Brunsbüttel als bundesweit erster Standort für ein Flüssiggas-Terminal?

Meyer und Brunsbüttels Hafenchef Schnabel präsentieren heute Studie zum Aufbau eines Flüssiggas-Terminal


 Wirtschaftsminister Reinhard Meyer wird heute in Kiel (Pressekonferenz 13.00 Uhr, Landeshaus, Raum 395) gemeinsam mit Brunsbüttels Hafenchef Frank Schnabel und einem Experten der Fraunhofer-Gesellschaft ein Gutachten über die Chancen eines Flüssigerdgas (LNG)-Terminals in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) vorstellen. 

Bisher gibt es in Deutschland kein solches Terminal, während etwa in Holland, Finnland oder den baltischen Staaten solche Einrichtungen bereits geschaffen worden sind oder entstehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte im Oktober bei der Maritimen Konferenz in Bremerhaven, dass Deutschland in diesem Bereich international nicht den Anschluss verlieren dürfe.

Kuriose Debatte um dänische Temposünder auf deutschen Straßen

Solange Dänemark Enforcement-Richtlinie nicht umsetzt – kann auch Meyer dänische Temposünder nicht stoppen

Rade2
Blitzer auf der Rader Brücke: Ab 2017 auch für Dänen nicht mehr folgenlos

Kuriose Folge der heutigen sh:z-Berichterstattung über dänische Temposünder auf der Rader Brücke. Die CDU wirft Verkehrsminister Reinhard Meyer nun vor, beim Schutz der Rader Brücke zu versagen, weil Dänen, die zu schnell fahren (und nicht auf frischer Tat angehalten und bar abkassiert werden) vorerst nicht belangt werden können.

Das ist etwas ulkig, denn: Es gibt europaweit eine so genannte Enforcement-Richtlinie, die unter anderem den Halterdaten-Austausch zwischen den Ländern regelt. Das wiederum ist aber die Voraussetzung für das Zustellen von Bußgeld-Bescheiden. Dänemark hat diese Richtlinie – wie andere Staaten auch – noch nicht umgesetzt, will dies aber wohl Anfang 2017 tun. Das alles war übrigens schon lange lange Zeit vor dem Aufstellen der Blitzgeräte auf der Rader Brücke bekannt (denn das gilt für alle deutschen Blitzgeräte und alle dänischen und manche anderen europäischen Verkehrsteilnehmer).

Mit anderen Worten: Hier ist allein der Bund am Zug. Nicht ganz zu Unrecht schreibt deshalb der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Dr. Andreas Tietze: „Der Landesverkehrsminister ist zwar für vieles verantwortlich, aber nicht für die Strafverfolgung im Ausland. Aus parteipolitischen Gründen das Versagen dem falschen Minister in die Schuhe zu schieben ist armselig. Herr Arp möge das Versagen dem eigenen Lager und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vorwerfen, der ist nämlich zuständig.“

eis_Meyer_Reinhard_020Meyer selbst erklärte dazu gegenüber dem Schleswig-Holstein-Magazin des NDR (heute abend, 19.30 Uhr auf N 3). Audiopfeil klicken.

STandortgespräch Itzehoe: Rückenwind für Prokon – Neustart auf Prinovis-Gelände

Prokon und CLC in Itzehoe auf Erfolgskurs: Investition ins Gewerbegebiet und 2 neue Hotels

IZ
Itzehoes Bürgermeister Koeppen (2.v.r.) erhält von Meyer die Finanzierungszusage für die bessere Anbindung des Gewerbegebiets Klostermarsch. Rechts: CLC-Chef Carsten Tietje, links: Steinburgs Landrat Wendt

Die Folgen der Schließung der ehemaligen Prinovis-Druckerei und der Insolvenz des Windenergie-Konzerns Prokon in Itzehoe sind größtenteils abgefedert: Wie Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und Steinburgs Landrat Torsten Wendt heute  in Itzehoe nach dem mittlerweile 8. Standortgespräch sagten, sei Prokon nach Auskunft des ehemaligen Insolvenzverwalters Dr. Dietmar Penzlin auf einem aussichtsreichen Weg zu einem zukunftssicheren Unternehmen. „Es ist dem Insolvenzverwalter in nicht einmal anderthalb Jahren geglückt, die Gläubiger mit einer Insolvenzquote von knapp 60 Prozent zu befriedigen und rund 300 Arbeitsplätze zu erhalten – davon 200 in Itzehoe“, sagte Meyer. Das sei ebenfalls eine Quote von fast zwei Drittel. Er danke Penzlin dafür, dass er den schwierigen Prozess „in großer Ruhe und mit enormer Professionalität gesteuert“ habe. Auch auf dem ehemaligen Prinovis-Gelände laufen die Vorbereitungsarbeiten für das geplante China Logistik Centrum (CLC) nach Auskunft des Investors Carsten Tietje auf Hochtouren.

Reinhard_MeyerNach dem Treffen sagte Meyer weiter (Audiopfeil klicken)

Um die wirtschaftliche Situation in Itzehoe sowie im Kreis Steinburg insgesamt weiter zu stabilisieren, wird derzeit eine verbesserte überregionale Verkehrsanbindung des Gewerbegebiets Klostermarsch an der Stör geplant. Meyer gab Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen dazu heute eine verbindliche Förderzusage des Landes. Demnach wird sich das Land mit bis zu 1,8 Millionen Euro an der Anbindung des Gebiets, in dem über 50 Gewerbebetriebe angesiedelt sind, beteiligen.

Darüber hinaus steht in Itzehoe für insgesamt rund 20 Millionen Euro der Neubau eines Vier-Sterne- und eines Drei-Sterne-Hotels an. Bei dem einen Projekt handelt es sich um einen Neubau in Breitenburg beim anderen Vorhaben um ein neues Hotel neben dem Klinikum Itzehoe.

Mit Blick auf die Situation auf dem ehemaligen Prinovis-Gelände, das derzeit zu einem Teil als Notaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge genutzt wird, stellte der Nortorfer Untermehmer Tietje klar, dass die Gründungsarbeiten für das geplante Logistik-Zentrum davon ungehindert voranschreiten. Nach dem Start der Bauarbeiten im Sommer werde derzeit aktuell der Brandschutz und das IT-Netz installiert.

Tietje plant auf 22 Hektar gemeinsam mit chinesischen Logistikpartnern, einen Teil der wachsenden Warenströme im Handel zwischen Deutschland und China über Itzehoe abzuwickeln. Das neue Zentrum soll mit langfristig über 200 Beschäftigten der deutsche Teil eines Logistiksystems werden, dessen Gegenstück ein ähnliches Zentrum in Chengdu in der Provinz Sichuan ist. „Auch an lokaler und regionaler Kundschaft haben wir großes Interesse“, sagte Tietje.

Nach Angaben des Prinovis-Standortverantwortlichen Lars Meusburger hätten von den ehemals 635 Mitarbeitern der Druckerei inzwischen rund 60 Prozent eine neue berufliche Perspektive oder eine Brücke in den Ruhestand gefunden. Das Unternehmen Prinovis werde sich endgültig am 18. Dezember von dem Gelände zurückziehen. Wirtschaftsminister Meyer lobte in dem Zusammenhang die gute Arbeit der eingesetzten Transfergesellschaft, in der aktuell noch rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind.

„Gemessen an den einst sehr trüben Aussichten nach der Prinovis-Schließung und der Prokon-Insolvenz lässt sich inzwischen sagen, dass die Region innerhalb kürzester Zeit wieder eine gute Zukunftsperspektive erhalten hat“, so Meyer. Er sagte die weitere Unterstützung der Landesregierung zu.

An dem Itzehoer Standortgespräch nehmen seit fast zwei Jahren neben Landrat Wendt und Itzehoes Bürgermeister Koeppen Vertreter von Unternehmen, Hochschulen, Wirtschaftsförderungsgesellschaften, der Gewerkschaft und der Arbeitsagentur teil.

Meyer heute beim 8. Standortgespräch in Itzehoe

Prokon, Prinovis, Arbeitsmarkt Steinburg und Gewerbegebiet Klostermarsch: Meyers Themen heute in Itzehoe

IZ-FotoDie Situation und die Perspektiven der Wirtschaft im Kreis Steinburg mit ihren Auswirkungen auf den regionalen Arbeitsmarkt stehen heute im Mittelpunkt des mittlerweile achten Standortgesprächs in Itzehoe.

An dem von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und Landrat Torsten Wendt vor zwei Jahren Jahr ins Leben gerufenen Runden Tisch nehmen neben Itzehoes Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen Vertreter von Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsförderungsgesell­schaften, der Arbeitsagentur und der Gewerkschaft teil.

Ein Thema wird auch die künftige Verkehrsanbindung des Gewerbegebiets Klostermarsch sein. Zu einem Pressegespräch nach der Sitzung sind Sie heute

11 Uhr, im Kreishaus, Viktoriastraße 16-18

(Zimmer 226 1. Stock)

in Itzehoe

herzlich eingeladen

Heute Abend, 18 Uhr: Zweistündige NDR-Sondersendung zur Startups in SH

Vom Geistesblitz zum Geschäftskonzept: NDR-Welle-Nord informiert heute Abend zwei Stunden rund um das Thema Start-ups

STARTUPWie wird eine gute Idee zum Erfolg? Welche Erfahrungen machen Unternehmensgründer? Mit welchen Startschwierigkeiten haben sie zu kämpfen? Welche Rolle spielen Start-ups eigentlich für die Wirtschaft?

So genannte „Start-ups“ fangen klein an – wachsen aber schnell. Laut dem aktuellen „Deutschen Startup Monitor“ erwirtschaftet jedes fünfte Unternehmen schon einen Jahresumsatz von mehr als einer Million Euro. Dabei ist keine der Firmen älter als zehn Jahre. Auch die Mitarbeiterzahl nimmt in der Regel schnell zu: Die rund 1.000 Firmen im Startup Monitor beschäftigen im Schnitt rund 15 Menschen – die Gründer nicht mitgerechnet. Angesiedelt sind die jungen Unternehmen oft in großen Metropolen, aber auch in Schleswig-Holstein bemühen sich mehrere Zentren aktiv um Gründungen.

Die „Welle Nord“ des NDR wirdmet sich heute Abend von 18.05 Uhr bis 20 Uhr diesem Thema. Studiogäste sind:

  • Prof. Dr. Carsten Schultz, Professor für Technologie-Management an der Kieler Christian Albrecht Universität,
  • Abid Mares, Gründer und Geschäftsführer BioNavigator GmbH aus Lübeck
  • Gerd Witzel, Geschäftsführer und Gründer von Bilfinger GreyLogix aus Flensburg – ein junges Unternehmen, das ebenfalls erst kürzlich mit über 300.000 Euro vom Land gefördert wurde.

eis_Meyer_Reinhard_020Zur Bedeutung von Start-ups für Schleswig-Holstein, sprach Wirtschaftsminister Meyer vor der Sendung mit Moderatorin Rebekka Merholz (Audiopfeil klicken):


Weitere Einzelheiten zur Sendung hier: Zur NDR-Homepage

Fachkräftewoche 2015: Großer Schulterschluss für gute Fachleute von morgen

Fachkräfte-Woche 2015: Unternehmen, Verbände und Politik üben Schulterschluss bei der Lübecker Firma Bockholdt

IMG_9887
Politik, Kammern und Unternehmer im Fachkräfte-Dialog mit Gastgeberin Gülten Bockholdt (3.v.r.)

Die Unternehmen in Deutschland sehen im drohenden Fachkräftemangel eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft. Besonders der Mittelstand in Schleswig-Holstein verstärkt derzeit seine Anstrengungen bei der Suche nach Lösungen gegen den Engpass. Außer der Erschließung neuer Potenziale und der Anwerbung von Mitarbeitern aus anderen Regionen gerät auch zunehmend das Thema Bindung von Fachkräften in den Fokus. In einer gemeinsamen Veranstaltung in den Räumen des Lübecker Gebäudedienstleistungsspezialisten Bockholdt KG informierten die Spitzen von IHK zu Lübeck und Handwerkskammer Lübeck sowie Spitzenpolitiker aus Bund und Land Unternehmer über die Möglichkeiten, Mitarbeiter langfristig an ihren Arbeitgeber zu binden.

Reinhard_MeyerWirtschaftsminister Reinhard Meyer
sagte bei der Veranstaltung
(Audiopfeil klicken)

Es war eine der Veranstaltungen im Zuge der Fachkräftewoche 2015 in Schleswig-Holstein, welche das Innovationsbüro Fachkräfte für die Region im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales initiiert hat. Die bundesweite Aktion vom 26. Oktober bis 1. November 2015 steht unter dem Motto: „In Deutschland steckt mehr“.

Benjamin Mikfeld aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales erklärt: „Fachkräftesicherung ist eine der großen Herausforderungen für die Deutsche Wirtschaft. Aber wir können sie meistern, wenn es uns gelingt, die Potenziale am Arbeitsmarkt zu nutzen. Genau darum geht es bei unserer Fachkräftewoche. Wir zeigen praktische Beispiele, die es ermöglichen, dass gute Erfahrungen weitergegeben werden können.“

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer erinnerte in dem Zusammenhang an die Fachkräfteinitiative „Zukunft im Norden“, mit der sich die Landesregierung seit Jahren der Herausforderung im breiten Schulterschluss mit Wirtschaft, Gewerkschaften, Hochschulen, Arbeitsagentur und anderen Partnern stelle: „Die Fähigkeit, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten, wird ein entscheidender Standort- und Wettbewerbsfaktor für alle Wirtschaftssektoren und Unternehmen. Bis 2030 wird in Schleswig-Holstein eine Fachkräftelücke von rund 97.000 Fachkräften mit hoher und mittlerer Qualifikation erwartet, allein 85.000 Menschen mit Berufsausbildung werden uns branchenübergreifend fehlen.“

Die IHK zu Lübeck und die HWK Lübeck unterstützen ihre Mitglieder aktiv bei der Suche nach Lösungen gegen Engpässe. So bieten beide Kammern mit Unterstützung der EU und des Landes Schleswig-Holstein Hilfen bei der Entwicklung von Strategien zur Rekrutierung, Bindung und Entwicklung von Fachkräften durch eigens dafür eingestellte Berater an. „Für die Attraktivität eines Unternehmens ist nicht allein ein bekannter Markenname entscheidend. Will ein Arbeitgeber gute Mitarbeiter langfristig an sich binden, muss er ihnen einen Mehrwert bieten. Individuelle Angebote kann auch der Mittelstand seinen Beschäftigten unterbreiten, nicht immer nur der Großkonzern“, betonte IHK-Präses Friederike C. Kühn. Die Möglichkeiten sind weit gefasst, angefangen bei flexiblen Arbeitszeitmodellen, die die Betreuung von Kindern und Angehörigen erlauben, über Teilzeit-Regelungen bis zu Karrieremöglichkeiten durch Fortbildungen und Verantwortungsübertragung. An den Gast aus Berlin gerichtet, sagte Kühn: „In unserer Region sind die Unternehmen sehr weit. Die Mitglieder der HanseBelt Initiative haben eine einzigartige Unternehmenskultur geschaffen, die zur Attraktivität der Arbeitgeber beiträgt.“

Gastgeberin Gülten Bockholdt ergänzte: „Wir praktizieren erfolgreich Fachkräftesicherung in Anlehnung an das Motto der Fachkräftewoche, denn auch in den Bockholdt-Mitarbeitern steckt mehr. Wir identifizieren seit Jahren viele Potenziale unserer Mitarbeiter und unterstützen ihre fachliche und persönliche Entwicklung durch individualisierte und maßgeschneiderte Bockholdt-Karriere-Pläne. Denn Fachwissen und Werte fördern heißt auch gemeinsam Unternehmenserfolg gestalten.“

Für die Handwerkskammer Lübeck sagte Vizepräsident Ralf Stamer: „Die entscheidenden Stichworte für ein erfolgreiches Agieren auf dem Fachkräftemarkt sind seit jeher finden – fördern und festhalten. Wir müssen Jugendliche, aber auch Migranten und diejenigen, die schon etwas älter sind, für das Handwerk begeistern, ihnen eine gute Ausbildung oder Fortbildung bieten, um sie durch gute Arbeit und mit guten Perspektiven in unseren Betrieben halten. Dabei kann das Handwerk in der Gunst potentieller Fachkräfte durchaus punkten: Unsere Handwerksbetriebe sind in der Regel klein und mittelständisch strukturiert, häufig Inhaber geführt und haben den Begriff der sozialen Marktwirtschaft verinnerlicht. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können täglich sehen, mit den Händen begreifen, was sie geschaffen haben. Auch bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Integration von Jugendlichen oder Migranten leisten die Handwerkerinnen und Handwerker Vorbildliches. Unsere Unternehmenskultur steht für Toleranz, Verständnis und Flexibilität. Unsere Aufgabe bleibt es, in den Betrieben die bestmöglichen Rahmenbedingungen für die Fachkräfte von morgen zu schaffen“.

 

Über das Innovationsbüro Fachkräfte für die Region:

Das Innovationsbüro Fachkräfte für die Region unterstützt im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales regionale Netzwerke und Initiativen zur Fachkräftesicherung. Durch regionale und bundesweite Veranstaltungen treibt das Fachkräftebüro die Vernetzung voran und bietet regelmäßig Foren zum Austausch. Das oberste Ziel ist dabei vor allem die Entwicklung regionaler Lösungsansätze zur Fachkräftesicherung und -bindung. Weitere Informationen unter www.fachkraeftebuero.de.

 

Über die „Fachkräftewoche 2015“:

Unter dem Motto „In Deutschland steckt mehr“ veranstaltete die Partnerschaft für Fachkräfte in Deutschland vom 26. Oktober bis zum 1. November 2015 eine bundesweite Aktionswoche. Auf zahlreichen Veranstaltungen können Unternehmen und Interessierte Erfahrungen austauschen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Potenziale im Bereich Fachkräftesicherung bereits existieren und wie diese in Zukunft besser genutzt werden können. Thematisch zeigt die Fachkräftewoche, wie attraktive Arbeitsbedingungen und der Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit durch Qualifizierung zur erfolgreichen Fachkräftesicherung beitragen. Das komplette Programm der Fachkräftewoche findet sich im Internet unter http://www.fachkraeftewoche.de.

Winterfest: Schleswig-Holsteins Autobahn- nd Straßenmeistereien sind gerüstet

Ortstermin mit Verkehrsminister Meyer: 620 Straßenwärter sind für den anstehenden Winterdienst gerüstet

IMG_8766
Meyer mit Stefan Klempau im Salzlager der Autobahnmeisterei Bad Oldesloe

Aus Sicht der knapp 620 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 26 schleswig-holsteinischen Autobahn- und Straßenmeistereien kann der Winter kommen: In den letzten Wochen wurden beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) nicht nur die mehr als 1000 Fahrzeuge und Räumgeräte auf Vordermann gebracht, sondern auch die landesweit 53 Lagerstätten für Streusalz bis an den Rand aufgefüllt. „Damit halten wir zunächst 32.000 Tonnen Salz im Wert von 2,4 Millionen Euro vor – können bei Bedarf aber auch innerhalb von zwei Tagen nachladen, um das 8134 Kilometer umfassende Straßennetz in der Obhut unseres LBV schnee- und eisfrei zu machen“, sagte Verkehrsminister Reinhard Meyer heute in der Autobahnmeisterei Bad Oldesloe. Der jährliche Ortstermin gilt als symbolischer Auftakt der Winterdienst-Saison in Schleswig-Holstein.

IMG_8770Im Gespräch mit Sven Brosda
von Radio Schleswig-Holstein
sagte Meyer außerdem
(Audiopfeil klicken)
:

Mit Blick auf eine seit Monaten beim Verkehrsministerium tagende Fachgruppe von Verkehrsexperten, Vertretern der kommunalen Spitzenverbände sowie des Landesrechnungshofes über mögliche Einsparungen beim Winterdienst, stellte Meyer klar: „Wir arbeiten hier einen Auftrag ab, den uns das Parlament aufgegeben hat – nämlich aufzulisten, wo wir als Land gegenwärtig mehr Leistungen erbringen, als durch Bundesgesetze vorgeschrieben oder aufgrund von Sicherheitsaspekten nötig ist. Jeder kann sich aber sicher sein, dass wir nichts tun werden, was auch nur ansatzweise das hohe Niveau der Verkehrssicherheit auf unseren Straßen reduziert. Das ist nach meiner Wahrnehmung auch von keinem der Beteiligten so gewollt.“

Um einen effektiven und wirtschaftlichen Winterdienst in Schleswig-Holstein zu erreichen, werden nach den Worten von LBV-SH-Direktor Torsten Conradt seit einigen Jahren verbesserte Winterdiensttechniken eingesetzt. Im Jahr 2000 sei das bereits seit den 80iger Jahren bestehende System der Glättemeldeanlagen zu einem Straßenzustands- und Wetterinformationssystem ( SWIS ) ausgebaut worden. Dabei werden die Daten von eigenen Messstellen mit den Erkenntnissen des Deutschen Wetterdienstes verknüpft und so eine gezieltere Straßenwettervorhersage ermöglicht.

Der Straßenwinterdienst des LBV-SH ist zudem so organisiert, dass bei Bedarf auf den Bundesautobahnen ein 24-stündiger Streu- und Räumeinsatz vorgenommen wird. Für alle anderen für den überörtlichen Verkehr wichtigen Straßen beginnt bei Bedarf die Einsatzrufbereitschaft um 3.00 Uhr und endet um 22.00 Uhr.

Die Straßenwärterinnen und –wärter betreuen insgesamt 481 Kilometer Bundesauto­bahnen, 1439 Kilometer Bundesstraßen, 3528 Kilometer Landesstraßen und 2686 Kilometer Kreisstraßen. Neben weit mehr als 1000 eigenen Fahrzeugen und Räumgeräten wie Schneefräsen oder Pflügen hat der Landesbetrieb 186 LKW von Unternehmen unter Vertrag, die beim Räumen und Streuen unterstützen können. Auch die angemieteten Fahrzeuge werden hierfür mit Schneepflügen und Streuautomaten aufgerüstet. Darüber hinaus kann auch auf Schneefräsen der Nachbarländer zurückgegriffen werden.

Winterfest: Straßenmeistereien im Land rüsten sich für die kommenden kalten Wochen

Minister Meyer gibt heute in der Autobahnmeisterei Bad Oldesloe den Startschuss in die Winterdienst-Saison

Glaubt man manchen Wetterpropheten, dann sind die derzeit einfliegenden Zwergschwäne in Schleswig-Holstein Vorboten eines langen und harten Winters. Grund genug für die 26 Autobahn- und Straßenmeistereien im Land, sich für den bevorstehenden Winterdienst zu rüsten. Die 52 Streusalzlager im Land müssen gefüllt, die fast 2000 Fahrzeuge und Räumgeräte auf Vordermann gebracht und Einsatzpläne entwickelt werden.

Wie der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) sich für die Wintersaison aufstellt, darüber informieren Verkehrsminister Reinhard Meyer, LBV.SH-Direktor Torsten Conradt und der Leiter der Lübecker LBV.SH-Niederlassung, Jens Sommerburg, heute mittag ab 12 Uhr Journalisten (kein öffentlicher Termin!) in der Autobahn- und Straßenmeisterei Bad Oldesloe.

Den Weg dorthin finden Sie hier: Anfahrtsskizze_AM OD

Meyer zufrieden: Herbst-Aufschwung am Arbeitsmarkt hält an

Meyer ist mit Herbstaufschwung am Arbeitsmarkt zufrieden: Arbeitslosenquote in SH bei 6,1 Prozent

Damit sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 1.427 (1,5 Prozent). Auch im Vergleich zum Oktober des Vorjahres gab es einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um einen Prozentpunkt (- 985 Arbeitslose).

Meyer_FSG
Minister Meyer

„Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Geschlecht“, so Meyer. So sei die Zahl arbeitsloser Frauen im Vergleich zum Vormonat um zwei Prozent zurückgegangen, während der Rückgang der Quote arbeitsloser Männer geringer ausgefallen sei. „Im Vorjahresvergleich wird der Unterschied besonders deutlich. Hier steigt die Zahl der arbeitslosen Männer sogar um fast ein Prozent an, während die Zahl der arbeitslosen Frauen deutlich um 2,5 Prozent zurückging. Es ist zu vermuten, dass die schleswig-holsteinischen Betriebe zur Bewältigung des Fachkräftemangels vermehrt auf gut ausgebildete Frauen setzen. Mit dem Angebot ,Frau & Beruf‘ aus unserem Landesprogramm Arbeit setzen wir wichtige Akzente für mehr und bessere Erwerbsbeteiligung von Frauen“, so Meyer.

Auch erste Auswirkungen der Flüchtlingssituation auf dem Arbeitsmarkt sind nach den Worten von Meyer erkennbar. Diese zeichnen sich bei der Ausländerarbeitslosigkeit ab. „Mit einem Anstieg 17,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wird deutlich, dass die Integration von Flüchtlingen, auch in den Arbeitsmarkt, eine Herausforderung sein wird, die alle Arbeitsmarktpartner nur gemeinsam bewältigen können“, so der Minister.

Während sich die Situation der Langzeitarbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt erfreulicherweise zumindest geringfügig verbessert (rund ein Prozent weniger im Vergleich zum Vor- und Vorjahresmonat), stagniert die Integration älterer Arbeitsloser über 50 Lebensjahren. Aktuell sind 30.419 Arbeitslose 50 Jahre oder älter. Meyer appelliert an die Betriebe im Norden: „Ältere Fachkräfte mit langjähriger Berufserfahrung müssen nicht nur im Betrieb gehalten werden; auch Arbeitslose über 50 mit langjähriger Berufserfahrung bringen Schlüsselqualifikationen und fachliche Kenntnisse mit – lassen Sie sich diese Chance nicht entgehen.“

Der echte Norden will stärker um Urlauber aus dem Ausland werben – TA.SH legt Ziele fest

Übernachtungen ausländischer Gäste im „echten Norden“ in den letzten vier Jahren um 33 Prozent gestiegen

IMG_0500
TA.SH-Chefin Andrea Gastager und Minister Meyer

Die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH) will deutlich mehr Gäste aus dem Ausland ins nördlichste Bundesland locken. «Unser Ziel sind 2,5 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste im Jahr 2020», sagt TASH-Geschäftsführerin Andrea Gastager. Das wäre eine Steigerung um mehr als ein Viertel gegenüber 2014, als Ausländer 1,9 Millionen Übernachtungen buchten. In den kommenden fünf Jahren will Gastager vor allem in Österreich und der Schweiz, aber auch in Dänemark um Gäste werben. Nach Ansicht von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) ist der Auslandstourismus seit Jahren der Haupt-Wachstumsbereich.Er sieht die Zielmarke bei den Übernachtungen ausländischer Gäste im echten Norden bis zum Jahr 2025 bei rund drei Millionen Übernachtungen.

Reinhard_MeyerIm Gespräch mit RSH-Reporter Andreas Otto sagte Meyer nach der Pressekonferenz bei der TA.SH
(Audiopfeil klicken)

In den vergangenen vier Jahren sind die Übernachtungen ausländischer Gäste in Schleswig-Holstein um 33 Prozent angestiegen. Für das Jahr 2014 zählte das Statistische Bundesamt 1,9 Millionen Auslandsübernachtungen – der Rekordwert seit dem Jahr 2010. Von Januar bis Juli dieses Jahres registrierte das Land knapp 1,2 Millionen Auslandsübernachtungen (mit Camping). Insgesamt stiegen die Auslandsübernachtungen in diesem Zeitraum um 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz der positiven Entwicklung fällt der Anteil der Urlauber aus dem Ausland in absoluten Zahlen gemessen noch gering aus. Im Jahr 2014 kamen sieben Prozent aller Gäste in Schleswig-Holstein aus dem Ausland.

gluck(1)„Das steigende Interesse ausländischer Gäste an unserem Land bietet uns große Wachstumschancen. Da besteht noch ‚Luft nach oben‘. Um die ehrgeizigen Ziele der Tourismusstrategie 2025 zu erreichen, kommt ab dem Jahr 2016 das neue Auslandskonzept der TA.SH zum Einsatz“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer.

Länder-Ranking zeigt Wachstumspotenzial für Schleswig-Holstein

Im Vergleich zu anderen deutschen Bundesländern liegt Schleswig-Holstein beim Auslandstourismus noch deutlich unter dem Durchschnitt: Bundesweit wurden rund 19 Prozent aller Übernachtungen ausländischen Gästen zugeschrieben. Im Bundesländer-Ranking liegt

Schleswig-Holstein damit auf Platz 13. Im Einklang mit der Tourismusstrategie 2025 des Landes will die TA.SH diese Potenziale bestmöglich nutzen. „Das Länder-Ranking macht unser enormes Wachstumspotenzial in den ausländischen Märkten sichtbar“, erklärt TA.SH-Geschäftsführerin Andrea Gastager. „Ab dem Jahr 2016 wird es unsere Hauptaufgabe sein, die Marketingaktivitäten im Rahmen unserer Image-Initiative ‚Glückswachstumsgebiet‘ auf das Ausland zu konzentrieren“, so die Expertin.

Österreich, die Schweiz und Dänemark im Fokus der Strategie

Im Fokus der Auslandsstrategie für die nächsten fünf Jahre stehen zunächst Österreich, die Schweiz und Dänemark. Ausgewählt wurden diese Länder anhand der „Potenzialanalyse 2012: Wichtige Märkte für den Schleswig-Holstein Tourismus“ von der dwif consulting GmbH. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass der echte Norden über ein hohes Marktpotenzial in diesen Ländern verfügt. Schon jetzt reisen rund 75 Prozent der Gäste aus den A- und B-Märkten an. Im zweiten Schritt wird die TA.SH das Urlaubsland Schleswig-Holstein in Schweden, den Niederlanden und Norwegen noch bekannter machen.

Maßnahmen für mehr Gäste aus dem Ausland

Der Maßnahmen-Katalog des neuen Marketing-Konzepts für das Ausland setzt sich zusammen aus Marktforschung, Pressearbeit, Kooperationen sowie Online- und Printmedien in mehreren Sprachen. Zudem wird die TA.SH den echten Norden auf Messen und anderen Veranstaltungen zum Thema Tourismus präsentieren. Einige Beispiele für geplante Maßnahmen in den kommenden drei Jahren:

  • Zusammenarbeit mit dem Deutschen Küstenland (DKL), Werbeverbund der Norddeutschen Küstenländer
  • Zusammenarbeit mit der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT, Marketing-Organisation für Tourismus in Deutschland) bei vielen Themenansätze, in denen Schleswig-Holstein präsent ist
  • Beteiligung am Leitprojekt „Internationalisierung der Metropolregion Hamburg“
  • Übersetzung der TA.SH Website ins Englische, über DZT-Onlinepräsenz Übertragung in die dänische und niederländische Sprache
  • Auflage des Magazins MERIAN Schleswig-Holstein in englischer Sprache in 2016
  • Werbung für S-H als Urlaubsland in der Schweiz und Österreich: TA.SH hat Angebote für Partner erarbeitet.
  • Teilnahme an Messen und Workshops wie dem Germany Travel Mart (GTM) und den Reisemessen „Ferien“ in Wien und „Fespo“ in Zürich.
  • erster Schleswig-Holstein Tourismustag in Dänemark in 2016
  • Online-Marketing, zum Beispiel mit Unterstützung von Bloggerreisen nach Schleswig-Holstein

„Im Inland haben wir mit unserer Image-Initiative großen Erfolg. Jetzt ist es Zeit, sie ins Ausland zu tragen, denn dort können wir viel Wachstum erreichen. Mit unserer Image-Initiative ‚Glückwachstumsgebiet‘ zeigen wir den echten Norden mit Wetter, Wind und dem Glück, das Urlauber und Einheimische in Schleswig-Holstein erleben“, sagt Andrea Gastager.

In den vergangenen vier Jahren sind die Übernachtungen ausländischer Gäste in Schleswig-Holstein um 33 Prozent gestiegen. Von Januar bis Juli dieses Jahres registrierte das Land knapp 1,2 Millionen Auslandsübernachtungen inklusive Camping. Insgesamt stiegen die Auslandsübernachtungen in diesem Zeitraum um 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieser positiven Entwicklung fällt der Anteil der Urlauber aus dem Ausland in absoluten Zahlen noch gering aus. In 2014 kamen sieben Prozent aller Gäste in Schleswig-Holstein aus dem Ausland.

„Das steigende Interesse ausländischer Gäste an unserem Land bietet uns große Wachstumschancen. Da besteht noch Luft noch oben“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer soeben bei einer Pressekonferenz bei der TA.SH.

Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus