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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

Elektromobilität, Verkehrssicherheit, NOK: Morgen startet die Verkehrsministerkonferenz 

sh:z von heute: Vorschau auf die Verkehrsministerkonferenz

Es geht um Fragen der Sicherheit im Straßenverkehr, um den künftigen Einsatz von kleinen Elektromobilen auf Rad- und Fußwegen, um die künftigen Gebühren auf dem Nord-Ostseekanal, und natürlich auch wieder einmal um das Thema Diesel: Ab morgen treffen sich die Verkehrsminister der Länder zu ihrer Frühjahrskonferenz in Saarbrücken. Dabei setzt sich Verkehrsminister Bernd Buchholz unter anderem dafür ein, mehr Elektro-Kleinstfahrzeugen den Zugang zum Straßenverkehr zu ermöglichen. 

Zur kompletten Tagesordnung der Sitzung hier klicken

Eine Woche guter Wirtschafts-News – getoppt von der SH-Kooperation mit „Plug and Play“

Es war eine Woche der guten Nachrichten: Abgesehen davon, dass Schleswig-Holsteins Wirtschaft mit einem Plus von 1,7 Prozent beim Bruttoinlands-Produkt im vergangenen Jahr deutlich über dem Bundesdurchschnitt lag, gab es auch Top-News von der Unternehmensfront: Der US-Handelsriese eröffnet einen kleinen Standort in Borgstedtfelde bei Rendsburg – und für Gründerinnen und Gründer hat die Landesregierung eine Brücke ins Silicon Valley errichtet – dem Mekka der globalen Gründerszene.

Die Kooperation zwischen Schleswig-Holstein und „Plug and Play“ – für Wirtschaftsminister Bernd Buchholz seine „Meldung der Woche“

SH und Niedersachsen besiegeln Kooperation bei A-20-Elbtunnel – ÖPP möglicherweise vom Tisch

Beitrag
Legen gemeinsam den Kurs für den A-20-Brückenschlag zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein fest (v.r.): Bernd Buchholz, Enak Ferlemann, Bernd Althusmann und DEGES-Prokurist Bernd Rothe

Schulterschluss der beiden Länder Schleswig-Holstein und Niedersachsen für den Bau der A-20-Elbquerung: Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und sein niedersächsischer Amtskollege Dr. Bernd Althusmann haben heute in Stade eine Vereinbarung zur weiteren Bauvorbereitung des Elbtunnels zwischen Drochtersen und Glückstadt im Zuge der Autobahn A 20 unterzeichnet. Auch Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, nahm an dem Treffen teil. Ferlemann hatte die Vereinbarung initiiert. Er machte bei dem Treffen deutlich, dass der Elbtunnel entgegen den früheren Planungen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP), sondern vollständig vom Bund finanziert werde.

Die geschlossene Vereinbarung zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein regelt nach den Worten von Buchholz neben der planerischen Arbeitsteilung für das Milliarden-Projekt auch die Kostenaufteilung. Schleswig-Holstein trägt 40 Prozent der Planungskosten für den knapp sechs Kilometer langen Elbtunnel, Niedersachsen 60 Prozent. Die drei Verkehrspolitiker machten bei der Unterzeichnung deutlich, dass die Vereinbarung ein wichtiger Schritt sei, um die Zeit bis zur Schaffung vollziehbaren Baurechts in beiden Ländern sinnvoll zu nutzen.

Buchholz sagte nach der Kooperationsvereinbarung (Audio starten – „im Browser anhören“)

Staatssekretär Ferlemann machte deutlich, dass die Kooperation den Bau des A-20-Elbabschnitts beschleunigen werde: „Mit dem heutigen Tag kommen wir diesem Ziel näher, die Bauvorbereitungen für den Elbtunnel können beginnen. Das ist ein echter Meilenstein, denn die A 20 mit dem Elbtunnel ist das wichtigste Infrastrukturprojekt in Schleswig-Holstein und Niedersachsen.“

Im Gespräch mit Journalisten sagte Ferlemann weiter (Audio starten – Pfeil klicken)

Nach den Worten von Buchholz gehe es bei der Kooperation vor allem darum, keine zeitliche Verzögerung zwischen Baurecht und Baubeginn zu riskieren, in dem man  bereits heute beginne, weitere Planungen aufzustellen und die Bauausführungsunterlagen für die Realisierung des Elbtunnels vorzubereiten. „Hierfür kalkulieren wir einen Zeitbedarf von etwa 2,5 Jahren ein.“ Zu den Planungen gehört unter anderem auch ein Bodenmanagement, da insgesamt 3,7 Millionen Kubikmeter Sand aus dem Elbtunnel zu verbringen sind.

Bei dem heutige Treffen in Stade überreichte Buchholz an Rothe zugleich den offiziellen Planungsauftrag für den A-20-Elbtunnelbau. Der Zwischenschritt ist nötig, weil Niedersachsen nicht zu den elf Bundesländern zählt, die – neben dem Bund – Gesellschafter der DEGES sind.

Auftrag

Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann sagte: „Unser Ziel ist es, dass die A 20 möglichst schnell gebaut wird. Die Kooperation zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein bei der Planung der Küstenautobahn ist ein wichtiger Schritt, um dieses Ziel zu erreichen. Mit Unterstützung der DEGES setzen wir uns mit aller Kraft dafür ein, dass der Bau der A 20 und des Elbtunnels in greifbare Nähe rückt.“ Er erinnerte daran, dass die Ländervereinbarung nur bis Jahresende 2020 gültig ist, weil die Zuständigkeit für sämtliche deutschen Autobahnen dann auf die neue Autobahn GmbH des Bundes übergeht. „Wir haben die Erwartung an den Bund, dass Planung und Realisierung des Elbtunnels ab 2021 dann genauso konsequent vorangetrieben werden, wie wir Länder das derzeit tun.“

Wie Buchholz und Althusmann weiter erläuterten, knüpft die aktuelle Kooperation an die Planungsvereinbarung beider Länder aus dem Jahr 2005 an. Bereits damals wurden für Planung, Entwurf und Planfeststellung des Elbquerungsabschnittes der A 20 die Zuständigkeiten, die Zusammenarbeit und die Kostenverteilung zwischen den Ländern geregelt. Die Federführung und Projektsteuerung für den Elbtunnel wird – bis zur Übergabe des Projekts an die vom Bund gegründete Autobahn GmbH Anfang 2021 – wieder bei Schleswig-Holstein liegen, das vor einem Jahr die DEGES mit dem Weiterbau der gesamten Autobahn auf schleswig-holsteinischem Gebiet beauftragt hatte.

Nach den Worten von DEGES-Bereichsleiter Bernd Rothe werde es in den nächsten Jahren insbesondere im Tunnelabschnitt darum gehen, die technische Planung zu aktualisieren und die Vergabeunterlagen zu erstellen. „Dazu gehört unter anderem auch ein Bodenmanagement, da insgesamt 3,7 Millionen Kubikmeter Sand für den Elbtunnel zu verbringen sind“, so Rothe.

Knapp drei Jahre nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Elbquerungs-Abschnitt der A 20 wird in Schleswig-Holstein derzeit ein sogenanntes Fehlerheilungsverfahren zu Fragen des Wasserrechts betrieben. Mit einem Planergänzungsbeschluss rechnet die DEGES im zweiten Halbjahr 2020. Voraussetzung für den Baustart am Tunnelprojekt sind allerdings rechtskräftige Planfeststellungsbeschlüsse für die direkt angrenzenden Streckenabschnitte. In Schleswig-Holstein soll für diesen Bereich – von der Bundesstraße B 431 bis zur A 23 im Kreis Steinburg – das dritte Planänderungsverfahren gegen Jahresende eingeleitet werden.

In Niedersachsen soll der geplante A 20-Elbtunnel an das Autobahnkreuz Kehdingen anknüpfen. Dort erfolgt neben der Weiterführung der Küstenautobahn bis nach Westerstede auch die Anbindung an die A 26 in Richtung Hamburg bis zur A7. Das für die planungsrechtliche Absicherung notwendige Planfeststellungsverfahren für das Kreuz Kehdingen wurde am 24. August 2017 eingeleitet und soll aus heutiger Sicht Anfang 2020 zum Abschluss gebracht werden.

Hier der Live-Mittschnitt des Pressegesprächs in Stade:

SH.brummt: Wachstum über Bundesdurchschnitt und Ansiedlung von Amazon bei Rendsburg

Doppel-Erfolgsmeldung für die Wirtschaft im echten Norden: Die Wirtschaftsleistung in Schleswig-Holstein ist im vergangenen Jahr real um 1,8 Prozent gestiegen. Damit lag der Anstieg des schleswig-holsteinischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Berücksichtigung der Preissteigerung über dem bundesweiten Wachstum von 1,4 Prozent. Nur Berlin (3,1 Prozent), Hessen (2,2 Prozent) und Bremen (2,1 Prozent) hatten nach vorläufigen Zahlen 2018 ein noch stärkeres Wirtschaftswachstum zu verzeichnen. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz regierte erfreut: «Das deckt sich mit meiner Wahrnehmung bei zahlreichen Betriebsbesuchen im Land», so der FDP-Politiker.

Ein fettes Plus hätten vor allem der Energiebereich und das Handwerk verzeichnet. «Das zeigt, dass die Branche auf die anhaltend hohe Nachfrage reagiert und zusätzliche Kapazitäten aufgebaut hat, um die Wertschöpfung steigern zu können», so Buchholz. Damit komme das produzierende Gewerbe insgesamt auf einen Anstieg der Bruttowertschöpfung 2,1 Prozent. Der gesamte Dienstleistungsbereich sei ebenfalls solide um 1,9 Prozent gewachsen.

Passend zu den Zahlen kommt ein Ansiedlungserfolg der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer GmbH Schleswig-Holstein (WT.SH): Der Online-Versandhändler Amazon will ein Verteilzentrum in Borgstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde) eröffnen. Es soll voraussichtlich im Mai 2020 eröffnet werden. Dortamazon sollen an sechs Tagen in der Woche in mehreren Schichten Pakete sortiert und verladen werden. Rund 100 Arbeitsplätze sollen in einem ersten Schritt entstehen. Hinzu kommen 300 bis 400 Fahrer für die Auslieferung.

Passend zu den polsitiven Zahlen vermeldete die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WT.SH) heute einen Ansiedlungserfolg:  Der Online-Versandhändler Amazon will ein Verteilzentrum in Borgstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde) eröffnen.

Zu dem Ansiedlungserfolg und den Wachstumszahlen sagte Wirtschaftsminister Buchholz im Gespräch mit Journalisten (Audio statrten – „im Browser anhören“)

Es soll laut WT.SH voraussichtlich im Mai 2020 eröffnet werden. Dort sollen an sechs Tagen in der Woche in mehreren Schichten Pakete sortiert und verladen werden. Rund 100 Arbeitsplätze sollen in einem ersten Schritt entstehen. Hinzu kommen 300 bis 400 Fahrer für die Auslieferung.

Bescheide«Wir freuen uns sehr über viele neue Arbeitsplätze und die Tatsache, dass wir ein wichtiger Logistikstandort im echten Norden der Republik geworden sind, dass Amazon sich in Borgstedt ansiedelt», sagte Wirtschafts-Staatssekretär Thilo Rohlfs. WTSH-Geschäftsführer Bernd Bösche, sagte, Borgstedt habe in den Gesprächen mit der unmittelbaren Nähe zur Autobahn 7 gepunktet.

Das Verteilzentrum wird der erste Amazon-Standort in Schleswig-Holstein. «So kann Amazon Kunden schnellere und flexiblere Lieferoptionen anbieten», sagte Bernd Gschaider, Direktor von Amazon Logistics in Deutschland

Landtagsdebatte um „Hein Schönberg’s“ Zukunft

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Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz macht den weiteren Ausbau der Bahnstrecke Kiel-Schönberger Strand von belastbaren Kalkulationen für das Projekt abhängig. «Prognosen und Erwartungen müssen gegengecheckt werden», sagte Buchholz heute im Landtag. Bislang nutzten den Zug von Kiel bis Oppendorf «pro Tag genau 295 Menschen. Das ist ein Zehntel von dem, was prognostiziert war.»

Die SPD hatte ein klares Bekenntnis zu dem noch von der Vorgängerregierung beschlossenen Ausbau gefordert. Anfang März war bekannt geworden, dass die Kosten für das Gesamtprojekt auf bis zu 50 Millionen Euro steigen könnten. Ursprünglich war von 30 Millionen Euro ausgegangen worden.

Buchholz sagte dazu im Landtag… (Audio starten – „im Browser anhören“)

Land baut Atlantik-Brücke für StartUps: Kooperation mit Plug&Play unter Dach und Fach

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Buchholz mit Journalisten im Gespräch mit Christian Knipfer von Plug and Play

Knapp ein Jahr nach Eröffnung des von Schleswig-Holstein und Hamburg betriebenen „Northern Germany Innovation Office“ in San Francisco ist die erste handfeste Partnerschaft mit dem Silicon Valley unter Dach und Fach: Der weltweit führende Technologie-Inkubator „Plug and Play“ hat mit Schleswig-Holstein eine zunächst auf ein Jahr befristete Kooperation abgeschlossen. Damit soll die internationale Vernetzung von Start-ups mit Unternehmen und Investoren vorangetrieben werden.

plug-and-play-logo.80e0b79fc55d„Dank der Kooperation können wir innerhalb eines Jahres bis zu zehn jungen Unternehmerinnen und Unternehmern erstmals den Zugriff auf die Infrastruktur von Plug and Play ermöglichen und ihnen somit ein internationales Sprungbrett anbieten, um mit Geschäftsideen oder Innovationen am Markt Fuß zu fassen“, sagte Buchholz heute (28. März) in Kiel. Christian Knipfer aus San Francisco – bei Plug & Play zuständig für internationale Beziehungen – zeigte sich ebenfalls erfreut über den ersten Geschäftspartner aus Norddeutschland: „Wir sind sehr neugierig auf ihr Land und ihre Gründer. Und ich bin sicher, dass wir manche Erfolgsgeschichte in den kommenden zwölf Monaten und hoffentlich darüber hinaus gemeinsam schreiben können.“

buNach den Worten von Buchholz richtet sich das Angebot an…

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Ein Kernstück der Kooperation ist nach den Worten von Buchholz ein dreimonatiger kostenloser Aufenthalt von jungen Start-ups im Silicon Valley. Darum können sich Gründer aus Schleswig-Holstein vor allem über folgende Veranstaltungen bewerben oder qualifizieren:

  • bis zum 4. Juni im Rahmen des landesweiten „Überflieger“-StartUp-Wettbewerbs
  • am 14. Juni auf dem „waterkant Festival“ in Kiel
  • am 12. August im Wirtschaftsministerium bei der Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das diesjährige StartUp Camp (die 3 Gewinner bekommen einen Platz im Acceleratorprogramm)

Wie Buchholz weiter erläuterte, beinhaltet der Aufenthalt in den USA vor allem die Unterstützung durch Experten-Know-how bei der Weiterentwicklung von Geschäftsideen sowie die Begleitung und Beratung durch erfahrene Mentoren. „Hinzu kommt natürlich der Zugang zu einem riesigen internationalen Netzwerk und Kontakten von Plug and  Play sowie der Besuch von Netzwerkveranstaltungen“, so Buchholz.

Parallel dazu wird Schleswig-Holstein laut Knipfer und Buchholz für die kommenden 12 Monate ein Teil der Vermarktungs-Strategie von „Plug and Play“, während Teams von „Plug and Play“ umgekehrt in diesem Jahr an Gründer-Veranstaltungen in Schleswig-Holstein wie dem „waterkant Festival“ oder dem diesjährigen Startup-Camp in Flensburg teilnehmen werden. Die Kosten für die einjährige Partnerschaft belaufen sich auf rund 300.000 Euro.

Buchholz appellierte an alle Gründer – und vor allem an junge Gründerinnen – sich die Chance nicht entgehen zu lassen: „Zweifeln Sie nicht, werfen Sie ihren Hut in den Ring – selbst die Bewerbung an sich kann bereits ein Gewinn sein.“

Die Videokonferenz mit Plug and Play als Live-Mitschnitt hier klicken

 

Folgende Kriterien müssen erfüllt sein, um an dem Programm teilnehmen zu können. Die Start-ups müssen:

  • als Firma eingetragen sein (das Unternehmen muss sich im Privatbesitz befinden und darf keine Tochter eines anderen Unternehmens sein oder mit diesem rechtlich verbunden sein),
  • ein erstes funktionsfähiges Produkt (Dienstleistung, Software o.ä.) besitzen,
  • ein skalierbares Businessmodell besitzen und
  • nicht älter als 5 Jahre sein.

Alle Informationen zum StartUp Camp und zur Bewerbung finden die Gründer und Gründerinnen unter https://startupcamp.sh/.

Weitere Informationen zu Plug and Play hier: Info zu Plug and Play

Internationale Begegnung statt Dreisatz: „Cooler“ Girl’s Day im Wirtschaftsministerium

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Begleiteten den Antrittsbesuch der Generalkonsulin Yonca Sunel und ihres Handelsattaches Ugur Özcan bei Wirtschaftsminister Buchholz (v.l.): Die drei Kieler Schülerinnen Fabienne Kleinheßeling, Felicitas Rominger und Luisa Galli.

Ein Hauch internationaler Handelsbeziehungen statt Dreisatz, Englisch oder Bio: Im Rahmen des heutigen Girl’s Day waren drei Schülerinnen des Kieler Hebbel-Gymnasiums zu Gast im Wirtschaftsministerium. Luisa Galli (11), Fabienne Kleinheßeling (14) und Felicitas Rominger (11).

Die drei jungen Damen durften – nach Teilnahme an der „Morgenlage“ im Ministerbüro unter anderem lauschen, wie die neue Generalkonsulin der Türkei, Yonca Sunel, ihren Antrittsbesuch bei Wirtschaftsminister Bernd Buchholz machte. Seit anderthalb Jahren ist Sunel Vertreterin der Türkei in Hamburg und Schleswig-Holstein. Sie wurde 1969 in Istanbul geboren und studierte internationale Beziehungen an der Technischen Universität des Nahen Ostens in Ankara.

Wie die drei Mädchen die herzliche Begegnung fanden? Luisa Galli formulierte es kurz und bündig so: „Irgendwie cool…“

Buchholz dankt Altmaier für Beseitigung großer Hürde für LNG-Terminal in Deutschland

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Wichtige Etappe zur Realisierung eines LNG-Import-Terminals in Brunsbüttel: Das Bundeskabinett hat die vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegte Verordnung zum Netzanschluss von LNG-Terminals beschlossen. Sie verbessere die regulatorischen Rahmenbedingungen für verflüssigtes Erdgas (LNG) und stelle die geplanten deutschen Importterminals mit den Anlandepunkten von Pipelinegas gleich, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit.

„Für die Versorgungssicherheit mit Gas ist es für Deutschland wichtig, möglichst viele Versorgungswege und Versorgungsquellen nutzen zu können“, kommentierte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) den Beschluss. LNG, das per Schiff nach Deutschland transportiert wird, könne dazu beitragen. Mit ihrer Verordnung beseitige die Bundesregierung Investitionshemmnisse. „Nun ist es an den privatwirtschaftlichen Investoren, ihre Pläne zum Bau von LNG-Terminals voranzubringen“, so Altmaier. Der Bundesrat muss der Verordnung noch zustimmen.

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Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz begrüßte den Schritt: „Mit dieser Regelung ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für den Aufbau einer LNG-Infrastruktur in Deutschland erreicht. Ich bin der Bundesregierung dankbar, dass dies so schnell erfolgt ist. Im Ergebnis werden damit die Wettbewerbsbedingungen zwischen dem Import von Erdgas per Pipeline und dem Import als LNG angeglichen und so ein Hindernis für große und zukunftsweisende privatwirtschaftliche Investitionen beseitigt. Für die Pläne des Investorenkonsortiums für den LNG-Terminal in Brunsbüttel, aktuell das größte industriepolitische Projekt in Schleswig-Holstein, ist dies ein positives Signal, das sehr zu begrüßen ist…“

Hintergrund der Verordnung sind die Kosten des Netzanschlusses, die – analog zu Gasspeichern – von den Projektinvestoren getragen werden müssen. Mit dieser Begründung hatte die Bundesnetzagentur im Dezember 2018 eine geplante Anschlussleitung für das LNG-Terminal Brunsbüttel aus dem Netzentwicklungsplan gestrichen. Da es sich um eine reine Anbindungsleitung handele, könnten die Kosten nicht auf die Allgemeinheit umgelegt werden. Über die Verordnung hat das Kabinett nun beschlossen, dass die Kosten dennoch Teil der Netzentgelte werden, auch ohne Netzentwicklungsplan.

Die Fernleitungsnetzbetreiber werden über eine Änderung der Gasnetzzugangsverordnung dazu verpflichtet, die erforderlichen Leitungen zu bauen. 90 Prozent der Kosten werden als Investitionsmaßnahme nach der Anreizregulierungsverordnung eingeordnet und so auf die Netznutzer gewälzt. Die restlichen zehn Prozent verbleiben beim Anlagenbetreiber. Werden alle drei derzeit in Deutschland geplanten LNG-Terminals gebaut, summiere sich die Entlastung der Investoren laut Verordnung auf rund 134 Mio. Euro, rechnet das Wirtschaftsministerium vor. Es sei daher mit einem „sehr geringen, unmerklichen Anstieg der Netzentgelte“ zu rechnen, der keine spürbare Auswirkung auf das Preisniveau haben werde. Laut Verordnung steigen die Netzkosten um rund 9 Mio. Euro im Jahr, „dies entspricht ungefähr 0,4 Prozent der heute festgelegten Erlösobergrenzen der deutschen Fernleitungsnetzbetreiber“.

ScreenAuf Einladung des US-Außenministeriums findet unterdessen bis zum 30. März eine Informationsreise über den US-LNG-Sektor statt. Die Reise soll Einblicke in die Entwicklung, Leistungsfähigkeit des noch jungen US-LNG-Exportsektors vermitteln.

35 : 45 HochformatFür Schleswig-Holstein nimmt Vize-Wirtschafts-Staatssekretär Kurt-Christoph von Knobelsdorff teil und schildert in diesem Reiseblog seine Eindrücke und Erkenntnisse.

Fehmarnbelttunnel: Ab morgen liegen die Plan-Unterlagen aus

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Weitere Etappe auf dem Weg zum Bau des Fehmarnbelttunnels zwischen Deutschland und Dänemark: Ab dem morgigen Dienstag (26. März) bis einschließlich 8. April liegt der im Januar erlassene Planfeststellungsbeschluss inklusive aller zugehörigen Dokumente für das Bauwerk an folgenden Orten während der jeweiligen Öffnungszeiten zur Einsichtnahme aus:

Stadt Fehmarn, Burg auf Fehmarn, Bahnhofstraße 5, 23769 Fehmarn, Dachgeschoss Zimmer 40 

Amt Oldenburg-Land, Hinter den Höfen 2, 23758 Oldenburg in Holstein, Sitzungsraum 3.2

Stadt Oldenburg i. H., Fachbereich 3 – Bauen, Umwelt und Liegenschaften, Markt 1, 23758 Oldenburg in Holstein, Raum 0.03

Amt Lensahn, Eutiner Straße 2, 23738 Lensahn, Erdgeschoss Sitzungszimmer

Amt Ostholstein-Mitte, Am Ruhsal 2, 23744 Schönwalde am Bungsberg, 1. Obergeschoss,  Bauamt

Stadt Neustadt i. H., Stadtbauamt, Kirchhofsallee 2, 23730 Neustadt in Holstein, Erdgeschoss, Raum 10

Gemeinde Scharbeutz, Am Bürgerhaus 2, 23683 Scharbeutz, Haus B, Foyer Erdgeschoss

Gemeinde Ratekau, Bäderstraße 19, 23626 Ratekau, Zimmer 28 „Raum Blücher“

Gemeinde Timmendorfer Strand, Strandallee 42, 23669 Timmendorfer Strand, Erdgeschoss, An der Zentrale im Eingangsbereich

Rathaus der Stadt Bad Schwartau, Markt 15, 23611 Bad Schwartau, Obergeschoss, Zimmer 215

Hansestadt Lübeck, Mühlendamm 12, 23552 Lübeck, Foyer des Bereiches Planen und Bauen, Raum 1.0.24

sowie während der aufgeführten Zeiten im

Amt für Planfeststellung Verkehr, Mercatorstraße 9, 24106 Kiel, 4. Obergeschoss, Raum 410, Mo – Fr: 9.00 – 12.00 Uhr sowie Mo – Do: 14.00 – 16.00 Uhr

und im

Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Mecklenburg-Vorpommern, Schloßstraße 6-8, 19053 Schwerin, Obergeschoss, Raum 225, Mo – Fr: 9.00 – 12.00 Uhr sowie Mo – Do: 14.00 – 16.00 Uhr

Darüber hinaus werden die Planunterlagen auch online unter https://planfeststellung.bob-sh.de/ einsehbar sein

Die dänische Projektgesellschaft Femern A/S hat unterdessen den teilweisen Sofortvollzug des Planfeststellungsbeschlusses für einige kleinere, reversible Teilmaßnahmen beantragt. Dabei handelt es sich – bis auf die Bohrungen zur Baugrunduntersuchung – um Maßnahmen an Land. Ziel dabei ist es nach Angaben des Unternehmens, den Bau des Tunnels so gut wie möglich vorzubereiten. Bei den beantragten Maßnahmen handelt es sich um Vorhaben mit dem Fokus auf Umwelt und Artenschutz.

 

Nach dem Druck ein erster Ruck: DB bringt ab nächster Woche Marschbahn in Schuss

Manchmal hilft Druck eben doch: Knapp anderthalb Jahre, nachdem Verkehrsminister Bernd Buchholz wegen der Zustände auf der Sylt-Strecke die ersten Sondermalus-Zahlungen gegen die DB-Regio verhängt hat, laufen nun pünktlich die ersten Verbesserungsarbeiten an. Die Strecke Hamburg-Westerland wird aufwendig saniert und modernisiert. Insgesamt 160 Millionen Euro will die Bahn dafür in den kommenden vier Jahren investieren.

Für Bernd Buchholz – und hoffentlich für viele Westküsten-Bewohner ebenso – die „Meldung der Woche“ (Video starten)