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Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus (MWVATT) des Landes Schleswig-Holstein - Harald Haase

Lübecker Startup „Naotilus“ überzeugte Jury des Überflieger-Wettbewerbs 2022 am stärksten

Das Lübecker StartUp „Naotilus“ von Christian Rühmann ist der Hauptsieger des diesjährigen „Überflieger“-Wettbewerbs des Vereins StartUp.SH und bekommt damit ein Flugticket ins Silicon Valley. Die Geschäftsidee beruht auf der Steuerung und Optimierung von Wärmenetzen. Auch bei den anderen Gewinnern drehte sich alles um Ideen zur Energie- und Mobilitätswende, zum Fachkräftemangel oder zum nachhaltigem Konsum. Wirtschaftsminister Madsen zeigte sich begeistert.

Die Überflieger-Start-ups 2022: Lena Mertens, Philipp Özren, Julian Rissen von StickTo, Ruben Hammerle und Samira Huber von Sustomer sowie Christian Rühmann von Naotilus freuten sich gemeinsam mit Schrirmherr Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen und den Veranstaltern Börrje Schneider, Marketing Club Schleswig-Holstein – oben im Bild mit Anke Rasmus von StartUp SH und Axel Schulz von „The Bay Areas“

In jeweils nur sechs Minuten mussten die Gründerinnen und Gründer am Mittwochabend im Gästehaus der Landesregierung ihre Geschäftsideen vor Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen und der Jury aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener schleswig-holsteinischer Unternehmen präsentieren. Ihr Ziel: eine der drei Reisen nach San Francisco und ins Silicon Valley gewinnen. „Mit Ihren innovativen und oft technologischen Ideen und Produkten leisten Sie einen wichtigen Beitrag und fordern durch Ihre Innovationskraft auch etablierte Unternehmen zur Weiterentwicklung auf. Das macht Schleswig-Holstein als Wirtschaftsland insgesamt stärker“, betonte Madsen als Schirmherr des Wettbewerbs die Rolle der jungen Unternehmerinnen und Unternehmer.

Rühmann bei der Vorstellung seiner Geschäftsidee (Fotos: Jan Konitzki)

Nach seiner „Siegerehrung“ sagte Naotilus-Gründer Christian Rühmann mit Blick auf die bevorstehende Reise nach San Francisco: „Die USA sind auf jeden Fall ein interessanter Markt für uns. Wir freuen uns auf die Reise ins Silicon Valley, den Spirit vor Ort und viele gute und nützliche Kontakte“, so Rühmann nach der Preisverleihung.

Auf Platz 2 wählte die Jury Samira Huber und Ruben Hammerle mit Sustomer, einer App für nachweislich nachhaltiges Einkaufen. Lena Mertens, Philipp Özren und Julian Rissen von StickTo sicherten sich Platz 3. Mit ihrer App unterstützen sie Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung

„Unsere Finalisten kommen aus ganz Schleswig-Holstein und stehen hier auch stellvertretend für die vielen herausragenden Start-ups im Land“, betonte Dr. Anke Rasmus, 1. Vorsitzende StartUp SH e.V., „Mit dem Überflieger-Wettbewerb bieten wir jungen Unternehmen eine Bühne und eröffnen ihnen neue Netzwerke mit wichtigen Kontakten beiderseits des Atlantiks.“

Eine ganze Woche lang werden die Überflieger das Start-up-Mekka Silicon Valley und San Francisco hautnah erleben. Beim Blick hinter die Kulissen profitieren sie von den engen Kontakten des Vereins The Bay Areas, der den Austausch und die Zusammenarbeit der Regionen San Francisco, Kiel und Schleswig-Holstein fördert. „Für unsere Gewinner-Start-ups organisieren wir Treffen mit Investoren aus dem Silicon Valley, amerikanischen Start-ups und Wirtschaftsvertreter. In den persönlichen Gesprächsrunden erhalten die Überflieger intensives Feedback und Inspiration für die eigene Geschäftsidee“, beschreibt Axel Schulz, 1. Vorsitzender The Bay Areas die für Februar 2023 geplante Reise.

Vor Ort in Schleswig-Holstein kann das Netzwerken sofort starten. Sowohl The Bay Areas als auch der Marketing Club Schleswig-Holstein übergaben den sieben Finalisten eine kostenlose Jahresmitgliedschaft. „Um wirtschaftlich erfolgreich zu sein, müssen gute Ideen und Produkte bei den richtigen Zielgruppen sichtbar werden. Das gilt für junge ebenso wie etablierte Unternehmen“, betont Börrje Schneider vom MCSH-Vorstand und freut sich auf den Austausch mit den Gründerinnen und Gründern.

Der Überflieger-Wettbewerb findet bereits zum vierten Mal statt und wird von den drei Vereinen The Bay Areas, Marketing Club Schleswig-Holstein und StartUp SH zusammen mit dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus Schleswig-Holstein veranstaltet. Startups mit guten Ideen aus Schleswig-Holstein erhalten so die Chance, ihre Geschäftsidee einem breiten Publikum vorzustellen, in den Spirit des Silicon Valley einzutauchen und auf beiden Seiten des Atlantiks neue Kontakte aufzubauen. Der Wert pro Reise beträgt ca. 4.000 Euro.

Madsen im Gespräch mit IHK-Zeitschrift „Wirtschaft zwischen Nord- und Ostsee“

Er stammt aus Dänemark, war lange Jahre selbst Unternehmer, zugleich IHK-Präsident und zeitweise im Wirtschaftsrat des DIHK, danach Oberbürgermeister von Rostock und seit Sommer (noch nicht ganz 100 Tage) Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus in Schleswig-Holstein.

In der aktuellen Oktober-Ausgabe der schleswig-holsteinischen IHK-Zeitschrift „Wirtschaft zwischen Nord- und Ostsee“ (WNO) spricht Madsen über sein neues Amt, welchen Blickwinkel er aus seiner dänischen Heimat mitbringt und wie er die Herausforderungen der kommenden Jahre stemmen will.

Hier das WNO-Interview als Video-Mitschnitt – Pfeil klicken…

Befragt wird der Minister von Jan Philipp Witt / IHK 24-Redaktion

Deutsch-Finnischer Hafentag mit einer Bugwelle der Zuversicht für den Ostsee-Handel

Gastgeber des 7. Lübecker Hafentags (v.l.) Konsul Bernd Jorkisch, Hafenchef Jürgens, Botschafterin Sipiläinen, Bürgermeister Lindenau, Hafenchefin Mäkilä und Minister Madsen

Drohender Rezession und ausgebremstem Seehandel in Europa zum Trotz: Aufgrund der gut ausgebauten Infrastruktur in den Ostseehäfen und der engen Partnerschaft der Häfen in den westlichen Anrainerstaaten funktioniert der Güteraustausch noch recht reibungslos. Das war am Nachmittag und Abend Tenor aller Gespräche und Podiumsbeiträge rund um den diesjährigen Deutsch-Finnischen Hafentag in Lübeck. Bei einem Pressegespräch mit Wirtschafts- und Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen machten sowohl die Botschafterin der Republik Finnland, Anne Sipiläinen, als auch Annaleena Mäkilä, Geschäftsführerin der Finnish Port Association, deutlich, dass die Häfen in Finnland bereits in die Zukunft schauen und an einer Intensivierung ihrer Kooperation arbeiten. Mäkilä betonte in dem Zusammenhang die aus ihrer Sicht «dringende Notwendigkeit des Nato-Beitritts von Finnland und Schweden für einen sicheren Ostseehandel in den kommenden Jahrzehnten».

Im Gespräch mit Journalisten sagte Madsen am Rande der Pressekonferenz – Audio starten, Pfeil klicken…

Gastgeber des mittlerweile 7. Hafentags waren neben Bernd Jorkisch, Honorarkonsul der Republik Finnland in Lübeck, Sebastian Jürgens, Geschäftsführer der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) sowie Jan Lindenau, Bürgermeister der Hansestadt Lübeck. Mehr als 300 Vertreter der Hafenwirtschaft aus mehreren Ländern nahmen an der Konferenz in der Musik- und Kongresshalle Lübeck teil.

Die Landesregierung in Kiel sei sich der Rolle des Lübecker Hafens als zentraler Knoten innerhalb der europäischen Verkehrsnetze sehr bewusst, betonte Madsen in seinem Grußwort: «Die langjährige Partnerschaft mit Finnland basiert auf Vertrauen und Verlässlichkeit auf beiden Seiten. Lübecks Hafen ist trotz der Krise gut aufgestellt und weiter dabei, seine Infrastruktur leistungsfähig und umweltgerecht zu modernisieren.» Die Reedereien in Finnland und Deutschland würden zudem ihren Teil dazu beitragen, die Ostseeverkehre effizient und umweltfreundlich anzubieten.

Allerdings erinnerte Madsen auch daran, dass die Reedereien in Zukunft beim Bau neuer Schiffe die vorhandene Hafeninfrastruktur akzeptieren müssten. «Die Häfen können sich nicht endlos den immer größer werdenden Schiffen anpassen, zumal immer neue Umweltanforderungen sie vor enorme Herausforderungen stellen», so der Minister. «Gut, dass Lübeck zum transeuropäischen Kernnetzwerk des TEN-T gehört. Sinnvollerweise sollten die Korrespondenzhäfen in Finnland ebenfalls an Bord bleiben», sagte Madsen.

Hier ein Mitschnitt des gesamten Pressegesprächs – Video starten:

„Innovationsdynamik, Digitalisierung und Nachhaltigkeit spielen außer Sicherheit und Frieden eine immer relevantere Rolle – in allen Feldern hat der Ostseeraum an Bedeutung für Europa gewonnen“, sagte Bernd Jorkisch. „Gerade die Republik Finnland, mit ihrer besonderen geopolitischen Lage in Europa, beweist durch das aktuelle Handeln Solidarität, Tatkraft und Weitsicht.“ Der Lübecker Hafen sei weiterhin die Drehscheibe für den Warenaustausch zwischen Finnland und Zentraleuropa.

Hier setzte LHG-Chef Sebastian Jürgens an: „Lübeck ist im Rahmen des europäischen TEN-T Verkehrssystems Brückenkopf und Kernnetzhafen für diesen Korridor, der das Mittelmeer mit Skandinavien verbindet. Finnland ist mit seinen Häfen ein starker Partner in dieser wichtigen Verkehrsachse. Umso mehr fordern wir, die beiden Partnerhäfen Pietasaari und Käskinen weiterhin als Korridorhäfen zu führen und nicht zugunsten einiger Mittelmeerhäfen aus diesem eingespielten System herausfallen zu lassen.“

Madsen bei SH-Netz-Cup: Wir sitzen auch bei der Energie-Krise alle in einem Achter

Madsen im Gespräch mit sh:z-Chefredakteur Hans Kläsener

Auch wenn der Deutschland-Achter heute Nachmittag beim SH-Netz-Cup 2022 weit abgeschlagen auf dem letzten Platz landete – für Wirtschafts- und Tourismusminister Claus Ruhe Madsen ist das Ruder-Event auch nach über 20 Jahren in jeder Hinsicht ein Siegeszug: „Mit diesem dreitägigen internationalen Sport-Event strahlt Schleswig-Holstein samt seines Nord-Ostsee-Kanals weit über die Landesgrenzen hinaus – und das zahlt zweifellos auf die Aktivseite des gesamten Tourismus in Mittelholstein und im Rest des Landes ein“, sagte Madsen.

Am Abend und zollte dem Sieger-Team aus den USA seinen Respekt: „Erzählen Sie in Ihrer Heimat von der Schönheit und dem Sportsgeist Schleswig-Holsteins – und kommen Sie nächstes Jahr zur Revanche zurück. Wir freuen uns auf Sie alle.“

Bereits am Freitag hatte Madsen an der Eröffnungsfeier im Festzelt nahe der Rendsburger Eisenbahnhochbrücke teilgenommen und sich den Fragen von sh:z-Chefredakteur Hans Kläsener gestellt. Dabei drehte es sich – passend zum Haupt-Sponsor ,Schleswig-Holstein Netz‘ – natürlich auch um das Thema Energie. Madsen zeigte sich dabei optimistisch: „Ich gehe nicht davon aus, dass Schleswig-Holstein im Winter eine Gasmangellage erleben wird. Im Norden liegen wir nah an den Energie-Einspeisepunkten und damit strategisch etwas günstiger als der Süden“, so Madsen. Trotzdem müsse gespart und Solidarität praktiziert werden: „Es ist wie beim Rudern. Man kommt nicht ins Ziel, wenn man nur einen Steuermann und einen einzigen guten Ruderer hat. Es müssen alle mitziehen. So gesehen befinden wir uns in den kommenden Monaten im Kampf gegen die Energiekrise sozusagen alle in einem Ruder-Achter“, sagte Madsen.

Der Krise zum Trotz: Madsen erfreut über herbst-Belebung am SH-Arbeitsmarkt

Fachkräfte bleiben auch in Zukunft gefragt – nicht nur im Norden, wie hier in der Energiewirtschaft

Ökonomischen Klippen wie Energiekosten, Rekord-Inflation oder Lieferengpässen zum Trotz: Die Aussichten für den schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt bleiben positiv. „Die jüngste Einschätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung lässt bei aller Unsicherheit auch für Schleswig-Holstein in diesem und im kommenden Jahr steigende Beschäftigung erwarten“, kommentierte Arbeits- und Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen die heute (30. September) vorgelegten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Danach hat die saisontypische Herbstbelebung begonnen. So sank die Zahl der Arbeitslosen im September im Vergleich zum Vormonat um 4,1 Prozent (- 3.502 Arbeitslose), im Vergleich zum Vorjahresmonat sank sie um 0,2 Prozent (-198) auf gegenwärtig 81.699 Menschen ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,2 Prozent.

Wie der Minister weiter sagte, seien die Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro und die Verlängerung des auf sieben Prozent reduzierten Mehrwertsteuersatzes in der Gastronomie bis Ende 2023 wichtige Signale an Beschäftigte und Unternehmen. „Unser Land hat starke Branchen, etwa den Gesundheits- und Pflegebereich, die einen enormen Bedarf an Fachkräften haben und somit krisenfeste Arbeitsplätze bieten“, so Madsen. Insgesamt seien mehr als ein Drittel aller Beschäftigten in den Branchen Gesundheitswesen, Sozialwesen und Pflegeheime, Erziehung und Unterricht, öffentliche Verwaltung und im Dienstleistungsbereich tätig.

Mit Blick auf die von der Bundesregierung verkündete Gas- und Strompreisbremse sagte Madsen: „Wir werden als Landesregierung bei der Ausgestaltung der konkreten Entlastungen genau darauf achten, dass unsere Wirtschaft und der Arbeitsmarkt bestmöglich geschützt und gestützt werden.“ Neben einem Deckel für den Gas- und Strompreis setze man zudem auf das Instrument der Kurzarbeit, um mögliche Produktions-Drosselungen ohne gleichzeitige Entlassungen von Beschäftigten zu ermöglichen.

Nach Wehrtechnik-Gipfel: Abgeordnete im Landtag einig über die Bedeutung der Branche

Über 30 Vertreter der Wehrtechnik trafen sich am 5. September im Wirtschaftsministerium, um über die Probleme ihrer Branche zu reden

Mit ihren über 7.000 hochwertigen Arbeitsplätzen spielt die wehrtechnische Industrie für Schleswig-Holstein eine wichtige Rolle – darüber bestand heute im Landtag Einigkeit. Im Wirtschaftsausschuss soll nun aber noch einmal darüber gesprochen werden, ob Wehrtechnik auch als sozial nachhaltig eingestuft werden kann. Damit wird sich die Europäische Union in einigen Jahren beschäftigen.

Ein entsprechender Vorstoß der FDP stieß auf ein geteiltes Echo. Hintergrund: Nach dem Wehrtechnik-Gipfel des Wirtschaftsministeriums vor knapp vier Wochen hatte Staatssekretärin Julia Carstens in einem Interview angeregt, mit dem Bund über die Einstufung der Wehrtechnik in die nachhaltige Kategorie zu reden. Damit könnten der Branche im Lichte der veränderten Sicherheitslage in Europa kapitalintensive Finanzierungen erleichtert werden.

Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen sagte dazu im Landtag – Video starten…

Der FDP-Abgeordnete Bernd Buchholz hatte in seinem Antrag gewarnt, dass Arbeitsplätze auf dem Spiel stünden, wenn diese Einstufung nicht erfolge. Die schwarz-grüne Regierungskoalition will zunächst eine „weitergefasste Strategie mit dem Ziel der Stärkung der wehrtechnischen Industrie“ erarbeiten und dazu eine Anhörung im Fachausschuss vornehmen. Zwar sei die Branche „überlebenswichtig“, das Thema Taxonomie spiele aber in der zuständigen EU zurzeit keine Rolle, so der Tenor.

Landtag kämpft geschlossen für den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals

In dieser Frage war sich der Landtag heute geschlossen einig: : Beim Ausbau und der Instandhaltung des Nord-Ostsee-Kanals darf nicht gespart werden. Zwei ähnlich lautende Anträge von CDU und Grünen sowie von der SPD betonen die „herausragende wirtschaftlichen Bedeutung“ des Kanals und den Erhalt der „Arbeitsplätze in der maritimen Wirtschaft“. In dem Papier der Koalition wird beklagt, dass Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) im nächsten Jahr die Mittel für Baumaßnahmen um circa ein Drittel von heute 909 auf 594 Millionen Euro kürzen wolle.

Auch Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen fordert ein Festhalten des Bundes an den Ausbauplänen für den Nord-Ostsee-Kanal. Weitere Verzögerungen seien angesichts des volkswirtschaftlichen Nutzens der künstlichen Wasserstraße nicht hinnehmbar, warnte Maden und sagte weiter – Video starten…

Madsen zur 9-Euro-Debatte: „Als würden wir Kinotickets verkaufen – ohne ein Kino zu haben“

Ein Ausbau der Bahn- und Buslinien im Norden ist für Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (parteilos) wichtiger als eine Nachfolgeregelung für das 9-Euro-Ticket. «An erster Stelle brauchen wir Infrastruktur», sagte Madsen heute im Landtag. Notwendig sei in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein ein vernünftiges Angebot. «Stellen Sie sich vor, wir verkaufen Kinotickets und haben gar kein Kino.» An erster Stelle stehe der Ausbau, dann Hilfe für Energiekosten und danach ein mögliches Nachfolgeticket.

Hier die Landtagsrede des Ministers in voller Länge:

Madsen verwies auf die Gefühlslage von Menschen in Kommunen ohne vernünftiges Nahverkehrsangebot, wenn auf Bundes- und Landesebene über ein preiswertes Angebot diskutiert werde. «Ich glaube, da fühle ich mich ein stückweit verhöhnt und das sollten wir vermeiden.» Der Bund müsse die Regionalisierungsmittel deutlich erhöhen. Bereits jetzt fehle auf Landesebene ohne weiteren Ausbau fast eine Milliarde Euro.

Madsen appelliert: Sicherer unterwegs dank Gratis-Lichttest des Kfz-Gewerbes

Kfz-Gewerbeverbandschef Jan-Nikolas Sontag (rechts) bei der diesjährigen Auftakt-Veranstaltung zum Lichttest im Autohaus Süverkrüp in Kiel

Achtung – die dunkle Jahreszeit beginnt – und damit das Unfallrisiko im Straßenverkehr. Darum startet das Kfz-Gewerbe in Zusammenarbeit mit der Landesverkehrswacht in diesen Tagen die Gratis-Aktion „Lichttest 2022“. Schirmherr ist Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen. Und der sagt: «Das A & O für eine sichere Fahrt ist und bleibt, zu sehen und gesehen zu werden. Darum appelliere ich an alle Verkehrsteilnehmenden, von diesem Angebot der Kfz-Meisterwerkstätten Gebrauch zu machen.»

Wie notwendig die mittlerweile 66. Aktion ist, zeigen nach den Worten von Kfz-Verbandsgeschäftsführer Jan-Nikolas Sontag die Zahlen des letzten Jahres: «Die Mängelquote bei Pkw betrug knapp 28 Prozent. Wenn man diesen Wert hochrechnet auf den Gesamtbestand der Autos in Deutschland, dann war die Beleuchtung an über 14 Millionen Pkw defekt. Bei den überprüften Nutzfahrzeugen wies die Mängelstatistik sogar einen Wert von 32 Prozent auf.»

Die Vorgaben der EU und die StVZO geben genau vor, was beim Licht-Test zu prüfen ist. Insgeamt neun Beleuchtungspunkte werden am Pkw auf Funktion und Einstellung kontrolliert: Fern- und Abblendlicht, Nebel-, Such-, Arbeits- und andere Zusatzscheinwerfer/-leuchten, Tagfahrlicht und Abbiegescheinwerfer, Rückfahrscheinwerfer, Begrenzungs- und Parkleuchten, Bremsleuchten, Schlussleuchten, Warnblinkanlage, Fahrtrichtungsanzeiger und die Nebelschlussleuchte. Geprüfte Fahrzeuge, die den Licht-Test bestanden haben, werden mit einer Prüfplakette an die Windschutzscheibe ausgestattet. Autofahrer, die mit der aktuellen Plakette unterwegs sind, kommen oft schneller durch eine Verkehrskontrolle.

 „Das Verkehrsministerium ist sehr dankbar für das Engagement der Kfz-Betriebe. Sie machen deutlich, wie wichtig es für Autofahrerinnen oder Autofahrer ist, dem einwandfreien technischen Zustand ihres Fahrzeugs besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Scheinwerfer und Leuchten sind elementar für die Sicherheit im Straßenverkehr. Der Licht-Test ist deshalb ein Check, der Leben retten kann.“

Neue Vossloh-Eigentümer nutzen „Innotrans“ für Stipvisite bei Vossloh und Madsen

Madsen (rechts) im Gespräch mit der CRRC-Delegation und Vossloh-Geschäftsführer Bernd Hoppe (4. v.r.)

Vor knapp drei Jahren gelang dem chinesischen Bahn-Staatskonzern CRRC ein kleiner Coup: Das Unternehmen mit Sitz in Zhuzhou in der Provinz Hunan übernahm den Kieler Lok-Hersteller Vossloh. Seither läuft es für „Vossloh Rolling Stock“ stabil und für die Chinesen geht’s im europäischen Bahn-Geschäft Zug um Zug in kleinen, aber steten Schritten vorwärts. „Wir bemühen uns nicht um große Stückzahlen, das ist bei staatlichen Aufträgen in Europa kompliziert“, sagt denn auch Generalmanager Chen Qiang. Doch welche Präsenz der Konzern inzwischen in Deutschland hat, war nicht zuletzt vergangene Woche auf der Innotrans-Messe in Berlin zu besichtigen.

Vossloh präsentierte sich dort das erste Mal seit der Übernahme durch den Mutterkonzern CRRC ZELC dem Fachpublikum. Eine CRRC-Delegation samt Top-Management nutzte die Gelegenheit zu einem Abstecher nach Kiel, um ihr Werk zu besichtigen – und stattete zugleich Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen einen Kennlern-Besuch im Ministerium ab.

«Auf diese Weise konnte ich nicht nur einen ersten Eindruck von der Geschäftsführung von Vossloh Locomotives vor Ort gewinnen, sondern bekam auch ein kleines Resümee der ersten zwei Jahre nach der Übernahme und eine Erläuterung der Strategie für die nächsten Jahre», sagte Madsen.

Die „Innotrans“ war in diesem Jahr zugleich die Gelegenheit für den Schweizer Stadler-Konzern, die künftigen schleswig-holsteinischen Nahverkehrszüge vom Typ „FLIRT AKKU“ zu präsentieren.