Buchholz mit Bauherr Moritz Graf zu Rantzau (Mitte) und dem geschäftsführenden Gesellschafter Sven Sausmikat
Qualitäts-Schub für den Binnenland-Tourismus im Kreis Steinburg: Der Neubau eines Vier-Sterne-superior-Hotels in Breitenburg nimmt immer mehr Gestalt an. Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz nutzte heute einen Besuch der Baustelle, um an den Investor und Bauherren Moritz Graf zu Rantzau einen Förderbescheid in Höhe von zwei Millionen Euro zu überreichen. „Hier investiert eine Gesellschaft nicht nur 23 Millionen in einen echten touristischen Hotspot, der den ländlichen Charme der Region mit historisch gewachsenem Ambiente verbindet, sondern es entstehen zudem auch 61 neue Dauerarbeits- und Ausbildungsplätze“, sagte Buchholz.
Wie zu Rantzau dem Minister beim Rundgang erläuterte, sei das geplante 80-Zimmer-Hotel Teil eines Gutshofes, der in den Jahren 1922 und 1923 im Stile des so genannten Heimatschutzes errichtet und im Jahr 2015 als Kulturdenkmal eingestuft wurde. „Die touristische Bedeutung Breitenburgs mit seiner berühmten Gutsanlage Schloss Breitenburg wird durch dieses Vorhaben erheblich aufgewertet“, so Buchholz. Der Bau des Hotels erfolge nach modernsten energetischen Standards bei Berücksichtigung der Denkmalschutzvorgaben. Neben einem Restaurant verfügt das Hotel unter anderem über einen Wellness- und Spa-Bereich mit Blick über den Breitenburger Kanal.
Buchholz: „Die Förderung ist unter anderem auch deshalb gut angelegtes Geld, weil mit diesem Projekt der Binnenlandtourismus an der Westküste weiter ausgebaut und gestärkt wird.“ Den Hotelgästen werde künftig ein in vielen Teilen attraktives touristisches Angebot in unmittelbarer Nähe der Radfernwege Ochsenweg und Mönchsweg sowie eines Golfclubs geboten. Die Eröffnung des Hotels ist für 2020 geplant.
Das Mega-Thema Klimawandel und Energiewende bewegt aktuell nicht nur die UN-Klimakonferenz in Madrid. In der Kieler Sparkassen-Arena tagen seit heute früh 100 herausragende Energie-, Klima- und Nachhaltigkeitsforscher sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft, die ihre Ideen und Innovationen vor rund 1000 Schlüsselakteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft präsentieren.
Die Sieger des landesweiten Isdeenwettbewerbs (von rechts vorn): Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht, Prof. Dr. Christian Keindorf (Fachhochschule Kiel), Ministerin Karin Prien, Prof. Dr. Friedhelm Taube (CAU Kiel), Prof. Dr. Thomas Franke (Uni Lübeck), Prof. Dr. Hinrich Uellendahl (Uni Flensburg), Minister Buchholz, Dr. Sandra Hansen (CAU Kiel).
Anlässlich des vom Berliner „Tagesspiegel“ zum dritten Mal in Kooperation mit der Landesregierung ausgerichteten „Science Match Future Energies“ spielt auch die Stärkung der Energie-Forschungsinfrastrukturen in Schleswig-Holstein eine Rolle: Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Karin Prien, Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz überreichten die ersten drei Förderbescheide im Rahmen eines im April aufgelegten Landes-Ideenwettbewerbs zur Forschungs-Infrastruktur. Sieben weitere Projektträger wurden bereits ausgewählt (siehe Anlage), bekommen aber erst in den nächsten Wochen Bescheid über die genaue Höhe der Förderung. Alle zehn Forschungsvorhaben werden mit insgesamt 6,3 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln gefördert.
Nach dem Votum der aus fünf Fachleuten bestehenden Jury erhalten folgende Projekte und Einrichtungen die ersten drei Förderungen:
Testanlage für ein Wellenkraftwerk im Modellmaßstab
Projektträger: Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel (F+E GmbH) mit Björn Lehmann-Matthaei sowie Fachhochschule Kiel, Prof. Dr. Christian Keindorf. Projektvolumen: 593.000 Euro, Förderung: 533.000 Euro.
Testlabor für Sektorkopplung Power-to-Fuels sowie Chemicals Biogas- und Energiespeichertechnologie
Projektträger: Hochschule Flensburg mit Prof. Dr. Hinrich Uellendahl. Projektvolumen: 703.000 Euro, Förderung: 000 Euro.
Low-Input Weidemilchproduktion im landwirtschaftlichen Gemischtbetrieb:
Projektträger: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit Prof. Dr. Friedhelm Taube. Projektvolumen: 251.000 Euro, Förderung: 226.000 Euro.
Die drei Landesminister gratulierten den erfolgreichen Bewerbern.
Technologieminister Bernd Buchholz sagte
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Wissenschafts- und Forschungsministerin Karin Prien erinnerte daran, dass die Grundlagen für erfolgreiche Wissenschaft und Forschung bereits in der Schule gelegt werden: „Deshalb stärken wir durch zahlreiche Initiativen vor allem die MINT-Fächer an den Schulen. Auch die schleswig-holsteinischen Hochschulen tragen das ihrige für eine auch zukünftig versierte Wissenschaft und Forschung im Bereich der Energiewende bei: Sie bieten mittlerweile eine große Zahl an ausgewiesenen und fachlich höchst anspruchsvollen Energie-Studiengängen auf Bachelor- und Masterniveau erfolgreich an.
Prien sagte weiter
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Mit Blick auf das ausgewählte Weidemilch-Forschungsprojekt der Kieler Universität sagte Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht: „Mit Hilfe modernster Messtechnik können wir sicher bald die Frage beantworten, wie viel Treibhausgas eine Milchkuh produziert – denn bald kann die Emission einer weidebasierten Milchviehhaltung genau erfasst werden.“ Für Schleswig-Holstein biete der Ausbau dieser Forschungsinfrastruktur eine großartige Chance:
Weiter sagte Albrecht
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Nach den Worten von Wirtschafts- und Technologieminister Dr. Bernd Buchholz stärkt der Wettbewerb einerseits die angewandte Forschung an den Hochschulen und zugleich den Technologietransfer. „Parallel dazu liefern die ausgewählten Forschungsprojekte aber auch das Science Match wertvolle Erkenntnisse für die Energiewende und den Klimaschutz. Eine klassische Symbiose, bei der Wissenschaft wie Wirtschaft gleichermaßen profitieren“, so Buchholz.
Wie der Minister weiter sagte, biete das „Science Match Future Energies“ eine ideale Plattform für die Vernetzung von Forschung und Anwendung und behandele mit Themen wie „Zukunft der Energie- und Wärmenetze“, „Nachhaltige Energieerzeugung und Speicherung“ oder „Smarte Verbraucher“ zentrale Schwerpunkte der Energiewende.
Als Beispiele aus Schleswig-Holstein nannte Buchholz unter anderem das Projekt „NAF-Bus“, einen selbstfahrenden Elektro-Kleinbus, der bereits in einigen Modellregionen in Schleswig-Holstein im Einsatz ist. Das Konzept soll einen öffentlichen Nahverkehr mit autonom fahrenden Bussen ohne feste Routen und Fahrpläne ermöglichen.
Energie-Forschungsgipfel in Kiel: Rund 100 Wissenschaftler werden heute ihre Ideen zu den Themen Klimawandel und Energiewende präsentieren. Den Besten eines landesweiten Ideenwettbewerbs winken zudem Auszeichnungen der Landesregierung.
Mehr als 100 Energie-, Klima- und Nachhaltigkeitsforscher stellen heute in Der Kieler Sparkassen-Arena ihre Arbeiten vor. Zur Wissenschaftskonferenz Future Energies Science Match, die von Energiewende-Minister Jan Philipp Albrecht (Grüne) eröffnet wird, werden rund 1000 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erwartet. Dabei geht es um Lösungen für die Probleme im Zusammenhang mit dem Klimawandel und der Energiewende.
Wissenschaftsministerin Karin Prien (CDU), Albrecht und Technologieminister Bernd Buchholz (FDP) ehren anschließend Sieger eines im April ausgerufenen Ideenwettberwerbs zum Ausbau der Energie-Forschungsinfrastruktur in Schleswig-Holstein. Zehn Projekte werden mit insgesamt 6,3 Millionen Euro gefördert. Den Kongress veranstalten der «Tagesspiegel» und das Land.
«Mit dem Wettbewerb stärken wir die angewandte Forschung an unseren Hochschulen und den Technologietransfer», sagte Buchholz im Vorfeld. Zugleich lieferten die geförderten Projekte und der Kongress wertvolle Erkenntnisse für die Energiewende und den Klimaschutz. «Eine klassische Symbiose, bei der Wissenschaft wie Wirtschaft im Land gleichermaßen profitieren können.»
Schwere Sturmfluten, Extremwetterlagen und vor allem der Anstieg des Meeresspiegels: Schleswig-Holstein arbeitet an einer neuen Strategie für den Schutz der Ostseeküste. Dabei geht es auch um den Tourismus.
An welchen Stellen ist eine Weiterentwicklung des Tourismus an der Ostseeküste langfristig sinnvoll, wo ist Küstenschutz geboten? Antworten auf diese Fragen soll eine neue Strategie liefern, die Umwelt- und Tourismusministerium gemeinsam mit Vertretern der Region und Wissenschaftlern der Kieler Universität entwickeln wollen. «Wir haben in der Vergangenheit viele Fehler gemacht», sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Montag. Als Beispiel nannte er Bauwerke, die zu nah an der Küste errichtet wurden. «Lange Zeit gab es da keine großen Abstandsregelungen.»
Grundlage für die Ziele der Strategie soll ein morphologisches Modell der Küste sein, an dem Forscher der Christian-Albrechts-Universität in den kommenden zwei Jahren mit Wissenschaftlern der Technischen Universität Hamburg-Harburg arbeiten werden. Der Klimawandel gehe mit einem erwarteten Anstieg des Meeresspiegels um 0,84 Meter bis Ende des Jahrhunderts einher, sagte Albrecht. «Dabei geht es auch um Frage: Macht es an bestimmten Orten Sinn, sich touristisch weiterzuentwickeln?»
Für Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) ist das Ziel der Einklang zwischen wirtschaftlichen und ökologischen Interessen. «Da wird der Tourismus nicht alles kriegen können, aber er wird auch nicht nichts kriegen dürfen.» Denn die Branche sei eine der Lebensadern der norddeutschen Wirtschaft. Klar sei aber auch: Steuergeld in der Ostsee zu versenken «kann nicht das Ziel sein».
Buchholz sagte vor den rund 100 Gästen der Auftakt-Veranstaltung weiter:
Der Schutz der 540 Kilometer langen Ostseeküste falle im Vergleich zur Nordsee wesentlich komplexer aus, sagte Albrecht. «Die Abbrüche von Steilküsten an der einen Stelle sind die künftigen Sandstrände an anderer Stelle.» Dennoch müssten Steilküsten künftig wohl stärker geschützt werden. Landesschutzdeiche existieren an der Ostsee auf einer Länge von 120 Kilometern. Sie schützen laut Albrecht rund 60000 Menschen, die dahinter leben, und Sachwerte in Höhe von sieben Milliarden Euro.
Für seinen Kabinettskollegen Buchholz waren die Schäden an den Küstenbadeorten 2017 und 2019 Vorboten dessen, was Land und Menschen in den kommenden Jahrzehnten droht. Im Frühjahr hatte die Regierung den Tourismusorten eine Million Euro bereitgestellt, um Schäden etwa an Promenaden, Wegen und Seebrücken zu beseitigen. Sie unterstützte auch die Behebung von Schäden an Stränden, Strandwällen und Dünen in touristisch relevanten Strandabschnitten.
Minister Buchholz und Albrecht mit Pressesprecher Joschka Toure aus dem Umweltministerium
Für Umweltminister Albrecht ist bereits klar, dass Veränderungen beim Küstenschutz und dem Tourismus notwendig sein werden: «Wir werden nicht umhin können, in der Zukunft auch touristische Infrastruktur zu verlagern.» An bestimmten Orten entlang der Küste sei touristische Entwicklung nur noch begrenzt möglich, Hotspots könnten sich verschieben. «Ich kann jetzt aber nicht sagen, welcher Ort das ist.»
Die Meldung ging gestern angesichts der Freude über die S-4-Finanzierung fast ein wenig unter: Der Bundesrat hat auf Initiative Schleswig-Holsteins steuerliche Entlastungen von kleinen und mittleren Unternehmen bei sogenannter Auftragsforschung beschlossen. Für Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) und vielleicht ja auch für viele unserer 130.000 kleinen und mittelständischen Unternehmer im Land die „Meldung der Woche“. Video starten…
Profiteur einer neuen Meisterstück-Regelung: in der Branche der Landmaschinen-Technik sind die Materialkosten für Gesellen- und Meisterstücke am höchsten
Während Schleswig-Holsteins Arbeitsmarkt aktuell mit der seit fast 40 Jahren niedrigsten Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent glänzt, setzt die Landesregierung alle Kraft auf Fachkräftesicherung: Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz gab heute (29. November) nach einem Beschluss des Bundesrats zur Bildungsmodernisierung bekannt, dass die seit 2005 bestehende Möglichkeit der Teilzeitberufsausbildung deutlich flexibler gestaltet und weiter geöffnet werde. So können künftig neben Alleinerziehenden oder Personen, die Angehörige pflegen, auch Menschen mit Behinderungen oder Lernbeeinträchtigungen von der Möglichkeit einer Teilzeitberufsausbildung profitieren.
„Eine Berufsausbildung in Teilzeit steht damit nun nicht mehr nur Eltern oder Pflegenden offen, sondern auch denjenigen, die für sich aus anderen Gründen eine Vollzeitausbildung nicht in Betracht ziehen“, sagte Buchholz. Damit werde allen jungen Menschen diese Möglichkeit geboten, egal, wie alt sie sind oder ob sie schon eine Erstausbildung absolviert haben. Wie der Minister weiter sagte, fördere das Land ab Januar mit knapp 300.000 Euro zudem das Projekt „Teilzeitausbildung für alle!“
„Wir sehen in der Flexibilisierung von Arbeitszeit und -dauer eine entscheidende Möglichkeit, die duale Berufsausbildung noch attraktiver zu machen“, so Buchholz. „Das Modellprojekt sorge für Organisation und Vernetzung der Teilzeitberufsausbildung im Land. Mit einer passgenauen Vermittlung von Interessenten in Teilzeitausbildungsplätze werde das Angebot attraktiv, ebenso wie durch eine begleitende Betreuung und Unterstützung von Betrieben und Auszubildenden bis zum Berufsabschluss.
„Meisterstück“ für angehende Handwerksmeister wird künftig besser gefördert
Eine vor allem für das Handwerk wichtige Neuerung konnte Schleswig-Holstein ebenfalls im Bundesrat durchsetzen: Neben Verbesserungen bei der Aufstiegsförderung von beruflich Qualifizierten legt der Bund bei der Finanzierung der im Handwerk üblichen „Meisterstücke“ noch einmal leicht nach. So sollen statt bisher 40 Prozent der Materialkosten für das Meisterstück 50 Prozent der Kosten förderfähig sein, maximal können 2.000 Euro gezahlt werden. Buchholz und seinen Länder-Kollegen geht das allerdings nicht weit genug – sie haben den Bund nun aufgefordert, bis zur Höhe von 2000 Euro die vollen Kosten zu übernehmen.
Konkretes Beispiel: In Schleswig-Holstein gehören laut Buchholz vor allem die Landmaschinenmechaniker zur Branche mit dem höchsten Aufwand für Meisterstücke. Beläuft sich der Meisterstück-Materialaufwand beispielsweise für den Ansaugarm eines Güllewagens auf 2.000 Euro, dann sind 1000 Euro der Kosten förderfähig, was einem Zuschuss von 500 Euro entspricht. Nach dem jüngsten Bundesrats-Beschluss müsste der Bund hingegen die vollen 2000 Euro übernehmen.
„Der Vollzuschuss wäre eine einfache und pragmatische Maßnahme, durch die sich noch mehr Handwerkerinnen und Handwerker für eine Meisterausbildung entscheiden würden“, sagt Buchholz. Hiervon würden besonders solche Gewerke profitieren, die schon jetzt die meisten Anträge auf Förderung des Meisterstücks stellen, nämlich Elektrotechniker, Installateur- und Heizungsbauer sowie Tischlermeister.
Die Arbeits- und Sozialminister der Länder mit ihren Staatssekretären heute bei der Herbst-Konferenz in Rostock
Die Regelungen über Hinzuverdienst-Möglichkeiten von Hartz-IV-Empfängern kommen auf Druck von Schleswig-Holstein den Prüfstand. Die Arbeits- und Sozialminister stimmten auf ihrer heutigen Konferenz in Rostock einem entsprechenden Vorschlag von Arbeits-Staatssekretär Thilo Rohlfs (FDP) zu. «Um die Anreize zu erhöhen und den Betroffenen den Weg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu erleichtern, müssen wir das bestehende System reformieren», sagte Rohlfs der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Leistungen wie Wohn- und Kindergeld müssten dabei allerdings klug mit höheren Zuverdienst-Möglichkeiten verbunden werden.
Bislang dürfen Bezieher von Hartz IV nur 100 Euro ohne Abstriche hinzuverdienen. Einkünfte, die diesen Betrag übersteigen, werden zu 80 Prozent auf die Grundsicherung angerechnet. Mit Experten aus Wissenschaft, Praxis und Sozialgerichtsbarkeit soll das Gesetz angepasst werden, wie Rohlfs sagte.
Staatssekretär Rohlfs
Noch ein zweiter Antrag aus Schleswig-Holstein fand die Mehrheit der Arbeits- und Sozialminister. So sollen nach Inkrafttreten des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes zum 1. März kommenden Jahres die nötigen Begleitstrukturen personell wie finanziell ausreichend ausgestattet werden. «Damit die Chancen, die dieses Gesetz bietet, erfolgreich genutzt werden, bedarf es einer engen Abstimmung zwischen Bund und Ländern. Beschleunigte Anerkennungsverfahren und Qualifizierungsangebote sind Schlüsselelemente, um Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen», betonte Rohlfs.
Buchholz berichtete über seine Eindrücke aus dem Silicon Valley Fotos: Jan Konitzki
Treffen der StartUp-Szene Schleswig-Holsteins: Unter dem Motto „Suchst Du noch oder kennst Du schon?“ haben sich heute Nachmittag rund 160 Gründerinnen und Gründer sowie Interessierte in Kiel über Unterstützungsangebote, Ideen, Erfahrungen und Herausforderungen ausgetauscht. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz appellierte an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Angebote des Landes zu nutzen – vor allem aber, von der Gründer-Mentalität der Amerikaner zu lernen.
Ob „Women Entrepreneurship“ in Flensburg, „Digital & Technology Entrepreneurship“ in Kiel oder Internationalisierung von StartUps in Lübeck – in den vergangenen Jahren haben sich laut Buchholz vielfältige Einrichtungen und Initiativen im Land etabliert, die alle ein gemeinsames Ziel haben: StartUps zu unterstützen und das Gründungsgeschehen zu forcieren. 24 dieser gründungsunterstützenden Einrichtungen, zu denen unter anderem die Hochschulen, Kammern und Wirtschaftsförderer des Landes gehören, sind gebündelt im StartUp SH e.V.
Auch die WT.SH (Wirtschaftsförderung und Technologietransfer GmbH) bietet Gründungsunterstützung: Im Auftrag des Landes gewährt sie etwa das Gründungsstipendium Schleswig-Holstein sowie Teile des Seed- und StartUp Fonds Schleswig-Holstein II und vernetzt aktiv mit den Baltic Business Angels. Im Rahmen des StartUp SH Summits wollen nun StartUp SH e.V. und WTSH allen Gründungsinteressierten die Möglichkeit geben, die Akteure dieses Netzwerks kennenzulernen und tiefere Einblicke in das Gründungsökosystem Schleswig-Holstein zu erhalten.
Kernstück des diesjährigen Summits war der „StartUp Talk“. Hier berichteten Gründerinnen und Gründer über ihre Erfahrungen und Stolpersteine und über den Umgang mit den Unterstützungsangeboten. Mit dabei unter anderem auch die eyespec GmbH aus Heide. Eyespec entwickelt individuelle Bildverarbeitungssysteme zum Beispiel für die Medizintechnik oder Maschinenbauunternehmen. Das Jungunternehmen zählt mittlerweile zu den Top Innovationstreibern in der industriellen Bildverarbeitung. Als wertvolle Anschubfinanzierung im Jahre 2012 diente damals der Seed- und StartUp-Fonds Schleswig-Holstein II.
„Als eyespec sich im Jahre 2012 gründete, war das Gründungs-Ökosystem in Schleswig-Holstein nahezu nicht vorhanden, meint Dr. Annelie Tallig, Teamleiterin StartUp Förderung und Finanzierung bei der WTSH. „Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich viel getan, nicht nur die Anzahl der StartUps stieg, sondern damit auch die Unterstützungsangebote“, so Tallig weiter.
So gibt es zum Beispiel seit 2016 das Gründungsstipendium Schleswig-Holstein, das Studierenden sowie Absolventinnen und Absolventen 12 Monate lang einen monatlich nichtrückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 1600 Euro gewährt. Seit 2016 wurden 59 Stipendien für 25 Gründungsvorhaben von der WTSH im Auftrag des Landes Gründungsstipendien vergeben.
Für Christina Lehmann und Anja Kromer von „Umtüten“ war das Gründungsstipendium eine Initialzündung bei der Umsetzung ihrer Geschäftsidee. „umtüten“ bietet umweltfreundliche Alternativen zur Einwegverpackungen in Form von Bio-Baumwollbeuteln mit abwaschbarem Inlay aus pflanzlicher Stärke an. Ebenso berichten die zwei im StartUp Talk über die Unterstützung durch WEStartUpSH, eine Initiative die sich explizit an Gründerinnen richtet und zum Beispiel bei der Vermittlung von Mentorinnen hilft. Mittlerweile sitzt das Team in der Alten Mu Think Farm in Kiel (ehemalige Muthesius Kunsthochschule) und rollt von dort sein Business in ganz Deutschland aus.
Organisatoren und Gäste des Summits im Kieler musiculum – unter anderem die beiden Gastgeberinnen Annelie Tallig (links) und Anke Rasmus (2.v.r.)
„Das StartUp SH Summit 2019 steht ganz im Zeichen des Austausches zwischen StartUps, Interessierten und Gründungsunterstützern. Wir wollen zeigen, wie StartUps, von der Gründung bis hin zum etablierten Unternehmen, auf ihre ganz individuelle Weise ihren Weg beschreiten. Außerdem schauen wir darauf, wie das StartUp Ökosystem sich in Schleswig-Holstein entwickelt hat und wo es in Zukunft hingehen wird“, beschreibt Dr. Anke Rasmus, erste Vorsitzende des StartUp SH e.V, die Idee des diesjährigen Summit.
Durchbruch bei der Finanzierung der S4: Schleswig-Holstein und Hamburg müssen weniger als bislang geplant für den Bau der S-Bahnstrecke zahlen. Am Freitag soll die Vereinbarung in Berlin unterzeichnet werden.
Buchholz und Hamburgs Bürgermeister Tschentscher
Bund und Länder haben sich auf eine Finanzierung für die S-Bahnstrecke S4 von Hamburg-Altona nach Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) geeinigt. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sprach am Abend in Kiel beim Grünkohlessen der Unternehmensverbände von einem «großen Durchbruch». Am Freitag soll die Finanzierungsvereinbarung in Berlin von ihm, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher unterzeichnet werden.
Der Anteil der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein werde noch einmal deutlich sinken, sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) am Rande des Grünkohlessens der Deutschen Presse-Agentur.
Demnach beträgt der Anteil des Landes an den geschätzten Gesamtkosten von 1,847 Milliarden Euro nun 93,4 Millionen Euro; also 5,1 Prozent. «Das ist ein sensationell gutes Ergebnis.»
Der Bau könne im kommenden Jahr starten, sagte Buchholz. Zuvor war von Kosten in Höhe von 118 Millionen Euro die Rede und von 236 Millionen Euro für Hamburg. Die genaue Summe für Hamburg war zunächst nicht bekannt.
Die S4 war vor einem Jahr im Bundesverkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf hochgestuft worden. Die S4 soll durchgehend von Hamburg-Altona bis Bad Oldesloe fahren. Prognosen zufolge soll die S4 an Werktagen 97 100 Menschen befördern. Die Strecke zwischen Hamburg und Bad Oldesloe gilt bereits heute als eine der am meisten befahrenen Pendlerstrecken rund um Hamburg.
Und so berichtet das Hamburger Abendblatt in seiner Mittwochausgabe
Bei einer Informationsveranstaltung im Meerhus in Großenbrode im Kreis Ostholstein werden die Deutsche Bahn und der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) am Donnerstagabend um 19.30 Uhr den aktuellen Planungsstand zur künftigen Fehmarnsund-Querung vorstellen. Dabei wollen sie auch ihr Angebot zur Öffentlichkeitsbeteiligung vorlegen, teilte die Bahn am Montag mit.
Die Kriterien sollen besonders hoch gewichtet werden, die der Region am wichtigsten sind. Welche Kriterien das sind, legt ein Runder Tisch fest. Das Ergebnis werde dann mit der genehmigungsrelevanten Gewichtung der Vorhabenträger verglichen, sagte ein Bahnsprecher. Zuvor will sich auch das Dialogforum Feste Fehmarnbeltquerung mit dem Thema befassen.
Aktuell sind noch zwei Brücken- und zwei Tunnelvarianten in der Diskussion, jeweils mit und ohne Weiterbetrieb der fast 60 Jahre alten Fehmarnsundbrücke. Die Entscheidung soll nach Angaben der Bahn bis zum Jahresende fallen.
Eine neue Querung über den knapp einen Kilometer breiten Fehmarnsund zwischen der Insel Fehmarn und dem schleswig-holsteinischen Festland ist notwendig, weil die alte Brücke nach der Eröffnung des Ostseetunnels zwischen Deutschland und Dänemark dem Verkehr vermutlich nicht mehr gewachsen sein wird.
Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus