Buchholz eröffnet 11. Breitbandform: SH peilt bis 2025 flächendeckende Glasfaserversorgung an

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Buchholz mit Landkreistag-Geschäftsführer Sönke Schulz (Mitte) und Richard Krause (BKZSH)

Der echte Norden ist auch beim Glasfaserausbau an der obersten Spitze – und baut seine Position weiter aus. Wie Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz heute  in Kiel bei der Eröffnung des 11. Breitbandforums Schleswig-Holstein vor über 200 Gästen sagte, können inzwischen 35 Prozent der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner einen Glasfaseranschluss bis in die Gebäude oder Haushalte erhalten, 30 Prozent haben diesen auch bereits gebucht. „Bis zum Jahr 2020 werden 50 Prozent der Haushalte einen solchen Anschluss erhalten können, bis 2022 sogar 62 Prozent – und wir werden noch mehr Gas geben, um bis 2025 eine weitgehende Flächendeckung zu erhalten“, so Buchholz. Er kündigte zudem eine erhebliche Aufstockung der Fördermittel an.

Im Gespräch mit Fabian Weisshaupt (NDR 1 Welle Nord) sagte Buchholz (Audio starten – „im Browser anhören“)

Nach den Worten von Buchholz setzt das Land angesichts des stetig wachsenden Bedarfs und der Herausforderungen einer digitalen Gesellschaft klar auf Glasfaser und nicht auf Bandbreitenziele oder Technologien, die hinsichtlich der Stabilität und anderer Qualitätsparameter nicht mit Glasfaser mithalten könnten. „Der rasche Ausbau des Glasfasernetzes, mit dem wir bundesweit an der Spitze liegen, hilft uns nebenbei auch ein kleines Stück beim Kampf gegen die Funklöcher in den mobilen Netzen, weil leistungsfähige Mobilfunknetze an Glasfaser angeschlossen sein müssen“, so der Minister.

Buchholz präsentierte zusammen mit dem Breitband-Kompetenzzentrum Schleswig-Holstein (BKZSH) eine erste Analyse der noch verbleibenden weißen Glasfaserflecken: Neben einigen wenigen Regionen ohne konkrete Ausbaupläne sowie den Randlagen bereits erschlossener Gebiete seien dies vor allem die Städte im Lande: „Noch sind die Mittel- und Oberzentren relativ gut mit anderen Technologien versorgt, aber ich appelliere an alle Verantwortlichen, rechtzeitig den Schalter Richtung Glasfaser umzulegen. Sonst sind die Städte die weißen Flecken von morgen“, sagte Buchholz.

Der Minister präsentierte bei dem Forum auch die wesentlichen Instrumente, mit denen das Land die vollständige Glasfaser-Abdeckung bis 2025 erreichen will:

  • Knapp drei Millionen Euro zusätzliche Förderung für das BKZSH, um die Ausbauprojekte noch besser beraten und koordinieren zu können.
  • Feinanalyse der weißen Glasfaserflecken mit individuellen Lösungsansätzen.
  • Abgestimmtes Förderkonzept vor allem für die weißen Glasfaserflecken in den ländlichen Räumen – dazu werden 50 Millionen Euro zusätzliche Mittel eingesetzt.
  • Bündnis für den Glasfaserausbau mit inzwischen fast 60 Unternehmen und Institutionen, das die Glasfaserpolitik unterstützen und Allianzen vor allem für die Erschließung der Städte initiieren soll.
  • Engere Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft, um auch die Gebäudeinfrastruktur mit Glasfaser zu versehen.

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An die Bundesregierung richtete Buchholz in seiner Rede den Wunsch, „auf eine Gigabitstrategie auf Glasfaserbasis umzuschwenken und nicht länger Geld in Übergangstechnologien zu versenken“. Dieser Kurswechsel sei bereits im Koalitionsvertrag angekündigt und müsse sich auch in der Förderpolitik des Bundes niederschlagen; dabei müssten auch Handlungsoptionen für die Städte enthalten sein. Dazu habe er auch einen Beschlussvorschlag in die nächste Wirtschaftsministerkonferenz Ende Juni eingebracht.

„Der Glasfaserausbau ist kein Selbstzweck und auch kein Spielzeug für eine digitale Elite. Es geht vielmehr darum, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu sichern, Chancen für die ländlichen Räume zu verbessern, den Tourismus zu stärken sowie generell die Lebensqualität zu erhöhen und digitale Teilhabe zu ermöglichen. Schleswig-Holstein als Spitzenreiter mit 35 Prozent Glasfaserquote bei einem Bundesdurchschnitt von etwa 7 Prozent zeigt, wie es geht“, so Buchholz.

 

Brunsbüttel & Rendsburg Ports zeigen Flagge auf Europas größter Schwergut-Messe

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Buchholz (Mitte) mit dem Chef von Brunsbüttel Ports, Frank Schnabel (rechts) sowie Kai Lass, von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG) Rendsburg-Eckernförde auf dem Messestand

Die beiden Häfen Brunsbüttel Ports und Rendsburg Port haben sich in dieser Woche gemeinsam auf Europas größter Fachmesse für konventionelles Stückgut und Projektladung in Bremen vorgestellt. Beide Unternehmen präsentierten ihr Leistungsangebot auf dem Gemeinschaftsstand von Hafen Hamburg Marketing e.V. – und damit erneut gemeinsam mit dem Hamburger Hafen.

Unter der Dachmarke SCHRAMM Ports & Logistics bilden die dazugehörigen Häfen der Brunsbüttel Ports GmbH, Rendsburg Port GmbH, sowie weitere Logistik-Standorte in Glückstadt, Hamburg sowie in Schweden einen starken universalen Hafenverbund. Die Messe ist als Treffpunkt der internationalen Logistikfachbranche mit mehr als 10.000 Fachbesuchern und nach den Worten von Buchholz eine optimale Plattform auch für kleinere Häfen.

Buchholz sagte nach seinem Besuch (Audio starten – „im Browser anhören“)

Der am Nord-Ostsee-Kanal und an der Elbe gelegene Universalhafen Elbehafen der Brunsbüttel Ports GmbH und der am Nord-Ostsee-Kanal gelegene Schwerlasthafen Rendsburg Port zeichnen sich nach den Worten von Hafenchef FRank Schnabel durch langjährige Erfahrung im Umschlag von Stückgut und Projektladungen aus und sind leistungsstarke Dienstleister mit hervorragenden Fähigkeiten, vor allem auch bei schweren Lasten. Beide in der Metropolregion Hamburg gelegenen Häfen verfügen über das notwendige Equipment, über ausreichende Lagerfläche für große und schwere Komponenten und profitieren von der guten wasserseitigen Anbindung und effizienten Hinterlandanbindungen. Der trimodale Elbehafen ist zusätzlich per Bahn erreichbar.

Schnabel dankte Buchholz für seine Stipvisite  und sagte: „Der Besuch des Wirtschaftsministers ist ein wichtiges Signal an den Markt und unsere Kunden, um die Bedeutung und Leistungsfähigkeit unserer „Logistikdrehscheibe“ Häfen zu unterstreichen. Ein Ministerbesuch ist auch immer ein Zeichen der Anerkennung und Wahrnehmung der Standorte, das im Markt auch von Kunden und Partnern anerkannt wird. Wir freuen uns über viele interessante und erfolgversprechende Gespräche auf der Messe mit deutschen aber auch internationalen Unternehmen.“

Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein verzeichnet größtes Fördervolumen ihrer Geschichte

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Rekord im Neugeschäft: Bürgschaftsbank in Kiel

Die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein hat 2017 das höchste Neugeschäft seit ihrer Gründung im Jahr 1949 erzielt. Mit 85,4 Millionen Euro habe es 18 Prozent über dem bereits sehr guten Wert des Vorjahres gelegen, sagte Geschäftsführer Hans-Peter Petersen heute in Kiel bei der Vorstellung der Jahresbilanz. Das Förderinstitut habe im abgelaufenen Geschäftsjahr das bereits gute Vorjahr in nahezu allen Bereichen übertroffen. So stieg die Kredit-/Beteiligungssumme um 15 Prozent auf 126,1 Millionen Euro.

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Die Zahl der durch Bürgschaften neu geschaffenen oder abgesicherten Arbeitsplätze wuchs den Angaben zufolge um 43 Prozent auf 9490 und die Summe der ausgelösten Investitionen um elf Prozent auf 280 Millionen Euro. Die Zahl der geförderten Unternehmen sei zwar nur leicht um ein Prozent auf 469 gestiegen, sagte Petersen. Doch im Bundesvergleich liege die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein damit auf Platz drei. Denn bundesweit verzeichneten die Bürgschaftsbanken in diesem Bereich einen Rückgang um 6,4 Prozent.

Bei den geförderten Unternehmen landete das Handwerk in der Fördersumme mit einem Plus von 110 Prozent auf dem Spitzenplatz.

Insgesamt 124 Handwerksbetriebe wurden mit 21,6 Millionen Euro unterstützt. «Ein wesentlicher Grund für dieses rasante Wachstum ist neben den vielen begleiteten Unternehmensnachfolgen auch die gute Wirtschaftslage, die Lust auf Immobilieninvestitionen weckt», sagte Holger Zervas, weiterer Geschäftsführer der Bürgschaftsbank.

Platz zwei erreichte mit einer Fördersumme von 13,2 Millionen Euro das Hotel- und Gaststättengewerbe (65 Unternehmen). Das entspricht einem Plus von 48 Prozent und verdeutlicht laut Petersen «die weiter wachsende Bedeutung Schleswig-Holsteins als eine der Top-Adressen in der deutschen Tourismuswirtschaft». Platz drei belegte der Einzelhandel mit einer Fördersumme von 10,1 Millionen Euro (plus 23 Prozent) bei 71 begleiteten Firmen.

Die Gründe für das erneut stark gestiegene Geschäft der Bürgschaftsbank sieht Petersen nicht allein in dem wachsenden Risikobewusstsein der Kreditinstitute. Die Bürgschaftsbank sei sehr gut vernetzt und für ihre unkomplizierte, effiziente Förderarbeit bekannt. «Und vor dem Hintergrund des wachsenden Risikobewusstseins in der Kreditbranche nimmt man uns daher auch in Zeiten sehr guter Konjunktur gerne mit ins Boot», betonte Petersen.

Nach dem zehnten Jahr mit einem guten Wirtschaftswachstum in Folge sei auch in Schleswig-Holstein die Sorge vor einem Abklingen der Konjunktur spürbar, sagte Zervas und verwies auf den zuletzt schwächeren Konjunkturklimaindex der IHK Schleswig-Holstein. Neben dem Fachkräftemangel gebe es auch zunehmend einen Mangel an Unternehmensnachfolgern.

Das Barometer steigt und steigt: Tourismus im echten Norden knackt Rekord um Rekord

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Buchholz beim Pressegespräch mit Markus Seibold vom  DWIF (Mitte) und Frank Behrens vom Tourismusverband Schleswig-Holstein

Gästezahlen, Übernachtungen, Umsätze – für den Tourismus in Schleswig-Holstein geht es immer weiter nach oben. Von bombastischen Zahlen sprach Minister Bernd Buchholz heute in Kiel bei der Vorstellung des Sparkassen-Tourismusbarometers. Dieses steht unverändert auf «schön». Doch Buchholz (FDP) sieht auch noch ungehobene Schätze im Binnenland, Fachkräftemangel als mittlerweile real existierendes, massives Problem und manches Gasthaus erinnert ihn an finstere Szenen im «Tatort».

Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

WIRTSCHAFTSFAKTOR: Der Tourismus erwirtschaftete 2017 einen Bruttoumsatz von knapp 9,5 Milliarden Euro, 37,7 Prozent mehr als 2012. Die Tourismusstrategie sah bis 2025 ein Plus von 30 Prozent vor. Der Beitrag zum Volkseinkommen stieg auf 5,9 Prozent, die Zahl der Arbeitsplätze kletterte seit 2015 von 151 300 auf 168 000.

REISENDE I: In den ersten drei Monaten dieses Jahres kamen 1,19 Millionen Übernachtungsgäste, 17,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Übernachtungen nur in Häusern ab zehn Betten nahm sogar um ein Viertel auf 4,12 Millionen zu. Das lag auch an Sondereffekten. So begannen die Osterferien diesmal schon im März. Und in die Statistik gingen 400 Betriebe mit 45 000 Betten mehr ein als vor einem Jahr. Ohne die Erweiterung blieb bei den Übernachtungen laut Beratungsgesellschaft dwif immer noch ein sattes Plus von 3,5 Prozent. Die Übernachtungszahl wird 2018 in Häusern ab zehn Betten auf mehr als 30 Millionen steigen – womit ein weiteres Ziel für 2025 schon erreicht wäre.

REISENDE II: Von 232 Millionen Aufenthaltstagen von Touristen entfielen 2017 die meisten auf Tagesgäste aus dem Inland: fast 146 Millionen. Sie allein brachten einen Bruttoumsatz von gut 3,8 Milliarden Euro. Mit ihren Unterkünften sind die Gäste im Norden im Bundesvergleich überdurchschnittlich zufrieden, sagt dwif. Dessen Experte Karsten Heinsohn lobte die Entwicklung der Branche im Land insgesamt: «Im Vergleich der drei Küstenländer hat sich Schleswig-Holstein in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt.»

RESERVEN: «Wir dürfen uns nicht auf unseren Erfolgen ausruhen», sagte Buchholz. So seien im Binnenland noch touristische Schätze zu heben. An der Schlei, in Angeln, in der Probstei, im Hinterland der Westküste und anderswo gebe es traumhafte Landschaften. «Da sind noch viele ausbaufähige Potenziale.» Das Tourismusbarometer ergab auch, dass die Betriebe ihre Eigenkapitalquote erhöht haben. «Allerdings fällt auf, dass die Investitionsquote derzeit relativ niedrig ist», sagte der Vize-Vorsitzende des Tourismusverbandes, Frank Behrens.

SCHWERPUNKTE: Qualitätsverbesserungen nannte Buchholz die zentrale Herausforderung. Die Weiterentwicklung des Radtourismus, Barrierefreiheit als Wettbewerbsfaktor und Digitalisierung hob er ebenso hervor. Und: Die Gäste müssten auch gut her und zurück kommen. Stundenlange Staus auf Autobahnen und ein Desaster wie auf der Bahnstrecke nach Sylt seien da nicht hilfreich. Die Deutsche Bahn müsse ihre Verantwortung auch für den Tourismus wahrnehmen.

FACHKRÄFTE: Jede 20. Stelle im Gastgewerbe ist laut dwif unbesetzt. Bei Lehrstellen war es 2017 sogar jede sechste. «Fachkräftemangel ist mittlerweile Realität», sagte Buchholz. Einige Betriebe machten anders als früher auch während der Saison Ruhetage, sagte Tourismusverbands-Vize Behrens. Buchholz forderte, die Attraktivität der Jobs in der Branche zu steigern. Bei Arbeitskräftemangel werde der Markt eine bessere Bezahlung bewirken. Es könnten auch verstärkt Mitarbeiter aus dem Ausland geholt werden, und eine Chance für ins Land gekommene Schutzsuchende könne das laut Buchholz auch sein.

Arbeitsmarkt in Mai-Laune: Arbeitslosigkeit gegenüber Vorjahr nochmals deutlich gesunken

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Am Arbeitsmarkt gefragt: Fachkräfte in der Gastronomie – besonders in den Tourismus-Hochburgen des echten Nordens

Der Sonne-Monat Mai strahlt offenbar auch auf den schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt ab. Wie Arbeitsminister Bernd Buchholz heute in Kiel sagte, sei die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat auf 83.900 und damit um 4,1 Prozent gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat ging die Arbeitslosenzahl sogar um 6,7 Prozent zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,4 Prozent, ein Rückgang um 0,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.

„Der Arbeitsmarkt profitiert also weiterhin von vollen Auftragsbüchern unserer Unternehmen und unseren attraktiven Tourismusgebieten – vor allem an den Küsten“, sagte Buchholz. So sank die Arbeitslosenquote im Vormonatsvergleich im Kreis Dithmarschen um 0,7 Prozentpunkte,  in Nordfriesland um 0,6 Prozentpunkte und in Ostholstein um 0,4 Prozentpunkte. Von dem Rückgang profitieren laut Buchholz alle Personen- und Altersgruppen. Besonders in der Gruppe der Jugendlichen (15 bis 25 Jahre) habe es gegenüber dem Vorjahresmonat einen Rückgang um 1.000 auf gegenwärtig 7.888 Arbeitslose (- 11,6 %) gegeben. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2.100 (- 6,5 %) auf 30.322 zurück. Auch die Zahl der arbeitslosen Ausländer ging gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,1 Prozent zurück.

„Mit dem Ende von Integrationskursen und berufsbezogener Sprachförderung wird sich die Zahl der arbeitslosen Ausländer, insbesondere aus den nichteuropäischen Asylherkunftsländern in den nächsten Monaten spürbar erhöhen“, sagte Buchholz. „Mit dem Start eines weiteren Ideenwettbewerbs im Rahmen unseres Landesprogramms Arbeit setzen wir einen Schwerpunkt auf die Förderung von Projekten zur Integration von Langzeitarbeitslosen mit Migrations- und Fluchthintergrund.“ Darüberhinaus würde auch die Förderung von erfolgreichen Integrations-Projekten vorbereitet.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Land stieg indes weiter an: Nach hochgerechneten Daten des Monats März erhöhte sich die Zahl um 19.800 (+  2,1 %)  Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Gegenwärtig gehen 973.600 Menschen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Besonders in den Wirtschaftszweigen Gastgewerbe, Gesundheitswesen, öffentliche Verwaltung sowie Erziehung und Unterricht nahm die Zahl der Beschäftigten deutlich zu

TV.SH und Buchholz präsentieren heute in Kiel das Tourismusbarometer 2018

Der Tourismus in Schleswig-Holstein ist weiter auf Rekordkurs. Über das Tourismus-Barometer mit aktuellen Zahlen und Entwicklungen informieren heute in Kiel Tourismus-Minister Bernd Buchholz (FDP) und der Tourismusverband beim Sparkassen und Giroverband.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres waren 1,19 Millionen Übernachtungsgäste ins Land gekommen und damit 17,4 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Statistikamtes Nord stieg die Zahl der Übernachtungen in Häusern mit mindestens zehn Betten sogar um ein Viertel auf 4,12 Millionen.

Die ungewöhnlich kräftigen Zuwächse gingen auch auf Sondereffekte zurück. So begannen die Osterferien anders als im Vorjahr schon Ende März. In dem Monat gingen zudem fast 400 Betriebe, 45 000 Betten und etwa 30 Campingplätze mehr in die Statistik ein als im Vorjahr.

Reparatur des Brösel-Betons auf A 1 bei Bargteheide beginnt bereits morgen

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Gute Nachricht für die staugeplagten Autofahrerinnen und Autofahrer auf der A 1 zwischen Bad Oldesloe und Bargteheide: Bereits morgen früh wird die Baufirma Bunte anrücken, um den aufgeplatzten Beton zu beseitigen und die Fahrbahn zu sanieren. Und zwar ohne Umschwenkung des Verkehrs auf  die Richtungsfahrbahn Hamburg.  Die Arbeiten werden etwa eine Woche in Anspruch nehmen. „Wir sind sehr froh, dass wir so schnell eine Lösung mit der ausführenden Baufirma gefunden hat, die diese ad hoc-Lösung umsetzt und dass wir die Fahrbahn in Richtung Hamburg aufrechterhalten können“, sagt der Direktor des LBV.SH, Torsten Conradt.

Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz dankte dem LBV.SH und der Baufirma für die rasche Reaktion: „Damit verhindern wir eine Vollsperrung, verkürzen in erheblichem Maß die Bauzeit und sorgen auf der stark befahrenen Strecke zumindest für ein kleines Stück Entspannung.“ Denn anders als bei einer Verlagerung des gesamten Verkehrs auf die Richtungsfahrbahn nach Norden bleiben nun beide Fahrbahnen – in Richtung Norden und in Richtung Süden – für den Verkehr offen. Die Fahrbahn Richtung Norden ist von den Bauarbeiten völlig unberührt.

Weiter sagte Buchholz (Audio starten – „im Browser anhören“)

Umfang der Baumaßnahme:

  • Entfernen der beschädigten Betonplatten
  • Ersatz durch Einbau einer bituminösen Tragschicht ,Binderschicht
    und Deckschicht zunächst auf der 2. und 3. Fahrspur
  • dann auf der 1. Fahrspur
  • dann auf Standspur

Ortskundigen empfehlen wir die weiträumige Umfahrung über die A20 nach Bad Segeberg und weiter über A21 zum Kreuz Bargteheide.

EU-Skandinavien-Koordinator Pat Cox sagt: „Das Geld ist da – der Fehmarnbelttunnel kommt“

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Diskussionsrunde mit EU-Koordinator für Skandinavien, Pat Cox (2.v.l.)

Das Geld ist da, die feste Fehmarnbelt-Querung kommt. Das stellte Pat Cox, europäischer Koordinator für den Skandinavisch-Mediterranen Korridor heute bei den Fehmarnbelt Days in Malmö deutlich heraus. Sobald der Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig in Schleswig-Holstein steht, „drücken wir auf den Knopf und es kann losgehen“, sagte der aus Irland stammende ehemalige Präsident des EU-Parlaments in einer vom Fehmarnbelt Business Council (FBBC) organisierten Veranstaltung mit den Transport- und Verkehrsministern aus Schweden, Dänemark und Schleswig-Holstein.

Bernd Buchholz at the FBD 2018Wirtschaftsminister Bernd Buchholz hatte zuvor betont, dass der Planfeststellungsbeschluss bis zum Jahresende vorliegen werde. Ebenso wichtig sei es allerdings, in Deutschland weitere Projekte auf den Weg zu bringen, die Wachstum und Wohlstand in der Region fördern, um die Beltquerung zu einem Erfolg zu machen. Die Dänen wären da bereits weiter. In der Diskussion waren sich die Teilnehmer einig, dass die gesamte Region von einer engen Kooperation über den Fehmarnbelt hinweg profitieren würde.

„Wir haben es heute immer wieder gehört: Die Beltquerung verbindet nicht nur zwei Inseln in der Ostsee miteinander, sondern sie verbindet Skandinavien und Zentraleuropa. Dänen und Schweden rücken damit enger an den Kontinent heran und sparen viel Zeit, wenn sie den Tunnel benutzen“, fasste Siegbert Eisenach, Vorsitzender des FBBC und Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin ein Ergebnis des ersten Konferenztages zusammen. Die Wirtschaft in Norddeutschland stehe hinter dem Projekt, betonte er und verwies auf die große, vom FBBC und dem Fehmarnbelt-Komitee organisierte Delegationsreise mit 80 Vertretern aus Wirtschaft und Politik aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg, die nach Malmö gekommen ist, um ein starkes Signal der Unterstützung an die Partner in Dänemark und Schweden auszusenden.

Mit Stolz sagte er, dass dieser Impuls angekommen sei. Mehrere hundert Teilnehmer aus Skandinavien begrüßten die Deutschen mit einem großen Applaus. Allerdings sei es für die Glaubwürdigkeit Deutschlands als Partner für internationale Projekte erforderlich, die Rahmenbedingungen deutlich zu verbessern. „Ich appelliere an den Bund, zügig die Voraussetzungen für eine Beschleunigung des Planungsrechts zu schaffen. Die Dänen machen uns vor, wie es laufen kann“, so Eisenach.

Der Höhepunkt des ersten Konferenztages war die Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens zwischen den Metropolregionen Greater Copenhagen und Skåne mit mehr als vier Millionen Einwohnern und Hamburg mit 5,3 Millionen Einwohnern. Ziel ist es, das Zusammenwachsen der beiden Wirtschaftsräume durch die feste Fehmarnbelt-Querung vorzubereiten und im globalen Wettbewerb den Schulterschluss zu suchen. Mögliche gemeinsame Wirkungsfelder sind die Verkehrsinfrastruktur, der Arbeitsmarkt, die Forschung, das Marketing und der Tourismus.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher unterzeichnete das Abkommen in Malmö. „Eine feste Fehmarnbelt-Verbindung und eine gute Kooperation zwischen Norddeutschland und Skandinavien stärkt unsere Regionen. Gemeinsam sind wir ein in Europa und der Welt wettbewerbsfähiger Wirtschaftsraum mit fast zehn Millionen Einwohnern. Wir unterstützen die Zusammenarbeit unserer wissenschaftlichen Einrichtungen und innovativen Unternehmen zur Entwicklung neuer Technologien, mit denen wir nachhaltiges Wachstum, eine regenerative Energieversorgung und umweltfreundliche Mobilität erreichen können“, sagte er.

An der Unterzeichnung nahmen außerdem Vertreter der Wirtschaft und Kommunen in der Metropolreion Hamburg teil, die mit Skandinavien kooperieren: Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum, Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin und FBBC-Vorsitzender, Lars Schöning, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck, Dr. Olaf Tauras, Oberbürgermeister der Stadt Neumünster, Reinhard Sager, Landrat des Kreises Ostholstein und Vorsitzender des Fehmarnbelt-Komitees, Robert Lorenz-Meyer, Handelskammer Hamburg, und Hans-Werner Blöcker vom UVNord.

 

Wonne-Mai bremst Verkehr auf A 1 bei Bargteheide aus – Sanierung läuft, aber Geduld ist gefragt

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Der sonnige Wonne-Mai hat auch zuweilen auch Schattenseiten: Auf der A 1 zwischen Bad Oldesloe und Bargteheide müssen sich die Autofahrer in Richtung Hamburg seit heute in Geduld üben. Wegen eines so genannten „Blow up“ der über 20 Jahre alten Betonfahrbahn infolge der Hitze läuft der Verkehr kurz vor Bargteheide aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres nur einspurig. Die Fahrbahn in Richtung Hamburg weist in Höhe des Rastplatzes Sylsbek auf etwa 50 Metern Schäden auf.

Nach den Worten von LBV.SH-Direktor Torsten Conradt sind der zweite und dritte Fahrstreifen in Richtung Hamburg gesperrt.  Der sogannante „Blow-Up“, bei dem sich Betonplatten aufwölben und die Straße unpassierbar machen, hätte sich unerwartbar gebildet. „Bei der Kontrolle unserer Experten hatten alle typischen Merkmale zu seiner Erkennung, wie Löcher, Risse und Versackungen gefehlt. Insofern konnte man hiervon nicht ausgehen“, sagt Conradt.

Weiter sagte Conradt (Video starten):

Hitzekontrollen der Fahrbahnen im Land werden standardmäßig ab drei Tagen über 25 Grad Celsius vorgenommen. Die A1 ist in dem Bereich im Mittel mit 70.000 Fahrzeugen am Tag eine der am stärksten belasteten Straßen in Schleswig-Holstein.

Buchholz führt norddeutsche Delegation zu den Fehmarnbelt Days nach Malmö

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Startklar: Ein Teil der Delegation mit Buchholz, Kühn und anderen Wirtschafts-Vertretern vor dem Gebäude der IHK Lübeck

Großer Bahnhof anlässlich der morgen beginnenden Fehmarnbelt Days 2018 in Malmö: Wirtschaftsminister Buchholz und Friederike C. Kühn, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein, führen gemeinsam mit dem Fehmarnbelt Business Council (FBBC) und dem Fehmarnbelt-Komitee eine norddeutsche Delegation nach Schweden an. Die rund 80 Personen starke Gruppe ist soeben von Lübeck aus gestartet und setzt sich neben FBBC-Mitgliedern und IHK-Vertretern aus Lübeck und Schwerin unter anderem aus Mitgliedern des Vereins „HanseBelt“, der Kaufmannschaft zu Lübeck, der Handelskammer Hamburg, des UVNord und der Deutsch-Dänischen Handelskammer zusammen.

Image-1.pngBuchholz sagte vor der Abreise

(Audiopfeil klicken)

„Es geht uns in vor allem darum, Informationen aus erster Hand über die Aktivitäten in Dänemark und Schweden rund um den geplanten Fehmarnbelttunnel zu erhalten“, sagten Buchholz und Kühn heute (25. Mai) in Lübeck. Zugleich erinnerte Buchholz daran, dass sich das Planfeststellungsverfahren für das Milliardenprojekt auf der Zielgeraden befinde, nachdem das Land mit der Gründung des neuen Amtes für Planfeststellung Verkehr (APV) und der Aufstockung von Personalressourcen den Weg dafür bereitet habe. Der Planfeststellungsbeschluss soll Ende des Jahres vorliegen.

„Es geht mir persönlich auch darum, den Skandinaviern noch einmal deutlich zu machen, dass ein rechtssicherer Planfeststellungsbeschluss – auch wenn er Geduld mit den Deutschen erfordert – dem Projekt mehr hilft, als ein mit heißer Nadel gestrickter Beschluss, der vor Gericht am Ende wieder einkassiert wird“, sagte der Minister.

urn-newsml-dpa-com-20090101-170901-99-877446-large-4-3Nach den Worten von IHK-Präsidentin Kühn würden nach ihrem Eindruck auch auf deutscher Seite zunehmend die Chancen sichtbar, die die Feste Fehmarnbeltquerung für alle biete. „Die rege Teilnahme an der Delegationsreise zeigt dies sehr eindrücklich“, sagte sie. Laut Kühn und Buchholz werde die Reise zudem auch dafür genutzt, um sich vor Ort über die Digitalisierung bei den nördlichen Nachbarn zu informieren. „Wir lernen gern von denen, die bereits Erfahrungen in Bereichen gemacht haben, in denen man in Skandinavien bereits weiter ist als bei uns“, sagte Buchholz.

FBBC-Vorsitzender Siegbert Eisenach, zugleich Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin, machte deutlich, dass die norddeutsche Wirtschaft im Fehmarnbelt-Projekt große Chancen für die gesamte norddeutsche Region sehe: „Die im FBBC zusammengeschlossenen Wirtschaftskammern und -verbände unterstützen daher die Planungen für Nordeuropas größtes Infrastrukturprojekt. Wir sehen die Verwirklichung des Tunnels durch die Ostsee und seiner Anbindung per Schiene und Straße als wichtigen Schritt, um die wachsenden Metropolregionen Hamburg und Malmö/Kopenhagen näher zueinander zu bringen. Schon jetzt gibt es einen engen Austausch auf verschiedenen Ebenen und konkrete Projekte, die das Zusammenwachsen Dänemarks, Deutschlands und Schwedens befördern“, so Eisenach.

LandratSager„Die Fehmarnbelt Days sind eine hervorragende Möglichkeit zum Aufbau neuer und zur Festigung bestehender Kontakte sowie für den Austausch mit verschiedenen Akteuren aus Dänemark, Schweden und Norddeutschland. Für das Fehmarnbelt-Komitee ist es zugleich eine gut geeignete Plattform, um uns als wichtigen Kooperationspartner in der Region zu positionieren und unsere aktive Rolle im regionalen Entwicklungsprozess zu verdeutlichen“, sagte Sager, der zugleich Vorsitzender des Fehmarnbelt-Komitees ist.

Um die Entwicklungen entlang der 50 Kilometer langen Fehmarnbelt-Achse südlich von Kopenhagen zu beleuchten, wird die Delegation am Sonntag unter anderem den Logistikstandort Køge südlich der dänischen Hauptstadt besuchen. Henrik Christensen, Technischer Direktor der dänischen Projektgesellschaft Femern A/S, wird die Teilnehmer zudem beim Besuch der Öresundbrücke zwischen Malmö und Kopenhagen begleiten und über die bei dem Großprojekt gesammelten Erfahrungen berichten.

Die Delegation startet am Sonntag von Lübeck und wird – nach den Fehmarnbelt Days am 28. und 29. Mai – am Dienstag in Schleswig-Holstein zurück erwartet.

 

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus