Heute geht’s rund um den Fehmarnbelt 

Merkel-Besuch bei Dänemarks Regierungschefin, dritte Lesung des Belt-Baugesetzes in Kopenhagen, Sund-Konferenz in Großenbrode. Heute geht’s politisch einmal mehr rund um das große Thema Fehmarnbelt. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Vormittag zu einer Privataudienz bei Königin Margrethe II. eingeladen. Mittags wird Merkel von Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt auf ihrem Sommersitz Marienborg empfangen, wo beide auch vor die Presse treten. 

Thorning-Schmidt hat angekündigt, den geplanten Fehmarnbelt-Tunnel zur Sprache zu bringen. Das Milliardenprojekt steht in Deutschland wegen Verzögerungen und Kostensteigerungen in der Kritik.

Die Bundesregierung und Dänemarks Verkehrsminister hatten erst gestern noch einmal betont, weiter hinter der 18 Kilometer langen Verbindung zwischen den beiden Ländern zu stehen.

Landesverkehrsminister Reinhard Meyer hat unterdessen erneut an den Bund appelliert, den Bau der Hinterlandanbindung in Schleswig-Holstein mit Hochdruck zu befördern und darauf zu achten, dass die Zeitpläne auf dänischer und deutscher Seite gut miteinander synchronisiert werden.

Meyer sagte soeben zu seinen Erwartungen an den Bund und die heutige Kommunalkonferenz in Großenbrode (Audiopfeil klicken):

Die DB AG, die heute auf Einladung von Meyer in Großenbrode auf Fehmarn die verschiedenen Varianten einer neuen Fehmarnsundquerung vorstellt, will mit der Schienenanbindung 2024 fertig sein.

Zu der mittlerweile zweiten Kommunalkonferenz sind unter anderem Bürgermeister der betroffenen Gemeinden sowie Vertreter von Verbänden und Initiativen eingeladen. Der Bund prüft derzeit verschiedene Varianten als Ersatz für die altersschwache Fehmarnsundbrücke. Sie wird nach Ansicht von Fachleuten dem steigenden Verkehrsaufkommen nach der für 2024 geplante Eröffnung der festen Fehmarnbeltquerung nicht mehr gewachsen sein. 

China-Delegationsreise: 100-Millionen-Investition für Lauenburg besiegelt

Bei der von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer angeführten Delegationsreise der Landesregierung nach China wurde soeben eine Millionen-Investition besiegelt. Für die Stadt Lauenburg wurde der Neubau eines Fünf-Sterne-Hotels und einer Hefefabrik vereinbart. Investor ist der chinesische Unternehmer Yongqiang Chen, der vor einem Jahr über seine Firmengruppe Pu Ren bereits den Flughafen der Stadt Lübeck übernommen hatte. Bei der Unterzeichnung waren auch Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede und Schwarzenbeks Bürgermeisterin Ute Borchers-Seelig dabei.

Vorgesehen ist der Bau eines Fünf-Sterne-Hotels sowie der Bau einer Fabrik für medizinische Hefe in Lauenburg. Die Gesamtinvestition von 80 bis 100 Millionen Euro soll zu rund 130 neuen Dauer-Arbeitsplätzen im Kreis Herzogtum-Lauenburg führen. Die Delegation aus Schleswig-Holstein, zu der 43 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gehören, wird morgen in Deutschland zurück erwartet. Puren2

Zu dem geplanten Millionen-Investment sagte Meyer, dass sich darin zeige, wie sehr sich die seit fast 30 Jahren von der WTSH (Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH) gepflegten Kontakte auszahlen. Das betreibe kein Bundesland so konsequent wie Schleswig-Holstein. Über die Einzelheiten der Vereinbarung zwischen den Chinesen und der Stadt Lauenburg sagte Meyer (zum Abspielen des Audios Pfeil klicken)

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus