistungen

Gute Leistungen zu angemessenen Preisen – das erwartet die Regierung in Kiel von der Deutschen Post. Eine Reform soll das gewährleisten. Vorgesehen seien dabei auch Sanktionsmöglichkeiten, sagt Wirtschaftsstaatssekretär Rohlfs.

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Staatssekretär Thilo Rohlfs will die Deutsche Post stärker in die Pflicht nehmen

Der Bund will das Postrecht reformieren und dabei Sanktionsmöglichkeiten verankern. Vertreter des Bundes hätten in der vergangenen Woche gegenüber der Bundesnetzagentur Eckpunkte für eine solche Reform angekündigt, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Thilo Rohlfs im Anschluss an die jüngste Sitzung des Beirats der Bundesnetzagentur der Deutschen Presse-Agentur. «Das ist ein ebenso guter wie überfälliger Schritt, zumal die Kritik an der Dienstleistungsqualität der Post massiv gestiegen ist. Er habe sich als Mitglied der Netzagentur dafür eingesetzt, eine solche Reform auf den Weg zu bringen, sagte Rohlfs.

Er hatte zuvor Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) kritisiert, weil die nächste Preiserhöhung der Deutschen Post AG «durchgewunken» worden sei. Die Änderung der im März erlassenen Verordnung sei nicht nur unbegründet, sagte Rohlfs. Sie lege den Verdacht nahe, dass die Post mit Hilfe des Bundes, der größter Post-Aktionär ist, schwindende Margen im Paketgeschäft auszugleichen versuche. Branchenkreisen zufolge könnte das Porto für einen Standardbrief von 70 Cent schon bald auf 85 bis 90 Cent steigen.

Das DHL Frachtzentrum NeumünsterRohlfs zufolge wurde der Bund vom Beirat der Bundesnetzagentur auch aufgefordert, mit der Reform des Postrechts Sanktionsmöglichkeiten bei mangelhaften Leistungen einzuführen. «Die Beschwerden über die Deutsche Post AG haben sich gegenüber 2015 vervierfacht.» Rund die Hälfte der Kunden-Beschwerden bezögen sich auf Briefzustellungen und mehr als ein Drittel auf den Paketbereich.

«Dem Bürger dürfte kaum vermittelbar sein, dass einerseits bald das Porto deutlich ansteigt, die Dienstleistungsqualität aber zugleich rapide abnimmt, sagte der Staatssekretär. Der Bund wolle seine Eckpunkte für eine Reform auf einer der nächsten Sitzungen des Netzagentur-Beirats vorlegen. Unter dem Strich erwarte er von der Post im Zuge der Reform angemessene Leistungen zu angemessenen Preisen.

Mit Unterstützung des Wirtschaftsministers: SHMF hat BMW als neuen Mobilitätspartner an Bord

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Kooperation besiegelt: Jeanette van Beek, Thilo Rohlfs, Christian Kuhnt, Matthias Detje und Tim Beltermann heute im Wirtschaftsministerium

Das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) hat einen neuen Mobilitätspartner: Ab diesem Sommer wird BMW das Festival mit einer Fahrzeugflotte unterstützen. Die 20 Wagen, mit denen Künstler wie auch Teammitglieder in ganz Norddeutschland unterwegs sein werden, sind rein elektrisch bzw. durch Hybridmotoren betrieben. Im Wirtschaftsministerium wurde heute in Anwesenheit von Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs ein Vertrag unterzeichnet, der dem SHMF künftig den Weg in eine geräusch- und emissionsarme Mobilität ebnet.

Ihre Unterschriften leisteten Tim Beltermann, Leiter Region Nordost der BMW Group, Festivalintendant Dr. Christian Kuhnt und Jeanette van Beek, Geschäftsführerin der Sponsorengesellschaft des SHMF. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz unterstützt die Kooperation, die sich in seine Pläne zum Ausbau alternativer Mobilitätskonzepte im Land einfügt.

»Wir wollen in Schleswig-Holstein maßgeblicher Treiber der Elektromobilität werden. Das ist gerade in den ländlichen Gebieten unseres Landes eine Herausforderung, die wir aber mit großem Engagement angehen. So entsteht aktuell die eHighway Teststrecke auf der A1. Darüber hinaus erschließen immer mehr Unternehmen in der Region alternative Mobilitätskonzepte für sich – und auch das Schleswig-Holstein Musik Festival reiht sich mit seinem neuen Mobilitätspartner BMW ein in diese Vorzeigeprojekte. Es passiert momentan enorm viel – unsere Aufgabe als Land ist es, für die passende Infrastruktur zu sorgen«, sagte Buchholz‘ Staatssekretär Rohlfs.

Hier ein Ausschnitt aus dem Pressegespräch im Wirtschaftsministerium (Video starten):

Nach den Worten von Tim Beltermann von BMW sei kulturelles Engagement seit fast 50 Jahren ein essentieller Bestandteil der BMW Group.  »Wir setzen dabei immer auf absolute kreative Freiheit, die in der Musik genauso Garant für bahnbrechende Werke ist, wie sie für die wichtigsten Innovationen in einem erfolgreichen Wirtschaftsunternehmen steht. Das Schleswig-Holstein Musik Festival ist so ein kreativer Partner, öffnet es doch Türen zur Musik, ermöglicht eine beeindruckende Zahl edukativer Projekte und schafft es, die größten Stars der globalen Musikszene nach Norddeutschland zu holen. Die Strahlkraft ist enorm. Wir freuen sehr über diese partnerschaftliche Verbindung!«

Dr. Christian Kuhnt, SHMF: »Das Schleswig-Holstein Musik Festival hat ebenso wie BMW den Anspruch, Tradition mit Innovation zu verbinden, immer wieder neue Inhalte zu entwickeln und neue Herausforderungen anzunehmen. Wie gut wir als Partner zusammenpassen, hat sich in den vergangenen Monaten herausgestellt, in denen wir konstruktive Gespräche geführt haben. Nun blicken wir voller Vorfreude einem emissions- und geräuscharmen Festivalsommer entgegen.«

Jeanette van Beek, Sponsorengesellschaft des SHMF: »Mit BMW als neuem, starken Partner an unserer Seite freuen wir uns darauf, die Mobilitätskonzepte für das SHMF auch in Zukunft weiterzuentwickeln und zu modernisieren. Mein besonderer Dank gilt den schleswig-holsteinischen Handelsvertretungen der BMW Group und allen Beteiligten, die unsere sehr guten Gespräche zum Erfolg geführt haben!«

Die FH-Westküste stellt Tourismus im echten Norden auf eine neue Daten-Basis

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Prof. Eisenstein und Rohlfs bei der Präsentation der Studie heute in Heide

Gemeinsam mit Prof. Dr. Bernd Eisenstein vom Institut für Management und Tourismus (IMT) der Fachhochschule Westküste in Heide hat Wirtschafts- und Tourismusstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute die Ergebnisse einer umfangreichen wissenschaftlichen Studie vorgestellt. Darin wird erstmalig die ökonomische Bedeutung des Tourismus vergleichbar zur Gesamtwirtschaft und zu anderen Branchen für das Land erfasst.

Hier der Livestrem-Mitschnitt der PK:

Im Kern zeigt sich: Im Jahr 2017 ließen die Gäste dabei unter anderem. für Gaststätten- und Beherbergungsleistungen, sonstige Konsumgüter wie Kleidung, Souvenirs oder Bücher insgesamt 11,7 Milliarden Euro (sog. touristischer Gesamtkonsum) im Land. Entsprechend wertschöpfungsstark und beschäftigungsintensive präsentiert sich der Tourismus in Schleswig-Holstein. Die Branche liegt im Vergleich dabei klar über dem Bundesdurchschnitt. Der Anteil der direkten touristischen Bruttowertschöpfungsleistung ist sogar größer als der der Energieversorgung oder der Landwirtschaft und trägt mit knapp 6% zur gesamten schleswig-holsteinischen Bruttowertschöpfung im Jahr 2017 bei Beinahe 150.000 Menschen sind im Land direkt im Tourismus beschäftigt; weit mehr als die Hälfte dabei in den Bereichen Beherbergung und Gastronomie. Dies entspricht einem Anteil von 10,6% an allen Erwerbstätigen in Schleswig-Holstein. Weitere knapp über 31.000 indirekte Erwerbstätige verzeichnet die Branche.

Rohlfs sagte zu den Ergebnissen der Studie: „Die Forschungsarbeit des Instituts für Management und Tourismus der Fachhochschule Westküste untermauert eindrucksvoll die große wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für unser Land.  Durch diese Boombranche werden viele Arbeitsplätze vor Ort geschaffen und Wertschöpfung generiert. Von der Infrastruktur, die die Kommunen durch die Einnahmen aus dem Tourismus finanzieren können, profitieren aber bei Weitem nicht nur die Gäste, sondern auch alle Einheimischen: Steht der Tourismus günstig im Wind, segelt die regionale Entwicklung kräftig mit.“

Mit der Durchführung einer Studie dieser Art hat Schleswig-Holstein Neuland betreten. Aussagekräftige Informationen über die ökonomische Bedeutung des Tourismus lassen sich nicht unmittelbar aus der amtlichen Wirtschaftsstatistik ableiten. Für die Erfassung der Tourismuswirtschaft in ihrer Gesamtheit bedarf es daher einer Erweiterung der allgemeinen Systematik der Wirtschaftsstatistik. Eine solche Erweiterung bietet das Tourismus-Satellitenkonto (engl. tourism satellite account, TSA), ein international etabliertes Berichtssystem zur umfassenden Ermittlung der ökonomischen Bedeutung des Tourismus.

Im Rahmen eines Forschungsprojektes hat die DIW Econ GmbH (Berlin) in Zusammenarbeit mit dem IMT der FH Westküste in Heide und dem dwif e.V. (München) und der dwif Consulting GmbH (Berlin) diese international anerkannte Methode zur Berechnung des Wirtschaftsfaktors erstmals für Schleswig-Holstein angewandt.

Professor Dr. Bernd Eisenstein, Direktor des IMT der Fachhochschule Westküste, erläutert: „Der Tourismus ist eine Querschnittsbranche. Die Ausgaben der touristischen Nachfrage können in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen wirksam werden und die wirtschaftlichen Effekte sind demnach auf Basis der amtlichen Statistik nicht eindeutig quantifizierbar. Die Wirtschaftsleistung der Tourismusbranche in Schleswig-Holstein konnte nun im Rahmen des Projektes erstmalig auf eine Art ermittelt werden, die einen Vergleich zur Gesamtwirtschaft und zu anderen Branchen und damit erstmalig eine Einbettung in den gesamtwirtschaftlichen Kontext von Schleswig-Holstein zulässt.“

 

FH Westküste untersucht erstmals Gewicht des Tourismus im Vergleich zur Gesamtwirtschaft

Fachhochschule Heide

Gemeinsam mit Prof. Dr. Bernd Eisenstein vom Institut für Management und Tourismus (IMT) der Fachhochschule Westküste in Heide stellt Wirtschafts- und Tourismusstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute die Ergebnisse einer umfangreichen wissenschaftlichen Studie vor. Darin wird erstmalig die ökonomische Bedeutung des Schleswig-Holstein-Tourismus im Vergleich zur Gesamtwirtschaft und zu anderen Branchen wie etwa der Energie- oder der Bauwirtschaft erfasst und bewertet.

Pressekonferenz um 10 Uhr; Fritz-Thiedemann-Ring 20, 25746 Heide 

Strom statt Diesel: Schleswig-Holstein hat seinen ersten Landstrom-Anschluss für Krezfahrtschiffe

Die Zeitenwende ist eingeleitet: Das erste große Schiff im Kieler Hafen hat Landstrom «getankt». Bisher erzeugten alle Pötte ihren Strom auch während der Liegezeit nur mit ihren Dieselmotoren. Kiel wartet bei Landstrom nun mit einem Rekord auf.

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Color Line-Chef Trond Kleivdal appellierte an die Bundesregierung, die EEG-Umlage für Landstrom zu senken, um die Stromkosten zu verringern. Im Hintergrund Seehafen-Chef Dirk Claus und Verkehrs-Staatssekretär Thilo Rohlfs

Große Fähren und Kreuzfahrtschiffe sollen im Kieler Hafen die Luft künftig viel weniger mit Dieselabgasen belasten. Die erste Landstromanlage in der Landeshauptstadt ging heute am Norwegenkai offiziell in Betrieb. «Die neue Anlage liefert die größte Landstrommenge in ganz Deutschland», sagte Seehafen-Geschäftsführer Dirk Claus.

Als erstes Schiff wurde am Nachmittag die «Color Fantasy» mit Landstrom «betankt». Auf diese Weise sollen die Emissionen mit Schiffsdiesel deutlich sinken. Die täglich Kiel anlaufenden Fähren «Color Fantasy» und «Color Magic» verbrauchen während ihrer Hafenliegezeiten jährlich rund vier Millionen Kilowattstunden. Das entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von 1000 Vier-Personen-Haushalten.

«Durch Landstrom reduzieren wir sowohl Schadstoffemissionen als auch den Ausstoß von Klimagasen während der Hafenliegezeit auf null», sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Verkehrs- und Tourismus-Staatssekretär Thilo Rohlfs erinnerte zudem an die hohe Bedeutung Kiels als Kreuzfahrt-Destination und die mit einem Landstrom-Anschluss verbundene höhere Akzeptanz der „weißen Riesen“ im Kieler Hafen.

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Unscheinbar, aber wirkungsvoll: Der erste Landstrom-Anschluss im Seehafen Kiel

Der Kieler Seehafen steckt nach eigenen Angaben mittlerweile die Hälfte seiner Investitionen in Maßnahmen zum Schutz der Umwelt.  Vom nächsten Jahr an soll Landstrom auch Kreuzfahrtschiffe am Ostseekai und die Schweden-Fähren versorgen. Die Kosten dafür betragen rund 13,5 Millionen Euro und damit das Zehnfache  desAufwands für die Anlage am Norwegenkai. Für diese fielen in der Endabrechnung 1,2 Millionen Euro an und damit weniger als zunächst kalkuliert. Das Land steuerte 400 000 Euro Fördermittel bei. «Wir wollen der ökologischste und nachhaltigste Hafen Europas werden», sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). Die Stadt wolle bis 2050 klimaneutral werden.

Inwieweit der Landstrom von den Reedereien tatsächlich genutzt werden wird, ist offen. Das Problem: Landstrom ist für sie deutlich teurer als der mit den Dieselmotoren der Schiffe erzeugte Strom. Deshalb lobte der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann, die Color Line für die Bereitschaft, im Sinne der Umwelt Gewinnverluste hinzunehmen. Aber: «Diese Investition darf nicht dauerhaft von den Unternehmen subventioniert werden müssen.»

Color Line-Chef Trond Kleivdal appellierte an die Bundesregierung, die EEG-Umlage für Landstrom zu senken, um die Stromkosten zu verringern. Der Bund werde den Weg frei machen, um Landstrom konkurrenzfähig zu machen, sagte Brackmann zu. Er kündigte dazu ein Maßnahmenpaket an, dass noch Ende des Monats den Ländern vorgeschlagen werde. Sinnvoll könnte es aus Brackmanns Sicht auch sein, europaweit für Landstrom eine Anschluss- und Abnahmepflicht anzustreben, um die Häfen emissionsfrei zu machen.

Der Kieler Hafen will künftig 60 Prozent des Energiebedarfs der anlaufenden Schiffe während der Hafenliegezeit mit Landstrom decken. Für den Ostseekai rechnet der Hafen laut Geschäftsführer Claus damit, dass im ersten vollen Betriebsjahr 70 bis 80 Kreuzfahrtschiffe mit Landstrom versorgt werden können. Der Hafen erwartet in diesem Jahr 178 Anläufe von 33 verschiedenen Kreuzfahrtschiffen. Die Schweden- und Norwegen-Fähren laufen täglich Kiel an

Color-Line stellt Diesel im Kieler Hafen ab: Heute Start der ersten Landstromanlage im echten Norden

Die erste Landstromanlage für große Passagierschiffe in Kiel wird heute Nachmittag am Norwegenkai in Betrieb genommen. Zum Start der 1,5 Millionen Euro teuren Anlage erwartet die Reederei Color Line Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), Wirtschafts-Staatssekretär Thilo Rohlfs (FDP), Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) und den Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann. 

Der Kieler Seehafen steckt nach eigenen Angaben mittlerweile die Hälfte seiner Investitionen in Maßnahmen zum Schutz der Umwelt.

Im nächsten Jahr soll Landstrom auch Kreuzfahrtschiffe am Ostseekai und die Schweden-Fähren versorgen. Die Kosten dafür betragen rund 13,5 Millionen Euro. Für den Ostseekai rechnet der Hafen laut Geschäftsführer Dirk Claus damit, dass im ersten vollen Betriebsjahr 70 bis 80 Kreuzfahrtschiffe mit Landstrom versorgt werden können.

Wenn Medien Mut machen: Die Sieger des 9. Existenzgründerpreises der Lübecker Nachrichten

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Jury-Mitglieder, Preis-Stifterinnen und Stifter: Seniorchef Gregor Wintersteller von Juwelier Mahlberg, Antonie Strait (Niederegger), Gründerpreis-Gewinner Tino Noack, Gülten Bockholdt und Staatssekretär Thilo Rohlfs nach der Preisverleihung.

Meistens melden Medien, was ist. Manchmal machen Medien aber auch Mut: Die „Lübecker Nachrichten“ haben am Abend in den Media Docks an der Trave zum neunten Mal Preise für mutige Firmengründer aus dem Raum Lübeck ausgelobt. Wirtschafts-Staatssekretär Thilo Rohlfs (FDP), der Minister Bernd Buchholz als Schirmherr der Veranstaltung vertrat, dankte den Organisatoren und Preis-Stiftern und lobte vor allem die Kategorie “Unternehmensnachfolge” in dem Gründer-Wettbewerb: “Denn das ist eine der zentralen Herausforderungen in Schleswig-Holstein – deswegen ist dieser Preis ein wichtiges Signal. Wir brauchen konkrete Geschichten als Vorbilder“, sagte er vor rund 150 Gästen des von LN-Redakteur Lars Fetköter moderierten Finales

Hier das Grußwort als Livestream-Mitschnitt:

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Den mit 5000 Euro dotierten LN-Existenzgründerpreis, gestiftet von Juwelier Mahlberg, erkämpfte sich in diesem Jahr Firmengründer Tino Noack aus Bad Segeberg. Mit seiner Firma Secutec Solutions GmbH  bietet er Lösungen zur Außensicherung von Arealen und Gebäuden an – ohne Betonquader. Sein System lieferte Noack im vorigen Jahr für die Sicherung des Berliner Breitscheidplatzes.

WarneckeSilke Warnecke aus Neustadt erhielt den mit 3000 dotierten LN-Innovations- und Mutmacherpreis für eine ungeöhnliche Geschäftsidee: Die Neustädterin bietet Lebenshilfe  für Senioren, denen sie so lange wie möglich das Leben in der eigenen Wohnung ermöglichen will. Sie bietet neben Demenzbetreuung auch viele andere Dienstleistungen an: von der Begleitung zum Arzt bis zur Hilfe beim Einkauf.

Bereits zum zweiten Mal wurde auch der mit 3000 Euro dotierte LN-Nachfolgepreis vergeben – gestiftet von der Bockholdt KG. Er soll einem Unternehmen zugute kommen, das den Generationswechsel auf besonders gelungene Weise bewältigt.

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Birgit Schläger mit Jürgen Bockholdt, der der Nachfolgepreis gestiftet hat

Der Preis geht an die „Müller Petzinna Steuerberatungsgesellschaft mbH“. Geführt wird das Unternehmen von Katharina Ehlert, die die Kanzlei in Lübeck voriges Jahr übernommen hat. Sie führt die Kanzlei gemeinsam mit Birgit Schlaeger, die den Preis aus den Händen von Jürgen Bockholdt entgegen nahm.

 

 

Tagesreisende fliegen auf den echten Norden – und sorgen für Milliarden-Umsatz

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Touristen-Magnet Rapsblüte: Ein Anziehungspunkt nicht nur für Radfahrer

Tagesreisende steuern in Schleswig-Holstein mehr als zwei Drittel zum touristischen Gesamtumsatz bei. Im vergangenen Jahr bewirkten 130,4 Millionen Tagesreisen einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro, wie aus dem heute vorgestellten Tourismusbarometer 2019 hervorgeht. Die Summe entspreche 36 Prozent des touristischen Gesamtumsatzes im Land. Nach Angaben des Fremdenverkehrsinstituts dwif sind in der genannten Zahl der Tagesreisen auch Geschäftsreisen, Verwandtenbesuche oder Fahrten zu Sportveranstaltungen enthalten. Zwei Drittel der Tagesreisenden kommen aus Schleswig-Holstein. Jeder von ihnen gibt am Tag im Durchschnitt 26,60 Euro aus. «Der Tagestourismus ist ein unterschätzter Riese», sagte dwif-Experte Markus Seibold.

Unterdessen zeigt die Erfolgskurve des Schleswig-Holstein-Tourismus zeigt weiter nach oben. Die rund 4.000 gewerblichen Beherbergungsbetriebe verzeichneten 2018 8,6 Millionen Ankünfte und 34,5 Millionen Übernachtungen.  „Der Tourismus in Schleswig-Holstein umfasst weit mehr als die Übernachtung ab 10 Schlafgelegenheiten, die in der amtlichen Tourismusstatistik erfasst werden. Neben den Übernachtungsgästen sind die Tagesgäste ein entscheidender Markt für den Tourismus in Schleswig-Holstein“, sagte Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbands für Schleswig-Holstein. Das geht aus einer exklusiven Sonderauswertung des dwif-Tagesreisemonitors vor, aus der die aktuellen Zahlen stammen. Boll weiter: „Die Top-Aktivitäten des Tagesreisenden waren Shopping, der Besuch von Freizeiteinrichtungen sowie der Besuch von Restaurants und Cafés“.

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dwif-Experte Kartsen Heinsohn erläutert die Tourismus-Zahlen und -trends

Mit einem Plus von 15,3 Prozent  bei den Übernachtungen lag das nördlichste Bundesland nach Angaben der Statistischen Ämter auf Platz 1 im Dynamikranking aller 16 Bundesländer. Das hohe Wachstum in Schleswig-Holstein 2018 ist jedoch zum Teil auf die Berichtskreisprüfung des Statistikamtes Nord zurückzuführen, so dass die Daten nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar sind. Das Sparkassen-Tourismusbarometer belegt mit einer Modellrechnung: Selbst unter Berücksichtigung dieser Statistikeffekte lag Schleswig-Holstein am Jahresende bei einem Über-nachtungszuwachs von 3,5 Prozent und damit zum sechsten Mal in Folge bei der Nachfragedynamik vor seinen beiden benachbarten Küstenbundesländern.

Ein Modellprojekt des Sparkassen-Tourismusbarometers Schleswig-Holstein soll künftig mehr Transparenz in die touristische Zahlenwelt bringen. Zusammen mit 11 Modellkommunen, die für rund 40 Prozent  der Gesamtnachfrage stehen, werden ab sofort monatlich die Daten aus der Meldescheinstatistik ausgewertet. „Dies soll den touristischen Akteuren zusätzliche Chancen bieten, kurzfristig auf Marktentwicklungen reagieren zu können und eine belastbare Grundlage für die Einschätzung der eige-nen Situation im Wettbewerbsvergleich zu bekommen“, sagte Stephanie Ladwig, Vorsitzende des TVSH.

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Branchentreffen: Die Gäste des heutigen Sparkassen-Tourismusbarometer bei der heutigen Veranstaltung in der Sparkassen-Akademie in Kiel

Johannes Hartwig, Tourismus-Abteilungsleiter aus dem Wirtschaftsministerium,  zog ebenfalls eine positive Bilanz: „2018 war wieder ein Rekordjahr für den Tourismus in Schleswig-Holstein. Wir schwimmen nicht nur bei Ankünften und Übernachtungszahlen auf der Erfolgswelle, sondern konnten uns auch beim wichtigen Kriterium der Gästezufriedenheit verbessern: Die Gästezufrie-denheit in Schleswig-Holstein ist weiter gestiegen und liegt laut TrustYou bei erfreulichen 85,4 von 100 möglichen Indexpunkten. Wir verteidigen somit den zweiten Rang, nur Bayern liegt noch vor uns.“

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Auch die Meinung des Fachpublikums war beim diesjährigen Tourismusbarometer gefragt

Der TrustScore fasst Bewertungen von über 30 Onlineplattformen für Hotels und Ferienwohnungen zu einem Gesamtwert der Gästezufriedenheit zusammen. Der Durchschnittswert für Deutschland liegt bei 83,5 Punkten. Die Steigerung der Zu-friedenheit zog sich durch alle Regionen in Schleswig-Holstein. In wichtigen Teilbe-reichen der Gästezufriedenheit wie Service, Hotel oder Zimmer erhielten die Gast-geber in Schleswig-Holstein bessere Noten als im Deutschlanddurchschnitt. „Diese Ergebnisse sind Ansporn für uns, weiter am Ball zu bleiben – die Verbesserung der Qualität ist schließlich eine Daueraufgabe. Da dürfen wir nicht nachlassen“, resü-mierte Hartwig.

Auch im Bereich Mobilität bestehen Optimierungspotenziale. Stephanie Ladwig vom TVSH dazu: „Mobilität ist ein Schlüsselfaktor für das Reisen und gleichzeitig sind Verkehrsprobleme die am häufigsten genannten negativen Begleiterscheinungen im Tourismus. Verkehr und Mobilität müssen aktiv gemanagt werden, von der Anreise bis zur Vor-Ort-Mobilität. Wenn es um Kooperationen geht, dann müssen Verkehrs-unternehmen, Touristiker, Nachhaltigkeitsexperten, Politik und Verwaltung mit an den Tisch.“ Ein weiteres wichtiges Handlungsfeld sei die Besucher- und Ver-kehrslenkung im stark PKW-dominierten Schleswig-Holstein-Tourismus: „Hinzu kommt die Schaffung von erlebnisorientierten Mobilitätsangeboten in den Destinati-onen, Mobilität mit eigenem Erlebnischarakter. Und schließlich gilt es, das Thema Finanzierung weiter anzupacken.“

Auf Basis dieser Erkenntnisse hat das Sparkassen-Tourismusbarometer zwei zent-rale Thesen in Richtung Branche und der Politik formuliert: 1. Mobilität ist ein Grundbedürfnis für alle und eine der zentralen Herausforderungen im Tourismus. Tourismus und Standortentwicklung fließen hier zusammen. Touristiker, Kommunen und Verkehrsdienstleister in Schleswig-Holstein denken jedoch noch zu häufig zu eng, denn Mobilität muss von vielen Akteuren gemeinsam gestaltet werden. 2. Ta-gesreisen sind ein Milliardengeschäft mit Begleiterscheinungen, z.B. die Verkehrs-thematik. Das Segment spricht insbesondere die Binnennachfrage in SH an – zwei Drittel der Tagesgäste kommen aus SH -, also auch die Einheimischen. Die strate-gischen Grundlagen der Touristiker ranken sich jedoch meist um die Übernachtungsgäste aus dem In- und Ausland. Hier braucht es ein Umdenken.

Stamer folgt Stapelfeldt: Wachwechsel bei der Handwerkskammer Lübeck

Stamer1Der Lübecker Zimmerermeister Ralf Stamer ist neuer Präsident der Handwerkskammer Lübeck. Der 58-Jährige wurde ohne Gegenkandidat von der Vollversammlung gewählt, teilte die Kammer heute mit. Stamer sagte, er wolle sich in den kommenden Jahren unter anderem für eine Aufwertung der handwerklichen Berufsausbildung einsetzen. Eine Fortbildung zum Handwerksmeister müsse ebenso wie ein Hochschulstudium kostenfrei sein, forderte der neue Kammerpräsident. Wirtschaftsminister Buchholz gratulierte dem Lübecker und wünschte ihm für seine Amtszeit eine glückliche Hand. Zugleich dankte Buchholz dem scheidenden Präsidenten Günter Stapelfeldt für die jahrelange gute und enge Zusammenarbeit mit der Landesregierung

Stapelfeldt geht nach fünf Jahren an der Kammerspitze in den Ruhestand. Die Handwerkskammer Lübeck vertritt rund 20 000 Handwerksbetriebe mit insgesamt 170 000 Beschäftigten in den Städten Kiel, Lübeck und Neumünster sowie den Kreisen Steinburg, Pinneberg, Segeberg, Stormarn, Plön, Ostholstein und Herzogtum Lauenburg.

Tourismus-Verband präsentiert Sparkassen-Tourismusbarometer 2019

Nach dem Rekordjahr 2018 hat auch das laufende Jahr für die Tourismusbranche in Schleswig-Holstein gut begonnen. Das aktuelle Tourismus-Barometer für das Land stellen Experten heute in Kiel vor. Tourismus-Verbands-Chefin Stephanie Ladwig und unser Tourismus-Abteilungsleiter Johannes Hartwig äußern sich dazu beim Sparkassen- und Giroverband (Faluner Weg, Kiel) um 13.30 Uhr vor der Presse. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Übernachtungen in den Betrieben mit mindestens zehn Betten auf den Rekordwert von 34,5 Millionen gestiegen.

Auch in den ersten beiden Monaten dieses Jahres gab es Zuwächse zum Vorjahr. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass die Zahl der in die Statistik einbezogenen Gästebetten deutlich gestiegen ist. Weitere Reserven für den Tourismus sehen Fachleute für die Zeit außerhalb der Sommersaison und in der Gewinnung von mehr ausländischen Gästen.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus