Im Standortwettbewerb der Fraunhofer-Gesellschaft um die Forschungsförderung für Batteriezellen wirbt Schleswig-Holsteins Landesregierung für den Norden als Standort. Als Energiewendeland Nummer eins biete das Land für ein solches Vorhaben allerbeste Voraussetzungen, sagt Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (FDP).
Als ein möglicher Standort für den Aufbau der Batteriezellenforschung gilt Itzehoe im Kreis Steinburg. Die für das Vorhaben nötigen und von der Fraunhofer-Gesellschaft erwarteten Investitionen von 145 Millionen Euro nennen sowohl Buchholz als auch Ministerpräsident Daniel Günther eine Herausforderung für das Land. Das Kabinett hatte sich diese Woche darauf verständigt, auch die Möglichkeiten einer Finanzierung über eine Öffentlich-Private-Partnerschaft auszuloten.
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Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz hat davor gewarnt, mit Erleichterungen für Radfahrer den Autoverkehr über Gebühr zu erschweren. Es sei alles zu begrüßen, was das Radfahren sicherer und leichter macht, sagte er heute am Rande der Verkehrsministerkonferenz in Saarbrücken. «Allerdings muss man dabei auch bedenken, dass unsere Straßen nicht nur für Radfahrer da sind, sondern auch eine Abwägung stattfinden muss, damit nicht etwa der motorisierte Verkehr überhaupt nicht mehr vorankommt.» Eine «fahrradfreundliche Novelle» der Straßenverkehrsordnung steht auf der Tagesordnung der Verkehrsministerkonferenz heute und morgen .
Weiter sagte Buchholz
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«Auch an die Leichtigkeit des motorisierten Verkehrs muss gedacht werden», betonte Buchholz. «Dabei sollten wir alles ausnutzen, was technisch möglich ist: Statt Lastwagen mit Schrittgeschwindigkeit rechts abbiegen zu lassen, sollten wir Abbiege-Assistenzsysteme einführen, und zwar so schnell wie möglich.» Der Kieler Minister distanzierte sich auch von einem weiteren Vorschlag einer Arbeitsgruppe. «Wir sollten jetzt auch nicht Regelungen schaffen, die das Nebeneinander-Radfahren grundsätzlich zulassen und damit den anderen Verkehrs behindern», sagte er. «Diese Regelung gilt es deshalb zu überprüfen und dazu ist der Bundesverkehrsminister aufgefordert worden.» Dieser müsse unter Abwägung einer besseren Verkehrssicherheit für Radfahrer und der Leichtigkeit des übrigen Verkehrs neue Regelungen vorschlagen.
Auf der heute in Saarbrücken startenden Konferenz der Länder-Verkehrsminister will Schleswig-Holsteins Ressortchef Bernd Buchholz auf eine Reduzierung der Gebühren für Passagen durch den Nord-Ostsee-Kanal drängen. „Eine nennenswerte pauschale Reduzierung um etwa zehn Prozent würde ein wichtiges Signal an die Reedereien aussenden“, sagte er gestern dem sh:z. Auch eine Arbeitsgruppe von Abteilungsleitern, die die Konferenz vorbereitet, unterstützt Buchholz’ Vorstoß.
„Die Verkehrsministerkonferenz bekundet ihre Sorge, dass die Attraktivität des Nord-Ostsee-Kanals für Reedereien während der circa zehnjährigen Ausbauphase leiden könnte und Reedereien vermehrt den längeren Fahrweg durch den Skagerrak wählen“, heißt es in der Beschlussvorlage. Bis 2030 sollen die Schleusen in Kiel und Brunsbüttel saniert und ausgebaut werden. Dazu wird die Levensauer Hochbrücke ersetzt, die Oststrecke ausgebaut und der Kanal vertieft. Durch die damit verbundenen Verzögerungen im Kanal könnte es sich für die Reeder wirtschaftlich lohnen, den Umweg um die Nordspitze Dänemarks herum zu nehmen. Das würde allerdings die Umwelt stärker belasten, so Buchholz’ Argumentation.
Er will deswegen einen besonderen „Umweltbonus“ für Schiffe mit umweltfreundlicherem Antrieb. Dieser Preisnachlass soll im Gegensatz zu der Gebührensenkung wegen der Bauarbeiten unbefristet sein. „Hier ist der Bund gefordert, einen entsprechend gestaffelten Katalog aufzustellen“, meint Buchholz. Denn es mache einen „Riesenunterschied“, ob ein Schiff vollelektrisch und damit komplett emissionsfrei unterwegs sei oder nur CO2-neutral – also etwa mit Biomethanol betrieben werde oder mit dem Flüssiggas LNG fahre und somit weitgehend ruß-, stickstofffrei. Außerdem müssten auch Preisvorteile für Schiffe mit speziellen Filteranlagen möglich sein, so der Minister weiter. Bislang gebe es nur sehr wenige Schiffe, die mit LNG durch den Kanal fahren.
„Es muss unser Ziel sein, bis zum Jahr 2050 eine 50-prozentige CO2-Reduzierung in der Schifffahrt zu erreichen.“ Bis dahin soll es keinen nennenswerten Ausstoß von Schwefel- und Stickstoffdioxiden mehr geben. „Das gilt global. In unseren Gewässern, allen voran der quer durchs Binnenland laufende Nord-Ostsee-Kanal, dürfen wir gern noch etwas anspruchsvoller sein“, so Buchholz.
Aus dem Bundesverkehrsministerium heißt es lapidar, dass man den Gesprächen und Beschlüssen der Konferenz leider nicht vorgreifen könne. Das Haus von Andreas Scheuer (CSU) hatte auf Druck des Bundesrechnungshofs sogar eine Erhöhung der Befahrensabgaben für den Nord-Ostsee-Kanal verlangt. Im Januar hatte der Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestages diese Erhöhung aber bis 2028 ausgesetzt, weil sie ein fatales Signal an die Reeder gewesen wäre.
Straffes Besuchsprogramm bei der Leistungsschau der internationalen Wirtschaft in Hannover: Minister Buchholz trifft zur Stunde bei der Hannovermesse gemeinsam mit namhaften Köpfen am Gemeinschaftsstand des echten Nordens zusammen. Der diesjährige SH-Auftritt steht unter dem Motto „Energiewende in Schleswig-Holstein“ und ist Teil der Leitmesse „Integrated Energy“. Ziel ist, die Energiewende als Schlüssel und Innovationstreiber für die Wirtschaft im echten Norden zu positionieren.
Buchholz zog nach seinem eintägigen Messebesuch folgendes Fazit:
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„Wir verfügen in Schleswig-Holstein sowohl über einen soliden, innovativen Mittel-stand als auch über eine exzellente Wissenschaftslandschaft. Damit bietet der echte Norden beste Voraussetzungen für beste wissensbasierte Wertschöpfung“, sagte Buchholz beim Empfang an dem Stand. Aber es reiche nicht, Technologien oder auch Geschäftsmodelle nur scheibchenweise zu entwickeln: „Es braucht vielmehr auch den Mut zu bahnbrechenden Innovationen – unsere jüngst geschlossene Kooperation mit dem weltgrößten Unternehmens-Inkubator, Plug and Play‘ im Silicon Valley zeigt, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind“, so der Minister.
Buchholz nahm am Nachmittag nach einer Reihe von Firmenbesuchen – wie hier bei der Lufthansy Industry Solutions – auch an einer Diskussionsrunde zum Thema „Sprunginnovationen und digitale Wirtschaft“ teil.
Zur diesjährigen Messepräsenz sagte er weiter: „Unsere Rechnung ist aufgegangen: Schleswig-Holsteins Wirtschaft und Wissenschaft präsentieren sich diesmal besonders stark auf der weltweit wichtigsten Industriemesse im Rahmen von zwei Messeständen. Mit diesem Aufgebot zeigen wir Flagge als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort, verstärkt durch gemeinsame Aktionen und einer engen Zusammenarbeit der Akteure.“
sh:z von heute: Vorschau auf die Verkehrsministerkonferenz
Es geht um Fragen der Sicherheit im Straßenverkehr, um den künftigen Einsatz von kleinen Elektromobilen auf Rad- und Fußwegen, um die künftigen Gebühren auf dem Nord-Ostseekanal, und natürlich auch wieder einmal um das Thema Diesel: Ab morgen treffen sich die Verkehrsminister der Länder zu ihrer Frühjahrskonferenz in Saarbrücken. Dabei setzt sich Verkehrsminister Bernd Buchholz unter anderem dafür ein, mehr Elektro-Kleinstfahrzeugen den Zugang zum Straßenverkehr zu ermöglichen.
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Es war eine Woche der guten Nachrichten: Abgesehen davon, dass Schleswig-Holsteins Wirtschaft mit einem Plus von 1,7 Prozent beim Bruttoinlands-Produkt im vergangenen Jahr deutlich über dem Bundesdurchschnitt lag, gab es auch Top-News von der Unternehmensfront: Der US-Handelsriese eröffnet einen kleinen Standort in Borgstedtfelde bei Rendsburg – und für Gründerinnen und Gründer hat die Landesregierung eine Brücke ins Silicon Valley errichtet – dem Mekka der globalen Gründerszene.
Die Kooperation zwischen Schleswig-Holstein und „Plug and Play“ – für Wirtschaftsminister Bernd Buchholz seine „Meldung der Woche“
Legen gemeinsam den Kurs für den A-20-Brückenschlag zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein fest (v.r.): Bernd Buchholz, Enak Ferlemann, Bernd Althusmann und DEGES-Prokurist Bernd Rothe
Schulterschluss der beiden Länder Schleswig-Holstein und Niedersachsen für den Bau der A-20-Elbquerung: Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und sein niedersächsischer Amtskollege Dr. Bernd Althusmann haben heute in Stade eine Vereinbarung zur weiteren Bauvorbereitung des Elbtunnels zwischen Drochtersen und Glückstadt im Zuge der Autobahn A 20 unterzeichnet. Auch Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, nahm an dem Treffen teil. Ferlemann hatte die Vereinbarung initiiert. Er machte bei dem Treffen deutlich, dass der Elbtunnel entgegen den früheren Planungen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP), sondern vollständig vom Bund finanziert werde.
Die geschlossene Vereinbarung zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein regelt nach den Worten von Buchholz neben der planerischen Arbeitsteilung für das Milliarden-Projekt auch die Kostenaufteilung. Schleswig-Holstein trägt 40 Prozent der Planungskosten für den knapp sechs Kilometer langen Elbtunnel, Niedersachsen 60 Prozent. Die drei Verkehrspolitiker machten bei der Unterzeichnung deutlich, dass die Vereinbarung ein wichtiger Schritt sei, um die Zeit bis zur Schaffung vollziehbaren Baurechts in beiden Ländern sinnvoll zu nutzen.
Buchholz sagte nach der Kooperationsvereinbarung (Audio starten – „im Browser anhören“)
Staatssekretär Ferlemann machte deutlich, dass die Kooperation den Bau des A-20-Elbabschnitts beschleunigen werde: „Mit dem heutigen Tag kommen wir diesem Ziel näher, die Bauvorbereitungen für den Elbtunnel können beginnen. Das ist ein echter Meilenstein, denn die A 20 mit dem Elbtunnel ist das wichtigste Infrastrukturprojekt in Schleswig-Holstein und Niedersachsen.“
Im Gespräch mit Journalisten sagte Ferlemann weiter (Audio starten – Pfeil klicken)
Nach den Worten von Buchholz gehe es bei der Kooperation vor allem darum, keine zeitliche Verzögerung zwischen Baurecht und Baubeginn zu riskieren, in dem man bereits heute beginne, weitere Planungen aufzustellen und die Bauausführungsunterlagen für die Realisierung des Elbtunnels vorzubereiten. „Hierfür kalkulieren wir einen Zeitbedarf von etwa 2,5 Jahren ein.“ Zu den Planungen gehört unter anderem auch ein Bodenmanagement, da insgesamt 3,7 Millionen Kubikmeter Sand aus dem Elbtunnel zu verbringen sind.
Bei dem heutige Treffen in Stade überreichte Buchholz an Rothe zugleich den offiziellen Planungsauftrag für den A-20-Elbtunnelbau. Der Zwischenschritt ist nötig, weil Niedersachsen nicht zu den elf Bundesländern zählt, die – neben dem Bund – Gesellschafter der DEGES sind.
Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann sagte: „Unser Ziel ist es, dass die A 20 möglichst schnell gebaut wird. Die Kooperation zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein bei der Planung der Küstenautobahn ist ein wichtiger Schritt, um dieses Ziel zu erreichen. Mit Unterstützung der DEGES setzen wir uns mit aller Kraft dafür ein, dass der Bau der A 20 und des Elbtunnels in greifbare Nähe rückt.“ Er erinnerte daran, dass die Ländervereinbarung nur bis Jahresende 2020 gültig ist, weil die Zuständigkeit für sämtliche deutschen Autobahnen dann auf die neue Autobahn GmbH des Bundes übergeht. „Wir haben die Erwartung an den Bund, dass Planung und Realisierung des Elbtunnels ab 2021 dann genauso konsequent vorangetrieben werden, wie wir Länder das derzeit tun.“
Wie Buchholz und Althusmann weiter erläuterten, knüpft die aktuelle Kooperation an die Planungsvereinbarung beider Länder aus dem Jahr 2005 an. Bereits damals wurden für Planung, Entwurf und Planfeststellung des Elbquerungsabschnittes der A 20 die Zuständigkeiten, die Zusammenarbeit und die Kostenverteilung zwischen den Ländern geregelt. Die Federführung und Projektsteuerung für den Elbtunnel wird – bis zur Übergabe des Projekts an die vom Bund gegründete Autobahn GmbH Anfang 2021 – wieder bei Schleswig-Holstein liegen, das vor einem Jahr die DEGES mit dem Weiterbau der gesamten Autobahn auf schleswig-holsteinischem Gebiet beauftragt hatte.
Nach den Worten von DEGES-Bereichsleiter Bernd Rothe werde es in den nächsten Jahren insbesondere im Tunnelabschnitt darum gehen, die technische Planung zu aktualisieren und die Vergabeunterlagen zu erstellen. „Dazu gehört unter anderem auch ein Bodenmanagement, da insgesamt 3,7 Millionen Kubikmeter Sand für den Elbtunnel zu verbringen sind“, so Rothe.
Knapp drei Jahre nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Elbquerungs-Abschnitt der A 20 wird in Schleswig-Holstein derzeit ein sogenanntes Fehlerheilungsverfahren zu Fragen des Wasserrechts betrieben. Mit einem Planergänzungsbeschluss rechnet die DEGES im zweiten Halbjahr 2020. Voraussetzung für den Baustart am Tunnelprojekt sind allerdings rechtskräftige Planfeststellungsbeschlüsse für die direkt angrenzenden Streckenabschnitte. In Schleswig-Holstein soll für diesen Bereich – von der Bundesstraße B 431 bis zur A 23 im Kreis Steinburg – das dritte Planänderungsverfahren gegen Jahresende eingeleitet werden.
In Niedersachsen soll der geplante A 20-Elbtunnel an das Autobahnkreuz Kehdingen anknüpfen. Dort erfolgt neben der Weiterführung der Küstenautobahn bis nach Westerstede auch die Anbindung an die A 26 in Richtung Hamburg bis zur A7. Das für die planungsrechtliche Absicherung notwendige Planfeststellungsverfahren für das Kreuz Kehdingen wurde am 24. August 2017 eingeleitet und soll aus heutiger Sicht Anfang 2020 zum Abschluss gebracht werden.
Doppel-Erfolgsmeldung für die Wirtschaft im echten Norden: Die Wirtschaftsleistung in Schleswig-Holstein ist im vergangenen Jahr real um 1,8 Prozent gestiegen. Damit lag der Anstieg des schleswig-holsteinischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Berücksichtigung der Preissteigerung über dem bundesweiten Wachstum von 1,4 Prozent. Nur Berlin (3,1 Prozent), Hessen (2,2 Prozent) und Bremen (2,1 Prozent) hatten nach vorläufigen Zahlen 2018 ein noch stärkeres Wirtschaftswachstum zu verzeichnen. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz regierte erfreut: «Das deckt sich mit meiner Wahrnehmung bei zahlreichen Betriebsbesuchen im Land», so der FDP-Politiker.
Ein fettes Plus hätten vor allem der Energiebereich und das Handwerk verzeichnet. «Das zeigt, dass die Branche auf die anhaltend hohe Nachfrage reagiert und zusätzliche Kapazitäten aufgebaut hat, um die Wertschöpfung steigern zu können», so Buchholz. Damit komme das produzierende Gewerbe insgesamt auf einen Anstieg der Bruttowertschöpfung 2,1 Prozent. Der gesamte Dienstleistungsbereich sei ebenfalls solide um 1,9 Prozent gewachsen.
Passend zu den Zahlen kommt ein Ansiedlungserfolg der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer GmbH Schleswig-Holstein (WT.SH): Der Online-Versandhändler Amazon will ein Verteilzentrum in Borgstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde) eröffnen. Es soll voraussichtlich im Mai 2020 eröffnet werden. Dort sollen an sechs Tagen in der Woche in mehreren Schichten Pakete sortiert und verladen werden. Rund 100 Arbeitsplätze sollen in einem ersten Schritt entstehen. Hinzu kommen 300 bis 400 Fahrer für die Auslieferung.
Passend zu den polsitiven Zahlen vermeldete die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WT.SH) heute einen Ansiedlungserfolg: Der Online-Versandhändler Amazon will ein Verteilzentrum in Borgstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde) eröffnen.
Zu dem Ansiedlungserfolg und den Wachstumszahlen sagte Wirtschaftsminister Buchholz im Gespräch mit Journalisten (Audio statrten – „im Browser anhören“)
Es soll laut WT.SH voraussichtlich im Mai 2020 eröffnet werden. Dort sollen an sechs Tagen in der Woche in mehreren Schichten Pakete sortiert und verladen werden. Rund 100 Arbeitsplätze sollen in einem ersten Schritt entstehen. Hinzu kommen 300 bis 400 Fahrer für die Auslieferung.
«Wir freuen uns sehr über viele neue Arbeitsplätze und die Tatsache, dass wir ein wichtiger Logistikstandort im echten Norden der Republik geworden sind, dass Amazon sich in Borgstedt ansiedelt», sagte Wirtschafts-Staatssekretär Thilo Rohlfs. WTSH-Geschäftsführer Bernd Bösche, sagte, Borgstedt habe in den Gesprächen mit der unmittelbaren Nähe zur Autobahn 7 gepunktet.
Das Verteilzentrum wird der erste Amazon-Standort in Schleswig-Holstein. «So kann Amazon Kunden schnellere und flexiblere Lieferoptionen anbieten», sagte Bernd Gschaider, Direktor von Amazon Logistics in Deutschland
Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz macht den weiteren Ausbau der Bahnstrecke Kiel-Schönberger Strand von belastbaren Kalkulationen für das Projekt abhängig. «Prognosen und Erwartungen müssen gegengecheckt werden», sagte Buchholz heute im Landtag. Bislang nutzten den Zug von Kiel bis Oppendorf «pro Tag genau 295 Menschen. Das ist ein Zehntel von dem, was prognostiziert war.»
Die SPD hatte ein klares Bekenntnis zu dem noch von der Vorgängerregierung beschlossenen Ausbau gefordert. Anfang März war bekannt geworden, dass die Kosten für das Gesamtprojekt auf bis zu 50 Millionen Euro steigen könnten. Ursprünglich war von 30 Millionen Euro ausgegangen worden.
Buchholz sagte dazu im Landtag… (Audio starten – „im Browser anhören“)
Buchholz mit Journalisten im Gespräch mit Christian Knipfer von Plug and Play
Knapp ein Jahr nach Eröffnung des von Schleswig-Holstein und Hamburg betriebenen „Northern Germany Innovation Office“ in San Francisco ist die erste handfeste Partnerschaft mit dem Silicon Valley unter Dach und Fach: Der weltweit führende Technologie-Inkubator „Plug and Play“ hat mit Schleswig-Holstein eine zunächst auf ein Jahr befristete Kooperation abgeschlossen. Damit soll die internationale Vernetzung von Start-ups mit Unternehmen und Investoren vorangetrieben werden.
„Dank der Kooperation können wir innerhalb eines Jahres bis zu zehn jungen Unternehmerinnen und Unternehmern erstmals den Zugriff auf die Infrastruktur von Plug and Play ermöglichen und ihnen somit ein internationales Sprungbrett anbieten, um mit Geschäftsideen oder Innovationen am Markt Fuß zu fassen“, sagte Buchholz heute (28. März) in Kiel. Christian Knipfer aus San Francisco – bei Plug & Play zuständig für internationale Beziehungen – zeigte sich ebenfalls erfreut über den ersten Geschäftspartner aus Norddeutschland: „Wir sind sehr neugierig auf ihr Land und ihre Gründer. Und ich bin sicher, dass wir manche Erfolgsgeschichte in den kommenden zwölf Monaten und hoffentlich darüber hinaus gemeinsam schreiben können.“
Nach den Worten von Buchholz richtet sich das Angebot an…
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Ein Kernstück der Kooperation ist nach den Worten von Buchholz ein dreimonatiger kostenloser Aufenthalt von jungen Start-ups im Silicon Valley. Darum können sich Gründer aus Schleswig-Holstein vor allem über folgende Veranstaltungen bewerben oder qualifizieren:
bis zum 4. Juni im Rahmen des landesweiten „Überflieger“-StartUp-Wettbewerbs
am 14. Juni auf dem „waterkant Festival“ in Kiel
am 12. August im Wirtschaftsministerium bei der Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das diesjährige StartUp Camp (die 3 Gewinner bekommen einen Platz im Acceleratorprogramm)
Wie Buchholz weiter erläuterte, beinhaltet der Aufenthalt in den USA vor allem die Unterstützung durch Experten-Know-how bei der Weiterentwicklung von Geschäftsideen sowie die Begleitung und Beratung durch erfahrene Mentoren. „Hinzu kommt natürlich der Zugang zu einem riesigen internationalen Netzwerk und Kontakten von Plug and Play sowie der Besuch von Netzwerkveranstaltungen“, so Buchholz.
Parallel dazu wird Schleswig-Holstein laut Knipfer und Buchholz für die kommenden 12 Monate ein Teil der Vermarktungs-Strategie von „Plug and Play“, während Teams von „Plug and Play“ umgekehrt in diesem Jahr an Gründer-Veranstaltungen in Schleswig-Holstein wie dem „waterkant Festival“ oder dem diesjährigen Startup-Camp in Flensburg teilnehmen werden. Die Kosten für die einjährige Partnerschaft belaufen sich auf rund 300.000 Euro.
Buchholz appellierte an alle Gründer – und vor allem an junge Gründerinnen – sich die Chance nicht entgehen zu lassen: „Zweifeln Sie nicht, werfen Sie ihren Hut in den Ring – selbst die Bewerbung an sich kann bereits ein Gewinn sein.“
Die Videokonferenz mit Plug and Play als Live-Mitschnitt hier klicken
Folgende Kriterien müssen erfüllt sein, um an dem Programm teilnehmen zu können. Die Start-ups müssen:
als Firma eingetragen sein (das Unternehmen muss sich im Privatbesitz befinden und darf keine Tochter eines anderen Unternehmens sein oder mit diesem rechtlich verbunden sein),
ein erstes funktionsfähiges Produkt (Dienstleistung, Software o.ä.) besitzen,
ein skalierbares Businessmodell besitzen und
nicht älter als 5 Jahre sein.
Alle Informationen zum StartUp Camp und zur Bewerbung finden die Gründer und Gründerinnen unter https://startupcamp.sh/.