Weil es zu schön war: Eine Variante des Liebesgedichts an den Norden

Zum Jahreswechsel: Eine Variante des Liebesgedichts an den echten Norden von Mona Harry und Björn Högsdal

Zugegeben – zum Bereich der Wirtschaft zählen wir vor allem unsere mehr als 120.000 Mittelständler in Schleswig-Holstein. Vom Industriebetrieb bis zum Strandkorbverleih. Was dabei manchmal ein wenig aus dem Blickfeld gerät: Auch die so genannte Kreativwirtschaft ist in Schleswig-Holstein ein gewichtiger Wirtschaftsfaktor. In unserem Land sind es über 6000 Unternehmen und Selbständige, alles in allem arbeiten 21.000 Menschen zwischen Nor- und Ostsee als „Kreative“ – also produzieren und verbreiten „kulturelle Güter oder Dienstleistungen“.

Ins Rampemlicht geriet die Kreativszene in diesem Jahr durch die Studentin und Poetry-Künstlerin Mona Harry, die mit ihrem „Liebesgedicht an den Norden“ für Furore sorgte.

Gemeinsam mit ihrem Agenten, dem Kieler Künstler und „Urvater“ der Poetry-Slam-Szene in Schleswig-Holstein, Björn Högsdal, verfasste Mona Harry eine Variante des Liebesgedichts an den Norden, das „Land der Dichter und Deiche“. Aber genießen Sie selbst:

Und hier erläutern Mona Harry, Björn Högsdal und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, warum die Kreativ-Wirtschaft nicht nur Spaß macht, sondern unter anderem einen wichtigen Innovationsfaktor darstellt.

Gruß an Bord: SH-Verkehrsminister Reinhard Meyer sendet Grüße auf alle Weltmeere

Heute ab 20.05 Uhr: Meyer grüßt Seeleute aus SH und aller Welt in der NDR-Sendung „Gruss an Bord“

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Bei der ältesten Sendung des Norddeutschen Rundfunks, der Seemannssendung „Gruß an Bord“, wird heute abend ab 20.05 Uhr (u.a. auf NDR Info) auch Verkehrsminister Reinhard Meyer Grüße an die Frachterflotte aus Schleswig-Holstein, aber auch auf die Schiffe der Bundesmarine oder die Bohrinseln senden.

Alle Infos zur Sendung: hier

IMG_0958Und die Grüße von Meyer hier
(Audiopfeil klicken):

Erster Industriekongress in SH: Workshop-Leiter ziehen erste Zwischenbilanz

Nachlese zum ersten Industriepolitischen Kongress in SH: Das ist das Fazit der Workshop-Leiter – 2016 gehts weiter

Buendnis1In einem breiten „Bündnis für Industrie.SH“ haben sich in diesem Jahr erstmals Landesregierung, Kammern, Gewerkschaften, Wirtschafts- und Industrieverbände sowie Unternehmens- und Arbeitgeberverbände auf gemeinsame Leitplanken der künftigen Industriepolitik in Schleswig-Holstein verständigt. „Uns ist es wichtig, die Industriepolitik in Schleswig-Holstein auf eine neue strategische und organisatorische Grundlage zu stellen. Ein Ziel dabei ist die stärkere politische Unterstützung der Industrie. Wir wollen eine aktive Industriepolitik, bei der wir nicht nur Zaungäste sind“, sagt Wirtschaftsminister Reinhard Meyer.Alle weiteren Infos zum Industriekongress hier: Hier klicken

Bei dem eintägigen Kongress  bei dem Büdelsdorfer Industriebetrieb ACO Severin Ahlmann gab es fünf Workshops zu den Themen „Marketing und Akzeptanz„, „Digitalisierung und Industrie 4.0„, „Energiewende – Chancen für den Industriestandort„, „Fachkräfte“ und „Maritime Industrie„.

Die Workshop-Leiter der einzelnen Arbeitsgruppen zogen in den letzten Tagen für uns folgende Zwischenbilanzen:

Für das Thema „Marketing und Akzeptanz“: Stefanie Giese, Partnerin der Kieler Werbeagentur boy:


Für das Thema „Energiewende – Chancen für den Industriestandort“: Matthias Boxberger, Vorstandsvorsitzender der HanseWerk AG


Für das Thema „Maritime Industrie“: Dr. Reinhard Lüken, Geschäftsführer des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik


Für das Thema „Fachkräfte“: Sinje Niebuhr, Personalleiterin der Firma M. Jürgensen GmbH


Und für das Thema „Digitalisierung – Industrie 4.0“: Dr. Jan Christopher Brandt – VDI Technologiezentrum GmbH

Tourismus im echten Norden weiter auf der Sonnenseite

Der Tourismus im echten Norden hat weiter Rückenwind: Seit Januar Plus 3 Prozent bei den Übernachtungen

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Im Oktober wurden in den größeren Beherbergungsstätten mit zehn und mehr Betten sowie auf den Campingplätzen insgesamt 617.000 Gäste und 2.333.000 Übernachtungen gezählt. Damit verzeichneten die schleswig-holsteinischen Beherbergungsbetriebe ein deutliches Wachstum bei den Gästeankünften von Plus 5,6 Prozent und den Übernachtungen (+ 5,8 %), während für Deutschland insgesamt lediglich Zuwachsraten von jeweils 1,8 % ermittelt wurden. „Damit präsentiert sich Schleswig-Holstein im Ländervergleich einmal mehr als das wachstumsstärkste Land“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute (22. Dezember) in Kiel.

Reinhard_MeyerMeyer sagte im Gespräch mit der NDR-1-Welle-Nord weiter (Audiopfeil klicken):

Wie Meyer weiter sagte, entwickle sich das Land immer stärker zu einem beliebten Urlaubsziel auch für die Nebensaison, das zeige auch die gute Buchungslage zum Jahreswechsel. Damit die Wachstumspotenziale der Nebensaison künftig noch konsequenter erschlossen werden, wird die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH) künftig die Nebensaison in den Fokus ihrer Marketingarbeit stellen.

Im Gesamtzeitraum von Januar bis Oktober wurden in Schleswig-Holstein 6,3 Millionen Gäste und knapp 24,9 Millionen Übernachtungen gezählt und damit mehr als im gesamten Jahr 2013 und den Jahren davor. Die Gästeankünfte sind dabei um 3,9 Prozent gestiegen, die Übernachtungen um drei Prozent.

Meyer: „Damit trägt unsere Tourismus-Strategie weitere Früchte. Das Beherbergungsgewerbe befindet sich auf einem soliden Wachstumskurs.“

Nach Aus für die Y-Trasse – Politische Dialogrunde in Büchen

DB Netz fürchtet keine Mehrbelastungen durch Güterverkehr für Herzogtum-Lauenburg – Meyer bleibt weiter skeptisch

Buechen
Meyer (mitte) mit Michael Körber von de DB Netz und Büchens Bürgermeister Möller vor der Dialogrunde

Die im November getroffene Entscheidung des niedersächsischen Dialogforums „Schiene Nord“, auf den Bau der so genannten Y-Trasse zur künftigen Bewältigung der Seegüterverkehre aus Hamburg und Bremen zu verzichten, hat im Kreis-Herzogtum-Lauenburg und insbesondere im Raum Büchen große Besorgnis ausgelöst. So besteht unter anderem die Befürchtung, dass die vom Dialogforum favorisierte Alpha-E-Variante – die vor allem auf die Ertüchtigung bestehender Strecken in Niedersachsen setzt – zu einer Belastung von täglich über 100 Güterzügen auf der Strecke Hamburg-Büchen-Ludwigslust führen werde.

eis_Meyer_Reinhard_020Meyer sagte im Anschluss an die Diskussionsrunde (Audiopfeil klicken):

Bei einer von Verkehrsminister Reinhard Meyer heute (21. Dezember) in Büchen einberufenen politischen Runde mit Kommunalpolitikern, Bundes- und Landtagsabgeordneten trat der Leiter „Vertrieb und Fahrplan“ der DB Netz AG, Michael Körber, den Befürchtungen im Kreis entgegen. Nach dem auf das Jahr 2030 ausgerichteten Verkehrsgutachten des Bundes, so Körber, habe die Strecke zwar ein Potenzial von täglich 149 Güterzügen, dennoch sei mit nur 54 Güterzügen täglich zu rechnen. „Das entspricht in der Summe den Verkehrszahlen, die wir schon heute auf der Strecke haben“, sagte Körber. Er machte allerdings auch klar, dass die DB Netz mögliche Trassenanmeldungen, die über die 54 Züge hinausgehen, nicht ablehnen könne.

Sowohl die Kommunalpolitiker als auch die Landtagsabgeordneten zeigten sich hinsichtlich der milden Prognosen skeptisch. Auch nach den Worten von Minister Meyer sei die Skepsis begründet: „Land und Region sollten wachsam bleiben – auch was bei steigenden Verkehrsmengen mögliche bauliche Änderungen auf der Strecke und damit verbundene Anmeldungen von Lärmschutzmaßnahmen anbelangt“, sagte Meyer. Er erinnerte daran, dass auf der bestehenden Strecke bislang klarer Vorrang für den Personenverkehr, aber kein rechtlicher Anspruch auf Lärmschutz bestehe. Zugleich kritisierte der Minister erneut, dass Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommen am Dialogforum Schiene Nord nicht beteiligt waren: „Das macht misstrauisch – und es kann nicht sein, dass hier am Ende möglicherweise ein Geschäft zu Lasten Dritter abgeschlossen wird.“

Nach den Worten von Meyer werden Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern das Thema gemeinsam mit dem Bund im Zusammenhang mit dem nächsten Bundesverkehrswegeplan erörtern. In einem weiteren Schritt müsse dann in einer transparenten Simulation deutlich gemacht werden, welche konkreten Verteilungsfunktionen die Alpha-E-Variante im norddeutschen Schienennetz auslösen werde. „Für eine Entwarnung an die Region ist es zu früh“, sagte Meyer.

Freie Fahrt zwischen Hamburg und Landesgrenze: A 24-Sanierung abgeschlossen

Nach 16 Jahren: Sanierung der A 24 zwischen Hamburg und Gudow abgeschlossen. Meyer: 121-Millionen-Investition

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Meyer und MV-Verkehrsstaatssekretärin Ulbrich

Erfolgreicher und pünktlicher Abschluss eines der größten Autobahn-Sanierungsprojekte Schleswig-Holsteins: 25 Jahre nach der Wiedervereinigung und 15 Jahre nach dem ersten Spatenstich zur Sanierung der A 24 zwischen dem Autobahn­kreuz Hamburg-Ost und der Lan­des­grenze nach Mecklenburg-Vorpommern wurde das Großprojekt heute an der Raststätte des ehemaligen Grenzüber­gangs Gudow (Kreis Herzogtum-Lauenburg) symbolisch beendet. Seit 2001 wurden in die insgesamt 16 Bauab­schnitte mit sechs Anschlussstellen, acht Rastplätzen sowie 52 Brückenbauwerken auf knapp 48 Kilometern Länge 121 Millionen Euro investiert. Darin enthalten ist auch der Ausbau der Rastanlage Gudow.

Reinhard_MeyerIm Gespräch mit der NDR-1-Welle-Nord sagte Meyer unter anderem (Audiopfeil klicken):

Wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer vor rund 50 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung – darunter Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrs-Staatssekretärin Ina Maria Ulbrich – sagte, sei damit das Kernstück der Achse Berlin-Hamburg auf schleswig-holsteinischem Gebiet grundlegend modernisiert und zukunftsfest aufgestellt. Er dankte den beteiligten Firmen und dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) für die geleistete Arbeit: „Angesichts der Tatsache, dass die gesamte Autobahn unter rollendem Verkehr saniert wurde und es dennoch nie zu wirklich dauerhaften Störungen kam, darf man hier schon von einer gelungenen Leistung sprechen“, sagte der Minister. Auch das ehrgeizige Ziel des LBV-SH, die drei restlichen Bauabschnitte sowie den Umbau der Rastanlage Gudow noch in diesem Jahr abzuschließen, sei erreicht worden.

IMG_0021 Meyer erinnerte auch daran, dass es bei dem Vorhaben einige Rückschläge gab: So mussten – neben Streit um vereinzelte Baumängel – aufgrund der Insolvenz eines Bauunternehmens die Arbeiten des drittletzten Bauabschnitts im vergangenen Jahr nochmals komplett neu ausgeschrieben werden. „Dennoch haben wir unseren selbst gesteckten Fertigstellungstermin erreicht“, so der Minister.

 Auf den letzten beiden Abschnitten vor der Landesgrenze wurde ein Pilotprojekt zur Erprobung von besonders langlebigem Asphalt realisiert. Das Ergebnis wurde inzwischen bei der Qualitätsprüfung als überaus positiv bewertet. Meyer: „Damit hat diese Autobahnsanierung auch technisch hohe Maßstäbe erfüllt und gesetzt.“

Meyers Pressetermine heute

Meyers Termine heute: 9.30 Uhr – Raststätte Gudow – Fertigstellung der A 24-Sanierung. 11 Uhr, Rathaus Büchen: Diskussion über Alpha-Trasse

Zwei bedeutsame Verkehrsprojekte bestimmen heute den Terminkalender von Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer. Nach fast 16 Jahren Bauzeit werden heute Vormittag um 9.30 Uhr (Raststätte Gudow Fahrtrichtung Berlin) symbolisch die beiden letzen von 16 Abschnitten der A 24-Grundsanierung abgeschlossen. Damit wird die Autobahn in den kommenden Tagen zwischen Hamburg und Landesgrenze MV frei befahrbar sein.

Ab 11 Uhr geht es dann im Rathaus von Büchen (Amtsplatz 1) um die Auswirkungen der so genannten Alpha-E-Eisenbahntrasse auf den Kreis Herzogtum-Lauenburg. Bei dieser Trasse handelt es sich um den vom niedersächsischen Dialogform Schiene Nord beschlossenen Ersatz der jahrelang geplanten Y-Trasse, mit der der Seehafen-Güterverkehr aus Bremen und Hamburg abgeleitet werden sollte. Der Bund hat die Y-Trasse nach dem Beschluss des Dialogforums für „tot“ erklärt.

Meyer im Landtag: LNG hilft der Umwelt und bietet Brunsbüttel eine Perspektive

Meyer im Landtag: Große Chancen für verflüssigtes Gas (LNG) als Wachstums- und Umweltfaktor für SH

Die Koalitionsfraktionen im Kieler Landtag wollen den Schadstoffemissionen, insbesondere der schweröllastigen Schifffahrt, zu Leibe rücken und forderten von der Landesregierung einen mündlichen Bericht zum Einsatz von verflüssigtem Erdgas LNG (= liquified natural Gas):

Meyer sagte im Landtag:

Neue Ortsdurchfahrt: 2017 wird in Pansdorf gebaut

Sanierung der Ortsdurchfahrt Pansdorf in Ratekau wird ein Jahr vorgezogen – Land finanziert mit 1,2 Millionen Euro

Pansdorf
Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller, Minister Meyer, Pansdorfs Ortsvorsteherin Marlies Hicken und die SPD-Abgeordnete Sandra Redmann studieren den Bauplan der Ortsumgehung (siehe unten)

Entlastung für die Anwohner der Landesstraße 309 in Pansdorf (Gemeinde Ratekau) im Kreis Ostholstein: Wie Verkehrsminister Reinhard Meyer heute (17. Dezember) am Rande der Landtagssitzung in Kiel bei einem Treffen mit Vertretern der Gemeinde Ratekau und der örtlichen SPD-Landtagsabgeordneten Sandra Redmann bekanntgab, soll die Sanierung der Straße um ein Jahr vorgezogen und bereits 2017 mit den Bauarbeiten begonnen werden. „Die ehemalige Bundesstraße 207 hat in der Ortsdurchfahrt Pansdorf schon heute mit täglich knapp 10.000 Fahrzeugen eine enorm hohe Verkehrsbelastung und ist in einem so schlechten Zustand, dass die Höchstgeschwindigkeit bereits auf 30 km/h begrenzt werden musste“, so Meyer.

Um den Verkehr auf dem knapp 1,5 Kilometer langen Abschnitt künftig wieder sicherer zu machen, sollen nun die Straße sowie Geh- und Radwege grundsaniert werden. Dabei wird die Gesamtstraßenbreite von derzeit 8,50 Meter auf 6,50 Meter reduziert werden. „Außerdem ist hier die abschnittweise Einrichtung von Parkbuchten und der Bau von Bushaltestellen vorgesehen“, so Meyer.

Bei dem rund 1,5 Millionen Euro teuren Bauvorhaben handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt mit der Gemeinde Ratekau, die zugleich die Entwässerung erneuert. Der Gemeindeanteil beläuft sich auf rund 300.000 Euro. Zuletzt hatte das Land der Gemeinde bereits 2012 rund 700.000 Euro für den Um- und Ausbau des Knotenpunktes zwischen der L 309 und der L 180 zur Verfügung gestellt.

Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller und die Pansdorfer Ortsvorsteherin Marlies Hicken sprachen von einem „vorgezogenen Weihnachtsgeschenk“ für die Gemeinde. „Das wird eine echte Aufwertung unseres Dorfes“, sagte Hicken.

Die Ostholsteiner SPD-Abgeordnete Redmann, die sich zusammen mit der Gemeinde massiv für die Sanierung der Straße eingesetzt hatte, danke der Landesregierung für die vorgezogene Baumaßnahme, aber auch dem SPD-Ortsbverein von Ratekau für dessen Engagement: „Damit ist ein Ende der langen Geduldsprobe ebenso in Sicht wie eine verbesserte Verkehrssituation für alle Pansdorfer.“

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Der Plan – im Behördendeutsch: Bedarfsgerechter Ausbau der OD Pansdorf

Wirtschaftsminister Meyer lockert nochmals Vergabeverordnung

Land verlängert und lockert Wertgrenzen bei Vergabe öffentlicher Aufträge – künftig auch Teillose freihändig zu vergeben

Sanierung des Tunnels unter dem NOK

Bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen lockert das Land ein weiteres Mal die Wertgrenzen. Wie Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute in Kiel mitteilte, werden die bereits seit 2009 im Zuge des Konjunkturpakets eingeführten reduzierten Wertgrenzen für die Vergabe öffentlicher Aufträge nochmals um zwei Jahre verlängert. Außerdem dürfen künftig erstmals sogenannte Fachlose im Baubereich beschränkt ausgeschrieben werden, wenn sie bei einem Gesamtvolumen von mindestens einer Million Euro einen Teil-Auftragswert von 50.000 Euro nicht überschreiten.

Eine entsprechende Änderung der Schleswig-Holsteinischen Vergabeverordnung (SHVgVO) tritt an Heiligabend in Kraft. „Damit verschaffen wir den Kommunen und der Wirtschaft – insbesondere der Bauwirtschaft – erneut ein großes Stück mehr an Bewegungsfreiheit, was gerade vor dem Hintergrund der anstehenden Aufgaben im Zusammenhang mit der Flüchtlingswelle hilfreich sein dürfte“, sagte Meyer.

Nach der neuen Vergabeverordnung können somit bis zum Jahresende 2017 weiterhin Bauleistungen unterhalb eines Auftragswertes von 100.000 Euro freihändig vergeben werden. Unterhalb eines Auftragswertes von einer Million Euro können zudem Bauleistungen weiterhin beschränkt ausgeschrieben sowie Liefer- und Dienstleistungen unterhalb eines Auftragswertes von 100.000 Euro freihändig vergeben oder beschränkt ausgeschrieben werden.

Neu: Während bei Aufträgen mit einem Wert ab einer Million Euro bislang alle unterteilten Fachlose (Gewerke) öffentlich ausgeschrieben werden mussten (auch wenn beispielsweise ein Gartenzaun als Fachlos nur einen Auftragswert von 5.000 Euro hatte), kann die Ausschreibung von Gewerken im Baubereich mit einem Wert von unter 50.000 Euro künftig auch beschränkt erfolgen. Meyer: „Ein großer Gewinn für kleine Betriebe, die sich sonst bei zu großen öffentlichen Ausschreibungen unter Umständen nicht bewerben.“

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus