Sanierung der B 76 beim Gewerbepark Raisdorf geht in nächste Runde

Ab Dienstag ist von Pendlern auf der B 76 zwischen Preetz und Kiel Geduld gefragt – zweiter Bauabschnitt beginnt

 

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Vor 40 Jahren nutzten täglich 20.500 Autos die Schnellstraße zwischen Kiel und Schwentinental (Kreis Plön). Heute sind es mit mehr als 46.000 Wagen mehr als doppelt so viele. Das macht der Bundesstraße 76 zu schaffen. Deshalb erneuert der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV SH) die Straße seit letztem Jahr auf einer Länge von acht Kilometern von Grund auf.

Nachdem der erste Bauabschnitt Ende 2015 fertiggestellt wurde, finden ab kommenden Dienstag (2. Februar) die Vorbereitungsarbeiten für den Abschnitt vom Gewerbegebiet Ostseepark bis kurz vor die Anschlussstelle zur B 202 statt. Die Baulänge beträgt ca. 1,7 Kilometer.

Während der achtwöchigen Arbeiten an der Entwässerung ist aus Gründen des Arbeitsschutzes und der Verkehrssicherheit leider nur eine einspurige Verkehrsführung je Richtung möglich. Verkehrsminister Reinhard Meyer bittet vor allem die Berufspendler um Verständnis und rät, vor allem morgens ein wenig mehr Zeit einzuplanen. Erst nach Abschluss der Arbeiten an der Entwässerung kann auf das bereits im ersten Abschnitt bewährte flexible System einer dreisprurigen Verkehrsführung zrückgegriffen werden (morgens in Richtung Kiel: zwei Spuren, in Richtung Preetz eine Spur – abends umgekehrt)

Wesentlicher Bestandteil der anstehenden Arbeiten ist die Sanierung der Entwässerungsleitungen. Dazu werden insgesamt 1.100 Meter so genannter Schlauchliner in die vorhandene, reparaturbedürftige Entwässerung eingebaut. Außerdem werden ca. 600 Meter Entwässerungsleitungen und rund 85 Entwässerungsschächte saniert.

Die Arbeiten an den Entwässerungsleitungen dienen der Vorbereitung zur Grundhaften Erneuerung der B 76 in diesem Abschnitt, die ab Ende April beginnen wird. Die Sanierung der Leitungen wird in insgesamt drei Abschnitte unterteilt. Im ersten Abschnitt erfolgen die Bauarbeiten im Bereich des Mittelstreifens, im zweiten und dritten Bauabschnitt werden die Entwässerungsleitungen am äußeren Fahrbahnrand in Fahrtrichtung Kiel bzw. in Fahrtrichtung Preetz saniert.

Die Länge der einspurigen Verkehrsführung beträgt während der gesamten Bauzeit nicht mehr als ca. 600 Meter. Aufgrund der geringen Fahrbahnbreiten im Bereich der Anschlussstellen kann es tagesweise zu Sperrungen kommen. Eine Umleitungsbeschilderung bzw. Hinweisschilder werden für die betroffenen Verkehrsteilnehmer rechtzeitig aufgestellt.

Die Baumaßnahme wird voraussichtlich Anfang April 2016, dalso nach elf bis 12 Wochen Bauzeit beendet sein. Die Bausumme beläuft sich auf rund 490.000 Euro. Der Auftrag wurde nach erfolgter öffentlicher Ausschreibung an ein mittelständisches Unternehmen aus der Region erteilt.

Selbst grauer November hellt Tourismus-Bilanz auf

Der Tourismus-Boom im echten Norden hält an: Fünf Prozent mehr Übernachtungen als im November 2014

Kniepsand

Auch im grauen November sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Touristen nach Schleswig-Holstein gekommen als im Jahr zuvor. Die Hotels, Ferienhäuser, Pensionen und Ferienanlagen mit mindestens zehn Betten zählten 378 000 Übernachtungsgäste und damit 5,0 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat.

Das berichtet heute das Statistikamt. Damit besuchten von Januar bis November 6,68 Millionen Gäste das nördlichste Bundesland, ein Plus von 3,9 Prozent. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 2,8 Prozent auf gut 26,04 Millionen. Die November-Statistik erfasste 2879 Beherbergungsstätten mit 142 000 Betten und 93 Campingplätze.

Für Wirtschaftsminister Reinhard Meyer einmal mehr ein erfreulicher Befund: „Schleswig-Holstein entwickelt sich immer stärker zu einem beliebten Urlaubsziel auch für die Nebensaison, das zeigte auch die gute Buchungslage zum Jahreswechsel.“ Damit die Wachstumspotenziale der Nebensaison künftig noch konsequenter erschlossen werden, werde die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH) künftig die Nebensaison noch stärker in den Fokus ihrer Marketingarbeit stellen, kündigte Meyer an.

 

Azubis gesucht: 25 Flensburger Betriebe öffnen ihre Türen

Schüler aufgepasst: Am 5. Februar öffnen 25 Flensburger Firmen ihre Türen für Euch – vielleicht sind es eure künftigen Arbeitgeber?

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Türöffner-Tag im vergangenen Jahr bei der Flensburger NOSPA

Reinschnuppern und ausprobieren: Dies wird auch das Motto der 2. Flensburger Lehrstellenrallye sein. Am 5. Februar öffnen 25 Betriebe in der Zeit von 11 bis 15 Uhr ihre Türen, um zukünftigen Schulabgängern die Möglichkeit zu geben, sich über ihren Traumberuf zu informieren. Ab 15:30 Uhr findet die Abschlussveranstaltung in der IHK Flensburg statt. Hierbei werden, neben der Verlosung von attraktiven Sachpreisen, die Lehrstellenkönigin oder der Lehrstellenkönig gekürt. Er oder sie kann den Hauptpreis, ein iPad, direkt in Empfang nehmen.

Vom Anlagenmechaniker über den Hotelfachmann bis hin zum Verkäufer stellen die 25 teilnehmenden Betriebe 39 Ausbildungsberufe und sechs duale Studiengänge vor. In vielen Betrieben können die Schülerinnen und Schüler mit Azubis und Ausbildern sprechen.

Dr. Michael Schack, Geschäftsbereichsleiter Aus- und Weiterbildung bei der IHK Flensburg, sieht in der Veranstaltung Vorteile nicht nur für den beruflichen Nachwuchs, sondern auch für die regionalen Unternehmen: „Das Ziel der Lehrstellenrallye ist es, Unternehmen und interessierte Jugendliche zusammenzubringen und für die duale Ausbildung sowie das duale Studium zu werben.“

„Berufsorientierung ist für alle Schülerinnen und Schüler ein wichtiges Thema auf dem Weg zum passenden Beruf. Daher ist es richtig, sich einen Überblick über die Möglichkeiten der betrieblichen Ausbildung zu verschaffen“, berichtet Christian Werft von der Handwerkskammer Flensburg.

„Die persönlichen Gespräche bei der Lehrstellenrallye bieten eine tolle Gelegenheit, um die jungen Menschen noch besser zu verstehen. Wir möchten den Schülern mit guten Informationen mehr Sicherheit bei ihrer Berufswahl geben und ihre Zukunft so aktiv mitgestalten sowie bestenfalls für eine Ausbildung in unserem Haus begeistern. Dafür haben wir extra einen zweiten Informationsstandort in der Filiale Schleswiger Straße 54 eingerichtet“, erklärt Kirsten Hansen von der Nord-Ostsee Sparkasse.

„Bei uns bekommst du den richtigen Durchblick!“, so Ingo Reimer von Glas Franzen zur Lehrstellenrallye.

Kristin Haase vom Technischen Betriebszentrum in Flensburg freut sich auf die Schülerinnen und Schüler bei der Lehrstellenrallye und betont, dass das TBZ seinen eigenen Nachwuchs ausbildet. „Neben der reinen Vermittlung des Fachwissens legen wir viel Wert darauf, dass die Azubis genügend Freiraum finden, sich beruflich und privat weiterzuentwickeln“, so Haase.

Kieler Hafen mit Kreuzfahrern weiter auf Erfolgskurs

Kieler Seehafen verbucht Rekord im Kreuzfahrtgeschäft. Rückgang beim Güterumschlag um 4,2 Prozent

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Über den Kieler Seehafen sind im vergangenen Jahr 2,1 Millionen Passagiere gereist und damit 2,0 Prozent mehr als 2014. Beim Güterumschlag gab es einen Rückgang um 4,2 Prozent auf 6,2 Millionen Tonnen.

Das berichtete heute der Geschäftsführer des „Port of Kiel“, Dr. Dirk Claus. Vor dem Hintergrund der Russland-Sanktionen und schärferer Umweltauflagen an die Schiffe könne der Hafen trotz dieses Rückgangs insgesamt zufrieden sein. Der Umschlag bei Massengütern sank um 9,4 Prozent. Vor allem bei Kohle und Getreide gab es ein klares Minus. Im Kreuzfahrtverkehr verbuchte der Hafen eine Zunahme um 29,4 Prozent auf gut 458 000 Passagiere. Das ist ein Rekordwert.

Meyers heutige Reden im Landtag

Verkehr, Industrie, Integration: Heutige Landtagsreden von Wirtschaftsminister Meyer im Überblick

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD)

Zum Thema A 20

Die Planungen für ein Teilstück der A 20 im Kreis Steinburg verzögern sich um zwei Jahre, nachdem dort ein verwaister Seeadlerhorst entdeckt wurde. Das nahm die Opposition im Landtag heute zum Anlass, Verkehrsminister Meyer zu attakieren. Der Minister machte in seiner rede einmal mehr klar, dass der Adlerhorst selbst Verzögerungen von sechs bis acht Monaten bewirke. Wegen eines Dominoeffekts würden daraus zwei Jahre, weil Nachkartierungen und eine neue Verkehrsprognose erforderlich seien.

Meyers Rede in voller Länge:

Zum Thema Industriestandort Unterelbe

Einmütig haben Koalition und Opposition die Bedeutung des Industriestandortes Unterelbe/Brunsbüttel für das ganze Land betont. Vertreter der Nord-Ampel bezeichneten das Areal als „Schwergewicht“ für erneuerbare Energien und auch für den Arbeitsmarkt. Christdemokraten und Liberale verwiesen auf die Vielzahl der erfolgreichen in der Region angesiedelten Großbetriebe.

Weitgehend einig waren sich CDU, SPD, Grüne, FDP und SSW bei der Analyse der Defizite: Um den Standort fit für die Zukunft zu machen, müsse unbedingt in die Infrastruktur investiert werden. Notwendig seien der Ausbau der B 5 und der A 20 sowie eine bessere Schienenanbindung. Die Piraten mahnten auch den Breitbandausbau an.

Meyers Rede in voller Länge:

Zum Thema Flüchtlingsintegration:

Flüchtlinge können nach Ansicht von Meyer einen Teil der erwarteten Fachkräftelücke schließen. Dies erfordere aber erhebliche Kraftanstrengungen und Zeit. Im Sommer soll im Norden ein flächendeckendes Programm für 2000 Teilnehmer starten. Zunächst gehe es um Sprachunterricht und Feststellung der Kompetenzen, danach um die Aufnahme einer Arbeit, Einstiegsqualifizierung oder Ausbildung.

Meyers Rede in voller Länge (Audiopfeil klicken):

Land fordert massive Nachbesserungen an geplanter EEG-Novelle

Nägele zur geplanten EEG-Novelle: Ohne Änderungen droht Vollbremsung für Arbeitsplätze und Innovationen

Langzeitbelichtung mit Windkraftanlagen hinter einem Maisfeld

Scharfe Kritik von Technologie-Staatssekretär Dr. Frank Nägele an der geplanten Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG): Sollten die bislang bekannten Eckpunkte der EEG-Novelle 2016 umgesetzt werden, drohe sowohl der Verlust von Arbeitsplätzen als auch von Innovationspotenzial im Norden, sagte Nägele am Abend in Kiel beim Neujahrsempfang des Bundesverbandes Windenergie und der ARGE Netz.  Mit der beabsichtigten Umstellung auf ein Ausschreibungsmodell für die die künftige Ermittlung der Einspeisevergütung für Windenergie an Land und auf See ab 2017 werde zudem ein Systemwechsel vollzogen, der der Branche schmerzhafte Anpassungsleistungen abverlange.

Nägeles Sorgen um Arbeitsplätze und Innovationskraft richten sich vor allem auf das Abrücken vom bisherigen Konsens, jährlich 2,5 Gigawatt zusätzlich an Onshore-Wind zuzulassen. Dies käme einer Vollbremsung einer für Schleswig-Holstein und ganz Norddeutschland enorm wichtigen Branche gleich. Nägele kündigte an, seine Kritik gemeinsam mit Wirtschaftsminister Reinhard Meyer in Berlin deutlich zu machen. „Die Umsetzung der Pariser Klimabeschlüsse verlangt einen beschleunigten Ausbau der Windenergie und nicht das Gegenteil“, so der SPD-Politiker. Anders ließe sich eine Energiewende auch in den Sektoren Mobilität und Wärme nicht realisieren. Für die zweifellos nötige Begrenzung der Kosten gebe es bessere Ansatzpunkte.

In diesem Zusammenhang forderte Nägele unter anderem Nachbesserungen im Bereich des Strommarktgesetzes. Es könne nicht sein, dass etwa Technologien zur Umwandlung von Windstrom in Gas systematisch wie so genannte Letztverbraucher behandelt und damit finanziell so hoch belastet werden, dass sie unwirtschaftlich sind. Deshalb müsse der Gesetzgeber klarstellen, dass Speichertechnologien nicht als Letztverbraucher behandelt werden. Andernfalls würden notwendige Innovationen und damit wirtschaftliche Impulse für Schleswig-Holstein abgewürgt.

Nägele: „Die Energiewende ist auch ein großes industriepolitisches Projekt für Schleswig-Holstein. Mit der Erzeugung, Umwandlung und Speicherung erneuerbaren Stroms sind vielfältige Chancen für die industrielle Entwicklung verbunden.“

Industrieregion Westküste wird weiter gestärkt: Schub für Energie-Projekte

Schub für die Westküste: Land fördert Regionalmanagement Dithmarschen und Steinburg mit 161.000 Euro

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Nägele und egeb-Chefin Martina Hummel-Manzau

Das Land stärkt der Industrieregion Dithmarschen und Steinburg weiter den Rücken: Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Frank Nägele übergab heute an die Geschäftsführerin der Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel (egeb), Martina Hummel-Manzau, einen Förderbescheid über 161.000 Euro. Mit dem Geld soll das bisherige Regionalmanagement Industrieenergie mit einer Schwerpunktausrichtung auf Industriepolitik im Rahmen der industriepolitischen Strategie Schleswig-Holsteins bis Ende 2016 konzentriert fortgesetzt werden.

Das Geld stammt aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) aus dem Landesprogramm Wirtschaft 2014-2020. Das Gesamtvolumen des Projekts liegt bei knapp 250.000 Euro.

Wie Nägele sagte, soll die erfolgreiche Arbeit an den zahlreichen Energie-Infrastrukturprojekten an der Westküste, insbesondere im Raum Brunsbüttel, fortgesetzt werden. Dabei gehe es unter anderem um die Versorgung von Industriebetrieben in der Region mit verflüssigtem Gas (LNG), die Nutzung erneuerbarer Energien in der Industrie oder die Umsetzung des Projekts „Wasserstoff aus Windstrom“.

„Die Region Dithmarschen/Steinburg mit dem Schwerpunkt Brunsbüttel ist ein wichtiger industriepolitischer Standort im Rahmen unserer industriepolitischen Strategie“, so Nägele. Dabei spiele die Verknüpfung zwischen Energie und Industrie eine wesentliche Rolle. Das finanzielle Engagement des Landes für das Regionalmanagement solle die industriepolitischen Aktivitäten weiter stützen und stärken.
 

 

Bund beendet Spekualationen um Zukunft der Schwebefähre: Sie wird repariert

Bund verspricht: Schwebefähre soll so schnell wie möglich repariert werden – Ermittlungen gegen Fährführer

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Die nach dem Zusammenstoß mit einem Frachter auf dem Nord-Ostsee-Kanal beschädigte Rendsburger Schwebefähre soll weiter betrieben werden. «Unser Ziel ist es, die Schwebefähre so schnell wie möglich zu reparieren und instand zu setzen», sagte heute der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Prof. Hans-Heinrich Witte. Grundlage dafür sei der Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 1913. «Dieser gilt unverändert und ist Grundlage für unser Handeln», sagte Witte. Ein Prüfauftrag zur grundsätzlichen Klärung des Betriebs sei von Seiten des Bundesverkehrsministeriums nicht erteilt worden. Verkehrsminister Reinhard Meyer begrüßte am Abend diese klare Zusicherung.

Voraussichtlich im März sollen die Inspektionsarbeiten zur Ermittlung des Schadens beginnen. Für die Zeit der Reparatur der Schwebefähre werde derzeit nach Möglichkeiten für einen Ersatzverkehr gesucht, teilte die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung weiter mit.

Die Staatsanwaltschaft Kiel ermittelt nach dem Unfall am 8. Januar gegen den Fährführer. Es besteht der Verdacht eines gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr, wie Oberstaatsanwältin Birgit Heß bereits am Montag sagte. Es gehe auch um Körperverletzung – weil der einzige Passagier verletzt wurde. Der Fährführer hatte schwere Verletzungen erlitten.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus