Schleswig-Holsteins erster „Investorenclub“: Geburtsstunde der „Baltic Business Angels“

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Von rechts: Vereinsvorsitzender Ulrik Oritz Rasmussen, Mandy Hörl (WTSH), Minister Buchholz, Vize-Chef Alexander Eck, Annelie Tallig (WTSH), Matthias Damerow (Commercial Officer) und Claas Nieraad (Screening Officer) sowie Gründungsmitglied Achim Fölster

Schub für Schleswig-Holsteins Start-up-Szene: Erstmals bündeln erfahrene  Unternehmerinnen und Unternehmer des echten Nordens Wissen und  finanzielle Kräfte, um jungen Gründern auf die Sprünge zu helfen. In Anwesenheit von Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz schlug heute in Kiel die Geburtsstunde des landesweit tätigen Vereins „Baltic Business Angels Schleswig-Holstein“.

Nach den Worten von Buchholz hat Schleswig-Holstein in diesem Bereich Nachholbedarf: „Wir haben auf der einen Seite viele erfahrene und alteingesessene Firmenchefs, auf der anderen Seite viele junge Menschen mit viel kreativer Energie und vielen guten Geschäftsideen. Aber ein echter Brückenschlag fehlte bislang – dafür haben wir heute in Ergänzung des bestehenden Angebots für Gründerinnen und Gründer den ersten Schritt getan.“

Buchholz – der selbst Vorstandsmitglied des Vereins ist – sagte bei der Gründung weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Wie der Minister weiter sagte, kommen Start-ups außerhalb von Metropolen wie Berlin oder Hamburg häufig schwer an Risikokapital. „Darum bin ich äußerst dankbar, dass nun finanzstarke Investoren die Eigeninitiative ergreifen und den Firmeninhabern von Morgen beim Start in die Selbständigkeit unter die Arme greifen wollen“, sagte Buchholz. Die Szene der „Business Angels“ sei besonders im Norden, aber auch in Deutschland insgesamt im Gegensatz zu anderen Ländern eher schwach ausgeprägt. Darum werde das neue Unterstützer-Netzwerk seitens des Landes auch über die  WTSH (Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH) im Rahmen des Projekts „Innovationsorientiertes Netzwerk Start-up Schleswig-Holstein“ unterstützt.

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Club-Vize Alexander Eck (rechts) mit Minister Buchholz bei der Vorstellung des Vereins

Erster Vorsitzender der Baltic Business Angels ist Ulrik Ortiz Rasmussen, Gründer und Geschäftsführer der Flensburger r2p GmbH. Weitere Vorstandsmitglieder sind Alexander Eck (Alexander Eck Beteiligungen GmbH), Claas Nieraad (New Commercial Room GmbH) und Matthias Damerow (Viakom GmbH). „Schleswig-Holstein ist ein hervorragendes Bundesland für Gründungen“, so Rasmussen. „Mit unserer Initiative wollen wir die guten Voraussetzungen nutzen und Unternehmertum, Unternehmergeist und Gründungskultur im echten Norden weiter stärken.“

Anspruch des Vereins ist nach den Worten von Rasmussen, die Lücke zwischen Start-ups und Business Angels zu schließen mit dem Ziel, Schleswig-Holstein auf der Gründerkarte in Deutschland fest zu etablieren. „Wir brauchen uns in Schleswig-Holstein nicht zu verstecken, viele Zukunftsbranchen, wie zum Beispiel Maritime Wirtschaft, IT, Tourismus, Ernährungswirtschaft, GreenTech, um einige wenige zu benennen.“ Wir bieten den Gründern/innen Unterstützung und ein partnerschaftliches Miteinander auf der Reise das Unternehmen zu etablieren oder das anstehende Wachstum zu bewältigen.

Dazu will der Verein unter anderem einen wachsenden Pool von Investoren aufbauen, (inter)nationale Kooperationen mit anderen Netzwerken anbahnen und innovative Unternehmen in der Region halten, stärken und ansiedeln. Darüber hinaus stehen die Baltic Business Angels Politik, Verbänden, Hochschulen und Institutionen als kompetenter Ansprechpartner rund um Fragen der Unternehmensgründung zur Verfügung.

„Business Angels stehen häufig am Anfang der Finanzierungskette, denn dort ist der Zugang zu Kapital essentiell und der Engpass an Know-how am größten, weiß Dr. Annelie Tallig aus ihrer Erfahrung als Teamleiterin der Start-up – Förderung & Finanzierung bei der WTSH.  Darüber hinaus ist der  Kontakt zu erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern mit größtenteils eigener Gründungserfahrung für den Erfolg eines Start-ups immens wichtig.“ Die WTSH wird die Aktivitäten des Vereins auch in Zukunft als Partner intensiv begleiten.

Mikrobrauerei - Lillebräu - in Kiel
Ein Gründungs-Erfolgsbeispiel aus Kiel: Florian Scheske (links) und Max Kühl gründeten vor zwei Jahren in Kiel ihre eigene Brauerei – unter anderem mit „Kieler-Woche-Bier“

Startrampe für Innovationen und hochwertige Arbeitsplätze: Land fördert Nano-Netzwerk

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Buchholz mit Prof. Faupel bei der Übergabe des Bescheids

Sie beschäftigen sich mit Materialien, die 50.000 Mal kleiner sind als der Durchmesser eines menschlichen Haares. Und sie bringen dennoch Großes damit hervor. Ohne Nanotechnologen und -technologien gäbe es weder lebensrettende Gefäßstützen (Stents) in der Medizintechnik noch umweltfreundliche Beschichtungen für Schiffsrümpfe oder zuverlässige Energiespeicher.

Damit diese Schlüsseltechnologien in Schleswig-Holstein weiter wachsen und ihre Experten von Wissensträgern anderer Schlüsseltechnologien lernen können, fördert das Land den Aufbau eines „Innovativen Netzwerks Nanotechnologie“. Wirtschafts- und Technologieminister Dr. Bernd Buchholz übergab dazu heute in Kiel an den Vorstandsvorsitzenden des Vereins „Norddeutsche Initiative Nanotechnologie“ (NINa), Prof. Dr. Franz Faupel, einen Förderbescheid über 515.000 Euro. Das Geld stammt aus dem Landesprogramm Wirtschaft.

Faupel, Professor für Materialverbunde an der Kieler Christian-Albrecht-Universität (CAU), zeigte sich erfreut über die Unterstützung des insgesamt rund 700.000 Euro teuren Projekts: „Wir sind dankbar für diese Hilfe. Die Nanotechnologie ist als Querschnittstechnologie auch für Schleswig-Holstein von enormer Bedeutung. Wir haben jetzt die Möglichkeit, den Technologietransfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft weiter voranzutreiben und unser Nanotechnologienetzwerk bis in den gesamten Ostseeraum auszubauen. Dies geschieht zur Stärkung der Innovationskraft bereits bestehender heimischer Unternehmen und bietet gleichzeitig Potenzial für neue Gründungen in Schleswig-Holstein.“

Auch Buchholz erinnerte an das breite Anwendungspotenzial der Nanotechnologie: „Ob in unserer maritimen Wirtschaft, den Lebenswissenschaften, auf dem Feld der erneuerbaren Energien oder in der Ernährungswirtschaft: Hier steckt großes Potenzial für Innovationen und damit für die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze im Land.“ Auch die Wissenschaftslandschaft sei in diesem Bereich gut aufgestellt, sagte Buchholz mit Blick auf das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie in Itzehoe sowie eine wachsende Anzahl von Unternehmen im neu gegründeten Verein „Norddeutsche Initiative Nanotechnologie Schleswig Holstein e.V.“. Besonders erfreut zeigte sich der Minister über zwei gelungene Ausgründungen aus der CAU, die Acquandas GmbH und Phi-Stone AG. „Davon brauchen wir mehr“, so Buchholz.

Die Kieler Acquandas GmbH hat sich auf die Entwicklung einer neuen Generation von metallischen Bauteilen spezialisiert, die sowohl in der Gesundheitsbranche als auch in der Automobil- oder Unterhaltungselektronik-Industrie Anwendung finden.

Die ebenfalls in Kiel ansässige Phi-Stone AG beschäftigt sich unter anderem mit der Weiterentwicklung so genannter funktionaler Polymer-Komposit Werkstoffe, etwa als Schichtsystem für maritime Anwendungen, sowie mit der Entwicklung spezieller Verbindungstechniken für bestimmte Legierungen, etwa auf der Basis von Aluminium und Titan. Für dieses Jahr peilt die Phi-Stone AG die Inbetriebnahme einer Wirkstoffherstellung tetrapodalen Zinkoxids für die medizinische Anwendung an.

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Von links: Dr. Jens Urny (Vorstandsmitglied NINa e.V.), Prof. Dr. Reinhard Koch (Dekan Technische Fakultät), Dr. Rainer Döhl-Oelze (2. Vorsitzender NINa e.V.), Prof. Dr. Franz Faupel (1. Vorsitzender NINa SH e.V.), Dr. Bernd Buchholz (Wirtschaftsminister), Dr. Christian Ohrt (Geschäftsführer NINa e.V.)

Straßencafes und Terassen-Restaurants im echten Norden im Umsatz-Hoch

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Das seit Wochen anhaltende sommerliche Wetter beschert den Gaststätten mit Außenterrassen in Schleswig-Holstein kräftige Umsatzzuwächse. Er schätze dort die Steigerungen im Vergleich zu den vergangenen fünf, sechs Jahren auf 20 bis 40 Prozent, sagte der Vorsitzende der Fachgruppe für Gastronomie beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga), Lutz Frank.

«Die Terrassen sind mittags und abends gut besucht», sagte Frank. An so eine lange Schönwetterphase zu dieser Jahreszeit könne er sich nicht erinnern. «Bei diesem Wetter sind die Leute gut gelaunt und bestellen dann auch mal ein Glas mehr als sonst oder auch einen Eisbecher, den sie sonst vielleicht nicht genommen hätten.»

Von einigen Kollegen hörte Frank auch schon von Lieferengpässen bei Mineralwasser und Fassbier. Diese Gastronomen hätten von der jeweiligen Stamm-Marke auf andere Produkte wechseln müssen. Der Durst der Gäste ist bei der Wärme deutlich größer als sonst: So hat in Franks Restaurant eine Hochzeitsgesellschaft ein Drittel mehr Wasser getrunken als sonst üblich. Der Andrang auf die Terrassen halte weiter an. «Wir haben Tischbestellungen ohne Ende», sagte Frank.

Personell seien viele Betriebe dafür gut aufgestellt. Einige suchten aber auch noch Mitarbeiter.

Buchholz mahnt in Brüssel: Städte beim Glasfaser nicht durch falsche Förderpraxis abhängen

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Kabinettsrunde mit Ministerpräsident Günther und Carl-Christian Buhr zum Thema Breitbandausbau und Digitalisierung

Bei einem Treffen mit Carl-Christian Buhr, dem Vize-Kabinettschef der für Digitale Wirtschaft zuständigen EU-Kommissarin Mariya Gabriel, hat Wirtschaftsminister Bernd Buchholz eine neue Förderpraxis für den Glasfaserausbau gefordert:

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Buchholz/Buhr

„Wenn wir verhindern wollen, dass Städte wie Kiel, Lübeck oder Flensburg in Zukunft die weißen Flecken auf der Glasfaser-Landkarte werden, dann müssen wir den Förderrahmen anheben“, sagte Buchholz heute bei der auswärtigen Sitzung des Landeskabinetts in Brüssel

Nach dem Treffen mit Buhr sagte Buchholz weiter  (Audio starten – „im Browser anhören“)

Hintergrund: Derzeit ist es aufgrund der Beihilfebestimmungen der Europäischen Union nicht möglich, in Gebieten, in denen bereits mehr als 30 Mbit/s im Download verfügbar sind, Breitbandprojekte zu fördern. „Aber schon heute ist diese Bandbreite kaum noch zukunftsfähig. Darum  sollte die EU uns in die Lage versetzen, überall dort zu fördern, wo wir durch überschaubare Zusatz-Investitionen Gigabit-Geschwindigkeiten erreichen können“, so Buchholz. Dabei werde stets geprüft, ob  möglicherweise ein privates Unternehmen den Ausbau übernehmen könne – was stets Vorrang bekäme.

Zu diesem Thema wird Buchholz in einer Woche auch Gespräche mit dem Bundeswirtschaftsministerium führen.

Schlechteste Werte seit Jahresbeginn: Buchholz erhöht DB-Strafzahlung auf 500.000 Euro

Pendler blockieren in Klanxbüll die Züge der Marschbahn

Angesichts von weiteren ungeplanten Zugausfällen auf der Marschbahn zwischen Itzehoe und Westerland sowie erneut verschlechterter Pünktlichkeitswerte hat Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz den Sonder-Malus gegenüber der DB Regio für den Monat Mai um 150.000 auf 500.000 Euro erhöht. „Ich habe leider kein anderes Mittel, um gegenüber der Deutschen Bahn Druck aufzubauen, damit das Unternehmen die Probleme auf dieser Strecke endlich – wie versprochen – in den Griff bekommt“, sagte Buchholz heute am Rande der Sitzung des Landeskabinetts in Brüssel. Das einbehaltene Geld soll – wie schon in den drei Monaten zuvor – wieder als Entschädigung an die Pendler ausgekehrt werden.

Wie der Minister weiter sagte, sei die Pünktlichkeitsquote im Netz-West im Mai auf 63,9 Prozent und damit auf den niedrigsten Wert seit Jahresbeginn abgesunken. Die Zahl der ungeplanten Zugausfälle habe sich gegenüber den Vormonaten nahezu verdreifacht und lag im Mai bei 6,5 Prozent aller vertraglich festgelegten Zugkilometer. Buchholz erinnerte daran, dass der Vertrag mit der DB Regio im Jahresdurchschnitt eine Pünktlichkeitsquote von 93 Prozent und eine Ausfall-Quote bei den so genannten Zug-Kilometern von maximal einem Prozent erlaubt.

Buchholz sagte weiter (Audio starten – „im Browser anhoeren“)

Für die schlechten Pünktlichkeitswerte behält das Land  – wie in den Vormonaten – erneut 250.000 Euro ein, der bisherige Einbehalt von 100.000 Euro für die ungeplanten Zugausfälle wird für Mai hingegen um 150.000 Euro auf 250.000 Euro erhöht. Entsprechend sollen auch die Entschädigungen für die Pendler ab Mai angepasst werden.

„Ich würde im Tausch für einen reibungslosen Verkehr gern auf diesen Schritt verzichten, aber als Verkehrsminister habe ich kein anderes Instrument zur Hand, um die DB zur Einhaltung ihrer vertraglich zugesicherten Leistungen zu drängen“, sagte Buchholz.

„Wir können auch schnell“: A 1 bei Bargteheide nach Blitz-Reparatur heute gegen 18 Uhr wieder frei

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Der Chef der Autobahnmeisterei Bad Oldesloe, Jörg Becker (rechts), misst die Temperatur des über Nacht ausgekühlten Reparatur-Asphalts

Ende einer Geduldsprobe: Die durch Hitzeschäden am Beton verursachte Teilsperrung der Autobahn A 1 zwischen Bad Oldesloe und dem Autobahnkreuz Bargteheide im Kreis Stormarn wird heute  gegen 18 Uhr wieder aufgehoben. Nach Auskunft des Direktors des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH), Torsten Conradt, ist die Beseitigung der Schäden an der über 20 Jahre alten Betonfahrbahn abgeschlossen und der am gestrigen Freitag eingebrachte Reparatur-Asphalt ausreichend ausgekühlt, um in wenigen Stunden wieder alle drei Fahrbahnen in Richtung Hamburg für den Verkehr wieder freizugeben.

Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz dankte sowohl dem LBV.SH als auch der Baufirma Bunte: „Landesbetrieb und Baufirma haben hier in äußerst effizienter und pragmatischer Weise zusammengearbeitet und die Schäden in regelrechter Rekordzeit von knapp einer Woche behoben. Das ist gut für unsere Pendler, unsere Urlaubsgäste  und unsere Logistik-Wirtschaft. Und es beweist: Wir können auch schnell“, so Buchholz.

Der Minister sagte weiter (Audio starten – „im Browser anhören“)

Auch LBV.SH-Chef Conradt zeigte sich begeistert: „Alle Beteiligten haben kräftig Gas gegeben – und glücklicherweise spielte auch das Wetter mit.“ Der rund 175 Grad heiße Reparatur-Asphalt war am gestrigen Freitag in die Schadstellen eingebracht worden und war bis heute Mittag auf knapp 50 Grad heruntergekühlt. „Damit hat er ausreichend Festigkeit, um befahren werden zu können“, so der LBV.SH-Chef.

Dem Verkehr zwischen den Hansestädten Lübeck und Hamburg stehen damit heute ab spätenstens 18 Uhr in Richtung Süden wieder alle Fahrbahnen zur Verfügung Die Länge der Sanierungsstrecke betrug 35 Meter auf einer Breite von 15 Metern. Die Kosten belaufen sich nach Angaben von Conradt auf rund 200.000 Euro.

Musikalische Markenzeichen des echten Nordens: SHMF-Spielstätten erhalten Auszeichnungen

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Pressegespräch: Festival-Intendant Christian Kuhnt, Kultusministerin Prien und Tourismusminister Buchholz

Kaum ein Veranstaltungsort hat sich so um den Klassik-Sound des echten Nordens verdient gemacht wie die Kieler Sparkassen-Arena. Heute wurde die erste SHMF-Spielstätten-Plakette an die ehemalige Ostseehalle verliehen. Gemeinsam brachten Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz, Bildungsministerin Karin Prien, der Geschäftsführer der Sparkassen-Arena Stefan Wolf und Festivalintendant Dr. Christian Kuhnt die Plakette im Einlassfoyer der Sparkassen-Arena Kiel an.

Mit der Plakette wird die historische Bedeutung der Spielstätte für das SHMF hervorgehoben: Hier, in der damaligen Ostseehalle, dirigierte Leonard Bernstein, Mitgründer des SHMF, am 2. Juli 1986 Haydns Schöpfung und eroberte für Schleswig-Holstein und das SHMF einen Platz in der internationalen Kulturlandschaft.

Dr. Christian Kuhnt: »Mit Leonard Bernstein feierte 1986 einer der größten Stars der Klassikszene hier, in der Sparkassen-Arena, sein Debüt beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Diese Spielstätte hat seitdem eine immense Bedeutung für uns, nicht nur, weil sie einen Meilenstein in der SHMF-Historie markiert, sondern auch, weil sie es zulässt, dass wir ganz besondere Konzerte für ein großes Publikum öffnen können. Durch die Spielstätten-Plakette möchten wir unserer Verbundenheit zur Sparkassen-Arena Ausdruck verleihen und die Zusammenarbeit für die kommenden Jahre weiter stärken.«

Buchholz sagte zu der Plaketten-Auszeichnung:

Die Plakette ist eine Kooperation zwischen dem Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Wirtschaftsministerium des Landes sowie seiner Dachmarke »Schleswig-Holstein. Der echte Norden.« Ausgezeichnet werden ab sofort Spielstätten, die eine besondere Bindung zum Festival haben – etwa, weil sie seit Gründung des SHMF dabei sind, weil sie eine herausragende Bedeutung in der Festivalgeschichte haben oder Konzerten eine besonders charakteristische Kulisse bieten.

Nach den Worten von Wirtschafts- und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz werden mit den Plaketten nicht nur nicht nur Festivalspielstätten ausgezeichnet, sondern  auch die langjährige Verbundenheit des Landes zum Festival sowie seine wirtschaftliche wie kulturelle Bedeutung hervorgehoben.  „Über sein Ticket hinaus gibt jeder Festival-Gast im Durchschnitt knapp 42 Euro aus – Geld, das im Land bleibt“, so Buchholz. Touristen, die das Musikfestival besuchen, stammen größtenteils aus dem norddeutschen Raum.

Spontane Ticketkäufe, etwa  von Sommerurlaubern aus anderen Ländern, seien – bedingt durch die hohe Auslastungsquote von etwa 90 Prozent – meist kaum möglich.

Wie der Minister weiter sagte, seie die Spielstätten-Plakette  zudem wichtiges Marketinginstrument: „Im Rahmen unseres Standortmarketings geht es unter anderem darum, den echten Norden im eigenen Land, aber vor allem darüber hinaus noch bekannter zu machen – eine wichtige Voraussetzung dafür, sich im Wettbewerb der Regionen entsprechend stark zu positionieren.“ Die Kooperation mit dem SHMF und die Spielstätten-Plaketten seien dafür ein wichtiger und wertvollen Beitrag.

Kulturministerin Karin Prien hob die Bedeutung des SHMF als kulturelles Ereignis hervor, das weit über die Grenzen des Landes hinaus Strahlkraft entwickelt habe. „Die jungen Orchestermusikerinnen und Orchestermusiker, die Jahr für Jahr an der Orchesterakademie teilnehmen, sind die wertvollsten und eindrucksvollsten Botschafter des Festivals einerseits und des Landes andererseits“, sagte sie und in diesem Sinne sei „Der echte Norden“ gleichbedeutend mit „echter Freundschaft und Verbundenheit“ mit den jungen Menschen aus aller Welt, die Jahr für Jahr nach Schleswig-Holstein kämen, um friedlich miteinander zu musizieren.

 

 

 

Buchholz eröffnet 11. Breitbandform: SH peilt bis 2025 flächendeckende Glasfaserversorgung an

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Buchholz mit Landkreistag-Geschäftsführer Sönke Schulz (Mitte) und Richard Krause (BKZSH)

Der echte Norden ist auch beim Glasfaserausbau an der obersten Spitze – und baut seine Position weiter aus. Wie Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz heute  in Kiel bei der Eröffnung des 11. Breitbandforums Schleswig-Holstein vor über 200 Gästen sagte, können inzwischen 35 Prozent der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner einen Glasfaseranschluss bis in die Gebäude oder Haushalte erhalten, 30 Prozent haben diesen auch bereits gebucht. „Bis zum Jahr 2020 werden 50 Prozent der Haushalte einen solchen Anschluss erhalten können, bis 2022 sogar 62 Prozent – und wir werden noch mehr Gas geben, um bis 2025 eine weitgehende Flächendeckung zu erhalten“, so Buchholz. Er kündigte zudem eine erhebliche Aufstockung der Fördermittel an.

Im Gespräch mit Fabian Weisshaupt (NDR 1 Welle Nord) sagte Buchholz (Audio starten – „im Browser anhören“)

Nach den Worten von Buchholz setzt das Land angesichts des stetig wachsenden Bedarfs und der Herausforderungen einer digitalen Gesellschaft klar auf Glasfaser und nicht auf Bandbreitenziele oder Technologien, die hinsichtlich der Stabilität und anderer Qualitätsparameter nicht mit Glasfaser mithalten könnten. „Der rasche Ausbau des Glasfasernetzes, mit dem wir bundesweit an der Spitze liegen, hilft uns nebenbei auch ein kleines Stück beim Kampf gegen die Funklöcher in den mobilen Netzen, weil leistungsfähige Mobilfunknetze an Glasfaser angeschlossen sein müssen“, so der Minister.

Buchholz präsentierte zusammen mit dem Breitband-Kompetenzzentrum Schleswig-Holstein (BKZSH) eine erste Analyse der noch verbleibenden weißen Glasfaserflecken: Neben einigen wenigen Regionen ohne konkrete Ausbaupläne sowie den Randlagen bereits erschlossener Gebiete seien dies vor allem die Städte im Lande: „Noch sind die Mittel- und Oberzentren relativ gut mit anderen Technologien versorgt, aber ich appelliere an alle Verantwortlichen, rechtzeitig den Schalter Richtung Glasfaser umzulegen. Sonst sind die Städte die weißen Flecken von morgen“, sagte Buchholz.

Der Minister präsentierte bei dem Forum auch die wesentlichen Instrumente, mit denen das Land die vollständige Glasfaser-Abdeckung bis 2025 erreichen will:

  • Knapp drei Millionen Euro zusätzliche Förderung für das BKZSH, um die Ausbauprojekte noch besser beraten und koordinieren zu können.
  • Feinanalyse der weißen Glasfaserflecken mit individuellen Lösungsansätzen.
  • Abgestimmtes Förderkonzept vor allem für die weißen Glasfaserflecken in den ländlichen Räumen – dazu werden 50 Millionen Euro zusätzliche Mittel eingesetzt.
  • Bündnis für den Glasfaserausbau mit inzwischen fast 60 Unternehmen und Institutionen, das die Glasfaserpolitik unterstützen und Allianzen vor allem für die Erschließung der Städte initiieren soll.
  • Engere Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft, um auch die Gebäudeinfrastruktur mit Glasfaser zu versehen.

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An die Bundesregierung richtete Buchholz in seiner Rede den Wunsch, „auf eine Gigabitstrategie auf Glasfaserbasis umzuschwenken und nicht länger Geld in Übergangstechnologien zu versenken“. Dieser Kurswechsel sei bereits im Koalitionsvertrag angekündigt und müsse sich auch in der Förderpolitik des Bundes niederschlagen; dabei müssten auch Handlungsoptionen für die Städte enthalten sein. Dazu habe er auch einen Beschlussvorschlag in die nächste Wirtschaftsministerkonferenz Ende Juni eingebracht.

„Der Glasfaserausbau ist kein Selbstzweck und auch kein Spielzeug für eine digitale Elite. Es geht vielmehr darum, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu sichern, Chancen für die ländlichen Räume zu verbessern, den Tourismus zu stärken sowie generell die Lebensqualität zu erhöhen und digitale Teilhabe zu ermöglichen. Schleswig-Holstein als Spitzenreiter mit 35 Prozent Glasfaserquote bei einem Bundesdurchschnitt von etwa 7 Prozent zeigt, wie es geht“, so Buchholz.

 

Brunsbüttel & Rendsburg Ports zeigen Flagge auf Europas größter Schwergut-Messe

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Buchholz (Mitte) mit dem Chef von Brunsbüttel Ports, Frank Schnabel (rechts) sowie Kai Lass, von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG) Rendsburg-Eckernförde auf dem Messestand

Die beiden Häfen Brunsbüttel Ports und Rendsburg Port haben sich in dieser Woche gemeinsam auf Europas größter Fachmesse für konventionelles Stückgut und Projektladung in Bremen vorgestellt. Beide Unternehmen präsentierten ihr Leistungsangebot auf dem Gemeinschaftsstand von Hafen Hamburg Marketing e.V. – und damit erneut gemeinsam mit dem Hamburger Hafen.

Unter der Dachmarke SCHRAMM Ports & Logistics bilden die dazugehörigen Häfen der Brunsbüttel Ports GmbH, Rendsburg Port GmbH, sowie weitere Logistik-Standorte in Glückstadt, Hamburg sowie in Schweden einen starken universalen Hafenverbund. Die Messe ist als Treffpunkt der internationalen Logistikfachbranche mit mehr als 10.000 Fachbesuchern und nach den Worten von Buchholz eine optimale Plattform auch für kleinere Häfen.

Buchholz sagte nach seinem Besuch (Audio starten – „im Browser anhören“)

Der am Nord-Ostsee-Kanal und an der Elbe gelegene Universalhafen Elbehafen der Brunsbüttel Ports GmbH und der am Nord-Ostsee-Kanal gelegene Schwerlasthafen Rendsburg Port zeichnen sich nach den Worten von Hafenchef FRank Schnabel durch langjährige Erfahrung im Umschlag von Stückgut und Projektladungen aus und sind leistungsstarke Dienstleister mit hervorragenden Fähigkeiten, vor allem auch bei schweren Lasten. Beide in der Metropolregion Hamburg gelegenen Häfen verfügen über das notwendige Equipment, über ausreichende Lagerfläche für große und schwere Komponenten und profitieren von der guten wasserseitigen Anbindung und effizienten Hinterlandanbindungen. Der trimodale Elbehafen ist zusätzlich per Bahn erreichbar.

Schnabel dankte Buchholz für seine Stipvisite  und sagte: „Der Besuch des Wirtschaftsministers ist ein wichtiges Signal an den Markt und unsere Kunden, um die Bedeutung und Leistungsfähigkeit unserer „Logistikdrehscheibe“ Häfen zu unterstreichen. Ein Ministerbesuch ist auch immer ein Zeichen der Anerkennung und Wahrnehmung der Standorte, das im Markt auch von Kunden und Partnern anerkannt wird. Wir freuen uns über viele interessante und erfolgversprechende Gespräche auf der Messe mit deutschen aber auch internationalen Unternehmen.“

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus