Land gibt grünes Licht für Sanierung von Kreisstraßen zwischen Wittensee und Schwansen
Wie Verkehrsminister Reinhard Meyer heute der Kreisverwaltung Rendsburg-Eckernförde mitgeteilt hat, wird sich das Land an vier Straßensanierungen, die ein Gesamtvolumen von rund 2,1 Millionen Euro haben, mit knapp einer Million Euro beteiligen. Dabei handelt es sich um folgende Einzelprojekte von zusammen über elf Kilometern Länge:
Sanierung der Kreisstraße 2 südlich des Wittensees von Bünsdorf bis an die Landesstraße 42. (Baulänge: 2,5 Kilometer)
Sanierung der Kreisstraße 9 inklusive Radweg nördlich des Nord-Ostsee-Kanals von Knoop in Richtung Kiel. (Baulänge: zwei Kilometer)
Kreisstraße 63 inklusive Radweg auf der Halbinsel Schwansen östlich der
B 203 im Bereich von Karby bis Dörphop. (Baulänge: 3,2 Kilometer)
Kreisstraße 77 inklusive Radweg in Schwansen westlich der B 203 zwischen Winnemark und Karlsberg (Baulänge: 4,1 Kilometer)
Die teilweise bereits begonnene Sanierung umfasst in allen Fällen vor allem das Abfräsen der alten Fahrbahndecken und die Erneuerung der Deckschicht. Die Zuwendung des Landes erfolgt aus Mitteln des so genannten Finanzausgleichsgesetzes (FAG) bzw. des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes Schleswig-Holstein (GVFG-SH).
Wie Meyer sagte, werde mit den Bauprojekten nicht nur die Sicherheit auf den jeweiligen Streckenabschnitten deutlich erhöht, sondern die Region auch für die örtliche Wirtschaft und den Tourismus attraktiv gehalten.
Weiterbildungsträger aufgepasst! Land stellt 1,85 Millionen Euro für Ideenwettbewerb bereit
Arbeitsminister Reinhard Meyer hat heute in Kiel den Startschuss für eine weitere Qualifizierungsoffensive in den Bereichen Maritime Wirtschaft, Life Sciences, Ernährungswirtschaft, Digitale Wirtschaft, Erneuerbare Energien und Tourismus gegeben. „Zur Sicherung ihres Fachkräftebedarfs brauchen Unternehmen in diesen Bereichen gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Land fördert deshalb neue Projekte, die den speziellen Qualifizierungsbedarf decken. Nur so kann die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen im Land erhalten bleiben“, sagte Meyer.
Der Aufruf richtet sich an die Einrichtungen der Weiterbildung, die so genannten Clustermanager, an die Hochschulen und wissenschaftlichen Institutionen sowie Wirtschaftsförder- und Technologiegesellschaften. Sie sollen für die Branchen neue und bisher unbekannte Weiterbildungsangebote entwickeln. Für die Projekte werden Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes in Höhe von rund 1,85 Millionen Euro im Rahmen des Landesprogramms Arbeit bereitgestellt. Mit diesem Geld werden Personal- und Sachkosten für die Entwicklung neuer Qualifizierungsangebote vollständig übernommen; die spätere Erprobungsphase wird zu 50 Prozent bezuschusst.
Bestehende Qualifizierungsangebote werden nach den Worten von Meyer den Anforderungen der Unternehmen häufig nicht gerecht. Im Rahmen von Projekten solle deshalb die Entwicklung neuer Qualifizierungsmodule sowie die darauf basierende berufsbegleitende berufliche oder wissenschaftliche Weiterbildung von Beschäftigten in Unternehmen der besonderen Clusterbranchen gefördert werden. „Die passgenauen und zielgerichteten Angebote müssen dabei auf die Bedarfe der Branche zugeschnitten und betriebsnah angeboten werden können“, sagte der Minister.
Interessierte Projektträger können sich mit einem Teilnahmeantrag um Fördermittel bewerben. Die Antragsfrist dazu endet am 23. September 2016. Weitere Informationen sowie der Antrag zur Teilnahme an diesem Ideenwettbewerb können bei der Investitionsbank abgerufen oder telefonisch unter (0431) 9905-2737 angefordert werden.
SH-Tourismusbranche startet mit sattem Vorsaison-Plus in Sommersaison – Meyer sieht noch mehr Potenzial
In den ersten fünf Monaten des Jahres kamen knapp 2,33 Millionen Gäste in das nördlichste Bundesland und damit 5,1 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum, berichtete das Statistikamt heute in Kiel. Die Zahl der Übernachtungen in den Beherbergungsstätten mit mindestens zehn Betten erhöhte sich um 5,0 Prozent auf fast 8,12 Millionen. Im Mai zählten die Hotels, Pensionen, Ferienanlagen und -wohnungen sowie Campingplätze 792 000 Übernachtungsgäste und damit 3,7 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat. Die Zahl der Übernachtungen wuchs um 4,2 Prozent auf 2,84 Millionen.
«Das ist gewiss zu einem großen Teil das Ergebnis unserer Strategie, die Nebensaison-Monate besser zu erschließen, aber auch das Resultat großer Investitionen in die touristische Infrastruktur und qualitativ hochwertige Unterkünfte», kommentierte Tourismusminister Reinhard Meyer. Hier könne noch deutlich mehr Potenzial ausgeschöpft werden. Auch die weltpolitische Situation wirke sich aus: «In Krisenzeiten entscheiden sich die Urlauber im Zweifel für Inlands-Destinationen – aber auch hier sind wir klar über dem Bundesdurchschnitt», sagte Meyer.
Meyer im Landtag zum Ceta-Abkommen: „Absenkung der Standards wird es nicht geben“
Trotz des geplanten Ausstiegs der Briten setzt Schleswig-Holsteins Landtag weiter auf die europäische Integration. Bei den geplanten Freihandelsabkommen TTIP mit den USA und Ceta gehen die Meinungen dagegen auseinander. CDU und FDP machen sich dafür stark, die SPD rechnet mit einem Scheitern, die Grünen sind dagegen. Einig sind sich aber alle, dass europäische Standards nicht für Freihandelsabkommen geopfert werden sollen. «Eine Absenkung von Standards wird es nicht geben», sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer . Gelinge eine Einigung nicht mehr in diesem Jahr, liege TTIP aber wohl «auf Eis».
Meyers Rede im Wortlaut hier:
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Auch für den Parlamentarischen Geschäftsführer der FDP, Heiner Garg, ist Freihandel ein Garant für Wohlstand und Freiheit. «Viele vermeintliche Kritiker von TTIP und Ceta sind in Wahrheit keine Kritiker dieser Freihandelsabkommen, sondern sie sind Gegner von Freihandel, von Wohlstand und Marktwirtschaft», sagte er. Den Gegnern warf er Panikmache und Populismus vor.
Der CDU-Wirtschaftspolitiker Johannes Callsen forderte einen zügigen Abschluss der Verhandlungen. «Ziel ist es, die hohen europäischen Standards aufrechtzuerhalten und gleichzeitig den Zugang zum US-Markt zu vereinfachen.» Wer die Verhandlungen bereits für gescheitert erkläre, schwäche die europäische Handlungsposition.
Für SPD-Fraktionschef Ralf Stegner steht dagegen fest: «TTIP ist politisch praktisch tot.» Noch deutlicher wurde der Grünen-Europa-Politiker Bernd Voß. «Wir lehnen das Abkommen in seiner jetzigen Form ab.» Die SSW-Abgeordnete Jette Waldinger-Thiering rechnet mit einem «bundesweiten Proteststurm». Die Verhandlungen seien an Intransparenz nicht zu unterbieten.
Zuvor hatten die Abgeordneten über die Zukunft Europas debattiert. Nach dem Brexit-Votum stelle sich die Frage «wo, Europa, willst Du eigentlich hin?», sagte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD). Nun müssten Antworten auf diese Fragen gegeben werden. «Wollen wir mehr Europa oder weniger, mehr Freizügigkeit oder mehr?»
Es sei aber «viel zu früh, um zu sagen, wie genau die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen» ausfielen, sagte Albig. Schleswig-Holstein sei in seinem Wohlstand ohne Europa aber unmittelbar gefährdet. Er sprach von der «größten zivilisatorischen Idee, die dieser Kontinent in seiner Geschichte erfahren hat». Der europäische Gedanke werde aber nicht mehr von allen verstanden. «Wir haben uns gewöhnt an die Wohlfahrten unseres Europas.»
CDU-Fraktionschef Daniel Günther forderte mehr Engagement für die europäische Idee. «Unsere Aufgabe ist jetzt, dass wir wieder Begeisterung für Europa verbreiten.» Englands Votum sei eine Fehlentscheidung. Für FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki steht trotz des Brexit-Votums fest: «Europa ist nicht auseinandergefallen.» In der Jugend aller Länder gebe es eine hohe Zustimmung zu Europa. Die Briten hätten sich aber «dezidiert gegen Quotenflüchtlinge ausgesprochen». Es herrsche in anderen Ländern der Eindruck, Deutschland wolle Europa dominieren.
Weiteres Thema:
Die Piraten fordern vom Verkehrsministerium, dass mehr Brücken-Baustellen in die Datensätze von Navigationsinstrumenten eingepflegt werden. Dazu sagte Meyer:
Acht Konzepte mit 81 Projekten sollen über 130 Millionen Euro Investitionen an der Westküste auslösen
Die führenden Köpfe des Ideenwettbewerbs – zusammen mit Staatssekretär und Landräten. Von links: Staatssekretär Frank Nägele, Frank Timpe (Amrum), Jörg Singer (Helgoland), Martina Hummel-Manzau (Region Brunsbüttel-Westküste), Olaf Raffel (Büsum), Landrat Dieter Harrsen (Nordfriesland), Julia Seelig (ITI-Scout), Paul Raffelhüschen (Föhr), Reiner Schütt (NES-Trail), Oliver Meik (Kultourwert), Landrat Jörn Klimant (Dithmarschen) und Gerd Meurs-Scher (Naturwert)
Schluss-Pfiff im Rennen und Ringen um die besten Ideen für mehr Wachstum und Wohlstand an der Westküste: In der gemeinsamen Sitzung des vom Land vor drei Jahren ins Leben gerufenen Westküsten-Beirats und des so genannten ITI-Gremiums in Husum wurden heute im Husumer Congress-Centrum die Sieger eines im September 2014 ausgerufenen Ideenwettbewerbs gekürt. Hintergrund ist das speziell auf Nordfriesland, Dithmarschen, Steinburg und Helgoland zugeschnittene 30 Millionen Euro umfassende EU-Sonderprogramm ITI Westküste (Integrierte Territoriale Investitionen „Tourismus- und Energiekompetenzregion Westküste“). Das ITI-Programm wird gespeist aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).
Staatssekretär Nägele sagte zu dem Abschluss der zweiten Wettbewerbsphase
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Wie Nägele gemeinsam mit Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen und Dithmarschens Landrat Dr. Jörn Klimant weiter bekanntgab, seien vom ITI-Gremium auch zum Abschluss der zweiten Wettbewerbsphase acht von ehemals zwölf Konzepten als zukunftsträchtig eingestuft worden (siehe Anlage). Die acht Sieger-Konzepte umfassen insgesamt 81 Einzelprojekte mit Investitionsvolumina zwischen 1,4 und 15,7 Millionen Euro. „Wir gratulieren allen Konzeptverantwortlichen und sind sehr zuversichtlich, dass die Projekte nun auch zügig gefördert werden können“, sagte Nägele.
Wie der Staatssekretär weiter erläuterte, stehen bei dem ITI-Sonderprogramm vor allem Aspekte der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz und eines ressourcenschonenden Tourismus im Vordergrund. Er appellierte an die Konzeptverantwortlichen, ihre Projekte nun rasch antragsreif zu konkretisieren und zusammen mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein und der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) die letzten fördertechnischen Fragen zu klären. „Danach bin ich sehr zuversichtlich, dass wir mit dem Ideen-Feuerwerk, dass in den einzelnen Vorhaben steckt, für die Westküste in den nächsten drei bis fünf Jahren Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe auslösen werden,“ so Nägele.
Land reaktiviert Bahnstrecken Wrist-Kellinghusen und Geesthacht Nettelnburg – weitere Qualitätsverbesserungen geplant
Mit mehr als einer halben Milliarde Euro zusätzlich bis 2031 soll der öffentliche Nahverkehr in Schleswig-Holstein deutlich attraktiver werden. Verkehrsminister Reinhard Meyer kündigte heute in Kiel einen großen Qualitätssprung an. Der Landesanteil aus dem 8,2-Milliarden-Euro-Topf des Bundes für sogenannte Regionalisierungsmittel solle für den Ausbau und die Wiederbelebung von Bahnstrecken ebenso genutzt werden wie für mehr Pünktlichkeit, bessere Informationen für Fahrgäste, WLAN in Zügen und Barrierefreiheit an weiteren Bahnhöfen. Er strebe auch einen einheitlichen Tarif in Schleswig-Holstein, Hamburg und im nördlichen Niedersachsen an, sagte Meyer.
Meyer sagte im Gespräch mit Journalisten unter anderem
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Wie Meyer weiter sagte, sei er sich sicher, dass es mit dieser Strategie gelingen werde, dauerhaft mehr Menschen davon zu überzeugen, dass Bahn und Bus eine gute Alternative zum eigenen Auto seien.
Als dringliche Qualitätsverbesserungen nannte er unter anderem eine größere Pünktlichkeit der Züge, verbesserte Fahrgastinformationen und mehr Komfort – etwa durch WLAN oder elektronische Buchungs- und Zahlungssysteme. Erste WLAN-Pilotprojekte könnten noch in diesem Jahr starten. Ein weiteres Ziel sei zudem, die Energiewende stärker als bislang auch im Nahverkehr umzusetzen, beispielsweise durch umweltfreundlichere Antriebsformen als Dieselmotoren.
Als größte Investitions-Projekte der nächsten Jahre nannte Meyer neben der bereits beschlossenen Reaktivierung derBahnstrecke Kiel-Schönberger Strand die beiden geplanten Schienenprojekte „S 21“ (Hamburg-Kaltenkirchen) und „S 4 Ost“ (Hamburg-Bad Oldesloe) sowie den Ausbau der Strecke Wrist-Kellinghusen. Darüber hinaus steht auch die Reaktivierung der Strecke Geesthacht-Nettelnburg auf dem Plan.
An der Westküste soll zudem künftig ein Schnellbus zwischen Itzehoe und Brunsbüttel verkehren.
Als ein Beispiel für eine Angebotsverbesserung auf bestehenden Strecken nannte der Minister den heutigen stündliche Regionalexpress zwischen Kiel und Lübeck, der künftig durch eine noch schnellere Regionalbahn ergänzt werden soll, so dass es zwischen beiden Städten in etwa einen Halbstundentakt geben werde. Im besonders stark nachgefragten Abschnitt zwischen Kiel und Preetz werde zudem eine zusätzliche stündliche Regionalbahn eingeführt, die einige neue Haltepunkte bedienen könne.
Wichtig für einen leistungsfähigen ÖPNV der Zukunft ist nach den Worten von Meyer auch die Barrierefreiheit von Bahnhöfen. Deshalb werde das 2001 begonnene Bahnhofs-Stationsprogramms fortgesetzt. Dabei stehen unter anderem die Modernisierung der Bahnhöfe von Pinneberg, Tönning oder Gettorf auf dem Programm.
„Unter Barrierefreiheit verstehe ich aber auch den reibungslosen Zugang zu Informationen und die bargeldlose Abwicklung von Buchungen“, sagte Meyer. Deshalb sei es das Ziel von Land und dem landesweiten Verkehrsverbund „NAH.SH“, auch neue Vertriebswege zu schaffen. „Wir werden Systeme für mobile Tickets ebenso auf den Weg bringen wie kundenfreundliche Gesamt-Angebote“, so der Minister.
Mit Blick auf die künftige Tarifgestaltung im Norden sagte Meyer: „Zwar gilt der SH-Tarif schon seit 2005 im ganzen Land und bis nach Hamburg, Fahrgäste nehmen aber immer noch Tarifgrenzen wahr. Gemeinsam mit den Regierungen in Niedersachen und Hamburg wollen und werden wir deshalb einen gemeinsamen norddeutschen Tarif gestalten.“ Außerdem sind nach den Worten des Ministers weitere zielgruppengerechte Angebote nötig. Dazu gehöre unter anderem eine so genannte „9-Uhr-Zeitkarte“ und landesweites Semesterticket.
Die im kommenden Jahr auslaufende Finanzierungsverordnung mit den Kommunen zur Organisation der Busverkehre wird – so Meyer – ab 2018 ebenfalls finanziell besser ausgestattet.
Meyers vollständigen Beitrag in der heutigen Pressekonferenz hören Sie hier:
Meyer stellt Investitionsschwerpunkte für jährlichen 30-Mio-Aufwuchs bei ÖPNV-Mitteln vor
Weichenstellung für den Bahn- und Busverkehr in SH für die kommenden 15 Jahre: Nachdem im Bund weitgehend Einigkeit über die Ausstattung der Länder mit so genannten Regionalisierungsmitteln erzielt wurde, stellt Verkehrsminister Reinhard Meyer heute die Eckpunkte der beabsichtigten Investitionen in Bahn- und Busverkehre in Schleswig-Holstein vor.
Hintergrund: Der Bund hatte die Höhe der ÖPNV-Mittel auf jährlich 8,2 Milliarden Euro angehoben, zugleich wurde vergangene Woche das Eisenbahnregulierungsgesetz von Bundesregierung und Bundesrat verabschiedet. Darin enthalten ist unter anderem eine Deckelung der Stations- und Trassenpreise für die Länder, was nicht nur SH Plaungssicherheit gibt. Wie die durchschnittlich 30 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr bis 2031 verwendet werden sollen, erläutert Meyer ab 10.30 Uhr in einem Pressegespäch im Wirtschaftsministerium (nur für Journalisten).
Ab ca. 12.30 dann auch alle Einzelheiten hier in unserem Blog.
Süße Investitionen: Land fördert Erweiterungen von zwei Lübecker Marzipanherstellern mit über drei Millionen Euro
Einblick in die Niederegger-Produktion: Meyer (links) mit Niederegger-Chefin Antonie Strait und ihrem Produktionsleiter
Warmer Regen für die Marzipan-Stadt Lübeck: Wirtschaftsminister Reinhard Meyer überreichte heute bei einem Besuch in der Hansestadt gleich an zwei Traditionsunternehmen Förderbescheide: Die Firma J.G. Niederegger GmbH & Co. KG erhielt für ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Entwicklung eines neuen Produktionsverfahrens 885.000 Euro, die Marzipan-Fabrik v. Minden und Bruhns GmbH & Co.KG (kurz: Lubeca) 2,3 Millionen Euro für eine 16-Millionen-Erweiterungsinnestition
Lubeca plant nach den Worten von Geschäftsführer Dr. Axel Hahne eine Erweiterung des Unternehmens, um den Standort zu stärken. Ziel sei unter anderem der weitere Ausbau der Produktionskapazitäten am Standort. Zusätzlich sollen die bestehenden Anlagen auf den neuesten Stand hinsichtlich Energieeffizienz, Hygiene und Lebensmittelsicherheit gebracht werden. Auch die Erweiterung erfolgt nach modernen energetischen Standards. Durch die Investitionen sollen 67 neue Dauerarbeitsplätze am Standort entstehen. Darüber hinaus werden die vorhandenen 183 Dauerarbeitsplätze gesichert.
„Lubeca ist nicht nur wichtig für den Standort, sondern für die gesamte Region. Ich hoffe, dass das Unternehmen seine erfolgreiche Entwicklung fortsetzt“, sagte Meyer bei der Bescheidübergabe.
Meyer überreicht den Förderbescheid an Lubeca-Chef Dr. Axel Hahne
Ziel des geförderten Projekts bei Niederegger ist es, die bislang notwendigen Produktionsschritte von der Rohmasseherstellung bis hin zum endverpackten Produkt zu optimieren und dabei die hohe Qualität zu garantieren. Das neue Verfahren berücksichtigt dabei die gesamte Wertschöpfungskette von der Rohmassenherstellung, dem Anwirken und Ausformen bis zu dem Verpacken. Eine optimale und insbesondere flexible Struktur der Herstellungs- und Verpackungsanlagen für Klassikerverpackungen soll zukünftig die individuellen Kundenbedarfe noch schneller erfüllen. „Hervorzuheben ist hierbei, dass auch die bei Niederegger seit Generationen eingeführten, traditionellen Herstellungsverfahren berücksichtigt werden. Denn bei einem Weltmarktführer wie Niederegger schließen sich Tradition und Innovation eben nicht aus“, sagte Meyer.
Rundgang bei Niederegger – hier mit Seniorchef Holger Strait (links)
Marzipan sei zwar in aller Munde, aber die wissenschaftlichen und technologischen Informationen über Marzipan und dessen Herstellung seien lediglich in den Rohmasseherstellungsbetrieben selbst vorhanden. Es liege hierzu kaum allgemein zugängliches Wissen vor. „So gibt es keine Hochschule oder andere Institutionen, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben. Daher ist auch das Unternehmen gezwungen, selbst das komplexe Thema der Marzipan-Rohmasse zu erforschen bzw. in diese Forschung zu investieren“, so Meyer.
Neben der Entwicklungsarbeit im Unternehmen ist in dem geförderten Projekt ein hoher Forschungsanteil vorgesehen, der gemeinsam mit der Fachhochschule Lübeck durchgeführt werden soll. Die aus Forschung und Entwicklung gewonnenen Erkenntnisse müssen dann in die Installation der neuen Produktionsstraße übertragen werden unter der strengen Prämisse, keine geschmacklichen Veränderungen im Endprodukt zuzulassen.
Mehr Sicherheit, weniger Lautstärke: Sanierung der A 1 im Bereich Bad Schwartau läuft auf Hochtouren
Heute wurden die Betonfundamente für den Lärmschutzwall gegossen: Meyer (rechts) lässt sich die Arbeiten von Britta Lüth erläutern
Die Sanierung der A 1 bei Bad Schwartau befindet sich im Zeitplan: Wie Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer heute bei einem Baustellenbesuch sagte, werde die Fahrbahn zwischen Bad Schwartau und Sereetz auf einer Länge von knapp sieben Kilometern saniert und zugleich die Lärmschutzwände erneuert, erhöht und verlängert. Das insgesamt 68 Millionen Euro teure Projekt, das vollständig vom Bund finanziert wird, soll bis 2020 abgeschlossen sein.
Meyer sagte gegenüber Journalisten
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Wie Britta Lüth, stellvertretende Leiterin der Lübecker Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) erläuterte, wird die Fahrbahn mit einem sogenannten offenporigen Asphaltbelag (OPA) versehen, der die Fahrgeräusche um fünf Dezibel verringert. „Das wird den Bewohnern der angrenzenden Häuser in diesem Bereich hoffentlich eine deutliche Entlastung und den Autofahrern mehr Sicherheit bringen“, sagte Meyer.
In diesen Tagen finden auf der Fahrbahn in Richtung Hamburg die Bohrungen für die neuen Lärmschutzwände statt. Dazu werden Stahlpfosten errichtet, an die hochabsorbierende Leichtmetall-Elemente montiert werden. Die Höhe der grün gestalteten Wände variiert laut Lüth zwischen 2,50 und fünf Metern, in einigen Abschnitten gibt es zudem auch Wall-Wand-Kombination.
Besonders zeit- und kostenintensiv wird die Sanierung durch die insgesamt 13 Bauwerke im Autobahndreieck mit knapp fünf Kilometern auf der A 1 und 1,5 Kilometern auf der A 226 sowie den Anschlussstellen Bad Schwartau und Sereetz. Meyer: „Zehn Bauwerke müssen ertüchtigt werden, zwei erhalten einen neuen Überbau und eine Brücke wird vollständig durch einen Neubau ersetzt.“
Lüth und Meyer erinnerten daran, dass bereits vor den Bauarbeiten an den Autobahnen erheblich in passiven Lärmschutz an den Häusern investiert worden sei – unter anderem durch Schallschutzfenster, Lüfter oder Schalldämmung von Dächern.
Parallel zu den Lärmschutzmaßnahmen werden in diesem Jahr auch die Mittelstreifenüberfahrten, die neue Mittelstreifenentwässerung, Leitplanken sowie eine provisorische Fahrbahnverbreiterung für künftige Baustellenumleitungen errichtet.
Meyer bat Anwohner wie Verkehrsteilnehmer um Geduld und Verständnis: „Große Bauprojekte wie dieses sind zwangläufig mit Verkehrsbeeinträchtigungen verbunden. Unser Landesbetrieb versucht aber alles, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Am Ende bekommen wir dafür eine leistungsfähige Straße, die sich für die Menschen und die Wirtschaft in der Region auszahlen wird.“
Notiz-Blog der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus