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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

Maut um Maut: Olesen sieht Pläne der Dänen noch nicht in Stein gemeißelt

Dänemarks Minister Olesen: Dänische Mautpläne stehen und fallen mit der deutschen Pkw-Maut

Olesen
SH-Ministerpräsident Günther beim Pressegespräch mit Dänemarks Verkehrsminister Ole Birk Olesen und SH-Verkehrsminister Bernd Buchholz

Der dänische Verkehrsminister Ole Birk Olesen hat im Gespräch mit seinem Amtskollegen Bernd Buchholz eingeräumt, dass die Maut-Pläne der Dänen vor allem eine Folge der deutschen Maut-Einführung seien. Wie Buchholz nach dem heutigen Treffen im Rahmen des Kopenhagen-Besuchs von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sagte, würden die Dänen auf die Einführung der Pkw-Maut durchaus verzichten, wenn auch in Deutschland von dem bereits beschlossenen Gesetz Abstand genommen werden würde.

Im Mittelpunkt des Besuchs standen allerdings vor allem gemeinsame Infrastrukturprojekte – insbesondere der geplante Bau des Fehmarnbelttunnels. Beide Seiten versicherten dabei erneut ihre Entschlossenheit zur Realisierung des Vorhabens und bestätigten das Ziel, im Sommer 2018 den Planfeststellungsbeschluss für das Sieben-Milliarden-Projekt vorzulegen. Am Vortag hatte der EU-Koordinator für die Transeuropäischen Netze, Pat Cox, bei einem Treffen mit Buchholz und EU-Parlamentariern in Brüssel erklärt, dass die EU für die vorgesehenen 1,7 Milliarden Euro an TEN-Fördermitteln keine reine Stichtagsbetrachtung vornehmen würden siehe hier

Buchholz_TonZu seinem Treffen mit Olesen sagte Buchholz

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Am Abend wird sich Buchholz noch mit den Chefs der dänischen Projektgesellschaft Femern A/S, Claus Dynesen und Claus Baunkjaer in Kopenhagen treffen.

Ministerpräsident Daniel Günther war unterdessen von der dänischen Königin Margrethe II. zu einer Privataudienz empfangen worden. «Es war sehr spannend, die dänische Königin zu treffen», sagte er nach der knapp halbstündigen Begebung in Schloss Amalienborg. Es habe eine sehr angenehme Atmosphäre geherrscht, «es war nicht stocksteif». Gesprochen wurde unter anderem über die Beziehungen zwischen Deutschland und Dänemark, die verwandtschaftlichen Beziehungen der Königin nach Deutschland sowie Martin Luther. Es sei ein tolles Gespräch gewesen, «irgendwie traurig, dass es dann zu Ende war. Aber wir haben ja beide noch Termine», sagte Günther.

Zuvor hatte der Ministerpräsident, der im Nachbarland seinen Antrittsbesuch absolvierte, ein Gespräch mit dem dänischen Regierungschef Lars Løkke Rasmussen. Beide Politiker bekannten sich darin zur guten Zusammenarbeit zwischen den Nachbarländern und betonten, die Kontinuität in der Minderheitenpolitik fortzuführen. «Es war ein sehr angenehmen Gespräch», sagte Günther nach dem Treffen mit Rasmussen. Es sei vereinbart worden, bei den wichtigen Themen, wie der Verkehrspolitik, aber auch in den Bereichen Gesundheit und Bildung den Austausch vorantreiben zu wollen.

 

Wieder Ausfälle und Ärger auf der Marschbahn – DB hofft auf Besserung ab Freitag

Kaum sind die Kupplungen repariert, machen nun die Züge Probleme auf der Marschbahn

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Wegen defekter Lokomotiven müssen sich Reisende auf der Marschbahnstrecke zwischen Hamburg und Sylt am Donnerstag auf einen Zugwechsel einstellen. Reisende müssen an diesem Tag in Elmshorn in einen der Züge aus Flensburg oder Kiel umsteigen, wie ein Bahnsprecher am Mittwoch sagte. Auf diese Weise will die Bahn verhindern, dass es auf der Strecke erneut zu ganzen Verbindungsausfällen kommt.

Am Dienstag waren zwölf  und am Mittwoch sogar 14 Verbindungen ausgefallen. Grund seien Lokomotiven, die Öl verlieren beziehungsweise deren Rußpartikelfilter verstopft sind, sagte der Bahnsprecher. Aktuell seien 8 von 15 Loks deshalb in der Werkstatt. Das führt derzeit zu Verspätungen und Ausfällen.

«Derzeit versuchen wir auf allen Kanälen zusätzliche Loks zu bekommen», sagte der Bahnsprecher. Für die defekten Einheiten würden auch Werkstattkapazitäten in Hannover genutzt. Die Bahn hatten den Betrieb und die Wagen auf der rund 240 Kilometer langen Strecke im Dezember von der Nord-Ostsee-Bahn (NOB) übernommen.

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Im Gespräch mit RSH-Reporter Andreas Otto sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz am Rande seiner Kopenhagen-Reise zu der Situation

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Pat Cox: Beltquerung zu bedeutend für strikte Auslegung der „take it – or loose it“-Regel

EU-Koordinator sieht zeitlichen Spielraum für Belttunnel-Fördermittel – Buchholz: Gutes Signal für beide Länder.

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Trafen sich heute in Brüssel: TEN-Koordinator Pat Cox und SH-Verkehrsminister Buchholz

Gute Nachricht aus Brüssel am Rande des Besuchs von Ministerpräsident Daniel Günther in Kopenhagen: Der EU-Koordinator für das Fehmarnbelt-Projekt, Pat Cox, sieht selbst bei langwierigen Klageverfahren gegen die Feste Fehmarnbeltquerung kaum eine Gefahr, dass EU-Fördergelder für das Projekt verfallen könnten. Bei einer Veranstaltung mit EU-Parlamentariern und Verkehrsminister Bernd Buchholz heute in Brüssel machte der ehemalige EU-Parlamentspräsident deutlich, dass das Vorhaben für Europa zu bedeutend sei, um die so genannte „take it or loose it“-Regel strikt anzuwenden. Nach diesem Grundsatz verfallen EU-Fördergelder, wenn sie bis zu einem bestimmten Stichtag nicht abgerufen werden. Nach den Worten von Cox werde er sich bei der EU-Kommission dafür einsetzen, dass es für dieses wichtige TEN-Projekt (Transeuropäische Netze) einen großzügigen zeitlichen Puffer geben werde.

„Das ist eine enorm wichtige Aussage für die deutsche wie für die dänische Seite“, sagte Buchholz mit Blick auf die absehbaren Klagen und die insgesamt 12.600 Einwendungen gegen die Beltquerung. Buchholz stößt morgen zur Delegation von Daniel Günther in Kopenhagen dazu.

Wörtlich sagte Buchholz nach seinem Brüssel-Besuch  (Audiopfeil klicken)

Bei dem Treffen in Brüssel hatte Buchholz den EU-Abgeordneten im Europaparlament die Entschlossenheit der Landesregierung versichert, den Tunnel zwischen Puttgarten und Rodby zu bauen und das Planfeststellungsverfahren mit Sorgfalt und Hochdruck voranzutreiben.

Die insgesamt rund sieben Milliarden Euro teure Beltquerung soll mit rund 1,7 Milliarden Euro aus so genannten TEN-Mitteln (Transeuropäische Netze) der EU gefördert werden.

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So soll der Absenktunnel unter dem Fehmarnbelt aussehen

Unterdessen hat das dänische „Oxford Research“-Institut eine neue Studie vorgelegt, in der die wirtschaftlichen Pozenziale der Querung für den gesamten europäischen Raum durchleuchtet werden. Danach bietet der Tunnel vor allem die Möglichkeit, sich von einem Transportkorridor zur Entwicklung einer grenzüberschreitenden Region mit einem zunehmend komplementären Arbeitsmarkt sowie einer engen Zusammenarbeit in Forschung und Lehre zu entwickeln. Dabei könnten Unternehmen hochqualifizierte Arbeitskräfte aus dem gesamten Korridor rekrutieren und die Menschen hätten einen Anreiz, zu pendeln, um einen neuen Job oder einen entsprechenden Ausbildungsplatz  zu finden, schreiben dien Autoren.

Weiter heißt es: Die durch den Tunnel verbundenen Regionen werden mit den führenden Innovationszentren Europas wie etwa dem Großraum London, Paris und Amsterdam vergleichbar sein. Derzeit könnten weder Hamburg noch Kopenhagen in dieser Kategorie konkurrieren.

Die vollständige Expertise hier: Staircase to Growth

Die Wirtschaft im echten Norden ist im ersten Halbjahr weiter gewachsen

Buchholz zufrieden mit Wirtschaftswachstum seit Januar – Bauwirtschaft weiter am Anschlag

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Das verarbeitende Gewerbe hat im ersten Halbjahr kräftig aufgeholt

Schleswig-Holsteins Wirtschaft ist im ersten Halbjahr 2017 weiter gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt, die Summe aller erzeugten Güter und Dienstleistungen, stieg – verglichen mit dem Vorjahreszeitraum – um nominal 3,2 Prozent. Der reale Anstieg, bereinigt um Preisveränderungen, betrug 1,7 Prozent, wie das Statistikamt Nord heute mitteilte. Damit liegt Schleswig-Holstein unter dem Bundesdurchschnitt von 2,0 Prozent. Sieben der 16 Bundesländer verzeichneten ein höheres Wachstum als Schleswig-Holstein. Die Zahlen beruhen auf vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder.

Einen starken Anstieg verbuchte das Baugewerbe. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz sagte, die Branche arbeite weiterhin am Anschlag und nutze die dauerhaft hohe Auftragslage allmählich auch für Kapazitätserweiterungen. Negativ habe sich für den Energiesektor die länger als geplant andauernde Abschaltung des AKW Brokdorf ausgewirkt. Es sei nahezu das ganze erste Halbjahr in Revision gewesen. «Diese Lücke konnte der ansonsten erfreuliche Zuwachs im Bereich der Erneuerbaren Energien nicht kompensieren.»

Sehr zufrieden zeigte sich der Minister mit dem verarbeitenden Gewerbe: Trotz Einbußen bei einigen Großunternehmen wie Senvion oder Prinovis sei die Wertschöpfung um fast 5 Prozent gestiegen – und damit stärker als im Bundesdurchschnitt. Stabilisiert habe sich nach dem Russland-Embargo das Ernährungsgewerbe. Es habe sich neue Märkte erschlossen.

Die Würfel sind gefallen: Das sind die Sieger des Startup-Summercamp

Schleswiger „Protonauten“ gewinnen ersten SH-Startup-Wettbwerb – Buchholz: Mutmacher für die Gründerszene

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Gewinner Jonas Stamm mit Kerstin Ehlers – Vize-Abteilungsleiterin im Wirtschaftsministerium

Das von dem Schleswiger Jonas Stamm gegründete StartUp „Protonaut“ ist am Abend in Kiel mit dem ersten Preis des landesweit ersten StartUp-Summercamp ausgezeichnet worden. Der 25-jährige Programmierer und sein Team setzten sich in einem einwöchigen Wettbewerbs-Camp im Rahmen der Digitalen Woche in Kiel gegen acht Mitbewerber durch. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz gratulierte den Jungunternehmern: „Das ist nicht nur eine stolze Leistung, sondern vor allem ein riesiges Mutmacher-Signal an unsere lebendige Gründerszene im Land.“

Ansicht_Buchholz_088Buchholz sagte nach der Siegerehrung

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Stamm und sein Team erhielten von Kerstin Ehlers, Abteilungsleiterin im Wirtschaftsministerium, 7000 Euro Preisgeld für die Entwicklung einer Cloud-Lösung für Bauunternehmen zur Vorplanung, Zeiterfassung, Abrechnung und Verwaltung von Mitarbeitern und Bauvorhaben.

Unsere Kollegin Sonja Kubovcsik sprach mit Stamm nach der Preisverleihung:

Den mit 5000 Euro dotierten zweiten Preis erhielt das Münchner Startup „Crashtest Security“ für ein Cybersicherheits-Paket, das mittels künstlicher Intelligenz kritische Sicherheitslücken in Echtzeit findet. Den dritten Preis (3000 Euro) holte sich das aus Ludwigshafen stammende Jungunternehmen „Pododesk“ für die Entwicklung einer innovativen Cloudanwendung zur Verwaltung von Praxen der Heilhilfsberufe.

Minister Buchholz lud das Protonaut-Team ein, ihm bei nächster Gelegenheit das Geschäftskonzept ausführlich zu präsentieren Er danke zugleich Microsoft Deutschland, das den Wettbewerb des Landes vor allem personell und mit Know how unterstützt hatte.

Die insgesamt neun angetretenen Startup‘s hatten in dem Camp eine Woche lang die Möglichkeit, intensiv mit Profis an ihrer Geschäftsidee zu arbeiten. Nach den Worten von Buchholz bewegten sich alle softwarebasierten Konzepte auf dem Boden der schleswig-holsteinischen Stärkefelder – etwa im Bereich Energie, maritimen Wirtschaft, Gesundheitswirtschaft, Medizintechnik, Pharma, Biotechnologie oder eGovernment.

Nach den Worten des Ministers sollen die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Wettbewerb dazu genutzt werden, „in Schleswig-Holstein künftig dauerhaft und professionell junge Gründer zu begleiten. Seit Beginn dieses Jahres stehen den Netzwerkpartnern für die Umsetzung von gründungsunterstützenden Projekten 6,9 Millionen Euro aus dem Landesprogramm Wirtschaft zur Verfügung.

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Gruppenbild mit allen Teilnehmern, die eine Woche lang im Wissenschaftszentrum an ihren Geschäftsideen feilten

Nach den Deutschen nun auch die Dänen? Kopenhagen erwägt Maut-Einführung

Buchholz zu Maut-Überlegungen der Dänen: Folge der vierjährigen Debatte in Deutschland

An der Deutsch-dänischen Grenze werden Kennzeichen erfasst

Urlaub in Dänemark könnte für viele Autofahrer bald teurer werden. Die dänische Regierung prüft die Einführung einer Pkw-Maut. Die Regelung könnte ab 2020 gelten und jährlich 300 Millionen Kronen (rund 40 Mio Euro) in die Staatskasse spülen, wie die dänische Nachrichtenagentur Ritzau heute berichtet. Demnach sollen ausländische Autofahrer bis zu 130 Euro im Jahr zahlen, um auf dänischen Straßen fahren zu dürfen. Die dänische Regierung will sich dabei das in Deutschland geplante Modell zum Vorbild nehmen. Dänische Autofahrer sollen ebenfalls Maut zahlen, das soll aber durch geringere Abgaben ausgeglichen werden.

Verkehrsminister Bernd Buchholz – der kommende Woche mit Ministerpräsident Daniel Günther nach Kopenhagen reisen wird – zeigte sich über den Vorstoß wenig überrascht, zugleich aber enttäuscht.

BundesratAm Rande des Bundesrats in Berlin – hier im Gespräch mit Europaministerin Sütterlin-Waack – sagte Buchholz zu den Mautplänen…

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Nach Lärmschutz-Einigung mit der Gemeinde Hamberge: Bahn frei für den eHighway in SH

Habeck und Buchholz ebnen Weg für den ersten E-Highway in Schleswig-Holstein

Unterzeichnung

Über die Autobahn 1 bei Lübeck sollen von Ende 2018 an Lastwagen mit Elektroantrieb rollen. Mit Bundesmitteln entsteht dort auf einem knapp sechs Kilometer langen Abschnitt eine von zwei bundesweit geplanten Teststrecken. Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck und Wirtschaftsminister Bernd Buchholz sowie Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen unterzeichneten heute eine entsprechende Vereinbarung. «Der E-Highway bietet die Möglichkeit, einen ökonomisch wie ökologisch nachhaltigen Güterverkehr auf den Weg zu bringen», sagte Buchholz bei der Unterzeichnung in Kiel.

Ansicht_Buchholz_088Buchholz sagte zu dem Projekt weiter

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Die Kosten für den Feldversuch zwischen der Anschlussstelle Reinfeld und Lübeck betragen rund 14 Millionen Euro. Der zweite Testabschnitt in Deutschland ist auf der A5 zwischen Darmstadt und dem Frankfurter Flughafen geplant. «Die Hoffnung ist, dass dies künftig zur Basisinfrastruktur einer deutschen Autobahn wird», sagte  Habeck.

Das Projekt sieht die Nutzung von Hybrid-Lkw vor, die auf den Testabschnitten in beide Richtungen auf Knopfdruck auf den Elektroantrieb umschalten und automatisch den Stromabnehmer ausklappen. Dafür werden entlang der Strecke im Abstand von 65 Metern Masten mit zweipoligen Oberleitungen aufgestellt. An der Fahrbahn selbst muss dafür nichts verändert werden. Lkw ohne Stromabnehmer können problemlos darunter fahren.

An dem Projekt beteiligt ist auch Schiffbauingenieur Jan Bachmann von der Fachhochschule Kiel. «Wir halten Oberleitungen für den sinnvollsten Ansatz», sagte er. Möglich sei damit eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Kilometern pro Stunde. «Für Lkw reicht das allemal.» Geplant ist auch eine Isolation der Leitungen zum Schutz von Vögeln. Wissenschaftler wollen durch den Feldversuch wichtige Erkenntnisse zur Elektromobilität im Straßengüterverkehr gewinnen.

Wirtschaftsminister Buchholz sprach von einem «innovativen Projekt». Nach seiner Ansicht «werden 70 Prozent des Güterverkehrs im Zweifel auf der Straße bleiben». Umweltminister Habeck sieht das ähnlich und spricht von einem «sehr verheißungsvollen System». «Die Vorstellung, dass irgendwann keine Lkw mehr auf den Autobahnen fahren werden, ist sehr unwahrscheinlich.» Deshalb sei es nötig, andere Möglichkeiten auszuloten, den Verkehr sauberer zu machen. «Gerade als Land, das viel erneuerbaren Strom produziert, sind wir gefragt, mit Pilotprojekten in der Elektromobilität voranzugehen.»

Bis Ende November 2018 sollen die Bauarbeiten beendet sein. Eine Spedition aus der Region Lübeck wird die Strecke dann nach derzeitigem Stand mit vier oder fünf Elektro-Lkw über mehrere Jahre befahren. Deren Lastwagen werden ihren Strom aus der Leitung ziehen. Möglich ist es auch, Batterien während der Fahrt aufzuladen.

 

StartUp-Summercamp: Buchholz und Kämpfer drücken Daumen für den Endspurt

Endspurt im Rennen um die besten Konzepte beim „StartUp-SummerCamp“ im Kieler Wissenschaftszentrum.

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Kämpfer, Buchholz und Stephan Jacquemot von Microsoft mit den angehenden Jung-Unternehmern Benjamin Flum  (My study genius), Jonas Stamm (Protonaut) und Jan-Henrik Steffen (Groundkeeper)
Noch bis zum kommenden Sonnabend feilen neun junge Gründer-Teams aus ganz Deutschland – darunter drei aus Schleswig-Holstein – an Geschäfts­konzepten rund um das Thema Digitale Wirtschaft. Am Sonnabend wird eine Jury die drei besten Startups küren und Geldpreise zwischen 3000 und 7000 Euro vergeben. Die Preisvergabe werden wir auf unserem Facebook-Kanal live übertragen.

„Wir drücken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Daumen, ganz besonders natürlich unseren Bewerben aus Schleswig-Holstein“, sagte heute Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz, der das Camp gemeinsam mit Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer besuchte. „Schon die Tatsache, dass Sie hier alle mit großem Engagement und vielen zündenden Ideen angetreten sind, macht Sie zu Gewinnern“, sagte Kämpfer.

Und hier kommen unsere SH-Teilnehmer ein wenig selbst zu Wort:

Die neun angetretenen Startup‘s erhalten in dem Camp – das von Microsoft Deutschland unterstützt wird – die Chance, intensiv mit Profis an ihrer Geschäftsidee zu arbeiten. Nach den Worten von Buchholz sollen die softwarebasierten Konzepte sich auf dem Boden der schleswig-holsteinischen Stärkefelder bewegen – etwa im Bereich Energie, maritime Wirtschaft, Gesundheitswirtschaft, Medizintechnik, Pharma, Biotechnologie oder eGovernment.

Wie Buchholz weiter sagte, sollen die Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Wettbewerb dazu genutzt werden, „in Schleswig-Holstein künftig dauerhaft und professionell junge Gründer auf ihrem Weg vom Geistesblitz bis zum ersten Kreditantrag zu begleiten“. Dabei sei eine enge Zusammenarbeit mit dem im Juni gegründeten „StartUP Schleswig-Holstein e.V.“ geplant. Hervorgegangen ist der Verein aus dem „Innovationsorientierten Netzwerk Schleswig-Holstein“.

Seit Beginn dieses Jahres stehen den Netzwerkpartnern für die Umsetzung von gründungsunterstützenden Projekten 6,9 Millionen Euro aus dem Landesprogramm Wirtschaft zur Verfügung.

So berichtet der sh:z in seiner Freitagausgabe 


Alle Teilnehmer-Teams im Überblick:

Protonaut Schleswig Cloud-Lösung für Bauunternehmen zur Vorplanung, Zeiterfassung, Abrechnung und Verwaltung von Mitarbeitern und Bauvorhaben.
MyStudyGenius Kiel All-in-one Lösung, die Anbietern von Aus- und Weiterbildungen hilft, ihren Alltag besser zu organisieren.
Gaia Nutrition Hamburg Künstliche Intelligenz, die individuelle Ernährungspläne für Unternehmen im eHealth oder Fitnessmarkt erstellt.
Higgs Live München Die einfachste Art, Events einfach und professionell in Netz live zu übertragen.
Crashtest Security München Cybersicherheit, die mittels künstlicher Intelligenz kritische Sicherheitslücken in Echtzeit findet.
Ticketrunner Köln Die Organisatoren von Events können ihre Fans zu Ticketverkäufern werden lassen, um die Reichweite zu erhöhen und Verkaufszahlen zu steigern.
Pododesk Ludwigshafen Innovative Cloudanwendung zur Verwaltung von Praxen der Heilhilfsberufe und termin-/kundenorientierten Dienstleistungsbetrieben
Green Mile Düsseldorf Die cloudbasierte Softwareplattform Freightpilot reduziert durch intelligente Tourenplanung das LKW-Aufkommen in Innenstädten um bis zu 20%.
Groundkeeper Kiel Smart City Sportportale für Kommunen, Krankenkassen, Sportanbieter und Freizeitsportler für erleichterten zeitsparenden Zugang.

 

Tourismus im echten Norden auch bei Regen auf der Sonnenseite

Auch ohne Dauer-Sonnenschein: Der Juli hat dem Land wieder mehr Gäste beschert

Beitrag
Im Aufwind: Ostsee-Ferienort Scharbeute – Buchholz mit OHT-Chefin Lauritzen und Bürgermeister Volker Owerien

Trotz des wenig sommerlichen Wetters verläuft der Tourismus in Schleswig-Holstein weiterhin positiv: Der Aufwärtstrend bei den Gäste- und Übernachtungszahlen hielt auch im Juli an. Nach den heute (20. September) vom Statistikamt Nord  veröffentlichten Zahlen wurden in den größeren Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten sowie und auf den Campingplätzen des Landes nahezu 1.100.000 Gäste  und mehr als 4.800.000 Übernachtungen gezählt. Dies ist ein Anstieg von 3,1 beziehungsweise 3,4  Prozent im Vergleich zum Juli des vergangenen Jahres. „Diese Ergebnisse zeigen, dass wir in der Gunst der Urlauberinnen und Urlauber weiter zugelegt haben und mit vielen attraktiven Angeboten immer saison- und wetterunabhängiger werden“, sagte Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz zu der Juli-Bilanz. In die Erhebung einbezogen waren 3 734 geöffnete Beherbergungsstätten mit 182 000 Betten sowie 273 geöffnete Campingplätze.

Von den Auswirkungen des unbeständigen Wetters im Juli waren allerdings die Campingplätze im Land betroffen. Vor allem in den Regionen Ostsee und Holsteinische Schweiz  waren in diesem Monat Rückgänge bei den Ankünften (-4,0 bzw. -12,4 %) und Übernachtungen  (-7,9 bzw. -7,8 %) zu verzeichnen.

Vergleicht man die Monate Januar bis Juli mit dem Vorjahreszeitraum weist die Statistik  insgesamt eine Steigerung der Gästezahlen um 5,1 Prozent und bei den Übernachtungen von 4,9 Prozent aus. Schleswig-Holstein liegt damit erneut bei den Übernachtungen über dem Bundesdurchschnitt (+ 3 %).

Nach den Worten von Buchholz zeigt ein Blick auf die Betriebsarten, dass hiervon vor allem die Segmente Hotellerie (mit Gasthöfen und Pensionen) und so genannten Parahotellerien (Erholungs- und Ferienheime, Ferienzentren, Ferienhäuser/-wohnungen, Jugendherbergen) mit einem Zuwachs von 5,5 Prozent bzw. 6,8 Prozent profitieren. Doch auch die Campingplätze verzeichnen – trotz der witterungsbedingten Einbußen – für  den Zeitraum ein Plus von 2,2 Prozent bei den Übernachtungen.

Aktuelle Stunde: Buchholz-Rede zum Vergabe-Mindestlohn in Schleswig-Holstein

Buchholz in Debatte über Vergabe-Mindestlohn: Wir folgen Hamburg und Niedersachsen

Mit einem rhetorisch aufgeladenen Schlagabtausch haben Regierungsfraktionen und Opposition heute im Landtag über die politische Geschlossenheit der Jamaika-Koalition gestritten.Anlass für die von SPD und SSW beantragte Aktuelle Stunde waren Äußerungen von FDP-Wirtschaftsminister Buchholz, der sich – analog zu den SPD-geführten Ländern Hamburg und Niedersachsen für die Abschaffung des so genannten Vergabe-Mindestlohns von 9,99 Euro pro Stunde für öffentliche Aufträge ausgesprochen hatte – obwohl dies im Koalitionsvertrag nicht vorgesehen ist.

Natürlich halte er sich an den Koalitionsvertrag, betonte Buchholz. Es sei vereinbart, das Tariftreue- und Vergabegesetz bürokratisch zu entrümpeln. Ziel sei es, Schleswig-Holstein zum mittelstandsfreundlichsten Bundesland zu machen. Grünen-Fraktionschefin Eka von Kalben sprach von «viel Lärm um nichts».

Hier die Rede von Buchholz zum Nachhören und -schauen: