
Wie schade, dass es solch erfrischende Besuche nicht häufiger gibt: Neun Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen aus Elmshorn überbrachten heute musikalisch als Sternsinger einen christlichen Segen ins Wirtschaftsministerium – und waren keineswegs schüchtern bei der Begegnung mit dem Hausherren Bernd Buchholz: „Unser Bürgermeister möchte wissen, wann Elmshorn endlich ein drittes Bahngleis bekommt“, überraschte Sternsingerin Marielle (11) den Minister gleich bei der Begrüßung.
Und der elfjährige Jonas wollte beim Anblick eines Triebwagen-Modells im Bücherregal wissen: „Kommt der aus einem 3-D-Drucker?“, um dann festzustellen: „Also ich will auch Minister werden, da bekommt man ja wohl ne Menge geschenkt…“
Dass aber auch der musikalische Teil nicht zu kurz kam, hört und sieht man hier:
Übrigens: Rund 1.300 Sternsinger in Schleswig-Holstein haben am Anfang des Jahres 2019 einen neuen Rekord aufgestellt und 278.849,18 Euro für Kinder in armen Ländern der Erde gesammelt. Das sind rund 3.000 Euro mehr als noch im Vorjahr (2018: 275.932,95 Euro).
„Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit“ heißt das Motto der diesjährigen Aktion, bei der sich die Sternsinger besonders für Frieden in aller Welt einsetzen. Das Beispielland ist der Libanon.
Rund 1,14 Milliarden Euro, mehr als 74.400 Projekte Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 1,14 Milliarden Euro wurden seither gesammelt, mehr als 74.400 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 61. Aktion zum Jahresbeginn 2019 hatten die Mädchen und Jungen aus 10.226 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 50,2 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Nothilfe.

Wie Buchholz im Gespräch mit Journalisten weiter sagte, werde die Landesregierung dafür auch weiterhin die Rahmenbedingungen setzen. „Zum Beispiel, indem wir – zum verständlichen Leidwesen vieler staugeplagter Autofahrer – die Infrastruktur wieder in Schuss bringen. Hier wurde viel zu viele Jahrzehnte auf Verschleiß gefahren. Deshalb werden wir unter anderem 2020 erneut bis zu 90 Millionen Euro allein in die Sanierung unseres Landesstraßennetzes stecken.“ Denn die Wirtschaft könne nur gut funktionieren, wenn auch die Verbindungen in Takt seien. Darüber hinaus arbeiete das Land massiv daran, seine bundesweit unangefochtene Spitzenposition bei der Glasfaserversorgung weiter auszubauen. Denn gerade der Mittelstand stehe mit der zunehmenden Digitalisierung vor großen Herausforderungen und die seien nur zu stemmen, wenn wir sowohl eine gute Breitband- als auch Mobilfunkversorgung haben, so der Minister.





