Heute tagt die deutsch-dänische Verkehrskommission in Flensburg

Schienenverkehr im Jütlandkorridor heute Schwerpunktthema bei deutsch-dänischer Verkehrskommission in FL

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Die Zukunft des Schienenverkehrs im Jütlandkorridor ist heute das Schwerpunktthema der 12. Sitzung der deutsch-dänischen Verkehrskommission. Zuvor tauschen sich Verkehrsminister Reinhard Meyer und sein dänischer Amtskollege Hans Christian Schmidt in einem Vier-AugenGespräch bei der Flensburger IHK über weitere gemeinsame Themen aus, unter anderem über die neue – und um 400 Millionen Euro günstigere Kostenkalkulation für den Fehmarnbelttunnel. Ein weiteres mögliches Thema: Das jüngste Gutachten zu einem möglichen Fernbahnhof in Flensburg-Weiche.

Die Kommission selbst tagt ab 14 Uhr, Pressegespräch im Raum des IHK-Präsidiums 16 Uhr.

Zuvor wird Meyer sich heute über die wichtigsten anstehenden Verkehrsprojekte im Raum Eckernförde informieren. Presse-Ortstermin: 10.30 Uhr Straßenmeisterei Eckernförde.

Deutsche Bahn investiert ins Streckennetz: Ab Sommer ist Geduld gefragt

Bahnreisende müssen im Sommer Geduld aufbringen: DB plant Bauarbeiten an mehreren S-Bahnlinien in Hamburg und auf der Strecke Elmshorn-Neumünster-Kiel.

Obwohl die Strecke elektrifiziert ist, zieht eine Diesellok die Regionalbahn

Wie die DB AG heute in Hamburg mitteilte, werden in den Sommerferien die S-Bahnlinien S3 und S31 zwischen Hammerbrook und Wilhelmsburg durch Busse ersetzt, wie Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis am Freitag bekanntgab. Auch zwischen Ohlsdorf und Poppenbüttel müssen die Fahrgäste in der zweiten Augusthälfte auf Busse umsteigen.

Zugleich wird im Hamburger Hauptbahnhof Gleis 7 erneuert, was zu Verspätungen und Zugausfällen auf der Strecke Hamburg-Lübeck führen wird. Zahlreiche Züge von Hamburg nach Kiel werden vom Bahnhof Altona abfahren und in umgekehrter Richtung dort enden. Der Bahnhof ist trotz der beginnenden Bauarbeiten an den S-Bahnbrücken über die Julius-Leber-Straße weiter erreichbar.

Einschränkungen wird es auch zwischen Hamburg und Kiel geben. 52 Kilometer Gleise sollen auf dieser Strecke ausgetauscht werden. Zeitweise muss eingleisig gefahren werden. Die Verspätungen werden aber nur wenige Minuten betragen, denn zuvor nimmt die Bahn eine neue Signalsteuerung in Betrieb, die den Zügen kurz vor den Baustellen ein Ausweichen erlaubt.

Sylt-Reisende werden ebenfalls Verspätungen in Kauf nehmen müssen, aber erst im Herbst. Im November und Dezember will die Bahn zwischen Stedesand und Bredstedt (Nordfriesland) neue Gleise verlegen. Dann verlängert sich die Fahrzeit zwischen Hamburg und Westerland um 25 Minuten. Zudem baut die Bahn in Keitum auf Sylt ein neues elektronisches Stellwerk.

Verkehrsminister Reinhard Meyer begrüßte zwar grundsätzlich die Schienennetz-Investition, er machte aber auch klar: „Wenn es jetzt aufgrund von dringend erforderlichen Investitionsmaßnahmen zu Einschränkungen im Verkehr in Norddeutschland kommt, gehen wir davon aus, dass die Baumaßnahmen – so wie wir es auch bei dem Ausbau der A 7 handhaben – so wenig negative Auswirkungen auf den täglichen Verkehr haben, wie möglich.“ Zwar könne man eine Baumaßnahme an einer Eisenbahnstrecke nicht mit einem Autobahnausbau vergleichen. Dennoch gelte auch hier: unabwendbare Streckenschließungen sollten auf die Wochenenden und die Nächte beschränkt werden, der tägliche Pendlerverkehr müsse funktionieren. „Ich gehe davon aus, dass uns die Bahn rechtzeitig über die konkreten Einschränkungen im Bahnverkehr informiert und Einschränkungen auch im Eigeninteresse auf das absolut notwendige Maß reduziert“, so Meyer.

Die Deutsche Bahn investiert in diesem Jahr 210 Millionen Euro in ihre Infrastruktur im Norden. Das teuerste Projekt ist derzeit die Erneuerung der Brücken am Bahnknotenpunkt Berliner Tor in Hamburg. Die Arbeiten sollen bis 2020 dauern und 90 Millionen Euro kosten. Trotz der vermehrten Baumaßnahmen will die Bahn die Auswirkungen auf die Reisenden konstant halten, wie der regionale Kundenmanagement-Leiter bei der DB Netz AG, Michael Körber, versicherte. Er räumte aber ein: «Bauen geht halt nicht ohne Einschränkungen.»

Eine gute Nachricht für Reisende ist das Weichen-Projekt Diana. Die Abkürzung steht für Diagnose- und Analyseplattform. In den nächsten Jahren sollen alle mehr als 35 000 Weichen in Deutschland mit dem Diagnosesystem ausgestattet werden. Dann melden Sensoren, ob eine Störung droht. «Die Weiche ist das störanfälligste Gewerk im Bahnverkehr», sagte Körber. Die Bahn erkundet demnächst, welche Weichen im Norden zuerst aufgerüstet werden.

Nachverhandlungen machen Belttunnel 400 Millionen Euro günstiger

Fehmarnbelt-Tunnels wird nach neuen Berechnungen 400 Millionen Euro günstiger

Dialogforum-zum-Fehmarnbelt-Tunnel-in-Eutin_ArtikelQuerDas Mammutprojekt Fehmarnbelt-Tunnel könnte nach neuen Berechnungen doch günstiger werden als zuletzt erwartet. Verhandlungen mit den Bauunternehmen hätten es möglich gemacht, das Budget bei einer längeren Bauzeit und einem Baustart im Jahr 2018 von 7,4 auf rund 7 Milliarden Euro zu senken, geht aus einer heute veröffentlichten neuen Finanzanalyse der Projektgesellschaft Femern A/S hervor. Sollte der Bau erst 2020 beginnen können, läge das Gesamtbudget bei knapp 7,1 Milliarden Euro. Weil die deutsche Genehmigung noch nicht vorliegt, ziehen sich die Baupläne für den geplanten rund 18 Kilometer langen Tunnel zwischen Puttgarden auf Fehmarn und der dänischen Insel Lolland hin.

Frank_NaegeleSchleswig-Holsteins Verkehrs-Staatssekretär Frank Nägele sagte dazu (Audiopfeil klicken):

Zum Hintergrund:

Deutschland und Dänemark haben 2008 einen Staatsvertrag zum Bau des Fehmarnbelt-Tunnels zwischen Puttgarden und dem dänischen Rødby abgeschlossen. Der 18 km lange Fehmarnbelt-Tunnel wird aus einer vierspurigen Autobahn und einer zweigleisigen, elektrifizierten Bahnstrecke bestehen und die Inseln Fehmarn und Lolland miteinander verbinden. Der Tunnel wird über die Aufnahme von Krediten finanziert. Die Kredite werden durch Mautgebühren getilgt, die für die zukünftige Nutzung des Tunnels erhoben werden.

Aktualisierung der Finanzanalyse

Um neue Entwicklungen seit Vorstellung der letzten Wirtschaftlichkeitsberechnung Anfang 2015 zu berücksichtigen, hat Femern A/S eine aktualisierte Finanzanalyse für den Fehmarnbelt-Tunnel erarbeitet und im Februar 2016 dem dänischen Verkehrsministerium übergeben. Die Finanzanalyse wurde zuletzt Februar 2015 aktualisiert. Seitdem hat Femern A/S verbindliche Preisangebote für die vier größten Tunnelbauaufträge erhalten und der Baubeginn hat sich aufgrund des laufenden deutschen Genehmigungsverfahrens auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Zwei Szenarien für die Eröffnung des Tunnels

Die aktualisierte Finanzanalyse beinhaltet zwei Szenarien für die Eröffnung des Tunnels. Sie basieren auf Äußerungen von Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer gegenüber dem dänischen Verkehrs- und Bauminister Hans Christian Schmidt vom 2. Oktober 2015 bezüglich des deutschen Genehmigungsverfahrens. Szenario 1 kalkuliert mit einem Planfeststellungsbeschluss im Jahr 2017, einem Baustart 2018 und einer Eröffnung 2026. Szenario 2 berücksichtigt die mögliche aufschiebende Wirkung potenzieller Klagen nach dem Planfeststellungsbeschluss und kalkuliert daher mit einem Baustart 2020 und einer Eröffnung 2028.

Verlängerung der Bauphase

Das dänische Baugesetz vom 28. April 2015 bewilligt ein maximales Baubudget von umgerechnet 7,4 Mrd. Euro. Davon waren bisher 6,9 Mrd. Euro für die Baukosten und die Vorbereitung des Projekts sowie 0,5 Mrd. Euro als Reserven vorgesehen. In Verhandlungen mit den Bietern für die vier größten Tunnelbauaufträge konnten die Baukosten deutlich gesenkt werden. Kosten konnten vor allem durch eine Verlängerung der Bauphase von sechseinhalb auf achteinhalb Jahre eingespart werden.

Größere Reserven und kürzere Rückzahlungszeit

Durch die Verhandlungen konnte das Projektbudget auf 7,0 Mrd. Euro gesenkt werden (- 0,4 Mrd. Euro). Die im Projektbudget enthaltenen Reserven wurden verdoppelt und betragen jetzt 1 Mrd. Euro (+ 0,5 Mrd. Euro) für einen Baustart im Jahr 2018. Die Rückzahlungszeit der für den Bau aufgenommenen Kredite sinkt dadurch auf 36 Jahre für das Gesamtprojekt (Tunnel und dänische Schienenanbindung), falls die Reserve komplett ausgeschöpft werden müsste.

Mehr Verkehr und weniger Kosten für Betrieb und Wartung

Die aktualisierte Finanzanalyse berücksichtigt gesunkene Kosten für Betrieb, Wartung und Reinvestitionen im Tunnel. Außerdem wird mit geringfügig höheren Verkehrszahlen zum neuen Eröffnungstermin gerechnet. Den Prognosen entsprechend erhöht sich das Verkehrsaufkommen kontinuierlich, so dass 2026 bzw. 2028 ein höheres Verkehrsniveau anzunehmen ist als es bei einer früheren Eröffnung der Fall gewesen wäre.

EU-Fördermittel und Realzinsentwicklung konservativ kalkuliert

Die EU-Fördermittel für das Projekt werden mit 10 statt 18 Prozent der förderungsfähigen Baukosten konservativer kalkuliert als bisher. Die bereits 2015 bewilligten Fördermittel in Höhe von 589 Mio. Euro entsprechen 20 Prozent der förderfähigen Baukosten im Zeitabschnitt 2016-19. Die angenommene Realzinsentwicklung für die aufzunehmenden Baukredite wurde nicht angepasst und wird weiterhin mit 3 Prozent veranschlagt.

Mit Sensitivitätsanalysen und Stresstests geprüft

Mehrere Sensitivitätsanalysen untersuchen die Auswirkung möglicher Änderungen der externen Rahmenbedingungen auf die Wirtschaftlichkeit des Projektes. In einem Stresstest wird darüber hinaus berechnet, wie sehr sich die wichtigsten Rahmenbedingungen des Projekts ändern dürfen, bevor die Rückzahlungszeit eine Schwelle von 50 Jahren übersteigt.

Extern qualitätsgesichert

Die wichtigsten Rahmenbedingungen des Projekts wurden von externen Gutachtern in den vergangenen Monaten qualitätsgesichert. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY hat Baukosten, Reserven und Risikoverteilung in den Bauverträgen vor Veröffentlichung der Finanzanalyse geprüft und als angemessen beurteilt. Das Beratungsunternehmen COWI hat die der Wirtschaftlichkeitsberechnung zugrundeliegende Verkehrsprognose untersucht und bewertet sie als realistisch. Beide Untersuchungen wurden durch das Verkehrsministerium in Auftrag gegeben.

Tabelle 1: Aktualisiertes Baubudget, Januar 2016 (2015-Preise)

Fehmarnbelt-Tunnel Baugesetz
Februar 2015
Finanzanalyse
Januar 2016,
Szenario 1,
Baustart 2018
Finanzanalyse
Januar 2016,
Szenario 2,
Baustart 2020
Baukosten (inkl. Vorbereitung des Projekts) 6,9 Mrd. EUR

51,4 Mrd. DKK

6,0 Mrd. EUR

44,9 Mrd. DKK

6,1 Mrd. EUR

45,3 Mrd. DKK

Reserven 0,5 Mrd. EUR

3,7 Mrd. DKK

1,0 Mrd. EUR

7,3 Mrd. DKK

1,0 Mrd. EUR

7,3 Mrd. DKK

Baubudget (gesamt) 7,4 Mrd. EUR

55,1 Mrd. DKK

7,0 Mrd. EUR

52,2 Mrd. DKK

7,0 Mrd. EUR1

52,6 Mrd. DKK

Rückzahlungszeit (Tunnel inkl. dänische Schienenanbindung) 39 Jahre 36 Jahre 36 Jahre

1 Abweichung der Gesamtsumme (in Euro) rundungsbedingt.

Breite Allianz für die Intergration von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeit

Wirtschaft, Kommunen, Gewerkschaften mit Land und BA im Schulterschluss: Jobs für mindestens 1200 Flüchlinge

Im DRK Pflegezentrum wurde ein Repaircafe ins Leben gerufen

Breiter Schulterschluss für ein bislang beispielloses Flüchtlings-Integrationsprojekt: Um einen Teil der derzeit rund 35.000 Flüchtlinge in Schleswig-Holstein rasch in Ausbildung oder Arbeit zu bringen, startet im Juni ein zweistufiges Pilotprojekt, das bis zu 2.000 Frauen und Männer auf eine Einstiegsqualifizierung, eine Berufsausbildung oder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vorbereiten soll. Das vom Land und der Bundesagentur für Arbeit aufgesetzte und gemeinsam finanzierte Programm BÜFAA.SH (Begleiteter Übergang für Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung) wurde heute auch von Vertretern der Wirtschaft, der Kommunen und den Gewerkschaften unterzeichnet. Damit verpflichten sich die Partner zugleich, unter anderem mindestens 1.200 Jobs oder Ausbildungsplätze für erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen des Programms bereit zu stellen.

Reinhard_MeyerArbeitsminister Reinhard Meyer
sagte dazu (Audiopfeil klicken)

Weiter sagte er: „Wir wollen mit diesem Programm in diesem Jahr dazu beitragen, dass Integration in den Arbeitsmarkt gelingt. Ich freue mich über die breite Unterstützung, die wir für unser Programm erfahren. Das Programm kann nur ein Erfolg werden, wenn sich alle nach Kräften einbringen.“

In der ersten Förderrunde 2016 stellen Bundesagentur und Land dafür zunächst rund sechs Millionen Euro bereit. Wie Meyer weiter sagte, solle BÜFAA.SH flächendeckend in Schleswig-Holstein angeboten werden. Die dafür nötige Förderrichtlinie mit der Aufforderung an Träger, sich zu beteiligen, werde voraussichtlich noch im März veröffentlicht. Zielgruppe sind Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive – derzeit vor allem Menschen aus Eritrea, Irak, Iran und Syrien – sowie so genannte „Geduldete mit Arbeitsmarktzugang“ und Asylberechtigte oder anerkannte Flüchtlinge, sofern sie die Schulpflicht erfüllt haben.

Der Bündnistext in voller Länge hier: Vereinbarung

Presseerklärung und O-Ton zur BÜFAA-Pressekonferenz am 18. Januar: hier klicken

Unterzeichnet haben die Vereinbarung heute (siehe Bild oben):

Von links sitzend: Michael-Thomas Fröhlich (UV-Nord), Minister Reinhard Meyer, Margit Haupt-Koopmann (BA), Claus Heller (Landwirtschaftskammer); stehend: Heiko Gröpler (DGB), Jörg Orlemann (IHK), Dr. Johannes Reimann (Landkreistag), Jörg Bülow (Gemeindetag), Jochen von Allwörden (Städteverband), Jörn Arp (Handwerkskammer).

Flüchtlings-Pilotprojekt von Land und BA: Wirtschaft und Kommunen steigen ein

Heute 11 Uhr im Arbeitsministerium: Land, BA, Wirtschaft und Kommunen besiegeln Pilot-Projekt zur Flüchtlingsintegration

Kopf
Mit dem bundesweit bislang einmaligen Programm wollen Landes­regierung und Bundesagentur für Arbeit (BA) im laufenden Jahr bis zu 2.000 Frauen und Männer auf eine Qualifizierung, Ausbildung oder Beschäftigung vorbereiten. Für dieses Programm mit dem Titel BÜFAA.SH (Begleiteter Übergang für Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung) haben Land und BA nun auch die Wirtschaft und die Kommunen an Bord geholt.

Heute werden alle diese gemeinsame Vereinbarung unterschreiben, in der sich die Beteiligten unter anderem dazu verpflichten, mindestens 1.200 Jobs oder Ausbildungsplätze für erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen des Programms bereit zu stellen. Die presseöffentliche Unterzeichnuzng findet um  11 Uhr im Wirtschaftsministerium im kleinen Sitzungssaal (141 d) statt. 

Nähere Informationen zu dem bereits am 18. Januar öffentlich vorgestellten Programm BÜFAA.SH finden Sie hier: zur Presseerklärung

Zehn Meter Kunst mit Vorgeschichte: Nagel-Gemälde im Wirtschaftsministerium

Einmal Gudow und zurück: Historisches Ölgemälde des Kieler Künstlers Peter Nagel ziert jetzt das Wirtschaftsministerium

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Albig, Meyer, Nagel und Brandes-Druba (v.r)

Mehr als 30 Jahre lang hing sein Ölgemälde in der Grenzübergangs-Raststätte Gudow-Süd und sollte eine künsterlische Brücke zwischen beiden Teilen Deutschlands sein. Dann kam die Wiedervereinigung und das „Brücken-Kunstwerk“ von Peter Nagel geriet in Vergessenheit, fristete zum Schluss in der Raststätte nur noch ein Schattendasein.

Bis heute: Durch Vermittlung von Ministerpräsident Torsten Albig, Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und Bernd Brandes-Druba von der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein wurde das Gemälde jetzt zurück nach Kiel geholt, vom Meister höchstpersönlich zwei Tage lang aufgemöbelt und im Kieler Wirtschaftsministerium aufgehängt.

Dort können es nicht nur Mitarbeiter und Gäste des Ministeriums selbst bestaunen, sondern auch Teilnehmer zahlreicher Seminare der Landesverwaltung – und wer mag, kann nach auch einfach mal so vorbeischauen. Zum Beispiel Schulklassen. Nagel bietet – nach Absprache – gern Erläuterungen zu dem Werk, seiner Vorgeschichte und zur verwendeten Technik an.

Einen Teil dieser Geschichte erzählt der Meister in diesem Video selbst:

Heute auswärtige Sitzung des Landeskabinetts in Malente

Politik in sportlicher Atmosphäre: Landeskabinett tagt im Uwe Seeler Fußballpark, Meyer besucht Unternehmen

SeelerDer Kreis Ostholstein steht heute im Blickpunkt der Landesregierung. Im Uwe Seeler Fußball-Park in Bad Malente tagt das Kabinett unter Leitung von Ministerpräsident Torsten Albig. Er und auch die Kabinettsmitglieder nehmen am Nachmittag mehrere Besuchstermine im Kreis Ostholstein wahr.

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer besucht um 14 Uhr einen der größten Arbeitgeber in der Region, die Firma Kendrion und Kuhnke. Ein Rundgang durch das Unternehmen ab 14.30 Uhr ist dabei presseöffentlich. Alle Einzelheiten zu dem Maschinenbauunternehmen hier: Unternehmensprofil

Am Nachmittag um 15.30 Uhr schaut Meyer in Eutin gemeinsam mit der SPD-Landtagsabgeordneten Regiona Poersch beim Holzbau-Spezialisten TimberTec AG vorbei. Auch dieser Besuch ist presseöffentlich. Alle Informationen zur TimberTec AG hier: Unternehmensprofil

Meyers Termine heute

Meyer übergibt heute 2 Förderbescheide an der Westküste, besucht Nord-Gastro und Marner Karneval

  
Für den 15-Millionen-Neubau der Meiereigenossenschaft Viöl bei Husum wird Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute um 9.30 Uhr einen Förderbescheid von knapp 730.000 Euro überreichen. Mit dem Neubau der von 150 Landwirtsfamilien getragenen Meierei soll noch im März begonnen werden.

  
Über zwei Millionen Euro Fördergeld gibt es am Nachmittag (13.30 Uhr) für den Fortbestand der Gesellschaft für Marine Aquakultur in Büsum. 

Vorher (ab 10.30 Uhr) eröffnet Meyer in Husum die Messe Nord Gasto und Hotel 2016 und wird um 15 Uhr am Rosenmontagszug in Marne teilnehmen.

Nord-Verkehrsminister wollen Wirtschaftsraum Unterelbe weiter stärken

Nord-Verkehrsminister zu Chancen des Wirtschaftsraums Unterelbe: Mehr Hafenkooperation – weniger Zentralisierung

Verschiffung von Rotorblättern für einen Offshore-Windpark

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer und seine Amtskollegen Fank Horch (Senator, Hamburg) sowie Olaf Lies (Niedersachsen) sehen eine länderübergreifende Kooperation der Elbehäfen Hamburg, Brunsbüttel, Glückstadt, Stade und Cuxhaven als essentiell wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung im gesamten norddeutschen Raum an. „Verkehrsflüsse und Warenströme machen nicht an Ländergrenzen halt, darum brauchen wir – bei aller belebenden Konkurrenz – auch zwischen den Häfen ähnliche Allianzen wie bei den Schienenprojekten S 4 und S 21 oder beim Weiterbau der A 20 mit westlicher Elbquerung“, sagte Meyer heute Abend bei einer Diskussionsrunde des Hafen- und Logistiknetzwerks Seaports Elbe in Cuxhaven. An der Gesprächsrunde nahmen neben Meyer, Horch und Lies auch der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, sowie Brunsbüttels Hafenchef Frank Schnabel teil.

Reinhard_MeyerAm Rande der Posiumsdiskussion in Cuxhaven sagte Meyer weiter
(Audiopfeil klicken):

Wie Meyer sagte, sehe er vor dem Hintergrund der notwendigen Kooperationen auch die vom Bund geplante Zentralisierung in verschiedenen Infrastrukturbereichen kritisch. „Damit gehen wichtige Synergien verloren und das Know-how über Gegebenheiten vor Ort kann nicht mehr – wie im jetzigen Verfahren – unmittelbar in die Planungen einfließen“, so Meyer. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die Empfehlungen der „Bodewig II-Kommission“. Insbesondere die Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes mache deutlich, wie wenig sinnvoll eine „Zentralisierung um der Zentralisierung willen“ sei.

Mit Blick auf die Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Wirtschaftsraum Unterelbe nannte Meyer als erfolgreiche Beispiele die Planungen eines Mehrzweckhafens mit Multi-Purpose-Pier und eines nationalen LNG-Terminal in Brunsbüttel. Zudem sei die Fährverbindung zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven erfolgreich gestartet und das Land führe zum Fahrplanwechsel 2016 einen Schnellbus Brunsbüttel – Itzehoe ein, um die Fähre an den Nahverkehr des Landes anzuschließen.

Weitere Informationen zu dem Hafen- und Logistik-Netzwerk ELBESEAPORTS hier klicken

Wirtschaftsförderer holten letztes Jahr 134 neue Unternehmen ins Land

Willkommen im „echten Norden“: In 2015 warben Wirtschaftsförderer 134 Unternehmen an, die über 1700 Arbeitsplätze planen

Condair
Dickster Brocken der Ansiedlungsbilanz: Die Schweizer Firma Condair wird vier internationale Standorte zusammenlegen und damit in Norderstedt Fuß fassen

Durch die Neuansiedlung von 134 Unternehmen – davon 13 aus dem Ausland – werden in Schleswig-Holstein mittelfristig 1734 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Die Zahl der neu entstehenden Jobs liegt damit knapp über dem Ergebnis des Jahres 2014, die Anzahl der neuen Firmen knapp darunter. Im Jahr 2014 hatten sich insgesamt 147 Betriebe mit 1728 Arbeits­plätzen zwischen Nord- und Ostsee niedergelassen. Diese Ansied­lungs­bilanz stellten heute (2. Februar) Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und der Geschäfts­führer der Wirtschaftsförderung und Technologie­transfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH), Dr. Bernd Bösche, vor.

Im Gespräch mit RSH-Reporter Andreas Otto sagten Wirtschaftsminister Meyer (Audio oben) und WTSH-Chef Bösche (Audiopfeils klicken):

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„Die Zahlen sprechen für Kontinuität und Stabilität. Schleswig-Holstein behauptet sich in einem zunehmend schwierigeren Wettbewerbsumfeld. Der WTSH ist es gemeinsam mit den regionalen Wirtschaftsförder­gesell­schaften gelungen, einmal mehr die Position des ,echten Nordens‘ als attraktiven Wirtschaftsstandort zu festigen“, sagte Meyer.

Als besonders erfreulich bezeichnete er die Ansiedlungszahlen im produzierenden Gewerbe. Während diesem Sektor im Jahr 2014 noch zehn Prozent der gesamten angesiedelten Unternehmen zuzuordnen waren, war der Anteil 2015 doppelt so hoch. Damit schuf das produzierende Gewerbe vergangenes Jahr genau ein Drittel aller neuen Arbeitsplätze, 2014 waren es gerade einmal acht Prozent.

Nach den Worten von Meyer und Bösche zeige gerade diese Entwicklung, dass Schleswig-Holstein als Standort für das produzierende Gewerbe attraktiv und die Landesregierung mit ihrer Industriestrategie auf dem richtigen Weg sei. „Unsere Wirtschaft ist geprägt durch Familienunternehmen und einen modernen Mittelstand. Im verarbeitenden Gewerbe verbinden sich moderne Formen der industriellen Fertigung mit mittelständischen Unternehmensstrukturen. Schleswig-Holstein hat also äußerst gute Voraussetzungen als Industriestandort“, so Meyer. Industrieunternehmen seien der dynamische Kern der Wirtschaft, sie würden attraktive Arbeitsplätze schaffen und sichern.

Wie WTSH-Chef Bösche sagte, sei Schleswig-Holstein auch 2015 erneut ein interessantes Ansiedlungsziel für ausländische Investoren gewesen. Die 13 neu angesiedelten Unternehmen allein würden bereits für 349 neue Arbeitsplätze sorgen. Im Vorjahr waren es 19 ausländische Unternehmen mit 401 Arbeitsplätzen. 2015 wurden  fünf Unternehmen aus Dänemark   angeworben, aus China vier und aus der Schweiz, Spanien, Frankreich sowie  Finnland jeweils ein Betrieb. „Der leichte Rückgang im Vergleich zum Vorjahr hängt hauptsächlich mit der wirtschaftlichen Talfahrt in China und der daraus resultierenden geringeren Investitionstätigkeit auch in Deutschland zusammen“, so Bösche. Das Interesse chinesischer Unternehmen an Schleswig-Holstein sei aber grundsätzlich nach wie vor hoch.

Nach Analysen der WTSH steht Deutschland auch weiterhin stark im Fokus ausländischer Unternehmen. Als Beispiel nannte Bösche das Schweizer Unternehmen Condair Group AG, das sich 2015 für den Standort Nordport in Norderstedt entschieden habe. Das Unternehmen ist weltweit führend in der Luftbefeuchtung und Verdunstungskühlung und wird in Norderstedt einen Produktions- und Logistikstandort errichten. Condair wird nach eigenen Angaben mittelfristig 200 Arbeitsplätze schaffen.

Nordgate
Gewerbegebier Nordport in Norderstedt: Hier siedelt sich nach Tesa nun auch der Klimaanlagen-Spezialist Condair an

„Der neue Condair-Standort im Nordport liegt sehr nahe am internationalen Flughafen und Hafen von Hamburg und wird zur Drehscheibe für die europäische Logistik des Unternehmens. Am Beispiel Condair konnten wir erneut unter Beweis stellen, wie gut die Zusammenarbeit und wie kurz die Wege in Schleswig-Holstein sind. Vor drei Jahren stellte die WTSH den Kontakt zu Condair her. Seitdem haben wir gemeinsam in vielen Gesprächen mit Condair die für das Unternehmen optimale Lösung im Nordport entwickelt. Der Büro- und Gewerbestandort  Nordport zeigt heute mehr denn je die hohe Attraktivität für internationale Unternehmen“, so Marc Mario Bertermann, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Norderstedt (EGNO). Nach den Worten von WTSH- Geschäftsführer Bösche sei besonders erfreulich, dass es sich bei dieser Ansiedlung ebenfalls um ein Unternehmen des produzierenden Gewerbes handele.

Deutlich gestiegen ist im vergangenen Jahr die Anzahl an Unternehmen, die aus dem Bundesgebiet (außer aus Hamburg) nach Schleswig-Holstein kamen. 14 deutsche Betriebe entschieden sich für den Standort Schleswig-Holstein und werden für 314 Arbeitsplätze sorgen, mehr als doppelt so viele wie noch 2014. Aus Hamburg kamen 22 Unternehmen an den Standort Schleswig-Holstein.

Die aktuelle Ansiedlungsbilanz hat laut Meyer und Bösche keinen klaren Branchenschwerpunkt. Die Bandbreite reiche von Unternehmen der digitalen Wirtschaft, der Medizintechnik und der maritimen Wirtschaft bis hin zu Logistik und Tourismus. Knapp zwei Drittel der neu angesiedelten Unternehmen entstammen dem Dienstleistungssektor, etwas mehr als ein Fünftel sind dem Handel zuzurechnen.

Rund drei Viertel der angesiedelten Unternehmen haben weniger als zehn Mitarbeiter. Auch die durchschnittliche Betriebsgröße mit 13 Arbeitsplätzen pro Unternehmen ist gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben (Vorjahr 12).

„Die Ansiedlungsaktivitäten 2016 laufen gut an, wir haben bereits in den ersten Wochen positive Gespräche geführt, so zum Beispiel im Rahmen unserer Messetätigkeiten auf der Arab Health in Dubai im Januar. Auch zu Jahresbeginn gab es bereits konkrete Anfragen aus China“, so WTSH- Geschäftsführer Bösche.

Und hier zur Ansiedlungsstatistik

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus