Buchholz: SH-Arbeitsmarkt trotz saisontypischer August-Delle weiterhin robust
Köche dringend gesucht: An der Hannah-Arendt-Schule Flensburg erhalten angehende Köche ihren Berufsschulunterricht
Nach den heute vorgelegten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist die Zahl der Arbeitslosen in Schleswig-Holstein um 3,2 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. „Dieser Anstieg ist vor allem saisonbedingt, weil immer noch viele Jugendliche einen Ausbildungsplatz und Unternehmen eine Auszubildende oder einen Auszubildenden suchen“, sagt Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz.
Nach BA-Angaben stieg die Zahl der Arbeitslosen in der Gruppe der 15- bis 25-Jährigen um 10,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Auch die Zahl der arbeitslosen Migranten und Flüchtlinge nahm um 5,4 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Hintergrund: Durch das Ende der Sprach- und Integrationskurse meldet sich diese Gruppe zunehmend bei den Arbeitsagenturen.
Mit Blick auf den vom Bundeskabinett am Mittwoch gebilligten Fortschrittsbericht zum Fachkräftekonzept appellierte Buchholz an die Unternehmen, die Angebote der Landesregierung zu nutzen: „Bereits jetzt haben die Unternehmen in bestimmten Branchen und Berufen, etwa im handwerklichen Bereich oder in der Gesundheits- und Pflegebranche zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Fachkräfte zu finden.
Mit dem Beratungsnetzwerk Fachkräftesicherung oder dem Weiterbildungsbonus fördert das Land im Rahmen des Landesprogramm Arbeit mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds die Sicherung und Gewinnung von Fachkräften, gerade auch für kleine und mittlere Unternehmen.“ Wie der Minister weiter sagte, stehe der Weiterbildungsbonus zudem auch Auszubildenden offen, da eine Ausbildung in Verbindung mit fachlicher Weiterbildung ebenfalls ein probates Mittel gegen einen Fachkräfteengpass sei.
Ein weiterhin erfreulicher Trend zeigt sich laut Buchholz bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung mit einem Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (hochgerechnete Juni-Werte). „Die anhaltend gute Beschäftigungsentwicklung macht deutlich, dass unsere mittelständische Wirtschaft gut aufgestellt ist und der Trend für den Arbeitsmarkt weiterhin positiv ist.“
Startschuss für ersten „Hein-Schönberg“-Abschnitt: Ab Montag fahren Züge auf der Strecke Kiel – Oppendorf.
Der erste Zug startet Montag (4. September) am Kieler Hauptbahnhof um 5:12 Uhr. Die Züge fahren dann von morgens bis abends im Stundentakt und halten außer am Kieler Hauptbahnhof und in Oppendorf auch an der neuen Station Kiel-Ellerbek und bei Bedarf (Haltewunschtaste) an der Station Kiel Schulen am Langsee. Sonntags fahren zunächst keine Züge.
Den genauen Fahrplan gibt es in der Fahrplanauskunft auf www.nah.sh. Die Fahrzeit von Kiel Hauptbahnhof nach Oppendorf beträgt 13 Minuten; bis Kiel-Ellerbek sind es sieben Minuten. In den Zügen gelten die üblichen Fahrkarten des Schleswig-Holstein-Tarifs, die auch schon in den Bussen gelten, ebenso die Mehrfahrtenkarten.
Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz bekräftigte die Absicht der Landesregierung, das von der Vorgänger-Regierung aufs Gleis gesetzte Projekt zuende zu bringen: „Wir werden den Ausbau weiter umsetzen und im ersten Schritt mit der neuen Bahn den Kieler Osten besser und schneller anbinden.“ Im zweiten Schritt solle dann ab 2020 die Probstei vom neuen ,Hein Schönberg‘ profitieren.“
Eine Einzelfahrkarte von Oppendorf oder Kiel-Ellerbek in die Kieler Innenstadt kostet 2,60 Euro; die Monatskarte im Abonnement kostet 49,50 Euro. Als besonderes Angebot bietet DB Regio Schleswig-Holstein den ersten 50 neu gewonnenen Abonnenten unter www.bahn.de/sht-abo einen BestChoice-Gutschein über 20 Euro.
Der Vorsitzende der Regionalleitung Region Nord der DB Regio AG Torsten Reh: „Das neue Angebot ist gerade für Pendlerinnen und Pendler sehr interessant. Wir wollen die belohnen, die sich besonders schnell für die neue Bahn entscheiden.“
Betreiber der neuen Bahnstationen im NAH.SH-Design ist die AKN Eisenbahn AG. Die AKN ist vom Land zudem damit beauftragt, die weiteren Ausbaumaßnahmen auf der Gesamtstrecke bis zum Schönberger Strand zu planen und durchzuführen.
AKN-Vorstand Wolfgang Seyb: „Zurzeit bereiten wir das Planfeststellungsverfahren für die Reaktivierung der Reststrecke vor. Im Herbst starten wir unabhängig davon mit notwendigen Instandhaltungsarbeiten ab Oppendorf bzw. Schönkirchen.“ Einen genauen Zeitplan für diese Arbeiten erarbeitet die AKN derzeit.
Rund um die neuen Bahnstationen informiert NAH.SH die Haushalte per Postwurfsendung über das neue Angebot, wie NAH.SH-Chef Bernhard Wewers berichtet: „Ich bin sicher, dass die Menschen die schnelle Verbindung schnell schätzen werden. Mein Wunsch ist ganz klar: Einfach einmal ausprobieren!“
Einen prominenten Testfahrer gibt es am Ende der ersten Betriebswoche: „Am Freitag, 8. September mache ich mir im Zug um 13:07 Uhr ab Kiel selbst ein Bild. Ich würde mich freuen, dann viele Oppendorfer und Ellerbeker im Zug zu treffen.“, so Buchholz.
Mehr zum Nahverkehr in Schleswig-Holstein gibt es unter: www.nah.sh und das neue Faltblatt zum neuen „Hein Schönberg“ zum download hier
Bettina Bunge wird neue Chefin der TASH – Buchholz: Gewinn für Schleswig-Holstein“
Von Dresden in den echten Norden: Bettina Bunge
Wechsel an der Spitze der TASH: Wie Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz heute (29. August) in Kiel mitteilte, wird gegen Jahresende die Marketing- und Tourismusexpertin Dr. Bettina Bunge (49) die Geschäftsführung der Tourismus Agentur Schleswig-Holstein übernehmen. „Wir sind froh, dass wir mit Frau Bunge eine überaus erfahrene Kennerin der Branche gewonnen haben“, kommentierte Buchholz die Personalentscheidung. Die Geschäftsführung der Landesmarketingorganisation wird derzeit noch im Rahmen einer Interimslösung von Frank Behrens von der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer GmbH Schleswig-Holstein (WTSH) wahrgenommen, nachdem die ehemalige Geschäftsführerin Andrea Gastager das Unternehmen Anfang 2016 verlassen hatte.
Bettina Bunge ist Diplom-Kauffrau, promovierte Expertin im Bereich Dienstleistungsqualität und seit über acht Jahren Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH. Davor war Bunge, die in Lüneburg geboren wurde, in leitender Funktion in verschiedenen Unternehmen und Marketingorganisationen tätig, unter anderem bei der Hamburg Tourismus GmbH, der Deutschen Zentrale für Tourismus e.V. und der Deutschen Lufthansa AG. Im Rahmen eines bundesweiten Ausschreibungsverfahrens hatte sich Bunge gegen rund 80 Bewerberinnen und Bewerber durchgesetzt, die ebenfalls ihr Interesse an der touristischen Spitzenposition im Land bekundet hatten.
Buchholz: „Nachdem in den letzten Jahren erheblich investiert wurde, verfügt Schleswig-Holstein über ein qualitativ hochwertiges Angebot an öffentlicher touristischer Infrastruktur, Hotels und Ferienwohnungen. Um diese Potenziale auszuschöpfen, bedarf es aber auch eines professionellen Marketings nicht nur auf regionaler und lokaler Ebene, sondern auch auf Landesebene. Der Leitung der Tourismus Agentur Schleswig-Holstein kommt deshalb auch eine Schlüsselposition bei der Umsetzung der Tourismus Strategie Schleswig-Holstein 2025 zu.“
Bunge wird ihre neue Aufgabe voraussichtlich zum 1. November 2017 übernehmen.
Buchholz besucht Ostsee-Holstein-Tourismus (OHT) in Scharbeutz: Erfreulicher Boom – aber auch mit Luft nach oben
Volker Owerien, Bürgermeister von Scharbeutz, erläutert Buchholz die Investitionen in die touristische Infrastruktur während der letzten Jahre.Schleswig-Holsteins Rekordwerte im Tourismus verdankt das Land vor allem der boomenden Ostseeküste. Allein 3,4 Milliarden Euro vom knapp acht Milliarden Euro umfassenden SH-Gesamt-Umsatz der Branche werden hier erwirtschaftet. Von der Leistungsfähigkeit und den Perspektiven der Region überzeugte sich heute in Scharbeutz Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz bei einem Besuch bei der Geschäftsführerin des Ostsee-Holstein Tourismus e.V.., Katja Lauritzen. Sowohl Buchholz als auch Lauritzen machten bei dem Ortstermin klar: Eine enorm große Herausforderung, um die Destination auf Erfolgskurs zu halten, ist die zunehmende Digitalisierung der gesamten Branche.
Im Gespräch mit Wiebke Ledebrink von Sat 1 sagte Buchholz nach dem Besuch an de Ostseeküste
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Nach den Worten von Lauritzen hören sich Begriffe wie Chatbots, AMP-Formate und schema.org „erst mal so gar nicht nach Urlaubsplanungen an, sind jedoch Herausforderungen, der sich die Tourismuswirtschaft immer mehr ausgesetzt sieht.“ Sie erläuterte, wie rasant die technische Entwicklung Destinationen zum Handeln zwinge. Bei Buchholz traf sie damit auf offene Ohren. Der ehemalige Medien-Unternehmer sieht in der Digitalisierung große Chancen. Das Herunterbrechen auf den Tourismus sei dabei sehr wichtig. Google oder Facebook würden ihre Geschäftsmodelle gekonnt auf sich beziehen und immer weniger Spielraum für Destinationsmarketing oder auch Buchungsplattformen lassen. „Erfolgreiche Strategien in diesem Bereich zu entwickeln, kann nur gemeinsam gelingen. Daher suchen wir als OHT auch den Brückenschlag zum Land und den anderen Destinationen in Schleswig-Holstein, sowie den LTOs, so Lauritzen.
Ostsee vs. Holsteinische Schweiz
Ein weiteres prägnantes Thema benannte Lauritzen, in dem sie die unterschiedliche Entwicklung der Destinationen Ostsee und Holsteinische Schweiz aufzeigte. Die Ostsee boome stark und habe zahlreiche Leuchtturmprojekte, die helfen, einen aktiven Imagewandel voranzutreiben. Trotz des Baus dieser Einheiten würden sich die Kapazitäten relativ stabil entwickeln. Gerade einmal neun Prozent mehr Betten seien in den letzten zehn Jahren dazugekommen. Entgegen der Entwicklung in der holsteinischen Schweiz mit 23 Prozent weniger Hotelbetten im vergleichbaren Zeitraum. „Die Entwicklung bestätigt das Ziel der neuen Landesregierung, den Binnenlandtourismus stärker in den Fokus zu nehmen, so Buchholz.
Buchholz mit Bayside-Seniorchef Jürgen Haltermann in dessen HotelEr bedauerte, dass in der Vergangenheit zu wenig Konzepte und Ideen in den Regionen entwickelt wurden, um den Binnenlandtourismus zu stärken. Er appellierte an die Tourismusakteure, entsprechende Projekte zu entwickeln und wies auf Fördermittel des Landes zur touristischen Nutzung des Natur- und Kulturerbes sowie zur Erstellung regionaler Touristischer Entwicklungskonzepte hin. „Diese Unterstützungsmöglichkeiten sind gerade auch für Regionen im Binnenland interessant, werden derzeit aber noch zu wenig nachgefragt,“ so der Minister. Katja Lauritzen bestätigte, dass es in der Holsteinischen Schweiz noch zu wenig Leuchtturmprojekte gebe. „Die Nachfrage nach neuen Hotels ist da. Es bedarf jedoch kluger Konzepte, die sich gezielt an Segmenten orientieren und sich an den Stärken der Region orientiert, sieht Lauritzen die Chancen für die Region.
Scharbeutz/ Haffkrug
In einem Rundgang erläutert Volker Owerien, Bürgermeister der Gemeinde Scharbeutz, die rasante Entwicklung der Gemeinde durch die Umsetzung intelligenter Infrastrukturmaßnahmen am Beispiel der Dünenmeile und der Promenade, mit denen auch eine wichtige Initialzündung für weitere Investitionen der Privatwirtschaft einherging. „Die Investitionen der öffentlichen und privaten Hand stehen in Abhängigkeit zueinander und machen in unserer Gemeinde ein Volumen von insgesamt 80 Millionen € aus“. Minister Dr. Buchholz wies darauf hin, dass das Land die Promenade in Scharbeutz mit knapp, 5,7 Mio. Euro und den Kurpark mit 700.000 Tsd. Euro gefördert hat. „Die Entwicklung in Scharbeutz zeigt, dass sich diese Investitionen ausgezahlt haben. Wir werden unsere Tourismusorte auch weiterhin bei dem Bau und der Attraktivierung ihrer touristischen Infrastruktur finanziell unterstützen,“ erklärte Minister Dr. Buchholz. .
Schlafstrandkorb
Die Innovationskraft der Destination wird mit dem Schlafstrandkorb zum Ende des Termins deutlich. Die Erfolgsstory schlechthin. Er schützt vor Wind, bietet ein Dach über dem Kopf, hat kleine Tischchen, so dass ein Buch oder eine Tasse Kaffee abgestellt werden können. Er lässt sich drehen und wenden, immer der Sonne entgegen. Und seit 2016 dient er als Nachtlager. Schlafstrandkörbe sind die neuste Errungenschaft an den Ostseestränden. „Insgesamt 18 Körbe stehen in zehn Orten zur Verfügung und bieten das einmalige Erlebnis „Strandschlafen“ an.
Ab 39,90 Euro kann das „kleine Abenteuer“ erlebt werden, sagt Katja Lauritzen und ergänzt, dass die Schlafstrandkörbe für dieses Jahr so gut wie ausgebucht sind www.strandschlafen-ostsee.de.
Strandgang: Bürgermeister Owerien (links) mit den Tourismus-Expertinnen Caroline Backmann und Katja Lauritzen sowie Tourismus-Minister Buchholz
Dänen versichern Buchholz: Maut-Nachlass für großen Belt kein Problem für Belttunnel – Minister bekräftigen Fahrplan
Olesen und Buchholz auf der Aussichtsplattform von Femern A/S in Rødby im Gespräch mit Journalisten
Bei ihrem ersten Treffen haben Verkehrsminister Dr.Bernd Buchholz und sein dänischer Amtskollege Ole Birk Olesen heute (25. August) im dänischen Rødbyhavn den bisherigen Zeitplan zum Bau des Fehmarnbelttunnels bekräftigt. Nachdem vor wenigen Wochen in Lübeck ein erheblicher Teil der insgesamt 12.600 Einwendungen gegen das Projekt von deutscher Seite mündlich erörtert wurde, sei es nach wie vor das gemeinsame ehrgeizige Ziel, im Sommer 2018 den Planfeststellungsbeschluss für den knapp 19 Kilometer langen Tunnel vorzulegen.
Buchholz sagte zu dem Treffen unter anderem
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„Ich habe dabei nochmals deutlich gemacht, dass der entscheidende Erfolgsfaktor eine hohe und damit gerichtsfeste Qualität der Planunterlagen ist“, sagte Buchholz nach dem Treffen. Dafür seien von den beiden Trägern des Projekts, der dänischen Projektgesellschaft Femern A/S und der Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), auch noch einige Hausaufgaben zu erledigen. Dabei gehe es vor allem um ökologische Fragestellungen und Sicherheitsaspekte, die noch weiter vertieft werden müssten. „Sie können aber sicher sein, dass die schleswig-holsteinische Landesregierung geschlossen hinter diesem Projekt steht und fest entschlossen ist, es auch zu verwirklichen“, sagte Buchholz zu seinem Amtskollegen. Angesichts der Proteste auf deutscher Seite gehe er aber fest davon aus, dass der Planfeststellungsbeschluss beklagt werde.
Nach Angaben von Claus F. Baunkjær, Vorstandschef von Femern A/S, habe man in den Zeitplan bereits zwei Jahre für die erwarteten Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht eingerechnet. Der Bau des rund sieben Milliarden teuren Tunnels solle dann 2020 beginnen und 2028 fertiggestellt sein. „Bei einer Länge von fast 19 Kilometern zwischen Puttgarden und Rødby handelt es sich damit um den weltweit größten kominierten Auto- und Eisenbahntunnel“, sagte Baunkjær.
Die am Vortag bekannt gewordene Absicht der dänischen Regierung, in den kommenden Jahren schrittweise die Maut auf der Strecke über den Großen Belt abzusenken, hat nach Einschätzung von Olesen keine gravierenden Auswirkungen auf das Projekt. Zwar führe die Verbilligung der Alternativ-Route absehbar zu einer Verlagerung des Verkehrs zu Lasten der Beltquerung, an der geplanten Amortisationszeit von 36 Jahren ändere sich allerdings nichts, so der dänische Verkehrsminister. Buchholz erklärte dazu: „Das ist eine reine Angelegenheit des dänischen Staates, der ja auch Hauptgesellschafter bei Femern A/S ist.“
Die feste Fehmarnbelt-Querung bedeute allein für Deutschland einen volkswirtschaftlichen Gewinn von mindestens fünf Milliarden Euro – bezogen auf die nächsten 50 Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt laut einem sh:z-Bericht eine neue Studie des dänischen Gutachter-Büros Dansk Brancheanalyse Die Annahme von Studien-Autor Ole Egholm beruht auf der Erwartung, dass das Verkehrsaufkommen bereits in den ersten zehn Jahren nach Eröffnung des Tunnels um das 3,5-Fache zunimmt. Das würde sieben statt heute zwei Millionen Fahrzeuge pro Jahr bedeuten. Egholm argumentiert mit den Erfahrungen mit den Brücken über den Großen Belt und den Öresund. Dort seien die Fahrzeugmengen im ersten Jahrzehnt nach der Einweihung auch um mehr als das Dreifache gestiegen. Zudem geht er von deutlich niedrigeren Maut-Gebühren als den heutigen sehr hohen Fährpreisen aus.
Mit Blick auf den anstehenden Ersatz der maroden Rader Hochbrücke machten beide Minister bei dem Treffen deutlich, dass ein sehsspuriger Neubau für die Vekehrsströme zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark deutlich besser und zukunftsweisender sei als der bislang geplante vierspurige Ersatz. „Ich bin zu diesem Thema mit dem Bundesverkehrsministerium nach wie vor im Gespräch“, sagte Buchholz.
Buchholz im Gespräch mit den beiden Scandlines-Geschäftsführern Søren Poulsgaard Jensen (links) und Senior-Kapitän Johannes WasmuthIm Anschluss an das Treffe mit Olesen besuchte Buchholz die Geschäftsleitung der deutsch-dänischen Reederei Scandlines, die auch nach der Verwirklichung der Beltquerung ihen Fährbetrieb zwischen Puttgarden und Rødby aufrecht erhalten will. Im Mittelpunkt dabei standen die Anbindung des Fährhafens in Puttgarden nach dem Bau des Belttunnels sowie Sicherheitsaspekte während der Bauzeit. Buchholz erinnerte in dem Zusammenhang an den Koalitionsvertrag der Landesregierung, in dem Scandlines eine vernünftige Anbindung des Hafens zugesichert worden sei.
„Wir haben zu beiden Punkten ein sehr harmonisches und konstruktives Gespräch geführt und vereinbart, die strittigen Fragen bei Treffen unserer Fachleuten zu vertiefen“, so der Minister. Er sei erfreut darüber gewesen, dass seitens der Reederei-Geschäftsleitung überaus deutlich gemacht worden sei, dass es aus Sicht von Scandlines keineswegs darum gehe, den Bau der Beltquerung in Frage zu stellen, sondern vor allem darum, durch den Tunnelbau für die Kunden nicht schlechter erreichbar zu sein als vorher. „Ich bin zuversichtlich, dass wir tragfähige Kompromisse finden“, so der Minister.
Weiter sagte Buchholz (Startpfeil klicken):
Über das Treffen mit Scandlines berichten die LN so:
Bei seiner letzten Station zum Thema Beltquerung besuchte Buchholz am Nachmittag in der Gemeinde Presen bei Puttgarten Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerinitiative „Beltretter“, die ihm über 130.000 Unterschriften gegen das Tunnelprojekt übergaben.
„Beltretter“-Sprecherin Karin Neumann (Mitte) übergibt Buchholz die Kartons mit den Online-Petitionen Nach dem einstündigen Treffen mit der Bürgerinitiative sagte Buchholz (Startpfeil klicken)
Und last, not least: Der gestrige Besuch bei den Dänen aus dem Blickwinkel von Sat-1-Redakteur Uwe von Pein: zum Beitrag
Begegnung am Belt: Buchholz und sein dänischer Amtskollege Olesen treffen sich morgen in Rødbyhavn
Dänemarks Transportminister Olesen und SH-Verkehrsminister Buchholz
Deutsch-dänische Verkehrsthemen – insbesondere der weitere Weg zum Bau des Tunnels unter dem Fehmarnbelt – stehen morgen im dänischen Rødbyhavn auf der Agenda des ersten Zusammentreffens von Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz mit seinem dänischen Amtskollegen Ole Birk Olesen.
Nach einem internen Gespräch im Femern A/S-Infocenter ab 9.45 Uhr werden beide Minister ab 11 Uhr das Gelände von Femern A/S besichtigen, auf dem sich die künftige Fabrik für die Tunnel-Elemente der Beltquerung befinden wird. Begleitet werden die beiden Politiker unter anderem von dem für die Genehmigungsverfahren zuständigen Femern-A/S-Vizedirektor Ajs Dam.
Treffpunkt für Journalisten: Aussichtsplattform von Femern A/S
Anschließend stehen Olesen wie Buchholz als auch Ajs Dam bei der Aussichtsplattform von Femarn A/S der Presse ab etwa 11.30 Uhr für Fragen und kurze Interviews zur Verfügung.
Im Anschluss wird Buchholz auf der Rückfahrt nach Puttgarden ab 12.30 Uhr auch die Geschäftsleitung der Firma Scandlines auf der Fähre „Deutschland“ treffen, wo ab 15 Uhr ebenfalls ein kurzes Pressegespräch stattfindet.
Ein Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der „Beltretter“ in Ostholstein steht für Buchholz morgen ebenfalls auf dem Programm: Er wird unter anderem Sprecherin Karin Neumann am Nachmittag für eine Stunde treffen. Der Termin selbst ist nicht presseöffentlich
Am Abend um 19 Uhr eröffnet Buchholz die Messe „Schaufenster Geesthacht“ im Kreis Herzogtum-Lauenburg.
Damen-Programm mit industriepolitischen Folgen – Ministerin bekräftigt Interesse an U-Booten aus SH
Norwegens Verteidigungsministerin Ine Marie Eriksen Søreide bei ihrem tkms-Besuch mit Minister Buchholz (links) und den Vorstands-Managern Peter Feldhaus und Andreas Burmester
Die deutsche und die norwegische Marine wollen im Bereich U-Boote ihre strategische Partnerschaft ausbauen. Das bekräftigten heute Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und ihre norwegische Amtskollegin Ine Marie Eriksen Søreide bei einem Besuch in Schleswig-Holstein. Von der Leyen sagte: «Norwegen ist für uns der absolute Wunschpartner.» Und auch die norwegische Verteidigungsministerin, die am Nachmittag von Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz bei einem Besuch der Werft Thyssen Krupp Marine Systems (tkms) begleitet wurde, lobte die Kooperation mit Deutschland als wichtigstem Partner im Marinebereich. «Angesichts der Tatsache, dass Deutschland und Norwegen den gleichen U-Boot-Typ ordern, ergeben sich enorme Möglichkeiten der vertieften Kooperation», sagte Søreide.
Aus Sicht von Wirtschaftsminister Buchholz hat der deutsch-norwegische Schulterschluss vor allem für den Industriestandort Schleswig-Holstein enorme Bedeutung: Norwegen will vier U-Boote in Kiel bauen lassen, die deutsche Marine zwei weitere identische Boote. Die deutsche und die norwegische Marine wollen künftig unter anderem bei Training, Übungen und Instandhaltung der U-Boote kooperieren.
Buchholz sagte dazu nach dem Werftbesuch weiter:
Aktuell stehe eine Arbeitsgemeinschaft unter Beteiligung von tkMS und der Kieler Werft German Naval Yards zudem kurz davor, den Auftrag für den Bau von fünf neuen Korvetten der Klasse K 130 für die deutsche Marine zu erhalten. „Für die aktuell 2800 Mitarbeiter von tkms in Schleswig-Holstein – darunter allein rund 800 Ingenieure – eine überaus gute Nachricht“, so Buchholz. Thyssen-Krupp arbeite zudem mit über 20 Zulieferunternehmen aus Schleswig-Holstein zusammen, die 2016 durch tkMS rund 110 Millionen Euro an Auftragsvolumen abgearbeitet hätten.
Die vier anstehenden norwegischen U-Boote soll Thyssen-Krupp in Zusammenarbeit mit norwegischen Firmen produzieren. Die Verträge sollen 2019 unterzeichnet und die Boote zwischen 2025 und 2030 ausgeliefert werden. Medienberichten zufolge sollen die U-Boote – je nach Ausstattung – bis zu 560 Millionen Euro pro Stück kosten, was einem Auftragswert von insgesamt rund drei Milliarden Euro entspricht.
Wie Buchholz weiter sagte, gelte die Technologie der U-Boote von tkMS als weltweit führend, da keine anderen konventionellen U-Boote so lange abgetaucht und damit unbemerkt operieren können.
Für den Marinestützpunkt Eckernförde hatte von der Leyen am Vormittag eine Aufstockung der Dienstposten von derzeit mehr als 3000 um zusätzliche 400 Stellen angekündigt. In den nächsten fünf bis sieben Jahren werde die Bundeswehr 260 Millionen Euro investieren, insbesondere in die Hafenanlage und die modernisierungsbedürftigen Unterkünfte. «Dieser Standort hat Zukunft», erklärte die Ministerin.
tkms-Vorstandsmitglied Burmester erläutert der Ministerin Einzelheiten des U-Boot-Baus
Schleswig-Holstein-Tourismus bricht weiteren Rekord: Halbjahresbilanz so gut wie noch nie
Beliebtes und nahezu ausgebuchtes Ferienziel: Die Insel Föhr
Nach einer leichten Verschnaufpause im Mai haben die Juni-Tourismuszahlen deutlich zugelegt und die Halbjahresbilanz für Schleswig-Holstein auf ein neues Rekordniveau anwachsen lassen: Laut Statistikamt Nord wurden im Juni in den größeren Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten sowie auf Campingplätzen des Landes rund 895.000 Gäste und über 3,4 Millionen Übernachtungen gezählt. Das ist im Vergleich zum Juni des letzten Jahres ein Plus von 13,4 Prozent bei den Gästen und von 13,8 Prozent bei den Übernachtungen.
Buchholz sagte zu den Halbjahreszahlen
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„Vergleicht man die Ergebnisse von Januar bis Juni mit dem Vorjahreszeitraum übertrifft das erste Halbjahr sogar die hervorragenden Ergebnisse aus 2016“, so Buchholz weiter. So hätten in den ersten sechs Monaten fast 3,6 Millionen Menschen und damit 5,8 Prozent mehr Gäste ihren Urlaub in Schleswig-Holstein verbracht als noch im Vorjahr. Mit mehr als 11,7 Millionen Übernachtungen im ersten Halbjahr seien die Ergebnisse des letzten Jahres damit um 5,5 Prozent übertroffen worden. Buchholz: „Wir liegen bei den Übernachtungen somit einmal mehr deutlich über dem Bundesdurchschnitt von drei Prozent. Und das zeigt uns, dass wir mit unserer Tourismus-Strategie, mit der wir vor allem auf Qualität setzen, auf dem richtigen Weg sind.“
In die Erhebung einbezogen waren 3 659 geöffnete Beherbergungsstätten mit 176 000 angebotenen Gästebetten sowie 273 geöffnete Campingplätze.
Der Minister kündigte für kommenden Montag (28. August) einen Besuch an der Ostseeküste an, um sich auf Einladung des Ostsee-Holstein-Tourismus e.V. den Ferienort Scharbeutz anzusehen. Hier wurden mit Unterstützung des Landes unter anderem die Promenade, der Kurpark und diverse Hotelprojekte gefördert.
Eutins Bahnhof wird noch schöner: Land und Kommune setzen ersten Spatenstich für neuen Vorplatz
Verkehrsminister Buchholz beim ersten Spatenstich zusammen mit Eutins Bürgermeister Carsten Behnk (rechts)
Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz hat heute offiziell die Bauarbeiten für einen neuen Busbahnhof (ZOB) in Eutin gestartet. Im Zuge der Sanierung der historischen Innenstadt kommt diesem Projekt gemeinsam mit dem bereits neugestalteten Bahnhofsvorplatz als Entrée zur Innenstadt eine besondere Bedeutung zu. Der ZOB wird nach den Worten von Eutins Bürgermeister Carsten Behnk komplett umgestaltet und wird sich künftig moderner und funktionaler präsentieren. Die Umgestaltung des ZOB ist der zweite Bauabschnitt der Gesamtmaßnahme „Neugestaltung Bahnhofsvorfeld-ZOB“. Die Arbeiten sind bis Juli 2018 terminiert. Nachdem bereits der Bahnhofsvorplatz in den vergangenen beiden Jahren modernisiert wurde, schließt sich der ZOB jetzt an. Die Anlage ist als teilüberdachter Mittelbussteig mit umlaufenden Sägezahn-Haltestellen mit acht Haltekanten konzipiert.
Über das Bauprojekt sagte Buchholz bei dem Termin:
Der Minister sagte dazu weiter: „Eutin ist mit der Bahn hervorragend an Kiel und Lübeck angebunden. Genauso wichtig wie die Bahnverbindung selbst ist aber natürlich auch der Weg zum oder vom Bahnhof. Der neue Busbahnhof, die neuen Fahrradabstellplätze und der modernisierte Vorplatz machen es noch angenehmer, die Bahn ab Eutin zu nutzen.“
Auch optisch und gestalterisch wird sich das Bahnhofsumfeld aus einem Guss zeigen mit neuem Pflaster, zeitgemäßen Möbeln und Leuchten. Der neue ZOB wird auch über ein Blindenleitsystem verfügen. Kurzum: der neue ZOB wird zeitgemäßer, barrierefreier und besser erreichbar sein.
Die Haltestellen für alle Buslinien befinden sich zurzeit auf der gegenüberliegenden Seite am Güterbahnhof (ehemaliger Parkplatz) an der Elisabethstraße. Dort war zuvor der Ersatzbusbahnhof eingerichtet worden. Der Bahnhofsvorplatz wurde bereits von Mai 2015 bis März 2016 komplett neu gestaltet. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme liegen bei knapp 4 Millionen Euro.
Am Bahnhofsgebäude sind im vergangenen Jahr auch 200 neue Fahrradstellplätze entstanden – darunter auch eine abschließbare Fahrradbox. Die Fahrradabstellanlage hatte das Land mit knapp 80.000 Euro gefördert. Für Bahnhofsvorplatz und ZOB stehen 1.965.000 Euro Förderung bereit. Für das Dach des ZOB hat die Stadt eine weitere Förderung in Höhe von rund 250.000 Euro beantragt.
Minister Buchholz betonte weiter: „Wir wollen den Nahverkehr im Land weiter voranbringen – dafür investieren wir natürlich auch in die Infrastruktur. In Eutin und an vielen anderen Stellen im Land.“ Insgesamt ist im Zuge der Stadtsanierung eine intuitive Leitung vom Bahnhof zum großen Eutiner See durch eine klare Strukturierung der Wegebeläge in Kombination mit einer durchgehenden Baumreihe geplant.
Das Konzept für die Innenstadtsanierung wird gemeinsam mit dem Büro RMP, Stephan Lenzen, Landschaftsarchitekten, umgesetzt. Das Büro konnte in einem großangelegten Wettbewerb 2014 eine Jury aus Experten überzeugen. Das in Eutin ansässige Büro Höger und Partner begleitet die Umsetzung der Maßnahme vor Ort.
Buchholz trifft heute in Kiel norwegische Verteidigungsministerin, vorher: Spatenstich in Eutin
Die strategische Partnerschaft zwischen der deutschen und norwegischen Marine steht heute im Mittelpunkt eines Treffens von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und ihre norwegische Amtskollegin Ine Marie Eriksen Søreide in Eckernförde (11 Uhr). Beide wollen sich auf dem Marinestützpunkt über das U-Boot-Ausbildungszentrum der deutschen Marine informieren.
Außerdem gehen beide an Bord eines U-Bootes der Klasse U212 A. Norwegen will vier U-Boote, die auf dieser Klasse basieren, auf der Kieler Werft TKMS bauen lassen. Darum besucht Søreide am frühen Nachmittag (13 Uhr7in Begleitung von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz die Kieler Werft, um sich einen Einblick in die Produktion zu verschaffen.
Heute früh (9 Uhr) wird Buchholz gemeinsam mit Kommunalpolitikern in Eutin den ersten Spatenstich für den Neubau des Bahnhofsvorplatzes setzen. Das Land fördert das Projekt mit rund zwei Millionen Euro.
Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus