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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

51. Seeschiffahrtstag endet mit Appell an den Bund und Kritik an Kieler Opposition

Seeschifffahrtstag appelliert an Bund: Test-Projekt für Tiefsee-Rohstoffe wagen

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Volles Haus bei Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS): 51. Seeschiffahrtsstag     (Foto: dpa)

Der 51. Deutsche Seeschifffahrtstag hat an die Bundesregierung appelliert, Tiefsee-Rohstoffe in einem Testprojekt abzubauen. «Ein Pilot-Mining-Test sollte durch die deutsche Wirtschaft mit Unterstützung des Bundes durchgeführt werden», hieß es zum Abschluss des Seeschifffahrtstages heute in Kiel. Dies böte eine Superchance, internationale Umweltstandards etwa für den Abbau von Manganknollen und Kobaltkrusten mitzugestalten und zudem neue Perspektiven für die deutsche Wirtschaft zu eröffnen, sagte die Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, Monika Breuch-Moritz. Zudem könne ein Beitrag zur künftigen Rohstoffsicherung geleistet werden.

Breuch-Moritz stellte die Ergebnisse des Arbeitskreises «Ressource Meer – Rohstoffe für die Zukunft» vor. Rund 200 Experten hatten auf dem Seeschifffahrtstag in drei Arbeitskreisen über Probleme und die Zukunft der deutschen Seeschifffahrt diskutiert.

Deutschland hat sich seit 2006 zwei Gebiete im Pazifik südwestlich von Hawaii gesichert. Bisher wurden die 4000 bis 6000 Meter tiefen Gebiete weitgehend nur erforscht. Der Seeschifffahrtstag forderte Leuchtturmprojekte, «um umweltschutztechnisch hochstehende Lösungen sichtbar zu machen und Fehlentwicklungen zu vermeiden». Und es sollten die Umwelt- und Sicherheitsvorschriften der International Seabed Authority (IS) auch für Küstengewässer, ausschließliche Wirtschaftszonen und Festlandsockel als Mindestanforderungen gelten.

Die Ausbildung und Beschäftigung deutscher Seeleute stand im Fokus eines weiteren Arbeitskreises. Die Förderung des Nachwuchses durch die «Stiftung Schifffahrtsstandort Deutschland» sei noch zu wenig bekannt, sagte der Leiter Seefahrtschule Cuxhaven, Rudolf Rothe. Auch wenn es auf deutschen Schiffen für Junior-Offiziere schwierig sei, einen Job zu finden, seien international die Chancen gut. Bund und Länder sollten alle Möglichkeiten zur Beschäftigung nautischer und technischer Absolventen an deutschen Fach- und Fachhochschulen ausschöpfen, um langfristig das maritime Know-how zu sichern.

«Die hervorragende Ausbildung und das Know-how der deutschen Seeleute sind ein zentraler Wettbewerbsvorteil für die maritime Wirtschaft am Standort Deutschland», betonte der Präsident des Verbandes Deutscher Reeder (VDR), Alfred Hartmann. Ausbildung und Beschäftigung für den maritimen Nachwuchs auch in Zukunft zu sichern, sei eine gemeinsame Aufgabe für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

So sehr die Innovationskraft und Qualität der deutschen maritimen Wirtschaft in Kiel gelobt wurde, belastet die seit Jahren andauernde Schifffahrtskrise die Branche. «Der größte Knackpunkt sind die Überkapazitäten der Reeder – die Frachtraten sind im Keller», sagte Rothe. Es werde in nächster Zeit zu weiteren Konsolidierungen – Insolvenzen oder Übernahmen – kommen.

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Rohweder

Der Nautische Verein zu Kiel hat unterdessen die Opposition im schleswig-holsteinischen Landtag kritisiert, weil Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) die Eröffnung des Deutschen Seeschifffahrtstages verlassen und ins Parlament zurückkehren musste. «Das ist Ausdruck großer Inkompetenz, denn die maritime Wirtschaft spielt in Schleswig-Holstein eine große Rolle», sagte der Vereinsvorsitzende Jürgen Rohweder. Er habe sich sehr gewundert, dass Schleswig-Holstein als Gastgeber seine Gäste nicht begrüße. Bei einem solchen Treffen sei das Image ganz wichtig.

Albig hatte sich nicht – wie üblich – vorher beim Ältestenrat des Parlaments abgemeldet. Die Opposition von CDU, FDP und Piraten tobte, bestellte den SPD-Politiker zurück ins Landeshaus und unterbrach kurzerhand die Landtagsberatungen. Er könne nur erstaunt den Kopf schütteln, sagte Rohweder. «Es wäre gut wenn hier etwas mehr maritime Kompetenz vorhanden wäre.» Über CDU-Fraktionschef Daniel Günther sagte Rohweder: «Herr Günther hätte sich mal bei Herrn Liebing erkundigen sollen, was maritime Wirtschaft ist.» Der CDU-Landesvorsitzende Ingbert Liebing war bis 2014 Vorsitzender des Arbeitskreises Küste der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

 

Kräftiger Schub für die Energiewende und den Klimaschutz in Schleswig-Holstein

Land fördert Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz SH mit 860.000 Euro

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Bescheidübergabe am Rande des Landtags: von links: Prof. Eberhard Hartung (CAU), Geschäftsführer Lehmann-Matthaei, Minister Meyer und Prof. Alois Schaffarczyk von der Fachhochschule Kiel

Wirtschafts­minister Reinhard Meyer überreichte heute am Rande des Kieler Landtags an das von sechs Hochschulen im Land getragene Kompetenzzentrum Erneuerbare Energien und Klimaschutz (EEK.SH) einen Förderbescheid über 860.000 Euro. Den Bescheid erhielt Björn Lehmann-Matthaei, Geschäftsführer der „Forschungs- und Entwicklungszentrum Fachhochschule Kiel GmbH“. Die Gesellschaft ist federführende Projektträgerin innerhalb des EEK-SH, das die Vernetzung von Wissenschaftlern und Unternehmen auf den Gebieten Wind, Biomasse, Solar, Wasser und Geothermie fördert. „Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 1,12 Millionen Euro und einer Laufzeit von drei Jahren soll Möglichkeiten einer noch besseren Wertschöpfung auf dem Feld der Erneuerbaren Energien und zugleich den Klimaschutz vorantreiben“, sagte Meyer.

Reinhard_MeyerMeyer sagte weiter

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Im Fokus der aktuellen Förderung stehen laut Meyer neben Energie-Projekten auch die die akademische Aus- und Fortbildung sowie die Forschungszusammenarbeit. „Das Kompetenzzentrum kann dabei auf die Erfahrungen der beiden Forschungsnetzwerke ,Wind‘ und ,Biomasse‘ setzen und eng mit der wirtschaftsnahen Netzwerkagentur Erneuerbare Energien SH zusammenarbeiten“, so der Minister. Damit würden auch zusätzliche Forschungsimpulse für Schleswig-Holstein erwartet.

matteiLehmann-Matthaei sagte zur
Verwendung des Fördergeldes

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Die Förderung des Kompetenzzentrums ist Bestandteil der Innovationsstrategie des Landes. Meyer: „Wir wollen unsere Position nicht nur durch die Produktion von Windstrom weiter ausbauen, sondern auch die Wertschöpfung samt der Zahl der Arbeitsplätze erhöhen und zugleich unsere Forschung stärken“

Leinen los für den 35. Deutschen Seeschifffahrtstag in Kiel

Heute Abend Eröffnung: Kiel lädt zum 35. Deutschen Seeschifffahrtstag.

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Auf einer Fachtagung beraten Experten ab heute in Kiel über die Lage der krisengeschüttelten Branche und loten Perspektiven aus. Mit dabei unter anderem der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Uwe Beckmeyer und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer. Von Risiken und Chancen für die Schifffahrt über den Meeresschutz und die Ausbildung reicht das Spektrum bis hin zu technischen Fragen. Zu der zweitägigen Fachtagung werden 300 Teilnehmer erwartet. Am Sonnabend und Sonntag folgt ein buntes Hafenfest für das breite Publikum. Zehntausende werden wohl kommen.

IMG_0958Im Gespräch mit RSH-Reporter Andreas Otto sagte Meyer zu dem Programm

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Ministerpräsident Torsten Albig hat vor der Eröffnung auf die große Bedeutung der maritimen Industrie für ganz Deutschland verwiesen. „Die maritime Wirtschaft ist der Dreh- und Angelpunkt der deutschen Exportstärke. Sie ist eine echte High-Tech-Branche, die weitere Industrie- und Dienstleistungszweige beeinflusst.“

Dass der Deutsche Seeschifffahrtstag bereits zum dritten Mal in Kiel stattfindet, ist für Albig eine logische Entwicklung: „Wer sich mit maritimen Themen beschäftigen will, ist in Kiel bestens aufgehoben“, sagte er. Da diese Themen in der Landeshauptstadt direkt vor der Tür liegen, sehe sich die Landesregierung in diesem Bereich als erster Interessenvertreter und engagiere sich in Berlin und in Brüssel nachhaltig für die maritimen Interessen des Landes.

Wie Albig weiter sagte, seien Schleswig-Holstein und Deutschland führend bei maritimen innovativen Ideen wie elektrischen Anschlüssen in Häfen, Brennstoffzellen, Hybridantrieben oder alternativen Kraftstoffen. „In all diesen Bereichen besitzen wir technologisches Know-How und große Innovationskraft. Grüne Technologien ,Made in Germany‘ können der maritimen Industrie weltweit wachsende Mobilität ermöglichen – bei gleichzeitig deutlich geringer belasteter Umwelt als heute“, so der Regierungschef.

Angesichts der unklaren Perspektiven der maritimen Branche in Zeiten von Insolventen und weltweiten Überkapazitäten bei Containerschiffen rief Albig zur engen Zusammenarbeit auf. Die maritime Branche habe sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt und dabei gezeigt, dass ein erfolgreicher Strukturwandel möglich sei. Für die Politik bedeute das, eng mit den maritimen Experten zusammenzuarbeiten.

Veranstaltet wird der Seeschifffahrtstag vom Deutschen Nautischen Verein. Schirmherr  ist Bundespräsident Joachim Gauck. Zuletzt fand das Treffen 2013 in Wilhelmshaven statt.

Höhenflug des Tourismus im „echten Norden“ hält weiter an

Tourismusboom in Schleswig-Holstein  ungebrochen: 1,1 Millionen Urlauber im Juli

Schwertmuscheln liegen am Strand der daeischen Insel Roemoe

Nachdem im Juli 2015 bei den Gästezahlen erstmals die Millionengrenze geknackt wurde, konnte dieser Wert im Juli 2016 nochmals übertroffen werden. Insgesamt kamen in diesem Monat rund 1,1 Millionen Urlauber nach Schleswig-Holstein, soviel wie in keinem Monat zuvor.

„Wir sind also mit unserer Tourismusstrategie auf dem richtigen Weg und unserem  großen Ziel, auch in der Nebensaison kräftige Gästezuwächse zu generieren, einen Riesenschritt näher gekommen“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute in Kiel. Außerhalb der Hauptsaison sehe er weiterhin „noch viel Luft nach oben“, so Meyer weiter. Die augenblickliche Sicherheitslage auf der Welt führe dazu, dass zahlreiche Menschen eher im Inland Urlaub machen, darin stecke für die heimische Tourismusbranche die große Chance, neue Zielgruppen zu erschließen und sie dauerhaft an den „echten Norden“ zu binden.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stieg die Zahl der Gäste und der Übernachtungen in den ersten sieben Monaten des Jahres um jeweils fünf Prozent. Meyer: „Auch die Investitionen in die touristische Infrastruktur und in neue attraktive Hotelprojekte zeigen Wirkung. Die Qualitätsoffensive im Schleswig-Holstein Tourismus wird von den Gästen honoriert.“

Wachstumstreiber sind insbesondere die Ostseeküste und die Holsteinische Schweiz. In diesen Regien konnten überdurchschnittliche Steigerungsraten erzielt werden.

Ahoi Kiel: Donnerstag startet der 35. Deutsche Seeschifffahrtstag an der Förde

Deutscher Seeschifffahrtstag ab Donnerstag mit 300 Teilnehmern in Kiel – auch Meyer mit an Bord

Überschattet von unklaren Perspektiven der Branche kommt in Kiel der 35. Deutsche Seeschifffahrtstag zusammen. Am Donnerstag und Freitag werden Experten auf eine Fachtagung über diverse Themen beraten. Auch Verkehrsminister Reinhard Meyer ist mit dabei. Von Risiken und Chancen für die Schifffahrt über den Meeresschutz und die Ausbildung reicht das Spektrum bis hin zu technischen Fragen. Zu der zweitägigen Fachtagung werden 300 Teilnehmer erwartet. Am Sonnabend und Sonntag folgt ein buntes Hafenfest für das breite Publikum. Zehntausende werden wohl kommen.m

Obwohl nach der Insolvenz der koreanischen Reederei Hanjin die Preise für die Containerschifffahrt in einigen Fahrtgebieten wieder deutlich gestiegen sind, werden nach Experteneinschätzungen hohe Verluste, steigende Risiken und Insolvenzen auch weiterhin das Bild in der internationalen Schifffahrt bestimmen.«Damit die Schifffahrt aus Deutschland auch in Zukunft in der Weltliga mitspielen kann, brauchen wir exzellentes maritimes Know-how am Standort», sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Reeder (VDR), Alfred Hartmann, der Deutschen Presse-Agentur im Hinblick auf den Seeschifffahrtstag. Um das Know-how in der Krise zu erhalten, sei die öffentliche Förderung von einheimischem Bordpersonal auf europäisches Niveau angehoben worden. Dies habe erste positive Auswirkungen.

Hartmann zufolge haben sich trotz der Krise die Ausbildungszahlen stabilisiert. Für die Beschäftigung deutscher Seeleute unter deutscher Flagge gebe es neue Perspektiven.

Veranstaltet wird der Seeschifffahrtstag vom Deutschen Nautischen Verein. Schirmherr der alle drei Jahre stattfindenden Veranstaltung ist Bundespräsident Joachim Gauck. Zuletzt fand das Treffen 2013 in Wilhelmshaven statt.

Versprechen gehalten: Ab Dezember ein weiterer Zughalt in Glückstadt

Meyer zu Besuch in Glückstadt: Weiterer Zughalt zum Fahrplanwechsel im Dezember

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Auf Basis einer Entscheidung der DB Netz AG hat Verkehrsminister Reinhard Meyer heute der Glückstädter Bürgermeisterin Manja Biel mitteilen können, dass ab Dezember ein weiterer Zug zwischen Hamburg-Altona und Westerland in Glückstadt halten wird.

Es handelt sich um den Zug mit der Abfahrt um 18.38 Uhr ab Hamburg-Altona. Der Zug wird gegen 19.10 Uhr Glückstadt erreichen. „Damit können wir die 90 Minuten-Lücke zwischen den bisherigen Abfahrten in Hamburg-Altona nach Glückstadt schließen und eine weitere attraktive Verbindung für Pendler schaffen“, sagte Meyer bei seinem Besuch in Glückstadt.

Hintergrund: Die Landesregierung hatte zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 über den eigentlich geplanten Fahrplan hinaus für eine Million Euro jährlich vier zusätzliche Verbindungen auf der nordbahn-Linie RB 71 bestellt. Zusätzlich hatte das Land sieben im Fahrplan mögliche Halte von Zügen der Nord-Ostsee-Bahn GmbH (NOB) in Glückstadt bestellt.

Damit hat Glückstadt seit Dezember 2014 einen ganztägigen Stundentakt zum Hamburger Hauptbahnhof und in der Hauptverkehrszeit zusätzlich insgesamt 11 Züge von und nach Hamburg-Altona. Dieser Fahrplan sollte für eine Testphase von zwei Jahren gelten.

In einem Gespräch im Juni hatte Verkehrs-Staatssekretär Dr. Frank Nägele zudem zugesagt, dass die zusätzlichen NOB-Halte und die zusätzlichen Züge der nordbahn auch über die zweijährige Testphase hinaus vom Land bestellt und bezahlt werden. Darüber hinaus hatten alle Beteiligten vor Ort darum gebeten, einen weiteren Zug in Richtung Westerland (Hamburg-Altona ab 18.38 Uhr) in Glückstadt halten zu lassen. „Diesen Wunsch haben wir nun eingelöst“, sagte Meyer.

Dank Radarkontrollen und umsichtiger Fahrer: Rader Brücke weiterhin in stabiler Verfassung

Rader Brücke fit bis mindestens 2026 – Blitzer-Anlagen haben sich bewährt: Nur knapp 34.000 Verstöße in einem Jahr

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Die Stabilität der Rader Hochbrücke bei Rendsburg bleibt – bei Beibehaltung der aktuellen Einschränkungen für den Verkehr – absehbar für zehn weitere Jahre gewährleistet. Das ist das Ergebnis der im August abgeschlossenen Hauptprüfung und der statischen Nachrechnung des 45 Jahre alten Bauwerks, das 2013 aufgrund massiver Verschleißerscheinungen notsaniert werden musste.

Wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer heute bei einem Ortstermin mit dem zuständigen Bereichsleiter der Planungsgesellschaft DEGES, Bernd Rothe, sagte, seien im Rahmen der mehrwöchigen Überprüfung unter anderem 150 Kilometer Schweißnähte untersucht und dabei 40 Risse mit bis zu 50 Zentimetern Länge gefunden worden. „Sämtliche Schadstellen wurden umgehend repariert und befanden sich überwiegend im Bereich unterhalb des Hauptfahrstreifens, was genau der Erwartung unserer Ingenieure aus der statischen Nachrechnung entspricht“, sagte Meyer.

Meyer_BrueckeIm Gespräch mit Journalisten sagte Meyer

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Bis zur nächsten Brückenprüfung im Jahr 2018 würden die Stahlträger  nun halbjährlich auf weitere Anrisse überprüft und eventuelle Schäden sofort beseitigt. Die statische Nachrechnung habe zudem ergeben, dass zur Verbesserung der Stabilität die Längsträger an drei Stellen auf jeweils 50 Metern mit drei Zentimeter dicken Blechen verstärkt werden müssen. „Diese Arbeiten werden Mitte kommenden Jahres ausgeführt“, so Meyer. Darüber hinaus stünde 2017 eine Teilsanierung des Hauptfahrstreifens in Richtung Hamburg an.

Die bisherigen Verkehrseinschränkungen zum Schutz des Bauwerks – Tempo 60 samt Überholverbot und 25-Meter-Abstandsgebot für Lkw sowie die Sperrung für Schwerlast-Lkw über 84 Tonnen – bleiben weiterhin bestehen. Laut Meyer sei das Land zudem mit dem Bundesverkehrsministerium derzeit im Austausch darüber, ob im Bereich der Rader Hochbrücke eine so genannte Achslastmessstelle eingerichtet werden könne, um Verstöße gegen Gewichtsbeschränkungen besser zu kontrollieren. „Bei einer Stichprobenkontrolle auf den Rastanlagen Jalmer Moor und Jalm im vergangenen Jahr gab es beispielsweise bei 29 Fahrzeugen allein 13 Beanstandungen, darunter fünf Fahrzeuge mit massiven Gewichtsüberschreitungen“, so der Minister. Dieses Problem werde auch nicht durch die Radarkontrollen eingedämmt.

Die Rader Hochbrücke im Zuge der Autobahn A7

Nach den Worten von DEGES-Bereichsleiter Rothe laufen unterdessen die Planungen für den Ersatz der Rader Brücke auf Hochtouren: So stehe bereits fest, dass zwei neue Teil-Brücken die alte Rader Hochbrücke ersetzen und die Fahrbahnen je Richtung jeweils einen Meter auf künftig 12,50 Meter verbreitert werden. „Durch die getrennten Brücken wird es möglich sein, den Bau der ersten Brücke östlich neben dem alten Bauwerk zu realisieren, während der Verkehr auf der alten Brücke noch ungehindert fließen kann“, sagte Rothe. Nach Fertigstellung des ersten Bauwerkes im Jahr 2026 werde der komplette Verkehr dann auf die neue Brücke umgelegt, um anschließend die alte Brücke abzubrechen und an gleicher Stelle das neue, zweite Teilbauwerk zu errichten. Wie die beiden Brücken aussehen werden, das soll bereits Ende des Jahres mit der Vorlage einer „Vorzugsvariante“ entschieden werden. Schon jetzt sei allerdings auszuschließen, dass es sich dabei um Bogen- oder Schrägseilbrücken handeln wird.

Wie Rothe weiter sagte, sei der Zeitplan zweifellos ambitioniert: So soll 2019 das Genehmigungsverfahren beginnen, um ab 2023 mit dem Bau der ersten Brücke beginnen und diese bis 2026 fertigstellen zu können. Die Verkehrsfreigabe für die zweite Teilbrücke sei für Ende 2029 geplant. Die vollständig vom Bund getragenen Gesamtkosten werden nach ersten Schätzungen bei rund 270 Millionen Euro liegen.

Rothe erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass es sich beim Bau der neuen Rader Hochbrücken um eines von vier Pilotprojekten des Bundes handele, bei dem ein besonderes Risiko-Management-Verfahren eingesetzt werde, um einerseits eine strikte Kostenkontrolle zu haben und andererseits nicht den Zeitplan zu gefährden. Zudem gilt für die Rader Brücke laut Fernstraßengesetz nur eine Gerichtsinstanz bei Klagen – das Bundesverwaltungsgericht.

Bereits am kommenden Mittwoch, 21. September, findet in Borgstedt ab 19.30 Uhr in der Grundschule Borgstedt, Rendsburger Straße 51, die erste öffentliche Informationsveranstaltung zum Brücken-Neubau statt. Meyer und Rothe appellierten an die Einwohnerinnen und Einwohner von Borgstedt sowie an weitere Interessierte, von demAngebot Gebrauch zu machen.

Radarkontrollen haben sich bewährt – in einem Jahr 34300 Verwarn und Bußgelder

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Meyer (links) und DEGES-Bereichsleiter Rothe beim Ortstermin
Auch die vor einem Jahr zum Schutz der Rader Brücke installierten Blitzer-Säulen an den Zu- und Abfahrten hätten sich bewährt. Wie Meyer heute erläuterte, seien seit dem 14. September letzten Jahres an 297 Tagen rund 15,5 Millionen Fahrzeuge aller Art erfasst worden. Dabei seien in 112.676 Fällen Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit festgestellt und 34.317 Verwarnungs- und Bußgelder verhängt worden.

„Das entspricht einer Verstoß-Quote von nur 0,73 Prozent und belegt eindrucksvoll, dass sowohl die Blitzersäulen selbst als auch die Warnhinweise vor den Radarkontrollen die gewünschte abschreckende Wirkung entfalten“, sagte Meyer. Er erinnerte daran, dass die rund 250.000 Euro teuren Messgeräte vor einem Jahr ausschließlich zum Schutz des maroden Bauwerks installiert wurden. Die Kontrollen wurden mit dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz abgestimmt. Seit der Notsanierung der Brücke im Sommer 2013 gilt für Lkw über 7,5 Tonnen eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h sowie ein 25-Meter-Abstandsgebot und für Großraum und Schwertransporte über 84 Tonnen ein generelles Durchfahrverbot. Für Pkw ist die Höchstgeschwindig­keit auf der Brücke auf 100 km/h begrenzt (bei Sturm auf 80 km/h). Statik-Experten haben für die Rader Brücke eine Restnutzungsdauer bis zum Jahr 2026 errechnet – bis dahin soll die Brücke durch einen Neubau ersetzt sein.

Laut Meyer konnten von den über 112.000 zu schnellen Fahrzeugen – der rasanteste Pkw-Fahrer war mit 214 km/h unterwegs – nur ein Drittel weiterverfolgt werden. Hintergrund seien unter anderem Fehlmessungen, wenn die Geräte beispielsweise Fahrzeuge als Lkw identifizieren, die aber als Pkw gemeldet sind. Darüber hinaus seien teilweise Kennzeichen nicht lesbar oder Fahrzeugführer nicht erkennbar. Sofern Verkehrsteilnehmer aus einem EU-Staat kommen, der die Richtlinie zur Rückverfolgbarkeit von Verkehrssündern in der Europäischen Union noch nicht umgesetzt hat, erfolgt ebenfalls keine Auswertung. Hintergrund: In einigen EU-Staaten fehlen noch die technischen Voraussetzungen, um den Austausch der Daten über Ländergrenzen hinweg vorzunehmen. Die Dänen, auf deren Konto ein erheblicher Teil der Verstöße geht, müssen die Richtlinie bis spätestens Mai kommenden Jahres umgesetzt haben.

BlitzerWie Meyer weiter sagte, wurden 37.652 Fahrerinnen und Fahrer angezeigt, davon 15.589 Pkw und 17.623 Lkw. Es wurden 20.414 Verwarnungsgeldangebote (bis 55 Euro) und 13.903 Bußgeldanzeigen zugestellt. Die Bußgelder gehen an den Kreis Rendsburg-Eckernförde, die Verwarnungsgelder an das Land.

„Unser Ziel ist und bleibt aber weiterhin, vor allem an die Vernunft aller Verkehrsteilnehmer zu appellieren, durch vorschriftsmäßige Fahrweise dafür zu sorgen, dass wir die errechnete Restnutzungszeit der Hochbrücke von zehn Jahren auch tatsächlich sicher erreichen werden“, so Meyer.

 

Landesregierung eröffnet erstes Innovations und Technologieforum in SH

Meyer eröffnet erstes Innovations- und Technologieforum in Schleswig-Holstein

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Gemeinsam mit Wissenschafts-Staatssekretär Rolf Fischer hat Wirtschaftsminister Reinhard Meyer soeben im Kieler Landershaus das erste Innovations- und Technologieforum Schleswig-Holstein eröffnet. Mehr als 130 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Politik nehmen an dem Forum teil, um Vorschläge zu erarbeiten, wie der Technologietransfer aus Wissenschaft und Forschung hinein in Anwendung und wirtschaftliche  Nutzung weiter vorangebracht werden könne.

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In ihren Grußworten betonen Meyer und Fischer, dass der Wissens- und Technologietransfer für die Landesregierung von großer strategischer Bedeutung sei, daher solle er noch stärker unterstützt werden. „Das Forum ist in erster Linie eine Plattform für den Informations- und Wissensaustausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie Politik und Gesellschaft. Wir verfügen über viele gute Einrichtungen und Förderinstrumente, aber wir müssen uns noch stärker vernetzen und abstimmen. Dazu müssen wir den Dialog pflegen, uns austauschen, Bestehendes hinterfragen und Neues wagen. Genau dazu soll das Forum dienen“, so Fischer.

Meyer unterstreicht: „Wir brauchen einen schnellen und effizienten Austausch zwischen Forschung und Anwendung, damit unsere mittelständisch geprägte Wirtschaft innovative neue Produkte und Dienstleistungen an den Markt bringen kann. Innovationen sind der Königsweg zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb ist unsere Förderpolitik auf Innovationsförderung und die Unterstützung des Mittelstands ausgerichtet.“

Wie der wechselseitige Transfer gelingen kann, aber auch welche Herausforderungen zu meistern sind, darüber berichten im Forum hochkarätige Gäste aus Wissenschaft und Wirtschaft in ihren Impulsvorträgen. Prof. Dr. Joachim Warschat vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, Stuttgart, berichtete aus seinen langjährigen Erfahrungen im Technologie- und Innovationsmanagement aus der Perspektive der Wissenschaft. Heiko Landahl-Gette von German Naval Yards, Kiel, richtet seinen Blick auf Innovationen im Schiffbau und das Zusammenspiel von verschiedenen Fachgebieten für eine erfolgreiche Produktentwicklung.

Anschließend soll in verschiedenen Workshops im Detail diskutiert werden, wie der Technologietransfer in Schleswig-Holstein in der Praxis funktioniert, welche Hemmnisse und Herausforderungen bestehen und welche neuen Wege beschritten werden sollten, um den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft noch zu verbessern.

Wirtschafsstaatssekretär Dr. Frank Nägele wird am Ende der Veranstaltung Bilanz ziehen. Er sagte: „Bereits jetzt zeigt die große Resonanz, dass man genau das richtige Thema getroffen habe. Der Dialog zwischen den Akteuren ist sehr wichtig.“

Ein Jahr Radarkontrollen auf der Rader Brücke – Meyer zieht Bilanz

Rader Brücke: Meyer stellt neue Statik-Ergebnisse und Jahres-Auswertung der Radar-Kontrollen vor

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September 2015: Inbetriebnahme der Radarkontrollen auf der Hochbrücke

Um den gegenwärtigen Zustand der Rader Hochbrücke für die kommenden zehn Jahre möglichst stabil zu halten, hat das Land vor einem Jahr Radarkontrollen an den Brücken-Zufahrten installiert. Hintergrund ist insbesondere die enorme statische Belastung des Bauwerks durch zu schnell fahrende Lkw. Verkehrsminister Reinhard Meyer wird dazu heute die wesentlichen Ergebnisse der ersten Jahresstatistik und zugleich die Ergeb´nisse der im August abgeschlossenen statischen Nachrechnung des 45 Jahre alten Bauwerks präsentieren.

rotheZudem wird der zuständige Bereichsleiter und Prokurist der Planungsgesellschaft DEGES, Bernd Rothe (Foto), den aktuellen Planungsstand für die Errichtung der Ersatzbauwerke erläutern.

Der Pressetermin dazu findet heute (nur für Journalisten) um 12 Uhr unter dem Widerlager-Süd auf der Südseite des Nord-Ostsee-Kanals statt.