Stipvisite bei fünf Unternehmen des Handwerks – die Digitalisierung der Branche hat begonnen

Buchholz nach Handwerks-Tour: Einblicke in eine hochtechnisierte Branche – Freitag konstituiert sich der Mittelstandsbeirat

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Stipvisite beim Kfz-Meister Björn Felder in Bad Oldesloe

Ein Tag, fünf Unternehmen, viele Gespräche: Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz besuchte am Freitag gemeinsam mit Lübecks Handwerkskammer-Präsident Günther Stapelfeldt Betriebe unterschiedlicher Gewerke in Lübeck, Stormarn und im Kreis Plön.

Wie sind Handwerksunternehmen in Schleswig-Holstein aufgestellt? Welche Anliegen haben sie und was wünschen sie sich von der Politik? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der insgesamt fünf Betriebsbesuche, die von der  Handwerkskammer Lübeck organisiert wurden.

„Ich habe dadurch spannende Einblicke in eine vielfältige und zum Teil schon hochtechnisierte Branche bekommen. Unter anderem konnte ich lernen, wie  weit die Digitalisierung beispielsweise schon im Bereich der Fernwerkmechanik vorangeschritten ist“, sagte Buchholz. Nach den Worten von Stapelfeldt wolle die Handwerkskammer mit solchen Betriebstouren vor allem die Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch schaffen.

Buchholz_wimipresseWeiter sagte Buchholz

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Zu den besuchten Unternehmen gehörten die Tischlerei Dohmen & Ardelt aus Bargteheide, Kraftfahrzeugtechnikermeister Paul Felder aus Bad Oldesloe, das Feinwerkmechanikerunternehmen Th. Jürs & Sohn aus Lübeck, die Firma Elektro Stuhr aus Bad Schwartau und die ebenfalls zum Elektrohandwerk gehörende Firma Leitungsbau Nord aus Wankendorf.

Buchholz machte dabei deutlich, dass das Handwerk mit seinen landesweit 31.357 Betrieben, rund 170.000 Beschäftigten und 15.922 Auszubildenden  tragende Säule des Mitelsstands in Schleswig-Holstein sei und darum auch besonders im im Fokus der Regierungspolitik stehe. „Das Handwerk ist eine aktive und dynamische Wirtschaftskraft in unserem Land, die für Können, Verlässlichkeit, Stabilität und Standorttreue steht. Vor allem bietet das Handwerk jungen Menschen eine berufliche Perspektive, angefangen von der Ausbildung bis hin zur Unternehmensgründung oder –nachfolge“, sagte Buchholz.

Er erinnerte daran, dass das Handwerk auch im künftigen Mittlstandsbeirat eine wichtige Rolle spielen wird. Der Beirat konstituiert sich kommenden Freitag.

Und so berichtet der sh:z in sene heutigen Ausgabe über den Besuch:

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Verkehrsminister Buchholz appelliert: kostenlosen Lichttest machen

Die dunkle Jahreszeit beginnt: Buchholz und Kfz-Handwerk raten zum kostenlosen Lichttest

Bjoern Felder erklärt dem Minister den Lichttest_m_Plakette

Verkehrsminister Bernd Buchholz hat die landesweite Verkehrssicherheitsaktion „Lichttest 2017“ von Kfz-Innungen und Landesverkehrswacht eröffnet. Vom 1. bis zum 31. Oktober überprüfen die rund 1.200 Meisterbetriebe im Land kostenlos die Beleuchtungsanlagen an Fahrzeugen. Mit insgesamt 37.740 teilnehmenden Betrieben bundesweit handelt es sich um die größte gemeinsame Verkehrssicherheitsaktion.

TonbildBuchholz sagte dazu

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Tour durch das SH-Handwerk: Buchholz und Stapelfeldt heute zu Gast bei 5 Betrieben

Buchholz besucht heute in Storman, Lübeck und im Kreis Plön fünf Handwerksbetriebe

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Erste Besuchsstation heute: Tischlerei Dohmen & Ardelt in Bargteheide

Mit seinen 31.357 Betrieben, rund 170.000 Mitarbeitern und 15.922 Lehrlingen ist das Handwerk ein wirtschaftliches und gesellschaftliches Schwergewicht in Schleswig-Holstein.  Gemeinsam mit dem Präsidenten der Handwerkskammer zu Lübeck, Günther Stapelfeldt, wird Wirtschaftsminister Bernd Buchholz heute einmal mehr mit der Branche auf Tuchfühlung gehen und fünf verschiedene Betriebe in Bargteheide, Bad Oldesloe, Lübeck, Bad Schwartau und Wankendorf besuchen.

Für die presseöffentliche Betriebstour stehen heute folgende Termine auf dem Programm:

  • 9.00 Uhr, Tischlerei Dohmen & Ardelt GmbH & Co. KG, Lise-Meitner-Str. 1, 22941 Bargteheide www.dohmen-ardelt.de
  • 10.15 Uhr, Kfz-Betrieb Paul Felder GmbH, Emma-Ihrer-Str. 14, 23843 Bad Oldesloe, www.kfz-felder.de
  • 11.45 Uhr  Th. Jürs & Sohn GmbH & Co (Feinwerkmechanik), Schwartauer Landstr. 77, 23554 Lübeck, www.juersundsohn.de
  • 13.30 Uhr elektro stuhr gmbH, Langenfelde 18, 23611 Bad Schwartau, www.elektro-stuhr.de
  • 5.15 Uhr Leitungsbau Nord GmbH (Elektrotechnik), Auf dem Bös 5, 24601 Wankendorf, www.lb-nord.de

Buchholz: Sylter Pendler können den Nachmittags-IC weiterhin kostenlos nutzen

Kleine Entspannung auf der Marschbahn – IC-Freigabe wird bis 10. Dezember verlängert

Westerland

Um die Situation auf der Marschbahn-Strecke zwischen Niebüll und Westerland etwas zu entspannen, hat der Verkehrsverbund NAH.SH eine Verlängerung der Freigabe des Intercity „IC 2073“ um 15:26 ab Westerland erreicht. Das gab Verkehrsminister Bernd Buchholz am Abend am Rande einer Posiumsdiskussion des sh:z in Büdelsdorf bekannt, an der unter anderem auch der Sylter Tourismus-Chef Peter Douven teilnahm.

Wie Buchholz sagte, hätte die bestehende IC-Freigabe eigentlich zum Wochenende auslaufen sollen. Angesichts der erneuten technischen Probleme mit den Zügen auf der Strecke gilt das Angebot für Fahrgäste mit Zeitkarten des Schleswig-Holstein-Tarifs nun bis zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember. Die Freigabe gilt wie bisher montags bis freitags bis einschließlich Husum. Die Züge halten auch in Klanxbüll.

Weiter kündigte Buchholz an, dass der DB Regio ab dem 6. Oktober für zunächst einen Monat ein zusätzlicher Zug mit sieben Waggons zur Verfügung steht, der vom Unternehmen BTE (BahnTouristikExpress) angemietet wird. „Uns ist klar, dass dies angesichts der Probleme auf der Strecke nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist – aber beide Angebote schaffen zumindest ein wenig Entlastung“, so der Minister.

Wörtlich sagte Buchholz (Audiopfeil klicken)

Diskussion
Diskussionsrunde im sh:z-Druckzentrum zu Wirtschafts- und Verkehrsthemen: Moderator Jürgen Muhl (Mitte) mit Buchholz, Brunsbüttels Hafenchef Frank Schnabel, UV-Nord-Chef Fröhlich, Unternehmer Carsten Tiedje, VR-Vorstand Schäfer und Sylts Tourismuschef Peter Douven (von rechts).     Foto: Dewanger

Ministerpräsident Günther und Buchholz ziehen positives Fazit der Dänemark-Reise

Buchholz beendet Dänemark-Besuch mit Stipvisite bei Danfoss in Kopenhagen

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Jorgen Mads Clausen (Mitte) – Danfoss-Chef mit Buchholz und Kim Graugaard vom dänischen Industrieverband.

Mit einem Besuch bei dem dänischen Unternehmer Mads Clausen von Danfoss ging heute Nachmittag für Wirtschaftsminister Bernd Buchholz sein Part am Dänemark-Besuch von Ministerpräsident Daniel Günther zuende. Dabei standen nach den Worten des Ministers vor allem Energie-Themen im Mittelpunkt, bei denen sowohl Clausen als auch Buchholz großes Potenzial für gemeinsame Projekte beider Länder sehen. Am Abend zuvor hatte Buchholz außerdem noch die Chefs der dänischen Projektgesellschaft Femern A/S, Claus Dynesen und Claus Baunkjaer in Kopenhagen getroffen.

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Buchholz zog anschließend folgendes Fazit beider Treffen

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Ministerpräsident Daniel Günther zog unterdessen ebenfalls ein positives Fazit seines dreitägigen Staatsbesuchs. Es sei sehr viel Konkretes besprochen worden, sagte er der Deutschen-Presse-Agentur. Am Vortag hatte der Ministerpräsident in Gesprächen mit dem dänischen Regierungschef Lars Løkke Rasmussen und dem dänischen Transportminister Ole Birk Olesen angekündigt, auf den schnellstmöglichen sechsspurigen Ausbau der Autobahn 7 vom Bordesholmer Dreieck bis an die dänische Grenze zu dringen. Zudem versicherte er, dass alles getan werde, damit das Projekt feste Fehmarnbeltquerung zügig voranschreite. Gdemeinsam mit Buchholz bekräftigte Günther die Absicht, Mitte 2018 einen Planfeststellungsbeschluss vorlegen und 2020 mit dem Bau der Hinterlandanbindung beginnen zu wollen.

Maut um Maut: Olesen sieht Pläne der Dänen noch nicht in Stein gemeißelt

Dänemarks Minister Olesen: Dänische Mautpläne stehen und fallen mit der deutschen Pkw-Maut

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SH-Ministerpräsident Günther beim Pressegespräch mit Dänemarks Verkehrsminister Ole Birk Olesen und SH-Verkehrsminister Bernd Buchholz

Der dänische Verkehrsminister Ole Birk Olesen hat im Gespräch mit seinem Amtskollegen Bernd Buchholz eingeräumt, dass die Maut-Pläne der Dänen vor allem eine Folge der deutschen Maut-Einführung seien. Wie Buchholz nach dem heutigen Treffen im Rahmen des Kopenhagen-Besuchs von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sagte, würden die Dänen auf die Einführung der Pkw-Maut durchaus verzichten, wenn auch in Deutschland von dem bereits beschlossenen Gesetz Abstand genommen werden würde.

Im Mittelpunkt des Besuchs standen allerdings vor allem gemeinsame Infrastrukturprojekte – insbesondere der geplante Bau des Fehmarnbelttunnels. Beide Seiten versicherten dabei erneut ihre Entschlossenheit zur Realisierung des Vorhabens und bestätigten das Ziel, im Sommer 2018 den Planfeststellungsbeschluss für das Sieben-Milliarden-Projekt vorzulegen. Am Vortag hatte der EU-Koordinator für die Transeuropäischen Netze, Pat Cox, bei einem Treffen mit Buchholz und EU-Parlamentariern in Brüssel erklärt, dass die EU für die vorgesehenen 1,7 Milliarden Euro an TEN-Fördermitteln keine reine Stichtagsbetrachtung vornehmen würden siehe hier

Buchholz_TonZu seinem Treffen mit Olesen sagte Buchholz

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Am Abend wird sich Buchholz noch mit den Chefs der dänischen Projektgesellschaft Femern A/S, Claus Dynesen und Claus Baunkjaer in Kopenhagen treffen.

Ministerpräsident Daniel Günther war unterdessen von der dänischen Königin Margrethe II. zu einer Privataudienz empfangen worden. «Es war sehr spannend, die dänische Königin zu treffen», sagte er nach der knapp halbstündigen Begebung in Schloss Amalienborg. Es habe eine sehr angenehme Atmosphäre geherrscht, «es war nicht stocksteif». Gesprochen wurde unter anderem über die Beziehungen zwischen Deutschland und Dänemark, die verwandtschaftlichen Beziehungen der Königin nach Deutschland sowie Martin Luther. Es sei ein tolles Gespräch gewesen, «irgendwie traurig, dass es dann zu Ende war. Aber wir haben ja beide noch Termine», sagte Günther.

Zuvor hatte der Ministerpräsident, der im Nachbarland seinen Antrittsbesuch absolvierte, ein Gespräch mit dem dänischen Regierungschef Lars Løkke Rasmussen. Beide Politiker bekannten sich darin zur guten Zusammenarbeit zwischen den Nachbarländern und betonten, die Kontinuität in der Minderheitenpolitik fortzuführen. «Es war ein sehr angenehmen Gespräch», sagte Günther nach dem Treffen mit Rasmussen. Es sei vereinbart worden, bei den wichtigen Themen, wie der Verkehrspolitik, aber auch in den Bereichen Gesundheit und Bildung den Austausch vorantreiben zu wollen.

 

Wieder Ausfälle und Ärger auf der Marschbahn – DB hofft auf Besserung ab Freitag

Kaum sind die Kupplungen repariert, machen nun die Züge Probleme auf der Marschbahn

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Wegen defekter Lokomotiven müssen sich Reisende auf der Marschbahnstrecke zwischen Hamburg und Sylt am Donnerstag auf einen Zugwechsel einstellen. Reisende müssen an diesem Tag in Elmshorn in einen der Züge aus Flensburg oder Kiel umsteigen, wie ein Bahnsprecher am Mittwoch sagte. Auf diese Weise will die Bahn verhindern, dass es auf der Strecke erneut zu ganzen Verbindungsausfällen kommt.

Am Dienstag waren zwölf  und am Mittwoch sogar 14 Verbindungen ausgefallen. Grund seien Lokomotiven, die Öl verlieren beziehungsweise deren Rußpartikelfilter verstopft sind, sagte der Bahnsprecher. Aktuell seien 8 von 15 Loks deshalb in der Werkstatt. Das führt derzeit zu Verspätungen und Ausfällen.

«Derzeit versuchen wir auf allen Kanälen zusätzliche Loks zu bekommen», sagte der Bahnsprecher. Für die defekten Einheiten würden auch Werkstattkapazitäten in Hannover genutzt. Die Bahn hatten den Betrieb und die Wagen auf der rund 240 Kilometer langen Strecke im Dezember von der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) übernommen.

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Im Gespräch mit RSH-Reporter Andreas Otto sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz am Rande seiner Kopenhagen-Reise zu der Situation

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Pat Cox: Beltquerung zu bedeutend für strikte Auslegung der „take it – or loose it“-Regel

EU-Koordinator sieht zeitlichen Spielraum für Belttunnel-Fördermittel – Buchholz: Gutes Signal für beide Länder.

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Trafen sich heute in Brüssel: TEN-Koordinator Pat Cox und SH-Verkehrsminister Buchholz

Gute Nachricht aus Brüssel am Rande des Besuchs von Ministerpräsident Daniel Günther in Kopenhagen: Der EU-Koordinator für das Fehmarnbelt-Projekt, Pat Cox, sieht selbst bei langwierigen Klageverfahren gegen die Feste Fehmarnbeltquerung kaum eine Gefahr, dass EU-Fördergelder für das Projekt verfallen könnten. Bei einer Veranstaltung mit EU-Parlamentariern und Verkehrsminister Bernd Buchholz heute in Brüssel machte der ehemalige EU-Parlamentspräsident deutlich, dass das Vorhaben für Europa zu bedeutend sei, um die so genannte „take it or loose it“-Regel strikt anzuwenden. Nach diesem Grundsatz verfallen EU-Fördergelder, wenn sie bis zu einem bestimmten Stichtag nicht abgerufen werden. Nach den Worten von Cox werde er sich bei der EU-Kommission dafür einsetzen, dass es für dieses wichtige TEN-Projekt (Transeuropäische Netze) einen großzügigen zeitlichen Puffer geben werde.

„Das ist eine enorm wichtige Aussage für die deutsche wie für die dänische Seite“, sagte Buchholz mit Blick auf die absehbaren Klagen und die insgesamt 12.600 Einwendungen gegen die Beltquerung. Buchholz stößt morgen zur Delegation von Daniel Günther in Kopenhagen dazu.

Wörtlich sagte Buchholz nach seinem Brüssel-Besuch  (Audiopfeil klicken)

Bei dem Treffen in Brüssel hatte Buchholz den EU-Abgeordneten im Europaparlament die Entschlossenheit der Landesregierung versichert, den Tunnel zwischen Puttgarten und Rodby zu bauen und das Planfeststellungsverfahren mit Sorgfalt und Hochdruck voranzutreiben.

Die insgesamt rund sieben Milliarden Euro teure Beltquerung soll mit rund 1,7 Milliarden Euro aus so genannten TEN-Mitteln (Transeuropäische Netze) der EU gefördert werden.

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So soll der Absenktunnel unter dem Fehmarnbelt aussehen

Unterdessen hat das dänische „Oxford Research“-Institut eine neue Studie vorgelegt, in der die wirtschaftlichen Pozenziale der Querung für den gesamten europäischen Raum durchleuchtet werden. Danach bietet der Tunnel vor allem die Möglichkeit, sich von einem Transportkorridor zur Entwicklung einer grenzüberschreitenden Region mit einem zunehmend komplementären Arbeitsmarkt sowie einer engen Zusammenarbeit in Forschung und Lehre zu entwickeln. Dabei könnten Unternehmen hochqualifizierte Arbeitskräfte aus dem gesamten Korridor rekrutieren und die Menschen hätten einen Anreiz, zu pendeln, um einen neuen Job oder einen entsprechenden Ausbildungsplatz  zu finden, schreiben dien Autoren.

Weiter heißt es: Die durch den Tunnel verbundenen Regionen werden mit den führenden Innovationszentren Europas wie etwa dem Großraum London, Paris und Amsterdam vergleichbar sein. Derzeit könnten weder Hamburg noch Kopenhagen in dieser Kategorie konkurrieren.

Die vollständige Expertise hier: Staircase to Growth

Die Wirtschaft im echten Norden ist im ersten Halbjahr weiter gewachsen

Buchholz zufrieden mit Wirtschaftswachstum seit Januar – Bauwirtschaft weiter am Anschlag

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Das verarbeitende Gewerbe hat im ersten Halbjahr kräftig aufgeholt

Schleswig-Holsteins Wirtschaft ist im ersten Halbjahr 2017 weiter gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt, die Summe aller erzeugten Güter und Dienstleistungen, stieg – verglichen mit dem Vorjahreszeitraum – um nominal 3,2 Prozent. Der reale Anstieg, bereinigt um Preisveränderungen, betrug 1,7 Prozent, wie das Statistikamt Nord heute mitteilte. Damit liegt Schleswig-Holstein unter dem Bundesdurchschnitt von 2,0 Prozent. Sieben der 16 Bundesländer verzeichneten ein höheres Wachstum als Schleswig-Holstein. Die Zahlen beruhen auf vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder.

Einen starken Anstieg verbuchte das Baugewerbe. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz sagte, die Branche arbeite weiterhin am Anschlag und nutze die dauerhaft hohe Auftragslage allmählich auch für Kapazitätserweiterungen. Negativ habe sich für den Energiesektor die länger als geplant andauernde Abschaltung des AKW Brokdorf ausgewirkt. Es sei nahezu das ganze erste Halbjahr in Revision gewesen. «Diese Lücke konnte der ansonsten erfreuliche Zuwachs im Bereich der Erneuerbaren Energien nicht kompensieren.»

Sehr zufrieden zeigte sich der Minister mit dem verarbeitenden Gewerbe: Trotz Einbußen bei einigen Großunternehmen wie Senvion oder Prinovis sei die Wertschöpfung um fast 5 Prozent gestiegen – und damit stärker als im Bundesdurchschnitt. Stabilisiert habe sich nach dem Russland-Embargo das Ernährungsgewerbe. Es habe sich neue Märkte erschlossen.

Die Würfel sind gefallen: Das sind die Sieger des Startup-Summercamp

Schleswiger „Protonauten“ gewinnen ersten SH-Startup-Wettbwerb – Buchholz: Mutmacher für die Gründerszene

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Gewinner Jonas Stamm mit Kerstin Ehlers – Vize-Abteilungsleiterin im Wirtschaftsministerium

Das von dem Schleswiger Jonas Stamm gegründete StartUp „Protonaut“ ist am Abend in Kiel mit dem ersten Preis des landesweit ersten StartUp-Summercamp ausgezeichnet worden. Der 25-jährige Programmierer und sein Team setzten sich in einem einwöchigen Wettbewerbs-Camp im Rahmen der Digitalen Woche in Kiel gegen acht Mitbewerber durch. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz gratulierte den Jungunternehmern: „Das ist nicht nur eine stolze Leistung, sondern vor allem ein riesiges Mutmacher-Signal an unsere lebendige Gründerszene im Land.“

Ansicht_Buchholz_088Buchholz sagte nach der Siegerehrung

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Stamm und sein Team erhielten von Kerstin Ehlers, Abteilungsleiterin im Wirtschaftsministerium, 7000 Euro Preisgeld für die Entwicklung einer Cloud-Lösung für Bauunternehmen zur Vorplanung, Zeiterfassung, Abrechnung und Verwaltung von Mitarbeitern und Bauvorhaben.

Unsere Kollegin Sonja Kubovcsik sprach mit Stamm nach der Preisverleihung:

Den mit 5000 Euro dotierten zweiten Preis erhielt das Münchner Startup „Crashtest Security“ für ein Cybersicherheits-Paket, das mittels künstlicher Intelligenz kritische Sicherheitslücken in Echtzeit findet. Den dritten Preis (3000 Euro) holte sich das aus Ludwigshafen stammende Jungunternehmen „Pododesk“ für die Entwicklung einer innovativen Cloudanwendung zur Verwaltung von Praxen der Heilhilfsberufe.

Minister Buchholz lud das Protonaut-Team ein, ihm bei nächster Gelegenheit das Geschäftskonzept ausführlich zu präsentieren Er danke zugleich Microsoft Deutschland, das den Wettbewerb des Landes vor allem personell und mit Know how unterstützt hatte.

Die insgesamt neun angetretenen Startup‘s hatten in dem Camp eine Woche lang die Möglichkeit, intensiv mit Profis an ihrer Geschäftsidee zu arbeiten. Nach den Worten von Buchholz bewegten sich alle softwarebasierten Konzepte auf dem Boden der schleswig-holsteinischen Stärkefelder – etwa im Bereich Energie, maritimen Wirtschaft, Gesundheitswirtschaft, Medizintechnik, Pharma, Biotechnologie oder eGovernment.

Nach den Worten des Ministers sollen die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Wettbewerb dazu genutzt werden, „in Schleswig-Holstein künftig dauerhaft und professionell junge Gründer zu begleiten. Seit Beginn dieses Jahres stehen den Netzwerkpartnern für die Umsetzung von gründungsunterstützenden Projekten 6,9 Millionen Euro aus dem Landesprogramm Wirtschaft zur Verfügung.

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Gruppenbild mit allen Teilnehmern, die eine Woche lang im Wissenschaftszentrum an ihren Geschäftsideen feilten

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus