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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

Buchholz setzt mit neuem Büro im Silicon Valley auf Innovations-Impulse aus den USA

Wochenmeldung

Das in dieser Woche in San Francisco eröffnete „Northern Germany Innovation Office“ (NGIO) bietet aus Sicht von Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz größte Chancen dafür, das Innovationen aus den USA auch in Schleswig-Holstein zünden und hier langfristig Wirtschaftskraft entfalten. Erste Kontakte dafür hat unter Leitung des Chefs der  schleswig-holsteinischen Staatskanzlei, Dirk Schrödter, in den letzten Tagen eine Delegation von Wirtschafts- und Wissenschaftsvertretern aus dem Norden geknüpft. Begleitet wurde die Delegation auch von Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs.

Buchholz dankte Schroedter nicht nur für die Leitung der Delegation, sondern auch für den Aufbau der neuen SH-Dependance im Silicon Valley. Gesteuert wird das neue Büro von der „Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein“ (WT.SH).

Für Buchholz seine persönliche „Meldung der Woche“ (Video starten)

Und hier das Reise-Tagebuch unseres Kollegen Philipp Neuenfeldt

Reisenotizen aus dem Silicon Valley

Buchholz beim Wirtschaftsforum Offshore: Wir haben noch 1500 Megawatt Luft nach oben“

Offshore Versorgungsschiffe im Vorhafen, Helgoland Helgoland

Die Landesregierung will verstärkt auf Offshore-Windkraft setzen. «Wir wollen in einer Größenordnung von 1500 Megawatt noch freie Kapazitäten für Windräder in der Nordsee erschließen, die über einen Netzanschluss verfügen könnten», sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz heute der Deutschen Presse-Agentur. Dafür sei aber eine Sonderausschreibung im Jahr 2019 notwendig, zu der die Bundesregierung derzeit noch nicht bereit sei.

«Wir wollen im Offshore-Bereich noch mehr wachsen», so Buchholz. Denn dies sei die wirtschaftlichste Art, regenerative Energie zu erzeugen. Der Minister nahm die letzten beiden Tage am 7. Wirtschaftsforum Offshore auf der Nordseeinsel Helgoland teil.

Offshore
Buchholz während seiner Rede auf dem 7. Wirtschaftsforum Offshore auf Helgoland

Wie Buchholz weiter sagte, setze sich Schleswig-Holstein auf Bundesebene für deutlich höhere Ausbauziele ein. Die Grenze müsse von derzeit 15 Gigawatt installierter Windkraft-Leistung auf See mindestens auf 20, besser aber auf 25 Gigawatt angehoben werden.

Die Offshore-Technologie könne künftig nicht nur für den Stromsektor, sondern auch für die direkte Umwandlung in Wasserstoff genutzt werden. In diesem Zusammenhang unterstützte Buchholz ausdrücklich Pläne der Bundesregierung, neue Offshore-Parks auch ohne vorhandenen Stromnetzanschluss zu genehmigen. «Denn die Energiewende wird nur gelingen, wenn uns die Sektorkoppelung gelingt.» All dies könnte in einem «Reallabor» an der Westküste des Landes getestet und zur industriellen Reife gebracht werden. Buchholz: «Das ist eine Riesenchance für Schleswig-Holstein.»

„Die Welt“ berichtet über das Offshore-Forum hier:

zum Artikel

Land unterstützt neues Touristen-Angebot in Büsum mit 6,4 Millionen Euro

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Bescheidübergabe (von links): Dirk Johannsen, Vorsitzender des Kurbetriebsausschusses; Hans-Jürgen Lütje, Bürgermeister der Gemeinde Büsum; Minister Buchholz; Olaf Raffel, Geschäftsführer der Tourismus Marketing Service Büsum GmbH

Endspurt für einen neuen Tourismus-Leuchtturm in Büsum: Die vor über einem Jahr begonnenen Umbau- und Erweiterungsarbeiten des Gäste- und Veranstaltungszentrums (GVZ) gehen in die Schlussphase. Am 20. Oktober soll das Zentrum unter dem Namen „Watt’n Hus“ neu eröffnet werden. Das Land beteiligt sich an der Gesamtinvestition in Höhe von knapp 8,4 Millionen Euro mit 6,4 Millionen Euro.

Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz überreichte dafür gestern Abend in Büsum einen Förderbescheid an Büsums Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje und Tourismuschef Olaf Raffel. „Sie schaffen hier eine moderne multifunktionale Freizeiteinrichtung, mit der sie sich ein großes Stück unabhängiger vom Wetter und der Sommersaison machen. Sie verbessern auf diese Weise ihre Wettbewerbsposition mit einem attraktiven Anziehungspunkt, um den sie mancher Tourismusort beneiden dürfte“, sagte Buchholz.

Ansicht_Buchholz_063Buchholz sagte weiter

(Audio starten)

Nach den Worten des Ministers werde das neue „Watt`n Hus“ eine gelungene Mischung aus Tourist-Info, Lesesälen, einem Trauzimmer mit Meerblick, einem Saal mit Bühne, einem Kino und Büro- sowie Konferenzräumen. „Neben St. Peter-Ording und Westerland gehört Büsum mit jährlich zuletzt rund 300.000 Gästeankünften und fast zwei Millionen Übernachtungen zu den Spitzenorten an der Westküste. Hier zeigt sich also, dass sich Investitionen in die touristische Infrastruktur wie die ,Perlebucht‘ und die Deichpromenade auszahlen und obendrein private Investitionen wie Hotelbauten nach sich ziehen“, sagte Buchholz. Darum sei es wichtig, dass die Gemeinde weiter auf Qualität setze.

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So soll es aussehen: Das neue „Watt’n Hus“ wird am 20. Oktober in Büsum eröffnet

„Das Haus ist in den letzten 35 Jahren in seiner überwiegend touristischen Nutzung nahezu unverändert geblieben. Platz für eine Kinderbetreuung oder Schlechtwetter-Freizeitangebote fehlten im GVZ bisher gänzlich. Somit können wir nun einen wichtigen Schritt zur Sicherung und Erweiterung der Zielgruppenpotenziale – insbesondere im Bereich jüngerer Gäste und Familien mit Kindern – vollziehen“, so Bürgermeister Lütje.

Tourismuschef Raffel ergänzte mit Blick auf die positiven Wachstumszahlen: „Das neue Angebot wird uns auch deutlich in unserer Strategie nach vorne bringen, ein attraktives ganzjähriges Urlaubsziel zu werden. Im Wesentlichen trägt jetzt schon die Nebensaison zum Gästezuwachs bei. Zu unserer Freude wird Büsum immer stärker außerhalb der Hauptferienzeiten besucht.“

Als besonders erfreulich bezeichnete es Buchholz – zugleich Arbeitsminister des Landes – dass mit der Modernisierung zehn neue Arbeitsplätze geschaffen und 68 bestehende Jobs gesichert werden

Minister Buchholz erfreut: Niedrigste Arbeitslosenzahl im echten Norden seit 26 Jahren

Trotz eines leichten saisontypischen Anstiegs der Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vormonat sieht Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz den Arbeitsmarkt im echten Norden in Bestform: „Die Wirtschaft brummt, im Vergleich zum August 2017 haben wir einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um fast zehn Prozent und damit die niedrigste Arbeitslosenzahl in Schleswig-Holstein seit 26 Jahren,“ sagte der Minister heute in Kiel.

Erst gestern hatte beispielsweise das Bauhauptgewerbe im Land vermeldet, dass dort im ersten Halbjahr deutlich mehr Menschen beschäftigt wurden. Die Zahl lag bei knapp 13.800, sechs Prozent mehr als in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres. Die Bauarbeiter leisteten insgesamt 7,7 Millionen Arbeitsstunden. Das waren drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Buchholz appellierte vor diesem Hintergrund an junge Leute: „Obwohl das neue Ausbildungsjahr offiziell bereits begonnen hat, bestehen weiterhin beste Chancen, noch in diesem Jahr mit einer Ausbildung starten zu können.“ Zugleich erinnerte er daran, dass das Land mit dem Beratungsnetzwerk Fachkräftesicherung im Rahmen des Landesprogramms Arbeit die Sicherung und Gewinnung von Fachkräften fördere.

Er sagte weiter :

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im August in Schleswig-Holstein 84.879 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Arbeitslosen stieg jahreszeitlich üblich gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl um 9,6 Prozent, was 8.974 Personen entspricht. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 5,4 Prozent und damit 0,7 Prozentpunkte unter dem Wert von August 2017.

Als erfreulich bezeichnete Buchholz auch den Trend bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. So sei im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 1,5 Prozent zu verzeichnen gewesen. Auch im Bereich der Migranten und Flüchtlinge sei die Entwicklung erfreulich: „Die Jahreswerte der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern weisen seit 2016 steigende Tendenzen auf. Unser Arbeitsmarkt zeigt sich für Geflüchtete und Migranten also weiterhin aufnahmefähig“, so Buchholz. Bei der Zahl der arbeitslos gemeldeten Ausländer erwarte er dennoch in den nächsten Monaten einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen, da die Integrations- und Sprachkurse enden und sich die Betroffenen bei den Jobcentern melden.

Und hier das Rankung der Bundesländer nach den August-Zahlen:

Ranking

Der heiße Draht ist gespannt – die Arbeit unseres Silicon-Valley-Büros in San Francisco beginnt

Eroeffnung

Der heiße Draht zwischen Schleswig-Holstein und dem Silicon Valley ist gespannt: Gemeinsam mit dem Chef der Kieler Staatskanzlei, Dirk Schroedter, eröffnete Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute Nacht um 2 Uhr deutscher Zeit die gemeinsame Dependance von Schleswig-Holstein und Hamburg in San Francisco. Zu der Büroeröffnung und weiteren Terminen hält sich seit Sonnabend eine Delegation von rund 75 Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft in San Francisco auf.

Nach den Worten von Rohlfs ist das Projekt zunächst auf drei Jahre befristetet. Es solle Unternehmen aus dem Silicon Valley und San Francisco mit Akteuren aus Norddeutschland vernetzen. Dazu würden Mitarbeiter in San Francisco eng mit ihren Kollegen der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Technologietransfer (WTSH) in Kiel kooperieren. Firmen und innovative Gründer aus Schleswig-Holstein und Hamburg hätten mit dem „Northern Germany Innovation Office» eine zentrale Anlaufstelle an einem der bedeutendsten Standorte der IT- und High-Tech-Industrie weltweit.

Weiter sagte Rohlfs nach der feierlichen Eröffnung (Video starten):

Weitere Eindrücke und Notizen der Reise finden sich im Blog unseres Kollegen Philipp Neuenfeldt unter www.wimi-sh.blogspot.com

 

Hitziger Austausch beim zweiten Marschbahn-Gipfel des Kreises Nordfriesland

Obensicht
Volle Ränge: Die Aula der Friedrich-Paulsen-Schule ist bis auf den letzten Platz besetzt
Bohrende Fragen, verzweifelte Klagen, leidenschaftliche Appelle, hitzige Zwischenrufe, immer wieder verständnisloses Kopfschütteln – und dennoch: eine sachliche und gut strukturierte Diskussion. Rund 350 Bahnkunden löchern zur Stunde im Friedrich-Paulsen-Gymnasium in Niebüll Verantwortliche der DB AG und machen auf Einladung des Kreises Nordfriesland nebenbei ihrem Frust über die seit über einem Jahr andauernde Pannenserie auf der Syltstrecke Luft.

Das Themenspektrum: Wann und wie wird die Infrastruktur ausgebaut? Wie sieht der Zustand der Fahrzeuge aus, wie steht es um Personal und und Betriebsqualität?

Schon in den ersten Minuten wurde klar: Eine schnelle Lösung hat niemand. Doch immerhin – wie bereits bei den letzten Bahngipfeln: DB-Regio-Chef Torsten Reh und der Chef des Kundenmanagements, Michael Körber, hörten geduldig zu und äußerten großes Verständnis für die Sorgen und Nöte der Pendler. Und sie bekräftigten einmal mehr, die Probleme anzugehen.

Podium
Das Podium (von links): Achim Bonnichsen (Pendlerinitiative), Moritz Luft (Sylt-Marketing), Landrat Harssen, Hugo Gratza (BMVI), Burkhard Schulze (NAH.SH), Torsten Reh (DB Regio), Michael Körber (Leiter Kundenmanagement DB) und Volker Simmering (Paribus)
Verkehrsminister Bernd Buchholz setzt unterdessen vor allem Hoffnungen auf ein Spitzengespräch zwischen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, den er vor wenigen Tagen traf, und der Spitze des DB-Konzerns in Berlin. Dass das Sylt-Problem inzwischen ganz offensichtlich auch beim Bund und im Bahn-Tower angekommen ist, war auch daran zu erkennen: Bei der Diskussion in Niebüll saß erstmals auch der neue Abteilungsleiter im Bundesverkehrsministerium, Hugo Gratza (zuständig für Eisenbahnverkehre), mit auf dem Podium.

Mit Blick auf den nötigen Infrastrukturausbau machte Buchholz deutlich, dass die von der Deutschen Bahn angekündigten rund 160 Millionen Euro für die Grundsanierung der Bahnstrecke Elmshorn-Sylt nicht ausreichen, um die Probleme auf der Strecke zu lösen. «Wir brauchen die Zweigleisigkeit», sagte er. Die Eingleisigkeit und die hohe Zugdichte führten zu einem täglich wiederkehrenden chaotischen Fahrplan mit vielen Ausfällen und Verspätungen.

Auf der Strecke, die täglich von vielen Tausend Pendlern genutzt wird, gibt es seit langer Zeit Probleme. In Berlin müsse endlich begriffen werden, dass die Strecke als «vordringlicher Bedarf» in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden müsse, sagte Buchholz weiter. Er erwarte bald eine Entscheidung, betonte er in Richtung von Gratza.

Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen betonte, die Bahnstrecke sei die einzige Verbindung auf die Insel, es gebe keine Alternative. Er erwarte ebenfalls, dass die Zweigleisigkeit komme. «Sonst kommen wir alle nach Berlin», sagte er unter dem Applaus der rund 350 Zuschauer.

Minister Bernd Buchholz (FDP)

Im Anschluss an die Diskussion zog Buchholz im Gespräch mit Journalisten folgendes Fazit (Audio starten)

Einen Eindruck von der Diskussion vermitteln zwei Live-Streams auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/Wirtschaftsministerium.aktuell

Zu den wichtigsten Fragen über die Situation auf der Marschbahn berichtet der sh:z so:


Und so die „Kieler Nachrichten“:


Heute Abend: Weiterer „Bahn-Gipfel“ in Niebüll

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Sonnabend-Ausgabe des „Nordfriesland-Tageblatts“: Vorbericht auf den heutigen Bahnn-Gipfel

Knapp eine Woche nach dem Besuch von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer beschäftigt sich die Westküste heute Abend  ab 19 Uhr erneut mit den nach wie vor schlechten Zuständen auf der Marschbahn-Strecke. Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen hat ein weiteres Mal zu einem „Bahn-Gipfel“ eingeladen, zu dem unter anderem DB-Regio-Chef Torsten Reh und andere DB-Vertreter geladen sind (siehe Vorbericht „Nordfriesland-Tageblatt“ von Sonnabend)

Auch Verkehrsminister Bernd Buchholz wird nach Niebüll kommen.  Er erinnerte im Vorfeld der Sitzung daran, dass Bundesverkehrsminister Scheuer die andauernden Probleme auf der Bahnstrecke nach Sylt in dieser Woche ebenfalls bei der Deutschen Bahn in Berlin thematisieren will. «Ich werde das offensiv aufgreifen», hatte Scheuer am letzten Donnerstag nach einem Arbeitstreffen mit Buchholz in Flensburg erklärt. Es könne nicht sein, dass so viele Pendler, aber auch Touristen und Hotelgäste, unter den unhaltbaren Zuständen litten.

Buchholz sagte, auch über den zweigleisigen Ausbau der Strecke sei er im Gespräch mit der Bundesregierung. Er habe erfreut zur Kenntnis genommen, dass noch im dritten Quartal auf Bundesebene Entscheidungen über die so genannten vordringlichen Bedarfe des Bundesverkehrswegeplans anstünden.

Und so berichten heute früh die „Kieler Nachrichten“:

 

Buchholz zum neuen Unternehmerinnen-Forum der IB.SH: „Mut fassen – mitmachen…“

Meldung

Immer mehr Frauen entscheiden sich dafür, ihre eigene Chefin zu sein. Trotzdem ist der Berufswunsch „Unternehmerin“ für viele Frauen immer noch nicht selbstverständlich. Nur jedes dritte Unternehmen wird von einer Frau geführt. Die Selbständigenquote von Frauen ist im echten Norden nur halb so hoch wie bei Männern. Dabei besitzen mehr Frauen als Männer einen Berufsabschluss und fast jeder zweite Hochschulabschluss wird von einer Frau erzielt.

In Anbetracht der demographischen Entwicklung wird Schleswig-Holstein in Zukunft deutlich mehr Unternehmerinnen und weibliche Führungskräfte benötigen.

Zu seiner „Meldung der Woche“ hat Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz darum eine neue Veranstaltung der Innvestitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) gekürt – einfach Video starten…

Schleswig-Holstein rammt Pflock in die innovativste High-Tech-Region der Welt

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Blick aus dem Fenster des „Northers Germany Innovation Office Schleswig-Holstein / Hamburg“ in der Mont Gomery Street 101 in San Francisco

Take off in die innovativste und spektakulärste Technologie-Region der Welt: Eine Delegation der Landesregierung unter Leitung von Staatskanzlei-Chef Dirk Schrödter und Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs wird am Dienstag erstmals in der Landesgeschichte eine Schleswig-Holstein-Dependance in San Francisco eröffnen. Heute früh startete die Delegation – zur der auch Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer gehört – mit knapp 60 Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft in die USA. Am „Northern Germany Innovation Office“ ist auch Hamburg beteiligt.

Nach den Worten von Rohlfs ist das Ziel des zunächst auf drei Jahre befristeten Projektes, Unternehmen aus dem Silicon Valley und San Francisco mit Akteuren aus Norddeutschland zu vernetzen – darunter auch Verbände und Vereine. Dazu werden die Mitarbeiter in San Francisco eng mit ihren Kolleginnen und Kollegen der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein (WTSH) in Kiel kooperieren.

silicon-valley-startups„Es geht schlicht darum, die Tür zur innovativsten Region der Welt für uns zu öffnen“, sagt Staatskanzleichef Schrödter. Er dankte in dem Zusammenhang auch Kiels Oberbürgermeister Kämpfer für die intensiv gepflegte Städtepartnerschaft der Landeshauptstadt mit San Francisco sowie dem enormen Engagement des Vereins „The Bay Areas“. Die Kosten von jährlich 425.000 Euro für das zunächst bis 2021 laufende Projekt teilen sich das Land (300.000 Euro), Hamburg (50.000 Euro), Kiel (20.000 Euro) sowie verschiedene Unternehmen (55.000 Euro)

Schrödter: „Jetzt müssen wir die Kontakte und Beziehungen zwischen San Francisco und Schleswig-Holstein verstetigen und vertiefen.“ Dazu gehöre auch, dass der Norden vor Ort mit einem Verbindungsbüro präsent sei und Flagge zeige.

Rohlfs.jpgStaatssekretär Rohlfs sagte vor dem Abflug

(Audio starten – Pfeil klicken)

Das Silicon Valley steht nach Angaben der WT.SH für eine Vielzahl Unternehmen, die weltweit führend sind bei der Entwicklung neuer Technologien rund um das Thema Digitalisierung. Für mittelständische Firmen aus Schleswig-Holstein sei es sinnvoll, über den Tellerrand hinauszuschauen und von den Unternehmen im Silicon Valley zu lernen, sagte der Geschäftsführer der WTSH, Dr. Bernd Bösche. Vor allem gehe es darum, „übertragbare Denk- und Handlungsweisen zu identifizieren und für unsere Firmen nutzbar zu machen.“ Es gehe darum, „agile Managementmethoden und Unternehmenskultur, Denkweisen, Strukturen und Werkzeuge für unsere Unternehmen aufbereiten und erfahrbar machen.“

Solche Möglichkeiten aufzuzeigen und konkrete Angebote zu kreieren – das wird die Aufgabe der WTSH in den kommenden drei Jahren im Rahmen dieses Projektes sein, sagte Bösche. Darüber hinaus sollen Kooperationsmöglichkeiten zwischen schleswig-holsteinischen Unternehmen und Firmen im Silicon Valley ausgelotet werden.

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San Francisco downtown: Der Haupteingang des Northern Innovation Office

Das Netzwerk und die Verbindungen ins Silicon Valley sind durch das Team des Northern Germany Innovation Office vorhanden. Konkret sollen norddeutsche Unternehmen bei der Kontaktanbahnung zu Unternehmen in San Francisco und im Silicon Valley nach geeigneten Gesprächspartnern unterstützt werden. Sie erhalten damit auch die Möglichkeit, auf ihre Firmeninteressen zugeschnittene Aufenthalte im Silicon Valley durchzuführen und so Einblicke in die Arbeitsweise dort ansässiger Firmen und der Wissenschaft zu erhalten.

Zusätzlich soll das Northern Germany Innovation Office auch  die Werbetrommel für die Bundesländer Schleswig-Holstein und Hamburg in der San Francisco Region rühren  und am Standort Norddeutschland interessierte amerikanische Firmen beraten.

Zu den weiteren Partnern der neuen Einrichtung gehören die Landeshauptstadt Kiel sowie Eurocon Ewoldt und Rösler Consultants GmbH (Kiel), KPS-Concepts GmbH (Schönkirchen), Dataport (Altenholz) und die Mach AG (Lübeck). Die  WTSH hat das Büro in San Francisco im Auftrag des Landes seit April aufgebaut.

Und so berichten die „Kieler Nachrichten“ in ihrer Sonnabendausgabe:

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Hafenabend in Brunsbüttel mit guten Nachrichten aus Berlin

Gastgeber Schnabel (3.v.l.) mit Katja Freitag von German LNG (Mitte) und den Ehrengästen

Beim heutigen Brunsbütteler Hafenabend, zu dem Brunsbüttel-Ports-Chef Frank Schnabel über 130 Gäste begrüßte, hatte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz brandaktuelle Neuigkeiten im Gepäck. Hintergrund war das Gespräch, das er zusammen mit Ministerpräsident Daniel Günther am Vormittag in Kiel mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier geführt hatte: „Wir haben uns gemeinsam darauf verständigt bis Ende des Jahres zu klären, wie wir das Terminal-Projekt in Brunsbüttel fördern. Der Bund hat damit zum ersten Mal glasklar bestätigt, dass er sich bei der Förderung auch finanziell engagieren wird. Insofern war das heute ein bedeutender Tag – das Investoren-Konsortium kann nunmehr sicher davon ausgehen, dass die für die finale Investitionsentscheidung wichtige Klärung der Förderfrage rechtzeitig erfolgen wird. Ich freue mich sehr über dieses eindeutige Signal aus Berlin“, sagte Buchholz.

Hintergrund der veränderten Herangehensweise der Bundesregierung seien die Gespräche von EU-Kommissionspräsident Juncker mit US-Präsident Trump über die Beilegung der Handelsdifferenzen, erläuterte Buchholz. „Und siehe da: auf einmal spielt Brunsbüttel eine Rolle auf der Bühne der Weltpolitik“, ergänzte er augenzwinkernd.

Die Sprecherin der German LNG Terminal GmbH, Katja Freitag freute sich über die guten Nachrichten und berichtete im Folgenden über den derzeitigen Stand der laufenden Planungen zur Errichtung eines LNG-Terminals in Brunsbüttel, die von Brunsbüttel Ports und den ansässigen Industrieunternehmen maßgeblich unterstützt werden. Freitag erläuterte die Ernsthaftigkeit der Projektarbeit: „Die German LNG Terminal GmbH setzt bereits heute umfangreiche Ressourcen und Mittel für das Projekt ein. Knapp 30 Mitarbeiter sind damit beschäftigt, verbindliche Kundenverträge auszuhandeln sowie die technischen Vorarbeiten und den notwendigen Genehmigungsprozess zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Auch geht es uns darum, den Menschen vor Ort die Vorteile des Projektes näher zu bringen. Deshalb freuen wir uns bei solchen Veranstaltungen wie heute dabei zu sein. “

So berichten DLZ und sh:z in ihrer Freitagausgabe über den Hafenabend und den Altmaier-Besuch:


Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus