Meyer im Landtag: A-7-Verkehrskoordinator; Bundesfernstraßengesellschaft und Marschbahn-Probleme
Mit der heute im Landtag bekannt gewordenenn Entscheidung des A-7-Verkehrskoordinators Gerhard Fuchs (73), zum Jahreswechsel in den Ruhestand zu treten, ist nicht nur die Diskussion um eine geeignete Nachfolgerin oder einen geeigneten Nachfolger für den ehemaligen Hamburger Staatsrat inn Gang gekommen, die FDP im Kieler Landtag fordert darüber hinaus noch einen generellen länderübergreifenden Baustellen-Koordinator, der die Baustellen und damit den Verkehrsfluß zwischen allen norddeutschen Ländern von Bremen bis Mecklenburg-Vorpommern koordinieren soll. Einn Antrag, der im Kieler Landtag keine Mehrheit fand.
Verkehrsminister Reinhard Meyer sagte dazu:
Ein weiteres Therma ist die Zukunft des Fernstraßenbaus in Schleswig-Holstein. Nachdem die Ministerpräsidenten aller Länder in den Bund-Länder-Finanzverhandlungen vor knapp einem Monat im Rahmen eines Gesamtpakets der Einführung einer Bundesfernstraßengesellschaft zugestimmt hatten, reißt die Diskussion nicht ab.
Meyer sagte dazu in seiner Landtagsrede unter anderenn
Geteilte Stimmung in der maritimen Wirtschaft Norddeutschlands
Deutlich optimistisch ist die maritime Wirtschaft im Bereich Schiffbau, während die Geschäftsaussichten in der Hafenwirtschaft und bei den Reedern rückläufig sind. Risiken für die Entwicklung sehen die Unternehmen vor allem bei der Auslandsnachfrage. Auch die gestiegenen Energiekosten aufgrund der Trendwende beim Ölpreis seit Jahresanfang bereiten den Betrieben erste Sorgen. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Konjunktur-umfrage der IHK Nord für die maritime Branche.
Im Schiffbau hat sich das Geschäftsklima im Vergleich zum Frühjahr 2016 deutlich aufgehellt. Der Index klettert von 83,2 auf 118,2 Punkte. Fritz Horst Melsheimer, Vorsitzender der IHK Nord und Präses der Handelskammer Hamburg, sagte: „Die Übernahme der Hamburger Werft Blohm+Voss durch die Bremer Lürssen-Gruppe wird mit Blick auf den deutschen Schiffbau insgesamt positiv bewertet. Auch in Mecklenburg-Vopommern haben die Übernahme der ehemaligen Nordic Werften – jetzt MV Werften – durch die malaysische Genting Gruppe und die nachfolgenden Aufträge die Schiffbaubranche in Aufbruchstimmung versetzt. Zudem hat die Zahl der Beschäftigten der Branche mit knapp 16.000 den höchsten Stand seit vier Jahren erreicht. Angesichts der Krise im Weltschiffbau ist die wirtschaftliche Lage der Werften hierzulande erfreulich robust.“
Schlechtere Nachrichten kommen dagegen vonseiten der Reeder: Das Konjunkturbarometer sinkt um mehr als 13 Punkte und steht derzeit bei 84,9 Punkten. Die anhaltende Schifffahrtskrise mit Überkapazitäten bei der Tonnage und Problemen bei der Schiffsfinanzierung setzt die Branche unter Druck. „Die Charterraten sind zum Teil so stark gefallen, dass viele Reeder die Schiffskredite nicht mehr tilgen können. Die Zahl der Insolvenzen steigt deshalb weiter. Im Ergebnis wird die deutsche Handelsflotte auch in diesem Jahr schrumpfen“, sagte der IHK Nord-Vorsitzende.
Auch die Hafenwirtschaft blickt gedämpfter in die Zukunft. Der Geschäftsklimaindex sinkt hier von 112,9 auf 107,1 Punkte. Im ersten Halbjahr 2016 ging der Umschlag der deutschen Seehäfen um zwei Prozent zurück. Der nachlassende Welthandel, ein starker Wettbewerb mit den Westhäfen Rotterdam und Antwerpen sowie die Russlandsanktionen belasten nach wie vor die Ergebnisse der Hafenbetriebe. Im Hinblick auf die für Dezember angesetzten Verhandlungstermine des Bundesver-waltungsgerichts zur Fahrrinnenanpassung der Elbe betonte Melsheimer: „Wir hoffen, dass in Kürze ein positives Urteil zum geplanten Ausbau der Elbe vorliegt. Die Wirtschaft braucht hier endlich Klarheit, auch bezüglich der seewärtigen Zufahrten der anderen deutschen Seehäfen“.
Rendsburger „aerodyn GmbH“ schließt Vertrag mit iranischer Mapna-Gruppe über Bau einer Windenergieanlage
Mit der Unterzeichnung eines Vertrags über die Entwicklung einer neuartigen Windenergieanlage hat heute früh die Rendsburger Firma „aerodyn Energiesystems GmbH“ einen weiteren Pflock im Iran eingeschlagen. Der Kooperationsvertrag zwischen den Rendsburgern und der iranischen Firmengruppe „Mapna Generator Engineering & Manufacturing“ wurde im Rahmen der Delegationsreise von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer geschlossen.
Aerodyn-Manager Markus Rees sagte dazu eben in Karaj im Gespräch mit Journalisten
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Auch Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, der die Delegation gemeinsam mit Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch in den Iran geführt hat, sieht in der geschlossenen Kooperation ein Paradebeispiel für den Energie-Wachstumsmarkt Iran und die damit verbundenen Chancen auch für kleine und mittelständische Unternehmen wie „aerodyn“.
Meyer sagte am Rande des Besuchs bei Mapna zu der Kooperation
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Das Ingenieurbüro aerodyn Energiesysteme GmbH wurde 1983 in Rendsburg gegründet und befasst sich seither ausschließlich mit der Entwicklung von kompletten Windenergieanlagen und deren Einzelkomponenten. Bis heute hat aerodyn nach Angaben von Rees für etwa 70 unterschiedlichste Anlagentypen von zahlreichen Herstellern wesentliche Gesamtentwicklungen durchgeführt. Das Leistungsspektrum umfasst dabei Anlagen vom 5 kW bis zu 5000 kW. Das Unternehmen „aerodyn“ ist damit weltweit das führende unabhängige Ingenieurbüro für die Entwicklung von Windenergieanlagen.
Und hier ein kleines Video der Unterzeichbnungszeremonie mit Markus Reesb und Hamid Mohtadi, Managing director der Mapna-Gruppe (sitzend)
EDEKA geht gegen bereits sicher geglaubte Fusion von Coop und REWE vor – Nägele zeigt sich überrascht
Während sich EDEKA und Kaiser’s Tengelmann am Abend überraschend über die künftige Aufteilung ihrer Filialen geeinigt haben (siehe unten), bahnt sich zwischen Edeka und Rewe ein Konflikt an. Edeka hat Beschwerde gegen die Entscheidung des Bundeskartellamts eingelegt, dem Rivalen die Übernahme von rund 200 Supermärkten der Handelskette Coop zu erlauben. Ein Sprecher des Oberlandesgerichts Düsseldorf bestätigte heute gegenüber der «Lebensmittel Zeitung» den Eingang der Klage.
Schleswig-Holsteins Wirtschafts-Staatssekretär Frank Nägele zeigte sich überrascht und erinnerte daran, dass die Landesregierung die Fusions-Entscheidung des Bundeskartellamtes angesichts der wirtschaftlichen Situation von Coop begrüßt hatte. Die Ausgangssituation im Fusionsverfahren Rewe/Coop sei eine andere als im Verfahren EDEKA/Kaiser-Tengelmannn. Denn bei der Coop bestünden zu Rewe schon seit vielen Jahren Einkaufskooperationen, so Nägele. Die wettbewerblichen Auswirkungen, insbesondere auf den Beschaffungsmärkten, wären im Falle einer Fusion absehbar also nicht so gravierend. Zudem sollte die Fusion nur unter Auflagen, wie etwa dem Verkauf von einzelnen Märkten, genehmigt werden
Nägele sagte im Gespräch mit RSH-Reporter Andreas Otto weiter
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Nach Einschätzung von Edeka habe das Bundeskartellamt bei der Genehmigung nicht durchgehend die gleichen Maßstäbe angelegt wie im Fall Kaiser’s Tengelmann, hieß es zur Begründung in mit der Sache vertrauten Kreisen. Zwar hatten Rewe und Coop im Zuge des Genehmigungsverfahrens insgesamt elf Filialen an die unabhängige, mittelständische Bartels-Langness-Gruppe verkauft. Doch reichen diese Einschnitte Edeka offenbar nicht.
Das Bundeskartellamt wollte den Schritt von Edeka nicht kommentieren. Ein Rewe-Sprecher betonte, die Beschwerde sei nach Auffassung des Unternehmens «ebenso rechtlich unbegründet wie aussichtslos».
Coop betreibt in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Hamburg rund 200 Filialen unter der Marke Sky und erzielte damit 2015 einen Umsatz von gut 1,2 Milliarden Euro. Rewe ist mit über 6000 Filialen Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler – nach Edeka.
Überraschende Einigung zwischen EDEKA und Tengelmann am Abend
Unterdessen haben sich Edeka und Rewe über die Aufteilung der Filialen von Kaiser’s Tengelmann in Berlin geeinigt. Das sagte am Abend ein Rewe-Sprecher in Köln. Abgeschlossen sind die Verhandlungen damit aber noch nicht. Nach wie vor offen sei der Kaufpreis. Und auch Details des Kaufvertrages müssten noch ausgehandelt werden, hieß es. Tengelmann, Edeka und Rewe hatten sich bereits vor zwei Wochen in einem von Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) geleiteten Schlichtungsverfahren auf die Grundzüge eines Kompromisses geeinigt. Doch erwies sich das Aushandeln der Details danach als schwieriger als erwartet. Die Einigung über die Aufteilung des Filialnetzes stellt hier einen wichtigen Fortschritt dar.
Kaiser’s Tengelmann beschäftigt heute in gut 400 Filialen in München und Oberbayern, im Großraum Berlin und im Rheinland noch rund 15 000 Mitarbeiter. Doch schreibt die Supermarktkette schon seit der Jahrtausendwende rote Zahlen. Eigentümer Karl-Erivan Haub hatte deshalb vor zwei Jahren beschlossen, das Unternehmen an Edeka zu verkaufen.
Der Plan stieß jedoch bei Wettbewerbshütern auf heftigen Widerstand. Sie befürchteten durch einen Verkauf der Kette ausgerechnet an den Marktführer Edeka weniger Wettbewerb und steigende Preise im deutschen Lebensmittelhandel. Im April 2015 untersagte das Bundeskartellamt deshalb den Zusammenschluss.
Zwar gelang es Tengelmann und Edeka nach monatelangem Ringen, das Veto der Wettbewerbshüter durch eine Ministererlaubnis von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) auszuhebeln. Doch wurde die Ausnahmegenehmigung im Juli vom Oberlandesgericht Düsseldorf auf Antrag von Rewe sowie der Wettbewerber Markant und Norma, die mittlerweile ihre Klage zurückgezogen haben, gestoppt.
Brücke in die Zukunft: Land SH sichert Flensburger Schiffbaugesellschaft Bürgschaften in zweistelliger Millionenhöhe zu
Grünes Licht für ein massives Finanzierungspaket zur Sicherung der Zukunft der Flensburger Schiffbaugesellschaft (FSG). Wie Wirtschafts-Staatssekretär Frank Nägele heute nach der Sitzung des Landeskabinetts in Kiel bestätigte, habe die Landesregierung der Übernahme von Landesbürgschaften in zweistelliger Millionenhöhe zur Finanzierung von insgesamt fünf Neubauten bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft zugestimmt.
Wie Nägele sagte, sei die Finanzierung unter Einbindung verschiedener Finanzierungspartner und durch das große Engagement des Gesellschafters der FSG, der norwegischen Siem-Gruppe, zustande gekommen.
Er sagte weiter (Audiopfeil klicken)
„Ein besonderes Gewicht für die Landesregierung und alle übrigen Beteiligten besteht in der Tatsache, dass die Belegschaft der FSG durch Lohnverzichte und weitere Maßnahmen einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt des Unternehmens geleistet hat. Dadurch wurde die Finanzierung erst ermöglicht“, so Nägele.
Durch die von den Landesbürgschaften abgesicherte Finanzierung ist die Auslastung der Werft nach Angaben des Unternehmens bis April 2018 gesichert. Nägele: „Die große Leistung, mit der es der FSG gelungen ist, vor dem Hintergrund einer weltweiten Schiffbaukrise fünf Neubauaufträge zu akquirieren und deren Finanzierung sicherzustellen, ist ein positives und ermutigendes Zeichen für die schleswig-holsteinische Werftindustrie insgesamt.“
Iran-Delegation heute in Rasht am Kaspischen Meer – Industrie-Vizeminister interessiert an KMU-Kooperationen
Mit einer mehrstündigen Fahrt in die Provinz Rasht am kaspischen Meer haben Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und sein Hamburger Amtskollege Frank Horch heute ihre Iran-Delegationsreise mit einem Zwischenstop in der Freihandelszone Anzalin fortgesetzt. Vorangegangen waren unter anderem Gespräche mit Iranns stellvertretendem Industrie-Minister Mojtaba Khosrotaj oder dem Vizepräsidenten der Organisation für Investment (OIETAI), Seyed Jamal Farajollah Hosseinian.
Meyer und Horch mit Industrie-Vizeminister Khoshrotaj
Industrieminister Khosrotaj zeigte sich besonders interessiert an Kooperationen auf dem Feld der Optimierung von Prozessen und Organisationsstrukturen in den kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie in der Tourismusbranche.
Als ein Beispiel nannte Khosrotaj die Produktion von Kühlschränken. Für 140 produzierenden Unternehmen dieser Branche wünschen sich die Iraner entsprechende Kooperationen. Es gehe dabei vor allem um die Steigerung der Exporte, dazu würde das Land gern Marketing- und Kongressknowhow einkaufen oder Joint-Venture-Projekte starten.
Wirtschaftsminister Meyer thematisierte dabei vor allem die Klärung der Finanzabwicklungen und bot an, Kontakte zu schleswig-holsteinischen Investitionsbank und zur Wirtschaftsförderung und Technologietransfer GmbH (WTSH) herzustellen. Beide Minister einigten sich auf eine Abfrage bei den zuständigen Clusterorganisationen, welche Unternehmen Interesse an solchen Kooperation hätten.
Zu seinen bisherigen Gesprächen im Iran sagte Meyer im Gespräch mit Journalisten weiter
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Von den begleitenden Journalisten sind unter anderem folgende Artikel erschienen:
Vom selben Autoren ein Auftakt-Bericht über die Iran-Reise im Lichte des Ausgangs der US-Wahlen: zum Artikel
Bericht von Oliver Schade im „Hamburger Abendblatt“ über die Erwartungen an die künftigen Handelsbeziehungen mit dem Iran: zum Artikel
Fernseh-, Hörfunk- und Online-Berichte des NDR von seinen beiden Autoren Kerstin von Stürmer und Jan Frenzel: zu den Beiträgen
Bericht in der „Welt“ von Olaf Preuß zum Thema Eurogate sondiert die Chancen im Iran: zum Artikel
Bericht in der „Welt“ von Olaf Preuß über die aufstrebende Freihandelszone Anzalin mit ihren Hafenplänen: zum Artikel
Bericht von Oliver Schade im Hamburger Abendblatt zum Besuch der Delegation am kaspischen Meer: zum Artikel
Bericht in der „Welt“ von Olaf Preuß – Windenergie – wie der Norden die Ausbaupläne der iranischen Industrie unterstützt: zum Artikel
Büdelsdorfer Firma Schnoor nutzt Iran-Delegationsreise zu vertieften Geschäftsbeziehungen mit dem Iran
Oppermann (2.l) mit Hafen-Vizeminister und PMO-Chef Mohammad Saeed Nejad (2.vr.) sowie Meyer und Horch
Das Büdelsdorfer Elektronik-Spezialunternehmen „Schnoor“, das sich seit 25 Jahren mit sicheren Kommunikationstechnologien beschäftigt, hat heute im Rahmen der Iran-Delegationsreise von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und Hamburgs Senator Frank Horch seine Geschäftskontakte in den Iran vertieft. Gemeinsam mit anderen Delegationsteilnehmern erhofft sich Schnorr-Vertriebsdirektor Ralf Oppermann, dass auch in der maritimen Wirtschaft die Geschäfte mit dem Iran wieder angekurbelt werden können. „Sowohl in der Schiffstechnik als auch der Hafenwirtschaft soll in Zukunft wieder enger zusammen gearbeitet werden“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer. „Wir haben den Eindruck, dass hier nicht nur für bereits eng vernetze Betriebe wie der Bürdelsdorfer Schnoor-Industrieelektronik noch viel Potenzial schlummert.
Im Gespräch mit Journalisten sagte Oppermann zu seinem Besuch bei der PMO
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Nach den Worten von Meyer und Horch ist der Iran auch in der Schifffahrt durch die langjährigen Sanktionen spürbar beeinträchtigt worden. Daher wolle das Land auch auf diesem Sektor spürbar schnell wieder den technologischen Anschluss finden – und sieht Deutschland hier als wichtigsten Geschäftspartner. „Die Büdelsdorfer Schnoor-Gruppe hat dazu heute einen kleinen, aber sehr wichtigen Schritt getan“, sagte Meyer. „Wir waren tief beeindruckt von der großen Offenheit unserer iranischen Gesprächspartner, gerade auch in den Staatsunternehmen, und rechnen mit einem schnellen Anstieg der Geschäfte, sobald die Rahmenbedingungen ‐ vor allem die Exportkontrolle und Bankensituation ‐ dies erlauben.“
Bereits am Wochenende hatte ein Teil der Delegation die Staatsreederei IRISL besucht
Meyer weiht Maschine bei Hell-Tochter im Iran ein – Gespräche unter Eindruck der US-Wahlen
Mit der Einweihung einer Gravur-Maschine des Kieler Tiefdruck-Spezialisten Hell bei einem Hell-Tochterbetrieb in der Nähe von Teheran hat Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute seine gemeinsame Iran-Delegationsreise mit Hamburgs Senator Frank Horch fortgesetzt. Zuvor trafen Meyer und Horch den Iranischen Vizeminister für Verkehr und Städtebau, Asghar Fakhrieh Kashan (Foto oben, mitte).
Im Gespräch mit den NDR-Reportern Jan Frenzel und Kerstin von Stürmer sagte Meyer nach seinem Treffen mit Kashan
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Wie Meyer auch im Gespräch mit dem mitreisenden „Welt“-Reporter Olaf Preuß sagte, stehen die Gespräche im Iran immer wieder unter dem Eindruck der US-Wahlen von dieser Woche. Anfang 2016 wurden die internationalen Sanktionen gegen den Iran gelockert, nachdem die Staatengemeinschaft im Sommer 2015 ein Abkommen mit dem Land vereinbart hatte.
Iran verpflichtet sich, die Atomkraft nur zivil zu nutzen. Material und Anlagen, mit denen das Land Atomwaffen herstellen könnte, werden abgebaut. Unter internationaler Kontrolle des Abkommens sollen die Sanktionen in den kommenden Jahren schrittweise aufgehoben werden. Die USA jedoch, die mit Iran seit Ende der 1970er Jahre verfeindet sind, halten weiterhin auch eigene, strikte Handelsbeschränkungen in Kraft. „Unser Ziel ist es, ganz ohne Sanktionen mit dem Iran zusammen zu arbeiten“, sagt Meyer.
Allen Gesprächspartnern und Delegationsteilnehmern sei klar, so Meyer weiter, dass – wenn sich die USA querstellen – es mit der weiteren Öffnung der Islamischen Republik schwierig werde. Über allem hänge der Regierungswechsel, den die Vereinigten Staaten am 20. Januar vollziehen werden. „Ich habe Bedenken, ob Europa weiterhin eigenständig agieren wird, wenn die USA etwas dagegen einwenden“, sagte Kashan. Meyer entgegnet mit Blick auf den Iranhandel: „Ein neuer US-Präsident Donald Trump gibt Europa auch die Chance, seine Rolle eigenständiger zu sehen.“
Kashan machte der Delegation deutlich, was Iran in den kommenden Jahren vorhabe: Irans Wirtschaft und Infrastruktur müssten in weiten Teilen neu aufgebaut oder erneuert werden. „In den kommenden acht bis zehn Jahren wollen wir 400 bis 500 Milliarden Dollar in die Verkehrsinfrastruktur und in den Städtebau investieren, rund 100 Milliarden Dollar davon in den Luftverkehr. Wir bauen allein 10.000 Kilometer neue Schienenwege und Hochgeschwindigkeitsstrecken, wir brauchen Tausende neue Lokomotiven und Waggons“, sagte Kashan.
Mehrere Zehntausend Kilometer Straßen sollen neu gebaut, 128.000 alte Lastwagen durch neue Modelle ersetzt werden. Unter anderem stehen rund 400 neue Flugzeuge von Airbus und Boeing auf der Wunschliste der Iraner, aber auch da könnte die künftige US-Regierung ein Veto einlegen. „Ich hoffe, dass der neue US-Präsident Trump hier keine Probleme verursachen wird“, so Kashan, „und ich hoffe, dass Europa an seinen Vereinbarungen mit Iran festhält.“
Zum Artikel in der „Welt“ von Olaf Preuß hier klicken
Und hier ein paar Video-Eindrücke vom heutigen Besuch bei der Firma „Hell Gravure Systems“
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Dieses Video existiert nicht
Zusammen mit dem Minister sind unter anderem zu sehen: Soheil Golestanian,Ulrich Busche Fa. Hell Gravure Systems, Mehdi Golestanian, Niloofar und Mehrshad Golestanian. s handelt sich um einen Familienbetrieb.
Meyer und Horch führen Wirtschaftsdelegation für eine Woche in den Iran
Meyer und Horch beim Abflug
Zusammen mit rund 60 Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft werden Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer heute zu einer einwöchigen Delegationsreise in den Iran aufbrechen. Im Mittelpunkt stehen vor allem Gespräche und Kontakte rund um die Themen Maritime Technologien und Erneuerbare Energien. Meyer wird am Sonntag in Teheran unter anderem eine neue Industrieanlage der Kieler Maschinen- und Tiefdruckfabrik „Hell Gravure Systems“ in Betrieb nehmen.
„Hamburg und Schleswig-Holstein werden im Ausland als eine Region wahrgenommen, so dass auch eine gemeinsame Delegationsreise sinnvoll ist“, sagte Meyer. „Uns haben viele Unternehmen deutlich gemacht, dass sie ein großes Interesse an einer Wiederbelebung der traditionell starken Wirtschaftsbeziehungen zum Iran haben und diese Chance nun nach dem Wegfall der Sanktionen auch schnell ergreifen wollen.“ Der Minister erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass ein Großteil der heutigen iranischen Industrie-Anlagen noch aus deutscher Produktion stamme und man allein schon deshalb viele Anknüpfungspunkte habe.
Meyer sagte zu den Zielen der Reise
(Audiopfeil klicken)
Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch erinnerte daran, dass rund 500 Hamburger Firmen persisch geführt seien und die Hansestadt bereits seit 1858 Standort des Generalkonsulats der Islamischen Republik Iran sei. Noch vor Teheran gelte Hamburg beispielsweise als der größte Teppichumschlagplatz der Welt.
Wie Meyer sagte, hätten beide norddeutschen Nachbarn wirtschaftliche und technologische Kompetenzen, die für iranische Unternehmen hochinteressant seien – etwa im Bereich der Erneuerbaren Energien, der Maritimen Wirtschaft, im Maschinenbau und der Medizintechnik. So hatte sich 2015 bereits eine iranische Delegation in Brunsbüttel über moderne Abfallentsorgungssysteme informiert.
Die Delegation wird am 17. November in Hamburg zurückerwartet. Hier ein paar Schlüsseldaten zur wirtschaftlichen Situation des Iran: Wirtschaftsdaten Iran
Die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet heute so über die Reise: zum Welt-Artikel
Ab Winter übernimmt die DB Regio das Eisenbahnnnetz-West – Meyer besiegelt Verträge
Meyer (links) und Reh (rechts) bei der vertragsunterzeichnung in Itzehoe – im Hintergrund: Netz-West-Vertragsmanager Christoph Ströh
In der Ausschreibung des Landes Schleswig-Holstein für das Eisenbahnnetz West hat sich die DB Regio durchgesetzt. Sie übernimmt den Betrieb auf der Marschbahn zum Fahrplanwechsel von der Nord-Ostsee-Bahn. Die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme laufen auf Hochtouren. Heute haben Verkehrsminister Reinhard Meyer und Torsten Reh, Leiter der DB Regio AG in Schleswig-Holstein, in Itzehoe den Verkehrsvertrag unterschrieben. Ab dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 gilt das neue Angebot. Der Vertrag läuft über neun Jahre.
Meyer sagte weiter
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„Der Bahnverkehr zwischen Westerland und Hamburg hat eine große Bedeutung für Schleswig-Holstein. Mit der DB Regio übernimmt ein leistungsfähiger und erfahrener Anbieter die Strecken im Netz West“, so Verkehrsminister Reinhard Meyer. „Gemeinsam mit der Deutschen Bahn wollen wir einen attraktiven und starken Nahverkehr bieten und den Inselverkehr für die Zukunft rüsten.“
Mit dem Betreiberwechsel greifen die durch das Land vorgegebenen Verbesserungen:
Im so genannten „Sylter Sommer“ von April bis Oktober werden ab dem kommenden Jahr an den Wochenenden täglich in jede Richtung je zwei Sprinterzüge zwischen Hamburg und Westerland fahren. Diese Züge halten unterwegs nur in Husum, Niebüll, Klanxbüll, Keitum sowie Morsum und brauchen für die Strecke 2:35 Stunden.
Die Anschlüsse der RB-Linie 62 in Heide Richtung Westerland, Büsum und Neumünster und in Itzehoe Richtung Hamburg Hauptbahnhof werden verbessert.
In Glückstadt halten täglich insgesamt acht Züge der RE-Linie 6 Hamburg – Westerland. Im September sicherte das Land den Glückstädtern einen weiteren Halt zu und schließt damit eine Lücke im Fahrplanangebot: Der Zug, der um 18:40 Uhr in Hamburg-Altona startet, hält künftig um 19:11 Uhr in Glückstadt.
Zeitgleich zur Betriebsaufnahme auf der Schiene startet auch der Schnellbus Itzehoe – Brunsbüttel im Stundentakt. Zum Einsatz kommen moderne, komfortable Fahrzeuge mit WLAN. Das Land finanziert den Schnellbus im Verkehrsvertrag Netz West. Brunsbüttel war bislang das einzige Mittelzentrum in Schleswig-Holstein ohne schnelle ÖPNV-Anbindung.
Üräsentierten heute in Itzehoe den neuen Schnellbus (v.l.): Michael Kirek (Aotokraft), Torsten Reh (DB Regio) und Bernhard Wewers (NAH.SH) mit Minister Meyer
Es gibt weiterhin Catering im Zug.„Wir freuen uns sehr, mit unserem guten Angebot das Land Schleswig-Holstein überzeugt zu haben. Für das in uns gesetzte Vertrauen bedanken wir uns. Seit Monaten sind wir in intensiven Vorbereitungen, um unseren Kunden ab Mitte Dezember ein attraktives Angebot zwischen Hamburg und Westerland anbieten zu können“, so Torsten Reh, Leiter der DB Regio AG in Schleswig-Holstein.
Die Eckdaten der Ausschreibung im Netz West:
Das Land Schleswig-Holstein hatte die Ausschreibung des Netzes West Ende Oktober 2014 mit der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt offiziell gestartet. Die Angebote der drei Bieter Abellio, DB Regio und Nord-Ostsee-Bahn sind im März 2015 eingegangen. Im Juli 2015 erteilte das Land der DB Regio den Zuschlag.
Die Bahnstrecke Hamburg-Altona – Westerland ist 238 Kilometer lang. Durchschnittlich sind rund 19.000 Fahrgäste am Tag auf der Strecke unterwegs.
Die DB Regio AG wird auch künftig die bewährten Reisezugwagen einsetzen, die seit Dezember 2005 zwischen Hamburg und Westerland unterwegs sind. Das Land hatte für diese Wagen eine so genannte Wiedereinsatzgarantie ausgesprochen und bereits im Vorweg per Ausschreibung einen neuen Fahrzeugbereitsteller gesucht. Das Unternehmen Paribus aus Hamburg bekam im Januar 2014 den Zuschlag. Paribus hat die Reisezugwagen übernommen, neue Dieselloks des Herstellers Bombardier beschafft sowie Triebwagen vom Typ LINT 54 des Herstellers Alstom. Diese Fahrzeuge stehen der DB Regio nun zur Verfügung.
Weitere Informationen zum Nahverkehr in Schleswig-Holstein finden Sie unter www.nah.sh
Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus