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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

Rohlfs: Wir wollen mehr Gründungswillige aus der Arbeitslosigkeit in Selbständigkeit bringen

Bescheide

Schleswig-Holsteins Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs hat in Lübeck Zuwendungsbescheide über insgesamt rund 2,5 Millionen Euro für acht Projekte zur Qualifizierung und Begleitung von Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus überreicht. Die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein (WAK) erhält 1,22 Millionen Euro, die in der Hansestadt ansässige Unternehmensberatung „neue impulse“ rund 795.000 Euro, das Centrum für Angewandte Technologien GmbH (CAT) 214.000 Euro, die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH des Kreises Pinneberg (WEP) 179.760 Euro sowie die Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe Itzehoe gGmbH (AGS) 106.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Wie Rohlfs bei der Übergabe sagte, arbeiten die Projektträger eng mit den Agenturen für Arbeit und Jobcentern sowie den Wirtschaftsfördergesellschaften und den Kammern zusammen.  „Ziel ist es, Gründungswillige aus der Nichterwerbstätigkeit bzw. aus der Arbeitslosigkeit für eine Selbständigkeit zu rüsten, um damit eine Alternative zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zu schaffen. Eine gründliche Qualifizierung und Beratung sowie eine gezielte Begleitung bei der Gründung ist wichtiger denn je, um sich als Neugründer nachhaltig am Markt behaupten zu können“, sagte Rohlfs.

In den vergangenen Jahren konnten laut Rohlfs bereits über 10.000 Gründungswillige aus der Arbeitslosigkeit in den Projekten geschult werden, von denen die Mehrheit im Anschluss ein eigenes Unternehmen gründete. Mit der heutigen Bescheidübergabe werde die wertvolle Arbeit der Projekte für die Jahre 2019 und 2020 fortgesetzt, um arbeitsuchenden Menschen eine stabile Perspektive zu geben. Eine Möglichkeit ist die Qualifizierung über die acht Existenzgründungsprojekte in Schleswig-Holstein. In diesen Gründungscamps sollen in den kommenden zwei Jahren rund 2.100 Nichterwerbstätige gezielt auf ihre Selbständigkeit vorbereitet und begleitet werden. Dafür wendet Schleswig-Holstein rund 2,5 Millionen Euro aus dem Landesprogramm Arbeit auf.

Die Bescheidübergabe erfolgte bei dem Existenzgründer Johannes Spohr. Der 37-Jährige hatte zunächst eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker absolviert, die er 2007 als Innungsbester abschloss. Nach einem begonnen Studium zum Berufsschullehrer Metall erfolgte eine berufliche Umorientierung, indem Spohr die Ausbildung zum Fahrlehrer der Klasse B absolvierte. Im Jahr 2013 nahm er dann an dem ESF-geförderten Projekt zur Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit im „GründerCamp Lübeck“ teil.
Schließlich gründete er zum 1. August 2013 die Altstadt-Fahrschule in Lübeck. Seitdem arbeitet Spohr sehr erfolgreich. Er beschäftigt in seinem Unternehmen inzwischen zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sieben Fahrlehrer in drei Filialen in der Hansestadt.

Warum SH? Darum SH! Buchholz gibt Startschuss für nächsten Step der Dachmarken-Kampagne

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Buchholz beim Pressegespräch mit v.l.: Stefanie Giese (agentur boy), Michael Plett und Iris Meschke, die an Freitag auf Großleinwänden in Schleswig-Holstein zu sehen sein werden

Die Landesregierung schlägt ein weiteres Kapitel der Landesdachmarke „Schleswig-Holstein. Der echte Norden.“ auf: Nachdem sich ein Großteil der heimischen Wirtschaft in den vergangenen vier Jahren über das Partnerprogramm der WTSH bereits unter dem neuen Marken-Dach versammelt hat, stehen nun die Bürgerinnen und Bürger des Landes selbst im Mittelpunkt einer Kampagne. „Unter dem Motto ,Warum SH?‘ ermuntern wir Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner dazu, ihre ganz persönliche Geschichte zu erzählen, warum sie den echten Norden zu ihrem Lebens- und Arbeitsmittelpunkt gemacht haben“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz heute in Kiel zum Auftakt einer landesweiten Großplakat-Aktion. Ein starkes Bekenntnis zum eigenen Standort sei die beste Werbung im Wettbewerb der Regionen und die Voraussetzung dafür, sich im nächsten Schritt außerhalb der Landesgrenzen zu positionieren, so Buchholz.

Wie der Minister erläuterte, wird ab Freitag (15. März) neben der landesweiten Plakat-Aktion unter anderem die Webseite www.Darum.SH freigeschaltet. Darüber können Bürgerinnen und Bürger ihre persönlichen Geschichten einsenden. Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden Wochenenden in schleswig-holsteinischen Hotels verlost. „Der echte Norden ist eine der attraktivsten Regionen in Deutschland, um Beruf und Leben ideal miteinander zu vereinbaren“, so Buchholz. „Diesen Wettbewerbsvorteil wollen wir durch eine starke Identifikation mit dem eigenen Land weiter ausbauen. Wir als Landesregierung laden deshalb alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich an der Kampagne zu beteiligen.“

buIm Gespräch mit RS:H sagte Buchholz weiter zur Kampagne

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Bei den plakatierten Schleswig-Holsteinern handelt es sich unter anderem um die Grafik-Designerin Iris Meschke aus Flensburg. Die 49-Jährige wurde in der Nähe von Husum geboren, lebte zwischenzeitlich in Italien, arbeitete in Hamburg und hat sich ganz bewusst wieder für Schleswig-Holstein als Lebensmittelpunkt entschieden. Michael Plett aus Felmerholz im Kreis Rendsburg-Eckernförde hingegen ist ein echtes schleswig-holsteinisches Urgestein. Der 48-Jährige lebt in 5. Generation in Felmerholz auf dem Hof seiner Familie, auf dem er nebenberuflich bis heute auch Landwirtschaft betreibt. Ein Umzug? Für ihn undenkbar.

Nach den Worten von Buchholz und Stefanie Giese von der Kieler Werbeagentur boy, die für die Kampagne im letzten Jahr den Zuschlag erhalten hatte, werden die Großflächen im März zunächst in 14 Städten an Fußwegen, Supermarkt-Parkplätzen oder Bahnsteigen zu sehen sein. Die zweite Welle folgt dann im September. Zusätzlich werden die Motive in landesweit 45 Restaurants und Kneipen auf Bierdeckeln zu finden sein. Einen Schwerpunkt der Kampagne bildet zudem das Online-Marketing.

„Ziel der gesamten Kampagne ist es, einerseits das Wir-Gefühl zu stärken – und das Land zugleich noch attraktiver für Touristen, Studenten, Fachkräfte, Unternehmen oder Unternehmensgründer und -gründerinnen zu machen“, sagte Buchholz. Dazu diene unter anderem auch die erfolgreiche Kampagne „#bleib oben“, mit der das Land seit letztem Jahr zukünftige Fachkräfte dazu bewegen will, eine berufliche Ausbildung zu machen und danach in Schleswig-Holstein zu bleiben. Die nächste Stufe der Dachmarken-Kampagne, mit der dann auch außerhalb der Landesgrenzen für den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein geworben wird, soll im kommenden Jahr nach Vorlage einer Ansiedlungs-Strategie ausgearbeitet werden.

Die Kosten der Kampagne „Warum SH?“ belaufen sich für die Jahre 2018 und 2019 auf insgesamt rund 235.000 Euro.

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Und so berichten die Kieler Nachrichten:

Für bessere Luft im Kieler Stadtverkehr: KVG rüstet mit Bundeshilfe 37 Dieselbusse auf

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Buchholz mit KVG-Chef Andreas Schulz (links) und Kiels OB Ulf Kämpfer bei der Bescheidübergabe an einem Linienbus der KVG

Die KVG Kieler Verkehrsgesellschaft fkann dank einer Förderung des Bundes 37 ihrer Dieselbusse von der Abgasnorm Euro-V auf Euro-VI umzurüsten. Die Umrüstung der Busse wird seitens des Bundesverkehrsministeriums mit bis zu 577.000 Euro, das entspricht ca. 80 Prozent der Kosten, gefördert. Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz überreichte heute vormittag bei einem Unternehmensbesuch die entsprechende Förderurkunde an KVG-Chef Andreas Schulz.

Der zeigte sich erfreut: „Unser Fuhrpark umfasst 180 Busse. 37 Linienbusse der Baujahre 2011 bis 2013 werden wir jetzt von der Abgasnorm Euro-V auf Euro-VI umrüsten, was einer NOx-Emissionsreduzierung von ca. 85 Prozent gleichkommt. Zudem wird in diesem Zuge auch der Partikelausstoß reduziert.“ Die älteren Baujahre – insgesamt rund 40 Busse – werden nicht umgerüstet, weil dieses außerhalb der Förderrichtlinien liegen würde und die verbleibende Einsatzzeit im Fuhrpark der KVG zu kurz ist.

buBuchholz sagte bei der Übergabe der Förderurkunde weiter

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Mit diesem Schritt erfüllt die Flotte der KVG zu 75 Prozent der Fahrzeuganzahl die Abgasnorm gemäß Euro-VI. Hierin enthalten sind auch die 30 Hybrid-Gelenkbusse, die zudem noch mit der zurückgewonnenen Bremsenergie 24 Prozent Treibstoff einsparen und entsprechend weniger Schadstoffe emittieren.

Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer freut sich mit der KVG über die bereits erzielten Erfolge, um die Klimaziele der Landeshauptstadt gemeinsam zu erreichen. „Es ist vorbildlich, dass die KVG nicht nur Vorreiterin bei der Umstellung der Busse auf E-Mobilität ist, sondern auch mit dem ehrgeizigen Nachrüstungsprogramm für bessere Luft in Kiel sorgt. Die Stadtverwaltung wird sich daran ein Beispiel nehmen und ebenfalls den eigenen Fuhrpark umweltfreundlich umrüsten.“

Andreas Schulz: „Die KVG versteht die erreichten Fördermittel des Bundesverkehrsministeriums als ein gutes Signal, die Bemühungen, die wir hier in Kiel in vielfältiger Weise unternehmen, um die NOx- und Feinstaub-Belastungen zu reduzieren, zu unterstützen.“

 

 

Flughafen Lübeck rüstet sich für Linienbetrieb – Buchholz übergibt Sicherheits-Zertifikat

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Flughafen-Eigner Winfried Stöcker (links) mit einer Airport-Mitarbeiterin, Geschäftsführer Jürgen Friedel und Verkehrsminister Bernd Buchholz bei der Zertifikatsübergabe

Bis auf den Passagier-Flughafen Westerland auf Sylt ist der echte Norden momentan vom Flugreiseverkehr abgehängt. „Darum ist es ein wichtiges Signal und ein erster Meilenstein, wenn wir mit der Übergabe des offiziellen Zertifikats der europäischen Agentur für Flugsicherheit den Flughafen Lübeck wieder die Chance eröffnen, zu einer kleinen Drehscheibe des Luftverkehrs zu werden“, sagte Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz heute in Lübeck bei der Übergabe des Zertifikats. „Und das sage ich ausdrücklich als Verkehrs-, Wirtschafts- sowie Tourismusminister. Denn für all diese Branchen und Menschen, die hier arbeiten, ist ein funktionierender Flughafen entscheidend.“ In den Jahren zwischen 2000 und 2016, als regelmäßiger Linienflugbetrieb herrschte, seien jährlich bis zu 715.000 Passagiere abgefertigt worden. Das zeige auch die besondere Bedeutung für die schleswig-holsteinische Bevölkerung, die von dem Reiseangebot regelmäßig Gebrauch gemacht hätte, so Buchholz.

IMG_1116Im Gespräch mit Journalisten sagten Buchholz und Stöcker weiter…

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Buchholz:

Stöcker:

Das Zertifikat nach den Vorgaben der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) ist seit 2018 Voraussetzung für jeglichen Betrieb eines Flughafens, wenn mehr als 10.000 Fluggäste pro Jahr befördert werden. Dem Flughafen Lübeck wurde nun mit Übergabe des Zertifikates bestätigt, dass er alle Sicherheitsanforderungen der EASA sowohl bei der Infrastruktur als auch bei den betrieblichen Abläufen erfüllt.

Hierfür hat der Flughafen im Jahr 2018 nach Angaben seines neuen Eigentümers, des Lübecker Unternehmers Winfried Stöcker, erhebliche Anstrengungen und Investitionen unternommen. Dabei sei es beispielsweise um Nachweise gegangen, die Infrastruktur zu ertüchtigen, betriebliche Abläufe anzupassen und in einem Flughafenhandbuch darzustellen oder ein Sicherheitsmanagementsystem aufzubauen.

Die Erteilung des Zertifikats ist nach den Worten von Buchholz – neben dem jetzt rechtskräftig gewordenen Planfeststellungsbeschluss – ein wesentlicher Meilenstein, um künftig aus Lübeck wieder einen Passagierflugverkehr zu ermöglichen.

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Geprüft wurden unter anderem die Tragfähigkeit der Start- und Landebahn, die Rollwege, die Anflugbefeuerung sowie die Überwachung der Betriebssicherheit und die Mitarbeiterschulung. Insgesamt wurden rund 5000 Kriterien geprüft. Das Zertifikat ist seit 2018 Voraussetzung für den gewerblichen Betrieb eines Flughafens, wenn mehr als 10 000 Fluggäste im Jahr befördert werden, sagte Buchholz.

«Für uns ist das Easa-Zertifikat ein Baustein zur Wiederbelebung des Passagierbetriebs», sagte der Eigentürmer des Flughafens, Winfried Stöcker. «Im Sommer 2020 wollen wir den Linienflugbetrieb wieder aufnehmen», sagte er.

Dazu soll die 2017 von Stöcker gegründete Lübeck Air GmbH mit der dänischen Chartergesellschaft Air Alsie kooperieren und eine vollwertige Airline-Lizenz beantragen. «Die konkreten Strecken werden in den nächsten Monaten ausgearbeitet. Denkbar ist unter anderem eine Verbindung nach Stockholm», sagte Stöcker. Der wegen umstrittener Äußerungen zu Flüchtlingen und Frauen in die Kritik geratene Lübecker Biotechnologie-Unternehmer hatte 2016 den damals insolventen Flughafen gekauft.

Kostenanstieg bei „Hein Schönberg“: Buchholz will erst klare Zahlen, dann eine Neubewertung

Noch liegen keine harten Zahlen auf dem Tisch, aber klar ist: die in der vergangenen Legislaturperiode aufs Gleis gesetzte 26 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Kiel und Schönberg bzw. Schönberger Strand (Kreis Plön)  wird die Steuerzahler deutlich teurer zu stehen kommen als die einst prognostizierten 30 Millionen Euro. In Medienberichten ist bereits von über 50 Millionen Euro die Rede. Für Verkehrsminister Bernd Buchholz ein Anlass – wie in dieser Woche auch im Landtag geschehen – noch einmal über die grundsätzliche Art der Prioritätensetzung im Schienen-Personen-Nahverkehr nachzudenken.  Seine „Meldung der Woche“ – Video starten

Mit Glück und Cloud auf der ITB – Rohlfs und Bunge setzen auf norddeutsches Flair

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Für jeden Gast gerüstet: Der Schleswig-Holstein-Stand auf der Berliner ITB, die morgen startet

Schleswig-Holstein will auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin von Mittwoch an norddeutsches Flair verbreiten und für das nördlichste Bundesland als Ganzjahresdestination werben. «Wir präsentieren uns mit 25 Ausstellern auf 200 Quadratmetern nicht nur als «der echte Norden», sondern zugleich unter dem Slogan «das ist Glück»», sagte Tourismus-Staatssekretär Thilo Rohlfs (FDP) heute der Deutschen-Presse-Agentur.

ITB.pngDabei könne Schleswig-Holstein durchaus selbstbewusst auftreten: Mit gut 34 Millionen Übernachtungen war 2018 für den Tourismus im Norden ein Rekordjahr. Mit einer durchschnittlichen Verweildauer von vier Tagen blieben die Gäste in Schleswig-Holstein demnach im Bundesvergleich sogar am längsten.

Rohlfs«Wir sind stolz auf das Jahresergebnis, wissen aber auch, dass wir uns keineswegs auf unseren Erfolgen ausruhen dürfen», sagte Rohlfs. Es gebe noch reichlich Luft nach oben, gerade was die Übernachtungs- und Gästezahl in der Nebensaison und im Binnenland anbelangt. Deshalb arbeiten alle Tourismusakteure im Land daran, mit neuen Angeboten Anreize für eine Schleswig-Holstein-Reise im Winter zu schaffen, wie die Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein, Bettina Bunge, sagte. «Zudem müssen wir die Tagungs- und Kongresswirtschaft stärken, um die Marke «Schleswig-Holstein – der echte Norden» als Ganzjahresdestination zu vermarkten.»

Damit das gelingt, informieren die Aussteller am Schleswig-Holstein-Stand ihr Publikum auf unterschiedlichsten Wegen – unter anderem über eine digitale Messecloud. Dabei können sich die Messebesucher mit ihren Smartphones auf einer virtuellen Plattform bewegen, die individuell zugeschnittene Informationen über Schleswig-Holstein und den Messeauftritt bietet. Auf einer fünfzehn Meter breiten Videoleinwand wollen die TA.SH-Mitarbeiter zudem Bilder und Videobeiträge aus den einzelnen Regionen, Städten und Orten am Meer sowie im Binnenland die Reiselust wecken.

Bauboom lässt Branchenumsatz hochschnellen

Mit kräftigen Wachstumszahlen hat die Baubranche in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr einen Boom verzeichnet.  Der Umsatz der größeren Betriebe im Bauhauptgewerbe stieg laut Statistikamt Nord um 13 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Am deutlichsten fiel der Zuwachs mit 15 Prozent im Wohnungsbau aus – dort hatte die Steigerungsrate 2017 bereits 9 Prozent betragen. Die Zahl der Beschäftigten im Baugewerbe stieg 2018 um 6 Prozent  auf 13 900 im Monatsdurchschnitt.

Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden stieg ebenfalls um 6 Prozent auf rund 16,5 Millionen Stunden. Einen leicht überdurchschnittlichen Zuwachs gab es dabei im gewerblichen und industriellen Bau (plus neun Prozent) sowie im öffentlichen und Verkehrsbau (plus sieben Prozent). Im Wohnungsbau stieg das Arbeitsvolumen um drei Prozent.  Die Auftragseingänge lagen mit knapp 2,0 Milliarden Euro um drei Prozent über dem Vorjahreswert. Im öffentlichen und Verkehrsbau sowie im Wohnungsbau stieg der Wert der Auftragseingänge jeweils um drei Prozent; im gewerblichen und industriellen Bau betrug der Zuwachs zwei Prozent.

Die Statistik beruht auf Ergebnissen von 308  Betrieben mit jeweils mindestens 20 Beschäftigten.

Brexit-Labyrinth: Buchholz rät Mittelständlern im Fall von Ratlosigkeit – Koopmann anrufen

Deal or No-Deal, Mini-Deal, Exit-Aufschub oder gar Neuwahlen? Das Nachrichten-Karussell rund um den für Ende März angekündigten Ausstieg Großbritanniens aus der EU rotierte auch diese Woche munter weiter. Fakt ist: Nichts ist klar. Fakt ist aber auch: Zumindest Schleswig-Holstein ist für alle Szenarien gerüstet.

Die von der Landesregierung ins Leben gerufene Task-Force-Brexit  hat diese Woche einen Brexit-Beauftragten für den Mittelstand ernannt. Es handelt sich um den Außenwirtschaftsexperten der IHK, Werner Koopmann – für Wirtschaftsminister Buchholz seine „Meldung der Woche“ (Video starten)

SH-Firmen und Forscher im Länder-Wettlauf um Forschungsfabrik – Rohlfs sieht Itzehoe vorn

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Kämpfen für das Projekt: Mark Helfrich, Steinburger CDU-Bundestagsabgeordneter, Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs sowie Prof. Dr. Ralf Thiericke, Geschäftsführer des IZET Innovationszentrums Itzehoe)

Um die wirtschaftlichen wie wissenschaftlichen Chancen der Energiewende für Schleswig-Holstein noch intensiver auszuschöpfen, rüstet sich die Landesregierung zusammen mit Firmen und Forschern aus ganz Schleswig-Holstein für den Bundeswettbewerb um eine Batterie-Forschungsfabrik. Hintergrund ist eine für März geplante Ausschreibung des Bundesforschungsministeriums mit einem Projektvolumen von über einer halben Milliarde Euro. Dazu trafen sich heute im IZET-Innovationszentrum in Itzehoe rund 25 Experten. Sie sollen in einem ersten Schritt analysieren, mit welchen Pfunden der geplante Fabrik-Standort auf dem Gelände des Fraunhofer-Instituts für Siliziumtechnologie (ISiT) wuchern kann. Das Land würde das Vorhaben mit einem zweistelligen Millionenbetrag für die Errichtung eines Gebäudes auf einer rund acht Hektar großen Freifläche des ISiT-Areals unterstützen.

„Für die Landesregierung steht schon jetzt außer Frage, dass Itzehoe mit seinem ISiT und dem IZET der perfekte Standort für die Forschungsfabrik ist“, sagte Wirtschafts- und Technologie-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs zum Auftakt des Treffens. Allein die hohe Verfügbarkeit nachhaltig produzierten Stroms prädestiniere die Westküste als Hot-Spot für Energiespeicher und die Herstellung von Batteriezellen. Itzehoe sei mit seinem Fraunhofer-Institut und den europaweit bekannten Batterieherstellern Liacon und Custom Cells schon heute ein erfolgreiches Experimentierfeld für innovative Speicherlösungen. Die Bewerbung um das Bundesprojekt ist laut Rohlfs zudem eine gute Gelegenheit, die im Land vorhandenen Kompetenzen rund um die Themen Batterieherstellung und Speichertechnologien zu bündeln.

Thilo_Rohlfs_038_bearb_eis_Retusche_tabasco_final (2)Im Gespräch mit Journalisten sagte Rohlfs weiter

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Nach den Worten von IZET-Chef Prof. Dr. Ralf Thiericke, zugleich Mitglied der Expertenkommission, geht es beim ersten Treffen vor allem darum, die Alleinstellungsmerkmale des Standorts und seiner Umgebung herauszuarbeiten. „Denn noch kennen wir die Kriterien der Ausschreibung nicht genau, aber die Frage des möglichen Standorts der Forschungsfabrik in Schleswig-Holstein ist bereits geklärt und an einer Bau-Voranfrage wird gearbeitet. Klar ist, dass sich neben der Forschungsfabrik weitere Industriepartner ansiedeln werden. Der Innovationspark Itzehoe bietet hier entsprechende Flächen und eine bereits in Planung befindliche Erweiterung. Entscheidende Bedeutung hat die Nähe zur Industrie, wie hier zu Custom Cells oder Liacon, und dem Fraunhofer-Institut ISiT. Besondere Beiträge zum Erfolg werden auch die Universitäten und Fachhochschulen des Landes leisten. Die Forschungsfabrik am Standort Itzehoe könnte komplett aus erneuerbaren Energien gespeist werden und wie der geplante LNG-Terminal in Brunsbüttel einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten“, so Thiericke.

PH21_Ru09_0731.jpgDer Steinburger CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich, der für die Bewerbung Schleswig-Holsteins in Berlin von Beginn an geworben hat, zeigte sich vor allem erfreut über die hochkarätige Zusammensetzung der Expertenkommission: „Hier sind nicht nur die Verbände und die Forschung vertreten, sondern durch namhafte Firmen wie Kristonics, Danfoss, TKMS, JP Joule oder ,Wind to Gas‘ auch Industriebetriebe und Energiespeicherunternehmen. Schleswig-Holstein formiert sich für das Batteriezeitalter.“ Der Geschäftsführer der Brunsbütteler Pionier-Firma „Wind to Gas“, Tim Brandt, ist ebenfalls Mitglied der Expertenkommission.

Staatssekretär Rohlfs warnte mit Blick auf den bundesweiten Wettbewerb und die jüngsten Beschlüsse der Kohle-Kommission davor, Braunkohle-Reviere einseitig zu bevorzugen: „Gerade in Schleswig-Holstein ist ein wirtschaftlicher Strukturwandel ebenso nötig wie chancenreich. Und da wäre es ebenso falsch wie wettbewerbsverzerrend, wenn die Fördertöpfe des Bundes nun mit einem Vorfahrtsschild für Braunkohleländer versehen werden.“ Denn gerade die Westküste sei wie keine andere Region in Deutschland dazu geeignet, über Innovationen die nächste Stufe der Energiewende zu gestalten.

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Innovationsraum Itzehoe mit ISit Fraunhofer Institut für Siliziumtechnologie (li) IZET Innovationszentrum Itzehoe (mitte)

Wie Rohlfs weiter sagte, habe der Steinburger Nachbarkreis Dithmarschen zudem beste Voraussetzungen, sich zu einem überregionalen Kraftzentrum der Wasserstoffwirtschaft zu entwickeln. „Ein Konsortium unter Beteiligung der Raffinerie Heide erarbeitet gerade einen Antrag für eines der vom Bund ausgelobten Reallabore der Energiewende mit dem Schwerpunkt Wasserstofftechnologien“, so Rohlfs. Denn rund 40 Prozent der Kohlendioxyd-Emissionen stammen aus Prozessen, für die es entweder nie oder zumindest absehbar keine Möglichkeit gibt, sie durch den direkten Einsatz von erneuerbarem Strom zu vermeiden. Der Ausweg führe hier zwingend über den Energieträger Wasserstoff, der allerdings erneuerbar und nicht auf Basis fossiler Brennstoffe erzeugt werden müsse.

Die vom Bundeswirtschaftsministerium geplanten Reallabore verfolgen neben Forschung vor allem das Ziel, industrielle Produktionsstrukturen für Wasserstoff aufzubauen. Und das ist laut Rohlfs dringend nötig: „Wir sind in Deutschland gerade dabei, unseren Technologievorsprung, den wir auf diesem Feld noch haben, zu verspielen. In Japan, Australien, China oder Korea wird das Thema mit Hochdruck vorangetrieben. Wenn wir unseren heimischen Herstellern einen Anteil an einem absehbaren Milliardenmarkt der Zukunft verschaffen wollen, müssen wir hierzulande endlich in die Vorhand kommen.“

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PK-Teilnehmer – hier mit Itzehoes Bürgermeister Andreas Koeppen (links)

Den aufgezeichneten Live-Stream des Pressegesprächs im IZET finden Sie hier:

Februar-Arbeitsmarkt mit bestem Ergebnis seit 38 Jahren – Rohlfs sieht Frühlings-Vorboten

Gastgewerbe: Hier sind nach wie vor Fachkräfte extrem gefragt

Angesichts der Februar-Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) sieht Schleswig-Holsteins Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs erste Vorboten einer Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt: „Wegen des weiterhin anhaltenden Fachkräftebedarfs vor allem im Dienstleistungsbereich, im Handel und im Gesundheits- und Sozialwesen bin ich zuversichtlich, dass es in den kommenden Monaten einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit geben wird“, sagte Rohlfs heute in Kiel. Überaus erfreulich dabei sei, dass die Februar-Zahl der Arbeitslosen im Land mit rund 85.000 Jobsuchenden seit 38 Jahren noch nie so niedrig gewesen sei wie heute.

Nach den heute vorgelegten BA-Daten ging die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 1,8 Prozent (-1.584 Personen) und gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,5 Prozent (-10.023) zurück. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,5 Prozent. Im Bundesländer-Vergleich liegt Schleswig-Holstein damit nach Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Niedersachsen unverändert auf Platz sechs der Statistik. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Schleswig-Holstein legte gegenüber dem Vorjahr weiter zu.

Mit Blick arohlfs_thilouf die Zahl arbeitslos gemeldeter Jugendlicher, die im Vergleich zum Vormonat um 3,3 Prozent (+265) anstieg, verwies Rohlfs auf die Erfahrung der vergangenen Jahre: „Unsere mittelständischen Betriebe suchen und stellen Fachkräfte ein, sodass sich für viele frisch ausgebildete junge Menschen gute Chancen für den Berufseinstieg ergeben.“ Um das Arbeitskräftepotenzial voll ausschöpfen zu können, liege die Aufmerksamkeit aber nicht nur bei den Jugendlichen, sondern bei allen Gruppen auf dem Arbeitsmarkt.

Rohlfs: „Hier unterstützt das Land unter anderem durch das Landesprogramm Arbeit mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) Projekte für junge Menschen im Übergang von der Schule in den Beruf, Berufsrückkehrerinnen, Langzeitarbeitslose, ältere Arbeitslose, sowie Geflüchtete und Migranten bei der Integration in den ersten Arbeitsmarkt.“