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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

Startschuss zur landesweiten Mitmach-Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“

Gesund, umweltschonend und günstig – Meyer appelliert an alle Autofahrer: „Öfter mal auf’s Rad steigen“

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Meyer (2.v.l.) mit dem ADFC-Landesvorsitzenden Thomas Möller (links) sowie AOK-Lansdesdirektor Thomas Haeger (3.v.l.) Foto: Gahrens

Unter dem Motto ‚Gesundheit statt Benzin tanken’ startete heute auf dem Gelände der Firma Möbel Kraft in Bad Segeberg die landesweite Mitmachaktion ‚Mit dem Rad zur Arbeit’. Den offiziellen Startschuss gibt Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer als Schirmherr der Aktion. „Die landesweite Mitmach-Aktion ‚Mit dem Rad zur Arbeit‘ ist ein idealer Anlass, sich fit zu halten, die Umwelt und den eigenen Geldbeutel zu schonen“, erklärt AOK-Landesdirektor Thomas Haeger. Daher rufen die Initiatoren AOK NordWest und Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) zwischen dem 1. Mai und 31. August wieder alle ‚Nordlichter‘ auf, das Auto stehen zu lassen und an mindestens 20 Arbeitstagen mit dem Rad zur Arbeit zu fahren.

Meyer_TouriIm Gespräch mit AOK-Sprecher Jens Kuschel sagte Meyer nach dem offiziellen Startschuss
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Noch vor Arbeitsbeginn etwas für die eigene Fitness tun, den lästigen Berufsverkehr umgehen und entspannt auf der Arbeit ankommen? Das ist auch in diesem Jahr für alle Schleswig-Holsteiner bei der Aktion ‚Mit dem Rad zur Arbeit‘ möglich. Dabei können gern auch Pendler mitmachen, die das Rad bis zur Bus- oder Bahnhaltestelle nutzen. Teilnehmen können sowohl Einzelfahrer als auch Radler-Teams mit bis zu vier Personen. Um die mindestens 20 Arbeitstage mit dem Fahrrad zurückzulegen, haben die Teilnehmer in diesem Jahr einen ganzen Monat länger Zeit. „Viele Menschen haben uns immer wieder angesprochen und gebeten, den Aktionszeitraum zu erweitern. Dieser Bitte sind wir gern nachgekommen und starten nunmehr schon am 1. Mai“, so AOK-Landesdirektor Haeger. Er betonte, dass die Stärkung der Gesundheit im Alltag für die AOK ein wesentlicher Aspekt der Aktion sei. „Bereits eine halbe Stunde Bewegung am Tag steigert die Fitness, stärkt das Immunsystem und die Muskulatur und senkt das Risiko, an Diabetes oder Bluthochdruck zu erkranken“, so Haeger.

Im letzten Jahr interessierten sich in Schleswig-Holstein rund 20.000 ‚Nordlichter‘ für die Aktion. „Das zeigt eindrucksvoll, dass immer mehr Menschen das Fahrrad gegenüber dem Auto bevorzugen“, betont der neue ADFC-Landesvorsitzende Thomas Möller und ergänzt: „Radfahren hält nicht nur fit, es macht auf dem Weg zur Arbeit auch wach und entspannt zugleich. Mit Tempo- und Streckenwahl kann man Training und Erholung beliebig dosieren und einfach in den Alltag einbauen.“ Deshalb spielen die geradelten Kilometer bei der Aktion auch keine Rolle. Vielmehr müssen verbindlich nur die geradelten Tage in einem Mitmachkalender notiert werden. Den gibt es ab sofort in jedem AOK-Kundencenter, in den Geschäftsstellen des ADFC oder im Internet unter mit-dem-rad-zur-arbeit.de.

Meyer als Schirmherr der Aktion betonte, dass das Rad nicht nur im schleswig-holsteinischen Tourismus, sondern besonders auch im Alltags- und Freizeitbereich eine große Rolle spiele. „Das Fahrrad wird von immer mehr Menschen als Verkehrsmittel neu oder wieder entdeckt. Wir gehen fest davon aus, dass dieser Trend in den kommenden Jahren anhält“, so Meyer. Deshalb werde die Landesregierung das bestehende Radverkehrsnetz weiter verbessern und setzt dabei auch auf zusätzliche Initiativen der Städte und Gemeinden. So habe das Land allein im vergangenen Jahr eine Million Euro zusätzlich für Bike & Ride-Anlagen bereitgestellt. „Inzwischen haben wir landesweit für 22 Bahnhöfe entsprechende Konzepte vorliegen“, so Minister Meyer.

Möbel Kraft setzt auf Fitness der Belegschaft

Die Firma Möbel Kraft in Bad Segeberg gehört zu den vielen Unternehmen im Land, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur in ganz Schleswig-Holstein, sondern auch in ihren weiteren Vertriebsgebieten in Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt oder Sachsen zu einer Teilnahme an der Aktion motivieren. „Wir unterstützen gern die Aktion, weil sie die Gesundheit und die Fitness auch unserer Mitarbeiter stärkt, sie motiviert und das Arbeitsklima im Betrieb weiter steigert“, erklärte Möbel Kraft-Hausleiter Peter Kruse. Seit vielen Jahren setzt sich Möbel Kraft mit verschiedenen Gesundheitsaktionen und speziellen Präventionsprogrammen nachhaltig für die Gesundheit der Belegschaft ein. Als besondere Motivation ihrer Mitarbeiter zur Teilnahme an der Aktion verlost Möbel Kraft unter allen Teilnehmern mehrere Einkaufsgutscheine im Wert von 250 Euro je Standort.

Neben mehr Gesundheit und Umweltschutz warten auch attraktive Preise, die von Drittfirmen gespendet werden, auf die Teilnehmer. Darunter sind hochwertige Fahrräder, Fahrradzubehör und Erlebnisreisen. In Schleswig-Holstein wird als Sonderwettbewerb auch in diesem Jahr erneut das „fahrradaktivste Unternehmen“ im Land zwischen den Meeren gesucht: Die Firma, die ihre Beschäftigen besonders motiviert das Fahrrad für den Weg zur Arbeit zu nutzen wird als „fahrradaktivstes Unternehmen“ mit einem Extra-Preis von 500 EURO für eine fahrradfreundliche Investition wie zum Beispiel einen sicheren und überdachten Fahrrad-Abstellplatz prämiert.

Alles Weitere zur Aktion hier: AOK Schleswig-Holstein

Breiter und sicherer: Land unterstüptzt Ausbau der K 2 im Kreis Pinneberg

Dritter und letzter Akt des Ausbaus der K 2 bei Barmstedt: Land steuert 720.000 Euro bei – Fertigstellung zum Jahresende

Barmstedt

Dritte und letzte Runde für den Ausbau der Kreisstraße 2  im nördlichen Kreis Pinneberg zwischen Barmstedt und Lutzhorn bis zur Landestraße 114 bei Bokel: Wie Verkehrsminister Reinhard Meyer der Kreisverwaltung jetzt mitteilte, wird der einen Kilometer lange letzte Bauabschnitt der Kreisstraße vom Land mit knapp 720.000 Euro gefördert – die Gesamtkosten für diesen Abschnitt belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, der Gesamtausbau kostet rund 4,1 Millionen Euro.

Wie Meyer heute  in Kiel sagte, laufen die Bauarbeiten bereits seit März und sollen bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. „Dann verfügt die Region über eine neue Kreisstraße von drei Kilometern Länge, die nicht nur zur besseren Bewältigung des Verkehrs insgesamt beiträgt, sondern auch zu mehr Sicherheit führen wird“, so Meyer. Er erinnerte daran, dass die Straße täglich von weit über 2000 Fahrzeugen genutzt wird und wegen der ansässigen Meierei und eines Kieswerks auch einen hohen Schwerlastanteil aufweise.

Der erste Bauabschnitt war bereits 2014 und der zweite im vergangenen Jahr realisiert worden. Seither ist die Strecke auf knapp zwei Kilometern bereits unter Verkehr. Der Kreis Pinneberg verbreitert bei dem Bauvorhaben die Straße um einen Meter auf 6,50 Meter Breite und verstärkt zugleich den seit Jahren unterdimensionierten Fahrbahnaufbau.

Insgesamt hat der Kreis für das Gesamtvorhaben 2,6 Millionen Euro erhalten

A 20: Meyer reicht Naturschutzverbänden und potenziellen Klägern die Hand

Nach dem A-20-Urteil: Meyer hofft erneut auf Schulterschluss mit Naturschutzverbänden

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD)Das gestrige Urteil des Leipziger Bundesverwaltungsgerichts, mit dem die geplante A 20 inklusive des Elbtunnels in nahezu allen Kernpunkten bestätigt wurde und damit nur noch in Randpunkten beklagbar ist, hat heute auch den Kieler Landtag beschäftigt.

Mit Blick auf die Rede des Grünen-Verkehrspolitikers Andreas Tietze, nach dessen Worten das Bundesgericht nun unumkehrbare Tatsachen geschaffen habe und das Projekt bei aller Kritik anzuerkennen sei, sprach Meyer von einer überfälligen Versöhnung und notwendigen Allianz mit den Naturschutzverbänden.

Hier Meyers Rede in voller Länge:

Oberverwaltungsgericht weist Klagen gegen Schließung des Hafens Friedrichskoog ab

Oberverwaltungsgericht entscheidet: Schließung des Landeshafens Friedrichskoog hat Bestand

Friko_Hafen

Weder die Gemeinde Friedrichskoog noch eine ortsansässige Werft werden durch die Einziehung des Landeshafens in eigenen Rechten verletzt. Das hat heute der Vierte  Senat des Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) in zwei Berufungsverfahren entschieden (Az. 4 LB 9/15 und 4 LB 23/15).

Das Wirtschaftsministerium hatte den Hafen im Juli 2014 wegen geringer Verkehrsbedeutung und hoher jährlicher Unterhaltungskosten infolge der Versandungstendenz eingezogen. Der Versuch einer Kommunalisierung des Landeshafens war zuvor gescheitert.

Gegen die Einziehung hatten die Gemeinde Friedrichskoog und die ortsansässige Werft vor dem Verwaltungsgericht geklagt. Die Gemeinde machte vor allem geltend, die Hafenschließung werde gravierende nachteilige Folgen für die Identität der Gemeinde, das Steueraufkommen, den Tourismus und die hafenbezogenen Unternehmen haben. Die Werft befürchtete wegen des drohenden Verlustes des Zugangs zur Nordsee einen Eingriff in ihren seit Jahrzehnten ausge-übten Gewerbebetrieb. Das Verwaltungsgericht wies die Klagen im Mai 2015 ab.

Die hiergegen gerichteten Berufungen blieben erfolglos: Das OVG hat nun entschieden, dass der Gemeinde zustehende Rechte wie etwa die durch Art. 28 Abs. 2 des Grundgesetzes (GG) geschützte kommunale Planungshoheit, die Finanzhoheit oder das sogenannte Selbstgestal-tungsrecht einer Gemeinde durch die Hafeneinziehung nicht berührt würden. Die Werft verliere mit der Einziehung des Hafens zwar einen bisher bestehenden Lagevorteil und die damit ver-bundenen Erwerbschancen; hierbei handele es sich aber nicht um durch Art. 14 GG geschützte Rechte. Abgesehen hiervon beruhe die Aufgabe des Landeshafens auf sachlichen Erwägungen und genüge dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz. Das Ministerium habe sich auf zahlreiche fachliche Stellungnahmen eigener Behörden des Landes sowie externer Gutachter stützen.

IMG_0101Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Frank Nägele sagte zu dem Urteil
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Meyer zum A-20-Urteil: „Ab jetzt geht es nur noch um die Frage des ,Wann'“

Bundesverwaltungsgericht hilft A 20 auf die Sprünge: Nahezu alle Klagen abgewiesen

Wegweiser und Hinweisschilder zur Autobahn A1 in Lübeck

Verkehrsminister Reinhard Meyer hat die heutige Entscheidung des Leipziger Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) zur A 20 als großen Erfolg für das Land und wichtigen Meilenstein für das Projekt gewertet: „Mit ihrer Entscheidung haben uns die Richter zwar die bereits bekannte Hausaufgabe auferlegt, einen Fachbeitrag zum Gewässerschutz nochmals öffentlich auszulegen, aber mit den abgewiesenen Klagen wurde die Linienführung der Autobahn in Gänze bestätigt. Damit ist die größte Hürde für dieses Milliarden-Vorhaben genommen und wir reden spätestens ab heute nicht mehr über das ,Ob‘, sondern nur noch über das ,Wann“ einer durchgängigen A 20 von Mecklenburg-Vorpommern bis nach Niedersachsen“, sagte Meyer heute (28. April) in Kiel. Er dankte zugleich allen beteiligten Fachleuten des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) für die bisherige Arbeit.

Meyer_TouriVor Journalisten sagte Meyer soeben
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Zuvor hatte der 9. Senat des Gerichts nahezu sämtliche Angriffspunkte aus den sechs Klagen gegen den knapp elf Kilometer langen Elb-Abschnitt inklusive des 6,5 Kilometer langen Tunnels abgewiesen. (siehe auch Anlage: Pressemitteilung des BVerwG). Von Naturschutz über Linienbestimmung bis zur Tunnelsicherheit wurden in dem Urteil sämtliche beklagten Punkte bestätigt und sind damit nicht mehr angreifbar. Lediglich im Hinblick auf die nicht öffentliche Auslegung eines Fachbeitrags bekamen die Naturschutzverbände Recht. Auch sämtliche Privatklagen sowie die des Kreises Steinburg und der Gemeinde Kollmar wurden abgewiesen.

Mit Blick auf die vom Gericht geforderte öffentliche Auslegung eines so genannten Fachbeitrags zur EU-Wasserrahmenrichtlinie sagte Meyer: „Auch wenn wir nun zunächst das schriftliche Urteil abwarten müssen, so bereiten wir alles vor, um diese Neuauslegung zügig nachzuholen.“ Es sei aber bereits bei der Bekanntgabe dieser Gerichtsauflage in der mündlichen Verhandlung vor zwei Wochen klar gewesen, dass diese Nachbesserung den Zeitplan des Gesamtprojekts absehbar nicht beinträchtigen werde. Hintergrund sind die noch ausstehenden Planfeststellungsbeschlüsse und Klage-Entscheidungen auf niedersächsischer Seite.

Mit Blick auf den gerügten Fehler im Zusammenhang mit dem Fachbeitrag zu den Auswirkungen des Bauprojekts auf die Gewässer in der Umgebung erinnerte Meyer nochmals daran, dass EuGH- zur Wasserrahmenrichtlinie beim Erlass des Planfeststellungsbeschlusses im Dezember 2014 noch nicht vorlag. Erst ein halbes Jahr später lag der Richterspruch vor und der Fachbeitrag wurde vom LBV-SH daraufhin nachgeliefert. In dem Fachbeitrag werden Auswirkungen auf die Wasserqualitäten in der Umgebung des Bauprojekts untersucht. Der Landesbetrieb hatte den Beitrag nur den Beteiligten des Gerichtsverfahrens zugänglich gemacht. Die Behörden in Niedersachsen hatten dies ebenso praktiziert.

„Bei derart komplexen Verfahren sei es nun einmal schlicht unmöglich, sämtliche juristischen Angriffsflächen von vorn herein auszuschließen. An unserem Vorsatz ,Gründlichkeit vor Schnelligkeit‘ werden wir weiter festhalten“, sagte der Minister.

Trotz des positiven Urteils hält Meyer es für erforderlich, dass die Länder gemeinsam mit der Bundesregierung zügig einen Weg einschlagen, um das Planungsrecht und die entsprechenden Planungsverfahren in Deutschland wieder zu vereinfachen und zeitlich zu kürzen. „Wenn man die heutigen Schwierigkeiten mit dem Bau der A 20 in Schleswig-Holstein mit dem Bau dieser Autobahn durch Mecklenburg-Vorpommern in den 90er Jahren vergleicht, stellt man fest, dass sich die Politik beim Ausbau der Infrastruktur zunehmend selbst gelähmt hat.“  Darum helfe hier auch keine kleinteilige Diskussion über Organisationsstrukturen in der Straßenbauverwaltung weiter.

Meyer: „Wir müssen zu einer gründlichen Entschlackung des Planungsrechts und der Planungsverfahren kommen, ohne dabei auf die zwingend nötige Bürgerbeteiligung zu verzichten.“

Und hier die Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts

 

Zündende Geschäftsideen: Lübecker Nachrichten verleihen Existenzgründer-Preise

Meyer verleiht LN-„Mutpreis“ an Existenzgründer Tobias Michelsen von Sailaway Watersports

Mutpreis

Die „Lübecker Nachrichten“ haben am Abend in den „Mediadocks“ der Hansestadt zum sechsten Mal eine Reihe von Preisen an Existenzgründer verliehen. Die überwiegend vom Juwelier Gregor Wintersteller (Firma Mahlberg) gestifteten Preise richten sich nach den Worten von LN-Chefredakteur Gerald Goetsch an Menschen aus der Region, die  zündende Geschäftsideen und zugleich den Mut haben, damit den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer als Schirmherr der Veranstaltung durfte seoben den Preis in der Kategorie „Mut“ und „Innovation“ an Tobias Michelsen für die  Gründung seines Unternehmens Sailaway Watersports verleihen.

Michelsen habe eine lang gehegte persönliche Idee verwirklicht. Meyer: „Diese Idee beinhaltet neben denwirtschaftlichen Aspekten einer Unternehmensgründung auch eine starke soziale Komponente. Mit seinem Konzept, einer barrierefreien Wassersportschule – ein nicht nur in der Region herausragendes Projekt – zeigt er, dass soziales Engagement und Wirtschaftlichkeit durchaus vereinbar sind.“ Mit viel Zuspruch aber auch gegen Bedenken und Widerstände habe Michelsen dieses Konzept umgesetzt und dabei seine unternehmerischen Qualitäten bewiesen.

Besonders beeindruckt hat die Jury nach den Worten von Gastgeber und Moderator Lars Fetköter (stellvertrender LN-Chefredakteur), wie die Begriffe Inklusion und Teilhabe, die zwar oft diskutiert aber leider nicht immer realisiert werden, hier vorbildlich umgesetzt und mit Leben erfüllt sowie im wahrsten Sinne des Wortes, „gelebt“ werden.

Alles zu den weiteren Preisträgern und ihren Hintergründen in den morgigen Ausgaben der „Lüecker Nachrichten“ und auf LN-Online

Trauer um Untermehmer-Legende Hans-Heinrich Driftmann

„König der Kölln-Flocken“: Unternehmer-Legende Hans Heinrich Driftmann ist tot.

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Driftmann starb am Dienstag im Alter von 68 Jahren an den Folgen einer schweren Krankheit. Das bestätigte die Geschäftsleitung der Lebensmittelfirma Peter Kölln (Köllnflocken). Driftmann war als Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) von 2009 bis 2013 und als Präsidiumsmitglied der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) auch über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus engagiert und bekannt.

Ministerpräsident Torsten Albig sagte: „Schleswig-Holstein hat eine große Unternehmerpersönlichkeit verloren. Hans Heinrich Driftmann hat wie kaum ein anderer jahrzehntelang Verantwortung in Führungspositionen vieler Institutionen und Gremien übernommen und dabei viel für unser Land getan.“  Wirtschaftsminister Meyer erinnerte an das hohe ehrenamtlichen Engagement des gelernten Psychologen in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Driftmann sei ein Vorbild für viele Unternehmerinnen und Unternehmer  in Schleswig-Holstein gewesen.

Der ehemalige Präsident der IHK zu Kiel hatte erst im vergangenen Jahr die Geschäftsführung der Kölln-Werke an den früheren CDU-Politiker Christian von Boetticher abgegeben und sich selbst aus der vordersten Linie zurückgezogen. Er war vor fast 30 Jahren als Nachfolger seines Schwiegervaters Ernsthermann Kölln an die Spitze des Unternehmens berufen worden. Dessen Tochter Gesche hatte Driftmann 1970 geheiratet und mit ihr vier Töchter bekommen.

Meyer: Naturschutz und Tourismus sind im neuen Gesetz bestens vereinbar

Tief „Imogen“ sorgt an der Westküste in Dagebüll für schwere SturmböenMeyer: Naturschutzgesetz und Tourismus sind gut vereinbar – Kommunen müssen Weichen stellen

Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen SPD, Grüne und SSW sowie der Piratenfraktion hat der Landtag nach kontroverser Debatte die Überarbeitung des Landesnaturschutzgesetzes verabschiedet. Umweltminister Robert Habeck (Grüne) sagte, das Gesetz stelle eine fein austarierte Balance zwischen Nutzen und Schützen her. «Es hilft, das wenige, was wir an artenreicher Natur noch haben, zu erhalten.» Kernpunkte des Gesetzes sind unter anderem dieWiedereinführung des Vorkaufsrechts für ökologisch besonders wertvolle Naturflächen und ein erweiterter Biotopschutz. CDU und FDP kritisierten das Gesetz in der vorangehenden Debatte scharf.

Meyer_TouriMit Blick auf die Auswirkungen auf den Tourismus sagte Wirtschaftsminister reinhard Meyer (Audiopfeil klicken)

Wie der Minister weiter sagte, setze ein naturnaher Tourismus zweifellos den Schutz der Natur voraus. Gerade für den „echten Norden“ seien  Natururlauber und so genannte „Entschleuniger“ enorm wichtige Zielgruppen. Meyer: „Gerade für sie sollte Natur erlebbar bleiben.“

Naturschutz und Tourismus seien also keine Gegensätze, sie müssen nur vernünftig zusammengebracht werden.Die Änderungen im Naturschutzgesetz seien vor diesem Hintergrund ein guter Kompromiss. Vorausschauende Gemeinden hätten jetzt das passende Instrumentarium an die Hand bekommen und fünf Jahre Zeit, ihre Flächennutzungspläne entsprechend zu gestalten.Meyer: „Es gilt Bestandsschutz – für Bebauung sowieso, aber auch für B-Pläne in der Aufstellungsphase.“

Zudem erinnerte er daran, dass auch Mecklenburg-Vorpommern eine entsprechende Regelung für seine Küstenlinie habe.

TKMS bei Milliardenauftrag ausgebootet: Enttäuschung in Kiel

Meyer bedauert entgangenen Auftrag für TKMS: Nun alle Kraft auf Aquise neuer Aufträge – etwa aus Norwegen

Im Bau befindliches U-Boot der Dolphin-Klasse auf dem Gelaende der Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) GmbH in Kiel

Die australische Entscheidung gegen U-Boot-Technologie aus Kiel hat in Schleswig-Holstein für reichlich Enttäuschung gesorgt. «Das ist überraschend», sagte der Kieler IG-Metall-Chef und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS), Peter Seeger, heute der Deutschen Presse-Agentur. «Ich bin ein bisschen erstaunt, dass der Auftrag jetzt doch an die französische Werft geht.» Im Aufsichtsrat habe in dem Verfahren bis zuletzt große Zuversicht geherrscht.

Meyer_FSGIm Gespräch mit Christian Wolf von der NDR 1 Welle Nord sagte Meyer (Audiopfeil klicken)


Die Australier wählten stattdessen den staatlichen französischen Schiffbaukonzern DCNS als bevorzugten Partner, wie Premierminister Malcolm Turnbull in Adelaide mitteilte. Der über mehrere Jahrzehnte gestreckte Auftrag hat ein Volumen von rund 35 Milliarden Euro und wäre für ThyssenKrupp einer der größten Aufträge der Unternehmensgeschichte  gewesen.

Seeger ist für die Zukunft des Kieler Standorts trotz der Absage aus Australien optimistisch. «Es gibt eine gute Perspektive für die Werft.» Im Bereich der Fertigung sei die Werft bis 2021 ausgelastet. In diesem Bereich mache er sich deshalb «überhaupt keine Sorgen». «Etwas kritisch» sei es allenfalls im Konstruktionsbereich. Es gebe aber genug Zeit, sich um andere Aufträge zu kümmern. Umso wichtiger sei es, dass der Auftrag für ein deutsches Mehrzweck-Kampfschiff nach Kiel gehe.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) zeigte sich ebenfalls enttäuscht über die Nachricht aus Down Under: «TKMS war nach meiner Wahrnehmung sehr gut in diesem Wettbewerb aufgestellt, und natürlich entgeht auch dem Industriestandort Schleswig-Holstein damit ein großes Stück Wertschöpfung», sagte er.. Dennoch sieht Meyer keine Probleme auf den Kieler Standort zukommen. «Der Konzern ist kraftvoll genug, trotzdem optimistisch nach vorn zu schauen – zum Beispiel auf die Akquise des U-Boot-Auftrags für Norwegen.»

TKMS hatte zugesagt, in Australien ein Werk aufzubauen und die U-Boote dort herzustellen. Die Kieler Sparte wollte damit auch ein Standbein für Wartungsaufträge in der Asien-Pazifik-Region aufbauen. TKMS hatte eine enge Kooperation oder die Übernahme der Marinewerft ASC angeboten. Australiens Regierung hatte im März ein umfangreiches Aufrüstungsprogramm angekündigt – mit Ausgaben von allein 195 Milliarden Australischen Dollar (134 Milliarden Euro) bis zum Jahr 2025.