Verbesserte Richtlinie: Land erleichtert kleinen und mittleren Unternehmen den Sprung auf internationale Märke

Kräftiger Rückenwind für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die zum Sprung auf internationale Märkte ansetzen: Das Wirtschaftsministerium hat jetzt die entsprechende Richtlinie zur Förderung der Internationalisierung von KMU sowie zur Markterschließung im Ausland deutlich verbessert und ausgeweitet. „Die Unterstützung erfolgt aus Mitteln des Europäischen EFRE-Regionalfonds und soll unsere Betriebe in ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken“, sagte heute Wirtschaftsminister Reinhard Meyer. Zugleich erinnerte er daran, dass die Zahl ausländischer Unternehmen in Schleswig-Holstein von 988 Firmen im Jahr 2014 auf 1276 Unternehmen angewachsen sei. Dieser knapp 30-prozentige Zuwachs werde in erster Linie von Dänemark (plus 123 Betriebe), den USA (+ 24), China (+ 32), Großbritannien (+ 19), den Niederlanden (+ 18), Österreich (+ 17) und der Schweiz
(+ 15), getragen.
Mit der verbesserten Förderrichtlinie für heimische Betriebe werden laut Meyer unter anderem Beratungen zur Beurteilung von Exportchancen oder die die Teilnahme an internationalen Messen und Ausstellungen im In- und Ausland unterstützt. Die Förderung für Maßnahmen zur Mobilisierung des Exportpotenzials beträgt bis zu 50 Prozent der Kosten bei der ersten Messebeteiligung, die maximale Förderhöhe liegt bei 10.000 Euro pro Messebeteiligung.
Wie der Minister weiter sagte, sei im Tourismusbereich auch die Entwicklung innovativer Konzepte förderbar – ebenso wie Projekte zur Stärkung der Tourismuswirtschaft oder Vermarktungsmaßnahmen und Beteiligungen an Fachmessen. Hier beträgt die mögliche Förderung maximal 25.000 Euro pro Jahr bzw. 12.500 Euro pro Messeteilnahme.
Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH). Ansprechpartnerin: Iris Krigar, Tel.: 0431 66666-844, E-Mail: krigar@wtsh.de.



Im Gespräch mit Radio Schleswig-Holstein sagte Meyer weiter


Unternehmen konnten dadurch Investitionen von 252 Millionen Euro realisieren – eine Steigerung um 25 Prozent, wie Petersen hervorhob. Spitzenreiter seien dabei die Industrie und das Hotel- und Gaststättengewerbe gewesen.



Nach den Worten von Meyer geht es um den Erhalt von wichtigen Industriearbeitsplätzen. „Wir werden deshalb die Bemühungen der IG Metall und der Betriebsräte, über alternative Konzepte mit der Geschäftsführung zu reden, weiter unterstützen. Wir werden auch selbst versuchen, dazu mit dem Vorstand in den Dialog zu kommen.“ Meyer sagte im Anschluss an das Treffen weiter (Audiopfeil klicken)
Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, erklärte im Anschluss: „Die Betriebsräte wollen ihre Alternativen zu den geplanten Schließungen und Entlassungen konkretisieren und zusammenfassen. Das gemeinsame Konzept werden sie dann der Geschäftsführung präsentieren. Wir erwarten, dass diese auf die Ideen aus der Belegschaft eingeht und sie nicht einfach vom Tisch fegt.“
Bremens Wirtschaftssenator Martin Günthner sagte: „Die Schließung von Offshore-Werken in Deutschland ist ein Fehler. Die ersten Ausschreibungen zeigen, dass die Branche gerade wieder neue Dynamik bekommt. Da heißt es am Markt präsent zu bleiben und sich gemeinsam mit Politik und Gewerkschaft dafür einzusetzen, dass das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) so geändert wird, dass ein dynamischer Ausbau in den nächsten Jahren möglich ist.“