Gewaltiger Schub für die Start-up-Szene in SH: Land fördert Gründer-Netzwerk mitknapp 6,9 Millionen Euro

Beim zweiten Innovations- und Technologieforum, das heute in Kiel von Wissenschaftsministerin Kristin Alheit und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer eröffnet wurde, hat Meyer dem neuen „Innovativen Netzwerk StartUp Schleswig-Holstein“ einen Förderbescheid über 6,87 Millionen Euro überreicht. Das Geld für das zunächst auf fünf Jahre Laufzeit angesetzte Projekt stammt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Landesmitteln.

Nach den Worten von Meyer umfasst das Netzwerk nahezu alle Institutionen im Land, die mit Fragen der Existenzgründung und Start-ups befasst sind. „Es bündelt damit einen umfassenden Sachverstand vom akademischen Ansatz bis zum Praktiker. Und wir sehen an schon heute weltweit herausragenden Firmen wie etwa der Lübecker gestigon GmbH, welches innovative Potenzial in unserem Land schlummert“, so Meyer.
Der Minister erinnerte daran, dass das Land an dem Vorhaben frühzeitig mitgewirkt habe und das Netzwerk deswegen auch in der Landesentwicklungsstrategie 2030 verankert sei. Vertreten wird das Netzwerk durch Dr. Anke Rasmus (Kiel), Dr. Raimund Mildner (Lübeck) und Prof. Dr. Dirk Ludewig (Flensburg). „Ich bin sicher, dass sich dieser Schulterschluss rasch weiterentwickeln und als rechtsfähige Struktur dauerhaft im Land Bestand haben wird“, so Meyer.
Das mittlerweile zweite Innovations- und Technologieforum Schleswig-Holstein steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Von der originellen Idee zum erfolgreichen Unternehmen: Finanzierung von Unternehmenswachstum und innovativen Ideen“. Das Treffen, an dem rund 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft beteiligt sind, findet im Kieler Innovations- und Technologiezentrum (KITZ) statt.
Meyer sagte dazu eben im KITZ
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Wissenschaftsministerin Kristin Alheit erinnerte daran, dass Innovationen Wertschöpfung, Wohlstand und Beschäftigung sichern. „Dazu braucht es Impulse, Kooperationen und Vernetzung mit dem Betriebssystem Wissenschaft. Und da haben unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen einiges zu bieten, wie nicht zuletzt der Output an wissens- und technologiebasierten Ausgründungen immer wieder belegt“, sagte sie. Die Hochschulen hätten eine gute Infrastruktur aufgebaut, um den Studierenden unternehmerisches Denken und Handeln nahezubringen. Alheit: „Unser Ziel ist es, die Gründungskultur zu fördern und Rahmenbedingungen zu bieten, damit Forschungsergebnisse schneller und einfacher zu Unternehmensgründungen führen. Dass sie damit auf dem Erfolgsweg sind, hat auch der ,Ländercheck Wissenschaft‘ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft bestätigt.“
Sowohl Alheit als auch Meyer erinnerten daran, dass das Innovations- und Technologieforum Schleswig-Holstein unter die gemeinsame Federführung ihrer beiden Ressorts gestellt wurde, um die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken sowie die Regionale Innovationsstrategie Schleswig-Holstein (RIS) umzusetzen.
Bei dem Forum stellte unter anderem Moritz von Grotthuss von der gestigon GmbH den Werdegang des 2011 gegründeten Unternehmens dar. Die Firmenausgründung der Universität zu Lübeck entwickelt Software zur berührungslosen Steuerung von elektronischen Geräten beispielweise für die Automobilindustrie. Unterstützt wurde das Unternehmen in seiner frühen Phase dabei unter anderem durch Investitionen der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft und durch Förderungen des Landes Schleswig-Holstein. Inzwischen beschäftigt die „gestigon GmbH“ mit Hauptsitz in Lübeck und einer Niederlassung im Silicon Valley über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.




Weiter sagte er nach seinem Besuc auf der Insel

Meyer sagte eben dazu im Gespräch mit Journalisten

Im Gespräch mit Journalisten sagte Meyer weiter
Bösche sagte bei der Pressekonferenz weiter
Meyer: „Hier tragen unsere Bemühungen, die Potenziale aus der Energiewende und unseres Standortes in Wertschöpfung umzuwandeln viele Früchte. Wir haben die Energiewende immer als Wertschöpfungsmotor und Verbindung von Energiepolitik, Stromerzeugung, Wärmemarkt im Windland Schleswig-Holstein mit großen Chancen für den Mittelstand und die Industrie bewertet.“
Dr. Mattias Hüppauff, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordfriesland geht davon aus, dass der gute Immobilienmarkt nun auch zu erheblichen Neuinvestitionen an den nordfriesischen Tourismusstandorten führt.


eiter
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig wurde am Vormittag von der norwegischen Botschafterin über die Entscheidung informiert. «Schleswig-Holstein und Norwegen sind enge Partner und in vielfältiger Weise in den Bereichen Handel, Industrie, Energie und maritime Wirtschaft verbunden», erklärte der SPD-Politiker. Der Auftrag für TKMS sei ein weiterer Beleg für die vertrauensvolle Kooperation. Albig hatte sich laut Staatskanzlei bei Vertretern der norwegischen Regierung für TKMS eingesetzt, wie andere Politiker des Landes auch.
Der Werftstandort Kiel mit seinen 2.800 Beschäftigten wird nach den Worten des Ministers von diesem Auftrag nachhaltig profitieren. Die Wertschöpfung finde in Schleswig-Holstein statt, zahlreiche Zulieferer aus Schleswig-Holstein, auch aus dem gesamten Bundesgebiet werden von dem neuen Auftrag profitieren.