Nägele: Erste Leitplanken für wirtschaftspolitische Strategie der Westküste gesetzt

Helgoland
Am Rande der Westküsten-Beiratssitzung: Nägele (links) übergibt Helgolands Bürgermeister Jörg Singer einen Förderbesceid über 272.000 Euro. Mit dem Geld soll ein Insel-Management aufgebaut werden

Erster Anlauf für eine grundlegende wirtschaftspolitische Weichen­stellung für die Westküsten-Region: Im Rahmen der 7. Sitzung des vor zwei Jahren von der Landesregierung ins Leben gerufenen Westküstenbeirats haben heute in Elmshorn drei Innovationsexperten die Leitplanken für eine mögliche wirtschaftspolitische Strategie der Westküste aufgezeigt. Prof. Dr. Michael Berger von der Fachhochschule Westküste, Dr. Bernd Bösche, Chef der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH sowie Prof. Dr. Ralf Thiericke von der Gesellschaft für Technologieförderung Itzehoe GmbH schlagen in ihrem Papier unter anderem vor, die Westküste zu einer „nachhaltigen Energiekompetenzregion von internationalem Rang“ zu entwickeln.

Nach der Sitzung des Beirats sagte Nägele (Audiopfeil klicken): Die Analyse der drei Experten zeigt nach den Worten von Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Frank Nägele, dass in diesem Bereich enormes Potenzial in der Region schlummere. Nach den Worten von Professor Berger bedeutet die Zielsetzung im Einzelnen:

  • ein möglichst weitgehendes Ersetzen der konventionellen Energieträger und eine deutliche Verringerung des ökologischen Fußabdrucks der Region,
  • das Mitwirken möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Einrichtungen aus allen Gesellschafts- und Wirtschaftsbereichen an der Umsetzung der gemeinsamen Vision,
  • eine offensive Kommunikations- und Vermarktungsstrategie der Leistungen und der Sonderstellung der Region – bundesweit wie auch international – und
  • das Verstärken des gegenseitigen Nutzens der Unternehmen im Wirtschaftsraum Westküste.

Prof. Dr. Michael Berger sagte weiter (Audiopfeil klicken)

Als nächsten Schritt wird es darum gehen, wie die entwickelte Strategie umgesetzt werden kann. Dazu soll es mit den Beteiligten und dem Wirtschaftsministerium in den nächsten Wochen vertiefende Gespräche geben. Denkbar wäre z. B. eine Projektbüro, dessen Aufgabe es ist, die aufgezeigten Schritte und Projekte, auch unter Einbeziehung der Wirtschaft der Region, voranzutreiben. Zur nächsten Sitzung des Westküstenbeirates im Herbst sollen Ergebnisse vorliegen. Nägele dankte den Autoren für die geleistete Gratis-Arbeit. „Eine Studie dieser Qualität koste sonst in der Regel viel Geld. Ich teile die allermeisten der Einschätzungen der Experten und glaube, dass die Westküste gemeinsam mit dem ganzen Land mit diesem Ansatz wirtschaftlich punkten kann. Das schafft Identität und Arbeitsplätze. Wichtig erscheint mir jetzt nur, dass die Unternehmen und die Landkreise die Chancen erkennen und die Vorschläge rasch aufgreifen.“ Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen sagte nach der Sitzung: „Die Westküste ist bereits eine starke Enegiekompetenzregion. Hier liegen in einer stärkeren gemeinsamen stratetigen Ausrichtung große Zukunftschancen.“

Meyer gibt grünes Licht für den Bau des „Kisdorfer Kreisel“ bei Henstedt-Ulzburg

Kreisel
Meyer (mitte) beim Ortstermin mit Bürgermeister und Vertretern des Kreises sowie des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr

Dem seit fast zwanzig Jahren von der Mehrheit der Gemeindevertreter in Kisdorf (Kreis Segeberg) geforderten Bau eines Verkehrskreisels zwischen der Landesstraße 233 und den beiden Kreisstraßen K 97 und K 23 im Ort steht aus Sicht von Verkehrsminister Reinhard Meyer nichts mehr im Wege. Wie Meyer am Vormittag bei einem Ortstermin an der so genannten „Wessel-Kreuzung“ sagte, hätten sowohl eine aktuelle Verkehrszählung als auch ein Variantenvergleich durch den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) ergeben, dass ein Kreisverkehr geboten sei. „Nun müssen wir gemeinsam mit dem Kreis Segeberg klären, ob er bereit ist, seinen Kostenanteil zu übernehmen und wie schnell wir in die konkreten Bauplanungen einsteigen können“, sagte Meyer.

Meyer sagte weiter (Audiopfeil klicken):

Nach den Worten des Ministers hatte der Landesbetrieb als Basis für seinen Variantenvergleich die jüngste Verkehrszählung aus dem März 2014 zugrunde gelegt. Innerhalb der letzten zehn Jahre waren die täglichen Verkehrsmengen im Bereich der Wessel-Kreuzung deutlich angestiegen und liegen inzwischen bei rund 15.000 Fahrzeugen täglich. Die Fachleute kommen zu dem Schluss, dass ein einspuriger Kreisel mit einem Außendurchmesser von 32 Metern die beste Lösung sei, um den gewachsenen Verkehr zu steuern und zu entflechten. Die Gesamtkosten für den Kreisel belaufen sich auf rund 460.000 Euro, das Land würde davon rund 220.000 Euro tragen.

Meyer erinnerte daran, dass die Planung und Umsetzung nach den zu klärenden Finanzierungsfragen relativ schnell umgesetzt werden könne, weil die Grundstücksfläche für den Kreisel bereits in Landesbesitz sei.

Montagstermine für die Medien – das machen Meyer und Nägele heute…

Für Frühaufsteher: 9 Uhr Ortstermin in Kisdorf bei Henstedt-Ulzburg: Treffen mit der Verkehrsbehörde des Kreises und Landtagsabgeordneten. Es geht um die Frage, wie die so genannte „Wessel-Kreuzung“ mit ihrem gestiegenen Verkehrsaufkommen künftig entlastet werden kann. Die Mehrheit der Gemeindevertreter wünscht sich  seit über zehn Jahren einen Kreisverkehr.

Mittags im Landeshaus: Treffen mit der US-Beauftagten bei der EU, Elenena Bryan, zu den Themen TTiP und Ceta – alle Einzelheiten dazu hier:

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Zur TTiP-Position der Landesregierung sagte Meyer bereits am letzen Donnerstag nach der Wirtschaftsministerkonferenz in Hamburg (Audio-Pfeil klicken):

Nachmittags lädt Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Frank Nägele zur 7. Situng des Westküstenbeirats ein. Um 15.15 Uhr findet bei der Kreisverwaltung in Elmshorn ein Pressegespräch statt. Themen:

  • Erstmals haben drei Fachleute Expertisen für eine grundlegende wirtschaftspolitische Strategie der Westküste verfasst, Autoren sind unter anderem die Westküsten-Wissenschaftler Prof. Thiericke vom ISiT in Itzehoe und FH-Westküsten-Chef Prof. Berger. Es könnten, wenn die Region will, Leitplanken für einen Weg in eine ökonomisch noch bessere Zukunft der Westküste werden.
  • Das Land wird Helgoland finanziell den Weg für ein Inselmanagement ebnen  – auch hier geht es um eine sichere Zukunft mit den Schwerpunkten Energie und Sicherung der Wohnungsversorgung auf Deutschlands einziger Hochseeinsel

 

Fehmarnbeltquerung: Landesbetrieb legt Erörterungstermine fest

Aktenberg mit Aktenordnern niemand, Wirtschaft, Akten, Aktenordner, Ordnung, Unordnung, Ringordner, Ordner, oeffentliche Verwaltung, Aktenberge, Aktenberg, Buerokratie, Buerokratieabbau, Abbau Kieler, Querformat, Symbolfoto, Symbol, symbolisch, ttt, Kiel Copyright/Foto:grafikfoto.deWeiterer Schritt zum Bau der Festen Fehmarnbeltquerung: Nachdem die dänische Planungsgesellschaft Femern A/S und die Niederlassung Lübeck des LBV-SH als gemeinsame Vorhabenträger Ende Mai dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) in Kiel als Anhörungsbehörde ihre Erwiderungen zu den etwa 3.100 Einwendungen gegen das Projekt übersandt hatte, wurden vom LBV-SH nun die mündlichen Erörterungstermine festgelegt.

  • Die Erörterungen mit den so genannten „Trägern öffentlicher Belange“ werden in der Woche vom bis zum 17. Juli und während des gesamten Septembers 2015 vorgenommen. Die schriftlichen Einladungen dazu wurden vom LBV-SH, der als unabhängige Planfeststellungsbehörde für das Projekt auf deutscher Seite zuständig ist, in den letzten Tagen versandt.
  • Die Erörterungstermine für alle anderen Absender von Einwendungen in dem Verfahren sind für Oktober und November 2015 (42. sowie 46. bis 48. Kalenderwoche) geplant. Die genauen Termine werden von der Anhörungsbehörde rechtzeitig, das heißt einige Wochen vorher, im Amtsblatt und durch die örtliche Presse bekannt gemacht.

Hintergrund und Vorgeschichte: Die Feste Fehmarnbeltquerung soll als Tunnel realisiert werden und braucht auf dänischer und deutscher Seite jeweils eine Baugenehmigung. Grundlage dafür ist der Staatsvertrag zwischen Deutschland und Dänemark vom 3. September 2008, der vor wenigen Wochen durch die Regierungschefinnen beider Staaten nochmals bekräftigt wurde.

Am 18. Oktober 2013 hatte Femern A/S nach jahrelangen intensiven Untersuchungen insgesamt 19 Ordner mit rund 11.000 Seiten an die schleswig-holsteinische Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde beim LBV-SH in Kiel übergeben und mit diesen Unterlagen gemeinsam mit dem Vorhabenträger für den Straßenteil (LBV-SH, Niederlassung Lübeck) den Antrag auf Planfeststellung für den deutschen Teil des Belttunnels gestellt. Nach Prüfung dieser Unterlagen auf Plausibilität und Vollständigkeit wurde im Mai 2014 das formelle Anhörungsverfahren mit der Auslegung vor Ort (vom 5. Mai bis zum 5. Juni 2014) gestartet. Parallel dazu konnten die Unterlagen bereits seit Ende 2013 auf der Internetseite von Femern A/S online eingesehen werden.

Die Träger öffentlicher Belange (im wesentlichen Fachbehörden), betroffene Bürger, Unternehmen und Naturschutz-Verbände hatten bis Anfang Juli 2014 Gelegenheit, ihre Stellungnahmen und Einwendungen abzugeben. Insgesamt gingen bei der Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde etwa 3.100 Stellungnahmen und Einwendungen ein, die die Vorhabenträger zur Erwiderung übermittelt wurden.

Ende Mai 2015 war es dann soweit: Nach fast einem Jahr Bearbeitung haben Femern A/S und der LBV-SH, Niederlassung Lübeck, die gesamten Erwiderungen in Kiel abgeliefert, insgesamt 41 Aktenordner, in denen sich rund 50.000 Einzelaspekte wiederfinden.

Der LBV-SH hat diese Unterlagen zwischenzeitlich gesichtet und startet jetzt mit der Einladung an die Träger öffentlicher Belange in die nächste Phase, in der die Einwendungen mündlich erörtert werden und die Vorhabenträger Ihre Erwiderung vortragen können.

Der erste Termin findet am 13. Juli in Kiel statt.

Länder-Wirtschaftsminister einig über TTiP – Montag US-Beauftragte Elena Bryan in Kiel

BryanDie Wirtschaftsministerkonferenz der Länder hat sich unter Auflagen einstimmig für das Freihandelsabkommen der EU mit den USA ausgesprochen. «Die Wirtschaftsministerkonferenz hat einstimmig einen Beschluss zum Freihandelsabkommen TTIP gefasst und daraus ableitend drei Schwerpunkte ihrer Forderungen aufgestellt», sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer soeben am Rande der Wirtschaftsministerkonferenz in Hamburg. Dabei drehe es sich um die Themen Schiedsgerichte, Standards und Legitimierung des Abkommens. Mit diesen Forderungen werde die Landesregierung auch am Montag in die Gespräche mit der amerikanischen Handelsbeauftragen bei der EU, Elena Bryan (Foto), gehen. Bryan ist bereits zum zweiten Mal zu Gesprächen in Kiel.

Meyer sagte wörtlich (Soundpfeil klicken)

Mit Blick auf TTIP sagte Meyer, die Minister hätten sich dem Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) angeschlossen, statt geheim tagender Schiedsgerichte einen bilateralen Handelsgerichtshof zwischen der EU und den USA einzurichten. Darüber hinaus dürften EU-Standards etwa beim Verbraucherschutz oder bei den Arbeitnehmerrechten nicht abgebaut werden. «Drittens ist aus Sicht der Länder vollkommen klar, dass es einer demokratischen Legitimierung bedarf und dies kann nur durch eine Beteiligung des Bundesrats geschehen.»

Die Wirtschaftsminister von Bund und Ländern tagen seit gestern unter der Leitung von Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) in der Hansestadt und wollten gegen Mittag Ergebnisse ihrer Beratungen bekanntgeben. Neben Horch wollten die Ressortchefs aus Berlin, Nordrhein-Westfalen und Hessen, Cornelia Yzer (CDU), Garrelt Duin (SPD) und Tarek Al-Wazir (Grüne) vor die Presse treten. Neben TTIP ging es unter anderem um den umstrittenen Ausbau der Stromtrassen, Industrie 4.0 und Olympische Spiele in Hamburg.

Es bleibt dabei: Pinneberg und Tornesch: Land sagt zwölf zusätzliche Züge zu

Irritation um einen Bericht in der heutigen Ausgabe der Uetersener Nachrichten (UENA). Das Blatt meldet, dass Verkehrsminister Meyer einen Tag nach dem Treffen mit der Tornescher Bürgerinitiative „Dorfbahnhof – nein danke“ von seinen am Montag gemachten Zusagen wieder abrücke. Das ist falsch und beruht auf einem Missverständnis. UENAHintergrund: Am Montagabend – noch vor dem Treffen von Meyer mit Bewohnern und Kommunalpolitikern in Tornesch – hatten wir mit Sperrfrist eine defensiv formulierte Presse-Erklärung veröffentlicht, in der Meyer zusätzliche Verbindungen in Aussicht stellt. Nachdem er seine Zusage in dem Treffen erhärtet und dies auch vor der anwesenden Presse erklärt hatte, war die Pressemitteilung natürlich überholt. Durch einen Automatismus landete sie am Dienstag auf unserer Internetseite. Die Redaktion der UENA hielt dies nun irrtümlich für eine neue Presseerklärung und meldete fälschlich, dass Meyer seine Zusagen wieder zurückgezogen habe. Dumm gelaufen 🙂

Damit keine weiteren Missverständnisse entstehen, hier der angepasste Pressetext:

TORNESCH. Verkehrsminister Reinhard Meyer hat am 15 Juni bei einem Ortstermin in Tornesch zusätzliche Verbindungen mit der nordbahn für Pinneberg und Tornesch vorgestellt. Möglich sind ein zusätzlicher Zug am Morgen aus Elmshorn, der gegen 7:50 am Hamburger Hauptbahnhof ankäme, und eine Verbindung am Nachmittag mit Abfahrt gegen 16:49 ab Hamburg Hbf. Gegenwärtig laufen die Prüfungen bei der DB Netz AG, ob die Züge im Fahrplan verkehren könnten. Die nordbahn prüft parallel, ob und wie die beiden Verbindungen betrieblich umsetzbar wären.

Meyer: „Wir wollen diese beiden Züge gerne ab dem Fahrplanwechsel im Dezember aufs Gleis bringen. Für Pendler wären das sinnvolle Ergänzungen.“

Meyer: „Darüber hinaus werden wir innerhalb der Nebenverkehrszeit zehn zusätzliche Verstärkerzüge zwischen Elmshorn und Hamburg-Altona fahren lassen. Diese Züge fahren heute nur zu den Kernzeiten, die Nachfrage rechtfertigt aber, sie den ganzen Tag einzusetzen.“

Weitere gute Nachrichten gibt es für Pinneberg: Wenn die neuen Züge der DB im Netz Mitte voraussichtlich ab Mitte 2017 geliefert werden, können wie bereits angekündigt wieder einige zusätzliche Regionalexpress-Züge in Pinneberg halten und für Pendler in Richtung Kiel das Angebot deutlich verbessern. Meyer: „Dann gibt es siebenmal am Morgen und Vormittag eine umsteigefreie Verbindung nach Kiel und nachmittags und abends neunmal in der Gegenrichtung.“

Zahl der Firmenpleiten in Deutschland auf dem Rückmarsch

Wegen der anhaltend guten Konjunktur gehen immer weniger Firmen in Deutschland pleite. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen war zum Jahresauftakt 2015 so niedrig wie zuletzt vor 20 Jahren. Nach einer am Mittwoch in Düsseldorf von der Wirtschaftsauskunftei Creditreform vorgelegten Übersicht ging die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland in den ersten sechs Monaten des Jahres um acht Prozent auf 11 100 zurück.

Die Zahl der durch Insolvenzen verursachten Arbeitsplatzverluste sank sogar um 13,5 Prozent auf rund 77 000. Von Insolvenzen betroffen gewesen seien vor allem kleine und mittlere Unternehmen, hieß es. Einschließlich der Verbraucherinsolvenzen und der etwa durch Nachlässe verursachten sonstigen Insolvenzen ging damit die Gesamtzahl der Pleiten im ersten Halbjahr um 6,2 Prozent auf 63 800 zurück.

Für das Gesamtjahr rechnen die Experten mit einem weiteren Minus bei den Insolvenzen von rund 135 020 im Vorjahr auf «130 000 bis 134 000» im laufenden Jahr.

Trotz der positiven Entwicklung mussten die Gläubiger höhere Verluste durch Insolvenzen verkraften. Die Schadenssumme durch Insolvenzen stieg im ersten Halbjahr um 4,5 Prozent auf 13,9 Milliarden Euro. Die durchschnittliche Schadenssumme je Insolvenzfall erhöhte sich damit von 801 000 Euro auf 910 000 Euro.

Bundesweiter Spitzenreiter mit der niedrigsten Insolvenzquote ist Baden-Württemberg mit 38 Insolvenzen je 10 000 Unternehmen. Auf den weiteren Plätzen der Spitzenliga folgen Bayern (43 Unternehmen), vor Brandenburg (44 Unternehmen) und Thüringen (53 Unternehmen). Schlusslicht der Liste ist mit großem Abstand Bremen mit 125 Insolvenzen je 10 000 Unternehmen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (109 Unternehmen).

Nadelöhr B 199 bei Langballig: Zu den Sommerferien wieder freie Fahrt

b-199-baupause-2Die seit Ende März andauernde Grundsanierung der Bundesstraße 199 zwischen Oxbüll und Langballig im Kreis Schleswig-Flensburg geht in die Zielgerade: Wie Verkehrsminister Reinhard Meyer heute bei einem Besuch der Baustelle sagte, habe ihm der zuständige Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) versichert, dass der Verkehr auf dem rund sieben Kilometer langen Teilstück der B 199 bis zum Beginn der Sommerferien in Schleswig-Holstein am 20. Juli wieder uneingeschränkt rollen werde. „Damit entlasten wir nach langer Geduldsprobe nicht nur die Einwohner in dieser Region, sondern beseitigen auch ein Hemmnis für den Tourismus – denn Orte wie Langballigau, Gelting oder Maasholm stehen bei unseren Urlaubsgästen hoch im Kurs“, so Meyer.

Meyer sagte heute auf der Baustelle zu sh:z-online (Soundpfeil klicken):

Wie der Minister weiter sagte, hatte die rund 4,2 Millionen Euro teure Gesamtmaßnahme nach ursprünglicher Planung Mitte Juni fertiggestellt sein sollen. Doch nach dem Ausbau der fast 70 Jahre alten Betonfahrbahn zwischen den Gemeinden Langballig und Ringsberg seien die Bauarbeiter in den tiefliegenden Schichten auf unerwartet viel Wasser und weichen Lehmboden gestoßen. „Das Wasser beeinträchtigte die Tragfähigkeit der Fahrbahn so stark, dass ein Asphaltieren ohne eine vorherige zusätzliche Bodenbehandlung nicht möglich war“, erläuterte LBV-SH-Direktor Torsten Conradt. Erst nachdem die behandelten Böden ausreichend ausgehärtet waren, habe am 7. Mai mit dem Asphalteinbau begonnen und am 1. Juni der Teilabschnitt zwischen Langballig und Ringsberg wieder für den Verkehr freigegeben werden können.

Die Arbeiten am sieben Kilometer langen zweiten Teilabschnitt zwischen Ringsberg und Oxbüll laufen bereits seit zwei Wochen. „Und diesmal konnten unsere Straßenbauer aufgrund der gesammelten Erfahrungen aus dem ersten Streckenabschnitt die Bauweise den Untergrundverhältnissen gut anpassen“, so Meyer. Bereits in der kommenden Woche solle mit den Asphaltierungsarbeiten begonnen werden.

Hier gehts zum Video-Beitrag auf sh:z-online: bitte klicken

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Kann Husby ein schleswig-holsteinisches Pilotprojekt für „Shared Space“ werden?

Die Gemeinde Husby schickt sich an, landesweit der erste Ort zu werden, der das so genannte „Shared Space“-Konzept anwendet, das in Europa bei der Gestaltung innerörtlicher Verkehre langsam auf dem Vormarsch ist. Dabei geht es um die Einrichtung eines von Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern gleichberechtigt genutzten Verkehrsraumes, der weitgehend ohne Verkehrszeichen auskommt. Bislang gibt es solche Räume nur sehr vereinzelt in Europa – unter anderem in Hamburg und London.

Der Gemeinde Husby schwebt vor, ihren Ortskern an der Flensburger Straße neu zu gestalten und dabei auf einer Länge von rund 200 Metern einen solchen gemeinschaftlich genutzten Verkehrsraum einzuräumen. Hierfür hat die Kommune bereits erste Konzepte vorgelegt.

Im Gespräch mit sh:z-online sagte Meyer (Soundfile klicken):

Meyer begrüßte den Vorstoß, machte aber auch klar, dass dies einerseits einen klaren Beschluss der Gemeindevertretung erfordere sowie andererseits umfangreiche Abstimmungen und Vorbereitungen mit allen Betroffenen nötig mache. „Das ist kein leichtes Unterfangen und ich biete Ihnen die Unterstützung des Lands auf diesem Weg an. Vielleicht haben wir am Ende ein erstes Shared-Space-Projekt für Schleswig-Holstein in Husby“, so Meyer.

Auch Bürgermeister Heiner Tramsen machte bei dem Ortstermin gegenüber dem Minister klar, dass die Gemeinde mit dem Vorhaben ein dickes Brett zu bohren habe und noch viele Schularbeiten erledigt werden müssen. Dennoch sei man entschlossen, das Projekt weiter anzupacken.

In einem ersten Schritt soll eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit dem Landesbetrieb Staßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) eingerichtet werden. Der LBV-SH ist Hausherr“ der als Landesstraße klassifizierten Flensburger Straße in Husby

Meyer (Mitte) mit den Landtagsabgeordneten Birte Pauls, Simone Lange, dem stellvertretenden Bürgermeister Burkhard Gerling und dem SPD-Landtagsabgeordneten Olaf Schulze (von links)

Meyers Montags-Termine: Shared Space, Baustellenbesuch und Zughalte in Tornesch

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Baustelle an der B 199 bei Langballig im Kreis Schleswig-Flensburg – hier erläutert Meyer heute den weiteren Zeitplan
  • Am heutigen Montag nimmt Verkehrsminister Reinhard Meyer ab 13.15 Uhr in Husby bei Schleswig zunächst an einer Veranstaltung über ein Shared Space Projekt teil – es geht dabei um ein besseres Miteinander von Auto-, Rad- und Fußgängerverkehr in der Kommune.
  • ab 14.30 Uhr (ACHTUNG aktualisierte Zeit) besucht Meyer gemeinsam mit LBV-SH-Chef Torsten Conradt die Baustelle an der B 199 zwischen Langballig und Oxbüll, die seit März grundsaniert wird. Es gab hier erhebliche Probleme mit dem Untergrund – nun aber ist der Zeitplan klar. Zu dem Pressetermin an einer mobilen Würstchenbude in Höhe des Lübke-Steins sind auch Bürgermeister und Kommunalpolitiker geladen.
  • rund um das Thema Zughalte in Tornesch geht es einmal mehr ab 17 Uhr im Heimathaus von Tornesch. Obwohl es als reines Arbeitstreffen angelegt war, hat Torneschs Bürgermeister Krügel ohne Rücksprache kurzerhand die Presse eingeladen. Das ist zwar unhöflich vom Bürgermeister – aber da wir alles andere als pressescheu sind, fügen wir uns und sagen: hereinspaziert 🙂

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus