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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

So werden die gebeutelten Sylt-Pendler für ihre Geduldsproben entschädigt

NAH-SH zu Zugausfällen auf der Marschenbahn: Entschädigungen können ab sofort beantragt werden

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Pendler, die von oder nach Sylt fahren oder zwischen Heide und Itzehoe unterwegs sind, erhalten eine Entschädigung für die gravierenden Qualitätseinbußen in den letzten Wochen. Das hatten das Land Schleswig-Holstein, die NAH.SH GmbH und die Nord-Ostsee-Bahn (NOB) am Freitag vereinbart. Nun stehen die Details zur Abwicklung fest.

Wer bekommt die Entschädigung?

Entschädigt werden Zeitkartenkunden – also Abonnenten, Monatskartenbesitzer und Wochenkartenbesitzer, die eine gültige Zeitkarte für den Zeitraum zwischen dem 11. November und 11. Dezember 2016 haben. Das gilt auch für die entsprechenden Schülerkarten. Netzkartenbesitzer und Schwerbehinderte mit einer Wertmarke erhalten ebenfalls eine Entschädigung, wenn sie einen Nachweis erbringen, dass sie auf den entsprechenden Abschnitten unterwegs sind. Die Entschädigung wird unabhängig von der Anzahl der Fahrkarten nur einmal je Person ausgezahlt.

Die Vereinbarung gilt für Pendler, die mit ihren Zeitkarten ganz oder teilweise in den Korridoren Niebüll – Westerland oder Heide – Itzehoe unterwegs sind. Einige Beispiele: Pendler von und nach Sylt erhalten eine Entschädigung; Fährgäste, die von Husum nach Klanxbüll unterwegs sind, bekommen sie ebenfalls. Ebenso sieht es für Pendler aus, die z.B. zwischen Wilster und Hamburg fahren. Für Fahrgäste, die ausschließlich z. B. zwischen Niebüll und Heide oder von Itzehoe Richtung Hamburg pendeln, gilt die Entschädigung nicht, weil sie keinen der beiden Korridore befahren. Sie können wie gewohnt die NAH.SH-Garantie in Anspruch nehmen.

Die Entschädigung erfolgt pauschal und unabhängig vom Fahrkartenwert. Abonnenten und Monatskartenbesitzer erhalten 80 Euro, Wochenkartenbesitzer 20 Euro. Fahrgäste mit Wertmarken erhalten eine Entschädigung in Höhe von 20 Euro. Es handelt sich um eine freiwillige Leistung des Landes, der NAH.SH GmbH und der NOB.

Wie erhalten Fahrgäste die Entschädigung?

Die NOB kümmert sich um die Abwicklung der Zahlungen per Überweisung. Alle Zeitkarteninhaber, die die Entschädigung beantragen möchten, senden eine Kopie ihrer Zeitkarte per Mail unter Angabe ihrer vollständigen Bankverbindung und dem Betreff „Entschädigung Hamburg – Westerland“ an post@nob.de. Wir bitten um Verständnis, dass die Bearbeitung der Entschädigungsansprüche mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann.

Weil die NOB wegen Kupplungsproblemen kurzfristig 90 Reisezugwagen aus dem Verkehr ziehen musste, ist es seit dem 10. November auf der Strecke Hamburg – Westerland zu großen Störungen im Betrieb gekommen. Vor allem zwischen Niebüll und Westerland fuhr die NOB teilweise mit deutlich verringerten Kapazitäten. Zugausfälle waren ebenfalls eine Folge der Engpässe. Die Linie RB 62 Heide – Itzehoe konnte die NOB aufgrund fehlender Fahrzeuge durchgehend nur mit Busersatzverkehr fahren. Deshalb haben sich Land, NAH.SH und NOB entschieden, Pendler auf diesen beiden Streckenabschnitten zu entschädigen.

Weitere Informationen zum Nahverkehr in Schleswig-Holstein finden Sie unter www.nah.sh

 

 

 

Ein „Green Port“ als kleinster gemeinsamer Nenner der Häfen Kiel und Lübeck?

Nach Spitzengespräch: Häfen Kiel und Lübeck suchen gemeinsamen Nenner im „Green-Port-Konzept“

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Spitzentreffen: Das von CLM-Chef Prof. Carlos Jahn (rechts) vorgestellte Gutachten wurde vor wenigen Tagen von Minister Meyer mit den Oberbürgermeistern von Kiel, Dr. Ulf Kämpfer (links), seinem Hafenchef Dr. Dirk Claus (2.v.l.), Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (2.v.r) und Lübecks Hafenchef Ulfbenno Krüger (3.v.r.) diskutiert.

Eine enge Kooperation der Häfen Kiel und Lübeck ist wegen äußerst unterschiedlicher Strukturen und Geschäftsmodelle an beiden Standorten aus Sicht von Fachleuten kaum umsetzbar. Ein vom Land beauftragtes Gutachten des Fraunhofer-Centers für Maritime Logistik (CML) kommt zu dem Ergebnis, dass ein Schulterschluss beider Hafenunternehmen jedoch auf weichen Kooperationsfeldern wie einem gemeinsamen Marketing, einem gemeinsamen Einkauf oder auf dem Feld des Maritimen Umweltschutzes machbar wäre.

Wie Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute in Kiel nach einem in der Vorwoche erfolgten Gespräch mit den Bürgermeistern und Hafenchefs beider Städte sagte, greife man diesen „kleinsten gemeinsamen Nenner“ nun auf und bereite die Entwicklung eines „Green-Port-Konzepts“ vor. Dabei gehe es vor allem um das Ausloten von Synergien  bei der Entsorgung von Schiffsabwässern oder anderer Schiffsabfälle sowie um technologische Lösungen beim Einsatz alternativer Schiffstreibstoffe  wie Methanol oder LNG (Liquefied Natural Gas). „Ein solches „Green-Port-Konzept“, das  mit Kiel und Lübeck beginnen kann, wäre auch offen für eine Beteiligung der anderen Häfen im Lande. Auch ist eine Förderung von investiven Maßnahmen im Rahmen dieses Konzepts möglich “, so Meyer.

Die Ro-pax-Fähre - Regina Seaways - kommt aus dem litauischen Klaipeda
Port of Kiel: Ostsee-Marktführer für Norwegen, Westschweden und das Baltikum

Mit Blick auf das von CML empfohlene engere gemeinsame Marketing beider Ostseehäfen erinnerte Meyer daran, dass es zwar bereits seit Jahren gemeinsame Messeauftritte gäbe. Aber sowohl das Gutachten als auch das Gespräch mit allen Beteiligten habe ebenso deutlich gemacht, dass gemeinsames Marketing nur dann gut funktioniere, wenn die beworbenen Märkte außerhalb von Europa liegen. So würden Kiel und Lübeck bereits seit Jahren gemeinsam Flagge auf der „Miami Cruise“-Messe zeigen, im nahen europäischen Ausland, insbesondere in Skandinavien, aber getrennte Wege gehen. „Wir müssen also anerkennen, dass beide Häfen für sich  eigene Entwicklungsstrategien verfolgen und der Wettbewerb untereinander, aber auch mit anderen europäischen Häfen einer gemeinsamen Strategie klare Grenzen setzt“, sagte Meyer.  Dennoch sollten sich beide Häfen weiterhin bemühen diejenigen Kooperationsfelder zu identifizieren und auszufüllen, bei denen der Wettbewerb nicht ausgehebelt werde.

Auch die Hafenchefs hatten gegenüber den Gutachtern als auch im Gespräch mit dem Minister weitergehenden Kooperationen eine klare Absage erteilt: „Wenn eine Kooperation keine Vorteile für unsere Kunden ergibt, bringt mir dies in einer starken europäischen Wettbewerbssituation nur wenig. Dies könnte eher zu einem Vertrauensverlust bei unseren Kunden führen“, sagte Kiels Hafenchef Dr. Dirk Claus.

Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer begrüßt dennoch das Vorliegen des Gutachtens: „Damit haben wir mehr Klarheit: Beide Häfen können und müssen ihr Profil weiter schärfen und sich damit zunächst auf ihre jeweiligen Stärken konzentrieren. Aber über Kooperationen auf einigen Feldern kann der Austausch weiter vertieft werden, und das kommt beiden Häfen und Schleswig-Holsteins Hafenwirtschaft insgesamt zugute. Die Entwicklung eines „Green-Port-Konzepts“ wird Kiels Position im Kreuzfahrtmarkt stärken.“

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Tor zwischen Lübeck und dem Ostseeraum: die Trave mit einer RoRo-Fähre

Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe erklärt zum Gutachten, „dass es deutlich gemacht hat, was geht und was nicht geht. Wir nehmen das Gutachten als weiteren Ansporn, uns noch intensiver mit unseren Herausforderungen auseinander zu setzen und unsere Hausaufgaben zu machen. Wir begrüßen die Initiative zur Entwicklung eines Greenport-Konzepts, an dem wir uns gerne beteiligen wollen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Schon früh haben wir auf Landstrom gesetzt. Die Stadt plant derzeit die Versorgung von Schiffen mit LNG und die Beleuchtung im Hafen wird auf LED umgestellt.“

Der Geschäftsführer der Lübecker Hafen-Gesellschaft, Ulfbenno Krüger, sagte dazu: „Das Gutachten bestätigt unsere Auffassung, dass Kooperationsmöglichkeiten zwischen beiden Häfen begrenzt sind. Wir bevorzugen stattdessen einen offenen und fairen Wettbewerb unter gleichen Wettbewerbsbedingungen. Die Entwicklung eines ,Green-Port-Konzepts‘ könnte allerdings interessante Perspektiven eröffnen. Der Lübecker Hafen zählt bereits seit vielen Jahren zu den Vorreitern bei hafenrelevanten Umweltschutzthemen.“

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH ist Deutschlands größter Hafenbetreiber an der Ostsee mit einem Jahresumschlag von rund 25 Millionen Tonnen. An ihren vier Hafenterminals werden hochfrequente Seeverkehre in den Ostseeraum angeboten. Die Ladeeinheiten werden gebündelt und durch leistungsfähige Systeme mit dem Hinterland verbunden. Die LHG ist Partner der Papier- und Automobilindustrie.

Der „Port of Kiel“ ist an der Ostsee Marktführer für Norwegen, Westschweden, die Verkehre ins Baltikum sowie Start- und Zielhafen im Kreuzfahrtgeschäft. Der Jahresumschlag in Kiel liegt bei 6,5 Millionen Tonnen.

Gebeutelte Sylt-Pendler erhalten eine Entschädigung für Qualitätseinbußen

Land und NAH.SH beschließen finanzielle Entschädigung der Bahn-Pendler zwischen Niebüll und Westerland

Nord-Ostsee-Bahn (NOB) im Bahnhof von Weterland

Pendler, die zwischen Niebüll und Westerland oder zwischen Heide und Itzehoe unterwegs sind, erhalten eine Entschädigung für die gravierenden Qualitätseinbußen in den letzten Wochen. Das haben das Land Schleswig-Holstein und die NAH.SH GmbH heute beschlossen.

wewersMeyer sagte zu dem Beschluss soeben

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Entschädigt werden Zeitkartenkunden – also Abonnenten, Monatskartenbesitzer und Wochenkartenbesitzer, die eine gültige Fahrkarte für den Zeitraum zwischen dem 11. November 2016 und dem 11. Dezember haben. Die Vereinbarung gilt für Pendler zwischen Niebüll und Westerland oder zwischen Heide und Itzehoe, bzw. von oder zu den kleinen Stationen zwischen Heide und Itzehoe. Die Entschädigung erfolgt pauschal und unabhängig vom Fahrkartenwert. Abonnenten und Monatskartenbesitzer erhalten 80 Euro, Wochenkartenbesitzer 20 Euro.

Verkehrsminister Reinhard Meyer: „Die NOB hat – unterstützt von anderen Bahnunternehmen – in den vergangenen Wochen mit Hochdruck daran gearbeitet, die Auswirkungen der Fahrzeugprobleme für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. Das ist leider nicht an allen Stellen gelungen. Uns ist es daher wichtig, mit der Entschädigung ein Signal an die Pendler zu senden und zu zeigen, dass wir Ihre Sorgen im Blick haben.“

Es handelt sich bei der Entschädigung um eine einmalige, freiwillige Leistung des Landes und der NAH.SH GmbH. Details zum Erstattungsverfahren wird die NAH.SH GmbH in der kommenden Woche bekanntgeben.

NAH.SH-Geschäftsführer Bernhard Wewers: „Vor allem Pendler über den Hindenburgdamm und zwischen Heide und Itzehoe konnten sich zuletzt nicht auf den Nahverkehr verlassen. Das bedauern wir sehr. Die Probleme auf der Marschbahn sind eine bisher in Schleswig-Holstein einmalige Ausnahmesituation. Wir arbeiten gemeinsam mit der NOB und der DB weiter daran, dass sich der Betrieb stabilisiert – vor allem in Hinblick auf den Betreiberwechsel am 11. Dezember.“

Weil die NOB wegen Kupplungsproblemen kurzfristig 90 Reisezugwagen aus dem Verkehr ziehen musste, ist es seit dem 10. November auf der Strecke Hamburg – Westerland zu großen Störungen im Betrieb gekommen. Vor allem zwischen Niebüll und Westerland fuhr die NOB teilweise mit deutlich verringerten Kapazitäten. Zugausfälle waren ebenfalls eine Folge der Engpässe. Die Linie RB 62 Heide – Itzehoe konnte die NOB aufgrund fehlender Fahrzeuge durchgehend nur mit Busersatzverkehr fahren. Deshalb haben sich Land und NAH.SH entschieden, Pendler auf diesen beiden Verbindungen zu entschädigen.

Weitere Informationen zum Nahverkehr in Schleswig-Holstein finden Sie unter www.nah.sh

Von Arbeitsschutz über Pflege bis Zuwanderung: ASMK fasst bei 93. Tagung 31 Beschlüsse

Arbeits- und Sozialminister der Länder: Digitaler Wandel der Berufswelt erfordert neue  Bildungs- und Weiterbildungspolitik

93. Arbeits- und Sozialministerkonferenz 2016
Die Arbeits- und Sozialminister während ihrer Tagung im Radisson Blu Hotel in Lübeck

Mit Blick auf die von Bundesministerin Andrea Nahles in dieser Woche vorgestellten Pläne zur Arbeitswelt in der digitalen Ära („Arbeit 4.0“) haben sich die Arbeits- und Sozialminister der Länder heute für eine rasche Reform des Bildungs- und Weiterbildungsangebotes ausgesprochen: „Die so genannte vierte industrielle Revolution führt nicht nur zu völlig veränderten Formen der Arbeitsteilung in der Wirtschaft, sondern verlangt den Beschäftigten zum Teil schon heute neue Kompetenzen ab. Darauf müssen wir mit einer kritischen Bestandsaufnahme und Neuausrichtung der Bildungs- und Weiterbildungspolitik reagieren“, sagte Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Arbeitsminister Reinhard Meyer (SPD) zum Abschluss der Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) in Lübeck. Zudem müsse sich auch der Arbeitsschutz auf den Wandel der Arbeitswelten einstellen, fordern die Länder.

meyer_pkMeyer sagte in der Pressekonferenz zum Ende der ASMK

(Audiopfeil klicken)

Schleswig-Holsteins Sozialministerin Kristin Alheit, die in diesem Jahr gemeinsam mit Meyer den Vorsitz der ASMK hat, betont dazu: „Ein wichtiges Kernelement von Arbeit 4.0 muss eine menschengerechte Gestaltung der Arbeit sein. Unser Ziel ist die Sicherung und Förderung der Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit von arbeitenden Menschen. Dazu müssen auch das Arbeitsschutzrecht und Arbeitszeitgesetz an die neuen Beschäftigungsformen und Arbeitsbedingungen angepasst werden!“. Ein entsprechender Antrag wurde mit Ländermehrheit angenommen.

Wie Alheit und Meyer sagten, stünden die ASMK-Mitglieder zudem geschlossen hinter dem Ziel, ein ebenso flächendeckendes wie unabhängiges und für jeden zugängliches bedarfsgerechtes Beratungsangebot für Beschäftigte zu schaffen. Vor allem die berufsbezogene Bildungsberatung müsse mit vielfältigen Zugangswegen und Beratungsformen besser den Bedürfnissen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern angepasst werden. „Zudem müssen Ausbildungs- und Fortbildungsverordnungen gemeinsam mit Sozialpartnern und Wirtschaftsverbänden weiterentwickelt und digitale Lernformen auch hier verstärkt genutzt werden“, sagte Meyer. Die von Bundesarbeitsministerin Nahles in einem so genannten Weißbuch beschriebenen Strategien und Themenfelder wiesen in die richtige Richtung.

Handlungsbedarf sehen die Länder nach den Worten von Alheit und Meyer auch in der Sozialpartnerschaft sowie der Mitbestimmung. Dabei gehe es auch darum, den Anwendungsbereich des Betriebsverfassungsgesetzes zu erweitern. So sollen auch Personen, die am Betriebserfolg mitwirken, aber keinen klaren Arbeitnehmerstatus haben, künftig unter die Regelungen des Betriebsverfassungsgesetzes fallen.

Weitere Themen der Konferenz:

Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten

An der Handwerkskammer werden junge, minderjährige Flüchtlinge auf eine AUsbildung vorbereitet

Die Arbeits- und Sozialminister waren sich einig, dass die von Bund und Ländern unternommenen Anstrengungen zur Integration von geflüchteten Menschen in Ausbildung oder Arbeit noch forciert werden müssen. „Wir erkennen an, dass der Bund hier zweifellos Großes geleistet hat, aber wir dürfen jetzt nicht auf halbem Wege stehen bleiben“, so ASMK-Vorsitzender Meyer. Darum fordert die ASMK in einem ihrer Beschlüsse, sämtliche bislang aufgelegten Projekte auch auf Geflüchtete auszudehnen, bei denen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine längerfristige oder  dauerhafte individuelle Bleibeperspektive besteht.

Nach den Worten von Meyer betreffe das vor allem Menschen aus Afghanistan, die künftig auch den Zugang zu Integrationskursen erhalten sollen. Dafür müsse der Bund bedarfsgerechte Kapazitäten schaffen und auch eine Kinderbetreuung für alle Integrationskurs-Teilnehmer anbieten. Bislang sind die Programme des Bundes auf Geflüchtete mit positiver Bleibeperspektive beschränkt – derzeit Iran, Irak, Syrien, Somalia und Eritrea. „Gute Sprachkenntnisse bleiben bei Allem nach wie vor der Schlüssel zur Integration“, so Meyer. Die Analphabeten-Quote unter den Flüchtlingen sei hoch, den meisten sei zudem die lateinische Schrift nicht bekannt. Auch hier müsse der Bund bedarfsgerechte Kurskapazitäten aufbauen.

Nahezu allen Ressortchefs sei auch wichtig, dass die im Integrationsgesetz vorgesehene Wartezeit von sechs Jahren für Geduldete für den Zugang zu berufsvorbereitenden Maßnahmen reduziert werde. Ein Maßstab könnte die zwölfmonatige Wartezeit für den Zugang zu den so genannten ausbildungsbegleitenden Hilfen und zur Assistierten Ausbildung sein.

Pflege: Akzeptanz und Nutzung von neuen Technologien in der Pflege steigern

luchaBaden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha (GRÜNE)  betont zu dem verabschiedeten Beschluss:  „Die Länder sind sich einig, dass die zwischenmenschliche Begegnung und Wertschätzung  Wesensmerkmal der Pflege sind und bleiben. Zugleich muss es ein vordringliches Ziel sein, eine breite ethische und fachliche Meinungsbildung zu den Möglichkeiten und Grenzen neuer Technologien in der Pflege älterer Menschen zu initiieren.“

Hintergrund sind die sich entwickelnden technischen Möglichkeiten und die  Anforderungen, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben. Die Bundesregierung wird nach den Worten der ASMK-Vorsitzenden Kristin Alheit daher aufgefordert, in ihren Forschungsschwerpunkten neben der Entwicklung technischer Assistenzsysteme mit gleicher Stringenz den evidenzbasierten Nachweis ihres Nutzens, ethische Fragestellungen, die Akzeptanzsteigerung und die nutzerorientierte Einführung neuer Technologien in privaten und professionellen Pflegesettings zu verfolgen.

Die Länder sind sich außerdem einig, dass zu prüfen ist, inwieweit technische Assistenzsysteme und Produkte, die geeignet sind, körperliche Einschränkungen auszugleichen und die Selbständigkeit im Alltag zu erhalten, neu in den Leistungskatalog der Pflegeversicherung aufzunehmen sind, teilt Alheit mit.  „Digitale Technologien können vor dem Hintergrund des zukünftig steigenden Pflegebedarfs die Selbständigkeit älterer Menschen unterstützen und den pflegerischen Alltag erleichtern. Dennoch werden technische Hilfen heute noch zögerlich eingesetzt. Es zeichnet sich eine Kluft zwischen den technisch sinnvollen Möglichkeiten und der Akzeptanz und Anwendung im beruflichen und privaten Pflegealltag ab“, so Alheit.

Arbeitsmarkt/ Situation von Alleinerziehenden

Die Länder unterstützen und befürworten nach den Worten Alheits die bisherigen Maßnahmen für eine bessere Integration von Alleinerziehenden. Gleichwohl seien die bisher getroffenen Regelungen zu Fördermöglichkeiten nicht ausreichend. So kommt die Bertelsmann Studie „Alleinerziehende unter Druck“ zu dem Ergebnis, dass 37,6 Prozent der Alleinerziehenden in Deutschland 2015 SGB-II-Leistungen bezogen. Damit sind sie fünf Mal so häufig von Grundsicherungsleistungen abhängig wie Paarhaushalte mit minderjährigen Kindern (7,3 Prozent). Daher bitten die Länder die Bundesregierung dafür Sorge zu tragen, Alleinerziehende ohne Berufsabschluss vorrangig in abschlussorientierte Aus- und Weiterbildung zu vermitteln, Alleinerziehende mit Berufsabschluss sollten gezielt in qualifizierte Beschäftigung oder Aus- und Weiterbildung vermittelt werden. Hierfür halten die Länder ein weiteres Förderprogramm für erforderlich und bitten die Bundesregierung um entsprechende Prüfung und Umsetzung, erläutert Alheit.

Die Beschlüsse der ASMK stehen ab Montag (5. Dezember) online unter https://asmkintern.rlp.de

93. Arbeits- und Sozialministerkonferenz 2016
Ahlheit, Meyer und die neue ASMK-Vorsitzende Diana Golze aus Brandenburg

Nach Schleswig-Holstein übernimmt für 2017 das Land Brandenburg den Vorsitz der ASMK. Brandenburgs Sozialministerin Diana Golze (Die Linke) sagte zum „Wachwechsel“: „Gesellschaftliche Veränderungen und der Wandel der Arbeitswelt bereiten vielen Menschen Sorgen, aber sie sind auch gestaltbar. Im Mittelpunkt der ASMK 2017 soll deshalb stehen, was Bund und Länder gemeinsam zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft beitragen können. Dabei liegt mir die Vermeidung und Bekämpfung von sozialer Ausgrenzung und Armut besonders am Herzen.“

 

 

 

 

Startschuss für die Arbeits- und Sozialministerkonferenz in Lübeck

Auftakt: Die Arbeits- und Sozialminister sprechen bis morgen in Lübeck über „Arbeit 4.0“, Arbeitsschutz, Flüchtlingsintegration und Pflege

93. Arbeits- und Sozialministerkonferenz 2016
Konferenzchefs: Sozialministerin Kristin Alheit und Arbeitsminister Reinhard Meyer

Mit einem Grußwort von Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe hat heute Mittag im Lübecker Radisson Blu Senator Hotel die Herbst-Konferenz der Arbeits- und Sozialminister begonnen. Die zuständigen Fachminister und Ministerinnen sowie Senatoren und Staatsräte aus allen 16 Bundesländern haben bis einschließlich morgen eine üppige Tagesordnung rund um die Themen Arbeit, Arbeitsschutz, Sozialpartnerschaft und Mitbestimmung, Flüchtlingsintegration, Pflege oder Gleichstellung zu bewältigen. Den Vorsitz der Konferenz haben SH-Sozialministerin Kristin Alheit und Arbeitsminister Reinhard Meyer.

Heute Abend (18.15 Uhr) ist zum obligatorischen Kamingespräch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zu Gast. Das nicht öffentliche Treffen findet in der historischen Kulisse des „Hoghehus“ in der Lübecker Altstadt statt. Abgesehen von schwerer politischer Kost werden die rund 60 Konferenzteilnehmer auch eine besondere Geschmacksnote des „echten Nordens“ serviert bekommen: den „echter-Norden-Cocktail“.

Am Rande der Konferenz wird heute Abend um 17.15 Uhr im Radisson Blue (Raum Bremen) von Nahles und den Ländervertretern die Verwaltungsvereinbarung zur Errichtung der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ unterzeichnet. Mit Hilfe der Stiftung soll ein Hilfesystem für Menschen geschaffen werden, die als Kinder oder Jugendliche in den Jahren von 1949 bis 1975 (Bundesrepublik Deutschland) bzw. 1949 bis 1990 (DDR) in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder in stationären psychiatrischen Einrichtungen Leid und Unrecht erfahren haben. Zudem wird eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Thematik erfolgen.

Schleswig-Holsteinsw Wirtschafts- und Arbeitsminister Reinhard Meyer hatte im Vorfeld der Konferenz an die mehr als 130.000 Unternehmerinnen und Unternehmer in Schleswig-Holstein appelliert, sich mit Blick auf den rasanten digitalen Wandel der Wirtschaft frühzeitig mit flexiblen Arbeitszeitmodellen zu beschäftigen. „Wer als Arbeitgeber auch morgen noch attraktiv sein will, der solle sich schon heute offen dafür zeigen, die Arbeitswelt für eine Beschäftigten so fexibel wie möglich zu gestalten“, sagte Meyer mit Blick auf das von Nahles am Dienstag vorgelegte „Weißbuch“ zur Zukunft der Arbeit in der digitalen Ära.

Nahles will unter anderem in einer zweijährigen Probephase Arbeitgebern und Gewerkschaften erlauben, über die gesetzlichen Regeln zur Arbeitszeit hinauszugehen. So soll etwa das Arbeiten zu Hause im Homeoffice deutlich erleichtert werden. Auch späterer Arbeitsbeginn etwa zur Kinderbetreuung am Morgen soll leichter möglich sein – außer die Arbeitgeber begründen ausdrücklich, warum dies nicht geht.

Aus Sicht von Meyer müssten die Länder den Weg in die zunehmend digitale Arbeitswelt auch mit einer neuen Bildungs- und Weiterbildungspolitik begleiten. „Sämtliche unserer bisherigen Förderprogramme dazu sollen einer kritischen Prüfung unterzogen werden“, so der SPD-Politiker.

Meyer wirbt vor Arbeits- und Sozialministerkonferenz für flexible Beschäftigungsmodelle

Vor Arbeits- und Sozialministerkonferenz in Lübeck: Meyer wirbt bei SH-Wirschaft für flexible Beschäftigungsmodelle

LKA Kiel
Homeoffice – oder „Work-Life-Balance“: Das Thema „Arbeit 4.0“ steht weit oben auf der Tagesordnung der Arbeits- und Sozialminister ab morgen in Lübeck

Schleswig-Holsteins Wirtschafts- und Arbeitsminister Reinhard Meyer hat an die mehr als 130.000 Unternehmerinnen und Unternehmer im Land appelliert, sich mit Blick auf den rasanten digitalen Wandel der Wirtschaft frühzeitig mit flexiblen Arbeitszeitmodellen zu beschäftigen. „Wer als Arbeitgeber auch morgen noch attraktiv sein will, der sollte sich schon heute offen dafür zeigen, die Arbeitswelt für seine Beschäftigten so fexibel wie möglich zu gestalten“, sagte Meyer am Vorabend der zweitägigen Arbeits- und Sozialministerkonferenz in Lübeck, die er gemeinsam mit Sozialministerin Kristin Alheit leiten wird.

Nach den Worten von Meyer zeige das von Bundesministern Andrea Nahles am Dienstag n Berlin vorgelegte „Weißbuch“ zur Zukunft der Arbeit in der digitalen Ära den richtigen Weg auf.  Nahles will unter anderem in einer zweijährigen Probephase Arbeitgebern und Gewerkschaften erlauben, über die gesetzlichen Regeln zur Arbeitszeit hinauszugehen. So soll etwa das Arbeiten zu Hause im Homeoffice deutlich erleichtert werden. Auch späterer Arbeitsbeginn etwa zur Kinderbetreuung am Morgen soll leichter möglich sein – außer die Arbeitgeber begründen ausdrücklich, warum dies nicht geht.

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Meyer sagte zu dem Vorstoß

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Aus Sicht von Meyer müssten die Länder den Weg in die zunehmend digitale Arbeitswelt auch mit einer neuen Bildungs- und Weiterbildungspolitik begleiten. „Sämtliche unserer bisherigen Förderprogramme dazu sollen einer kritischen Prüfung unterzogen werden“, so der SPD-Politiker. Das Thema „Arbeit 4.0“ wird neben der weiteren Flüchtlingsintegration und dem Bereich Arbeitsschutz eine wesentliche Rolle auf der Fachministerkonferenz in Lübeck spielen. Auch Bundesministerin Nahles wird morgen Abend zu einem Kamingespräch mit ihren Länderkolleginnen und –kollegen in der Hansestadt erwartet.

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Zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt sagte Meyer weiter

(Audiopfeil klicken)

Neben Arbeitsmarktthemen geht es auf der Konferenz auch um die Themen Pflege und Gleichstellung.

Weitere Einzelheiten zur ASMK hier: bitte klicken

Bald ist auch der Bahnhof von Reinfeld barrierefrei – Meyer besichtigt Baustelle

Bahnhof von Reinfeld wird barrierefrei – Land unterstützt Bahn und Stadt mit fast drei Millionen Euro

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Reinfelds Bürgermeister Heiko Gerstmann (links) erläutert Minister Meyer die Bahnsteig-Bauarbeiten am Bahnhof

Der Bahnhof Reinfeld wird seit mehreren Wochen barrierefrei umgebaut. Eine neue Überführung soll künftig mit Treppen und Aufzügen den Zugang zum Bahnsteig erleichtern. Davon profitieren in Reinfeld über 3.000 Ein- und Aussteiger an durchschnittlichen Werktagen.

„Moderne und barrierefreie Bahnstationen sind ein attraktives Eingangstor zum Nahverkehr“, so Verkehrsminister Reinhard Meyer. „Das Land engagiert sich schon seit vielen Jahren gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG im Rahmen des Stationsprogramms dafür, nach und nach alle Bahnhöfe im Land auf einen guten Stand zu bringen. Reinfeld steht dabei schon lange auf unserer Liste.“

Die neue Überführung wird das Streckengleis Lübeck – Hamburg queren. Eine Treppenanlage und Aufzüge ermöglichen dann den Zugang vom Bahnhofsvorplatz aus auf den Mittelbahnsteig. Zudem soll es später möglich sein, die Überführung so zu verlängern, dass eine direkte Verbindung zu den südlichen Stadtteilen entsteht.

Die Aufzüge werden eine über den üblichen Standard hinausgehende Kabinenbreite von 1,40 Meter haben. Die Treppenlage wird überdacht, die eigentliche Überführung wird „eingehaust“. Das Wegeleitsystem und das taktile Leitsystem für sehbehinderte Personen werden angepasst. Zudem wird es auf dem Bahnsteig drei neue Wetterschutzhäuschen geben. Das Bahnsteigdach wird saniert.

Die Kosten für die Gesamtmaßnahme der DB AG betragen rund 2,7 Millionen Euro. Das Land Schleswig-Holstein trägt davon 1,9 Millionen Euro. Die Überführung soll im Juli 2017 in Betrieb gehen, bis September 2017 sollen alle Baumaßnahmen abgeschlossen sein.

Dirk Teubler, Leiter des DB-Bahnhofsmanagements Schleswig-Holstein: „Die Zusammenarbeit zwischen dem Land und der Deutschen Bahn funktioniert seit vielen Jahren sehr gut. Wir sind froh, dass sich Schleswig-Holstein so für den Bahnverkehr engagiert.“

Im Anschluss an die Baumaßnahme am Bahnhof plant die Stadt, für ca. 1,4 Millionen Euro die Überführung bis zur Holländerkoppel zu verlängern. Damit werden die südlich gelegenen Stadtteile erschlossen und eine neu zu bauende P+R-Anlage angebunden. Auch diese Maßnahme wird mit Fördermitteln des Landes unterstützt.

Bürgermeister Heiko Gerstmann freut sich über die Aufwertung des Bahnhofs: „Reinfeld ist im Schienenverkehr hervorragend an Hamburg und Lübeck angebunden. Durch die deutlich bessere Erschließung der Bahnsteige werden die Fahrgastzahlen noch weiter steigen und mobilitätseingeschränkte Personen die Bahn wesentlich einfacher nutzen können“.

 

Meyer beim Tourismustag 2016 in Lübeck: Weiterhin mit Qualität die Offensive

Der „echte Norden“ wirbt künftig verstärkt um Urlauber im nahen Ausland – Kernthema des Tourismustages 2016 in Lübeck

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Der Tourismustag in Schleswig-Holstein hat in diesem Jahr wieder rund 350 Vertreter der Tourismusbranche zusammengeführt, um sich gemeinsam dem Thema Internationalisierung des Tourismus in Schleswig-Holstein zu widmen.

Die Tourismuswirtschaft im Urlaubsland Schleswig-Holstein befindet sich im Aufwind. Gäste- und Übernachtungszahlen steigen im Bundesvergleich überproportional und das Wachstum findet erfreulicher Weise insbesondere außerhalb der Saisonzeiten statt. Getragen wird diese Entwicklung zum weitaus überwiegenden Teil durch die Gruppe der inländischen Gäste, die vor dem Hintergrund von weltweiten Krisen ihr Reiseverhalten ändert. Erhebliches Ausbaupotenzial hat Schleswig-Holstein allerdings noch mit Blick auf die ausländischen Gäste.

So war beispielsweise die Wachstumsdynamik in den Quellmärkten Dänemark, Österreich und Schweiz in den letzten Jahren deutlich ausgeprägter als im inländischen Segment. Wie können die touristischen Leistungsträger des Landes, die Vermarkter und Organisationen es schaffen auch in den Auslandsmärkten stärker wahrgenommen zu werden? „Es gilt die Bearbeitung der Auslandsmärkte zu intensivieren, um diese Gästegruppe stärker als bisher für einen Urlaub in Schleswig-Holstein zu begeistern. Hierbei müssen insbesondere auch die Gastgeber sich auf die besonderen Bedürfnisse ausländischer Gäste einstellen“, so Björn Ipsen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schleswig-Holstein.

Der Tourismustag 2016 gab in Form von Vorträgen und Workshops zum Schwerpunktthema einen praxisnahen Überblick und verdeutlichte der Branche die großen Potenziale der ausländischen Quellmärkte.

tourismustag1Wirtschaftsminister Reinhard Meyer unterstrich in seinem Beitrag die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in Schleswig-Holstein: „Mit einem touristischen Bruttoumsatz von 7,9 Milliarden Euro und 151.000 Arbeitsplätzengehört der Tourismus zu den wichtigsten Branchen im Land.“ Bei der Umsetzung der Tourismusstrategie Schleswig-Holstein 2025 sieht er das Land auf einem guten Weg. „Die Steigerungsraten im  Schleswig-Holstein Tourismus liegen deutlich  über dem Bundesdurchschnitt. Wenn sich die hervorragende Entwicklung fortsetzt, haben wir keine Probleme, unsere Ziele zu erreichen,“ so Meyer.

Meyer sagte weiter (Audiopfeil klicken)

Den Erfolg führt der Minister auf eine Qualitätsoffensive zurück, die auf eine Modernisierung der touristischen Infrastruktur, neue, innovative Hotel- und Ferienhausprojekte und attraktive Ganzjahresangebote setzt. Meyer mahnte zugleich, dass die touristischen Akteure angesichts der guten Zahlen nicht ihren Anstrengungen nachlassen dürften, auch künftig in die Qualität von Service und Angeboten zu investieren. „Wenn wir auch bei ausländischen Gästen punkten wollen, dann muss die Qualität stimmen“, sagte er.

Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein zeigt sich weiter in Bestform

Niedrigster November-Arbeitslosenstand seit 24 Jahren: Meyer kündigt weitere Programme für Langzeitarbeitslose an

Bau einer Pipeline zwischen Ellund und Fockbek

Angesichts des seit 24 Jahren niedrigsten November-Standes an Arbeitslosen in Schleswig-Holstein sieht Wirtschafts- und Arbeitsminister Reinhard Meyer gute Chancen, weiterhin Langzeitarbeitslose in dauerhafte Beschäftigung zu bringen: „Seit Jahresbeginn hat sich die Arbeitslosenquote in dieser Gruppe deutlich auf aktuell 9,1 Prozent verringert. Das ist unter anderem das erfreuliche Ergebnis unser bisherigen 27 Modellprojekte zur Bekämpfungen von Langzeitarbeitslosigkeit. Wir werden diese Programme entsprechend auch im kommenden Jahr massiv fortsetzen“, sagte der Minister heute (30. November) in Kiel. Geplant sei die Förderung zwölf innovativer Modellprojekte in allen Landesteilen, um benachteiligten Gruppen den Wiedereinstieg ins Erwerbsleben zu ermöglichen.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) weisen die November-Zahlen den niedrigsten Stand an Arbeitslosen seit 1992 aus. Mit aktuell 89.319 arbeitslos gemeldeten Menschen liegt die Zahldamit erneut unter 90.000. Im Vergleich zum November des Vorjahres sank die Zahl um 4.939 auf 89.319, während die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat Oktober saisonbedingt geringfügig um 761 Personen gestiegen ist. Meyer: „Damit zeigt sich einmal mehr, dass der Aufschwung am Arbeitsmarkt robust und nachhaltig ist.“

Ebenfalls erfreulich ist nach den Worten von Meyer der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit. Auch diese Zahl sinkt im November sowohl zum Vormonat (-1,5%) als auch zum Vorjahresmonat (-3,6%). „Ich freue mich besonders, dass immer mehr jungen Menschen gleich zum Start in das Berufsleben eine Perspektive geboten werden kann. Angesichts der zuletzt gestiegenen Zahl der unversorgten Bewerberinnen und Bewerber um einen Ausbildungsplatz bin ich allerdings davon überzeugt, dass hier noch Steigerungspotential besteht. Ein gelungener Start in das Berufsleben ist der beste Schutz gegen Abhängigkeit  von den sozialen Sicherungssystemen.“

Mit gegenwärtig 16.243 arbeitslosen Ausländern (19,9 %) ist die Ausländerarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen (+ 4,0 % bzw. + 702 Personen). Der deutliche Anstieg zum Vorjahresmonat (+ 15,5 % bzw. 2.181 Personen) lässt sich weiterhin zu einem erheblichen Anteil auf die gestiegenen Flüchtlingszahlen zurückführen.

Wie Meyer weiter sagte, liege die Arbeitslosenquote in allen Kreisen unter sieben Prozent und in allen Kreisfreien Städten unter neun Prozent.

In Lübeck startet heute ab 10 Uhr der Tourismustag Schleswig-Holstein

Die Welt zu Gast im echten Norden – Motto des heute in Lübeck beginnenden Tourismustages 2016

Attraktion aus SH: der Schlafstrandkorb – ausgezeichnet mit zwei Preisen des Deutschen Tourismus-Verbandes

Beflügelt von exzellenten Übernachtungs- und Gästezahlen treffen sich heute in Lübeck Touristiker aus dem ganzen Land zum jährlichen Tourismustag Schleswig-Holstein. Wirtschaftsminister Reinhard Meyer wird die Branchenveranstaltung mit eröffnen.

Unter dem Motto «Die Welt zu Gast im echten Norden» soll es bei der Veranstaltung um die Internationalisierung des Tourismus gehen. In Vorträgen und Arbeitsgruppen sollen Vorschläge erarbeitet werden, um mehr Gäste aus Dänemark, Österreich und der Schweiz für einen Urlaub in Schleswig-Holstein zu gewinnen. Bei diesen Urlaubergruppen sehen Experten noch erhebliches Wachstumspotenzial.