Mit kräftigen Wachstumszahlen hat die Baubranche in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr einen Boom verzeichnet. Der Umsatz der größeren Betriebe im Bauhauptgewerbe stieg laut Statistikamt Nord um 13 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Am deutlichsten fiel der Zuwachs mit 15 Prozent im Wohnungsbau aus – dort hatte die Steigerungsrate 2017 bereits 9 Prozent betragen. Die Zahl der Beschäftigten im Baugewerbe stieg 2018 um 6 Prozent auf 13 900 im Monatsdurchschnitt.
Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden stieg ebenfalls um 6 Prozent auf rund 16,5 Millionen Stunden. Einen leicht überdurchschnittlichen Zuwachs gab es dabei im gewerblichen und industriellen Bau (plus neun Prozent) sowie im öffentlichen und Verkehrsbau (plus sieben Prozent). Im Wohnungsbau stieg das Arbeitsvolumen um drei Prozent. Die Auftragseingänge lagen mit knapp 2,0 Milliarden Euro um drei Prozent über dem Vorjahreswert. Im öffentlichen und Verkehrsbau sowie im Wohnungsbau stieg der Wert der Auftragseingänge jeweils um drei Prozent; im gewerblichen und industriellen Bau betrug der Zuwachs zwei Prozent.
Die Statistik beruht auf Ergebnissen von 308 Betrieben mit jeweils mindestens 20 Beschäftigten.
Deal or No-Deal, Mini-Deal, Exit-Aufschub oder gar Neuwahlen? Das Nachrichten-Karussell rund um den für Ende März angekündigten Ausstieg Großbritanniens aus der EU rotierte auch diese Woche munter weiter. Fakt ist: Nichts ist klar. Fakt ist aber auch: Zumindest Schleswig-Holstein ist für alle Szenarien gerüstet.
Die von der Landesregierung ins Leben gerufene Task-Force-Brexit hat diese Woche einen Brexit-Beauftragten für den Mittelstand ernannt. Es handelt sich um den Außenwirtschaftsexperten der IHK, Werner Koopmann – für Wirtschaftsminister Buchholz seine „Meldung der Woche“ (Video starten)
Kämpfen für das Projekt: Mark Helfrich, Steinburger CDU-Bundestagsabgeordneter, Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs sowie Prof. Dr. Ralf Thiericke, Geschäftsführer des IZET Innovationszentrums Itzehoe)
Um die wirtschaftlichen wie wissenschaftlichen Chancen der Energiewende für Schleswig-Holstein noch intensiver auszuschöpfen, rüstet sich die Landesregierung zusammen mit Firmen und Forschern aus ganz Schleswig-Holstein für den Bundeswettbewerb um eine Batterie-Forschungsfabrik. Hintergrund ist eine für März geplante Ausschreibung des Bundesforschungsministeriums mit einem Projektvolumen von über einer halben Milliarde Euro. Dazu trafen sich heute im IZET-Innovationszentrum in Itzehoe rund 25 Experten. Sie sollen in einem ersten Schritt analysieren, mit welchen Pfunden der geplante Fabrik-Standort auf dem Gelände des Fraunhofer-Instituts für Siliziumtechnologie (ISiT) wuchern kann. Das Land würde das Vorhaben mit einem zweistelligen Millionenbetrag für die Errichtung eines Gebäudes auf einer rund acht Hektar großen Freifläche des ISiT-Areals unterstützen.
„Für die Landesregierung steht schon jetzt außer Frage, dass Itzehoe mit seinem ISiT und dem IZET der perfekte Standort für die Forschungsfabrik ist“, sagte Wirtschafts- und Technologie-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs zum Auftakt des Treffens. Allein die hohe Verfügbarkeit nachhaltig produzierten Stroms prädestiniere die Westküste als Hot-Spot für Energiespeicher und die Herstellung von Batteriezellen. Itzehoe sei mit seinem Fraunhofer-Institut und den europaweit bekannten Batterieherstellern Liacon und Custom Cells schon heute ein erfolgreiches Experimentierfeld für innovative Speicherlösungen. Die Bewerbung um das Bundesprojekt ist laut Rohlfs zudem eine gute Gelegenheit, die im Land vorhandenen Kompetenzen rund um die Themen Batterieherstellung und Speichertechnologien zu bündeln.
Im Gespräch mit Journalisten sagte Rohlfs weiter
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Nach den Worten von IZET-Chef Prof. Dr. Ralf Thiericke, zugleich Mitglied der Expertenkommission, geht es beim ersten Treffen vor allem darum, die Alleinstellungsmerkmale des Standorts und seiner Umgebung herauszuarbeiten. „Denn noch kennen wir die Kriterien der Ausschreibung nicht genau, aber die Frage des möglichen Standorts der Forschungsfabrik in Schleswig-Holstein ist bereits geklärt und an einer Bau-Voranfrage wird gearbeitet. Klar ist, dass sich neben der Forschungsfabrik weitere Industriepartner ansiedeln werden. Der Innovationspark Itzehoe bietet hier entsprechende Flächen und eine bereits in Planung befindliche Erweiterung. Entscheidende Bedeutung hat die Nähe zur Industrie, wie hier zu Custom Cells oder Liacon, und dem Fraunhofer-Institut ISiT. Besondere Beiträge zum Erfolg werden auch die Universitäten und Fachhochschulen des Landes leisten. Die Forschungsfabrik am Standort Itzehoe könnte komplett aus erneuerbaren Energien gespeist werden und wie der geplante LNG-Terminal in Brunsbüttel einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten“, so Thiericke.
Der Steinburger CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich, der für die Bewerbung Schleswig-Holsteins in Berlin von Beginn an geworben hat, zeigte sich vor allem erfreut über die hochkarätige Zusammensetzung der Expertenkommission: „Hier sind nicht nur die Verbände und die Forschung vertreten, sondern durch namhafte Firmen wie Kristonics, Danfoss, TKMS, JP Joule oder ,Wind to Gas‘ auch Industriebetriebe und Energiespeicherunternehmen. Schleswig-Holstein formiert sich für das Batteriezeitalter.“ Der Geschäftsführer der Brunsbütteler Pionier-Firma „Wind to Gas“, Tim Brandt, ist ebenfalls Mitglied der Expertenkommission.
Staatssekretär Rohlfs warnte mit Blick auf den bundesweiten Wettbewerb und die jüngsten Beschlüsse der Kohle-Kommission davor, Braunkohle-Reviere einseitig zu bevorzugen: „Gerade in Schleswig-Holstein ist ein wirtschaftlicher Strukturwandel ebenso nötig wie chancenreich. Und da wäre es ebenso falsch wie wettbewerbsverzerrend, wenn die Fördertöpfe des Bundes nun mit einem Vorfahrtsschild für Braunkohleländer versehen werden.“ Denn gerade die Westküste sei wie keine andere Region in Deutschland dazu geeignet, über Innovationen die nächste Stufe der Energiewende zu gestalten.
Innovationsraum Itzehoe mit ISit Fraunhofer Institut für Siliziumtechnologie (li) IZET Innovationszentrum Itzehoe (mitte)
Wie Rohlfs weiter sagte, habe der Steinburger Nachbarkreis Dithmarschen zudem beste Voraussetzungen, sich zu einem überregionalen Kraftzentrum der Wasserstoffwirtschaft zu entwickeln. „Ein Konsortium unter Beteiligung der Raffinerie Heide erarbeitet gerade einen Antrag für eines der vom Bund ausgelobten Reallabore der Energiewende mit dem Schwerpunkt Wasserstofftechnologien“, so Rohlfs. Denn rund 40 Prozent der Kohlendioxyd-Emissionen stammen aus Prozessen, für die es entweder nie oder zumindest absehbar keine Möglichkeit gibt, sie durch den direkten Einsatz von erneuerbarem Strom zu vermeiden. Der Ausweg führe hier zwingend über den Energieträger Wasserstoff, der allerdings erneuerbar und nicht auf Basis fossiler Brennstoffe erzeugt werden müsse.
Die vom Bundeswirtschaftsministerium geplanten Reallabore verfolgen neben Forschung vor allem das Ziel, industrielle Produktionsstrukturen für Wasserstoff aufzubauen. Und das ist laut Rohlfs dringend nötig: „Wir sind in Deutschland gerade dabei, unseren Technologievorsprung, den wir auf diesem Feld noch haben, zu verspielen. In Japan, Australien, China oder Korea wird das Thema mit Hochdruck vorangetrieben. Wenn wir unseren heimischen Herstellern einen Anteil an einem absehbaren Milliardenmarkt der Zukunft verschaffen wollen, müssen wir hierzulande endlich in die Vorhand kommen.“
PK-Teilnehmer – hier mit Itzehoes Bürgermeister Andreas Koeppen (links)
Den aufgezeichneten Live-Stream des Pressegesprächs im IZET finden Siehier:
Gastgewerbe: Hier sind nach wie vor Fachkräfte extrem gefragt
Angesichts der Februar-Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) sieht Schleswig-Holsteins Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs erste Vorboten einer Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt: „Wegen des weiterhin anhaltenden Fachkräftebedarfs vor allem im Dienstleistungsbereich, im Handel und im Gesundheits- und Sozialwesen bin ich zuversichtlich, dass es in den kommenden Monaten einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit geben wird“, sagte Rohlfs heute in Kiel. Überaus erfreulich dabei sei, dass die Februar-Zahl der Arbeitslosen im Land mit rund 85.000 Jobsuchenden seit 38 Jahren noch nie so niedrig gewesen sei wie heute.
Nach den heute vorgelegten BA-Daten ging die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 1,8 Prozent (-1.584 Personen) und gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,5 Prozent (-10.023) zurück. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,5 Prozent. Im Bundesländer-Vergleich liegt Schleswig-Holstein damit nach Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Niedersachsen unverändert auf Platz sechs der Statistik. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Schleswig-Holstein legte gegenüber dem Vorjahr weiter zu.
Mit Blick auf die Zahl arbeitslos gemeldeter Jugendlicher, die im Vergleich zum Vormonat um 3,3 Prozent (+265) anstieg, verwies Rohlfs auf die Erfahrung der vergangenen Jahre: „Unsere mittelständischen Betriebe suchen und stellen Fachkräfte ein, sodass sich für viele frisch ausgebildete junge Menschen gute Chancen für den Berufseinstieg ergeben.“ Um das Arbeitskräftepotenzial voll ausschöpfen zu können, liege die Aufmerksamkeit aber nicht nur bei den Jugendlichen, sondern bei allen Gruppen auf dem Arbeitsmarkt.
Rohlfs: „Hier unterstützt das Land unter anderem durch das Landesprogramm Arbeit mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) Projekte für junge Menschen im Übergang von der Schule in den Beruf, Berufsrückkehrerinnen, Langzeitarbeitslose, ältere Arbeitslose, sowie Geflüchtete und Migranten bei der Integration in den ersten Arbeitsmarkt.“
Der mögliche Standort der Fabrik: Das ISiT-Gelände in Itzehoe im Kreis Steinburg
Das Bundesforschungsministerium bereitet die Ausschreibung einer Forschungsfabrik für Batteriespeicher in Deutschland vor. Um dieses Projekt mit einem Volumen von absehbar 550 Millionen Euro bewirbt sich auch das Land Schleswig-Holstein mit einer Reihe von Partnern aus Wirtschaft und Forschung. Standort soll im Falle eines Zuschlags das Gelände des Fraunhofer-Instituts für Siliziumtechnologie (ISiT) in Itzehoe werden.
Heute treffen sich im Innovationszentrum Itzehoe (IZET) rund 20 Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft, um erste Schritte der Bewerbung vorzubereiten.
Im Vorfeld stellen heute ab 12.15 Uhr Wirtschafts- und Technologie-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs sowie der Steinburger CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich und IZET-Chef Prof. Dr. Ralf Thiericke in einem Pressegespräch die Hintergründe des Projekts vor.
Felbermayr löst ab morgen den bisherigen IfW-Präsidenten Dennis Snower (kleines Bild) ab
Der international anerkannte Handelsexperte Gabriel Felbermayr tritt morgen in Kiel sein Amt als Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) an. Der 42 Jahre alte Österreicher löst Dennis Snower ab, der das IfW 14 Jahre leitete und mit 68 Jahren in den Ruhestand gegangen ist. Felbermayr ist zunächst für fünf Jahre berufen. Er leitete bisher das Zentrum für Außenwirtschaft am ifo Institut in München. Wirtschafts-Staatssekretär Thilo Rohlfs bezeichnete die Verpflichtung Felbermayers als großen Gewinn für die wirtschaftswisssenschaftliche Szene im Land
«Ich danke dem Land Schleswig-Holstein, der Universität Kiel sowie den Gremien des IfW Kiel für meine Berufung und freue mich auf meine neuen Aufgaben», sagte Felbermayr heute. «Mein Vorgänger Dennis Snower hat großartige Arbeit geleistet und das IfW zu Spitzenleistungen in der internationalen Forschung geführt.» Sein Fokus werde sich stärker auf die nationale und europäische Wahrnehmung richten, so Felbermayr. «Mit einem Strategieprozess wollen wir das Profil des Instituts neu schärfen, dabei möchte ich zum einen meine eigenen Forschungsschwerpunkte zu internationalem Handel einbringen, zum anderen die Kernkompetenzen des IfW stärker betonen, etwa im Bereich der Konjunkturforschung.»
Zusammen mit der Universität Kiel würden zwei zusätzliche Professuren für International Economics eingerichtet, kündigte Felbermayr an. «Wir wollen für Politik und Wirtschaft erste Anlaufstelle für alle Fragen der Globalisierung sein.» Der Vorsitzende des Stiftungsrates des IfW, Oliver Grundei nannte Felbermayr einen idealen Kandidaten für die Zukunft des Hauses. «Wir sind hocherfreut, mit Herrn Felbermayr einen erstklassigen Wissenschaftler, einen erfahrenen Politikberater und eine dynamische Führungskraft gewonnen zu haben.»
Die Brexit-Task-Force (v.l.): Sybille Kujath (HWK Lübeck), Bernd Bösche (WT.SH), Andrea Schrage (Wirtschaftsministerium), Sebastian Schulze (UV Nord), Anna Griet Wessels (HWK Flensburg), Werner Koopmann (Brexit-Beauftragter), Anuschka Kruse (Wirtschaftsministerium), Simone Stamme (Landesvertretung SH), Doris Roloff (Wirtschaftsministerium), Andrea Dedekind (Finanzministerium) und Staatssekretär Thilo Rohlfs
Auch wenn der Brexit-Kurs der Briten einen Monat vor dem geplanten Austrittsdatum verworren bleibt – Schleswig-Holstein ist für alle Fälle gerüstet: Wirtschaft und Landesregierung haben heute (27. Februar) den Außenwirtschaftsexperten der IHK Schleswig-Holstein, Werner Koopmann, zum zentralen Ansprechpartner und Koordinator für alle Fachfragen der Betriebe rund um das Thema Brexit ernannt. „Mit Herrn Koopmann haben wir einen gut vernetzten Fachmann, der die Arbeit der gemeinsamen Task Force von Landesregierung und Wirtschaft mit den zu erwartenden Nachfragen aus unseren kleinen und mittelständischen Betrieben effizient abstimmen wird“, sagte Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs nach der heutigen Sitzung der Task-Force in Kiel.
Während Notfallregelungen für den harten Brexit – etwa zum Aufenthaltsrecht von Briten in Deutschland – getroffen sind, sind in anderen Bereichen nach wie vor viele Fragen offen. „So hat Großbritannien der WTO zwar Vorschläge für eigene Handelsregeln gemacht, doch bis zu ihrer möglichen Umsetzung dürften noch Wochen, wenn nicht Monate vergehen“, fürchtet Koopmann. Das stelle gerade Kleine und Mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen, weil sie nach wie vor nicht wissen, auf welches Szenario sie sich einstellen sollen. Großbritannien ist der fünftgrößte Handelspartner für Schleswig-Holstein nach Dänemark, China, den USA und den Niederlanden
Koopmann sagte zu seiner neuen Rolle in der Task-Force
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Gut jedes zweite Unternehmen erwartet laut Rohlfs und Koopmann Beeinträchtigungen durch einen harten Brexit, vor allem durch bürokratische Hürden und Zeitverluste beim Austausch von Mitarbeitern und Waren. Hinzu kommen Befürchtungen vor zusätzlichen Zollabgaben und Personalkosten. Die auf Anregung des Mittelstandsbeirats gegründete „Task Force Brexit“ setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern von IHK, UV Nord, Handwerkskammern, der Wirtschaftsförderung und Technologie Transfer GmbH ( WTSH) sowie der Landesregierung zusammen.
Wirtschafts-Staatssekretär Rohlfs freut sich über die Zusage Koopmanns und erklärt (Audio starten)
Erreichbar ist die Task Force unter der Mailadresse:
Der Brexit-Chefunterhändler der EU, Michel Barnier, hält ein geregeltes Ausscheiden der Briten aus der Europäischen Union unterdessen noch für möglich. «Es ist nicht richtig zu sagen, dass ein No-Deal-Brexit am wahrscheinlichsten ist», sagte Barnier am Mittwoch dem französischen Sender Franceinfo.
Als Verhandlungsführer tue er alles, um eine Einigung zu erzielen. Dabei setze er alles daran, dass ein Abkommen mit der britischen Premierministerin Theresa May zustande komme, dem das britische Unterhaus auch zustimmen werde. Dafür gebe es «noch eine echte Möglichkeit».
May hatte am Dienstag erstmals die Möglichkeit eingeräumt, dass Großbritannien die EU nicht wie geplant am 29. März verlassen könnte. Sie versprach, die Abgeordneten über eine mögliche Verschiebung des Brexits abstimmen zu lassen. Sollte sie bis zum 12. März mit ihrem Austrittsabkommen wieder scheitern, will May die Abgeordneten vor die Wahl zwischen einem Ausscheiden ohne Abkommen oder einer «kurzen Verlängerung» stellen. Das britische Parlament stimmt am Mittwoch über die weiteren Schritte beim EU-Austritt ab.
Die Briten würden die Konsequenzen des Brexits oft unterschätzen, sagte Barnier. Dabei seien die Folgen besonders für die Briten gravierend. «Sie sind unzählig: menschlich, sozial, wirtschaftlich und finanziell, technisch und rechtlich.»
Barnier betonte erneut, dass er den Brexit bedauere. «Ich sehe darin keinen Mehrwert», sagte er. Beim Austritt der Briten aus der EU gebe es nur Verlierer.
Zugegeben: Auch wenn an unseren Landesstraßen landauf und landab saniert wird wie noch nie – Spatenstiche an Bundesfernstraßen haben eher Seltenheitswert. Die rechtlichen Hürden und Unwägbarkeiten durch immer neue und komplexere Umweltvorschriften sowie Klage- und Einspruchsmöglichkeiten machen Neu- und Ausbauten zu Marathonläufen.
Umso mehr freute sich Verkehrsminister Bernd Buchholz, dass er – ein halbes Jahr nach dem Startschuss im Kreis Plön – nun auch im Kreis Stormarn den Spaten zum Ausbau der B 404 in die Erde rammen konnte. Seine „Meldung der Woche“ (Video starten)
Die Investitionsoffensive der DB war vorgestern Abend auch Thema auf dem Heider Vekehrsforum, wie die Dithmarscher Landeszeitung (DLZ) heute ausführlich berichtet
Die Deutsche Bahn wird in diesem Jahr in Hamburg und Schleswig-Holstein fast eine halbe Milliarde Euro in Schienen, Brücken, Weichen und Bahnhöfe investieren. Um die Belastungen für die Fahrgäste möglichst gering zu halten, werde die Bahn in Hamburg mehr als 80 und in Schleswig-Holstein mehr als 50 neue Mitarbeiter einstellen, so die DB. . Sie sollen sich vor allem um das Management und die Überwachung der Bauprojekte kümmern. Schon jetzt hätten die Beeinträchtigungen durch Baustellen gegenüber 2017 um mehr als ein Viertel abgenommen. In den vergangenen Jahren habe die Bahn bereits mehr als 350 Kilometer Schienen in Hamburg und Schleswig-Holstein modernisiert.
Zu den größeren Projekten gehören die Marschbahn nach Sylt, wo 32 Kilometer Gleise und acht Weichen erneuert werden, mit einem Schwerpunkt zwischen Bredstedt und Westerland. An den fünf Bahnhöfen entlang dieser Strecke werden die Bahnsteige verlängert, so dass künftig Züge mit zwölf Wagen halten können. Die Arbeiten sollen weitgehend außerhalb der Ferienzeiten erledigt werden. Mit Behinderungen ist über Ostern zwischen Neumünster und Rendsburg zu rechnen, weil die Rendsburger Hochbrücke komplett gesperrt werden muss. Auch in Hamburg-Altona sind im Zuge der Arbeiten an der neuen S-Bahn-Überführung über die Julius-Leber-Straße im Sommer Probleme zu erwarten, wenn der Lessing-Tunnel längere Zeit gesperrt werden muss
Kein «Behörden-Hopping» mehr für Jugendliche in Flensburg auf der Suche nach Unterstützung und den besten Berufschancen: Die Stadt will eine Jugendberufsagentur einrichten. Eröffnungstermin soll spätestens Anfang 2020 sein, wie Oberbürgermeisterin Simone Lange am Abend vor einer Ratsentscheidung zu dem Thema sagte. Die Zustimmung des Rats, der zur Stunde tagt, gilt als sicher.
Die neue Stelle soll alle wesentlichen bekannten Beratungs- und Vermittlungsangebote beim Übergang von der Schule in das Berufsleben unter einem Dach vereinen. So soll schon vor dem Schulabschluss ein möglichst nahtloser Übergang in die Ausbildung ermöglicht werden. Aktuell wird von etwa 1060 jungen Menschen im Stadtgebiet Flensburg ausgegangen, die einen übergreifenden Beratungsbedarf haben.
Buchholz (2.v.r.) beim Besuch der Jugendberufsagentur Dithmarschen in Heide vor einem Jahr
Arbeitsminister Bernd Buchholz (FDP) sagte der Deutschen-Presse-Agentur am Abend, «in Schleswig-Holstein wechseln immer noch zu viele Jugendliche in den sogenannten Übergangsbereich, der keine beruflichen Abschlüsse bietet». Es müsse darauf geachtet werden, dass niemand an dem so wichtigen Übergang von der Schule in den Beruf aus dem Blick verloren gehe und es gezielte Unterstützung und Bildungsangebote gebe. «Wir begrüßen es sehr, wenn sich auch Flensburg dazu entscheiden wird, eine Jugendberufsagentur zu eröffnen.»
Die Förderung der beruflichen und sozialen Integration junger Menschen unter 25 Jahre ist Aufgabe von Jugendhilfe, Arbeitsagenturen, Jobcenter sowie der Schulen. In einer Jugendberufsagentur arbeiten diese Institutionen zusammen, um Jugendlichen abgestimmte und individuelle Unterstützung zu bieten. In Schleswig-Holstein gibt es nach Angaben des Arbeitsministeriums derzeit acht Jugendberufsagenturen.
Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus