Meyer eröffnet erstes Innovations- und Technologieforum in Schleswig-Holstein

Gemeinsam mit Wissenschafts-Staatssekretär Rolf Fischer hat Wirtschaftsminister Reinhard Meyer soeben im Kieler Landershaus das erste Innovations- und Technologieforum Schleswig-Holstein eröffnet. Mehr als 130 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Politik nehmen an dem Forum teil, um Vorschläge zu erarbeiten, wie der Technologietransfer aus Wissenschaft und Forschung hinein in Anwendung und wirtschaftliche Nutzung weiter vorangebracht werden könne.

In ihren Grußworten betonen Meyer und Fischer, dass der Wissens- und Technologietransfer für die Landesregierung von großer strategischer Bedeutung sei, daher solle er noch stärker unterstützt werden. „Das Forum ist in erster Linie eine Plattform für den Informations- und Wissensaustausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie Politik und Gesellschaft. Wir verfügen über viele gute Einrichtungen und Förderinstrumente, aber wir müssen uns noch stärker vernetzen und abstimmen. Dazu müssen wir den Dialog pflegen, uns austauschen, Bestehendes hinterfragen und Neues wagen. Genau dazu soll das Forum dienen“, so Fischer.
Meyer unterstreicht: „Wir brauchen einen schnellen und effizienten Austausch zwischen Forschung und Anwendung, damit unsere mittelständisch geprägte Wirtschaft innovative neue Produkte und Dienstleistungen an den Markt bringen kann. Innovationen sind der Königsweg zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb ist unsere Förderpolitik auf Innovationsförderung und die Unterstützung des Mittelstands ausgerichtet.“
Wie der wechselseitige Transfer gelingen kann, aber auch welche Herausforderungen zu meistern sind, darüber berichten im Forum hochkarätige Gäste aus Wissenschaft und Wirtschaft in ihren Impulsvorträgen. Prof. Dr. Joachim Warschat vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, Stuttgart, berichtete aus seinen langjährigen Erfahrungen im Technologie- und Innovationsmanagement aus der Perspektive der Wissenschaft. Heiko Landahl-Gette von German Naval Yards, Kiel, richtet seinen Blick auf Innovationen im Schiffbau und das Zusammenspiel von verschiedenen Fachgebieten für eine erfolgreiche Produktentwicklung.
Anschließend soll in verschiedenen Workshops im Detail diskutiert werden, wie der Technologietransfer in Schleswig-Holstein in der Praxis funktioniert, welche Hemmnisse und Herausforderungen bestehen und welche neuen Wege beschritten werden sollten, um den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft noch zu verbessern.
Wirtschafsstaatssekretär Dr. Frank Nägele wird am Ende der Veranstaltung Bilanz ziehen. Er sagte: „Bereits jetzt zeigt die große Resonanz, dass man genau das richtige Thema getroffen habe. Der Dialog zwischen den Akteuren ist sehr wichtig.“

Zudem wird der zuständige Bereichsleiter und Prokurist der Planungsgesellschaft DEGES, Bernd Rothe (Foto), den aktuellen Planungsstand für die Errichtung der Ersatzbauwerke erläutern.




Meyer sagte nach dem Treffen
Einen Tag nach der Jubiläums-Sitzung des seit fünf Jahren bestehenden Dialogforums zum Bau des Festen Fehmarnbeltquerung haben sich der dänische Transportminister Hans-Christian Schmidt und sein schleswig-holsteinischer Amtskollege Reinhard Meyer heute in Kiel zu einem Arbeitsgespräch getroffen.


Nägele sagte zur bisherigen und künftigen Arbeit des Forums

Meyer sagte beim Pressegespräch
Mit Blick auf die Diskussion um die Einführung einer Bundesautobahngesellschaft als oft gepriesenes Allheilmittel machte Meyer einmal mehr deutlich: „Zentralismus war noch nie ein Mittel, Verfahrensabläufe zu beschleunigen. Das konnten wir an der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und nicht zuletzt an der Hängepartie um die Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels beobachten.“ Wichtiger sei es deshalb, Verfahren zu straffen und vor allem die Verantwortlichkeiten stets auf die Kernkompetenzen zu beschränken.