ÖPNV in SH verzeichnet gegen den Bundestrend wachsende Nachfrage – Note 2,7 bei Zufriedenheit mit Zugverkehr
Buchholz und DB-Regio-Chef Torsten Reh bei der Vorstellung des neuen Bombardier-Zugs, der zum Jahresende im Netz Mitte für schnellere Verbindungen und mehrv Komfort sorgen soll.
Der Anteil des Nahverkehrs bei der Verkehrsmittelwahl sei 2016 mit 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (7,1 Prozent) deutlich gestiegen, teilten Verkehrsminister Bernd Buchholz und NAH.SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers heute in Kiel mit. Beide stellten die Jahresbilanz und ein repräsentative Marktstudie vor. Die Pünktlichkeit der Nahverkehrszüge stieg demnach im Schnitt auf 91,4 Prozent (Vorjahr 90,6 Prozent). Für das Zugangebot vergaben die Befragten im Schnitt die Schulnote 2,7, für das Busangebot eine 2,9 – beides wie im Vorjahr. «Die Zahlen sind erfreulich und zeigen, dass der Nahverkehr im Land auf einem guten Weg ist. Es bleibt aber noch viel zu tun», sagte Buchholz.
Im Gespräch mit RSH-Reporter Andreas Otto sagte Buchholz weiter
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Die Nachfrage im Bahnverkehr stieg nach der Analyse um rund drei Prozent auf 1,8 Milliarden Personenkilometer. Besonders stark entwickelte sich der Abschnitt zwischen Pinneberg und Hamburg mit 10 Prozent mehr Fahrgästen (ohne S-Bahn) sowie der Abschnitt Hamburg-Aumühle (plus 11 Prozent) und Aumühle-Büchen (plus 10 Prozent).
Eine deutliche größere Nachfrage erwarten Land und NAH.SH, wenn ab Ende des Jahres auf den Regionalexpress-Linien Kiel-Hamburg und Flensburg-Hamburg die neuen Züge vollständig im Einsatz sind. Der Hersteller Bombardier sollte diese ursprünglich im Jahr 2014 an DB Regio liefern, verschob den Liefertermin dann aber auf 2017. Der vorgesehene Betrieb und kürzere Fahrzeiten ließen sich deshalb erst zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember vollständig umsetzen, hieß es.
Buchholz: Milliarden-Korvetten-Auftrag gibt Industriestandort SH erheblichen Rückenwind
Wirtschaftsminister Bernd Buchholz sieht in der Entscheidung der Bundeswehr, fünf weitere Korvetten bis 2025 bei norddeutschen Werften in Auftrag zu geben, einen großen Schritt für den Industriestandort Schleswig-Holstein: «Die Tatsache, dass nun neben den Werften tkms und Lürssen auch die in Kiel und Rendsburg ansässige Werft German Naval Yards zum Zuge kommt, verschafft diesem wichtigen Industriezweig einen großen Puffer und sichert vor allem Arbeitsplätze», so Buchholz. Der Vertrag war am Vorabend unterzeichnet worden, teilte das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) mit.
«Wir versetzen die Deutsche Marine in die Lage, ihre gestiegenen Verpflichtungen innerhalb des Bündnisses mit Booten, die sich in zahlreichen Einsätzen bestens bewährt haben, zu erfüllen», ergänzte der Vizepräsident des BAAINBw, Armin Schmidt-Franke. Die nun bestellten Schiffe sollen ab 2022 ausgeliefert werden. Insgesamt hat der Vertrag ein Finanzvolumen von knapp zwei Milliarden Euro. Die Marine benötigt die Schiffe wegen zahlreicher neuer Aufgaben, die mit der vorhandenen Flotte nicht mehr bewältigt werden können.
Der Auftrag war zunächst ohne öffentliche Ausschreibung an das Konsortium Arge K130 der Werften Lürssen und Thyssen Krupp Marine Systems gegangen, die bereits fünf Korvetten gebaut haben. German Naval Yards Kiel hatte dagegen Einspruch erhoben und wurde daraufhin am Bau der fünf neuen Korvetten beteiligt. Das Kartellamt gab im Juli grünes Licht für die Beteiligung der Werft.
Korvetten sind kleiner und wendiger als Fregatten und vor allem für den Einsatz in sogenannten Randmeeren und Küstengewässern geeignet – also etwa in der Ostsee. Die Marine verfügt bereits über fünf Korvetten des Typs K 130. Dieser Typ soll nun nachbestellt werden. German Naval Yards wird als Arbeitspakete unter anderem Stahlbauaufträge erhalten.
Rader Hochbrücke wird sechsspurig +++ Bund finanziert +++ DEGES baut +++ Buchholz: guter Tag für SH
Der Ersatzbau für die marode Rader Hochbrücke im Zuge der A7 über den Nord-Ostsee-Kanal wird nun doch sechsspurig. Nach mehreren Treffen mit dem Parlamentarischen Verkehrsstaatssekretär beim Bund, Enak Ferlemann, bekam Verkehrsminister Bernd Buchholz am Abend grünes Licht aus Berlin. «Das ist eine tolle Nachricht für Schleswig-Holstein,» sagte Buchholz. Klar sei, dass der Zeitplan gehalten werde. Denn: Die jetzige Rader Brücke hält nur noch bis 2026 – bis dahin muss die erste von zwei geplanten Zwillingsbrücken in Rade bei Rendsburg stehen. Die Kosten wurden bislang auf rund 290 Millionen Euro geschätzt.
Buchholzsagte im Gespräch mit RSH-Reporter Andreas Otto
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Damit habe er Erfolg mit seinem Vorstoß in Berlin für einen sechsspurigen Ausbau gehabt.
Wie Buchholz weiter sagte, habe er bei seinen Besuchen in Berlin versucht klarzumachen, wie wichtig die sechs Spuren seien, damit kein Nadelöhr entstehe. Bisher waren für die künftige Rader Hochbrücke vier Spuren plus Standstreifen vorgesehen.
«Das Bundesverkehrsministerium hat sich nach vielen Gesprächen umstimmen lassen», sagte auch der schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann (CDU). Brackmann ist als Haushaltspolitiker für den Verkehrsetat zuständig. Das Land werde jetzt angewiesen, für die weiteren Planungen der Rader Hochbrücke einen sechsstreifigen Regelquerschnitt zugrundezulegen.
Nach Angaben von Buchholz und Brackmann hat vor allem das Argument durchgeschlagen, dass nicht nur starr auf die Verkehrszahlen, sondern auch auf die Qualität und die Sicherheit geachtet werden müsse. Eine vierspurige Brücke mit einem verbreiterten Standstreifen, den man im Bedarfsfall zu einer eigenen Spur umfunktioniert hätte, wäre dem nicht gerecht geworden.
Die Belastung der zu ersetzenden maroden Rader Brücke war zuletzt schon von täglich 42 500 Fahrzeugen im Jahr 2010 auf 54 200 im Jahr 2015 gestiegen. Damit wurde bereits die für 2030 prognostizierte Zahl erreicht.
Mit Veröffentlichung der Ergebnisse der Straßenverkehrszählung 2015 Anfang des Jahres 2017 war laut Buchholz deutlich geworden, dass die Diskussion um einen zukunftsfähigen Querschnitt erneut geführt werden musste. Mit dem in 2015 festgestellten Verkehrsaufkommen auf dem Abschnitt der A7 zwischen der Anschlussstelle Büdelsdorf und dem Autobahnkreuz Rendsburg in Höhe von rund 54.000 Fahrzeugen pro Tag wäre die im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung für 2030 prognostizierte Verkehrsbelastung in Höhe von 54.000 Autos am Tag bereits erreicht gewesen.
In einem Verkehrsgutachten wurde unter Berücksichtigung der aktuellen Zahlen die Prognoseberechnung für 2030 aktualisiert. Die neue Berechnung hat eine Verkehrsbelastung von 61.900 Kfz/24 h für 2030 ergeben. Diskutiert wurde dabei sehr intensiv mit dem Bund, welchen Einfluss die Kanaltunnelarbeiten Rendsburg haben. Gemäß den geltenden Richtlinien für die Festlegung von Querschnitten befindet man sich mit dieser Verkehrsbelastung im Grenzbereich zwischen einem 4-streifigen Autobahnquerschnitt und einem 6-streifigen Querschnitt.
„Seitens meines Hauses und der Planungsgesellschaft DEGES , die seit Anfang 2015 mit der Planung eines Ersatzbauwerkes für die Rader Hochbrücke betraut ist, ist ein sechsstreifiger Querschnitt befürwortet worden, um eine ausreichende Leistungsfähigkeit der Brücke garantieren zu könne“, so Buchholz.
Im Hinblick auf die Gestaltung des Genehmigungsverfahrens soll es kurzfristig einen Abstimmungstermin mit der zuständigen Planfeststellungsbehörde geben.
Nord-Länder fordern vor Start der „Husum Wind“ Deckel für Ausbau der Offshore-Windenergie
Die Wirtschaftsminister und Senatoren der norddeutschen Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen haben heute in Cuxhaven gemeinsam mit Vertretern der Offshore-Städte sowie der Branche den Cuxhavener Appel 2.0 unterzeichnet.
In dem 11 Punkte-Papier fordern die Unterzeichner die Bundesregierung auf, die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Offshore-Windbranche zu verbessern. Bereits mit dem ersten gemeinsamen Appell im August 2013 war die politische Diskussion über die Entwicklung der Offshore-Windenergie in Deutschland maßgeblich gestaltet worden. Seitdem hat die Offshore-Windenergie erfreuliche Fortschritte gemacht. So haben die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde im Mai dieses Jahres die Wettbewerbsfähigkeit der Offshore-Windenergie eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit dem Cuxhavener Appell 2.0 werden die aktuellen Herausforderungen für eine kontinuierliche Entwicklung der Offshore-Windenergie in Deutschland benannt. Initiator des Cuxhavener Appells 2.0 ist Niedersachsen.
Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz sagte mit Blick auf die Zukunft der Offshore-Windenergie (Startpfeil klicken)
Nach den Worten von SH-Wirtschaftsminister Bernd Buchholz will Schleswig-Holstein die Perspektiven der Offshore-Windenergie verstärkt für die wirtschaftliche Entwicklung des Lands nutzen. „Auf diesem Weg werden wir unsere Häfen und die Unternehmen unterstützen, ihr Leistungsspektrum im Offshore-Windenergiebereich weiterzuentwickeln. Wir setzen uns gegenüber der Bundesregierung vor allem für eine Erhöhung des Ausbaupfades auf mindestens 25 Gigawatt im Jahr 2030“, so der Minister.
Bauhauptgewerbe in SH gut am Wind: Umsatz nähert sich der Milliardenmarke
Mit einem kräftigen Umsatzplus von acht Prozent auf 909 Millionen Euro hat das Bauhauptgewerbe in Schleswig-Holstein im ersten Halbjahr 2017 auf Wachstumskurs gelegen. In den größeren Betrieben des Bauhauptgewerbes stieg die Zahl der Beschäftigten laut Statistikamt Nord im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 um ein Prozent auf 12 900.
Die Auftragseingänge stiegen den Angaben zufolge um sieben Prozent auf eine Milliarde Euro, wobei der stärkste Zuwachs (plus 24 Prozent) beim öffentlichen und Verkehrsbau verzeichnet wurde. Im gewerblichen und industriellen Bau nahm das Volumen der Aufträge um 21 Prozent zu auf 334 Millionen Euro. Dagegen schrumpften die Auftragseingänge im Wohnungsbau um 17 Prozent auf 306 Millionen Euro. Das Statistikamt Nord erfasste für die Auswertung 290 Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigen.
Eltern und Kinder aufgepasst: Die dunkle Jahreszeit kommt – ADAC spendiert Sicherheitswesten
Verkehrsminister Buchholz verteilte heute früh in Mettenhof zusammen mit ADAC-Landeschef Hillebrand die ersten Gratis-Westen an die Kleinsten
Deutschlands größte Schutzaktion für Schulanfänger geht ins siebente Jahr: 760.000 Sicherheitswesten verteilt die ADAC Stiftung zum Schulanfang in diesen Wochen kostenlos an annähernd 16.000 Schulen in Deutschland. Ziel ist es, den Schulweg für die Jüngsten noch sicherer zu machen. In Schleswig-Holstein erhalten in diesen Tagen 23.705 Kinder an 493 Schulen die bunten Westen. Der schleswig-holsteinische ADAC-Vorsitzende Ulrich Gerhard Hillebrand und Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz übergaben heute die ersten Westen für die Stiftung an der Schule am Heidenberger Teich in Kiel-Mettenhof.
Und das ist auch notwendig, denn die Unfallzahlen im echten Norden sind nach wie vor alarmierend: „Schleswig-Holstein hat auf 100.000 Verkehrsteilnehmer gerechnet den höchsten Anteil an verunfallten Kindern aller Bundesländer“, mahnte Hillebrand. Das sei zum Teil auch der Tatsache geschuldet, dass das Land touristisch gerade von einem Rekord zum nächsten eile und mit der Zahl der Touristen auch die Verkehre anstiegen. Und auch wenn im Jahr 2016 3,6 Prozent weniger Kinder verunglückt seien als im Vorjahr – ein Grund zur Entwarnung sei das keineswegs.
„Denn gleichzeitig ist die Zahl der Unfälle mit Beteiligung von Kindern um 6,9 Prozent gestiegen. 1.337 Kinder wurden dabei verletzt, zwei verloren ihr Leben“, so Hillebrand weiter. „Kinder verunglücken im Herbst deutlich häufiger als im Sommer.“ Darüber hinaus zeige ein Blick in die Statistik, dass die Unfallhäufigkeit morgens, am Mittag und noch einmal in den frühen Abendstunden zunimmt – genau die Zeiten, zu denen Kinder zur Schule gehen, nach Hause kommen oder vom Spielen heimlaufen.
Heute noch nichts vor? LBV-SH lädt zum „offenen Denkmal“ in die Autobahnmeisterei bad Oldesloe
Anlässlich des heutigen „Tags des offenen Denkmals“ öffnet auch die denkmalgeschützte Autobahnmeisterei Bad Oldesloe ihre Türen für die Öffentlichkeit. In diesem Jahr lautet das bundesweite Motto „Macht und Pracht“. Nach den Worten von Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und dem Chef des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), Torsten Conradt, zählt die heutige Autobahnmeisterei zur ersten Generation von Meistereien an fertigen Autobahnen in Deutschland. Das historische Gebäude wurde bereits 1937 zur Inbetriebnahme der Autobahn Hamburg – Lübeck in Betrieb genommen. Im Jahr 2011 hat das Landesamt für Denkmalpflege den Denkmalschutz der Anlage dokumentiert.
Das Museum der Meisterei
Laut Conradt war in den Jahren 2011 und 2012 eine umfangreiche Restaurierung der Gesamtanlage vorgenommen worden. Seither befindet sich auch ein kleines Straßenmuseum in der Meisterei, das seit 1979 durch die Sammlung von Handwerkszeug und Geräten der Straßenunterhaltung aufgebaut wurde. „Hier wird also buchstäblich ein wichtiges Stück Straßenbaugeschichte von Schleswig-Holstein lebendig“, sagt Buchholz. Zugleich appellierte er auch an Schülerinnen und Schüler und angehende Studenten, sich bei der Gelenheit über die facettenreiche Berufe rund um den Straßenbau zu informieren. „Die Straßenbauverwaltung ist ein vielseitiger, attraktiver und familienfreundlicher Arbeitgeber“, so der Minister.
In der Zeit des Nationalsozialismus betreute die Meisterei mit 20 Mitarbeitern knapp 58 Kilometer Beton-Autobahn mit sechs Anschlussstellen in Stapelfeld, Ahrensburg, Bargteheide, Bad Oldesloe, Wesenberg und Lübeck. Heute werden mit 27 Mitarbeitern knapp 110 Kilometer Autobahn, drei Autobahnkreuze, ein Autobahndreieck, drei Rastanlagen, neun Rastplätze, zwei Tunnel und 15 Anschluss-Stellen betreut.
Folgendes Programm ist heute von 11 bis 16 Uhr in der Meisterei (Steinkamp 5; 23843 Bad Oldesloe) vorgesehen:
Führungen: Freigelände und Museumsführungen „Arbeitsgeräte im Wandel der Zeit“
Ausstellungen: Grünpflege mit Geräten, Baumkletterer, Holzschnitzarbeiten mit Motorsäge, Winterdienst (Fahrzeuge und Geräteen), Info Stand des LBV-SH; Ölspurbeseitigung; Bankettfräsarbeiten; Deutscher Straßendienst mit Brückenbesichtigungswagen; Historische Fahrzeuge, Motorräder und Baumaschinen
Vorführungen: Patientengerechte Rettung aus Unfallfahrzeug mit Schere und Spreitzer durch die Feuerwehr; Polizei mit Videofahrzeug; Rettungswagen; Rettungshundestaffel sowie kleine Spielangebote für Kinder
Essen: je nach Wetter Grill oder Erbsensuppe, Eiswagen, Getränke.
Buchholz zufrieden mit Bahnangebot Kiel-Oppendorf – Gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis für „Hein Schönberg“
Buchholz mit DB-Regio-Vorstand Torsten Reh bei der Testfahrt
Zum Ende der ersten Betriebswoche hat Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz heute das neue Bahnangebot zwischen Kiel und Oppendorf getestet. Gemeinsam mit der Plöner Landrätin Stephanie Ladwig und Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer machte sich Buchholz selbst ein Bild der 8,5 Kilometer langen Strecke. Während der Fahrt gab es auch Gelegenheit zum Gespräch mit vielen kommunalen Vertretern aus der Region.
Buchholz: „Es beeindruckt mich, wie positiv das neue Angebot in Kiel und in der Region aufgenommen wird. Der Kieler Osten profitiert von der neuen Bahn, die Probstei bekommt dann ab 2020 den neuen ,Hein Schönberg‘. Und ich hoffe sehr, dass er von Pendlern wie Touristen so gut nachgefragt wird, dass er wirtschaftlich unterwegs ist und der ganzen Region neue Entwicklungsimpulse geben wird.“
Weiter sagte Buchholz
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Auch Ladwig ist zufrieden: „Bisher fährt die Bahn noch nicht ganz in die Probstei, aber auch in Oppendorf werden sicher schon viele Schönkirchener einsteigen. Für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Plön wird diese wichtige Infrastrukturmaßnahme eine Aufwertung des Öffentlichen Personennahverkehrs sein. Mit einem klugen Bahn-Bus-Konzept, das wir mit dem Land auf den Weg bringen, sorgen wir für eine gute Anbindung zwischen den Gemeinden des Kreises Plön und der Stadt Kiel.“
Kämpfer ergänzt: „Für Kiel ist das schon jetzt ein tolles Angebot. Richtig rund wird es, wenn die Züge dann direkt bis zum Strand fahren. Ein wirklich gutes Angebot auch für erholungsuchende Kielerinnen und Kieler! Insgesamt ist der Ausbau des Schienennahverkehrs eine wichtige Säule zukünftiger Mobilität in Kiel und der Kiel Region.“
Buchholz dankte AKN-Vorstand Wolfgang Seyb für die bisherige Planung und für die gute Umsetzung der neuen Bahnstationen im NAH.SH-Design. DB-Regio-Chef Torsten Reh wünschte er viel Erfolg und gutes Gelingen für den Betrieb: „Die Menschen in der Region waren lange von der Bahn entwöhnt. Jetzt liegt es an Ihnen, sie mit einem guten und verlässlichen Angebot zu gewinnen.“
Mehr zum Nahverkehr in Schleswig-Holstein gibt es unter: www.nah.sh
Buchholz mit Amtskollegen aus NRW und Rheinland-Pfalz vor der Bundespressekonferenz
FDP-Wirtschaftsminister Wissung (Rheinland-Pfalz); Pinkwart (NRW) und Buchholz
Die FDP-Wirtschaftsminister aus drei Bundesländern haben sich für eine Stärkung von Firmengründungen sowie des Mittelstandes in Deutschland ausgesprochen. Die Ressortschefs aus Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen forderten heute in Berlin zudem eine Beteiligung des Bundes an der beruflichen Bildung zum Abbau des Fachkräftemangels sowie zusätzliche Milliarden für Investitionen in die Infrastruktur.
Wie Buchholz sagte, wolle er – ebenso wie seine beiden Kollegen – die Investitionen des Bundes in die Verkehrsinfrastruktur erhöhen, um vor allem die jahrelange Unterfinanzierung zu beenden. „Der Bund muss deutlich mehr Mittel für Verkehrswege bereitstellen. Und das nicht nur für Bundesautobahnen oder -fernstraßen, sondern auch für den schienengebundenen ÖPNV. Wir wollen zudem, dass der Bund in den nächsten 20 Jahren jeweils zwei Milliarden Euro in einen Fonds zur Sanierung der Verkehrsinfrastruktur einzahlt. Denn Kommunen und Länder können den Sanierungsstau bei ihren Verkehrswegen nicht allein beheben“, so der Minister
Buchholz erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass die Jamaika-Kooalition in Kiel gerade die Weichen für eine Aufstockung der Mittel beim Landesstraßenbau gestellt habe. „Wir werden jedes Jahr 90 Millionen Euro in den reinen Erhalt unseres Landesstraßennetzes investieren – im Vergleich zu Investitionen früherer Jahre nahezu eine Vervierfachung der Mittel.“
Mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstandes warf Buchholz der Bundesregierung vor, die Förderung von Forschung und Entwicklung vernachlässigt zu haben. Nötig seien ein Fördervolumen von drei bis vier Milliarden Euro sowie Steueranreize. Der Mittelstand müsse bei der Bürokratie entlastet werden – etwa bei Aufzeichnungspflichten für den Mindestlohn oder Vorgaben bei Ausschreibungen. Bei der Energiewende müssen aus Sicht von NRW-Minister Andreas Pinkwart Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit stärker in den Fokus rücken. Nicht nur für den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase seien Zielvorgaben nötig, sonder auch für eine sichere Stromversorgung
Aus Sicht von Volker Wissing (Rheinland-Pfalz) gibt es in Deutschland zu wenig Risikokapital für Firmenneugründungen vor allem in der digitalen Wirtschaft. Ein Ärgernis sei, dass Gewinne und Verluste von Kapitalgebern steuerlich ungleich behandelt würden. Investitionen müssten erleichtert und Klarheit beim Urheber- und Datenschutzrecht geschaffen werden. Mit Blick auf den Fachkräftemangel sagte Wissing: «Auf uns rollt da ein enormes Problem zu.» Das Kooperationsverbot, das dem Bund eine Beteiligung an der Bildungspolitik der Länder verbietet, müsse fallen.
A-21-Ausbau: „Bergfest“ in Barmissen – Buchholz und LBV-SH-Chef Conradt legen Zeitplan vor
A-21-Baustelle zwischen Nettelsee und Löptin: Bis Jahresende sollen hier die wesentlichen Arbeiten abgeschlossen sein – der Weiterbau Richtung Kiel ist in Planung
Anlässlich eines „A-21-Bergfestes“ des Arbeitskreises Siedlungsentwicklung in Barmissen im Kreis Plön haben Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und der Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), Torsten Conradt, heute abend den weiteren Zeitplan erläutert. Nachdem seit April Baureife für den A-21-Abschnitt zwischen Nettelsee und dem Barkauer Land vorliegt und der Bund Ende Juni die rund 65 Millionen Euro zur Realisierung zur Verfügung gestellt hat, werden nun vom LBV-SH die Personalressourcen aufgestockt. „Zusätzliche Stellen für Fachkräfte sind bereits ausgeschrieben“, sagte Buchholz, der den Ausbau der B 404 zur A 21 in Richtung Kiel zum Pilotvorhaben des Landes in Sachen Planungsbeschleunigung erklärt hat.
Conradt
Wie LBV-SH-Chef Conradt am Abend bei der „Halbzeit“-Feier in der Alten Schmiede von Barmissen erläuterte, sieht das Konzept des Landesbetriebs folgende weiteren Schritte vor:
Baubeginn der Straßenbrücke im Zuge der Kreisstraße 10 über die A 21 im Herbst 2018.
Rodungsarbeiten des Bewuchses im Baufeld des Bauwerks im Zeitraum zwischen Oktober 2017 und Februar 2018.
Schaffung von sogenannten Lerchenfenstern (bewusst angelegte Fehlstellen in landwirtschaftlicher Nutzfläche, auf den die Feldlerche Lande- und Brutplätze sowie genügend Futter findet) als artenschutzrechtliche Auflage.
Der Straßenbau soll in zwei Bauabschnitten erfolgen: Neubau neben der B 404 bei Kirchbarkau und Ausbau der B 404 von Kirchbarkau bis Nettelsee.
Buchholz
Um Klagen abzuwenden, hatte das Land unter anderem zugestimmt, die rund sechs Kilometer lange Ortsverbindungsstraße zwischen den Gemeinden im Barkauer Land um einen halben Meter auf sechs Meter zu verbreitern. Dazu ist laut Conradt ein Planänderungsverfahren nötig. Als Ersatz für den heute bestehenden Radweg entlang der B 404 zwischen Klein Barkau und Nettelsee wurde zudem die Herrichtung eines 3,6 Kilometer langen Geh- und Radwegs als Spurplattenweg zugesagt, der zum Teil auch neu gebaut wird. Die planerischen Arbeiten werden jetzt aufgenommen.
Nach Einschätzung von Conradt und Buchholz werden die wesentlichen Arbeiten am derzeit noch im Bau befindlichen Abschnitt zwischen dem Depenauer Moor und Löptin Ende des Jahres abgeschlossen sein. Für den Folgeabschnitt bis Nettelsee sind rund zwei Jahre veranschlagt.
Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus