SH-Verkehrsminister Buchholz lobt Zulassung von E-Scootern durch den Bundesrat

Nachdem Schleswig-Holstein am Freitag im Bundesrat für die Zulassung kleiner Tretroller mit Elektroantrieb gestimmt hat, zeigte sich Landesverkehrsminister Dr. Bernd Buchholz mit dem Ergebnis entsprechend zufrieden: «Viele Experten sagen: Das ist gerade in den Städten eine Mobilitätsform der Zukunft, auf die wir uns vorbereiten müssen und für die wir entsprechende Rahmenbedingungen schaffen müssen.» Entscheidend sei, dass es jetzt klare Rahmenbedingungen geben werde. Für die Verkehrsteilnehmer werde klargestellt, wo sie die E-Scooter benutzen dürfen und wo nicht.

UM DIESE GEFÄHRTE GEHT ES: Weil sie einen elektrischen Antrieb haben, gelten die kleinen Flitzer als Kfz. Das erfordert Vorschriften, die in einer Verordnung festgelegt werden sollen. Konkret geht es um «Elektrokleinstfahrzeuge», die zwischen 6 und 20 Kilometer pro Stunde (km/h) schnell fahren können und eine Lenk- oder Haltestange haben. Sie dürfen höchstens 70 Zentimeter breit sein, 1,40 Meter hoch und zwei Meter lang. Maximalgewicht ohne Fahrer: 55 Kilogramm.

WER SIE FAHREN DARF: Eine von Scheuer geplante Unterscheidung bei der Altersfreigabe je nach Tempo der E-Tretroller bremste der Bundesrat aus. Generell soll gelten: erlaubt ab 14 Jahren. Also nicht schon ab 12, wie es der Minister zunächst für langsamere Gefährte vorhatte. Aber auch nicht erst ab 15, wie manche Länder und Experten forderten. Es sei zu bezweifeln, ob Jugendliche unter 15 den komplexen Verkehrsraum überblicken, Gefahren rechtzeitig einschätzen und dann entsprechend handeln könnten, mahnte der Verkehrssicherheitsrat.

WELCHE ANFORDERUNGEN KOMMEN: Führerschein, Mofa-Prüfbescheinigung oder eine Helmpflicht sind nicht vorgesehen. Vorgeschrieben werden sollen aber eine Haftpflichtversicherung samt Versicherungsaufkleber mit Anti-Fälschungs-Hologramm hinten am Fahrzeug. Pflicht sind zwei unabhängig voneinander wirkende Bremsen und eine Beleuchtung, die auch abnehmbar sein darf. Ebenfalls vorgeschrieben werden seitliche Reflektoren und mindestens eine «helltönende Glocke». Steuer-Elemente für den Motor wie Drehgriffe oder Knöpfe müssen binnen einer Sekunde automatisch in Nullstellung zurückspringen, wenn sie losgelassen werden. Die Standflächen müssen rutschfest sein. Anhänger sind tabu.

WO GEFAHREN WERDEN DARF: Einfach überall herumkurven dürfen die neuen E-Scooter nicht. Sie müssen auf Radwegen oder gemeinsamen Geh- und Radwegen fahren – dort haben Fußgänger dann Vorrang und dürfen nicht behindert werden. Gibt es keinen Radweg, darf es die Fahrbahn sein. Der Radfahrerclub ADFC befürchtet aber schon Probleme. Viele holprige Radwege seien für die Tretroller mit ihren kleineren Rädern und der hohen Beschleunigung unbequem und gefährlich. «Deshalb wird es so sein, dass E-Scooter ständig auf Fußwege ausweichen», warnte Geschäftsführer Burkhard Stork. Das könne niemand wollen – und daher müssten Radwege dringend ausgebaut werden.

WELCHE REGELN NOCH KOMMEN: E-Flitzer müssen «einzeln hintereinander» fahren. Ein Anhängen an andere Fahrzeuge und Freihändigfahren sind nicht erlaubt. Auf mehrspurigen Fahrbahnen gilt das Gebot, möglichst weit rechts zu fahren. Auf Radwegen müssen schnellere Radler «ohne Behinderung» zum Überholen vorbeigelassen werden. Die Länder machen sich nun noch dafür stark, dass auch E-Tretroller Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung nutzen dürfen, wenn es Radler können.

WIE DIE STÄDTE SICH VORBEREITEN: Tausende E-Roller könnten bald durch Hamburg oder München düsen – und zum Ausleihen bereitstehen. Konkurrierende Verleiher sind schon lange startklar. Ein Chaos wie mit bunten Fahrrädern zum Mieten per App soll es nicht noch mal geben. Aus Sicht von Städtetags-Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy gehören Fahrzeuge verschiedener Anbieter gebündelt, wenn Platz fehlt. Möglich seien auch Sondergenehmigungen für öffentliche Parkflächen. Viele Städte seien dabei, Radwege auszubauen. Frankfurt am Main und Berlin haben schon Vorgaben, dass defekte oder falsch geparkte Roller binnen sechs beziehungsweise 24 Stunden entfernt werden müssen.

WIE ES WEITERGEHT: Die Änderungen des Bundesrats müssen nun noch mal vom Bundeskabinett abgesegnet werden. Wie lange es dauert, bis die Verordnung dann im Bundesgesetzblatt verkündet wird, steht noch nicht fest. Scheuer stimmte künftige Nutzer aber auf eine kurze Wartezeit ein: «Noch vor der Sommerpause geht’s für sie nun endlich richtig los.» Für weitergehende Überlegungen stellten die Länder aber schon ein Stoppschild auf. E-Gefährte ohne Lenkstange wie Hoverboards oder Skateboards mit Elektromotor auf Straßen zu testen, werde abgelehnt.

Freie Fahrt auf Fehmarns ältester Asphalt-Straße: Rohlfs, Sager und Weber geben K 43 frei

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Konzentriert: Rohlfs, Landrat Sager und Fehmerns Bürgermeister Weber durchschneiden das symbolische Absperrband der K 43 zwischen Blieschendorf und Burg

Ende einer Geduldsprobe für viele Pendler und Urlauber auf Fehmarn: Mehr als zweieinhalb Jahre nach dem ersten Spatenstich zum Ausbau der Kreisstraße 43 ist die knapp vier Kilometer lange Strecke zwischen Blieschendorf und Burg fertig. „Diese Verbindungsstraße ist – zusammen mit der E 47 von und nach Puttgarden – eine der wichtigsten Strecken auf der Insel, die Insulanern wie Urlaubern und der regionalen Wirtschaft ab heute wieder im vollen Umfang zur Verfügung steht“, sagte heute Verkehrs-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs. Er gab die vom Land mit knapp fünf Millionen Euro geförderte Strecke gemeinsam mit Ostholsteins Landrat Reinhard Sager und Jörg Weber, Bürgermeister der Stadt Fehmarn, frei. Die insgesamt acht Millionen Euro teure Sanierung der Straße war seit September 2016 in insgesamt drei Bauabschnitten erfolgt.

Rohlfs sagte dazu im Gespräch mit Journalisten – Audio starten („im Browser anhören“)

Nach den Worten von Rohlfs ist die K 43 die kürzeste Verbindung vom Festland zum Zentralort Burg auf Fehmarn und war vor fast 100 Jahren die erste asphaltierte Straße auf Fehmarn.  Landrat Sager erinnerte daran, dass sich die K 43 Straße zuletzt in einem Zustand befunden hatte, der durch Schlaglöcher, Wurzelaufbrüche, fehlende Entwässerungseinrichtungen und gefährliche Setzungen gekennzeichnet war. „Mit der Sanierung, die wir mit Rücksicht auf den Tourismus nur in den Winterhalbjahren von 2016 bis 2018 vorgenommen haben, haben wir also vor allem ein großes Stück an Verkehrssicherheit gewonnen“, sagte Sager. Als besonders erfreulich bezeichneten es Landrat und Staatssekretär, dass auch der dritte und letzte Bauabschnitt fristgerecht  fertiggestellt werden konnte. „Die Straße entspricht nun nicht nur einem hohen Standard in Sachen Verkehrssicherheit, sondern auch bei Fahrkomfort und Nachhaltigkeit“, so Rohlfs.

Neben einer Tiefensanierung wurde die Straße von ursprünglich 5,20 Meter auf 6,50 Meter Breite ausgebaut. Rohlfs: „Das wird dazu führen, dass sich nun auch größere Fahrzeuge wie Busse oder Landmaschinen gefahrlos begegnen können.“ Der parallel ebenfalls neu gebaute Radweg wurde in einer Breite von 2,50 Meter angelegt. Zur Einbindung in die Landschaft und als Ersatz für die damalige Pappelallee erfolgte im Herbst letzten Jahres beidseits des Radweges eine Neuanpflanzung mit Schwedischen Mehlbeeren. Insgesamt 546 Bäume werden den Radweg einrahmen.

Landrat Sager dankte insbesondere den Eigentümern für die Bereitstellung von Flächen, der Stadt Fehmarn für die umfassende Unterstützung, dem Land für die hervorragende Zusammenarbeit sowie für die Förderung des Projekts und den Anliegern für deren Geduld während der Bauzeit.

Alle drei Bauabschnitte wurden durch die Firma AMW Eutin aus Stendorf termingerecht hergestellt. Die Planung und Überwachung des Vorhabens oblag der Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV.SH).

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Klagefrist für Belttunnel abgelaufen – Gutachten zu Verkehrsmengen bestätigt Planrechtfertigung

sh:z von heute

Während die Gegner des geplanten Ostseetunnels sich durch ein Gutachten bestätigt sehen, wonach vermutlich weitaus weniger Fahrzeuge den Tunnel nutzen würden als angenommen, sieht Landesverkehrsminister Bernd Buchholz das von Dänemark finanzierte Tunnelprojekt auf einem guten Weg.  

Die vom unabhängigen „Amt für Planfeststellung Verkehr“ (APV) im November letzten Jahres in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass mehr als ein Drittel des für die feste Fehmarnbelt-Querung prognostizierten Fahrzeugsverkehrs und bis zu 40 Prozent des Frachtverkehrs auch nach Eröffnung des Tunnels weiterhin die Fähre nutzen werde. Es gehe darum, zu klären, ob die feste Fehmarnbeltquerung die Reederei Scandlines in ihrer Existenz gefährde, sagt Amtsleiterin Gesa Völkl. Die Reederei hatte schon vor einiger Zeit erklärt, sie werde die Fährverbindung Puttgarden-Rödby auch nach Eröffnung des Tunnels weiter betreiben und klagt gegen das Bauvorhaben. Das Planrechtfertigung für den Tunnel werde durch das Gutachten nicht in Frage gestellt.

Der rund 18 Kilometer lange Eisenbahn- und Straßentunnel soll voraussichtlich von 2028 an die deutsche Insel Fehmarn mit Dänemark verbinden. Die Kosten von umgerechnet rund sieben Milliarden Euro (52,6 Milliarden dänische Kronen) trägt Dänemark.

Auf Druck von SH wird das Postrecht reformiert – Rohlfs: Wir erwarten bessere Leistungen

Gute Leistungen zu angemessenen Preisen – das erwartet die Regierung in Kiel von der Deutschen Post. Eine Reform soll das gewährleisten. Vorgesehen seien dabei auch Sanktionsmöglichkeiten, sagt Wirtschaftsstaatssekretär Rohlfs.

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Staatssekretär Thilo Rohlfs will die Deutsche Post stärker in die Pflicht nehmen

Der Bund will das Postrecht reformieren und dabei Sanktionsmöglichkeiten verankern. Vertreter des Bundes hätten in der vergangenen Woche gegenüber der Bundesnetzagentur Eckpunkte für eine solche Reform angekündigt, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Thilo Rohlfs im Anschluss an die jüngste Sitzung des Beirats der Bundesnetzagentur der Deutschen Presse-Agentur. «Das ist ein ebenso guter wie überfälliger Schritt, zumal die Kritik an der Dienstleistungsqualität der Post massiv gestiegen ist. Er habe sich als Mitglied der Netzagentur dafür eingesetzt, eine solche Reform auf den Weg zu bringen, sagte Rohlfs.

Er hatte zuvor Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) kritisiert, weil die nächste Preiserhöhung der Deutschen Post AG «durchgewunken» worden sei. Die Änderung der im März erlassenen Verordnung sei nicht nur unbegründet, sagte Rohlfs. Sie lege den Verdacht nahe, dass die Post mit Hilfe des Bundes, der größter Post-Aktionär ist, schwindende Margen im Paketgeschäft auszugleichen versuche. Branchenkreisen zufolge könnte das Porto für einen Standardbrief von 70 Cent schon bald auf 85 bis 90 Cent steigen.

Das DHL Frachtzentrum NeumünsterRohlfs zufolge wurde der Bund vom Beirat der Bundesnetzagentur auch aufgefordert, mit der Reform des Postrechts Sanktionsmöglichkeiten bei mangelhaften Leistungen einzuführen. «Die Beschwerden über die Deutsche Post AG haben sich gegenüber 2015 vervierfacht.» Rund die Hälfte der Kunden-Beschwerden bezögen sich auf Briefzustellungen und mehr als ein Drittel auf den Paketbereich.

«Dem Bürger dürfte kaum vermittelbar sein, dass einerseits bald das Porto deutlich ansteigt, die Dienstleistungsqualität aber zugleich rapide abnimmt, sagte der Staatssekretär. Der Bund wolle seine Eckpunkte für eine Reform auf einer der nächsten Sitzungen des Netzagentur-Beirats vorlegen. Unter dem Strich erwarte er von der Post im Zuge der Reform angemessene Leistungen zu angemessenen Preisen.

Mit Unterstützung des Wirtschaftsministers: SHMF hat BMW als neuen Mobilitätspartner an Bord

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Kooperation besiegelt: Jeanette van Beek, Thilo Rohlfs, Christian Kuhnt, Matthias Detje und Tim Beltermann heute im Wirtschaftsministerium

Das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) hat einen neuen Mobilitätspartner: Ab diesem Sommer wird BMW das Festival mit einer Fahrzeugflotte unterstützen. Die 20 Wagen, mit denen Künstler wie auch Teammitglieder in ganz Norddeutschland unterwegs sein werden, sind rein elektrisch bzw. durch Hybridmotoren betrieben. Im Wirtschaftsministerium wurde heute in Anwesenheit von Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs ein Vertrag unterzeichnet, der dem SHMF künftig den Weg in eine geräusch- und emissionsarme Mobilität ebnet.

Ihre Unterschriften leisteten Tim Beltermann, Leiter Region Nordost der BMW Group, Festivalintendant Dr. Christian Kuhnt und Jeanette van Beek, Geschäftsführerin der Sponsorengesellschaft des SHMF. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz unterstützt die Kooperation, die sich in seine Pläne zum Ausbau alternativer Mobilitätskonzepte im Land einfügt.

»Wir wollen in Schleswig-Holstein maßgeblicher Treiber der Elektromobilität werden. Das ist gerade in den ländlichen Gebieten unseres Landes eine Herausforderung, die wir aber mit großem Engagement angehen. So entsteht aktuell die eHighway Teststrecke auf der A1. Darüber hinaus erschließen immer mehr Unternehmen in der Region alternative Mobilitätskonzepte für sich – und auch das Schleswig-Holstein Musik Festival reiht sich mit seinem neuen Mobilitätspartner BMW ein in diese Vorzeigeprojekte. Es passiert momentan enorm viel – unsere Aufgabe als Land ist es, für die passende Infrastruktur zu sorgen«, sagte Buchholz‘ Staatssekretär Rohlfs.

Hier ein Ausschnitt aus dem Pressegespräch im Wirtschaftsministerium (Video starten):

Nach den Worten von Tim Beltermann von BMW sei kulturelles Engagement seit fast 50 Jahren ein essentieller Bestandteil der BMW Group.  »Wir setzen dabei immer auf absolute kreative Freiheit, die in der Musik genauso Garant für bahnbrechende Werke ist, wie sie für die wichtigsten Innovationen in einem erfolgreichen Wirtschaftsunternehmen steht. Das Schleswig-Holstein Musik Festival ist so ein kreativer Partner, öffnet es doch Türen zur Musik, ermöglicht eine beeindruckende Zahl edukativer Projekte und schafft es, die größten Stars der globalen Musikszene nach Norddeutschland zu holen. Die Strahlkraft ist enorm. Wir freuen sehr über diese partnerschaftliche Verbindung!«

Dr. Christian Kuhnt, SHMF: »Das Schleswig-Holstein Musik Festival hat ebenso wie BMW den Anspruch, Tradition mit Innovation zu verbinden, immer wieder neue Inhalte zu entwickeln und neue Herausforderungen anzunehmen. Wie gut wir als Partner zusammenpassen, hat sich in den vergangenen Monaten herausgestellt, in denen wir konstruktive Gespräche geführt haben. Nun blicken wir voller Vorfreude einem emissions- und geräuscharmen Festivalsommer entgegen.«

Jeanette van Beek, Sponsorengesellschaft des SHMF: »Mit BMW als neuem, starken Partner an unserer Seite freuen wir uns darauf, die Mobilitätskonzepte für das SHMF auch in Zukunft weiterzuentwickeln und zu modernisieren. Mein besonderer Dank gilt den schleswig-holsteinischen Handelsvertretungen der BMW Group und allen Beteiligten, die unsere sehr guten Gespräche zum Erfolg geführt haben!«

Die FH-Westküste stellt Tourismus im echten Norden auf eine neue Daten-Basis

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Prof. Eisenstein und Rohlfs bei der Präsentation der Studie heute in Heide

Gemeinsam mit Prof. Dr. Bernd Eisenstein vom Institut für Management und Tourismus (IMT) der Fachhochschule Westküste in Heide hat Wirtschafts- und Tourismusstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute die Ergebnisse einer umfangreichen wissenschaftlichen Studie vorgestellt. Darin wird erstmalig die ökonomische Bedeutung des Tourismus vergleichbar zur Gesamtwirtschaft und zu anderen Branchen für das Land erfasst.

Hier der Livestrem-Mitschnitt der PK:

Im Kern zeigt sich: Im Jahr 2017 ließen die Gäste dabei unter anderem. für Gaststätten- und Beherbergungsleistungen, sonstige Konsumgüter wie Kleidung, Souvenirs oder Bücher insgesamt 11,7 Milliarden Euro (sog. touristischer Gesamtkonsum) im Land. Entsprechend wertschöpfungsstark und beschäftigungsintensive präsentiert sich der Tourismus in Schleswig-Holstein. Die Branche liegt im Vergleich dabei klar über dem Bundesdurchschnitt. Der Anteil der direkten touristischen Bruttowertschöpfungsleistung ist sogar größer als der der Energieversorgung oder der Landwirtschaft und trägt mit knapp 6% zur gesamten schleswig-holsteinischen Bruttowertschöpfung im Jahr 2017 bei Beinahe 150.000 Menschen sind im Land direkt im Tourismus beschäftigt; weit mehr als die Hälfte dabei in den Bereichen Beherbergung und Gastronomie. Dies entspricht einem Anteil von 10,6% an allen Erwerbstätigen in Schleswig-Holstein. Weitere knapp über 31.000 indirekte Erwerbstätige verzeichnet die Branche.

Rohlfs sagte zu den Ergebnissen der Studie: „Die Forschungsarbeit des Instituts für Management und Tourismus der Fachhochschule Westküste untermauert eindrucksvoll die große wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für unser Land.  Durch diese Boombranche werden viele Arbeitsplätze vor Ort geschaffen und Wertschöpfung generiert. Von der Infrastruktur, die die Kommunen durch die Einnahmen aus dem Tourismus finanzieren können, profitieren aber bei Weitem nicht nur die Gäste, sondern auch alle Einheimischen: Steht der Tourismus günstig im Wind, segelt die regionale Entwicklung kräftig mit.“

Mit der Durchführung einer Studie dieser Art hat Schleswig-Holstein Neuland betreten. Aussagekräftige Informationen über die ökonomische Bedeutung des Tourismus lassen sich nicht unmittelbar aus der amtlichen Wirtschaftsstatistik ableiten. Für die Erfassung der Tourismuswirtschaft in ihrer Gesamtheit bedarf es daher einer Erweiterung der allgemeinen Systematik der Wirtschaftsstatistik. Eine solche Erweiterung bietet das Tourismus-Satellitenkonto (engl. tourism satellite account, TSA), ein international etabliertes Berichtssystem zur umfassenden Ermittlung der ökonomischen Bedeutung des Tourismus.

Im Rahmen eines Forschungsprojektes hat die DIW Econ GmbH (Berlin) in Zusammenarbeit mit dem IMT der FH Westküste in Heide und dem dwif e.V. (München) und der dwif Consulting GmbH (Berlin) diese international anerkannte Methode zur Berechnung des Wirtschaftsfaktors erstmals für Schleswig-Holstein angewandt.

Professor Dr. Bernd Eisenstein, Direktor des IMT der Fachhochschule Westküste, erläutert: „Der Tourismus ist eine Querschnittsbranche. Die Ausgaben der touristischen Nachfrage können in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen wirksam werden und die wirtschaftlichen Effekte sind demnach auf Basis der amtlichen Statistik nicht eindeutig quantifizierbar. Die Wirtschaftsleistung der Tourismusbranche in Schleswig-Holstein konnte nun im Rahmen des Projektes erstmalig auf eine Art ermittelt werden, die einen Vergleich zur Gesamtwirtschaft und zu anderen Branchen und damit erstmalig eine Einbettung in den gesamtwirtschaftlichen Kontext von Schleswig-Holstein zulässt.“

 

FH Westküste untersucht erstmals Gewicht des Tourismus im Vergleich zur Gesamtwirtschaft

Fachhochschule Heide

Gemeinsam mit Prof. Dr. Bernd Eisenstein vom Institut für Management und Tourismus (IMT) der Fachhochschule Westküste in Heide stellt Wirtschafts- und Tourismusstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute die Ergebnisse einer umfangreichen wissenschaftlichen Studie vor. Darin wird erstmalig die ökonomische Bedeutung des Schleswig-Holstein-Tourismus im Vergleich zur Gesamtwirtschaft und zu anderen Branchen wie etwa der Energie- oder der Bauwirtschaft erfasst und bewertet.

Pressekonferenz um 10 Uhr; Fritz-Thiedemann-Ring 20, 25746 Heide 

Strom statt Diesel: Schleswig-Holstein hat seinen ersten Landstrom-Anschluss für Krezfahrtschiffe

Die Zeitenwende ist eingeleitet: Das erste große Schiff im Kieler Hafen hat Landstrom «getankt». Bisher erzeugten alle Pötte ihren Strom auch während der Liegezeit nur mit ihren Dieselmotoren. Kiel wartet bei Landstrom nun mit einem Rekord auf.

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Color Line-Chef Trond Kleivdal appellierte an die Bundesregierung, die EEG-Umlage für Landstrom zu senken, um die Stromkosten zu verringern. Im Hintergrund Seehafen-Chef Dirk Claus und Verkehrs-Staatssekretär Thilo Rohlfs

Große Fähren und Kreuzfahrtschiffe sollen im Kieler Hafen die Luft künftig viel weniger mit Dieselabgasen belasten. Die erste Landstromanlage in der Landeshauptstadt ging heute am Norwegenkai offiziell in Betrieb. «Die neue Anlage liefert die größte Landstrommenge in ganz Deutschland», sagte Seehafen-Geschäftsführer Dirk Claus.

Als erstes Schiff wurde am Nachmittag die «Color Fantasy» mit Landstrom «betankt». Auf diese Weise sollen die Emissionen mit Schiffsdiesel deutlich sinken. Die täglich Kiel anlaufenden Fähren «Color Fantasy» und «Color Magic» verbrauchen während ihrer Hafenliegezeiten jährlich rund vier Millionen Kilowattstunden. Das entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von 1000 Vier-Personen-Haushalten.

«Durch Landstrom reduzieren wir sowohl Schadstoffemissionen als auch den Ausstoß von Klimagasen während der Hafenliegezeit auf null», sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Verkehrs- und Tourismus-Staatssekretär Thilo Rohlfs erinnerte zudem an die hohe Bedeutung Kiels als Kreuzfahrt-Destination und die mit einem Landstrom-Anschluss verbundene höhere Akzeptanz der „weißen Riesen“ im Kieler Hafen.

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Unscheinbar, aber wirkungsvoll: Der erste Landstrom-Anschluss im Seehafen Kiel

Der Kieler Seehafen steckt nach eigenen Angaben mittlerweile die Hälfte seiner Investitionen in Maßnahmen zum Schutz der Umwelt.  Vom nächsten Jahr an soll Landstrom auch Kreuzfahrtschiffe am Ostseekai und die Schweden-Fähren versorgen. Die Kosten dafür betragen rund 13,5 Millionen Euro und damit das Zehnfache  desAufwands für die Anlage am Norwegenkai. Für diese fielen in der Endabrechnung 1,2 Millionen Euro an und damit weniger als zunächst kalkuliert. Das Land steuerte 400 000 Euro Fördermittel bei. «Wir wollen der ökologischste und nachhaltigste Hafen Europas werden», sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD). Die Stadt wolle bis 2050 klimaneutral werden.

Inwieweit der Landstrom von den Reedereien tatsächlich genutzt werden wird, ist offen. Das Problem: Landstrom ist für sie deutlich teurer als der mit den Dieselmotoren der Schiffe erzeugte Strom. Deshalb lobte der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann, die Color Line für die Bereitschaft, im Sinne der Umwelt Gewinnverluste hinzunehmen. Aber: «Diese Investition darf nicht dauerhaft von den Unternehmen subventioniert werden müssen.»

Color Line-Chef Trond Kleivdal appellierte an die Bundesregierung, die EEG-Umlage für Landstrom zu senken, um die Stromkosten zu verringern. Der Bund werde den Weg frei machen, um Landstrom konkurrenzfähig zu machen, sagte Brackmann zu. Er kündigte dazu ein Maßnahmenpaket an, dass noch Ende des Monats den Ländern vorgeschlagen werde. Sinnvoll könnte es aus Brackmanns Sicht auch sein, europaweit für Landstrom eine Anschluss- und Abnahmepflicht anzustreben, um die Häfen emissionsfrei zu machen.

Der Kieler Hafen will künftig 60 Prozent des Energiebedarfs der anlaufenden Schiffe während der Hafenliegezeit mit Landstrom decken. Für den Ostseekai rechnet der Hafen laut Geschäftsführer Claus damit, dass im ersten vollen Betriebsjahr 70 bis 80 Kreuzfahrtschiffe mit Landstrom versorgt werden können. Der Hafen erwartet in diesem Jahr 178 Anläufe von 33 verschiedenen Kreuzfahrtschiffen. Die Schweden- und Norwegen-Fähren laufen täglich Kiel an

Color-Line stellt Diesel im Kieler Hafen ab: Heute Start der ersten Landstromanlage im echten Norden

Die erste Landstromanlage für große Passagierschiffe in Kiel wird heute Nachmittag am Norwegenkai in Betrieb genommen. Zum Start der 1,5 Millionen Euro teuren Anlage erwartet die Reederei Color Line Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), Wirtschafts-Staatssekretär Thilo Rohlfs (FDP), Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) und den Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann. 

Der Kieler Seehafen steckt nach eigenen Angaben mittlerweile die Hälfte seiner Investitionen in Maßnahmen zum Schutz der Umwelt.

Im nächsten Jahr soll Landstrom auch Kreuzfahrtschiffe am Ostseekai und die Schweden-Fähren versorgen. Die Kosten dafür betragen rund 13,5 Millionen Euro. Für den Ostseekai rechnet der Hafen laut Geschäftsführer Dirk Claus damit, dass im ersten vollen Betriebsjahr 70 bis 80 Kreuzfahrtschiffe mit Landstrom versorgt werden können.

Wenn Medien Mut machen: Die Sieger des 9. Existenzgründerpreises der Lübecker Nachrichten

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Jury-Mitglieder, Preis-Stifterinnen und Stifter: Seniorchef Gregor Wintersteller von Juwelier Mahlberg, Antonie Strait (Niederegger), Gründerpreis-Gewinner Tino Noack, Gülten Bockholdt und Staatssekretär Thilo Rohlfs nach der Preisverleihung.

Meistens melden Medien, was ist. Manchmal machen Medien aber auch Mut: Die „Lübecker Nachrichten“ haben am Abend in den Media Docks an der Trave zum neunten Mal Preise für mutige Firmengründer aus dem Raum Lübeck ausgelobt. Wirtschafts-Staatssekretär Thilo Rohlfs (FDP), der Minister Bernd Buchholz als Schirmherr der Veranstaltung vertrat, dankte den Organisatoren und Preis-Stiftern und lobte vor allem die Kategorie “Unternehmensnachfolge” in dem Gründer-Wettbewerb: “Denn das ist eine der zentralen Herausforderungen in Schleswig-Holstein – deswegen ist dieser Preis ein wichtiges Signal. Wir brauchen konkrete Geschichten als Vorbilder“, sagte er vor rund 150 Gästen des von LN-Redakteur Lars Fetköter moderierten Finales

Hier das Grußwort als Livestream-Mitschnitt:

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Den mit 5000 Euro dotierten LN-Existenzgründerpreis, gestiftet von Juwelier Mahlberg, erkämpfte sich in diesem Jahr Firmengründer Tino Noack aus Bad Segeberg. Mit seiner Firma Secutec Solutions GmbH  bietet er Lösungen zur Außensicherung von Arealen und Gebäuden an – ohne Betonquader. Sein System lieferte Noack im vorigen Jahr für die Sicherung des Berliner Breitscheidplatzes.

WarneckeSilke Warnecke aus Neustadt erhielt den mit 3000 dotierten LN-Innovations- und Mutmacherpreis für eine ungeöhnliche Geschäftsidee: Die Neustädterin bietet Lebenshilfe  für Senioren, denen sie so lange wie möglich das Leben in der eigenen Wohnung ermöglichen will. Sie bietet neben Demenzbetreuung auch viele andere Dienstleistungen an: von der Begleitung zum Arzt bis zur Hilfe beim Einkauf.

Bereits zum zweiten Mal wurde auch der mit 3000 Euro dotierte LN-Nachfolgepreis vergeben – gestiftet von der Bockholdt KG. Er soll einem Unternehmen zugute kommen, das den Generationswechsel auf besonders gelungene Weise bewältigt.

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Birgit Schläger mit Jürgen Bockholdt, der der Nachfolgepreis gestiftet hat

Der Preis geht an die „Müller Petzinna Steuerberatungsgesellschaft mbH“. Geführt wird das Unternehmen von Katharina Ehlert, die die Kanzlei in Lübeck voriges Jahr übernommen hat. Sie führt die Kanzlei gemeinsam mit Birgit Schlaeger, die den Preis aus den Händen von Jürgen Bockholdt entgegen nahm.

 

 

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus