Geschmack hin oder her: Die „Sailing A“ ist ein Meisterwerk der Schiffbaukunst aus Schleswig-Holstein und damit auch ein Stück „echter Norden“
Mit der Ablieferung der „Sailing Yacht A“ hat die zur „German Naval Yard“-Gruppe gehörende Traditionswerft „Nobiskrug“ nach den Worten von Wirtschafts- und Technologieminister Reinhard Meyer heute (3. Februar) ein „Meisterstück an Schiffbaukunst“ abgeliefert.
Die „A“ sei mit knapp 143 Metern Länge nicht nur das größte Segelschiff der Welt, sondern aufgrund ihrer beispiellosen Konstruktion mit Kohlefasermasten, die mit 90 Metern doppelt so hoch wie die der „Gorch Fock“ sind, zugleich eine Visitenkarte technologischen Vorsprungs am Schiffbaustandort Schleswig-Holstein. „Das Schiff polarisiert zweifellos die Geschmäcker – doch durch ihre Größe, ihr futuristisches Design und ihre exklusive Technik wird die Yacht weltweit Aufmerksamkeit auf sich ziehen und damit auch ein Stück die Werbetrommel für unser Land und unsere Werftindustrie rühren“, so Meyer. Denn die „A“ zeige, über welch ausgezeichnete Leistungsfähigkeit die in Rendsburg und Kiel beheimatete Nobiskrug-Werft im Megayachtbau verfüge.
Die Masten für das Schiff des russische Milliardärs Andrej Melnitschenko wurden in England gefertigt, die drei Bäume, aus denen die Segel heraus vollautomatisch gehisst werden können, in Spanien. In den Rumpf ist eine rund 1,8 Tonnen schwere Glaskonstruktion eingebaut, durch die die Unterwasserwelt beobachtet werden kann.
Entworfen hat die Yacht der Designer Philippe Starck. Der Franzose hatte für Melnitschenko vor Jahren bereits die 119 Meter lange Motoryacht „A“ ersonnen. Sie entstand ebenfalls in Kiel.
Die „Sailing Yacht A“, die lange das Stadtbild Kiels geprägt hat, wird nach mehrjähriger Bauzeit die Kieler Werft German Naval Yards an diesem Wochenende Richtung Süden verlassen.
Norweger kaufen vier U-Boote in Norddeutschland – Meyer: Gewaltiger Sprung für den Industriestandort SH
Die Kieler Werft Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) soll insgesamt sechs U-Boote in Zusammenarbeit mit norwegischen Firmen bauen, vier davon für die norwegische Marine, zwei für die deutsche Marine. Das teilte Norwegens Regierung heute mit. Mit dem Auftrag hat sich TKMS gegen die französische Staatswerft DCNS durchgesetzt.
Die Bestellung, die 2019 aufgegeben werden soll, sei Teil einer engeren Partnerschaft der deutschen und der norwegischen Marine, die künftig unter anderem bei Training, Übungen und Instandhaltung der U-Boote zusammenarbeiten wollen. «Es ist wichtig, dass wir einen strategischen Partner gefunden haben, mit dem wir eine umfassende und langfristige Zusammenarbeit aufbauen können», sagte die norwegische Verteidigungsministerin Ine Eriksen Søreide. Von 2025 an könnten die U-Boote im Einsatz sein. Über den Preis wurde nichts bekannt.
Nach den Worten von Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer ist das Votum der Norweger eine großartige Nachricht für den maritimen Wirtschaftsstandort Deutschland und den Industriestandort Schleswig-Holstein sowie zugleich eine großartige Gemeinschaftsleistung aller Akteure auf Bundes- wie auf Landesebene. „Über den in Kiel ansässigen Schiffbaukonzern Thyssen Krupp Marine Systems wird unser Land erheblich von diesem finanziell wie technologisch herausragenden Auftrag profitieren.
Meyer sagte weiter
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Die Entscheidung der Norweger für Deutschland sei zudem auch ein großer Schritt für die deutsch-norwegische Zusammenarbeit und werde das ohnehin gute Verhältnis der beiden Länder über Jahrzehnte prägen. „Der Zuschlag bestätigt auch die übereinstimmenden politischen und sicherheitspolitischen Einschätzungen von Norwegen und Deutschland im Ostseeraum und an der Nordflanke der NATO“, so Meyer. Die Zusammenarbeit zwischen der norwegischen und der deutschen Marine bewähre sich seit Jahrzehnten, nicht zuletzt, weil Norwegen seine Flotte auch bisher schon mit deutschen U-Booten ausstatte.
Nach Angaben des deutschen Verteidigungsministeriums ziehe Deutschland damit seine bisherige Planung bei der Beschaffung neuer U-Boote deutlich vor, hieß es in einer Stellungnahme. Die norwegische Entscheidung werde darüber hinaus dazu beitragen, eine zukunftsweisende Schlüsseltechnologie für die nächsten Jahrzehnte in Deutschland zu sichern und in enger Kooperation auszubauen
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig wurde am Vormittag von der norwegischen Botschafterin über die Entscheidung informiert. «Schleswig-Holstein und Norwegen sind enge Partner und in vielfältiger Weise in den Bereichen Handel, Industrie, Energie und maritime Wirtschaft verbunden», erklärte der SPD-Politiker. Der Auftrag für TKMS sei ein weiterer Beleg für die vertrauensvolle Kooperation. Albig hatte sich laut Staatskanzlei bei Vertretern der norwegischen Regierung für TKMS eingesetzt, wie andere Politiker des Landes auch.
Die Zusammenarbeit beider Staaten wird sich nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Meyer auch deshalb intensivieren, weil die deutsche Marine zwei baugleiche U-Boote in derselben Baureihe bei tkMS bestellt habe, so dass die norwegische und deutsche Marine nahezu zeitgleich identische U-Boote aus einer Serie erhalten werden. Meyer: „Beide Teilstreitkräfte vertrauen damit gemeinsam auf die ausgewiesene Expertise der bedeutendsten U-Boot-Werft in Westeuropa. Thyssen-Krupp ist Weltmarktführer beim Bau konventioneller U-Boote mit einem außenluftunabhängigen Antrieb. Die Technologie hat sich bereits bei der deutschen und der italienischen Marine bewährt und ist insbesondere für die Einsatzzwecke in Nord- und Ostsee sowie dem Nordatlantik besonders geeignet.“
Der Werftstandort Kiel mit seinen 2.800 Beschäftigten wird nach den Worten des Ministers von diesem Auftrag nachhaltig profitieren. Die Wertschöpfung finde in Schleswig-Holstein statt, zahlreiche Zulieferer aus Schleswig-Holstein, auch aus dem gesamten Bundesgebiet werden von dem neuen Auftrag profitieren.
Der Auftrag habe zudem strategische Bedeutung, weil mit den neuen U-Booten NATO-Standards gesetzt würden. Der tkMS-Konzern habe im Rahmen seiner industriellen Kooperation mit norwegischen und deutschen Unternehmen die große Chance, weitere Aufträge in NATO-Staaten zu akquirieren.
„Wir danken Norwegen für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns darüber, dass alle Aktivitäten, die in den vergangenen Monaten in intensiver Zusammenarbeit auf Bundes- und Landesebene zusammen mit der Industrie zu diesem höchst erfreulichen Ergebnis geführt haben“, sagte Meyer.
Was der U-Boot-Deal für TKMS bedeutet, analysiert die Westfälische Rundschau hier
Kräftiger Rückenwind für den Fachkräfte-Nachwuchs in der SH-Wirtschaft: Land fördert Netzwerk mit 870.000 Euro
Schleswig-Holsteins Fachkräfteberater und Beraterinnen mit IHK-Hauptgeschäftsführer Björn Ipsen (links) und Vize-Staatssekretär von Knobelsdorff (rechts): Nenja Kothes (Flensburg), Kathrin Reinicke (Kiel), Sabrina Lutz (Lübeck), Hella Ennen (Flensburg), Diana Wieben (Nordfriesland), Iris Hopf (Arbeit und Leben SH), Fiete Mikschl (Kiel), Ulrich Witt (Lübeck), Kristian Lüdtke (Pinneberg), Andre Mewes (Brunsbüttel), Michael Reidl (Kiel) [von links]
Schleswig-Holsteins stellvertretender Wirtschafts-Staatssekretär Kurt-Christoph von Knobelsdorff übergab heute bei der IHK zu Kiel an zahlreiche Fachkräfteberater aus dem Land Förderbescheide mit einem Gesamtvolumen von 870.000 Euro. Damit wird das Beratungsangebot zunächst bis zum Jahr 2018 fortgesetzt. Das Geld aus dem „Landesprogramm Arbeit“ setzt sich aus Landesmitteln (348.000 Euro) und Mitteln des Europäischen Sozialfonds (522.000 Euro) zusammen.
Das Beratungsnetzwerk Fachkräftesicherung umfasst nach den Worten von von Knobelsdorff aktuell acht Träger mit 14 Fachkräfteberatern und Beraterinnen, die kleine und mittlere Unternehmen landesweit zu fachkräfterelevanten Themen kostenlos beraten. Das Themenspektrum der Beratungen erstreckt sich über die Bereiche Nachwuchssicherung, Personalentwicklung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitsorganisation, Chancengleichheit für Frauen und ältere Arbeitnehmer sowie Integration von Geflüchteten. Darüber hinaus bieten die Fachkräfteberater auch die Erstberatungen für das Bundesprogramm „unternehmensWert: Mensch“ an, das sich ebenfalls an kleine und mittlere Unternehmen richtet.
Von Knobelsdorff sagte am Rande der Veranstaltung
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Er dankte den Teams für ihre Arbeit und auch für das außerordentliche Engagement der Träger: „Dieses Beratungsnetzwerk ist ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung der drohenden Fachkräftelücke. Wir können stolz darauf sein, ein niedrigschwelliges und zugleich kostenloses Angebot zu ermöglichen, da es gerade kleinen und mittleren Unternehmen oft an den nötigen Ressourcen fehlt, sich solchen Fragen intensiv zu widmen“, sagte er.
IHK-Hauptgeschäftsführer Björn Ipsen sagte
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Ipesen erinnerte weiter daran, dass viele Unternehmen in Schleswig-Holstein vor einer Situation stünden, in der absehbar immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Ruhestand zusteuern und gleichzeitig die Zahl derer, die in den Arbeitsmarkt eintreten werden, kontinuierlich zurückgehe. „Daher gilt es, guten Ideen nachzugehen und auch neue Ansätze zu entwickeln, um die Fachkräfte von morgen zu gewinnen. Hierfür ist von Seiten der Landesregierung mit dem Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung und Weiterbildung Schleswig-Holstein die Grundlage geschaffen worden“, so Ipsen.
Die Träger des Beratungsnetzes Fachkräftssicherung in Schleswig-Holstein
SH heute: Geld für e-Highway und Fachkräfteberater, Ablieferung „Sailing A“ und gute „Flens“-Bilanz
Nach mehrjähriger Bauzeit will die Kieler Werft German Naval Yards heute die weltweit größte Segelyacht offiziell übergeben. In den kommenden Tagen wird die «Sailing Yacht A» den Kieler Hafen mit Kurs in Richtung wärmerer Gefilde verlassen. Auftraggeber des auffälligen Dreimasters ist der russische Milliardär Andrej Melnitschenko.
Und noch eine Premiere für SH wird heute amtlich: Die Tests mit Elektro-Lastwagen auf zwei Autobahn-Abschnitten in Schleswig-Holstein und Hessen sollen Anfang 2019 starten. Ab dann werden Laster mit Strom aus einer Oberleitung auf einer sechs Kilometer langen Strecke auf der A1 zwischen Reinfeld und Lübeck fahren, wie das Bundesumweltministerium gestern ankündigte. Die zweite Teststrecke liegt auf der A5 zwischen Darmstadt und dem Frankfurter Flughafen. Das Bundesministerium fördert das Vorhaben als Teil des Aktionsprogramms Klimaschutz 2020 mit rund 35 Millionen Euro.
Auf beiden Versuchsstrecken sollen je fünf Prototypen der VW-Tochter Scania zum Einsatz kommen. Die Laster fahren nur elektrisch und sollen so viel Strom aus der Oberleitung ziehen, dass die Batterie für den restlichen Teil der Fahrt ausreichend geladen ist. Der Berliner Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth will die Förderzusage des Bundes am Freitag an Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) in Reinfeld überreichen – auf dem Betriebshof einer Spedition, die sich an dem Vorhaben beteiligt.
Das Wirtschaftsministerium in Kiel als Projektantragsteller kooperiert bei dem Pilotprojekt auch mit dem Forschungs- und Entwicklungszentrum der Fachhochschule Kiel. Nach Einschätzung des Bundesministeriums eignen sich rund 5000 der 13 000 Autobahn-Kilometer in Deutschland für Verkehr mit Elektro-Lkw.
Und noch eine gute Nachricht des echten Nordens: Die Flensburger Brauerei blickt zufrieden auf das vergangene Geschäftsjahr. «Der Trend geht weiter zu regionalen Biermarken, und uns kann man gut verorten», sagte Geschäftsführer Andreas Tembrockhaus vor der Präsentation der detaillierten Jahresergebnisse am heutigen Freitag in Flensburg.
Und last not least: das Wirtschaftsministerium übergibt heute um 10 Uhr bei der Kieler IHK Förderbescheide an landesweit tätige Berater des Netzwerks Fachkräfte – alles in allem 870.000 Euro.
Überraschende Verkehrszahlen für Rader Hochbrücke – Meyer erneuert Forderung nach 6 Spuren
Angesichts der jüngsten Verkehrszählung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ist es aus Sicht von Verkehrsminister Reinhard Meyer nötig, die bisherigen Planungen der neuen Rader Brücke noch einmal kritisch zu hinterfragen. Die BASt hatte bei ihrer Zählung, die alle fünf Jahre stattfindet, einen überraschend hohen Anstieg des Personen- und Güterverkehrs auf dem A-7-Abschnitt rund um das Rendsburger Kreuz festgestellt. Demnach ist die Zahl der Wagen auf der Rader Brücke seit der letzten Zählung im Jahr 2010 von 42.600 auf 54.200 Autos im Jahr 2015 gestiegen. Ein solcher Zuwachs war bislang erst für 2030 prognostiziert. Das Problem: Die bisherigen Planungen des Neubaus der maroden Rader Hochbrücke basieren auf hochgerechneten Zahlen der Erhebung aus 2010.
Während ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums heute in Berlin überraschend erklärte, dass es auch angesichts der neuen Datenlage keinen Grund gebe, die Rader Brücke auf sechs volle Spuren auszulegen, will Meyer diese Frage gemeinsam mit dem Bund und der mit dem Neubau beauftragten Planungsgesellschaft DEGES noch einmal erörtern.
Denn: Sollte bereits in den nächsten Jahren die Grenze von täglich 62.000 Autos überschritten werden, sehen selbst die Vorgaben des Bundes sechs statt der bislang geplanten vier Spuren (zuzüglich Standstreifen) vor. Auch die DEGES hat angekündigt, die Zahlen der BASt noch einmal zu analysieren. Wichtigste Maxime für Meyer: Am Zeitplan darf nicht gerüttelt werden – bis zum Jahr 2026 muss eine neue Rader Brücke über den Kanal führen.
Meyer sagte dazu heute in einem Gespräch mit Pascal Hilgruber von NDR 1 Welle Nord
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Besonders stark zugenommen hat die Zusatzbelastung der Rader Hochbrücke auch durch Schwerverkehr ab 3,5 Tonnen: Die Zahl der Lastwagen, Busse und Transporter kletterte um gut 45 Prozent auf rund 7750 täglich.
Die Sicherheit auf der alten Brücke ist trotz der höheren Verkehrsbelastung bislang nicht bedroht. Erst vor wenigen Wochen wurde eine so genannte Hauptprüfung des Bauwerks abgeschlossen und dabei keine neuen oder außergewöhnlichen Schäden festgestellt. In der zweiten Hälfte des Jahres werden zudem Teile der Stahlkonstruktion verstärkt.
Erleichterung in Pansdorf: Die herbeigesehnte Sanierung der L 309 beginnt
Spatenstich: Die örtliche Landtagsabgeordnete Sandra Redmann (SPD), Minister Meyer und Pansdorfs Bürgermeister Thomas Keller (von rechts)
Die seit Jahren marode und streckenweise auf Tempo 30 gedrosselte Landesstraße 309 im Ratekauer Ortsteil Pansdorf (Kreis Ostholstein) wird in diesem Jahr grundlegend saniert. Verkehrsminister Reinhard Meyer setzte dafür heute (1. Februar) in dem 3500-Einwohner-Ort gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Keller den ersten Spatenstich.
Meyer sagte zu dem Baubeginn
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Wie Meyer sagte, sei das 4,2 Millionen Euro teure Bauvorhaben auf dem knapp 4,3 Kilometer langen Teilstück rund um Pansdorf ursprünglich frühestens für das Jahr 2018 geplant gewesen. „Durch die zusätzliche Bereitstellung von Finanzmitteln und Personalressourcen – vor allem durch das IMPULS-Investitionsprogramm der Landesregierung – konnte das Bauvorhaben in das Jahr 2017 vorgezogen werden“, so Meyer. Es handele sich um eine vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) betreute Gemeinschaftsmaßnahme der Gemeinde Ratekau, des Kreises und des Zweckverbandes Ostholstein sowie des Landes.
Wie Meyer sagte, werde die insgesamt rund elfmonatige Sanierungsphase zweifellos mit Beeinträchtigungen für die Anwohnerinnen und Anwohner verbunden sein. „Aber unser Landesbetrieb hat bereits über die anstehenden Schritte vor Ort informiert und wird dies auch weiter tun.“ Meyer sicherte Bürgermeister Keller zu, dass nicht nur sämtliche Grundstücke während der Bauphase erreichbar bleiben, sondern auch Geschäfte und andere Unternehmen wie die anliegende Gärtnerei. Die Sanierung der Ortsdurchfahrt werde dazu in Einzelabschnitten von maximal 350 Metern Länge erfolgen. Die für Juni und Juli geplante Sanierung der anschließenden freien Strecke wird in zwei Abschnitten durchgeführt.
Aufgrund der großen Breite der L 309, bei der es sich in dem Abschnitt um die ehemalige Bundesstraße B 207 handelt, wird über eine Deckenerneuerung hinaus auch der grundlegende Aufbau verstärkt und eine Neuaufteilung der Fahrbahnfläche vorgenommen. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts, für das die Firma Strabag aus Neustadt in Holstein den Zuschlag erhalten hatte, ist für November vorgesehen.
Trotz saisontypischer Delle: Meyer freut sich über niedrigste Januar-Arbeitslosenquote seit fast 25 Jahren in SH
Trotz des saisontypischen Anstiegs der Arbeitslosenzahlen zum Jahresbeginn beurteilt Schleswig-Holsteins Arbeitsminister Reinhard Meyer den Arbeitsmarkt im „echten Norden“ als äußerst robust: „Die Wirtschaft ist weiter auf Wachstumskurs und die aktuelle Arbeitslosenzahl die niedrigste Quote in einem Januar seit fast 25 Jahren“, sagte Meyer heute in Kiel.
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit sank die Zahl der Arbeitslosen im Land im Vergleich zum Januar des Vorjahres um 4.718 auf 100.271. Im Vergleich zum Vor-monat Dezember ist damit allerdings die Zahl der Arbeitslosen um 7.516 gestiegen. Dies spiegelt auch die Arbeitsmarktsituation in den Kreisen und Kreisfreien Städten wieder. Die Arbeitslosenquote liegt in allen Kreisen unter achr Prozent und in allen Kreisfreien Städten unter 10 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat ist in allen Kreisen und kreisfreien Städten die Arbeitslosigkeit gestiegen, besonders in den touristisch geprägten Kreisen Nordfriesland und Ostholstein.
Ein erfreulicher Trend ist nach den Worten von Meyer der weiterhin kräftige Zuwachs an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. „Insbesondere in den Bereichen Erziehung und Unterricht, Gesundheits-und Sozialwesen, sowie den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen zeigen die hochgerechneten November-Werte im Monats- und im Vorjahresvergleich das neue Arbeitsplätze entstanden sind“, so der Minister.
Perspektivisch könne von einer weiterhin positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ausgegangen werden, zumal sich die kommende Frühjahrsbelebung positiv auf die Bereiche Gastgewerbe, Tourismus und den Garten- und Landschaftsbau auswirken dürfte“, sagte Meyer.
Dank „Kieler Schlüssel“ und Sondervermögen will das Land den Nahverkehr in SH auf die Übetrholspur bringen
Die Koalition von SPD, Grünen und SSW will in Schleswig-Holstein die Angebote von Bussen und Bahnen ausbauen und besser miteinander vernetzen. Über einen Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen dafür hat der Landtag heute in erster Lesung beraten. Die Koalition will auch ein Sondervermögen anlegen, um damit Mobilität und Innovation im Schienenverkehr zu fördern. Im Ziel, den Nahverkehr zu stärken, zu modernisieren und kundenfreundlicher zu machen, sind sich alle Fraktionen einig.
Hilfreich ist dabei, dass die Länder vom Bund über den von Verkehrsminister Reinhard Meyer ausgehandelten „Kieler Schlüssel“ mehr Geld bekommen. Für Schleswig-Holstein bedeutet dies zusätzliche 470 Millionen Euro bis einschließlich 2030. Diese sogenannten Regionalisierungsmittel und Schleswig-Holsteins Anteil daran seien eine Erfolgsgeschichte, sagte Meyer. «Sie geben dem Land die Möglichkeit, ein passgenaues, modernes Nahverkehrsangebot in Schleswig-Holstein zu schaffen.» Die Kunst dabei sei, sowohl den Kundenbedürfnissen in den städtischen als auch denen in den ländlichen Regionen gerecht zu werden.
Auch neue Bahnlinien sind geplant, so zwischen Wrist und Kellinghusen. Geesthacht soll an das Bahnnetz angeschlossen werden. Ein Semesterticket für das ganze Land, ein einheitlicher Nordtarif, papierlose Tickets und WLAN in allen Nahverkehrszügen sind ebenfalls vorgesehen. Die Qualität der Fahrzeuge werde zudem verbessert, sagte Meyer.
Meyer legt Landtagsbericht zum Planungsstand der Fehmarnbeltquerung vor
Für den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels von Dänemark nach Deutschland braucht es noch Geduld. Die Planung des Milliardenprojektes wird sich um mindestens ein halbes Jahr weiter verzögern. Der deutsche Planfeststellungsbeschluss wird wegen einer Vielzahl an Klagen nicht mehr wie bisher vorgesehen 2017 kommen, sondern frühestens Mitte 2018.
Verkehrsminister Reinhard Meyer sagte dazu im Landtag:
Meyer zufrieden: SH-Mittelstand blickt überwiegend zufrieden auf seine wirtschaftliche Situation
Dem Mittelstandsbarometer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young zufolge schätzen 62 Prozent der Firmen ihre Geschäftslage als gut ein. Damit liegt das Land leicht über dem Bundesschnitt von 58 Prozent. Weitere 32 Prozent der Unternehmer in Schleswig-Holstein bewerten ihre Lage zumindest als überwiegend gut.
Wirtschaftsminister Reinhard Meyer zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Es bestätigt meine Eindrücke von meinen zahlreichen Betriebsbesuchen im Land – und passt zur heutigen Meldung über das satte Plus bei den Erwerbstätigen-Zahlen in Schleswig-Holstein in 2016.
Tatsächlich schlecht geht es der Umfrage zufolge im Norden kaum jemandem. Allerdings blicken mit 20 Prozent so viele Firmen wie nirgendwo sonst in Deutschland pessimistisch in die Zukunft und glauben, dass sich die Lage in den kommenden Monaten verschlechtern wird. Dementsprechend wollen auch nur 27 Prozent der Unternehmer in Schleswig-Holstein ihre Investitionsbereitschaft steigern, bundesweit sind es 32 Prozent.
Mehr als die Hälfte der schleswig-holsteinischen Unternehmer (54 Prozent) rechnet trotzdem mit einer gleichbleibenden Beschäftigungslage, 38 Prozent gehen sogar von einem Anstieg aus. Acht Prozent prognostizieren einen Personalabbau. Für das Mittelstandsbarometer hat Ernst & Young im Dezember bundesweit 3000 Unternehmen mit 30 bis 2000 Mitarbeitern telefonisch befragt.
Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus