1 Million Soforthilfe für sturmgeschädigte Ostsee-Orte – Buchholz kündigt nachhaltiges Konzept an

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Nackter Asphalt statt Sand: Wie hier in „Kalifornien“ (Gemeinde Schönberg) haben die beiden Januar-Stürme  „Zeetje“ und „Benjamin“ vielfach die Strände ins Meer gespült

Schnelle Finanzhilfe für die Ostsee-Kommunen nach den jüngsten Sturmschäden – und ein nachhaltiges Konzept für Sturmfolgen der kommenden Jahrzehnte: Darauf hat sich heute in Kiel die Landesregierung verständigt. Wie Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz nach der Sitzung des Kabinetts sagte, stelle das Land den besonders betroffenen Kommunen zur Beseitigung der Schäden und zur Vorbereitung auf die nächste Strandsaison bis zu eine Million Euro an Soforthilfe zur Verfügung. Bei den Stürmen im Januar waren unter anderem aus Sierksdorf, Heiligenhafen, Fehmarn oder Laboe starke Schäden gemeldet worden.

„Damit leisten wir – wie bei meinen Ortsterminen versprochen – einen erheblichen Beitrag, unsere touristischen Orte an der Ostseeküste kurzfristig wieder fit für die Saison zu machen“, sagte Buchholz. Er machte zugleich aber deutlich, dass dies keine Dauerlösung werden könne: „Um nicht jedes Jahr aufs Neue Steuergeld buchstäblich im Meer zu versenken, brauchen wir wissenschaftlich begleitete Konzepte, wie unsere Küsten und Strände an den Tourismus-Hotspots nachhaltig gesichert werden können.“ Auch 2017 hatte das Land nach den Winterstürmen rund 1,2 Millionen Euro bereitgestellt.

InteWeiter sagte Tourismusminister Buchholz im Gespräch mit Journalisten

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Mit der finanziellen Soforthilfe sollen die Gemeinden laut Buchholz dabei unterstützt werden, die vom Hochwasser verursachten Schäden bis zur bevorstehenden Saison zu beseitigen. Dazu werden die beteiligten Landesministerien unter Federführung des Wirtschaftsministeriums in Kürze eine Förderrichtlinie erarbeiten, die die Details zu Fördervoraussetzungen, Förderhöhe und Antragsverfahren festlegt. Grundlegende Bedingung für eine bis zu 50-prozentige Förderung sei jedoch, dass die Schäden durch die Stürme vom 2. und 8. Januar ausgelöst wurden. Buchholz: „Wichtig ist vor allem, dass die Gemeinden nach einer gründlichen Dokumentation der Schäden sofort mit der Reparatur loslegen können.“

Um das Problem der Schäden an der touristischen Infrastruktur durch Extremwetterlagen für die Zukunft systematischer anzugehen, ist nach den Worten des Ministers in einem zweiten Schritt vorgesehen, die Fragen von Küsten-, Naturschutz und Tourismus mit den zuständigen Ministerien grundsätzlicher zu debattieren und gemeinsam nachhaltige Lösungen zu entwickeln. „Dieser Prozess fügt sich in eine noch zu entwickelnde Gesamtstrategie ‚Entwicklung Ostküste 2100‘, die vom Umweltministerium federführend entwickelt wird“, so Buchholz.

Weitergehende Informationen zur Veröffentlichung der Förderrichtlinien und dem Antragsverfahren werden in den nächsten Wochen folgen.

Buchholz bei Nord-Gastro: Schaufenster des Tourismus – mit familiärem Charme

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Buchholz beim Rundgang mit Tim Bast, Chef in dritter Generation der Bast GmbH, die zu den Mitbegründern der Nord Gastro & Hotel gehört

Im Beisein von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz ist heute die 20. Messe «Nord Gastro & Hotel» in Husum eröffnet worden. Rund 250 Aussteller präsentieren während der zweitägigen Jubiläumsveranstaltung auf mehr als 10 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche neue Produkte und technische Innovationen. Dabei reicht die Produktpalette von der Großraum-Küchentechnik über Innen- und Raumausstattung bis zu Fingerfood, Tiefkühlkost, Kaffee, Wein und Spirituosen.

Die «Nord Gastro & Hotel» habe sich aus dem privaten Engagement von drei Familienbetrieben zu einer erfolgreichen Fachmesse entwickelt, sagte Buchholz. Dabei habe sie auch nach 20 Jahren noch ihren «familiären Charme», ergänzte Messe-Chef Arne Petersen: «Die Branche kennt sich und trifft sich hier.»

Die «Nord Gastro & Hotel» gilt nach Angaben der Veranstalter als die bedeutendste Fachmesse nördlich der Elbe. Hier erführen Gastronomen und Hoteliers, was sie tun müssen, damit ihre Gäste auch in Zukunft gerne wieder kommen. «Mit 33 Millionen Gästen in Schleswig-Holstein war 2018 ein Super-Jahr», sagte Buchholz. «Es ist wichtig, dass wir die Super-Phase, die wir jetzt haben, dazu nutzen, zu gucken, wie wir uns ausrichten müssen.»

Heute seien die Gäste anspruchsvoller. «Es wird nicht mehr nur die Frage gestellt: «Krieg ich ein anständiges Essen und schmeckt es auch?», sagte Buchholz. Vielmehr wollten die Gäste zudem wissen, wo das Essen herkomme, ob es aus der Region stamme und ob die Tiere ordentlich behandelt würden.

Neben diesen Qualitätsanforderungen spiele auch das Thema Digitalisierung eine wichtige Rolle. «Die Buchungssysteme in der Gastronomie und in Hotels funktionieren heute nicht mehr so wie früher: Wer auf den großen Internet-Plattformen nicht auffindbar ist, wird in den nächsten Jahren Schwierigkeiten haben», sagte Buchholz.

Die «Nord Gastro & Hotel» ist eine Ordermesse für die Hotel- und Gaststättenbranche in Schleswig-Holstein und damit ein wichtiges Stimmungsbarometer für die gesamte Branche in Norddeutschland. Die Veranstalter rechnen auch im Jubiläumsjahr wieder mit mehr als 5000 Fachbesuchern.

Buchholz sieht in „Neuer Industriepolitik“ den teilweisen Abschied von Marktwirtschaft

Kaum ein Thema bschäftigte die überregionale Wirtschaftspresse diese Woche so sehr wie die „neue Industriepolitik“ des Bundes – ein 12-Seiten-Papier von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Der Inhalt lässt aber nicht nur viele Wirtschaftsforscher zusammenzucken: Auch SH-Wirtschaftsminister Bernd Buchholz  kritisiert, dass Großunternehmen durch Anreize für Fusionen in fast planwirtschaftlicher Weise unter Artenschutz gestellt werden sollen.

Dabei hätte die Industrie – auch in Schleswig-Holstein – seiner Ansicht nach etwas Besseres verdient. (Video starten)

Kieler Nachrichten: Im Wettlauf um Hybrid-Loks hat Kiel die Nase vorn – Buchholz begeistert

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KN von heute – massiver Rückenwind für den Industrie-Standort Schleswig-Holstein 

Im Ringen um die Ansiedlung  einer Toshiba-Produktion von Speicher-Hybrid-Loks hat der Standort Kiel gegenüber dem Mitbewerber Rostock die Nase vorn. Das berichten heute die „Kieler Nachrichten“. Es geht um ein Investitionsvolumen von über 250 Millionen Euro und die Schaffung von rund 300 Arbeitsplätzen, um zunächst 100 Loks mit Hybrid-Antrieb für die Bahn-Tochter DB-Cargo zu fertigen. In Rostock soll demnach eine Montage für die Loks eingerichtet werden.

Buchholz sagte dazu am Freitag am Rande der ersten Bahntechnik-Konferenz in Kiel (Audio starten – „im Browser anhören“)

Buchholz: Lübecker EMB-Projekt zur Zellvermehrung hat riesiges Markt-Potenzial

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Spannendes Projekt zwischen Wissenschaft und Wirtschaft: An der Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie (EMB) in Lübeck wird an einem Verfahren zur Zellvermehrung geforscht. Mit der Produktion von Zellbiomasse in Bioreaktoren können künftig neue Geschäftsfelder für die Medizin, Kosmetik, Diagnostik und die Nahrungsmittelindustrie erschlossen werden. Darüber informierte sich Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz heute im Gespräch mit Institutsleiter Professor Charli Kruse.

Beide waren sich einig, dass von dieser Schlüsseltechnologie beide Seiten profitieren können. Denn: für die künftige Biologisierung der Industrie ist die Produktion und Bereitstellung von großen Zellmengen nötig. Zellen sind der wichtigste Baustein einer Vielzahl biotechnologischer Prozesse und sind darüber hinaus ein nachwachsender Rohstoff. Im klinischen Bereich werden für innovative Zelltherapien humane Zellen benötigt, die therapeutisch angewendet werden können. So werden für die neuen Immuntherapien gegen Krebs in speziell kontrollierten Laboren und streng überwachten Verfahren Immunzellen des Patienten vermehrt.

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Für die Produktion von Impfstoffen sowohl in der Human- also auch in der Veterinärmedizin werden laut Kruse Zellen aus verschiedenen Organismen benötigt. Beispielsweise lassen sich in Fischzellen Impfstoffe für Fische herstellen, die in Aquakulturen gezüchtet werden. Sogar für die Lebensmittelindustrie wird aktuell diskutiert, ob die Züchtung von Zellbiomasse in Bioreaktoren künftig die klassische Tierhaltung zur Fleischproduktion ergänzen könnte. Einige Start-up-Firmen in Holland, Israel oder den USA züchten bereits Muskelgewebe aus Stammzellen, um es als sogenanntes In-vitro-Fleisch oder Clean Meat auf den Markt zu bringen.

Wie Kruse weiter sagte, haben Forscherinnen und Forscher der Fraunhofer EMB eine universelle Plattformtechnologie entwickelt, mit der Zellen in einem Bioreaktor vermehrt werden können. Durch entscheidende Prozessvereinfachungen und eine höhere Zelldichte im Bioreaktor ist es den bisherigen Verfahren deutlich überlegen. Mittlerweile ist das Verfahren durch die Fraunhofer EMB patentiert.

Buchholz erinnerte an die die Perspektiven der neuen Fraunhofer-Technologie für relevante Wirtschaftszweige. Im Zellkulturlabor warf er einen Blick durch das Mikroskop und schaute den Zelltechnologen bei ihrer Arbeit über die Schulter.

Buchholz sagte nach dem Treffen (Audio starten – „im Browser anhören“)

Rückenwind für Fachkräfte von morgen: Rohlfs übergibt 1,6 Millionen Euro an Azubi-Betreuer

Die Landesregierung investiert weiter massiv in das System der dualen Berufsausbildung: Für insgesamt neun Träger von regionalen Ausbildungsbetreuern zwischen Niebüll und Geesthacht überreichte Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute in Eckernförde Förderbescheide über insgesamt 1,63 Millionen Euro. „Die Regionale Ausbildungsbetreuung ist eine wichtige Säule der Wirtschaft, auf die wir unter anderem unsere Fachkräftesicherung stützen“, sagte Rohlfs. „Wir wollen junge Menschen auf die Weise in Krisensituationen während ihrer Ausbildung unterstützen und ihnen damit einen erfolgreichen Abschluss ermöglichen“.

Mit den 1,63 Millionen Euro wird die bestehende Projektarbeit der Trägergesellschaften in diesem und im kommenden Jahr fortgesetzt. Im Rahmen des „Landesprogramms Arbeit“ erfolgt eine 52-prozentige Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF), die andere knappe Hälfte stammt aus Landesmitteln.

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Staatssekretär Rohlfs (Mitte) mit Ausbildungsbetreuer Michael Lehmann von UTS (rechts) und UTS-Geschäftsführer Lutz Oetker (links) sowie dem Ex-Azubi Karrar Abdulmohsin aus dem Irak, der im Eckernförder Autohaus Nord-Ostsee-Automobile ausgebildet wurde

Wie Rohlfs bei der Feierstunde im Eckernförder Autohaus „Nord-Ostsee Automobile-Center“ weiter erläuterte, bieten bei den Projekten erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in neun Beratungsregionen des Landes neutrale und kostenlose Hilfe an, wenn es in einem Ausbildungsverhältnis knirscht oder es zu einer Vertragslösung gekommen ist. „Diese Betreuerinnen und Betreuer sind also eine wichtige Säule im Beratungssystem,“ so der Staatssekretär. Jede vorzeitige Vertragslösung stelle auch eine persönliche Krise für junge Menschen dar, die schnelle Hilfe erfordere. Zudem gelte es, wirtschaftlichen Schaden für die Ausbildungsbetriebe möglichst zu verhindern.

Für ein landesweit flächendeckendes Netz von Beratungsstellen sind die Regionalen Ausbildungsbetreuerinnen und –betreuer bei unterschiedlichen Institutionen angesiedelt. Als Beispiele nannte Rohlfs Kreishandwerkerschaften, Kommunen und Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung. Das Beratungsangebot steht allen Jugendlichen, aber auch den Betrieben offen.

Im Einzelnen erhielten heute folgende Träger-Einrichtungen Zuwendungen:

  • Stormarn/Lauenburg: „Perspektive Bildung“ – Bildungsträger des Ausbildungsverbundes Stormarn in Geesthacht – 114.440 Euro (Geschäftsführer Henrik Meyer, Betreuerinnnen: Andrea Cornels-Jensen, Sibylle Hampel).
  • Lübeck: „Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein“ – 116.360 Euro (Geschäftsführer Matthias Dütschke und Jörg Kuntzmann, Betreuer Markus Weiß).
  • Kiel: Landeshauptstadt Kiel – 160.640 Euro (Jugendamtsleiterin Marion Muerköster, Betreuer: Rabea Krause, Dirk Heines, Stefanie Marcus).
  • Rendsburg-Eckernförde: „UTS e.V.“ (Umwelt, Technik, Soziales) in Rendsburg –  166.080 Euro (Geschäftsführer Lutz Oetker, Betreuer: Michael Lehmann).
  • Nordfriesland/Dithmarschen: Kreishandwerkerschaften in Heide, Niebüll und Husum – 329.455 Euro (Geschäftsführer Stephan Tack, Betreuer: Olaf Stemme, Olaf Behrmann, Benjamin Thöming).
  • Schleswig-Flensburg: Kreishandwerkerschaft in Schleswig – 166.265 Euro (Geschäftsführer Randolf Haese, Betreuer André Wolck).
  • Pinneberg/Steinburg: Bildungsträger „BiBeKu“ (Bildung, Beruf, Kultur) – 105.300 Euro (Geschäftsführer Markus Wack, Betreuer: Anja Voß, Thomas Joeckel).
  • Neumünster/Bad Segeberg: „isfa ggmbh“ (interkulturelle schule fortbildung und ausbildung) – 330.726 Euro (Geschäftsführer Jochen Lamp, Betreuer:  Molly Holst, Yvonne Weber, Matthias Koodts).
  • Ostholstein/Plön: JoB GmbH (Jugend in offener beruflicher Bildung) in Oldenburg und Lütjenburg – 138.620 Euro (Geschäftsführer Hans-Rudolf Osbahr, Betreuer: Antje Fehrmann, Kirsten Martens).

Nähere Informationen unter www.ausbildungsbetreuung.de.

Minister und Landräte im Schulterschluss: Energie-Schätze der Westküste heben

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Wollen die Westküsten-Inititiative der Landesregierung schlanker und effizienter machen (v.l.): Landräte Stefan Mohrdieck (Dithmarschen), Oliver Stolz (Pinneberg), Minister Buchholz, Dieter Harssen (Nordfriesland) und Torsten Wendt (Steinburg)

Bei einem Treffen mit Wirtschaftsminister Bernd Buchholz haben sich die Landräte der vier Westküsten-Kreise Pinneberg, Steinburg, Dithmarschen und Nordfriesland heute auf schlankere Prozesse im Rahmen der 2013 gegründeten Westküsten-Initiative des Landes verständigt. „Es geht uns darum, dass wir ohne zu große Gremien gemeinsam alle Chancen nutzen, die sich im Westküsten-Wirtschafts­raum vom Hamburger Rand bis an die dänische Grenze ergeben – vor allem im Bereich Energie“, sagte Buchholz in dem zweistündigen Gespräch mit Dieter Harssen (Nordfriesland), Stefan Mohrdieck (Dithmarschen), Torsten Wendt (Steinburg) und Oliver Stolz (Pinneberg).

Nach dem Treffen zog Buchholz folgendes Fazit (Audio starten – „im Browser anhören“)

Wie der Minister weiter sagte, seien sich alle einig, dass die Westküste die zentrale Energie-Region des Landes sei und es künftig noch stärker darum gehen müsse, den an der Küste reichlich geernteten „grünen Strom“ besser zu vermarkten. Das Ideenspektrum reiche dabei von einer Batteriezellen-Forschungsfabrik über die Einrichtung von so genannten Real-Laboren oder die Entwicklung von wasserstoffgetriebenen und zugleich autonom fahrenden Bussen oder Zügen. Die Westküsten-Kreise würden in Kürze ihre Marketing-Aktivitäten starten.

Buchholz sagte den Landräten eine enge Verzahnung mit den Landesaktivitäten zum Standortmarketing und zur Ansiedlungsstrategie zu: „Und alles das setzt natürlich auch die entsprechende intakte Infrastruktur voraus – von der A 23 bis zur Westküsten-Achse B 5 über die wir mit der Region im ständigen Austausch sind.“
Die Gesprächsteilnehmer vereinbarten, den Gesprächsaustausch, an dem auch die zuständigen Abteilungsleiter und Abteilungsleiterinnen des Wirtschaftsministeriums teilgenommen haben, im halbjährlichen Rhythmus fortzusetzen.

Im echten Norden sorgten 2018 über 130 neue Betriebe für knapp 2000 neue Arbeitsplätze

Die Zahl der neu angesiedelten Unternehmen in Schleswig-Holstein geht leicht zurück, dafür entstehen mehr Arbeitsplätze. Und noch eine Veränderung gibt es: Unter den zugezogenen Firmen aus dem Ausland ist China nicht mehr Spitzenreiter.

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Präsentierten heute die Ansiedlungsbilanz 2018: WT.SH-Chef Bösche, Minister Buchholz und Detlev Hinselmann von der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS)

Insgesamt 132 neue Unternehmen haben sich mit Hilfe der Wirtschaftsförderung im vergangenen Jahr in Schleswig-Holstein angesiedelt und schaffen so voraussichtlich mehr als 1900 zusätzliche Arbeitsplätze. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) nannte das bei der Vorstellung der Ansiedlungsbilanz heute in Kiel ein «solides Ergebnis». Es gebe aber noch einen «Entwicklungsspielraum nach oben». 2017 hatten sich mit 153 Unternehmen noch mehr Firmen im Land neu angesiedelt, die zusammen allerdings weniger Arbeitsplätze geschaffen hatten – nämlich rund 1700.

Die meisten Arbeitsplätze entstehen demnach im Tourismus, in der Logistik und in der digitalen Wirtschaft. So schafft etwa die Ansiedlung von zehn neuen Hotels mehr als 400 Arbeitsplätze. Im Logistikbereich sollen rund 370 neue Jobs entstehen und in der digitalen Wirtschaft 220. Es sei nicht zu verhehlen, dass die Zahl der ins Land geholten Unternehmen und die damit einhergehenden Arbeitsplätze schon einmal höher gewesen sei, betonte Buchholz. 2011 waren beispielsweise noch mehr als 3200 neue Stellen geschaffen worden. Es gebe mehrere Faktoren, die man im Blick haben müsse, erklärte der Minister. So müsse etwa die Infrastruktur – zum Beispiel das Glasfasernetz – gut ausgebaut sein, um für Firmen attraktiv zu sein. Außerdem müssten in gefragten Regionen genug Gewerbeflächen zur Verfügung gestellt werden.

Im Gespräch mit Journalisten sagte Buchholz weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Auch der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Bernd Bösche, resümierte: «Es gibt viel Licht, aber es gibt natürlich auch Schatten.» Für die Zukunft wünscht er sich etwa mehr Standort-Marketing. Ins laufende Jahr blicke er aber zuversichtlich: Man habe derzeit «mehrere größere Unternehmen in der Pipeline».

Geringfügig zurückgegangen ist die Zahl der Ansiedlungen aus dem Ausland. Insgesamt 15 ausländische Unternehmen kamen 2018 nach Schleswig-Holstein, im Jahr zuvor waren es 17 gewesen. Nachdem jahrelang China die Liste der zugezogenen Firmen angeführt hatte, nahm dieses Mal Dänemark mit sechs Unternehmen die Spitzenposition ein.

«Das zeigt auch, dass Schleswig-Holstein als Brückenkopfland nach Skandinavien eine wichtige Rolle spielt», sagte Buchholz. Bislang «keinerlei spürbare Auswirkungen» habe es durch den anstehenden Brexit gegeben. Bei der Ansiedlungsbilanz handelt es sich um keine vollständige Statistik. Es werden lediglich die Unternehmen gelistet, die mit Hilfe der Wirtschaftsförderung ins Land geholt wurden. Die Bilanz erfasst auch nicht, wie viele Unternehmen abgewandert sind.

Nun auch feierlich in Papierform: Belttunnel-Planer nehmen Baugenehmigung entgegen

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Feierliche Übergabe im Kieler Yachtclub: APV-Chefin Gesa Völkl überreicht den 1300-Seiten-Beschluss dem dänischen Verkehrs-Staatssekretär Sören Wille. Links: SH-Staatssekretär Thilo Rohlfs, rechts: LBV.SH-Direktor Torsten Conradt

Der Vorstand der dänischen Planungsgesellschaft Femern A/S und der Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) haben heute in Kiel den zum Jahreswechsel bereits elektronisch übermittelten Planfeststellungsbeschluss für den Ostseetunnel zwischen Deutschland und Dänemark entgegengenommen. Das sei ein weiterer Schritt in Richtung Realisierung des Fehmarnbelt-Tunnels und zeige, wie wichtig das Projekt in Schleswig-Holstein genommen werde, sagte der Vorstandsvorsitzende von Femern A/S, Claus F. Baunkjær. Das zuständige Amt für Planfeststellung Verkehr (APV) hatte den unterschriftsreifen Vertrag Ende letzten Jahres vorgelegt und am 31. Januar auch formell erlassen. Heute überreichte die Chefin des APV, Gesa Völkl, den Beschluss auch noch einmal symbolisch in Papierform an die beiden Vorhabenträger.

Schleswig-Holsteins Verkehrs-Staatssekretär Thilo Rohlfs dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des APV für den „erheblichen Kraftakt“, der zu dem 1.300 Seiten starken Beschluss geführt habe. „Ein wichtiger Meilenstein für das Projekt – jetzt gilt es, sich auf das absehbare Klageverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gut vorzubereiten“, sagte Rohlfs. An dem Treffen nahm neben dem Geschäftsführer von Femern A/S, Claus F. Baunkjaer und Projektdorektor Claus H. Dynesen (großes Bild 3.v.r.) auch Rohlfs dänischer Amtskollege Søren Wille teil.

Der Planfeststellungsbeschluss bezieht sich nur auf die Bauarbeiten in Deutschland. Die Arbeiten in Dänemark unterliegen dem dänischen Baugesetz für das Projekt, das 2015 verabschiedet wurde. Geplant ist nach Angaben von Femern A/S zunächst der Bau eines Arbeitshafens und einer Fabrik zur Produktion der 89 Tunnelelemente bei Rødbyhavn auf der dänischen Insel Lolland. Das Gelände, auf dem die Fabrik liegen soll, werde derzeit für die Bauarbeiten vorbereitet.

FriederikeC. Kühn erneut an die Spitze der IHK zu Lübeck gewählt – Buchholz gratuliert

Kuehn_buDie Unternehmerin Friederike C. Kühn ist heute erneut zur Präses der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Lübeck gewählt worden. Die Vollversammlung sprach sich einstimmig für eine weitere dreijährige Amtszeit der Unternehmerin aus Ahrensburg im Kreis Stormarn aus. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz gratulierte Kühn und wünschte ihr für ihre neue Amtszeit eine weiterhin glückliche Hand.

Die Chefin einer Werbeagentur  war 2013 als erste Frau in der langen Geschichte der Kammer an deren Spitze gewählt und 2016 bereits einmal im Amt bestätigt worden. Die IHK zu Lübeck vertritt die Interessen von rund 65 000 Unternehmen aus der Hansestadt Lübeck sowie den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Segeberg und Stormarn

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus